Middlesbrough Transporter Bridge – Eine der letzten Schwebefähren Großbritanniens

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Eine Schwebefähre ist ein Mittelding zwischen einer Brücke und einer Fähre und von diesen Konstruktionen gibt es nur noch wenige in der Welt. Neben der erst Ende Juli wieder in Betrieb genommenen Transporter Bridge in Newport in Süd-Wales ist die Schwebefähre in Middlesbrough (North Yorkshire) die letzte noch aktive in Großbritannien.

Die 260 m lange Middlesbrough Transporter Bridge führt über den River Tees und verbindet die Stadt mit Port Clarence auf der anderen Seite. Etwa 2 Minuten dauert eine Überfahrt mit einer der Gondeln, die bis zu 200 Personen fasst oder 9 Autos gleichzeitig transportiert.

Am 17. Oktober 1911 wurde die jetzt unter Denkmalschutz gestellte Schwebefähre in Betrieb genommen, die noch heute viele Menschen und Fahrzeuge für eine geringe Mautgebühr über den Tees setzt. 60 Pence bezahlt ein Fußgänger und 1.20 £ ein PKW.

Wie eine Schwebefähre funktioniert, kann man hier sehr schön sehen (aus der Wikipedia übernommen.

A transporter bridge in operation

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Hier ist ein kurzer Film über die Brücke.

Published in: on 31. August 2010 at 07:37  Hinterlasse einen Kommentar  
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The International Bognor Birdman – Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten

Hier auf der Pier von Bognor Regis findet der Birdman statt. – Eigenes Foto.

Alljährlich finden sich in Bognor Regis (West Sussex) am  dortigen Pier merkwürdige Menschen ein, die nur ein Ziel haben: Mit ihren selbstgebastelten Fluggeräten die hohen Preisgelder zu gewinnen. £15,000 winken demjenigen, der mit seinem Gerät den weitesten Flug über 100m schafft. Selbstverständlich dürfen die fliegenden Kisten nur mit Muskelkraft betrieben werden.

Seit 1978 wird der Birdman in Bognor Regis ausgetragen; vorher fand er unter dem Namen Birdman Rally im benachbarten Selsey statt, wo es aber aus Sicherheitsgründen nicht länger möglich war.

Der nächste International Bognor Birdman findet in diesem Jahr am 11. und 12. September statt. Frühzeitiges Erscheinen ist zu empfehlen, da meistens etwa 30 000 Zuschauer zu diesem Ereignis kommen.
Die Preisgelder werden von wechselnden Sponsoren bereitgestellt, es bleibt aber immer genügend Geld übrig, das vor Ort für wohltätige Zwecke verwendet wird.

Der momentane Rekord steht bei einer Flugweite von 82,5m aus dem Jahr 2004, gehalten von Tony Hughes. 12,54 Sekunden dauerte der Rekordflug von Hughes, der seinem Fluggerät keinen Namen gegeben hatte.
Es gibt nämlich sehr schöne Namen für diese Kisten bzw. für die Teilnehmer, z.B. Flying Sumo Man, Death Rocket oder Ice Cream Trike.

Mein Buchtipp – Tom Chesshyre: To Hull and back

Tom Chesshyre arbeitet für mehrere englische Zeitungen und ist hauptsächlich in deren Reiseressort tätig.
Als Reisejournalist ist man in der Regel in den Teilen der Welt unterwegs, in denen es besonders schön und angenehm ist. In seinem Buch “To Hull and back: on holiday in unsung Britain(Summersdale Publisher 20109) macht es Tom Chesshyre einmal anders. Er fährt übers Wochenende in die Städte Großbritanniens, in denen Touristen eigentlich nie ihren Urlaub verbringen würden und schaut einmal nach, ob diese Ort wirklich nichts zu bieten haben:
Seine Ziele sind Hull, Slough, Salford, Derry, Port Talbot, Norwich, Milton Keynes, Coventry, South Shields und Croydon.
Zu seinem großen Erstaunen findet Chesshyre in diesen Städten mit schlechtem Ruf überwiegend freundliche, hilfsbereite Menschen; er entdeckt interessante Dinge, von denen er vorher meist nichts wusste und so sind diese “crap towns” gar nicht so schlimm.
Tom Chesshyre wandelt in Hull auf den Spuren des Dichters Philip Larkin, macht in der Nähe von Port Talbot in Wales wunderschöne Mountainbike-Touren, trifft in Coventry Lady Godiva und macht in Slough eine Rundfahrt in einem der größten Gewerbegebiete des Landes.
Zum Abschluss der Fahrten in das “unbesungene” England macht er noch eine Tour nach Hell auf den Scilly-Inseln.

Das Buch ist wirklich hoch interessant geschrieben und rückt so manches falsche Bild, das man sich von einigen Städten macht, gerade.

Published in: on 29. August 2010 at 17:31  Kommentare (1)  

The Falstaff Hotel in Canterbury (Kent)

Bei meinen Besuchen in Canterbury wohnte ich immer im Falstaff Hotel, das nur einige Schritte vom Westgate entfernt absolut zentral liegt. In wenigen Minuten erreicht man alle Sehenswürdigkeiten der sehr reizvollen Stadt, von denen es eine ganze Menge gibt.

Das Falstaff Hotel ist ein uralter Coaching Inn, der 1403 erstmals erwähnt wurde und in dem es sich sehr angenehm wohnt. Das Auto ist auf dem hoteleigenen Parkplatz gut untergebracht; bei der schwierigen Parksituation in Canterbury sehr wichtig.
Die 46 Zimmer im Hotel sind sehr gemütlich eingerichtet, mit alten Holzbalken und Vertäfelungen; einige haben auch Kamine.
Es gibt kein Restaurant mehr im Hotel, aber in wenigen Minuten findet man zahlreiche Restaurants und Pubs in der Stadt.

Die Preise für die Standard-Doppelzimmer beginnen bei £75, die Superior-Rooms kosten ab etwa £105, jeweils inklusive englischem Frühstück;  also sehr günstige Übernachtungspreise.
Für einen Besuch der Stadt Canterbury kann ich dieses Hotel sehr empfehlen!

