Chilston Park Hotel bei Lenham (Kent)

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Nach einer Fahrt über unendlich viele kleine Wege in der “countryside” von Kent gelangten wir an einem klirrend kalten Januartag am späten Nachmittag in unserem Hotel, dem Chilston Park Hotel, bei Lenham an. Empfangen wurden wir in der Eingangshalle von einem wahren Kerzenmeer, das sich bis in das Restaurant hinzog. Nicht umsonst nennt sich Chilston Park “one of the most romantic hotels in Britain“. Wir bekamen eine Suite unter dem Dach, die aus mehreren hintereinander liegenden Räumen bestand. Nach kurzer Zeit klopfte es an der Tür und wir erhielten jeder ein Glas Prosecco gebracht. Wir fühlten uns sofort wohl in diesem Country House Hotel, das im 17. Jahrhundert gebaut wurde.

Auch das Restaurant “Culpeper’s” war sehr gemütlich. Ich habe selten Räumlichkeiten gesehen, die so von Bildern vollgehängt waren wie in diesem Haus. Natürlich waren an diesem Abend auch sämtliche verfügbaren Kamine in Betrieb. Draußen eisige Kälte, innen kerzenbeschienene Gemütlichkeit. Toll!

Ein sehr empfehlenswertes Hotel für einen romantischen Aufenthalt!

Veröffentlicht in: on 31. Januar 2010 at 08:21  Hinterlasse einen Kommentar  
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Belouis Some: Imagination – X-Rated Video

Eigentlich heißt Belouis Some mit richtigem Namen Neville Keighley. Der 1959 geborene Brite gehörte zur New Wave-Szene und war in den 80er Jahren tätig, konnte sich aber nie aus dem Schatten der Popgrößen seiner Zeit lösen. Auf dem Soundtrack-Album des Films “Pretty in Pink” war er zu hören und sein größter Erfolg war ein Platz 17 in den britischen Charts mit seinem Titel “Imagination“, der aus dem Album “Some People” ausgekoppelt wurde.

Das achtminütige Musikvideo zu “Imagination” sorgte seiner Zeit für viel Aufregung, weil es viele erotische Szenen enthielt. Bei “youtube” darf nur die zensierte Version gezeigt werden. Auch sonst dürfte es heute kaum noch im Fernsehen zu sehen sein. Wer sagt denn, dass die Engländer so prüde sind?
Hier ist die vollständige unzensierte Version. Wer Probleme mit “Nudity” hat, sollte sich das Video besser nicht ansehen.

Veröffentlicht in: on 30. Januar 2010 at 09:29  Hinterlasse einen Kommentar  
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The Grimethorpe Colliery Band aus South Yorkshire

In South Yorkshire liegt der kleine Ort Grimethorpe und er gehörte zu den Orten, die in den 90er Jahren von der Bergbaukrise in England stark getroffen wurde. 1993 wurde die Mine, die zuletzt 6000 Bergarbeiter beschäftigte, geschlossen, mit verheerenden Auswirkungen auf die Region.

Seit 1917 gibt es in Grimethorpe eine Blaskapelle, die Grimethorpe Colliery Band, deren Mitglieder alle im Bergbau arbeiteten und die über viele Jahre hinweg bestimmte Privilegien gegenüber den anderen Bergleuten genossen.

Die Brass Band konnte auf Wettbewerben viele Preise gewinnen und einer der Höhepunkte in der Geschichte der Kapelle war der Gewinn der National Brass Band Championships in der Royal Albert Hall 1992 in London und dass, als die Band gerade von der Schließung ihres Bergwerks erfahren hatte. Auf  jeden Fall überlebte die Band, bekam finanzielle Unterstützung und ist auch heute noch sehr aktiv; so sind für das Jahr 2010 mindesten zwei Dutzend Auftritte in ganz England geplant.

1995 wurde ein Film über die Grimethorpe Colliery Band gedreht (“Brassed Off“) mit Ewan McGregor in der Hauptrolle. Aus Grimethorpe wurde Grimley und die Band lieferte auch den Soundtrack zum Film, der weitaus erfolgreicher wurde als ursprünglich angenommen. In Deutschland lief der Film unter dem Titel “Brassed Off – Mit Pauken und Trompeten” und ist noch auf DVD erhältlich.

Sehen Sie hier einen Ausschnitt aus “Brassed Off”:

Veröffentlicht in: on 29. Januar 2010 at 19:27  Hinterlasse einen Kommentar  
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Der älteste Süßwarenladen Englands liegt in Pateley Bridge (North Yorkshire)

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39 High Street, Pateley Bridge, North Yorkshire, lautet die Adresse für Englands ältesten Süßwarenladen, der im Jahre 1827 eröffnet wurde und ein Eldorado für alle ist, die einen “Sweeth Tooth” haben. Keith und Gloria Tordoff sind die Besitzer des Ladens, der eine überwältigende Auswahl anbietet.
Hier eine winzig kleine Auswahl aus dem Angebot: Banana Split Toffee, Kendal Mint Cake, Nougat Cherries Dainties, Rainbow Crystals, Sarsaparilla Sticks, Super Sour Fizz Bombs Mark II, Traffic Light Lollipops  usw. usw., ein wahres Schlaraffenland.

Da die Besitzer mit der Zeit gehen, haben sie im Jahre 2005 auch einen Online-Shop eingerichtet, über den man die ganzen Köstlichkeiten auch bestellen kann.

Keith und Gloria, die das Geschäft seit 10 Jahren führen, haben den nostalgischen Touch beibehalten, d.h. auf dem Tresen steht noch eine uralte Kasse, ein Kaminfeuer brennt im Laden, die niedrige Decke und die Wohlgerüche verbreiten eine Wohlfühlatmosphäre.

Pateley Bridge liegt im Nidderdale im Harrogate Bezirk und ist eine kleine alte Marktstadt mit etwa 2000 Einwohnern.

Wenn Sie sich ein wenig Appetit machen wollen, können Sie das hier tun.

Veröffentlicht in: on 28. Januar 2010 at 19:22  Kommentare (2)  
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Bridego Bridge bei Mentmore (Buckinghamshire)

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Sagen Ihnen die Namen Ronald Biggs und Bruce Reynolds noch etwas? Sie waren die “Masterminds” bei jenem legendären Postzugraub vom 8. August 1963, bei dem eine Gruppe von Männern den Postzug von London nach Glasgow anhielten und 2,6 Millionen Britische Pfund erbeuteten, damals eine gewaltige Summe.

