Stand-up Comedians Teil 15: Adam Bloom

Schon im zarten Alter von 18 Monaten wurde Adam Bloom von seinen Eltern “The Voice” genannt, mit 10 Jahren wollte er ein Comedian werden und mit 23 Jahren war er einer. Der 1971 geborene Adam Bloom ist auf Comedy Festivals in der ganzen Welt aufgetreten, von Australien über Neuseeland bis nach Südafrika. Im Laufe seiner Karriere hat er eine ganze Reihe von Auszeichnungen gewinnen können wie den Polygram Video Award oder den Stella Artois Award.

Ricky Gervais sagt über ihn: “He has been one of my favourite comedians for about 10 years. He not only has brilliant lines but an intense and fragile honesty”.

Selbstverständlich war und ist Adam Bloom Gast in zahlreichen Radio- und Fernsehsendungen. Hier ein Ausschnitt aus einer seiner Shows.

Published in: on 28. Februar 2010 at 18:32  Hinterlasse einen Kommentar  
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Meine Lieblings-Pubs – The Garrick Inn in Stratford-on-Avon (Warwickshire)

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Dieser Pub mitten im Herzen der Shakespeare-Stadt Stratford-on-Avon kann schon manchmal rappelvoll werden, zumindest in der Mittagszeit, trotzdem hat er einen gewissen “old-world-charm” und das Gebäude selbst sieht von außen einfach phantastisch aus.
Der “Garrick Inn” ist Stratfords ältester Pub und stammt aus dem 14. Jahrhundert. Genannt wurde er nach dem berühmten Schauspieler David Garrick (1717 – 1779).
Das Essen hatte uns bei unseren jeweiligen Besuchen gut geschmeckt;  es gibt auch hier den traditionellen, beliebten Sunday Roast, der zurzeit 8.45 GBP kostet.
Der Pub hat täglich durchgehend geöffnet. Recommended by me!

Published in: on 27. Februar 2010 at 10:26  Hinterlasse einen Kommentar  
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Grantham (Lincolnshire) – langweiligste Stadt Englands?

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Immer wenn man von der Stadt Grantham in Lincolnshire hört, wird diese in Verbindung gebracht mit der langweiligsten Stadt Englands. Das ergab einmal vor vielen Jahren eine Umfrage des Senders BBC 1.

 Meine persönliche Einschätzung ist eine andere. Wir aßen zu Mittag im Angel and Royal Hotel, einem eindrucksvollen Gebäude im Zentrum der Stadt: Ein Muss für meine Frau als Ricardianerin, da in diesem Haus Richard III 1483 Hof hielt und zwar dort, wo heute das King’s Room Restaurant ist. Dort erfuhr er, dass sein treuester Verbündeter, der Duke of Buckingham, sich gegen ihn gestellt hatte. Hier schrieb er einen Brief an den Großkanzler, in dem er ihm den Verrat mitteilte, worauf das Todesurteil für den Duke unterschrieben wurde. Der Orignalbrief ist im Britischen Museum aufbewahrt; eine Kopie des Briefes hängt im Restaurant, die wir uns natürlich ansahen.

Grantham ist auch der Geburtsort der Eisernen Lady, Margaret Thatcher, die hier am 13. Oktober 1925 geboren wurde und wo sie die ersten 18 Jahre ihres Lebens verbrachte. Wenig erinnert heute an die frühere Premier Ministerin in Grantham; man hat ihr hier kein Monument errichtet und es gibt keine geführten Touren auf den Spuren von ihr.

Der berühmte Isaac Newton besuchte im Alter von 12 bis 17 in Grantham die King’s School, die es noch heute gibt, und in der Bibliothek der Schule hatte er seinen Namen auf einem Fensterbrett eingeritzt, was noch heute zu sehen ist.

In Grantham gibt es den einzigen Pub in England, der ein lebendes Pubschild hat. “The Beehive” (Der Bienenstock) hat einen Bienenstock direkt vor dem Haus und kann auf ein gemaltes Schild verzichten.

Langweilig fand ich die Stadt wirklich nicht und es gäbe noch sehr viel mehr über sie zu berichten.

Margaret Thatchers Geburtshaus. - © Copyright Richard Croft and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Hier ist eine  kleine Stadtrundfahrt.

Published in: on 26. Februar 2010 at 22:14  Hinterlasse einen Kommentar  
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Sheffield Park Garden bei Uckfield (East Sussex)

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Einer der schönsten englischen Gärten, die ich kennen gelernt habe, ist der Sheffield Park Garden bei Uckfield in East Sussex, der heute dem National Trust gehört. Im 18. Jahrhundert wurde der Garten von Capability Brown  angelegt, einem der größten englischen Gartenbaumeister überhaupt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Arbeiten an dem Garten von dem damaligen Besitzer Arthur G. Soames fortgeführt. Rhododendren waren zweifellos die bevorzugten Pflanzen von Mr. Soames, die auch heute noch das Bild des Parks prägen, der von den sehr schönen Seen beherrscht wird.

Virginia Woolf schwärmte 1937 schon von den Rhododendren: “Wenn der Wind über die Blüten streicht, erzittern ihre Spiegelbilder im Wasser und verschmelzen miteinander”.

Die Park ist in diesem Jahr ab dem 15. Februar bis zum 31. Dezember täglich geöffnet. Hier ein filmischer Rundgang durch den Garten.

Published in: on 25. Februar 2010 at 19:41  Hinterlasse einen Kommentar  
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Southend (Essex) – Die längste Pier der Welt

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Southend in Essex liegt an der Themsemündung und ist ein beliebter Badeort. Der Ort rühmt sich, die längste Pier der Welt zu besitzen, die 2158 Meter lang ist. Piers sind ja in England sehr beliebt, man denke an die Piers in Brighton, Bournemouth oder Blackpool.

