Radio Scilly – Die kleinste Radiostation der Welt

107.9 MHz lautet die Frequenz der kleinsten Radiostation der Welt, die sich auf den Scilly Inseln vor der Küste von Cornwall befindet, genauer gesagt auf der Insel St. Mary’s. Am 3. September 2007 wurde der Sender ins Leben gerufen und er erreicht etwa 2100 Inselbewohner; in Cornwall ist er nur schwer zu empfangen.

Keri Jones ist der Boss von Radio Scilly, ein erfahrener Radiomann, der schon für viele Sender im ganzen Land gearbeitet hat.

Die Mittel für den Unterhalt erhält der Sender durch eine Lotterie. Das Lotterielos kostet ein Pfund und der Hauptgewinn liegt zurzeit bei £800. Alles, was über bleibt, erhält der Radiosender.

Auf dem Programm stehen regelmäßige Sendungen wie z.B. “Wreck of the Week“, in der jeweils über eines der vielen Wracks berichtet wird, die vor den Inseln liegen, oder Dr Vic’s Bird of The Week, in der immer ein anderer Seevogel vorgestellt wird.

Die Scilly-Inseln gehören zu den einsamsten Regionen Englands mit einer geringen Einwohnerzahl, wo das Leben sehr gemächlich und ruhig verläuft.

Radio Scilly liegt aber nicht hinter dem Mond: Der Sender ist auch online zu hören!

DJ  bei Radio Scilly – Ein Traumjob?

Published in: on 31. Mai 2010 at 17:49  Hinterlasse einen Kommentar  
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Der Abbots Bromley Horn Dance in Abbots Bromley (Staffordshire)

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Manche Traditionen halten sich in England über viele Jahrhunderte, so z.B. der Horn Dance, der erstmals im Jahr 1226 in Abbots Bromley in der Grafschaft Staffordshire aufgeführt wurde.

Jeweils im September findet der Horn Dance statt, bei dem Männer mit Geweihen auf dem Kopf etwa 16 Kilometer zurücklegen. Der nächste Horn Dance findet am 6. September statt, zu dem wieder Besucher aus der ganzen Welt in das Staffordshire-Städtchen kommen werden, um die Tänzer (6 Deer-men,  Fool, Hobby Horse, Bowman und Maid Marian) auf ihrem Weg zu begleiten, der natürlich auch an mehreren Pubs vorbeiführt.

Die Geweihe, die über 1000 Jahre alt sein sollen, werden morgens um 7.45 aus der Kirche geholt und um 20.15 wieder zurückgebracht. Ein anstrengender Tag, der wohl nur mit der freundlichen (flüssigen) Unterstützung von The Royal Oak, The Goat’s Head oder The Crown Inn einigermaßen zu überstehen ist.

Published in: on 30. Mai 2010 at 08:51  Kommentare (1)  
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Sally Lunn’s in Bath (Somerset)

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Mitten im Zentrum der alten, sehenswerten Stadt Bath in Somerset steht das älteste Haus der Stadt. Hier gründete Sally Lunn ca. 1680 ihre berühmte Bäckerei, deren Waren sich bald in der vornehmen Gesellschaft großer Beliebtheit erfreuten. Noch heute kann man in Sally Lunn’s Teehaus die berühmten Bath Buns probieren, eine Art Rosinenbrötchen, die direkt im Haus nach einem geheimen Rezept hergestellt werden. Man versuchte immer wieder in den USA, in Australien und auch in Großbritannien die Buns zu kopieren, aber die wirklich echten werden nur bei Sally Lunn’s gebacken.

Sehenswert ist auch der aus der Römerzeit stammende Keller des Gebäudes, der in ein kleines Museum umgewandelt wurde, in dem u.a. auch die ursprüngliche Küche zu besichtigen ist.

Sally Lunn war übrigens ein junges Mädchen, das vor über 300 Jahren aus Frankreich flüchtete, in diesem alten Haus in Bath Arbeit fand und hier die Buns erstmals buk.

Sally Lunn’s ist täglich geöffnet und findet sich in der 4 North Parade Passage.

Mein Buchtipp – John Osborne: Radio Head

John Osborne ist ein Radio-Besessener. Er hört stundenlang Tag und Nacht englische Rundfunksender und hat aus dieser Begeisterung ein Buch gemacht: “Radio Head: Up and Down the Dial of British Radio” (bei Simon & Schuster 2009 erschienen).  Einen Monat lang hörte er jeden Tag einen anderen Sender und dabei entdeckte er auch weniger bekannte wie z.B.  BBC Asian Network, Resonance 104.4 FM oder The Jazz.
John Osborne schreibt über Piratensender, den legenedären BBC Radio 1-Moderator und DJ John Peel und führt Interviews mit Mark Radcliffe (BBC Radio 2) und Nicholas Parsons (BBC Radio 4).

Osborne reizt es, auch selbst bei einem Rundfunksender tätig zu werden, was ihm auch gelingt und so arbeitet er jetzt für Future Radio 96.9 in Norwich (Norfolk).

Eine sehr interessante und amüsante Reise durch die englische Rundfunklandschaft!

Published in: on 28. Mai 2010 at 14:47  Hinterlasse einen Kommentar  
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Valentine Warner – Fernsehkoch der BBC, bald auch im deutschen Fernsehen

Valentine Warner ist mit seiner BBC 2-Reihe “What To Eat Now” der Senkrechtstarter im englischen Fernsehen. Der sympathische neue Stern am Kochhimmel zeigt in seiner Sendung, wie man aus guten, regionalen Produkten einfache und leckere Gerichte zubereitet. Auch als “Russell Brand of the kitchen” tituliert und als “truffle head“, wegen seiner Vorliebe für Trüffel, hat Warner außerdem schon 2 Kochbücher geschrieben, die auch schon in deutscher Übersetzung vorliegen unter dem Titel “Frisch und einfach kochen” und (heute erschienen) “Frisch kochen – jetzt”.