Robert Palmer:Addicted to Love – Ein Video, das in Erinnerung bleibt

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1985 schrieb Robert PalmerAddicted to Love“, das 1986 auf seinem Album “Riptide” erschien. Palmer wurde 1948 in Batley in West Yorkshire geboren und starb schon viel zu früh am 26. September 2003 in Paris an einem Herzinfarkt.
Der Sänger aus Yorkshire wirkte meist sehr gepflegt und war häufig mit Anzug und Kravatte zu sehen.
Das Besondere an dem Musikvideo zu “Addicted to Love” war die Mädchenband, die in kurzen, schwarzen Röcken und stark geschminkt auftrat. Dass die jungen Damen nicht wirklich spielen, ist nicht schwer zu erkennen und die Choreografie haut auch nicht ganz hin, aber der Auftritt war doch immerhin sehr sexy.
Die Mädchen traten noch in weiteren Robert Palmer-Videos auf, so in “I Didn’t Mean to Turn You On”, Simply Irresistible” und “Bad Case of Loving You”.
Regie führte bei “Addicted to Love” Terence Donovan, der 1996 Selbstmord beging. Die Single erreicht Platz 1 der US-Billboard Charts und Platz 5 der britischen Charts. Das Lied wurde mehrmals gecovert, u.a. von Tina Turner und zuletzt von Florence & the Machine.
Hier ist das Video zu sehen.

Published in: on 27. August 2010 at 04:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Bletchley Park (Buckinghamshire) – Heimat der Code-Breaker

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Am südlichen Rand von Milton Keynes liegt der Ort Bletchley, der eng mit Bletchley Park verbunden ist. Hier wurden im Zweiten Weltkrieg die deutschen Geheimcodes geknackt. Eine Reihe von hochintelligenten Wissenschaftlern machten sich daran, den deutschen Nachrichtenverkehr zu entziffern. Diese “code-breaker” oder Kryptoanalytiker zogen 1939 in das Herrenhaus Bletchley Park ein. Auf dem Gelände des Hauses standen mehrere sogenannte “huts“, also kleine Hütten, in denen Gruppen von Wissenschaftlern mit speziellen Aufgaben befasst waren.

Als die Enigma- und Lorenz-Codes geknackt waren, konnten die Allierten den Funkverkehr der Deutschen abhören und es gibt Historiker, die der Meinung sind,  dass dadurch der Zweite Weltkrieg um etwa zwei Jahre verkürzt worden ist.
Unter den Entschlüsslern war auch der exzentrische Alan Turing, der heute als einer der Gründerväter der Computerentwicklung gilt.

Bletchley Park ist heute ein Museum, in dem man sich auf einem Rundgang die Arbeit der Wissenschaftler erklären lassen und sich die Dechriffriermaschinen ansehen kann.
Man hat das Museum so ausgebaut, dass es etwas für die ganze Familie ist. Wechsende Ausstellungen, ein kleines Kino, ein Spielplatz, ein Shop; man kann hier viele Stunden verbringen.
Das Haus selbst steht für Geschäftstreffen, Konferenzen und für Hochzeiten zur Verfügung.
Es gibt ein Fülle von Literatur, auch in deutscher Sprache,  über das Thema ”Entschlüssellungsverfahren im Zweiten Weltkrieg”. Der Roman “Enigma” des britischen Schriftstellers Robert Harris, 1995 erschienen, war z.B. ein internationaler Bestseller, der 2001 auch mit Kate Winslet und Tom Jericho verfilmt wurde.

Das Museum Bletchley Park hat bis auf einige wenige Feiertage jeden Tag geöffnet.

Published in: on 26. August 2010 at 08:57  Hinterlasse einen Kommentar  

Berkeley Square in London – Platanen, Geister und ein Nachtclub

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Der Berkeley Square im Londoner West End ist eine der exklusivsten Wohngegenden der Stadt und hier eine Wohnung zu bekommen, ist sehr schwierig.
Der Architekt William Kent hat den Platz Mitte des 18. Jahrhunderts angelegt und die hohen Platanen wurden auch in dieser Zeit gepflanzt.

Das Haus mit der Nummer 44 wurde einmal als einer der schönsten von ganz London bezeichnet und beherbergt heute den “Annabel’s Club“, einen der exklusivsten Nachtclubs Londons, der gern auch von den Prinzen William und Harry besucht wird.

Das Haus Nummer 50 ist Londons “most haunted house”, in dem sich das uralte Antiquariat Maggs  Brothers befindet. 1947 drehte man sogar einen Film über die Geschehnisse in diesem Haus: “The Ghosts of Berkeley Square“.
Winston Churchill verbrachte hier einen Teil seiner Kindheit.

Wer P.G. Wodehouses heitere Romane gelesen hat, wird sich erinnern, dass Bertie Wooster und sein treuer Super-Butler Jeeves am Berkeley Square wohnten.

BBC 1 dreht 1998 eine Mini-Serie mit 10 Episoden unter dem Titel “Berkeley Square“.
Schließlich gibt es noch das berühmte Lied “A Nightingale Sang in Berkeley Square“, das 1939 erstmals öffentlich aufgeführt und von unzähligen Sängern interpretiert wurde.

Middleham (North Yorkshire) – Das Juwel in der Krone des Wensleydales

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Dieser schöne Slogan stammmt nicht von mir, sondern steht auf der Homepage der kleinen Markstadt Middleham in North Yorkshire.
Zwei Dinge sind in Middleham bemerkenswert: Rennpferde und die Burgruine.
Wann immer ich auch in Middleham war, begegneten mir Pferde im Ort; teilweise mit Reiter, teilweise geführt. Middleham ist eines der größten Zentren für die Ausbildung von Rennpferden in Großbritannien und Sitz der Middleham Trainers Association, die stolz darauf ist, dass die hier ausgebildeten Rennpferde pro Jahr im Durchschnitt 400 Rennen gewinnen.

Viele Besucher kommen aber auch hierher ins Wensleydale, weil sie sich Middleham Castle ansehen wollen. Da ich mit einer Ricardianerin verheiratet bin, die seit vielen Jahre Mitglied der britischen Richard III-Society ist, gehört bei jedem unserer Yorkshire-Aufenthalte selbstverständlich ein Besuch der Burgruine dazu, denn hier lebte Richard III im 15. Jahrhundert und benutzte die Burg als Basis für die Verwaltung Nordenglands.
Man kann gegen eine kleine Eintrittsgebühr die Burgruine besichtigen, die mit Hinweistafeln ausgestattet und inmitten eines sehr gepflegten Rasens liegt. 1985 fand  jemand zufällig auf dem Burggelände mit einem Metalldetektor den Middleham Juwel, einen goldenen Anhänger mit einem Saphirstein, den das Yorkshire Museum in York für £2.5 Millionen erwarb und dort heute zu sehen ist.