Die Arbeiten an der Pier in Southend begannen bereits 1830, dann wurden immer wieder Erweiterungen angebaut, eine Eisenbahnlinie, die zum Kopf der Pier führte, errichtet und, nach etlichen Feuersbrünsten, Teile der Pier wieder neu errichtet.

Am 8. Juli 1998 wurde das Pier Museum eröffnet, das über die Geschichte des Bauwerks informiert. Am Kopf des Piers hat man eine wunderschöne Aussicht und man kann von dort aus angeln oder Fahrten auf einem der Vergnügungsboote unternehmen. Es gint fernerhin einen Pub, ein Café, Kioske und einige Amüsierbetriebe.

Published in: on 24. Februar 2010 at 18:53  Hinterlasse einen Kommentar  
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Gerry and the Pacemakers: Ferry Cross the Mersey

Die britische Popband um Sänger Gerry Marsden war in den 60er Jahren in England recht erfolgreich und neben Titeln wie “You’ll never walk alone”,”I like it” und How do you do it” wurden sie vor allem durch ihren Hit “Ferry cross the Mersey“, der noch heute von vielen Radiostationen in der ganzen Welt gespielt wird, berühmt. Hier zu hören.

Gerry Marsden schrieb den Song und acht weitere 1964 für den gleichnamigen Film, der in Liverpool gedreht wurde und der nur sehr selten im britischen Fernsehen zu sehen ist. Die besungene Fähre, die Mersey Ferry, ist die, die noch heute von Birkenhead und Seacombe nach Liverpool führt.

Mein Buchtipp – Graham R. Irwin: Hoo, Howe, Ware, Wye and Wem: Weird, Wonderful and Wacky British Place Names

Es gibt in Großbritannien schon manchmal recht seltsame Ortsnamen, die Graham R. Irwin in seinem Buch “ Hoo, Howe, Ware, Wye and Wem” auf witzige Weise zusammengefasst hat. Mehr als 1750 Ortsnamen finden sich in dem Buch und ich habe einmal einige Beispiele hier zusammengetragen:

“There’s a Pillows Green near Staunton in Gloucestershire, a Sheet near Petersfield, Hampshire, and another near Ludlow in Shropshire, Sleepers Hill in Winchester, Hampshire, and Kip Hill in Stanley, County Durham. No doubt this will lead to Great Snoring and Little Snoring near Fakenham in Norfolk”.

“Then we have Sole Street, two in Kent, one near Gravesend, the other near Canterbury, Stocking near Hereford, Coat near Martock in Somerset, Wig near Newtown, mid Wales, Combs in Derbyshire, Suffolk and West Yorkshire, and even a Matching Tye near Harlow in Essex”.

Der Autor, Graham Irwin, ist Londoner, lebt aber in Hertfordshire. Er ist Webdesigner, IT-Fachmann, Inhaber des kleinen Verlags CityScape Books und arbeitet beim Hertingfordbury Parish Council und beim Little Berkhamsted Parish Council. Sein Buch erschien erstmals 2002 und ist noch lieferbar.

Published in: on 23. Februar 2010 at 18:26  Hinterlasse einen Kommentar  
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Minster Lovell Hall bei Witney (Oxfordshire)

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Da meine Frau ja eine glühende Anhängerin von Richard III  und seit vielen Jahren Mitglied der Richard III Society ist, mussten wir natürlich auch einmal die Ruinen von Minster Lovell Hall in der Nähe von Witney in Oxfordshire aufsuchen.
1435 wurde das Haus erbaut und war der Wohnsitz der Lovell-Familie. Francis Lovell kämpfte an der Seite von Richard III in der Schlacht von Bosworth, in der der König starb. Lovell floh nach dem Ende der Schlacht und über sein weiteres Schicksal ist wenig bekannt. Er wurde des Hochverrats angeklagt und Minster Lovell Hall fiel an die Krone. In der Mitte des 18. Jahrhunderts ließ der damalige Besitzer Thomas Coke, der Earl of Leicester, das Haus niederreißen und seitdem steht es als romantische Ruine am Rande der Cotswolds.

Eine Legende rankt sich um Minster Lovell Hall, die sich im 16. Jahrhundert abgespielt haben soll. Bei einer Hochzeitfeier spielten Braut,  Bräutigam und Gäste, wie es damals üblich war, “hide and seek“, also Verstecken. Die Braut versteckte sich und wurde nie wieder gefunden. Nach vielen Jahren entdeckten die neuen Besitzer des Hauses zufällig in einer großen Kiste, die als Vorratsbox für Gemüse benutzt wurde, das Skelett der Braut. Sie hatte sich offensichtlich in der Kiste verstecken wollen, wobei ihr der schwere Deckel auf den Kopf gefallen war, sie ohnmächtig wurde und schließlich erstickte. Ist es ein Wunder, dass es in der Minster Lovell Hall spukt und die Mistletoe Bride in ihrem Brautgewand verschiedentlich gesichtet wurde?
Auch Francis Lovell soll in den Ruinen umgehen. Man sagt, dass er sich in einem Geheimzimmer versteckt hielt und von einem treuen Diener mit Essen und Trinken versorgt wurde. Als der Diener starb, versiegte die Nahrungszulieferung und auch Francis Lovell ging  jämmerlich zugrunde.

Wer einen Nerv für diese Geschichten und romantische Ruinen hat, der wird in Minster Lovell Hall mit Sicherheit auf seine Kosten kommen.

Sehen Sie hier einen Film über die Ruinen der Hall.

Eastwell Manor Hotel in Boughton Lees bei Ashford (Kent)

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Eines meiner Lieblingshotels im Süden Englands ist das Eastwell Manor Hotel am Rande des Dörfchens Boughton Lees in der Nähe von Ashford in Kent. Es gehört zu den “Pride of Britain“-Hotels, einer Gruppe sehr guter, meist historischer Häuser.