Die (Gentleman?)-Gangster brachten den Zug bei Sears Crossing unter ihre Kontrolle und fuhren ihn dann einige hundert Meter weiter zur Bridego Bridge, eine Brücke, die nicht weit von Leighton Buzzard in Bedfordshire, in der Nähe des Dörfchens Mentmore (Buckinghamshire)steht. Da ich die deutsche Verfilmung des Stoffes “Die Gentlemen bitten zur Kasse” mit Horst Tappert in einer der Hauptrollen wirklich gut fand, habe ich die Brücke einmal aufgesucht und darunter gestanden, dort, wo die Postsäcke aus dem Zug in bereitstehende Fahrzeuge verladen wurden. Es war schon ein merkwürdiges Gefühl am Schauplatz eines der größten Verbrechen in der englischen Geschichte zu stehen.

Veröffentlicht in: on 27. Januar 2010 at 19:15  Kommentare (1)  
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The Falstaff Experience in Stratford-on-Avon (Warwickshire) – Very Haunted!

Hier in der Sheep Street findet man die Falstaff Experience. - © Copyright Kenneth Allen and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Bei einem meiner zahlreichen Besuche in Stratford-on-Avon in Warwickshire besuchte ich auch einmal “The Falstaff Experience” in der Sheep Street im Zentrum der Stadt. Derek Acorah, ein durch das Fernsehen bekanntes Medium, hält dieses Gebäude für “one of the most frightening places I have ever encountered“.

Die Sendung “Most Haunted” des Fernsehsenders Living TV hat dort schon einmal gedreht und die Crew verbrachte in dem Haus eine Nacht voller Schrecken. Nachdem ich die Sendung gesehen hatte, musste ich die “Falstaff Experience” unbedingt einmal selbst besuchen und ich tat das mit meiner (etwas widerstrebenden) Frau an einem eiskalten Februartag.

Wir waren die einzigen Besucher an einem Samstagvormittag und das Haus hatte schon etwas Beunruhigendes an sich. 4o verschiedene “spirits” soll es hier geben und fast täglich berichten Besucher von merkwürdigen Begegnungen. Wir begegneten im wahrsten Sinne des Wortes niemanden, aber ich möchte nicht unbedingt eine Nacht hier verbringen, was man aber tun kann, denn das Museum bietet fast täglich Touren nach Einbruch der Dunkelheit an.

“The Falstaff Experience” hat eine Reihe von Preisen gewonnen und erfreut sich in Ghost-Hunter-Kreisen sehr großer Beliebtheit. Die Autorin paranormaler Untersuchungen Fiona Broome bezeichnete das Haus sogar einmal als “one of the most unique and haunted places in the world”.

Besuchen Sie doch die “Falstaff Experience” einmal bei Ihrem nächsten Besuch in Stratford. Vielleicht begegnen Sie ja einmal einem der 40 Spirits. Gegenüber dem Haus in der Sheep Street gibt es übrigens einige nette Restaurants.

Hier ist ein Film über einen nächtlichen Besuch in der “Falstaff Experience”:

Veröffentlicht in: on 26. Januar 2010 at 20:29  Hinterlasse einen Kommentar  
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Buchtipp – Quentin Letts: 50 People Who Buggered Up Britain

Quentin Letts ist ein englischer Journalist, der schon für mehrere Tageszeitungen geschrieben hat, darunter die “Times”, den “Daily Telegraph” und die “Daily Mail”.
Sein Buch “50 People Who Buggered Up Britain” (50 Personen, die Großbritannien in die Sch… geritten haben) steht schon seit einiger Zeit auf den Bestsellerlisten. Es ist eine Art “Hass-Hitparade”, in der er mit 50 Personen hart (manchmal überhart) ins Gericht geht, die seiner Meinung nach entscheidend dazu beigetragen haben, dass sich Großbritannien in einer Abwärtsspirale befindet.

Da finden wir jede Menge Leute aus der Politik: Margaret Thatcher, Tony Blair, Gordon Brown, Edward Heath. Es trifft den Trainer von Manchester United Alex Ferguson, Englands TV-Gärtner Nummer Eins Alan Titchmarsh, den Erfinder der Mini-Roundabouts Frank Blackmore und den Medienmogul Rupert Murdoch.

Ich wundere mich, dass noch keiner von den attackierten Personen zurückgeschlagen hat, denn Letts’  beißender Spott überschreitet manchmal die Grenzen des guten Geschmacks.
Trotzdem ist das Buch lesenswert und gibt einen Überblick, was in den letzten Jahren im United Kingdom alles falsch gelaufen ist.

In meiner aktualisierten Ausgabe von 2009 hat er noch 5 Banker hinzugefügt und im letzten Kapitel “Bubblin’ Under” führt er noch einige Namen auf, die es noch nicht ganz in seine Top 55 geschafft haben wie Roman Abramovich, Paul McCartney und Victoria Beckham.

Sehen Sie hier Quentin Letts wie er sein Buch vorstellt:

Veröffentlicht in: on 25. Januar 2010 at 20:18  Kommentare (1)  
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Meine Lieblings-Pubs – The Boot Inn in Lapworth (Warwickshire)

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Am 17. November letzten Jahres stellte ich hier “The Crabmill” in Preston Bagot (Warwickshire) vor und berichtete, dass er zu den 6 “Lovely Pubs” gehört. Zu dieser Pub-Gruppe gehört auch “The Boot Inn” in Lapworth (Warwickshire), den ich einmal besuchte und für sehr empfehlenswert fand.

Dieser “Coaching Inn” aus dem 16. Jahrhundert steht am Grand Union Canal und gehört zu den “posh country-pubs”, also den edlen Pubs, die über eine sehr gute Küche und einen  gut bestückten Weinkeller  verfügen. Bei meinem Besuch lag der Schwerpunkt der Karte auf griechischen Speisen, aber auch internationale Gerichte wie Nachos mit Guacamole, Piri Piri Chicken Salat mit Chorizo oder Thai Chicken Panini finden sich auf der Speisekarte.

Das Interieur ist sehr “stylish” und in der Atmosphäre der oben erwähnten “Crabmill” sehr ähnlich.