Valentine Warners erster Job war im Londoner Restaurant “Halcyon” und dann arbeitete er die nächsten 5 Jahre unter den Küchenchefs Alastair Little and Rose Carrarini.

Wer sich von Valentines Kochkünsten in Bild und Ton überzeugen möchte, kann ab dem 8. Juni  2010 um 23:15 Uhr RTL II einschalten – dann läuft Valentine Warners Sendung “Iss jetzt“.

Im englischen Fernsehen, wie im deutschen, herrscht kein Mangel an Köchen, dort tummeln sich u.a. Gordon Ramsay, Jamie Oliver, Sophie Dahl, Richard Corrigan und viele andere mehr.

Hier ein Ausschnitt aus “What to eat now”:

Meine Lieblings-Pubs – The Sherlock Holmes in London

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Jeder Sherlock Holmes-Fan, und es gibt immer noch viele davon, vielleicht nach dem aktuellen Film noch mehr, der nach London kommt, sollte unbedingt “The Sherlock Holmes” in der Northumberland Street in Westminster besuchen. Ich nahm hier einmal ein Pint zu mir und sah mir in der oberen Etage die dort zusammengetragenen Memorabilia des legendären Detektives an. Man hat in dem Pub das Arbeits- und Wohnzimmer von S.H. nachgebildet, in dem man u.a. den Revolver von Dr. Watson und den ausgestopften Kopf vom “Hound of the Baskervilles” findet.

Vom Restaurant des Pubs aus hat man einen sehr schönen Blick auf diese ganzen Sherlock-Holmes-Fundstücke, die auch mit freundlicher Unterstützung der Familie von Sir Arthur Conan Doyle zusammengetragen wurden.

Sehen Sie sich einmal die Karte des Restaurants an. Dort finden Sie u.a. als Vorspeise “The Sign of Four”, als Hauptgang “Mycroft’s Favourite”, “Inspector Lestrade’s Favourite” oder “Hounds of the Baskerville” (Würstchen mit Yorkshire Pudding).

Wer möchte, kann im Pub auch Souvenirs mit Sherlock Holmes-Motiven kaufen wie T-Shirts, Gläser oder Tassen.

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Published in: on 26. Mai 2010 at 18:57  Hinterlasse einen Kommentar  
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Harewood House bei Leeds (West Yorkshire)

 
 

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Harewood House bietet eigentlich alles, was sich ein Liebhaber von englischen Landhäusern wünscht. Es ist fast das ganze Jahr geöffnet, es gehört zu den sehenswertesten Häusern des Landes, die Inneneinrichtung stammt von Robert Adam, die Möbel von Thomas Chippendale, an den Wänden hängen Bilder von Turner, Reynolds, Tizian und El Greco und der Garten wurde von Lancelot ‘Capability’ Brown angelegt. Wow, welches Country House kann sich noch mit so vielen berühmten Namen brüsten?

Aber das ist noch nicht alles: Geboten werden auf dem Gelände von Harewood House Konzerte, Autorallyes und Handwerkermärkte. Und wem das alles noch nicht reicht, der kann sich den berühmten Vogelgarten ansehen mit Flamingos, Pinguinen und Papageien.

Die Gärten von Harewood House sind besonders erwähnenswert, z.B. der Himalayagarten und der Walled Garden; das alles untersteht   Trevor Nicholson, dem Chefgärtner, der im Jahr 2008 mit dem Titel Professional Gardener of the Year ausgezeichnet wurde.

Das Haus ist auch heute noch Sitz der Familie Lascelles. Lord Harewood, George Lascelles, ist der 7. Earl. Seine Mutter war Mary, Princess Royal, Tochter von König Georg V. und Queen Mary. Er ist auch Cousin von Königin Elizabeth II.

Ich habe dieses Haus der Superlative, das nur wenige Kilometer von Leeds entfernt liegt,  mehrfach besucht und kann es nur empfehlen. Man sollte sich für einen Besuch viel Zeit nehmen, denn sowohl das Haus als auch die Gärten sind eine Reise wert!

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Published in: on 25. Mai 2010 at 18:09  Hinterlasse einen Kommentar  
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Fisherman’s Friends aus Port Isaac (Cornwall)

Was macht eine CD namens “Port Isaac’s Fisherman’s  Friends“, gesungen von einem gleichnamigen Shantychor aus Cornwall, in den britischen Charts, zwischen Hip-Hoppern,  Lady Gaga und AC/DC? Manchmal geschehen schon wunderliche Dinge im Musikgeschäft.

Der Shantychor besteht aus Männern im Alter von 46 bis 76 aus dem Ort Port Isaac an der Nordküste Cornwalls, die teils Fischer waren, teils zur Küstenwache gehörten oder einfach nur Spaß am Singen von Seemannsliedern und Work Songs haben. Hier ein Beispiel ihrer Sangeskunst.

Die 10 Männer treten in den Sommermonaten jeweils Freitagabends um 20 Uhr in Port Isaac auf, wo sie ihre Shanties zum besten geben, die da u.a. “Ladies of Plymouth”, “Mare’s Tails And Mackerel Scales” oder “Bully in the Alley” heißen.

Ihr erfolgreiches Album wurde in der Church of St. James im nahegelegenen St. Kew aufgenommen. Ihre ersten beiden CDs haben sie selbst herausgebracht und dann kam ein Vertrag mit Universal zustande, der sehr lukrativ sein soll (man spricht von einer Million Pfund).

Eines Abends, als die 10 Männer wieder einmal am Hafen von Port Isaac auftraten, war zufällig der Schallplattenproduzent Rupert Christie unter den Zuhörern, der u.a. auch mit der irischen Band U2 zusammengearbeitet hat. Als er sie hörte, war er hin und weg, kontaktierte seine Manager und nahm die Sänger unter Vertrag. Jetzt touren die Fisherman’s Friends durch England und werden demnächst auch beim Glastonbury Festival auftreten, das in diesem Jahr vom 23. bis zum 28. Juni statt findet.