Die Geschichte von Eastwell Manor geht bis in das 16. Jahrhundert zurück, als Richard Plantagenet, der Sohn Richards III, hier lebte. Das Hotel liegt inmitten eines ausgedehnten Parkgeländes mit einem wunderschönen italienischen Garten und einem Rosengarten. Da das Eastwell Manor ein beliebtes Hotel für Hochzeiten ist, kann es an einem Wochenende schon einmal sehr voll sein und es ist ratsam, bei einer Buchung danach zu fragen.

In der Eingangshalle ist in den Wintermonaten ein großer Kamin in Betrieb, der einen (jedenfalls für mich) sehr angenehmen Geruch verströmt, der im ganzen Hause zu spüren ist.
Die Räumlichkeiten des Manor Restaurants, in dem auch das Frühstück serviert wird, sind eindrucksvoll und haben große Fenster, durch die man einen schönen Blick auf den Park hat.

Wer auf Wellness Wert legt, findet direkt neben dem Hotel ein Spa mit Innen- und Außenpool, Sauna, Fitnessräumen und einen separaten Teil für Schönheitsbehandlungen.

Die Übernachtungspreise liegen im Bereich von 160 Euro für das einfache Standardzimmer bis ca 470 Euro für eine Suite. Am Wochenende liegen die Preise deutlich höher, am günstigsten ist eine Übernachtung von Sonntag auf Montag!

Ich bin mehrere Male in dem Hotel gewesen und kann es für einen Aufenthalt in diesem Teil Kents nachdrücklich empfehlen.

Die Gärten des Hotels. - © Copyright Penny Mayes and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Published in: on 21. Februar 2010 at 10:31  Kommentare (2)  
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The Big Dipper in Blackpool (Lancashire)

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Der Pleasure Beach im englischen Seebad Blackpool ist ein Dorado für alle, die sich einmal so richtig amüsieren wollen (d.h. auf englische Art). Im Mittelpunkt der Amüsiermeile steht seit 1923 die Holzachterbahn The Big Dipper. 1936 wurde sie noch einmal erweitert und versieht bis zum heutigen Tage ihren Dienst.
Die Achterbahn ist 1000 m lang, 18m hoch und man erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von ca 65 km/h.  Hier wurde auch der Weltrekord im Achterbahnfahren aufgestellt. Richard Rodriguez fuhr im Jahr 2000 sage und schreibe 2000 Stunden lang mit der Bahn und überbot damit seinen eigenen Rekord, der bis dahin 1013 Stunden betrug. Pro Stunde durfte er nur 5 Minuten pausieren, um gewisse Örtlichkeiten aufzusuchen; Essen, Trinken und Schlafen erfolgte alles in einem der Wagen.

Am 11. August letzten Jahres ereignete sich ein schwerer Unfall auf dem Big Dipper als zwei Wagen zusammenstießen und 21 Fahrgäste verletzt wurden.

Wem diese Achterbahn zu langweilig ist, sollte zur Pepsi Max Big One  gleich neben The Big Dipper gehen, einem der gewaltigsten Roller Coaster in ganz Europa mit 65m Höhe und 120 km/h schnell.

Published in: on 20. Februar 2010 at 10:14  Hinterlasse einen Kommentar  
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Ulverston (Cumbria) – Stan Laurel, Stabhochsprung und die Quäker

Laurel and Hardy vor der Coronation Hall. - © Copyright Alexander P Kapp and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

 

 
Ulverston ist eine Marktstadt in Cumbria, südlich des Lake Distrikts und unweit der Morecambe Bay gelegen – eine interessante Stadt, gibt es doch hier gleich mehrere Dinge zu berichten.

Das Slapstick-Duo “Dick und Doof” kennt jeder, doch nicht jeder weiß, dass Stan Laurel, der den “Doof” verkörperte, hier in Ulverston am 16. Juni 1890 in der Argyle Street Nummer 3 geboren wurde (er starb 1965 in Santa Monica in Kalifornien). Im April 2009 errichtete man in Ulverston für den Sohn der Stadt eine Statue (sehen Sie hier einen Film über die Einweihung der Statue) und da er mit Oliver Hardy unzertrennlich war, gleich eine Statue für ihn mit. Jetzt steht das Paar für immer vereint vor der Coronation Hall. Ein “Laurel & Hardy”-Museum gibt es hier auch, das 1983 gegründet wurde und ebenfalls im April 2009 in neue Räume zog.

Ulverston gilt auch als der Ort, in dem der Stabhochsprung erfunden wurde und zwar 1879. Thomas Ray aus Ulverston war damals der erfolgreichste Stabhochspringer, der acht Weltrekorde sprang.

1652 gründeten  George Fox und Margaret Fell auf Swarthmoor Hall, eine Meile südlich von Ulverston, die Quäkerbewegung, eine christliche Religionsgemeinschaft, die vor allem in der englischsprachigen Welt Verbreitung fand.

Weithin sichtbar ist das Hoad Monument, oder auch John Barrow Monument genannt, das auf dem Hoad Hill oberhalb von Ulverston steht.

Nicht schlecht, was diese kleine Stadt alles zu bieten hat…

Das Hoad Hill Monument. - © Copyright DS Pugh and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Published in: on 19. Februar 2010 at 20:46  Hinterlasse einen Kommentar  
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Bad Sex in Fiction Award

Die “Literary Review” ist eine angesehene britische Literaturzeitschrift, die 1979 erstmals erschien. Auberon Waugh war viele Jahre lang Herausgeber der Monatszeitschrift. Seit 1993 vergibt die “Literary Review” jährlich den “Bad Sex in Fiction Award“, einen Preis, den eigentlich keiner haben will und der für die schlechteste Beschreibung einer Sexszene in einem Roman vergeben wird.