Veröffentlicht in: on 24. Januar 2010 at 10:18  Hinterlasse einen Kommentar  
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Englands ältestes Gefängnis in Hexham (Northumberland)

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Die Kleinstadt Hexham im äußersten Norden Englands in der Grafschaft Northumberland kann sich dreier Dinge rühmen. Erstens ist Hexham Geburtsort von Pete Doherty, dem Sänger der Gruppe Babyshambles und Ex-Freund von Supermodel Kate Moss, der mehrheitlich durch seine Drogenexzesse von sich reden machte. Ob man sich dieses Sohnes der Stadt aber wirklich rühmen kann, sei dahingestellt.

Zweitens findet sich hier eine sehr imposante Kirche, die Hexham Abbey.

Und drittens steht in Hexham Englands ältestes Gefängnis, d.h. es gibt noch ältere, aber dieses Gebäude wurde von Anfang an als Gefängnis konzipiert. Im Jahr 133o wurde Hexham Old Gaol gebaut und es erwies sich im Laufe der Jahrhunderte als nicht besonders sicher, da es immer wieder Gefangenen gelang, aus dem Gemäuer zu flüchten; manchmal auch mit Unterstützung des Aufsichtspersonals, das dafür gern einmal die Hand aufhielt.

Bis in die 20er Jahre des 19. Jahrhunderts war das Gefängnis in Betrieb, dann wurde es für gänzlich andere Dinge benutzt, als Bank, als Anwaltsbüro, als Billardhalle. Dann verfiel das Gebäude immer mehr, bis es von Grund auf renoviert wurde und seit 1980 als Museum und Touristenbüro fungiert.

Im Museum gibt es viel über die Geschichte des Gefängnisses zu sehen: Interaktive Displays stehen zur Verfügung und ein gläserner Fahrstuhl führt durch die Stockwerke des Hauses. Es gibt immer wieder im Laufe des Jahres besondere Events; also dies ist wirklich kein langweiliges, sondern ein sehr aktives Museum.

Veröffentlicht in: on 23. Januar 2010 at 09:48  Hinterlasse einen Kommentar  
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Stand-up Comedians Teil 13: Rob Rouse

Rob Rouse, 1974 geboren, war ursprünglich einmal Erdkundelehrer, bevor er auf den Stand-up-Comedy-Zug aufsprang. Nachdem er 1998 den SYTYF-Wettbewerb (So You Think You’re Funny) in Edinburgh gewann, zog er mit seinen Shows durch die Lande.
Bald wurde auch das Fernsehen auf ihn aufmerksam und Rouse wirkte in zahlreichen Sitcoms mit wie “The Bunk Bed Boys”  oder “Grownups”.

Seine letzte Show trug den Namen “My Family…and the Dog that Scared Jesus“. Das Magazin “Time Out” nennt Rouse “A phenomenal performer…Rob Rouse is a born clown, a latter day Stan Laurel”.

Machen Sie sich hier selbst ein Bild von ihm anhand eines Auftritts in Edinburgh aus dem vergangenen Jahr:

Veröffentlicht in: on 22. Januar 2010 at 14:41  Hinterlasse einen Kommentar  
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Gatso Cameras

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Wer einmal durch England gefahren ist, kennt sie zur genüge, die “Gatso Cameras“, Radarkameras, die die Geschwindigkeit der Fahrzeuge überprüfen. Im Gegensatz zu den mausgrauen deutschen Kameras sind die “Gatsos”  gelb und daher etwas besser zu erkennen.
Ich habe einen Straßenatlas, in dem die Messstellen eingezeichnet sind und es gibt auch Navigationssysteme, die rechtzeitig warnen, trotzdem bringen die etwa 20 000 bis 40 000 Pfund teuren Geräte eine Menge Geld ein.

Produziert werden die von Autofahrern gehassten Radarmessanlagen von der niederländischen Firma GATSOmeter BV. Benannt wurden sie nach dem ebenfalls niederländischen Rennfahrer und Firmengründer Maurice Gatsonidis (1911-1998). Er konstruierte diese Geräte ursprünglich, um seine Kurvengeschwindigkeit zu messen.

Die ersten Überwachungskameras dieser Art wurden 1988 in Nottingham installiert, nachdem an einer ampelgeregelten Kreuzung drei tödliche Unfälle stattgefunden hatten.

Die Wut mancher Autofahrer richtet sich gegen die Kameras und einige sind mutwillig zerstört worden wie Sie in diesem Film von Top Gear’s Jeremy Clarkson sehen können.

Wie unterschiedlich die Meinungen über die “Gatsos” sind, sehen Sie hier in dem Film des Fernsehsenders ITV:

Veröffentlicht in: on 21. Januar 2010 at 19:59  Hinterlasse einen Kommentar  
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Follies – The Egyptian House in Penzance (Cornwall)

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Es gibt viele Engländer, die noch nie in ihrem Leben in Penzance waren, liegt doch diese Stadt im äußersten Südwestzipfel Englands, nur etwa 15 Kilometer von Land’s End entfernt. In diese Stadt muss man schon gezielt fahren, zufällig vorbei kommt man da nicht. Ich selbst habe es erst einmal geschafft, einen halben Tag in Penzance zu verbringen.

In Deutschland kennt man den Namen allenfalls von der komischen Oper/Operette/Musical  ”Die Piraten von Penzance” von Gilbert und Sullivan.

Ein Gebäude fällt in Penzance besonders ins Auge: The Egyptian House. Warum um alles in der Welt hat man in dieser abgelegenen Stadt in Cornwall ausgerechnet ein Haus hingesetzt, dessen Fassade mit ägytischen Säulen, Ornamenten und Figuren bestückt ist?

Erbaut wurde das Haus in der Chapel Street im Jahre 1835 von dem Architekten John Foulston aus Plymouth für den Mineralogen John Lanvin. Die Fassade soll eine exakte Kopie eines Londoner Museums gewesen sein, das wiederum von dem Tempel Hat-hor aus dem ägyptischen Dendra inspiriert wurde. Nach den Feldzügen Napoleons war Ägypten in Frankreich und England “in”, daher auch der  Bau dieses “Follies”.