Übrigens: Die gleichnamigen Mentholpastillen werden nicht in Port Isaac, sondern in Fleetwood (Lancashire) hergestellt.

Published in: on 23. Mai 2010 at 09:05  Kommentare (1)  
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Dunsop Bridge (Lancashire) – Großbritanniens geographischer Mittelpunkt

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Der Forest of Bowland in Lancashire ist schon eine recht einsame Gegend im Nordwesten Englands und auch sehr wenig bekannt. Ziemlich in der Mitte des Forests und nur auf kleinen Straßen erreichbar (noch nicht einmal auf B-Straßen) liegt das Dorf Dunsop Bridge. Hier soll der geographische Mittelpunkt Großbritanniens liegen. Wer es bis auf den Meter genau haben möchte: Whitendale Hanging Stones, bei Brennands Farm, ist das absolute Zentrum des Königreichs.

Welches Dorf Englands darf sich damit brüsten, schon zweimal von der Queen besucht worden zu sein? Dunsop Bridge kann es; zuletzt war die Monarchin im Sommer 2006 hier, denn sie soll eine Schwäche für den Forest of Bowland haben.

1992 gab es im Dorf ein großes Ereignis. British Telecom errichtete hier ihre 100 000. Telefonzelle, deren Einweihung niemand geringerer als der berühmte Abenteuerer Sir Ranulph Fiennes vornahm. Die Plakette, die man an der Telefonzelle anbrachte, trägt die Zeilen “You are calling from the BT payphone that marks the centre of Great Britain“. Ob heute im Zeitalters des Handys von dort noch viel telefoniert wird? Vielleicht bekommen Handys im abgelegenen Forest of Bowland ja auch keinen Empfang?

Wer Enten mag, kann diese netten Vögel in größeren Mengen im Ort finden und Puddleducks Post Office and Tea Rooms’ Verkaufsrenner ist…Entenfutter. Glücklich, eine Ente in Dunsop Bridge zu sein.

Puddleducks Post Office and Tea Rooms

Tylney Hall Hotel bei Hook (Hampshire)

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Ein weiteres Country-House-Hotel, das ich sehr genossen habe, ist Tylney Hall in Hampshire, nördlich von Basingstoke gelegen.

1898 wurde Tylney Hall erbaut, diente während des 1. Weltkriegs als Krankenhaus, danach als Privatschule und seit 1985 schließlich als Hotel. Das Haus ist von sehr schönen Gärten umgeben, auf die das Oak Room Restaurant blickt, das von Küchenchef Stephen Hine geleitet wird.

Das Hotel ist sehr beliebt für Hochzeitsfeiern, so ist die “Gefahr” am Wochenende durchaus gegeben, dass man in größere Feierlichkeiten gerät.

122 Zimmer sind im Hotel vorhanden, die vom Deluxe-Zimmer bis zu den großen Duke und Duchess-Suiten reichen, natürlich teilweise auch mit Himmelbetten versehen.

Es gibt ein Außen- und ein Hallenschwimmbad und jede Menge Wellnessangebote.
Die Übernachtungspreise beginnen bei  £210 für ein Doppelzimmer und klettern bis £505 für die großen Suiten.

Tylney Hall gehört zu der Gruppe der Elite-Hotels, zu denen  auch Ashdown Park gehört, über das ich an dieser Stelle schon einmal berichtet habe.

Published in: on 21. Mai 2010 at 18:24  Kommentare (3)  
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N-Dubz??? – Londoner Hip-Hop-Band und Bestsellerautoren

Der Urheberrechtsinhaber dieses Werkes, veröffentlicht es als gemeinfrei. Dies gilt weltweit.

Seit Wochen hält sich auf den britischen Bestsellerlisten ein Buch mit dem Titel “Against all odds“, verfasst von “N-Dubz“. Wer ist das? Worum handelt es sich?

N-Dubz ist eine Londoner Hip-Hop-Band, die aus den Mitgliedern Dino Contostavlos, seiner Cousine Tula Contostavlos und Richard Rawson besteht.  Dinos Vater Byron war in den 70er Jahren Bassist von Mungo Jerry gewesen und managte sie in den Anfangsjahren. Die drei Mitglieder gingen gemeinsam auf eine Schule in Camden Town und begannen damals schon mit gemeinsamen Auftritten. Im Jahr 2007 hatten sie  mit “Feva Las Vegas” ihren ersten offiziellen Charthit. Bei den MOBO Awards (Black-Music-Preis) wurden sie 2007 als Newcomer des Jahres ausgezeichnet. Mit ihrem Song “Number 1” erreichte N-Dubz erstmals im Mai vorigen Jahres Platz 1 der britischen Charts. Ihr Album “Against all odds” kam bis auf Platz 6 der Album-Charts und wurde mit Platin ausgezeichnet.

In ihrem oben erwähnten Buch erzählen die 3 Hip-Hopper von dem schwierigen Weg, Superstars zu werden und von ihren Plänen, auch in den USA Fuß zu fassen.

Published in: on 20. Mai 2010 at 17:51  Hinterlasse einen Kommentar  

Nyetimber Vineyards in West Chiltington (West Sussex)

Da versucht doch tatsächlich eine englische Firma Sekt herzustellen, der genauso gut wie Champagner sein soll! Was sagen die Franzosen dazu?

Nyetimber wurde 1988 in West Chiltington in West Sussex gegründet, etwa zwischen Pulborough und Storrington gelegen, und ist Englands größtes Weingut. Hier wird ausschließlich “sparkling wine” hergestellt.
Es gibt zum einen das “Classic Cuvée“, das wie Champagner aus Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier besteht und zum anderen den “Blanc de Blancs“, ausschließlich aus Chardonnay-Trauben hergestellt.