Die Preisträger sind zum Teil namhafte Autoren wie z. B. Norman Mailer, Tom Wolfe und Sebastian Faulks.
Am 30. November letzten Jahres erhielt Jonathan Littell den Preis für die Beschreibung einer Sexszene in seinem Roman “The Kindly Ones” (deutscher Titel “Die Wohlgesinnten”), der 2006 in Frankreich den Prix Goncourt erhielt. Wer sich die besagte Szene einmal zu Gemüte führen möchte, kann dies hier tun.  Littell selbst war der Preisverleihung nicht anwesend, aber 400 Gäste stießen in London auf das Wohl des Schriftstellers an.

Vergeben wird die Auszeichnung im Londoner Naval & Military Club am St. James’s Square, der auch als “In & Out Club” bezeichnet wird, also der “Rein und Raus”-Club, was für den “Bad Sex in Fiction Award” ja ein ganz passendes Ambiente darstellt.

Published in: on 18. Februar 2010 at 19:09  Hinterlasse einen Kommentar  
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Edward Prynn und seine Standing Stones in St. Merryn (Cornwall)

Nicht weit von Padstow an der Nordküste Cornwalls liegt der kleine Ort St. Merryn. Hier wurde 1936 Edward Prynn geboren und hier lebt er auch heute noch. Prynn hat mit seinen Standing Stones in seinem Garten für Aufmerksamkeit gesorgt, die der Exzentriker im Laufe vieler Jahre zusammengetragen hat.
Da gibt es z.B. den zehn Tonnen schweren Rocking Stone, ein Zeremonienstein der Druiden. Wer den Wunsch nach einem Baby hat, der Stein soll schon vielen dazu verholfen haben.
Der Healing Stone hat angeblich heilende Kräfte, speziell für Menschen mit Rückenproblemen.  Am Wedding Stone zelebriert Edward Prynn Eheschließungen, die, je nach Wunsch, für einen Tag oder eine Woche oder für wie lange auch immer gelten können. The Angels Runway, ein achtzehn Tonnen schwerer Stein dient als Landebahn für Engel.  Die exotischsten Steine kommen von den Falklandinseln, die sich Prynn vom dortigen englischen Gouverneur gewünscht hat und die tatsächlich nach mehr als 12 000 Kilometern ihren Platz in St. Merryn gefunden haben.

Edward Prynn hat sein Leben in Buchform dokumentiert und man kann die drei Bände über seine Webseite bestellen. Bei ihm kann man auch die Kunst des Wünschelrutenlaufens erlernen; nach bestandener Prüfung erhält man ein Zertifikat und wird dadurch gleichzeitig Mitglied der St. Merryn Druids. Alles weitere erfahren Sie auf Ed Prynns Webseite.

Published in: on 17. Februar 2010 at 11:25  Hinterlasse einen Kommentar  
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Meine Lieblings-Pubs – The Fish bei Offenham (Worcestershire)

Wir liehen uns an einem Sonntagmittag ein Narrowboat in Evesham und fuhren auf dem Avon Richtung Stratford-on-Avon. Die erste Übernachtung planten wir in Offenham, weil wir wussten, das der Pub “The Fish” oder “The Fish and Anchor” wie er vorher hieß, eine eigene Anlegestelle besaß.  Nach kleineren Problemen mit dem Anlegen machten wir uns auf den Weg zu dem nur wenige Meter entfernt liegenden Pub.

The Fish, ein einladendes Fachwerkhaus, ist 500 Jahre alt und war lange Zeit ein willkommener Rastplatz für die Flussschiffer, die hier gern auf dem Weg von Gloucester nach Stratford eine Pause einlegten.

Heutzutage kann man im Fish auch übernachten oder, wenn man mit Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs ist, auf dem pubeigenen Campingplatz seine Zelte aufschlagen. Der Schiffsanlegeplatz ist für Leute gedacht, die im Pub etwas zu sich nehmen, mittags oder abends.

Das Restaurant ist rustikal eingerichtet, das Essen war gut, der Blick auf den ruhig vorbeiziehenden Avon nervenberuhigend. Nach einem angenehmen Abend im Pub verbrachten wir eine ruhige Nacht auf unserem Schiff.

Unser Narrowboat beim Anlegen in Offenham

Published in: on 16. Februar 2010 at 18:46  Hinterlasse einen Kommentar  
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Follies – Romulus und Remus in West Horrington (Somerset)

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Romulus und Remus, die Kinder des Gottes Mars, von einer Wölfin gesäugt, gehören natürlich nach Rom, aber: Auch der kleine Ort West Horrington in Somerset an der A 39 kurz vor Wells rühmt sich einer Statue der beiden Gotteskinder inklusive Wölfin. Wie kam das?

Im 2. Weltkrieg gab es ein Kriegsgefangenenlager außerhalb von Wells, in dem sich viele Italiener aufhielten, die auf den Farmen der Umgebung arbeiteten. Einer von ihnen, Gaetano Celestra, schuf 1945 in seiner Freizeit dieses Monument, um sich für die Freundlichkeit der “Wellsianer” zu bedanken.  Als Vorlage für das Monument soll eine Abbildung auf einer italienischen Banknote gedient haben. Die Italiener kamen mit den Einheimischen so gut klar, dass noch heute in der Umgebung von Wells viele italienischstämmige Menschen wohnen, möglicherweise einige davon Nachkommen von Gaetano dem Bildhauer.

Im Jahr 2002 wurde das Monument von der Firma D’Ovidio Bros restauriert, da es schon einige Schäden aufwies.

Published in: on 15. Februar 2010 at 20:01  Hinterlasse einen Kommentar  
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Explosion! – The Museum of Naval Firepower in Gosport (Hampshire)

Priddy’s Hard ist ein Teil der Stadt Gosport, gegenüber von Portsmouth gelegen, das lange Zeit ein Waffendepot der Royal Navy war, bis es 1988 aufgelöst wurde.