Bemerkenswert ist der hübsche Marktplatz mit Hotels und Pubs. Den “Black Swan” probierten wir aus und ich werde ihn an dieser Stelle demnächst einmal näher vorstellen.

Published in: on 24. August 2010 at 05:53  Kommentare (1)  
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Simon Marsden – Der Fotograf des Unheimlichen

 

Der 1948 in Lincoln geborene Simon Marsden, 4th Baronet of Grimsby,  ist durch seine unheimlichen Schwarz-Weiß-Fotografien in aller Welt berühmt geworden. Er erzielt diese unheimlichen Effekte mit Hilfe der Infrarottechnik. Als Motiv sucht sich Simon Marsden in England und in anderen europäischen Ländern Spukhäuser, verfallene Ruinen und Friedhöfe, die er dann in seiner unnachahmlichen Weise porträtiert.
Einige seiner Bücher sind auch ins Deutsche übersetzt worden wie beispielsweise:
The Haunted Realm –>Spuk und Gespenster
Phantoms of the Isles –>Im Reich der Geister
Beyond the Wall –>Zeugen in Stein

Besonders fasziniert hat mich immer sein Foto von Allerton Park (in dem kleinen Film am Ende des Beitrages u.a. auch zu sehen) in Yorkshire zwischen Wetherby und Boroughbridge, ein Haus an dem ich häufig vorbeifuhr und das mir schon am Tage sehr unheimlich vorkam. Das Foto ist in Marsdens “Phantoms of the Isles” zu finden, das ich besitze und in dem auch das grandiose Toddington Manor in Gloucestershire abgebildet ist. Ich stand einmal vor den Toren dieses Hauses, das seit 2005 dem englischen Künstler Damien Hirst gehört.

Marsdens Fotografien werden heute in berühmten Museen ausgestellt, so z.B. im Londoner Victoria & Albert Museum, im J. Paul Getty Museum in Los Angeles und auch die Pariser Bibliothèque Nationale besitzt einige seiner Werke.

Published in: on 23. August 2010 at 11:32  Kommentare (1)  
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Old John im Bradgate Park bei Leicester (Leicestershire) – Ein Folly, der Biertrinker anspricht

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Der Bradgate Park ist ein öffentlicher Park, ein paar Kilometer außerhalb der Stadt Leicester gelegen. Das Besondere an diesem Park ist ein Hügel auf dem ein Folly steht; dieser Folly, der den Namen Old John trägt,  hat die Form eines Bierkruges und dürfte in England einmalig sein.
1784 wurde der “Alte John” erbaut, eigentlich als Beobachtungsturm, von dem aus man sehr schön die Pferderennen sehen konnte, die auf der Rennbahn, die um den Turm führte, ausgetragen wurden.

Einer örtlichen Legende nach aber wurde der Turm nach einem Unglück errichtet, das sich auf dem Hügel zutrug. Bei einem Fest zu Ehren des Sohnes des Earls of Stamford geriet ein Baum in Flammen, der umstürzte und einen der Anwesenden, einen Arbeiter namens John, erschlug. Der von Gewissensbissen geplagte Earl of Stamford ließ daraufhin dieses Gebäude erbauen.
Dichtung oder Wahrheit???

Der große Bradgate Park ist ein Erholungsgebiet für die Bewohner von Leicester und sehr beliebt für Picknickausflüge.

Published in: on 22. August 2010 at 08:52  Hinterlasse einen Kommentar  
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Der Standedge Tunnel bei Marsden (West Yorkshire) – Ein Nadelöhr für Hausbootfahrer

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Der Standedge Tunnel, der die Ort Marsden und Diggle in West Yorkshire verbindet und die Pennines durchquert, ist der längste und höchst gelegene Kanaltunnel Englands. Er ist 5 Kilometer lang und an seiner tiefsten Stelle fast 200 Meter unter Tage.
Nachdem dieser Tunnel jahrzehntelang geschlossen war, hat man ihn 2001 wieder eröffnet und für Boote frei gegeben.
Da neben dem Kanal im Tunnel kein Platz für einen sogenannten “towpath” war, also eine Art Treidelweg, musste man früher die Boote so vorwärts bewegen, dass einige Männer auf dem Rücken lagen und sich mit den Füßen an der Tunneldecke abstießen, also ein mühsames Unterfangen. Bis vor kurzem war es nicht erlaubt, dass die Hausbootfahrer allein durch den Tunnel fuhren. Man stellte einen Konvoi zusammen und die Boote wurden von einem Schlepper mit Elektromotor hindurchgezogen. Seit 2007 darf man jetzt selbst hindurchfahren; natürlich nur zu bestimmten Zeiten, da der Tunnel keinen Gegenverkehr zulässt. Eine Begleitperson der British Waterways ist allerdings immer dabei.

Wer kein Hausboot sein eigen nennt und trotzdem einmal den Tunnel durchqueren möchte, kann das auch an Bord eines speziellen Bootes tun und für die Fahrt, auf der es garantiert nichts zu sehen gibt, £10.00 ausgeben. Eine Strecke wohlgemerkt! Zurück kann man entweder laufen oder sich einTaxi bestellen.

Am Eingang des Tunnels auf der Marsden-Seite hat man ein Visitor Centre gebaut, das u.a. ein kleines Konferenzzentrum beherbergt und auch Veranstaltungen durchführt, heute z.B. findet eine “Bat Night” statt, eine abendliche Wanderung auf den Spuren von Fledermäusen, die dort anzutreffen sind.

Eine Durchquerung des Standedge Tunnels auf dem Huddersfield Narrow Canal beschreibt sehr anschaulich Steve Haywood in seinem Buch “Narrowboat Dreams” (Summersdale Publishers 2008).

Published in: on 21. August 2010 at 08:19  Kommentare (1)  
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Englische Bücherstädte – Im Gefolge von Hay-on-Wye

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Die Mutter aller Bücherstädte weltweit war und ist Hay-on-Wye im Grenzgebiet von England und Wales, die “King Richard” Booth 1961 aus dem Boden stampfte. Der 1500-Seelen-Ort hat heute etwa 40 Antiquariate, die Besucher aus aller Welt anziehen.
Ohne bisher durchschlagenden Erfolg hat man versucht, im südlichen Wales eine zweite “booktown” zu gründen: Blaenavon. Vielleicht klappt es ja noch.