In diesem außergewöhnlichen Haus kann man auch wohnen. Der Landmark Trust, eine Organisation, die in ganz Großbritannien historische Gebäude vermietet, bietet 3 Stockwerke zum Preis von je ca 450 – 550 EURO pro Woche an.

Veröffentlicht in: on 20. Januar 2010 at 18:56  Hinterlasse einen Kommentar  
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World Gurning Championships in Egremont (Cumbria)

 

Egremont in Cumbria. - © Copyright John Lord and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Schon seit 1267 wird in Egremont (Cumbria) südlich von Whitehaven die Egremont Crab Fair abgehalten, zu der Besucher aus aller Welt anreisen, nicht zuletzt um auch Zeugen der jährlich stattfindenden World Gurning Championships zu werden, den Weltmeisterschaften im Grimassenschneiden. Dazu müssen die Köpfe der Teilnehmer durch ein Pferdehalfter gesteckt werden, um mit dem Fratzenschneiden vor einer Jury zu beginnen. Vorteilhaft ist es, möglichst wenige Zähne sein eigen zu nennen, denn dann ist es einfacher bzw. eindrucksvoller. Ganz eifrige haben sich sogar extra wegen der Meisterschaften Zähne ziehen lassen.

Gordon Blacklock aus Egremont war der Weltmeister des Jahres 2009. Die nächsten Meisterschaften finden am 18. September in diesem Jahr statt.

Lassen Sie sich hier vom amtierenden Weltmeister in die hohe Kunst des Fratzenschneidens einführen:

Amberley Castle Hotel bei Arundel in West Sussex

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Sehr gern erinnere ich mich an einen Aufenthalt im Amberley Castle Hotel, das in der Nähe der Ortschaft Arundel in West Sussex liegt. Wir hatten eine große Suite mit Himmelbett, Erkern in denen man sitzen und auf den Innenhof blicken konnte und einen Whirlpool im Badezimmer.

Das Castle sieht beeindruckend aus und stammt aus dem Jahr 1100, als es von Heinrich I erbaut wurde. In diesen 900 Jahren erlebte die Burg eine wechselvolle Geschichte.

Das Abendessen wird in dem imposanten Queen’s Room eingenommen; dass die Herren hier mit Jackett und Krawatte zu erscheinen haben, ist, wie in den meisten Restaurants in Schlosshotels, selbstverständlich.
Wer nicht im Hauptrestaurant speisen möchte, dem steht die Mistletoe Lodge zur Verfügung, ein exklusives strohgedecktes Baumhaus, das über eine Seilbrücke zu erreichen ist und ideal für ein Dîner à Deux ist.

Das Amberley Castle gehört zu den renommierten Relais & Chateaux Hotels.

Die Übernachtungspreise liegen zwischen ca 220 EURO und 550 EURO.

Ein Aufenthalt in diesem Hotel ist immer wieder eine ganz besondere Erfahrung.

Veröffentlicht in: on 18. Januar 2010 at 09:13  Kommentare (1)  
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Motorrad-Leichenwagen aus Measham (Leicestershire)

 

New Street im Measham. - © Copyright Mat Fascione and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Eine Marktlücke der besonderen Art hat Paul Sinclair aus Measham in Leicestershire ausgemacht. Wenn Motorradfahrer sterben, warum sollen sie dann in einem Auto zur letzten Ruhestätte gefahren werden? Also baute Sinclair, ein anglikanischer Pfarrer, Motorräder mit angebauten Leichenwagen.
Der Erfolg der Firma Motorcycle Funerals war so groß, dass mittlerweile über 1000 Beerdigungen in ganz England und Schottland durchgeführt wurden und Paul Sinclair will expandieren und Großbritannien mit einem ganzen Netz von Niederlassungen überziehen.

Zur Auswahl stehen Triumphs, eine Suzuki und eine Harley-Davidson. Die Suzuki Hayabusa ist Paul Sinclairs Paradestück. Das Motorrad kann über 300 km/h fahren  und hält den Weltrekord als schnellster Leichenwagen der Welt.
In anderen Ländern wie Irland, Australien und den USA wird dieser letzte Service für Biker ebenfalls angeboten.

Veröffentlicht in: on 17. Januar 2010 at 10:47  Hinterlasse einen Kommentar  
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Dozmary Pool im Bodmin Moor (Cornwall)

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Als ich einmal vom legendären, von Daphne DuMaurier in einem Roman verewigten, Jamaica Inn in Cornwall nach Süden fuhr, kam ich durch das Bodmin Moor und dort auch am Dozmary Pool vorbei. Dieser kleine, einsam gelegene See spielt in der Artus-Sage eine Rolle. Hier nämlich soll König Artur sein Schwert Excalibur aus den Händen der Lady of the Lake, der Dame vom See, erhalten haben. Als Artur im Sterben lag, soll Sir Bedivere, einer der Ritter der Tafelrunde, das berühmte Schwert auf dem Dozmary Pool der Lady of the Lake wieder zurückgegeben haben.

Der “Faust Cornwalls”, Jan Tregeagle,  ist auch mit dem See verbunden. Tregeagle war ein besonders strenger Richter im 17. Jahrhundert, der dem Teufel seine Seele verkaufte und im Gegenzug dafür viel Geld und Macht erhielt. Am Ende seines Lebens wird er dazu verdammt, den bodenlosen Dozmary-Pool mit einer einem zerbrochenen Schneckenhaus auszuschöpfen.

Übrigens ist der Dozmary Pool wie die Sage berichtet nicht “bottomless”. Während mehrerer Dürreperioden, zuletzt im Jahr 1976,  trocknete der See vorübergehend aus. So viel zur Zuverlässigkeit von Sagen.

Veröffentlicht in: on 16. Januar 2010 at 09:31  Kommentare (1)  
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Buchtipp: “Simons Katze” von Simon Tofield

Eigentlich wollte Simon Tofield nur ein neues Zeichenprogramm testen. Er zeichnete einen Kurzfilm und stellte ihn für ein paar Freunde ins Netz. Dann brach der Server fast zusammen. Inzwischen sind es mehr als 30 Millionen Klicks auf YouTube: Simons Katze ist ein sagenhafter Mund-zu-Mund-Propaganda Erfolg aus England. Begeisterte Fans aus der ganzen Welt haben sich schon in dieses anarchische, anbetungswürdige Tier verliebt. Warum? – Jeder kennt eine Katze wie diese! Von phänomenaler Fresslust besessen schnurrt Simons Katze erfindungsreich durch den Tag. Nahezu rund um die Uhr versucht sie, mit subtilen Manövern und dreisten Kapriolen die Aufmerksamkeit ihres Besitzers zu wecken, damit dieser sie füttert. Wer Katzen kennt, wird diese lieben.
Jetzt gibt es “Simons Katze” auch als Buch “, in Deutschland im Goldmann-Verlag erschienen. Das Original “Simon’s Cat“ steht zur Zeit auf den englischen Bestsellerlisten.