In den ehemaligen Gebäuden des Depots wurde im Jahr 2001 ein Museum eingerichtet, das sich mit der Kriegsführung der Marine, mit Waffen und der Geschichte von Priddy’s Hard beschäftigt und sich passenderweise “Explosion!” nennt.

Was gibt es in dem Museum nun alles zu sehen? Torpedos, Geschütze, Seeminen, Sprengstoffe, Raketen und alles, was ein Kriegsschiff so mit sich führt. Sogar eine Atombombe ist im Eingangsbereich aufgestellt. Eine Multimediashow und interaktive Apparaturen sollen das Thema deutlicher und verständlicher machen.
Das Museum hat kürzlich den Besitzer gewechselt und gehört jetzt dem Portsmouth Naval Base Property Trust. Vorher gehörte es dem Gosport Borough Council.

Zurzeit ist “Explosion!” nur am Wochenende von 10 – 16 Uhr geöffnet.

Published in: on 14. Februar 2010 at 10:45  Hinterlasse einen Kommentar  
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World Pooh Sticks Championships bei Dorchester-on-Thames (Oxfordshire)

Die Pooh Sticks Bridge bei Hartfield. - © Copyright Malc McDonald and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Pu der Bär (Winnie-the-Pooh), eine Kinderbuchfigur, geschaffen von Alan Alexander Milne, ist in der ganzen Welt bekannt. In einer der Geschichten um den kleinen Bären (The House at Pooh Corner, 1928 erschienen) spielt Pu mit seinen Freunden ein Stöckchenspiel: Sie stehen auf der einen Seite einer Brücke, werfen Stöckchen in den Fluss, rennen zur anderen Seite der Brücke und sehen dann, wessen Stöckchen als erstes durch die Brücke geschwommen ist.

Dieses Spiel stand Pate bei den World Pooh Sticks Championships, die seit 1983 jährlich bei Dorchester-on-Thames auf der Themse ausgetragen werden. Lynn David, ein Schleusenwärter hat sich das ausgedacht, um Spenden für die RNLI, die Royal National Lifeboat Institution, zu sammeln.

Wer bei den nächsten Weltmeisterschaften dabei sein möchte, sollte sich bald anmelden; sie finden am 28 März statt und zwar an der Day’s Lock, einer Schleuse bei Little Wittenham. Der Andrang ist groß, denn manche Teilnehmer kommen von weit her, z.B. aus Japan, den USA oder Neuseeland.

Teilnehmen können natürlich auch Kinder. 2008 gewann die 10jährige Lydia Leece die Weltmeisterschaften, gefolgt von dem 5jährigen Dominic Helliwell.

Einen kleinen Eindruck vermittelt dieser Film.

Published in: on 13. Februar 2010 at 17:48  Hinterlasse einen Kommentar  
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The Mermaid Inn in Rye (East Sussex)

Eigenes Foto

The Mermaid Inn in der Mermaid Street in dem ehemaligen Küstenstädtchen Rye (es war früher einmal eine Hafenstadt) gehört zu den meist fotografierten Gebäuden in England. Das alte Fachwerkhaus stammt aus dem frühen 15. Jahrhundert und hat noch immer seine außergewöhnlich urige und gemütliche Atmosphäre. Die Kellergewölbe sollen sogar noch älter und 1156 gebaut worden sein.

Ich habe dort zweimal übernachtet; die Zimmer waren mit Himmelbetten ausgestattet, die Dielen knarrten und es soll  in unserem damaligen Zimmern auch jeweils einen Hausgeist gegeben haben, den wir aber nicht zu Gesicht bekamen. Wir wurden morgens an der Rezeption danach gefragt (Living TVs “Most Haunted“, die Fernsehserie, die sich mit englischen Spukhäusern befasst, war hier auch schon einmal auf Geisterjagd).

Das Restaurant des Mermaid Inn ist sehr angenehm, sowohl was die Qualität des Essens als auch die Atmospäre anbelangt. In der Lounge Bar befindet sich einer der größten offenen Kamine Englands. Was für ein tolles Gefühl vor diesem riesigen Kamin zu sitzen mit einem Glas Malt-Whisky in der Hand und draußen tobt ein Sturm um das Haus. Oben wartet ein warmes gemütliches Zimmer, das der Aufdeck-Service für die Nacht vorbereitet hat.

Die Zimmerpreise liegen zwischen ca 180 und 230 EURO (inklusive Frühstück).

Nach Angaben des Hotels waren hier schon berühmte Gäste zu Besuch, u.a. die Queen und die Queen Mother, Charlie Chaplin, Johnny Depp und Pierce Brosnan.

Nur ein paar Schritte entfernt ist Lamb House, in dem die beiden Schriftsteller Henry James und E.F. Benson wohnten. Ich kann einen Besuch in Rye und eine Übernachtung im Mermaid Inn sehr empfehlen.

Nachtrag: Am 15. Januar 2012 übernachtete ich noch einmal in der “Mermaid”, dieses Mal in Dr Syn’s Bedroom, einem großen Zimmer mit einer Geheimtür hinter einem falschen Bücherschrank, die direkt auf eine steile Treppe zur Bar führt.

Die Geheimtür in Dr Syn's Bedroom. - Eigenes Foto

 

Dr Syn's Bedroom. - Eigenes Foto

Gravesend (Kent) und Pocahontas

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Pocahontas (1595-1617) war eine Häuptlingstochter, die in den damaligen englischen Kolonien in Amerika den Siedler John Rolfe heiratete. Mit Mann und Kind fuhr sie nach England und war damit die erste Indianerin, die England besuchte. Als erste ihres Stammes, den Algonquin, konvertierte sie zum christlichen Glauben.
Pocahontas wurde sogar als Botschafterin ihres Vaters Powhatan am Hofe empfangen. Im März 1617 wollte das Paar wieder zurück nach Virginia fahren, da wurde Pocahontas an Bord des Schiffes in der Themsemündung schwer krank. Sie wurde an Land gebracht, nach Gravesend, wo sie bald darauf starb. Beerdigt wurde sie auf dem Friedhof der Saint George’s Church; niemand weiß mehr, wo genau ihre Grabstätte liegt. Die Kirche wurde 1727 durch ein Feuer zerstört und wieder neu aufgebaut. 1896 wurde eine Erinnerungsplakette in der Kirche angebracht und es gibt auch   Kirchenfenster, die Pocahontas gewidmet sind.