In Schottland gibt es Wigtown “Scotland’s National Book Town”, wo sich schon 20 Läden niedergelassen haben und wo es auch ein Buchfestival gibt (das nächste vom 24.09. bis 03.10.).

In England gibt es zurzeit zwei Orte, die Hay-on-Wye nacheifern. Da ist zuerst Sedbergh in Cumbria, am Rande des Yorkshire Dales National Parks gelegen, das sich 2003 “Book Town” nannte. Dort finden sich z.B. im Dales & Lakes Book Centre gleich mehrere Antiquariate unter einem Dach, aber auch weitere Läden buhlen im Ort um Kundschaft wie der Laden mit dem schönen Namen Sleepy Elephant Bookshop.

Englands zweite Bücherstadt ist Atherstone in Warwickshire, das früher durch ihre Hutmanufaktoren bekannt war. 2005 versuchte man auf den “Bücherstadtzug” aufzuspringen und der Amerikaner James Hanna, der schon Blaenavon in Konkurrenz zu Hay-on-Wye aufstellen wollte, gab Hilfestellung. Mittlerweile hat Hanna Atherstone wieder verlassen.

Fazit: Hay-on-Wye ist nach wie vor mit großem Abstand die Nummer Eins der britischen Bücherstädte.

Published in: on 20. August 2010 at 10:50  Hinterlasse einen Kommentar  
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Stand-up Comedians Teil 18 – Sarah Millican

Sarah Millican kommt aus dem Nordosten Englands und zwar aus South Shields (Tyne and Wear). Die 35jährige begann ihre Karriere als Stand-up Comedian im Alter von 29 Jahren und ihr bisheriger größter Erfolg dürfte der “if.comedy award” in der Kategorie “Best Newcomer” bei dem Edinburgh Festival Fringe 2008 gewesen sein. Dieses Kulturfestival, das jährlich im August stattfindet, soll das größte der Welt sein.
Doch auch in diesem Jahr ging es nicht schlecht für Sarah weiter, erhielt sie doch den Chortle Award in der Kategorie “Best Headliner”.

Wie viele andere ihrer Stand-up-Kolleginnen und Kollegen auch, trat sie in diversen Fernsehshows auf wie “8 out of 10 Cats” oder “Mock the Week”.
Ihre neue Tour führt sie vom 26. September in Oxford bis zum 21. Dezember nach Bridport.

Published in: on 19. August 2010 at 08:45  Hinterlasse einen Kommentar  
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Meine Lieblings-Pubs – The Coal Hole in London

91 Strand lautet die Adresse des in Westminster, London, gelegenen Pubs mit dem eigentlich nicht so ansprechenden Namen. “Coal holes” waren in den Bürgersteig eingelassene Öffnungen, in die man Kohle in die daruntergelegenen Keller schüttete. Von Kohlenstaub war natürlich im “Coal Hole“-Pub nichts zu sehen; es war allerdings sehr dunkel in den Räumen am frühen Abend. Wir genehmigten uns noch einen Drink vor einem Theaterbesuch.
Schwere schwarze Holzbalken zieren die sehr hohe Decke und es gibt einen sehr schönen verzierten Kamin neben der Bar.
“The Coal Hole” liegt sehr zentral in London im Gebäudekomplex des Savoy-Hotels und nur ein paar Schritte vom Savoy-Theater entfernt.
Die Öffnungszeiten: Täglich ab 10 Uhr durchgehend bis in den späten Abend.

Eine sehr empfehlenswerte Adresse für ein Pint, z.B. “Fuller’s London Pride”.

Published in: on 18. August 2010 at 08:54  Hinterlasse einen Kommentar  
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The Black and White Village Trail in Herefordshire – Hier findet man die perfekten englischen Dörfer

Herefordshire im Westen Englands ist eines der ländlichsten und am wenigsten besiedelten Counties, in dem die Landwirtschaft im Mittelpunkt steht. Das berühmte Hereford-Rind stammt von hier. Da die Verstädterung also noch nicht so weit vorgedrungen ist, gibt es in Herefordshire noch viele idyllische Dörfer und Kleinstädte. Die Firma Lilliput Lane (s. mein Beitrag vom 13.08.) würde hier jede Menge Anregungen bekommen.

Der Black and White Village Trail verbindet einige besonders schöne Dörfer miteinander und umfasst etwa 60 Kilometer. “Black and White” wurde die Rundstrecke genannt, weil man hier zahlreiche Fachwerkhäuser sehen kann, die besonders gut erhalten sind.
Die gut ausgeschilderte Tour beginnt in Leominster, wo man sich in der Touristeninformation am Corn Square eine Karte besorgen kann, und führt durch eine sehr reizvolle Landschaft mit Obstgärten und Rinderweiden. Hier wird Cider produziert, den man z.B. in Pembridge bei Dunkerton’s probieren kann. Viele gemütliche Pubs und Tearooms stehen am Wegesrand und die Dörfer Eardisland und Weobley zählen zu den schönsten Englands.
Hier ist England noch so wie man es sich vorstellt und wie es hoffentlich noch lange bleiben wird.

St. Brides’s Church in London – Wren, Jethro Tull, die Presse und eine Hochzeitstorte

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Welche Londoner Kirchen hat Sir Christopher Wren nach dem Großen Feuer von 1666 eigentlich nicht wieder erbaut? Er muss ein außerordentlich fleißiger Architekt gewesen sein. Auch die den Flammen zum Opfer gefallene Kirche St. Bride’s an der Londoner Fleet Street baute Wren wieder auf und diese wurde, da sie im Zentrum der englischen Pressewelt lag, zum “spiritual home of printing & the media“.

St.Bride’s ist mit 69 m Höhe eine der höchsten Londoner Kirchen und der Turm erinnert sehr stark an … ja, eine Hochzeitstorte. Der Konditor William Rich, der auf dem Ludgate Hill lebte und jeden Tag von seiner Küche aus auf den Turm von St. Bride’s blickte, hatte die Idee, eine in Auftrag gegebene Hochzeitstorte nach diesem (mehrschichtigen) Turm zu gestalten, mit großem Erfolg, denn noch heute zählt so eine Hochzeitstorte zu den Highlights jeder Feier.