Simon Tofield, vielfach prämierter Illustrator und Filmregisseur, lebt mit seinen drei Katzen Hugh, Maisie und Jess in Bedfordshire und die Tiere haben Pate gestanden für die kleinen Abenteuer, die Simons Katze erlebt. Tofield hat gerade die Arbeiten an seinem zweiten Buch begonnen und auch weitere Filme sind in Vorbereitung.

Sehen Sie hier Simon’s Cat in “Let me in”:

Veröffentlicht in: on 15. Januar 2010 at 18:38  Kommentare (2)  
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Bananarama – Robert de Niro’s Waiting

Eine der ersten erfolgreichen Girl Groups waren Bananarama, die 1979 gegründet wurde. Die Gründungsmitglieder waren Siobhan Fahey, Keren Woodward und Sara Dallin und die Band hält noch heute den Rekord im Guinness Book of Records als die Girl Group mit den meisten Charthits in der Geschichte der Popmusik.

Siobhan Fahey, der Name verrät es schon, wurde in Irland geboren, Keren Woodward und Sara Dellin erblickten beide  in Bristol das Licht der Welt.

Aus dem Album “Bananarama” (1984) stammt der Song “Robert de Niro’s Waiting“. Eigentlich sollte er “Al Pacino’s Waiting” heißen, aber der Name Robert de Niro ließ sich textlich besser verarbeiten. Als Robert de Niro von diesem “Tribut”-Song hörte, rief er die Band an und verabredete sich mit den drei jungen Damen zum Abendessen, die darüber natürlich begeistert waren.

Regisseur des Musikvideos war der 1993 verstorbene Duncan Gibbins, der z.B. auch für Whams “Club Tropicana”  und “Who’s That Girl?” von den Eurythmics  verantwortlich zeichnete.
Der Song erreichte Platz 3 der britischen Charts, hier zu sehen.

Veröffentlicht in: on 14. Januar 2010 at 19:58  Hinterlasse einen Kommentar  
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Das Minack Theatre in Cornwall

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Könnte es einen spektakuläreren Platz geben, um Shakespeares Drama “Der Sturm” aufzuführen als das Minack-Freilichttheater am äußersten Südwestzipfel Englands? Ich habe leider nie eine Aufführung miterlebt, bin aber einmal durch das in die Felsklippen geschlagene Theater gegangen und konnte mir gut vorstellen wie “Der Sturm” von einem richtigen Sturm an der Küste Cornwalls begleitet wird.

Das “Minack” bietet 750 steinerne und teils mit Gras bewachsene Sitzplätze (ein mitgebrachtes Kissen lohnt sich immer!) bei denen die Titel der bisher gespielten Theaterstücke in die Rücklehnen der Sitze geschlagen sind.

Die Idee zu diesem Theater stammt von Rowena Cade, die einem örtlichen Ensemble ihr zum Meer abfallendes Grundstück für die Aufführung von Shakespeares “Der Sturm” anbot. 1932 wurde das Stück mit großem Erfolg aufgeführt und Mrs. Cade baute jahrelang mit freundlichen Helfern an der Verbesserung von Bühne und Zuschauerrängen weiter.

Heute werden in der Zeit von Juni bis September alljährlich 17 Stücke aufgeführt; zu besichtigen ist das Minack Theatre aber ganzjährig. Auf dem Spielplan für 2010 stehen u.a. “Romeo und Julia”, “West Side Story”, “Jesus Christ Superstar” und zum Saisonabschluss am 18. und 19. September die “Proms at the Minack“.” Bring your flags, hooters and whistles and join in the fun” steht es auf der Webseite des Minack und man möchte auf diese Weise wohl dem großen Londoner “Last Night of the Proms” etwas Konkurrenz machen.

Sehen Sie hier einmal in die Aufführung des Musicals “Evita” hinein.

Veröffentlicht in: on 13. Januar 2010 at 20:36  Hinterlasse einen Kommentar  
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Stand-up Comedians Teil 12: Dave Spikey

Der 1951 in Lancashire geborene Dave Spikey begann seine Karriere als Comedian im Jahr 1990. Die erste seiner vielen noch folgenden Auszeichnungen war “North West Comedian of the Year“. Das Zusammentreffen mit Peter Kay (s.a. mein Blogeintrag vom 24. Oktober 2009) erwies sich als sehr fruchtbar und beide formten eine Partnerschaft, die  viele Erfolge einbrachte wie die Shows “That Peter Kay Thing” und “Phoenix Nights” auf Channel 4 für die er den British Comedy Award erhielt.

Im Jahr 2003 ging er erstmals auf Tournee mit seiner Show “Overnight Success Tour” und trat in ausverkauften Häusern auf. Die DVD zu der Show wurde ebenfalls ausgezeichnet und verkaufte sich 75 000 mal.

Zwei Jahre lang war Spikey in der populären Comedy-Gameshow “8 Out of 10 Cats” zu sehen und der bisherige Höhepunkt seiner Karriere war ein Auftritt vor der englischen Königin.

Im Oktober letzten Jahres erschien Spikeys erstes Buch mit dem witzigen Titel “He Took My Kidney Then Took My Heart“.

Der Stand-up Comedian ist auch nach 20 Jahren noch sehr aktiv und gehört zu den populärsten “Witzbolden” in Großbritannien. Hier ein Ausschnitt aus einer Show.

Veröffentlicht in: on 12. Januar 2010 at 15:56  Hinterlasse einen Kommentar  
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Follies – Wainhouse Tower in Halifax (West Yorkshire)

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Folly” (so die Wikipedia) bezeichnet in der Gartenkunst ein Bauwerk, das sich durch die ihm zugrunde liegende exzentrische Idee und seine extravagante Ausführung von anderen Gartenstaffagen unterscheidet. Der Begriff wird auch in der Architektur für einen ungewöhnlichen Zierbau verwendet.