Viele Besucher kommen aus den USA nach Gravesend, um sich den Ort anzusehen, in dem die Häuptlingstochter starb. Geehrt wurde sie auch durch eine Statue, die vor  St. George’s aufgestellt ist (s. oben).

Sehen Sie hier einen kleinen Film, den Kent-TV über Pocahontas und Gravesend gedreht hat.

Neil Young hat der jungen Frau eine unvergessliche Hymne gewidmet.

Die St. George's Church. - © Copyright pam fray and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Published in: on 11. Februar 2010 at 19:38  Kommentare (1)  
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Mein Buchtipp: “Stately Secrets” von Richard, Earl of Bradford

Richard Thomas Orlando Bridgeman, der 7. Earl of Bradford, hat ein Buch geschrieben, das jeden interessieren wird, der einmal wissen möchte, was sich hinter den Kulissen der großen englischen Stately Homes, der großen Herrenhäuser, abspielt und was die Führer der Guided Tours nicht erzählen. “Stately Secrets: Behind-the-scenes Stories from the Stately Homes of Britain” heißt der vollständge Titel des Buches, das erstmals 1996 im Londoner Verlag Robson Books erschien und derzeit leider nur noch antiquarisch zu bekommen ist.

Ich habe es gerade mit großem Vergnügen gelesen und der Earl of Bradford hat es mit einer Prise englischem Humors geschrieben.
Da geht es u.a. um eine Gruppe reicher texanischer Geschäftsleute “The Bombay Bicycle Club of Houston”, die für einige Tage Weston Park, das  Anwesen des Earls of Bradford besuchen, mit Radfahren aber nichts im Sinn haben, da sie alle sehr hübsche junge Damen mitgebracht haben (nicht die eigenen!) mit denen sie sich nach dem Dinner auffallend schnell in ihre Zimmer zurückziehen.
Der Duke of Northumberland berichtet von einem Besuch des Boxers Muhammad Alis auf Alnwick Castle, der so beeindruckt von dem Schloss war, dass er sofort nach dem Kaufpreis fragte.

Im Longleat House, wo der Marquess of Bath residiert, fragte ein amerikanischer Besucher beim Anblick der Great Hall “Is this where Lord Bath holds his balls and dances?” (Muss ich das übersetzen?)

Published in: on 10. Februar 2010 at 18:38  Hinterlasse einen Kommentar  
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Sir Charles Isham und die Gartenzwerge

Lamport Hall. - © Copyright Ian Rob and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Sir Charles Isham, der 10. Baronet of Lamport Hall (1819-1903), war ein englischer Exzentriker, der sich für Spiritualismus und Gartenbau  interessierte und Sammler von wertvollen Büchern war, ja auch selbst einige schrieb. Er lebte in Lamport Hall, einem schönen Anwesen in Northamptonshire.

Sir Charles ist es aber auch zu verdanken, dass die Gartenzwerge in England Einzug hielten. Während einer Reise 1847 nach Deutschland verliebte er sich in die kleinen Wesen und nahm 21 davon mit zurück nach England, die er in seinem italienischen Garten aufstellte und sie liebevoll pflegte. Sir Charles’ Töchter dagegen konnten sich mit den Gartenzwergen überhaupt nicht anfreunden und ließen sie alle verschwinden, bis auf einen, der sich im Garten versteckte und überlebte.

Lampy, so der Name des einzigen Überlebenden und der Urvater aller englischen “garden gnomes” führt jetzt ein zufriedenes und wohl behütetes Leben in Lamport Hall, denn er ist versichert und zwar mit einer Million Pfund Sterling. Sein Domizil ist jetzt natürlich nicht mehr der Garten, nein, Lampy lebt nun hinter verschlossenen Türen.

Nicht bekannt ist, was Lampy von der “Garden Gnome Liberation Front” hält, einer Organisation, die sich die Befreiung aller Gartenzwerge auf ihre Fahnen geschrieben hat.

Eine Kopie von Lampy. - Cropped selection from an original photograph by Amos Wolfe. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license

Published in: on 9. Februar 2010 at 19:08  Kommentare (1)  
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Adnams Brewery in Southwold (Suffolk)

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George und Ernest Adnams gründeten 1890 die Sole Bay Brewery in der kleinen Küstenstadt Southwold in Suffolk und bis heute ist die Brauerei unabhängig geblieben und nicht, wie viele andere, von den Großen des Gewerbes geschluckt worden.

Adnams besitzt einen guten Ruf in England, nicht zuletzt weil die Firma einen bestimmten Prozentsatz ihres Gewinnes für wohltätige Zwecke in der Region ausgibt.

Es ist noch noch gar nicht so lange her, bis 2006 nämlich, dass die Pubs in Southwold von Pferdegespannen beliefert wurden, aber dass ist leider auch schon Geschichte. Ein neues Auslieferungszentrum wurde einige Kilometer außerhalb der Stadt gebaut, somit wurden die Pferde in den Ruhestand versetzt.

Adnams, das “Beer from the Coast“, gibt es als Fassbier und als Flaschenbier. Bitter, Broadside und Explorer heißen die ganzjährig erhältlichen Standardsorten; dazu kommen saisonal Spezialbiere wie das jetzt von Februar bis April lieferbare rötliche Gunhill Cask, das Oyster Stout, das sehr gut zu Austern passen soll oder das in Flaschen erhältliche Tally-Ho, mit 7,2% recht alkoholhaltig.