Einen weiteren schwarzen Tag in ihrer Geschichte erlebte St. Bride’s am 29. Dezember 1940, als sie während des London Blitz schwer getroffen wurde. Dank des Einsatzes einiger Zeitungsmagnaten und zahlreicher Journalisten wurde die Kirche erneut aufgebaut und wird nun hoffentlich lange unversehrt stehen bleiben.

Die britische Gruppe Jethro Tull um den legendären Ian Anderson hat in der Kirche mehrere Konzerte gegeben, z.B. zu Weihnachten 2008 und die CD “Christmas at St Bride’s 2008″ kann man im Shop der Kirche erwerben.

Was gibt es noch über die Kirche zu berichten? Samuel Pepys, der berühmte Tagebuchschreiber (wie man die Blogger früher nannte :-) ) wurde hier 1633 getauft.
1764 kam es zu einem Streit zwischen Benjamin Franklin und König Georg III über die Kirchturmspitze von St. Bride’s, die von einem Blitz getroffen und auf einmal 2,40m kürzer war. Es ging um den Blitzableiter, der dort jetzt installiert werden sollte. Benjamin Franklin wollte ihn spitz zulaufend haben, während der König ein stumpfes Ende haben wollte. Die Presse mokierte sich über den Streit mit der Schlagzeile “A sharp witted colonist against a good, honest, blunt King George”.

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Published in: on 16. August 2010 at 08:44  Hinterlasse einen Kommentar  
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The World of James Herriot – Eine Hommage an den bekanntesten Tierarzt der Welt in Thirsk (North Yorkshire)

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Thirsk ist eine Kleinstadt in North Yorkshire mit drei Attraktionen: Sie liegt in der touristisch interessanten Region North York Moors, sie verfügt über einen Pferderennplatz und sie war die Heimat des wohl berühmtesten Tierarztes aller Zeiten, James Herriott, der hier seine Praxis hatte und in zahlreichen Büchern über seine Erlebnisse mit Menschen und Tieren schrieb.
Die BBC verfilmte in der Fernsehserie “All Creatures Great and Small” (1978-1990) in 91 Folgen das Leben James Herriotts: Die Serie läuft heute noch immer in einigen Dritten Programmen in Wiederholungen unter dem Titel “Der Doktor und das liebe Vieh“.

In der Kirkgate 23 war die Tierarztpraxis; heute steht dort “The World of James Herriot“, ein Museum, das dem Veterinär gewidmet ist.
Ich parkte mein Auto auf dem Marktplatz von Thirsk und begab mich in das nur wenige Meter entfernte Museum. Nachdem ich mit viel Vergnügen die meisten von Herriots Büchern gelesen hatte, wollte ich den Schauplatz der Handlung einmal näher in Augenschein nehmen.

Etwa 4000 Objekte werden hier ausgestellt und man hat vieles exakt so gelassen wie es in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts war. Auch Erinnerungsstücke an die BBC-Serie finden sich im Museum, so z.B. das Auto, das Christopher Timothy, der James Herriot verkörperte, fuhr, ein Austin 7.

Vom 1. bis zum 3. Oktober findet in Thirsk die 4. Herriot Convention statt, bei der alle Fans drei Tage lang die Gelegenheit haben, auf den Spuren ihres Idols zu wandern und sich z.B. in Durham das Theaterstück “All Creatures Great and Small” anzusehen, das dort im Gala Theatre aufgeführt wird.

“The World of James Herriot” ist ein sehr liebevoll gestaltetes Museum, das ich allen empfehlen kann, die die Bücher und die Filme des sympathischen Tierarztes mögen, der eigentlich James Alfred Wight hieß und von 1916 bis 1995 lebte. Ihm zu Ehren wurde im Münster von York nach seinem Tod ein Gedenkgottesdienst abgehalten, an dem 2000 Menschen teilnahmen.

Published in: on 15. August 2010 at 08:57  Kommentare (4)  
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Casper the Commuting Cat – Die Lieblingskatze der Busfahrer in Plymouth (Devon)

Die Geschichte klingt kaum glaublich, aber es war tatsächlich so: 4 Jahre lang stieg eine Katze täglich in die Buslinie Nummer 3 in Plymouth ein, fuhr mit  bis zum Ende der Linie, wieder zurück und stieg dort wieder aus, wo sie eingestiegen war, direkt vor der Haustür ihrer Besitzerin Sue Finden.
Die Fahrgäste und die Busfahrer liebten das Tier, das sich mit den anderen Buspassagieren geduldig an der Haltestelle in die Warteschlange einreihte.

Casper wurde zum Makottchen der Busgesellschaft First Devon and Cornwall und die Medien wurden bald auf die Geschichte aufmerksam, die sich weltweit verbreitete.
Mitte Januar diesen Jahres wurde Casper von einem Auto überfahren und starb. Die Busfahrer der Linie 3 und die regelmäßigen Fahrgäste waren traurig und es kamen Beileidskundgebungen aus der ganzen Welt.

Caspers Besitzerin Susan Finden hat jetzt ein Buch veröffentlicht, in dem sie die Geschichte ihrer Katze aufgeschrieben hat: “Casper the Commuting Cat : The True Story of the Cat Who Rode the Bus and Stole Our Hearts” (Simon & Schuster).

Published in: on 14. August 2010 at 07:41  Kommentare (3)  
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The Garlic Festival in Newchurch (Isle of Wight) – Für Vampire nicht geeignet

Wer mit den obligatorischen Ausdünstungen des Genusses von Knoblauch seine Probleme hat, sollte am 14. und 15. August die Isle of Wight meiden und großräumig umfahren, denn an diesem Wochenende findet wieder das Garlic Festival statt. Wer immer schon einmal Knoblauchbier oder Knoblaucheis probieren wollte, kommt hier voll auf seine Kosten.

Mehr als 300 Stände werden auf dem Gelände in Newchurch, zwischen Sandown und Newport,  aufgebaut und darüber hinaus gibt es noch jede Menge Unterhaltung für die ganze Familie.

Die Isle of Wight exportiert mehr Knoblauch als ganz Frankreich und Pariser Spitzenköche setzen die Knolle gern in ihren Restaurants ein.
Wem das Garlic Festival zu trubelig ist, kann außerhalb dieses Wochenendes jederzeit die ganz in der Nähe liegende Garlic Farm aufsuchen, in deren Shop man auch alles rund um Knoblauch kaufen kann.