Ich möchte in diesem Blog im Laufe der Zeit einmal einige besonders markante Follies in England zeigen; heute der Wainhouse Tower in Halifax in der Grafschaft West Yorkshire.

Mit 84 Metern Höhe ist der Turm der höchste Folly in der Welt und das will schon einiges heißen. Eigentlich sollte der Turm ein Schornstein werden, den John Edward Wainhouse von 1871 – 1875 errichten ließ. Da er aber die dazugehörige Fabrik verkaufte, bevor der Schornstein/Turm fertiggestellt war und der neue Besitzer ihn nicht haben wollte, behielt Wainhouse den Turm und wollte ihn als Observatorium umbauen. Der Architekt Richard Swarbrick baute jedoch derart viele Pfeiler, Säulen und Balustraden an, dass für ein Teleskop absolut kein Platz mehr gewesen wäre.

Nach dem Tode seines Besitzers wurde der Turm versteigert, wechselte mehrfach den Eigentümer und gehört jetzt dem Calderdale Council.

Im Juli 2008 wurde der Wainhouse Tower vollständig renoviert, da es Sicherheitsmängel gab und im Mai 2009 wieder der Öffentlichkeit übergeben, die an bestimmten Tagen im Jahr Zutritt hat und nach dem Erklimmen von 400 Stufen einen faszinierenden Blick auf Yorkshire genießen kann.

Veröffentlicht in: on 11. Januar 2010 at 19:12  Hinterlasse einen Kommentar  
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Much Wenlock (Shropshire) – Der Geburtsort der modernen Olympischen Spiele

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Als ich einmal durch den idyllischen Ort Much Wenlock in Shropshire fuhr, wusste ich noch nicht, dass die modernen Olympischen Spiele hier ihren Ursprung hatten.  Wie kam das?

Der Arzt und Botaniker William Penny Brookes (1809 – 1895) gründete 1860 die Wenlock Olympian Society und organisierte bereits seit 1850 jährlich in Much Wenlock statt findende Olympische Spiele. Baron Pierre de Coubertin besuchte 1890 diese Spiele und war davon so beeindruckt, dass er 1894 das Internationale Olympische Kommitee gründete und 1896 die ersten modernen Olympischen Spiele in Athen ins Leben rief.

Much Wenlock ist dieser Tradition verbunden geblieben und so werden die Wenlock Olympian Society Annual Games auch heute noch jährlich ausgetragen, zuletzt die 123. Spiele vom 10. – 13. Juli 2009.

Wer sich für dieses Thema interessiert findet im Much Wenlock Museum in der Memorial Hall jede Menge Ausstellungsstücke und hier beginnt und endet auch der Wenlock Olympian Trail.
Sehenswert sind noch die Ruinen der Wenlock Priory, die heute dem English Heritage gehören und natürlich die in Geologenkreisen berühmte Wenlock Edge, eine besondere geologische Sandstein-Formation außerhalb des Städtchens.

Der Film Clockwise“, in dem John Cleese (Monty Python, Fawlty Towers) einen Lehrer spielt, wurde zum Teil in Much Wenlock gedreht.

Der englische Dichter Alfred Edward Houseman widmete der Stadt in seinem berühmten Werk ” A Shropshire Lad” einige Gedichte, wie “On Wenlock Edge”, die von Vaughan Williams (s. mein Blogeintrag vom 21. Dezember) vertont wurden.

Sehen Sie hier einen Rundgang durch den Ort Much Wenlock:

Veröffentlicht in: on 10. Januar 2010 at 11:02  Hinterlasse einen Kommentar  
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Meine Lieblings-Pubs – The Crab and Lobster in Asenby (North Yorkshire)

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Ist das “Crab & Lobster” nun ein Gastro-Pub oder ein Restaurant? Nun, es hat sich im Laufe der Zeit immer mehr zu einem Gourmet-Restaurant entwickelt. Ich war dort einmal zum Lunch und war sowohl von der Küche als auch vom Ambiente sehr beeindruckt.

Asenby liegt in der Nähe von Thirsk in North Yorkshire, hat nur ca 300 Einwohner und wurde erstmals 1086 im Domesday Book erwähnt.

Das Gebäude des Restaurants stammt aus dem 17. Jahrhundert und liegt auf einem Areal mit Gärten, einem Teich und einem Flüsschen. Im Restaurant selbst finden sich Antiquitäten und Sammlerstücke aus allen Teilen der Welt; wer es ein wenig überladen mag, kommt hier voll auf seine Kosten.

Wie der Name schon vermuten lässt, hat man sich im “Crab & Lobster” auf Fisch und Meeresfrüchte spezialisiert, man bekommt aber auch Yorkshire-Lamm und Wildgerichte.

Neben dem Restaurant befindet sich ein außergewöhnliches Hotel, das “Crab Manor Hotel“, das themenbezogenes Zimmer und Suiten anbietet. Die Zimmer sind nach berühmten Hotels in aller Welt benannt und so kann man beispielsweise im venezianischen “Cipriani”, im New Yorker “Waldorf” oder im “Sandy Lane” (Barbados) wohnen. Die Übernachtungspreise liegen zwischen 150 und 230 Pfund pro Nacht.

Ich kann das “Crab & Lobster” aus eigener Erfahrung sehr empfehlen!

Die Kathedrale von Gloucester – einmal anders gesehen

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Über die ehrwürdige Kathedrale von Gloucester im Westen Englands gibt es im Internet unzählige Informationen, die ich hier nicht wiederholen möchte, dafür will ich hier einige andere  interessante Randnotizen über die Kirche geben.

Wer die Harry Potter-Filme gesehen hat, weiß vielleicht auch, dass die ersten drei Filme in der Kathedrale gedreht wurden, dabei dienten die Kreuzgänge als Korridore der Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei. Die Schüler der benachbarten King’s School erfreuten sich der Ehre, als Statisten dabei sein zu dürfen. Eigentlich hatten die Produzenten des Films die Kathedrale von Canterbury als Drehort vorgesehen, aber dort lehnte man (trotz eines großzügigen  finanziellen Angebots) ab. Nicholas Bury dagegen, der Dekan der Kirche, gab sich als Harry-Potter-Fan zu erkennen und hieß die Filmcrew in Gloucester willkommen. Natürlich ist seitdem die Gloucester Cathedral zu einem Wallfahrtsort vieler HP-Fans aus der ganzen Welt geworden.