Die Adnams Brauerei kann man auch besichtigen, was etwa eine Stunde dauert; daran schließt sich eine halbstündige Bierprobe an. Das alles mitten in der hübschen Stadt Southwold.

Die Firma besitzt neben der Brauerei auch noch 70 Pubs, einige Hotels und eine Weinhandlung. Ein Abstecher nach Southwold, wo George Orwell eine Zeit lang wohnte, lohnt sich immer.

Hier ist ein Film über Southwold und die Brauerei.

Eigenes Foto


Published in: on 8. Februar 2010 at 19:11  Kommentare (1)  
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Berry Pomeroy Castle bei Totnes (Devon)

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Einsam in einem Waldstück gelegen, finden sich die Ruinen des Berry Pomeroy Castles, nicht allzuweit von der Kleinstadt  Totnes in Devon gelegen. Wir waren die einzigen Besucher an einem trüben Vormittag und konnten uns ungestört der Atmosphäre dieser alten Burg hingeben, die Ende des 15. Jahrhunderts gebaut wurde.

Die Burg gehörte erst der Pomeroy-Familie und wurde 1547 von Edward Seymour, dem ersten Duke of Somerset,  gekauft. In der Seymour-Familie blieb das Berry Pomeroy Castle, aber nach und nach verlor es an Interesse, wohl auch weil es so weit von London entfernt lag. Um das Jahr 1700 herum war es schon eine Ruine und blieb so bis zur heutigen Zeit. Es gehört noch immer dem heutigen Duke of Somerset, wird aber vom English Heritage verwaltet.

Es heißt, dass das Berry Pomeroy Castle “haunted” ist, also von mehreren Geistern heimgesucht wird. Es soll da eine “White Lady” geben, die im Kerker der Burg spukt und eine “Blue Lady“, die ihre eigenen Kinder erdrosselt haben soll und nun aus lauter Verzweiflung in den Ruinen herumirrt. Auch von zwei Pomeroy-Brüdern ist die Rede, die samt Pferden und in voller Rüstung von den Burgmauern in den Tod gesprungen sein sollen, als die Burg belagert wurde.

Living TVs Serie “Most Haunted” mit Yvette Fielding und Derek Acorah besuchte Berry Pomeroy auch einmal und die Crew verbrachte hier eine äußerst gruselige Nacht.

Ich hatte bei meinem Besuch keine Begegnung mit ungewöhnlichen Erscheinungen, aber vielleicht hatte ich nicht genau genug hingesehen. Im Internet gibt es viele Augenzeugenberichte über unheimliche Begegnungen auf dem Gelände.

Folgender Film wurde an einem hellen sonnigen Tag gedreht. Stellen Sie sich die Ruinen aber einmal in einer mondlosen Nacht vor…

Stand-up Comedians Teil 14: Marty Feldman

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Marty Feldman war einer der ganz Großen der britischen Comedy-Szene. Der 1934 in London geborene Feldman starb leider schon sehr früh 1982 in Mexiko an einer Lebensmittelvergiftung.

Marty Feldman begann seine Karriere bereits in den 50 Jahren und war in den 60er Jahren im britischen Fernsehen aktiv. Er schrieb die Texte für die erfolgreiche Serie “The Frost Report“, die ein Sprungbrett für einige britische Schauspieler wie John Cleese, Martin Palin und Terry Jones war, den  späteren Monty Pythons.

In der ITV-Comedyshow “At last the 1948 show“, die von 1967-1968 lief, hatte Feldman seine ersten Auftritte vor der Kamera und Anfang der 70er Jahre wurde seine eigene Show “The Marty Feldman comedy machine” im britischen und amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt. In Deutschland war die Serie ab dem 7. Oktober 1972 ebenfalls zu sehen.

Der Mann mit den Glubschaugen wird unvergessen bleiben. Sehen Sie ihn hier in dem wunderschönen Monster-Sketch.

Published in: on 6. Februar 2010 at 10:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Westward Ho! in Devon – Baden und Golfen

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Wie kommt wohl der Badeort an der Küste Nord-Devons zu dem merkwürdigen Namen? “Schuld” daran ist der auch aus Devon stammende Schriftsteller Charles Kingsley (1819-1875), der schrieb nämlich 1855 den historischen Roman “Westward Ho!”, der zur Zeit Elizabeth I spielt und der von den Abenteuern des jungen Amyas Leigh erzählt. Kingsleys Roman beginnt in dem fiktiven Hafenstädtchen Bideford Quay, das etwa da angesiedelt ist, wo das heutige Westward Ho! liegt.

Der Ort ist der einzige in ganz Großbritannien, der ein Ausrufezeichen in seinem Namen trägt und darauf ist man sicher in Westward Ho! auch sehr stolz. 1865, also 10 Jahre nachdem der Roman veröffentlicht wurde, begann man den Badeort zu erbauen. Damals hatten die Viktorianer ein starkes Bedürfnis, ihre Ferien an der See zu verbringen.

Heute ist Westward Ho! vor allem durch seine langen Sandstrände bekannt und beliebt und britische Golfer kennen alle den ältesten Golfplatz der Insel, der 1864 errichtet wurde und dem Royal North Devon Golf Club gehört. Man nennt ihn auch “St. Andrews des Südens“. Für Nicht-Golfer: St. Andrews ist der berühmte Golfplatz in Schottland.

Published in: on 5. Februar 2010 at 07:22  Hinterlasse einen Kommentar  
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Meine Lieblings-Pubs – Woolpack Inn in Brookland (Kent)

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Als wir mittags den Kanaltunnel durchquert hatten suchten wir einen Pub, um uns etwas zu stärken. Anhand unseres Pub-Guides entschieden wir uns für den “Woolpack Inn” in Brookland (Kent) in der Romney Marsh an der A 259 zwischen Folkestone und Rye gelegen. Romney Marsh ist eine flache, zum Teil unter der Meeresoberfläche gelegene Marschlandschaft an der Kanalküste.