Die derzeit erhältlichen Jahrgangssekte stammen aus den Jahren ab 1992 (Blanc de Blancs) und 1995 (Classic Cuvée).

Nyetimber-Sekte wurden schon mehrfach ausgezeichnet. So erhielt der 1992er Blanc de Blancs die IWSC 2009 Denbies Trophy for Best Worldwide Sparkling Wine. Die IWSC ist die International Wine & Spirit Competition. Bei der Bollicine del Mondo  in Verona, das von dem italienischen Weinmagazin Euposia durchgeführt wird, hat Nyetimbers Classic Cuvée 2003 in einer Blindverkostung sogar die Champagner von Roederer und Bollinger geschlagen!!

 Paul Woodrow-Hill ist seit 2006 der Manager des erfolgreichen Weingutes. Das Nyetimber Manor wird erstmals im 11. Jahrhundert in Domesday Book erwähnt; wir haben es hier also mit einem sehr alten Estate zu tun.

Wo kann man diesen tollen Sekt denn nun bekommen? Führende Londoner Restaurants bieten ihn an wie z.B. Le Gavroche, Gordon Ramsays Claridges und Maze oder im The Albermarle im Brown’s Hotel.
Im Handel kosten die Nyetimber Sparkling Wines etwa ab  £25.

Hier ein kleiner Test von drei Sparkling Wines aus England, den Jane McQuitty für die Sunday Times durchgeführt hat; natürlich ist auch ein Nyetimber dabei.

Published in: on 19. Mai 2010 at 14:26  Kommentare (1)  
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Paul Verlaine und Stickney (Lincolnshire)

 

St.Luke's church, Stickney, Lincs. - © Copyright Richard Croft and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Stickney ist ein Dorf an der A16 in Lincolnshire inmitten der Fens gelegen. Dieser kleine Ort beherbergte einmal einen berühmten französischen Dichter. Paul Verlaine unterrichtete ein Jahr lang, von 1875 bis 1876 in der Dorfschule Französisch, Latein und Zeichnen. Verlaine, damals 30 Jahre alt, hatte schon ein bewegtes Leben hinter sich, er war Alkoholiker und hatte auch schon 18 Monate im Gefängnis verbracht. Nach seinem Gefängnisaufenthalt ging er direkt nach England; aber in Stickney wusste man von seinem Vorleben nichts, auch nicht von seinem Hang zu jungen Männern, sonst hätte man ihn wohl nicht in der Schule angestellt.

Die Schule hatte einen guten Ruf und stand unter der Leitung von William Andrews, der in London studiert hatte. Verlaine fühlte sich wohl in Stickney, unternahm lange Spaziergänge und lernte, Fußball zu spielen. In seiner Erinnerung gehörte diese Zeit zu der glücklichsten seines Lebens. Aber nach einem Jahr zog es ihn doch in eine etwas größere Stadt, um dort vielleicht mehr Geld zu verdienen und so zog er im März 1876 weiter nach Boston, etwa 10 Meilen entfernt.

Paul Verlaine

River & Rowing Museum in Henley on Thames (Oxfordshire)

Eigenes Foto.

Wie der Ortsname schon sagt, liegt Henley direkt an der Themse und bei meinen Besuchen in der Stadt hatte ich immer ein Problem, einen Parkplatz zu finden; so voll ist es dort eigentlich immer. Bei Henley denkt jeder sofort an die berühmte Regatta, die dort alljährlich auf der Themse ausgetragen wird. Die “Henley Royal Regatta” dauert 5 Tage und wird immer über das erste Wochenende im Monat Juli ausgetragen.

In der Stadt gibt es seit 1998 ein Museum, das sich dem Sport des Ruderns, der Themse und Henley selbst widmet, das “River & Rowing Museum“, damals von Queen Elizabeth II eröffnet. Das Museumsgebäude wurde von dem Architekten David Chipperfield entworfen und erhielt 1999 den Building of the Year Award und war im gleichen Jahr das National Heritage Museum of the Year.

Die Schwarzenbach International Rowing Gallery beschäftigt sich mit der Geschichte des Rudersports von den Anfängen im alten Griechenland bis heute.

In der Thames Gallery erfährt man alles über den Fluss, über seine wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Bedeutung.

Die Invesco Perpetual Henley Gallery gibt einen Überblick über die Geschichte der Stadt Henley-on-Thames. Natürlich gibt es im ganzen Museum jede Menge interaktive Betätigungsmöglichkeiten.

Die Wind in the Willows Gallery schließlich ist dem berühmten Buch von Kenneth Grahame und den Illustrationen von Ernest Howard Shepard gewidmet.

Also: Auch, wer am Rudersport kein besonderes Interesse hat, kommt in diesem Museum voll auf seine Kosten.

Mein Tipp für einen Henley-Besuch: Trinken Sie ein Pint Brakspears-Bitter im Pub “Angel on the Bridge“, direkt an der Themse gelegen.

Published in: on 16. Mai 2010 at 08:17  Kommentare (1)  
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CAMRA fordert von der neuen Regierung einen Minister für Pubs

CAMRA (Campaign for Real Ale) ist eine Organisation, die sich für die Qualität des britischen Bieres und für Pubs einsetzt. 1971 gegründet, hat CAMRA heute mehr als 100 000 Mitglieder. Die Organisation gibt den jährlich erscheinenden “Good Beer Guide” heraus und kürt jedes Jahr den “National Pub of the Year” (die letzten beiden Male erhielt die “Kelham Island Tavern” in Sheffield diesen Preis).

Am 13. Mai schrieb CAMRA einen Brief an den neuen Premierminister David Cameron und forderte die Ernennung eines neuen Minister für Pubs. Dieses neue Ministerium soll sich für die Erhaltung des britischen Pubs einsetzen, der eine wichtige soziale, wirtschaftliche und kulturelle Rolle im Leben der Briten spielt und der gefährdet ist, da täglich 6 Pubs ihre Pforten schließen.