Eng verbunden mit der Kirche ist der Name John Stafford Smith, der 1760 in Gloucester geboren wurde und in der Kirche begraben ist. Smith war wie sein Vater Organist und ist heute eigentlich nur noch bekannt als Komponist der amerikanischen Nationalhymne “The Spar-Spangled Banner“.

Wenig bekannt dürfte sein, dass hinter den Kulissen der Kathedrale viele Menschen wirken. 50 Festangestellte gibt es hier, darunter Steinmetze, Musiker und Verwaltungspersonal. Darüberhinaus gehen etwa 400 ehrenamtliche Helfer ihren unterschiedlichen Aufgaben nach, z.B. als Führer, Blumenarrangeure oder Bellringer.

Allein die Flower Guild, die für den Blumenschmuck verantwortlich ist, hat 60 Mitglieder und arrangiert täglich die Blumen in der Kathedrale neu.

Am Sonntag sind die Bellringer mit ihrer schweißtreibenden Arbeit an der Reihe; dienstags treffen sie sich um 19.30 Uhr zum Üben.

Hier ein kurzer Film über die Kathedrale.

Veröffentlicht in: on 8. Januar 2010 at 10:16  Hinterlasse einen Kommentar  
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Bob Ainsworth – Verteidigungsminister Großbritanniens

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Man verliert leicht den Überblick über das britische Kabinett, da recht häufig die Ressorts neu besetzt werden. So ging auch das britische Verteidigungsministerium am 5. Juni 2009 in neue Hände über. Bob Ainsworth ersetzte John Hutton, der lediglich neun Monate im Amt war. Ja, Gordon Brown hat alle Hände voll zu tun, seine Kabinettsposten ständig neu zu vergeben.

Wer ist nun Bob Ainsworth?
 Geboren wurde er am 19. Juni 1952 in Coventry. Er war gewerkschaftlich sehr stark engagiert und war von 1984-1992 im Stadtrat von Coventry u.a. als Vorsitzender des Finanzkomitees.
Seit 1992 ist der Mitglied des Parlaments. Als Regierungsmitglied war er u.a. Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Verkehr und Regionen (Januar 2001-Juni 2001), Staatsminister für Drogendelikte und organisiertes Verbrechen im Innenministerium (2001 – Juni 2003), und stellvertretender Geschäftsführer der Regierungspartei. Zuletzt war er Staatsminister für die Streitkräfte im Verteidigungsminsisterium.

Seine Äußerungen bezüglich der Kriege im Irak und in Afghanistan fanden nicht überall Beifall. So meinte er, dass zu Beginn der Kriege in den beiden Ländern, die britischen Truppen erheblich mehr Unterstützung hätten bekommen müssen.
Auch will Ainsworth an den britischen Nuklearwaffen festhalten. So sollen für ca 23 Milliarden EURO die Trident-Atom-U-Boote erneuert werden, was im Unterhaus erbitterte Gegner auf den Plan gerufen hat, die meinen, dass die Kosten dafür weit mehr betragen werden. Der Rechnungshof hat nun Ende 2009 auch noch ein großes Loch im Verteidigungsbudget fest gestellt. Es kommen also schwere Zeiten auf den Verteidigungsminister und auf seinen Chef Gordon Brown zu.

 

Veröffentlicht in: on 7. Januar 2010 at 13:03  Hinterlasse einen Kommentar  
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Screaming Lord Sutch: Jack the Ripper

In meinem Blogeintrag vom 14. November letzten Jahres über die “Monster Raving Loony Party” erwähnte ich Lord Sutch schon einmal als den Gründer dieser skurrilen Partei. Bevor er in die “große Politik” einstieg, betätigte er sich als Sänger und erreichte 1963 mit “Jack the Ripper” den musikalischen Höhepunkt seiner Karriere. Am 16. Juni 1999 erhängte sich der in Depressionen verfallene Lord Sutch in London.

David Edward Sutch wurde 1940 im Londoner Stadtteil Hampstead geboren. Inspiriert von dem Sänger Screaming Jay Hawkins nannte er sich Screaming Lord Sutch, 3rd Earl of Harrow. Seine Bühnenauftritte, die von seiner Band The Savages begleitet wurden, waren makaber und etwas für Liebhaber des schwarzen Humors; so stieg Lord Sutch meist bei Beginn der Shows aus einem schwarzen Sarg.
Sein “Jack the Ripper”, das mit dem Schrei einer Frau und dem Geräusch von Schritten beginnt, erreichte gleich nach Erscheinen der Bannstrahl der  BBC, die mit dieser Art von Musik gar nichts am Hute hatte.

Der Song wurde immer einmal wieder gecovert, so z.B. von den White Stripes, den Fuzztones und von Casey Jones and the Governors.

Hören Sie hier das Original vom 3rd Earl of Harrow:

Veröffentlicht in: on 6. Januar 2010 at 10:11  Hinterlasse einen Kommentar  
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Stand-up Comedians Teil 11: Sean Lock

Sean Lock wurde 1963 in Woking (Surrey) geboren und ist ein Comedian, der im Radio und Fernsehen zu hören und zu sehen ist, aber auch mit Stand-up Shows durch die Lande zieht. Am 20. Februar beginnt seine neue Tournee “Lockipedia” im Leicester Curve Theater und endet am 28. Mai im Telford Oakengates Theatre.

“Lockipedia” ist, in Anspielung auf Wikipedia, “a very unreliable, misleading but highly entertaining information resource. Lockipedia is what Sean ‘knows’ about stuff.”

Sean Lock ging einen ähnlichen Weg wie viele andere Comedians auch. Sein erster Auftritt im Fernsehen war 1993 und ihm gebührt die Ehre, einer der ersten Comedians zu sein, die in der Wembley Arena auftraten. Er hatte kleine Radioshows bei der BBC und bei Channel 4 seine eigene Fernsehshow “TV Heaven, Telly Hell“. Er war auch Gast bei den beliebten Shows “Have I Got News For You” und “8 Out Of 10 Cats”.