Die Garlic Farm bei Newchurch. - © Copyright Steve Daniels and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Published in: on 13. August 2010 at 14:10  Hinterlasse einen Kommentar  
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Lilliput Lane – Ein Hauch von heiler Welt aus Skirsgill (Cumbria)

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Zugegeben: Ich liebe heile Welt. Ich liebe die Bilderbuchdörfchen in England mit dem Pub, der vielleicht The Royal Oak heißt, dem kleinen Postamt daneben und The Old Rectory, in dem der Vikar des Ortes in seiner Bibliothek die Sonntagspredigt vorbereitet. 
So ein Miniaturdorf  kann man sich in seinem Wohnzimmer mit Hilfe der Firma Lilliput Lane selbst zusammenbauen, denn hier bekommt man alles, was man dafür braucht.
Seitdem David Tate 1982 in Skirsgill (Cumbria) mit einigen Gleichgesinnten begann, das architektonische Erbe Englands in Miniaturform festzuhalten, und seine kleine Firma Lilliput Lane nannte, begann die Erfolgsstory. Die kleinen Miniaturen wurden weltweit verkauft und entwickelten sich zu Sammlerobjekten. Das Schönste an der Sache: Lilliput Lane produziert nach wie vor in Skirsgill im Lake District, wo die kleinen Gebäude von Hand bemalt werden. Wo gibt es das noch? Nicht Li und Ming aus Shangsi stellen die Produkte am Fließband her, sondern George und Ann aus Skirsgill.

Die Häuser und Kirchen von Lilliput Lane werden überwiegend nach echten Vorbildern angefertigt, so gibt es z.B. im Katalog 2010 “The Old Schoolhouse in Bishopsbourne”, “The Cockington Forge in Winter” oder das “Mow Cop Castle” zu kaufen, alles nicht ganz billig, aber wenn man bedenkt, dass alles handgefertigt ist, stimmen die Preise schon, die bei rund 20 EURO beginnen und durchaus in dreistellige Regionen vordringen (das Ensemble “Holiday on Ice” mit beleuchtetem Häuschen liegt bei 280 EURO).

Lilliput Lane ist Miss-Marple-Country; hier stimmt noch alles. Weit und breit keine Hoodies aus Liverpool oder Chavs aus Manchester. This is a Neighbourhood Watch Area!

Published in: on 13. August 2010 at 08:14  Kommentare (1)  
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Leona Lewis – I got you

 

Author: Steven Braganza. - This work has been released into the public domain by its author, Steven Braganza. This applies worldwide.

Ich finde, die Engländerin Leona Lewis ist zurzeit eine der besten Sängerinnen des Königreichs mit einer außerordentlich kräftigen und in Erinnerung bleibenden Stimme.
Bekannt wurde die aus dem Londoner Stadtteil Islington stammende Sängerin in ihrem Heimatland 2006 als Siegerin der 3. Staffel des Talentwettbewerbs “The X Factor“. Die Firma Sony bot ihr sofort einen mit einer Millionen Britischen Pfund dotierten Plattenvertrag an und die Karriere begann.
Ihr erstes Album “Spirit“  wurde zum meistverkauften Album des Jahres 2007 in Großbritannien und Irland und die Single “Bleeding love” erreichte den Spitzenplatz der Charts in über 30 Ländern.

Der Titel “I got you” stammt aus Leona Lewis’ zweitem Album “Echo” und das dazugehörende Musikvideo wurde in Venice Beach in Kalifornien gedreht.

Hier ist das Video zu sehen.

Published in: on 12. August 2010 at 08:31  Hinterlasse einen Kommentar  
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The Feathers Hotel in Ludlow (Shropshire)

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The most handsome inn in the world“, wie die New York Times das Hotel einmal bezeichnete, steht stolz über der Homepage des Feathers Hotel in Ludlow in der Grafschaft Shropshire. Ludlow gehört zu den englischen Städten, die man als “picture-perfect” bezeichnet, also mit vielen alten, gut erhaltenen Häusern.
Bei meinem Aufenthalt in Ludlow musste ich einfach im Feathers Hotel übernachten, denn das Gebäude im Stadtzentrum sieht wirklich toll aus.
Das Hotel, dessen älteste Teile aus dem Jahr 1619 stammen, verfügt über 40 Zimmer, davon 4 mit Himmelbetten. Unseres war gemütlich eingerichtet und verfügte über alle Annehmlichkeiten, die man von einem Hotel dieser Art erwartet. Auch das Restaurant erfüllte unsere Erwartungen.
Nach dem Abendessen kann man in “The most perfect town in England“, so John Betjeman, noch sehr angenehm bummeln und sich die wunderschönen Häuserfassaden ansehen.

Die Übernachtungspreise im Feathers Hotel bewegen sich im Rahmen von etwa £95.00 für ein einfaches Doppelzimmer bis zu £175.00 für ein luxuriöses Himmelbettzimmer. Am Wochenende liegen die Preise wie in den meisten englischen Hotels höher.

Ludlow gehört zu den “Slow Food Towns“. “Slow Food“ steht  für genussvolles, bewusstes und regionales Essen und ist eine Gegenbewegung zum Trend des uniformen, globalisierten und genussfreien Fast Food.

Ein Besuch in Ludlow und im Feathers Hotel sind sehr zu empfehlen!

 

Published in: on 11. August 2010 at 08:05  Kommentare (1)  
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Jaguar XJ 220 – Ein Sportwagen der Extraklasse

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284 Exemplare des Supersportwagens Jaguar XJ 220 wurden zwischen 1992 und 1994 in Bloxham bei Banbury (Oxfordshire) gebaut. Der 542 PS-starke Motor beschleunigte in 3,7 Sekunden von Null auf 100. Zu den ersten Kunden des neuen Sportwagens zählten u.a.  der Sultan von Brunei und Elton John.
Ich habe lediglich einmal einen XJ 220 gesehen, der bei Opel-Dürkop in Braunschweig vor vielen Jahren zum Verkauf stand. Ein beeindruckendes Auto.