CAMRA machte auch schon Vorschläge für diesen Ministerposten, z.B. Greg Mulholland, MP, mit  CAMRAs 2010 Parliamentarian of the Year Award ausgezeichnet, der auch  Vorsitzender der All Party Parliamentary Save The Pubs Group ist.
Ein anderer Kandidat wäre nach Ansicht CAMRAs Nigel Evans, MP,  stellvertretender Vorsitzender der All Party Parliamentary Beer Group.

The Swannery in Abbotsbury (Dorset)

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Wenige Kilometer von Weymouth entfernt in Dorset an der Südküste Englands liegt eine einzigartige Einrichtung: Die Swannery bei Abbotsbury, die einzige Höckerschwankolonie der Welt durch die man als Besucher hindurchlaufen kann. Ich habe das einmal getan und die Schwäne waren es gewohnt, dass Menschen so dicht an ihnen und vor allem ihren Jungen vorbeiliefen.

Die Swannery wurde von Benediktinermönchen vor fast 1000 Jahren gegründet, vor allem weil die Schwäne als Nahrungsmittel dienten.

Die 600 Schwäne, die heute in der Kolonie leben, werden täglich um 12 Uhr und um 16 Uhr gefüttert und für die Besucher ist das stets der Höhepunkt ihres Aufenthalts in der Swannery.
Natürlich gibt es hier auch einen Andenkenladen, in dem man Schwäne in allen Größen kaufen kann (s.a. meinen Blogeintrag über das Swan Upping auf der Themse).

Published in: on 14. Mai 2010 at 17:46  Hinterlasse einen Kommentar  
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Meine Lieblings-Pubs – The 5 Bells in Nether Wallop (Hampshire)

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Vielleicht wäre ich nie nach Nether Wallop in Hampshire gekommen, hätte ich mir nicht früher einmal die Fernsehserie “Miss Marple” mit Joan Hickson in der Titelrolle angesehen. Diese Serie wurde nämlich in Nether Wallop (alias St. Mary Mead) gedreht und zwei Häuser neben Miss Marples Haus steht der Pub “The 5 Bells“, in dem ich einen Lunch zu mir nahm. Das Innere des Pubs wurde auch für zahlreiche Innenaufnahmen verwendet.

Der gemütliche Village-Pub soll aus dem 17. Jahrhundert stammen und, wie so viele Pubs, als “coaching house” gedient haben, also als Zwischenstopp für Kutschen auf dem Weg von London nach Exeter.

Was wohl nur wenige Pubs in England bieten, wenn überhaupt, ist die nepalesische Küche der “5 Bells”.

Published in: on 13. Mai 2010 at 18:16  Hinterlasse einen Kommentar  
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The Chapel of St. Peter-on-the-Wall bei Bradwell-on-Sea (Essex)

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Es gibt wohl kaum eine Kirche in England, die einsamer liegt als St. Peter-on-the-Wall, einige Kilometer von Bradwell-on-Sea in Essex direkt an der Themsemündung gelegen. Um dorthin zu gelangen, fährt man von Bradwell aus mit dem Auto zu einem kleinen Parkplatz, von dem man noch ein gutes Stück zu Fuß (etwa 15-20 Minuten) laufen muss.

Die Kapelle ist eines der ältesten kirchlichen Gebäude in England und wurde im Jahr 654 von dem angelsächsischen Mönch und Bischof von Northumbria St. Cedd gegründet.

St. Peter ist immer geöffnet und ist zu einer kleinen Pilgerstätte für Menschen aus der ganzen Welt geworden. An jedem ersten Samstag im Juli findet die Bradwell Pilgrimage statt; in diesem Jahr am 3. Juli und sie steht unter dem Motto “Who is my neighbour?” Der Hauptredner wird der Erzbischof von York, Dr John Sentamu, sein.

Im Sommer finden an jedem Sonntagabend um 18.30 Uhr “Summer Sunday Evening Services” statt, aber da die Kapelle immer geöffnet ist, kann man jederzeit auch für sich selbst die Ruhe und die Atmosphäre dort genießen.

Geisterjäger haben in der Vergangenheit diese einsame Kirche auch aufgesucht, denn es heißt, St. Peter sei “haunted“. Hier ein kleiner Film darüber:

Samantha Cameron – Großbritanniens neue First Lady

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Seit gestern Abend gibt es einen neuen Premierminister in Großbritannien, David Cameron, und auch eine neue First Lady, Samantha Cameron.
“Sam Cam”, wie sie von ihren Freunden gennant wird, wurde am 18. April 1971 geboren und kommt aus einem wohlhabenden Hause. Ihr Vater Sir Reginald Adrian Berkeley Sheffield, 8th Baronet, stammt direkt von dem englischen König Charles II (1630-1685) ab; ihre Mutter ist Annabel Lucy Veronica Astor, Viscountess Astor.

Samantha Cameron ist eine Londoner Geschäftsfrau, Kreativdirektorin der Firma Smythson of Bond Street, die Luxusgüter herstellt wie z.B. edle Schreibwaren, Handtaschen, Füllfederhalter und ähliches.

Kennengelernt haben sich Samantha und David in der  Bristol Polytechnic, die  jetztige University of the West of England. Sie studierte dort Kunst und war mit Davids Schwester Clare befreundet. Beide heirateten am 1. Juni 1996 und haben 2 Kinder; das älteste Kind Ivan Reginald Ian starb schon im Alter von 6 Jahren. Nancy Gwen ist 6 Jahre alt und Arthur Elwen 4. Ein weiteres Kind ist unterwegs und soll im September zur Welt kommen.

Das Hochglanzmagazin Tatler hat die 39jährige auf den fünften Platz im Ranking der bestangezogenen Frauen der Welt gewählt und gilt schon als Englands Antwort auf Carla Bruni-Sarkozy.