Sean Lock hat eine DVD herausgebracht “Sean Lock Live“, die in Londons HMV Hammersmith Apollo aufgenommen wurde. Sehen Sie hier einen Ausschnitt aus einer seiner “Apollo”-Shows vom 3. Dezember 2007:

Veröffentlicht in: on 5. Januar 2010 at 10:18  Hinterlasse einen Kommentar  
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Ashdown Park Hotel bei Forest Row (East Sussex)

Eigenes Foto.

Es gibt nur ein Hotel in England, das ich überwiegend verschneit kenne: Das Ashdown Park Hotel im Ashdown Forest in East Sussex. Dieses beeindruckende Haus hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Es diente im 1. Weltkrieg als Krankenhaus für verwundete Soldaten, dann als Ausbildungsstätte für Nonnen und schließlich war es Teil einer internationalen Universität.

Das Hotel liegt in einem sehr schönen Park mit einem kleinen See, in dessen Mitte Springbrunnen vor sich hin plätschern. In dem verschneiten Park mit seinen angestrahlten Bäumen sah ich auch einmal Rehe vorbeiziehen; es ist also alles sehr romantisch.

Das Chefkoch des Anderida Restaurants ist Roger Gadsden und das Abendessen wird häufig von einem Pianisten begleitet, dazu der Blick auf den Park: Perfekt. Ich habe mich beide Male in dem Hotel sehr wohl gefühlt.
Dass in so einem eindrucksvollen Hause auch Hochzeiten stattfinden, ist wohl selbstverständlich.

Zum Ashdown Park Hotel gehört auch ein 18-Loch-Golfplatz und ein Spa mit Hallenbad und Wellnessangeboten.
Das Haus gehört zu den “Elite Hotels“, zu denen u.a auch “Tylney Hall” in Hampshire gehört, das ich demnächst hier auch vorstellen werde.

Hier ein kleiner Film, den ich wenige Stunden vor dem Wintereinbruch am 31. Januar 2009 im Ashdown Park Hotel aufgenommen habe.

Über Nacht ist der Winter hereingebrochen. Eigenes Foto.

Veröffentlicht in: on 4. Januar 2010 at 13:43  Kommentare (5)  
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Das größte Shopping Centre in der EU liegt in Gateshead (Tyne and Wear)

Die Stadt Gateshead im Nordosten Englands habe ich schon einmal in meinem Blogeintrag vom 16. November erwähnt, als ich den “Angel of the North” vorstellte.

In der ca 80 000 Einwohner zählenden Stadt befindet sich das größte Shopping- und Freizeitzentrum in der ganzen Europäischen Union: Das MetroCenter. 1986 wurde es eröffnet und umfasst heute ca 340 Geschäfte.

Vier Malls gibt es hier, die nach Farben benannt sind: Rot, Grün, Blau und Gelb, dazu Einkaufsstraßen, in denen die Läden nach Themen zusamengefasst sind.  Neben unzähligen Restaurants und Imbissständen verfügt das Center über eine Bowlingbahn und das brandneue ODEON IMAX Cinema, das einzige seiner Art im Nordosten Englands.

Auf dem Gelände findet sich weiterhin eine IKEA-Filiale und ein ASDA Supercentre, ein riesiger Supermarkt. Wer das MetroCenter gleich mehrere Tage aufsuchen will und in einen Shoppingwahn verfallen ist, hat gleich nebenan mehrere Hotels zur Auswahl.
Es gibt wohl auch nur wenige Einkaufszentren in Europa, die eine eigene Kapelle und einen eigenen vollzeitbeschäftigten Kaplan haben.

Lange Zeit lieferte sich das MetroCenter in Gateshead ein Kopf-an-Kopf-Rennen, was die Größe anbelangt, mit dem Bluewater Shopping Centre, das nahe der M25 bei Greenhithe im Nordwesten Kents liegt. Das größte Einkaufszentrum Europas ist übrigens das in Istanbul gelegene Cevahir Shopping Centre.

Veröffentlicht in: on 3. Januar 2010 at 09:36  Hinterlasse einen Kommentar  
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Kennen Sie noch Manuel, den Kellner aus der Comedyserie “Fawlty Towers”?

Die Comedyserie “Fawlty Towers“, die 1975 (Folgen 1-6) und 1979 (Folgen 7-12) von der BBC ausgestrahlt wurde, gehört zu den populärsten Serien aller Zeiten in Großbritannien. Neben John Cleese als Basil Fawlty, Prunella Scales als Sybil Fawlty und Connie Booth als Polly ist auch der tolpatschige und des Englischen kaum mächtigen, spanische Kellner Manuel in Erinnerung geblieben, der seinen Chef häufig zur Weißglut trieb.

Manuel wurde von Andrew Sachs gespielt, der kein Spanier sondern ein gebürtiger Deutscher ist. Andreas Siegfried Sachs wurde 1930 in Berlin geboren und flüchtete mit seinen Eltern vor den Nazis nach England. Sachs ist mit Melody Lang verheiratet, die in der Fawlty Towers-Folge “Basil the Rat” als Mrs. Taylor auftrat.

1959 hatte Sachs sein Filmdebüt in “The Night we dropped a clanger” und hatte danach zahlreiche Rollen in Fernsehserien, in denen er auch heute noch mit fast 80 Jahren zu sehen ist; zuletzt in “Coronation Street“.

Als Manuel veröffentlichte Sachs auch einige Single-Schallplatten, die aber allesamt nicht erfolgreich waren.

Im Oktober 2008 stand der Name Andrew Sachs in allen Gazetten, weil er Opfer eines sogenannten “pranks“, also eines Streichs geworden war, den Russell Brand und Jonathan Ross in der “Russell Brand Show” verübten. Sie hinterließen auf Sachs’ Anrufbeantworter die Nachricht, dass Brand mit dessen Enkelin Georgina Baillie Sex gehabt hätte. Aufgrund dieses und ähnlicher  ”pranks” wurde Russell Brand schließlich von der BBC vor die Tür gesetzt (s.a. der Kommentar zu meinem “Russell Brand” Blogeintrag vom 16. Dezember).
Sehen Sie hier eine Zusammenstellung einiger “Manuel”-Szenen aus “Fawlty Towers”.

Veröffentlicht in: on 2. Januar 2010 at 11:56  Kommentare (1)  
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