Leider wurde aus dem sportlichen Gefährt bald ein Flop, da Jaguar Veränderungen vornahm, die die Kunden verärgerten. So spendierte man dem Wagen nicht wie angekündigt Flügeltüren, auch gab es keinen Allradantrieb und aus dem 12-Zylindermotor, wurde ein 3,5-Liter 6-Zylinder mit zwei Turboladern. Und das alles kostete damals rund eine Million D-Mark.

Der Jaguar XJ 220 heißt übrigens so, weil er eine Spitzengeschwindigkeit von 220 Meilen (ca 350 km/h) erreichte.
Zurzeit werden in Deutschland 4 gebrauchte Fahrzeuge dieses Typs bei Mobile.de angeboten; von 160 000 bis 219 000 EURO.

Trotz allem: Ich finde den Wagen atemberaubend.

Author: Stahlkocher. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license

Published in: on 10. August 2010 at 10:57  Hinterlasse einen Kommentar  
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Sir Edwin Landseer und die Löwen vom Trafalgar Square

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Kinder lieben sie, die vier Bronzelöwen vom Trafalgar Square mitten in London. Gerne klettern sie auf ihnen herum und lassen sich dabei von ihren Eltern fotografieren.
Die vier mächtigen Löwen liegen zu Füßen der Nelsonsäule und wurden dort 1867 platziert. Ihr “Erzeuger” war der Maler und Bildhauer Sir Edwin Landseer (1802-1873), der mit dem Auftrag, die Löwen zu erschaffen, seine Probleme hatte. Er kriegte die Ähnlichkeit einfach nicht hin, und so ließ er sich aus dem Londoner Zoo ein totes Tier in sein Studio schicken. Dann klappte es besser, aber es dauerte und dauerte. Die Presse machte sich schon über die Verzögerung der Auftragsarbeit lustig und Wetten wurden abgeschlossen, ob es die Löwen wohl jemals bis zum Trafalgar Square schaffen würden.

Nachdem sie nun ihren endgültigen Ruheplatz (Ruhe am Trafalgar Square?) gefunden hatten, wurden sie auch schon wieder kritisiert. Ein Fachmann, der Löwenmaler John Trivett Nettleship moserte:
“”The Trafalgar Square lions must be quietly damned, because, pretending to be done from nature, they absolutely miss the true sculptural quality which distinguishes the leonine pose, and because a lion couched like that has not a concave back like a greyhound, but a convex back, greatly ennobled in line from the line of a cat’s back in the same position.”

Die Firma Morris Singer Art Foundry, die die Löwen damals in Bronze goss, musste übrigens im Mai diesen Jahres Insolvenz anmelden.

Die Legende sagt, dass, wenn der Big Ben 13mal schlägt, die Löwen zum Leben erwachen würden, was im Dezember 2008 tatsächlich passierte: Einer von ihnen begann zu sprechen. Mit Hilfe von digitaler Animation, Projektionen und Toneinspielungen warb Mr. Lion für die vorweihnachtlichen Angebote der Stadt London. Anschließend verfiel er wieder in seinen bronzenen Schlaf und wartete auf den nächsten 13. Glockenschlag von Big Ben.

Published in: on 9. August 2010 at 13:03  Kommentare (2)  
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Hovis Commercial – Der beliebteste Werbespot aller Zeiten

Author: Richard George. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license

Eigentlich hasse ich ja Werbespots und schalte sofort den Ton aus, wenn sie auf dem Bildschirm erscheinen, aber ich muss zugeben, dass es hin und wieder einige Juwelen darunter gibt, die wirklich gelungen sind.

Der beliebteste Werbespot aller Zeiten in England stammt von der Brotfirma Hovis und wurde 1973 von Ridley Scott gedreht, dem heute berühmten Regisseur, der zuletzt in diesem Jahr mit “Robin Hood” für Aufmerksamkeit sorgte.
Scott war damals natürlich noch nicht so bekannt und verdiente sich mit Werbespots sein Geld, von denen er etwa 2000 drehte.
In der Hovis-Werbung schiebt ein Junge sein mit Broten beladenes Fahrrad eine steile Dorfstraße hinauf, begleitet von Dvoraks Sinfonie “Aus der Neuen Welt”. Der Brotjunge war der damals 13jährige Carl Barlow, heute Feuerwehrmann. Den Bäcker spielte Bill Maynard, den man aus der später gedrehten ITV-Serie “Heartbeat” kennt.
Wo der Werbespot gedreht wurde, ist unschwer zu erkennen, es war der Gold Hill in Shaftesbury (Dorset), eine der am häufigsten fotografierten Straßen Englands. Hier ist der Spot “Bike Ride“:

2008 brachte die Firma einen neuen, ähnlichen Werbefilm für ihr Brot heraus: “Go on lad“, ein aufwändig in Liverpool produziertes Commercial:

So kann selbst Werbung Spaß machen!

Published in: on 8. August 2010 at 08:25  Hinterlasse einen Kommentar  

Queen Mary’s Dolls’ House im Windsor Castle (Berkshire)

Copyright Rob Sangster. - Unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe lizenziert.

Das Windsor Castle in Berkshire ist nicht nur eines der berühmtesten und größten aller englischen Schlösser, es beherbergt auch eine besondere Sehenswürdigkeit, nämlich Queen Mary’s Dollhouse.
Sir Edward Lutyens, einer der namhaftesten Architekten seiner Zeit, entwarf das Puppenhaus 1924 im Maßstab 1:12 für die Gemahlin Georgs V.
Ewa 1500 Personenen arbeiteteten daran mit und in dem (nicht zum Spielen geeigneten Haus) funktioniert wirklich alles. Das Grammophon spielt, der Wein in den Flaschen ist echt, es gibt fließendes Wasser, die Fahrstühle bewegen sich. Die winzigen Bücher in der Bibliothek wurden extra für das Doll’s House geschrieben u.a. von Rudyard Kipling, Thomas Hardy und G.K. Chesterton. Auch sämtliche Bilder an den Wänden wurden speziell für das Puppenhaus gemalt. Die Räumlichkeiten sind natürlich auch alle beleuchtet.

Die miniaturisierten Autos in der Garage wurden entweder von den betreffenden Unternehmen selbst hergestellt oder von professionellen Modellbauern.