Published in: on 12. Mai 2010 at 18:01  Hinterlasse einen Kommentar  
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Ein mysteriöser, unaufgeklärter Mord in Lower Quinton (Warwickshire)

Die Lower Quinton Parish Church. - © Copyright Dave Bushell and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

 

Lower Quinton ist ein kleines Dorf in den Cotswolds in Warwickshire und war Schauplatz eines sehr mysteriösen Mordes, der nie aufgeklärt wurde.
Am Valentinstag des Jahres 1945 fand man den 74jährigen Landarbeiter Charles Walton am Fuße des Meon Hill tot auf, mit einer Mistgabel erstochen. Ein großes Kreuz war in seine Brust geritzt, also nahm man an, dass es sich hier möglicherweise um einen Ritualmord handeln konnte und dass Hexerei im Spiel war.

Da die örtliche Polizei den Fall nicht lösen konnte, rief man Scotland Yard zur Hilfe und man schickte einen der besten Leute, nämlich Detective Inspector Robert Fabian, nach Lower Quinton, aber auch der scharfsinnige Fabian konnte den Fall nicht lösen, da er überall auf eine Mauer des Schweigens traf.

Noch heute kommen hin und wieder Leute nach Lower Quinton, die die Dorfbewohner auf den Fall ansprechen, aber erstens gibt es wohl niemanden mehr, der das alles miterlebt hat, und zweitens mag man auch heute noch nicht über den Fall reden.

Ich bin einmal in Lower Quinton gewesen und habe dort am Ortsrand kurz mein Auto angehalten und auf der Karte meinen weiteren Weg gesucht, als es an der Autoscheibe klopfte und ich gefragt wurde, ob man mir helfen könnte. Sehr freundlich…oder wollte man wissen, was ein Autofahrer mit fremdem Kennzeichen da zu suchen hatte?? Lower Quinton ist auch eine Neighbourhood Watch Area!

Meon Hill - Der Schauplatz des Mordes. - © Copyright Dave Bushell and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Published in: on 11. Mai 2010 at 15:44  Hinterlasse einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – Steve Haywood: One Man and a Narrowboat

 

Anders als Paul Gogarty (s.a. mein entsprechender Blogeintrag), der 900 Meilen auf englischen Kanälen gefahren ist, hat Steve Haywood  nur die Stecke Oxford – Bristol mit einem Hausboot abgefahren. Da ich selbst einmal die Strecke Evesham – Stratford – Evesham mit einem Narrowboat gefahren bin, las ich mit großem Interesse Steve Haywoods Buch “One Man and a Narrowboat: Slowing Down Time on England’s Waterways” (Chichester: Summerdale 2009).

A very enjoyable book  to read – light-hearted, interesting and informative. What a way to travel!” meint David Suchet, der als Darsteller des Hercule Poirot in der Fernsehserie “Poirot” Erfolg hatte und der auch Vizepräsident des Lichfield and Hatherton Canals Trusts ist, also an englischen Kanälen sehr interessiert ist.

Man lernt eine ganze Menge von diesem Buch, das im Zeitlupentempo durch die englische Landschaft über Banbury, Stratford-on-Avon, Tewkesbury, Gloucester über die Severnmündung (die nicht ganz so einfach mit einem Narrowboat zu bewältigen ist) bis nach Bristol führt. Wer eine Hausboot-Tour auf diesem Streckenabschnitt plant, kann sich mit diesem Buch optimal vorbereiten. Der Narrowboat-Neuling sollte das aber nicht allein wie Haywood bewältigen, sondern mindestens zu zweit unterwegs sein, denn es erwarten einen Dutzende von Schleusen unterwegs und die sind nicht so ganz leicht allein zu bewältigen!

Published in: on 10. Mai 2010 at 19:08  Hinterlasse einen Kommentar  

Caroline Lucas ist die erste Abgeordnete für die Green Party im britischen Parlament

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Bei den Parlamentswahlen am vergangenen Donnerstag gab es in Brighton eine große Überraschung. Caroline Lucas, die Chefin der Green Party, konnte ihre Konkurrenten von der Labour Party und den Tories abhängen und wird als erste Grüne in das Parlament einziehen. Sie ist damit von 600 MPs zwar die einzige, die nicht zu den großen Parteien gehört, aber sie sieht das als ersten Schritt und bezeichnet das Wahlergebnis als “historisch”.
Die Grünenchefin konnte sich in Brighton gegen die Labour-Kandidatin Nancy Platts und gegen die Konservative Charlotte Vere durchsetzen.

Caroline Lucas war seit 1999 Mitglied des Europäischen Parlaments; sie repräsentierte dort die Region von Südostengland. Dieses Amt muss sie jetzt aufgeben, weil sie ins Unterhaus einzieht.

Die Green Party hat schon seit längerem in Brighton eine starke Anhängerschaft und ist im Ortsrat mit 13 Sitzen vertreten.
Die 1960 geborene Politikerin erhielt 1989 den Doktortitel der Universität von Exeter für ihre Dissertation “Writing for Women: a study of woman as reader in Elizabethan romance”.

Seit 2008 ist Caroline Lucas Chefin der britischen Grünen und der jetzige Erfolg im Wahlbezirk Brighton Pavilion ist die bisherige Krönung ihrer Karriere.

Published in: on 9. Mai 2010 at 08:40  Hinterlasse einen Kommentar  
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Cricket, John Wisden und sein Almanach

Jedes Jahr im April/Mai erscheint auf den englischen Bestsellerlisten ein Buch, das sich zum einen durch seinen Preis, zum anderen durch seinen Umfang von den anderen Büchern unterscheidet. “Wisden Cricketers’ Almanack” kostet in diesem Jahr 45 Pfund und hat 1728 Seiten.

Der “Wisden” ist die Bibel eines jeden Cricket-Fans und das schon seit 1864, als der Almanach erstmals von dem englischen Cricketspieler John Wisden herausgegeben wurde. Im Alter von erst 37 Jahren musste Wisden seine sportliche Karriere auf Grund seiner Rheumaerkrankung aufgeben. Von da ab beschäftigte er sich nur noch indirekt mit Cricket, in dem er im Leamington Spa Cricketzubehör verkaufte und später in London einen “Cricket und Zigarren”-Laden eröffnete.