Der “Woolpack Inn” ist ein Gebäude aus dem 15. Jahrhundert mit einem sogenannten “inglenook fireplace“, also einem großen begehbaren Kamin, und alten Eichenbalken unter der Decke. Früher war er eine Zuflucht für Schmuggler, die aus dem gegenüberliegenden Frankreich Schmuggelware ins Land holten. Es soll auch einen geheimen Tunnel geben, in dem die Schmuggler vor den Zollbeamten flohen.

Natürlich hat der “Woolpack Inn” auch einen schönen Biergarten, in dem an schönen warmen Sommertagen gegrillt wird. Ich kenne ihn bisher nur an kalten Wintertagen, aber auch das hat seinen Reiz.

Published in: on 4. Februar 2010 at 18:47  Hinterlasse einen Kommentar  
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Crispian St. Peters: The Pied Piper

An der M 20 in der Grafschaft Kent liegt Swanley, Geburtsort des britischen Sängers mit dem schönen Namen Crispian St. Peters. Es gibt sogenannte “One Hit Wonders”, Sänger oder Gruppen, die lediglich einen Hit hatten und dann von der Bildfläche verschwanden. Crispian St. Peters ist ein “Two Hit Wonder”: ihm gelangen in den 60er Jahren zwei Hits “You Were on My Mind” (1966) und “The Pied Piper“, ebenfalls aus dem Jahr 1966.

St. Peters wurde am 5. April 1939 geboren und sein erster öffentlicher Auftritt erfolgte im Jahr 1956. Nachdem er mit mehreren Gruppen experimentierte, war er solo im Jahr 1966 mit oben genannten Titeln in den Top Ten der britischen Charts vertreten; von da ab ging es bergab. Er versuchte es in den kommenden Jahrzehnten immer wieder einmal, aber ohne Erfolg. St. Peters ging es gesundheitlich schlecht und Anfang des 21. Jahrhunderts verkündete er seinen endgültigen Rücktritt aus dem Musikgeschäft.

Crispian St. Peters wohnt heute noch in dem gleichen Haus in Swanley, in dem er auch geboren wurde.
“The Pied Piper” ist übrigens der “Rattenfänger” und sein Video aus den 60er Jahren zeigt ihn mit einer Schar kleiner Kinder, die ihm hinterherlaufen

Follies – “Mad Jack” Fullers Pyramide in Brightling (East Sussex)

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John “Mad Jack” Fuller (1757-1834) war einer jener englischen Exzentriker, die sich auch auf dem Gebiet der “Follies” hervortaten. Dazu erwählte er den Ort Brightling in East Sussex, südlich der A 265 gelegen, nordwestlich von Battle. Mit nur 23 Jahren wurde er schon für Southampton ins Parlament gewählt und war später MP für Sussex. Er legte sich mit dem Speaker des Parlaments an und machte sich in dem hohen Hause unbeliebt. Als Befürworter der Sklaverei war er auch nicht überall gern gesehen.

Aber zurück zu seinen Follies. Mehrere davon stehen in Brightling u.a. ein 14m hoher Obelisk, ein griechischer Tempel und ein Observatorium.

23 Jahre vor seinem Tod baute er sich ein Mausoleum in Form einer Pyramide auf dem Friedhof der Kirche St. Thomas à Becket in Brightling. Fast 8m hoch ist die Pyramide und die Legende sagt, daß Mad Jack darin an einem Tisch sitzt, in voller Montur mit einem Zylinder auf dem Kopf, vor sich auf dem Tisch ein gegrilltes Hähnchen und eine Flasche Portwein. So soll er auf den Tag der Auferstehung warten.
1982 fand man bei Renovierungsarbeiten heraus, dass diese Legende eben nur eine Legende war. Mad Jack Fuller ist in der Pyramide auf herkömmliche Weise beigesetzt. Schade!.

Published in: on 2. Februar 2010 at 21:03  Kommentare (2)  
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Die A 272 – 140 km quer durch Südengland

Ich mag die A 272, die ich erst kürzlich fuhr und die durch überwiegend ländliches Gebiet führt. In den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde die  Straße gebaut und im Großen und Ganzen verläuft sie noch genauso.
Die A 272 beginnt im Osten etwa bei Poundford in East Sussex und endet nach ca 140 Kilometern in der Nähe von Winchester in Hampshire. Auf der gesamten Strecke, bis auf einige ganz kleine Teilstücke, bleibt die Straße zweispurig; das Überholen von LKWs ist vor allem bei linksgelenkten Autos wie bei meinem manchmal schwierig (ich muss mich dann immer auf meine Beifahrerin verlassen). Da die meisten LKWs aber sehr zügig fahren, ist ein Überholen oft gar nicht erforderlich. Man fährt auf der A 272 durch viele Dörfer und Kleinstädte wie Billingshurst, Petworth und Midhurst.

Über die Straße ist ein wundervolles Buch geschrieben worden, das immer auf meinem Nachttisch liegt: “A 272: An Ode to a Road” von Pieter Boogaart, einem Holländer, im Jahr 2000 erschienen und leider nur noch antiquarisch zu bekommen.
Auf 213 Seiten schreibt Boogaart alles Sehenswerte entlang der Straße und in einem Umkreis von einigen Kilometern nördlich und südlich davon: Eine wahre Fundgrube! An Hand dieses Buches könnte man wochenlang die A 272 entlang fahren und an beinahe jeder Wegbiegung etwas Neues entdecken. So weit ich weiß, ist dies das einzige Buch, das über eine englische Straße mit drei Ziffern geschrieben worden ist.

Published in: on 1. Februar 2010 at 18:57  Hinterlasse einen Kommentar  
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