Mein Buchtipp – Tom Parker Bowles: Full English

Tom Parker Bowles ist der Sohn von Camilla, Duchess of Cornwall und Ehefrau von Prince Charles. Er hat sich einen Namen als Journalist gemacht, der sich hauptsächlich mit dem Thema Ernährung beschäftigt und schreibt für mehrere britische Zeitungen.
In seinem Buch “Full English: A journey through the British and their food” (Ebury Press 2009) beschäftigt er sich mit den britischen Essgewohnheiten. Er nimmt sich die einzelnen Regionen vor und bringt so einiges Interessante ans Tageslicht, z.B. die Vorliebe einiger Engländer für Innereien (offal), stellt Englands Lieblingsgericht Nummer Eins vor, Chicken Tikka Masala, und beschäftigt sich mit der Herstellung des Cheddar-Käses.

Am jeweiligen Kapitelende bringt er einige für die Region typische Rezepte zum Nachkochen. Für den Norden z.B. “Lancashire Hotpot”, für den Westen “Pigeons in cider with apples” und für den Osten “Stephen Harris’ angels on horseback”.
Ein interessantes, angenehm zu lesendes Buch!

Published in: on 6. August 2010 at 19:02  Hinterlasse einen Kommentar  
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Tragischer Tod von 28 Kindern und Lehrern am 29.09.1942 in Petworth (West Sussex)

Petworth heute. - © Copyright Basher Eyre and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Zufällig stieß ich auf eine Information, die mich nachhaltig beschäftigte, obwohl sie schon fast 68 Jahre alt ist.
Am 29. September 1942 ließ ein deutsches Flugzeug auf dem Rückflug von einem Einsatz drei Bomben auf die Kleinstadt Petworth in West Sussex fallen. Warum? In Petworth gab es keine militärischen Anlagen. Der Ort wird vom Petworth House dominiert, ein schönes großes Haus aus dem 17. Jahrhundert. Man vermutete, dass die Bomben diesem Gebäude galten. Aber warum so ein schönes Haus zerstören?
Eine der Bomben traf die Boys School. Von den anwesenden 80 Schülern und Lehrern, die durch keinen Fliegeralarm gewarnt wurden, starben 28, darunter auch der Headmaster und eine Lehrerin. Die Kinder hatten keine Chance, viele wurden schwer verwundet. Ein Trauma, unter dem die kleine hübsche Stadt lange zu leiden hatte.
Die verantwortlichen deutschen Flieger an Bord der Ju88 oder Heinkel 111, es ist nicht ganz klar, welcher Flugzeugtyp es war, wurden nie ermittelt, obwohl im Internet zwei Namen kursieren. Ob sich diese beiden Männer jemals Gedanken darüber gemacht haben, was sie da angerichtet hatten? Sie wurden nicht angegriffen, und sie konnten sicher sein, dass sie mit ihren Bomben ausschließlich Zvilisten töten würden.

Die 28 Opfer wurden in einem gemeinsamen Grab auf dem Horsham Road Cemetery beigesetzt. Die Feier leitete der Bischof von Chichester. Eine Gedenkfeier fand 60 Jahre später statt, die auch wieder von einem Bischof von Chichester zelebriert wurde.
Das Grab wird regelmäßig gepflegt, während der restliche Teil des Friedhofs, der nicht mehr benutzt wird, langsam verfällt.

Das Grab für die 28 Bombenopfer auf dem Horsham Road Cemetery

Published in: on 5. August 2010 at 07:57  Hinterlasse einen Kommentar  
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P.D. James wird heute 90 Jahre alt

Phyllis Dorothy James, Baroness James of Holland Park, kurz P.D. James, wird heute 90 Jahre alt. Die in Oxford geborene Krimiautorin gehört zu den ganz Großen des Genres in Großbritannien und hat noch mit 88 Jahren ihren letzten Krimi geschrieben “The Private Patient“, der unter dem Übersetzungstitel “Ein makelloser Tod” im vergangenen Jahr in Deutschland erschien. Ein Sachbuch mit dem Titel “Talking About Detective Fiction” wurde 2009 veröffentlicht und ist bisher noch nicht übersetzt worden.
Aber: Sie arbeitet derzeit schon wieder an einem neuen Roman.

Commander Adam Dalgliesh von der Londoner Metropolitan Police ist der Protagonist in den meisten Krimis von P.D. James, ein Gentleman Detective mit einer Vorliebe für Poesie.

An Preisen hat die Engländerin so ziemlich alles bekommen, was in der Krimiwelt zählt, z.B. den  Grandmaster Award der Mystery Writers of America und den CWA Cartier Diamond Dagger.

Heute lebt die 1991 von der Queen geadelte mehrfache Groß- und Urgroßmutter in London und ihrer Geburtsstadt Oxford. Ihren 90. Geburtstag feiert sie an Bord der Queen Mary II auf dem Weg von New York nach England. Auf dem Hinweg musste sie schon 600 ihrer Bücher signieren; auf dem Rückweg werden es bestimmt noch einmal so viel.

Ein Porträt der Krimiautorin hängt übrigens in der Londoner National Portrait Gallery, 1996 von Michael Taylor gemalt.

Published in: on 3. August 2010 at 09:02  Hinterlasse einen Kommentar  
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Britmovietours in London – Auf zu den Drehorten berühmter Filme

Wer sich dafür interessiert, wo berühmte Filme in London gedreht wurden, hat die Möglichkeit, sich das von einem komfortablen Bus aus anzusehen.
Die Firma Britmovietours bietet solche Touren quer durch London an. Die dreistündigen Touren kosten £31 für Erwachsene und  £26 für Kinder von 3-12 Jahren und führen zu 40 Drehorten, alles in einem vollklimatisierten Mini-Bus.

Auf der “London Movie Locations and TV Tour” werden u.a. die Schauplätze der Filme
-  DaVinci Code 
-  Bridget Jones
-  Sherlock Holmes
-  Vier Hochzeiten und ein Todesfall
-  Harry Potter…
angesteuert.

Wenn man die Drehorte passiert, sieht man an Bord des Buses auf einem Fernsehgerät die entsprechenden Filmausschnitte.
Wem das alles noch nicht ausführlich genug ist, kann mit der gleichen Firma Spezialtouren buchen, z.B. eine Harry-Potter-Tour, eine Sherlock-Holmes-Tour oder eine James-Bond-Tour. Natürlich kommt man bei den Fahrten auch an vielen anderen Londoner Sehenswürdigkeiten vorbei.

Published in: on 2. August 2010 at 18:31  Kommentare (1)  
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