In jeder Ausgabe werden auch die “Cricketers of the Year” genannt, also die besten Spieler des Jahres. In diesem Jahr sind es: SCJ Broad, MJ Clarke, G Onions, MJ Prior, GP Swann.

“Wisden Cricketers’ Almanack” wird in jedem Jahr von den Medien enthusiastisch besprochen, so sagt z.B. die Daily Mail von der Ausgabe 2010:
 ”’1,728 pages of dense statistics, elegant prose and effortless authority…it shimmers with wit and wisdom, and it simply reeks of summer. Unreservedly recommended.”

Mir sind die Regeln dieses Spiels nie so ganz klar geworden und so steht der Almanach auch nicht in meinen Bücherregalen.

Published in: on 8. Mai 2010 at 08:22  Hinterlasse einen Kommentar  

The Bull Hotel in Long Melford (Suffolk)

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Long Melford in Suffolk hat die längste High Street in East Anglia; und genau an dieser High Street liegt ein sehr schönes, altes und romantisches Hotel “The Bull“, in dem ich einmal mehrere Tage gewohnt habe.
1450 wurde das Haus gebaut und es sieht schon von außen so richtig schön alt aus. Innen gibt es gemütliche Zimmer, teils mit Himmelbetten, und alte Holzbalken und Kamine finden sich natürlich auch im Restaurant.

Dass es in einem so alten Hotel auch spukt, ist beinahe selbstverständlich. Ein gewisser Richard Evered wurde 1648 in dem Haus ermordet und sein Geist soll noch heute im Hotel umgehen.  Zimmer Nummer 4 soll auch nicht so ganz “geistlos” sein. Poltergeister trieben hier schon ihr Unwesen und in leerstehenden Hotelzimmern wurden Schritte gehört. Hunde benahmen sich manchmal merkwürdig, wenn sie ins Hotel kamen.

Wer also gern einmal in einem “haunted hotel” nächtigen möchte, dem kann ich “The Bull”wärmstens empfehlen.

Die Übernachtungspreise mit Frühstück in einem Zimmer mit Four-Poster-Bed liegen etwa zwischen 140 und 175 Pfund.

Published in: on 7. Mai 2010 at 14:36  Kommentare (1)  
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Großbritanniens “Thankful Villages”

Arkholme (Lancashire). - © Copyright David Medcalf and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Der 1. Weltkrieg forderte in Europa unendlich viele Opfer auf allen Seiten der Kriegsbeteiligten. Der englische Journalist Arthur Mee schätzte in seinem Buch “Enchanted Land: Half-a-Million Miles in the King’s England“, dass von den rund 16 000 Dörfern Englands nur etwa 32 keine Kriegsopfer zu beklagen hatten. Diese wenigen glücklichen Dörfer nannte er “Thankful Villages“. So ganz genau steht die Zahl der “dankbaren Dörfer” wohl nicht fest; andere Quellen nennen die Zahl 42.

Arkholme in Lancashire soll wohl das glücklichste Dorf gewesen sein, weil von den 59 Männern, die von dort in den Krieg zogen, alle 59 auch wieder zurückkamen.

Es gibt auch einige “Double Thankful Villages“, Dörfer, die in beiden Weltkriegen keine Verluste hinnehmen mussten. Dazu gehört z.B. Woolley in Somerset, das 13 Männer in den 1. und 15 Männern in den 2. Weltkrieg schickte. Alle kamen wieder zurück. In diesen kleinen Kreis gehören auch Little Sodbury in Gloucestershire und Tellisford in Somerset.

Wie schlimm war es wohl für die anderen 15 969 Dörfer, die Männer in einen wahnsinnigen Krieg schicken mussten und von denen viele ihr Leben auf den europäischen Schlachtfeldern ließen?

Published in: on 6. Mai 2010 at 18:34  Hinterlasse einen Kommentar  
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Richard Felix – Ghost Hunter

Wer schon einmal die Sendung “Most Haunted” des Senders LivingTV, auf die ich in meinem Blog schon mehrere Male eingegangen bin, gesehen hat, kennt auch Richard Felix, der die Rolle des Historikers eingenommen hatte. Mit großer Begeisterung ging er auf die jeweiligen Fälle von Geistererscheinungen ein, die er alle genau historisch untersuchte. Seit 2006 gehört er nicht mehr dem Team an.

Richard Felix stammt aus Derbyshire und er lebt mit seiner Familie noch immer in Derby, wo er vor einiger Zeit das berühmt-berüchtigte Derby Gaol gekauft hat, vielleicht der Ort mit den meisten Spukerscheinungen in der Stadt. Natürlich hat das Team von “Most Hauted” dort auch gedreht.

Wer in Richard Felix’ Derby Gaol einmal eine ganze Nacht verbringen möchte, kann dies auch tun. Gruppen von 15 bis 30 Personen können ein Arrangement buchen, das auch ein Abendessen enthält. Stag und Hen Parties sind auch möglich, obwohl das wohl eher auf ein großes Besäufnis hinauslaufen wird.

Richard Felix ist sehr rührig in Sachen “Ghosts”. Er veranstaltet in Derby Ghost Walks (nein, das ist nicht das Privileg der Stadt York!) und er hat eine Reihe von DVDs produziert, die er unter dem Titel “ Ghost Tour of Great Britainverkauft. Ich selbst besitze die Folge “Yorkshire Ghosts”.

Ich finde Richard Felix sympathisch und seine Begeisterung für alles Paranormale steckt an.

Published in: on 5. Mai 2010 at 18:39  Hinterlasse einen Kommentar  
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Dartmoor Prison Museum in Princetown (Devon)

 

© Copyright andy dolman and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Das Zuchthaus von Dartmoor - da werden Erinnerungen wach an Edgar Wallace-Romane und Sherlock Holmes-Geschichten. Nebelverhangene unheimliche Moore, in denen sich Verbrecher herumtreiben, die aus dem Gefängnis ausgebrochen sind…

Die Zuchthausgebäude des HM Prison Dartmoor sehen bei trübem, nebligem Wetter wirklich etwas unheimlich aus wie ich es selbst einmal erleben konnte…aber ganz so schlimm geht es im Dartmoor heute nicht mehr zu, denn in dem Gefängnis werden keine gefährlichen Schwerverbrecher mehr untergebracht; es gehört jetzt in die Kategorie C und das heißt, es sind dort Gefangene untergebracht ” who cannot be trusted in open conditions but who are unlikely to try to escape”. Also, es ist gar nicht mehr so schlimm in Princetown.

Wer wissen möchte, wie es hinter den Gefängnismauern so zugeht und wer dort alles schon einmal eingesperrt war, der kann sich darüber im Dartmoor Prison Museum genauer informieren, nur ein paar Schritte vom Gefängnis entfernt, das im vorigen Jahr seinen 200 “Geburtstag” feierte.
John George Haigh war z.B. dort untergebracht, der „Säurebadmörder“, der auch als der „Vampir von London” bekannt war. Die Uniformen der Wärter werden dort gezeigt und deren Waffen und die Werkzeuge, die die Insassen gegen die Vorschriften  ”gebastelt” haben.

Das Museum ist an jedem Tag der Woche geöffnet.Es gibt auch einen “Gift Shop“, in dem man Dinge kaufen kann, die von den Gefängnisinsassen hergestellt worden sind.

Spektakuläre Projektionsshow vor dem Rochester Castle in Kent

 

© Copyright Richard Croft and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Am 16. April fand vor der Kulisse des Rochester Castle in Rochester (Kent) eine faszinierende Projektionsshow statt. AC/DC und Iron Man wurden hier vom Londoner Künstler-Kollektiv Seeper unter der Leitung von Evan Grant  auf einen Turm des Rochester Castles projiziert. “Architectural projection mapping project” nennt sich das ganze und die Besucher waren fasziniert.
Der Song heißt  ”Shoot to thrill” und stammt aus dem neuen Album “Iron Man II“, hier zu sehen.
Ich habe mehrere Male vor dem Rochester Castle gestanden und ich wäre an dem Abend gern dabeigewesen.

Published in: on 3. Mai 2010 at 14:15  Hinterlasse einen Kommentar  
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Das Rhabarber-Dreieck in West Yorkshire

The Rhubarb Sculpture in Wakefield. - © Copyright Mike Kirby and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

In West Yorkshire gibt es eine Region, die das “Rhabarber-Dreieck” genannt wird und dessen Spitzen die Städte Leeds, Bradford und Wakefield bilden. Hier wird auf besondere Weise ein besonderer Rhabarber angebaut, auch “Champagner-Rhabarber” genannt.

In großen stockdunklen Schuppen wachsen die Rhabarberpflanzen. Künstliches Licht würde die Ernte vernichten und so wird auch nur bei Kerzenlicht geerntet und es herrscht dort absolute Stille. Diese Anbaumethode wurde bereits in der viktorianischen Zeit erfunden.

Dieser spezielle Rhabarber soll (ich habe ihn leider noch nicht probiert) wesentlich besser schmecken als seine im Freien wachsenden Artgenossen, dafür ist er aber auch deutlich teurer. Er hat nur ganz wenige Kalorien (7 pro 100 Gramm) und soll sehr gesund sein.

Wer sich das alles einmal ansehen möchte, kann dies z.B. auf der Farm der Firma E. Oldroyd & Sons in Rothwell tun. Dort werden Touren durch “The Secret World of the Rhubarb Triangle” angeboten. Empfangen wird man von Janet Oldroyd Hulme  “The High Priestess of Rhubarb”.

In diesem Jahr erhielt der Yorkshire-Rhabarber von der EU den Status “Geschützte Ursprungsbezeichnung“; damit kann er sich in andere englische Produkte einreihen, die den gleichen Status haben wie z.B. die “Melton Mowbray Pork Pies” (s. dazu meinen entsprechenden Blogeintrag)  und der “Swaledale Cheese”.

Natürlich gibt es auch ein Festival, das u.a. dem Rhabarber gewidmet ist, das “Wakefield Festival of Food, Drink and Rhubarb“, das in diesem Jahr am 26. und 27. Februar” statt fand.

Da sich auch britische Starköche wie Jamie Oliver und Marco Pierre White mit Rhabarber beschäftigt haben, geht der Beliebtheitstrend  für diese Pflanze deutlich nach oben.

Published in: on 2. Mai 2010 at 09:20  Kommentare (1)  
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Meine Lieblings-Pubs – Hunters Hall in Kingscote (Gloucestershire)

 

© Copyright Steve F and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Es gibt viele sehr angenehme Pubs in Gloucestershire, einer davon ist Hunters Hall in Kingscote an der A4135 südlich von Nailsworth. Hunters Hall ist gleichzeitig auch ein Hotel mit 13 Zimmern, die in einem separaten Gebäude untergebracht sind.

Meine Eindrücke vom Pub sind sehr positiv: Die Inneneinrichtung ist sehr gemütlich und ansprechend mit dicken Holzbalken an den Decken, auf Tafeln sind die “Specials” des Tages angeschrieben und es gibt eine große Bandbreite an Vor- und Hauptgerichten, sowie etliche “Puddings”, also Nachspeisen.

Hunters Hall (im 16. Jahrhundert als Coaching Inn gebaut)  gehört zur Gruppe der “Old English Inns“, einem Zusammenschluss traditioneller Hotels und Inns, hinter der die Brauerei “Greene King” steht.

Published in: on 1. Mai 2010 at 08:18  Hinterlasse einen Kommentar  
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