In Deutschland gibt es sie nicht, die von sogenannten Belisha Beacons gesicherten Fußgängerüberwege. Wer schon einmal in England war, kennt diese Zebrastreifen, auf die nicht wie in Deutschland ein entsprechendes Schild aufmerksam macht, sondern zwei blinkende Kugelleuchten, die auf beiden Seiten der Straße stehen. Bei Sonnenlicht kaum zu sehen, bei Dunkelheit aber sehr wohl, blinken die Belisha Beacons im Sekundentakt und Autofahrer haben hier zu warten, bis die Fußgänger die Straße überquert haben, was auch fast immer gut klappt.
Benannt wurden die Warnleuchten nach Leslie Hore-Belisha (1895-1957), der von 1934 bis 1937 Verkehrsminister war, und sich vehement für die Sicherheit von Fußgängern einsetzte. Bei Autofahrern war er nicht so beliebt, da er Geschwindigkeitsbegrenzungen und den Führerscheintest einführte, wodurch die Zahl der Verkehrsunfälle drastisch gesenkt wurde.
Andere Formen von Fußgängerüberwegen sind:
Pelican Crossing -> ampelgeregelte Überwege, die man selbst durch Druckknöpfe auslöst (abgeleitet von PELICON = Pedestrian light controlled)
Puffin Crossing -> so ähnlich wie Pelican Crossing, nur dass die Rot-Grün-Ampel für die Fußgänger auf der gleichen Straßenseite ist und nicht auf der gegenüberliegenden, was besonders für Menschen mit Sehproblemen wichtig ist
Toucan Crossing -> hier können Fußgänger und gleichzeitig auch Radfahrer die Straße überqueren (Toucan = two can, also zwei können gleichzeitig)
Pegasus Crossing -> hier können Fußgänger und gleichzeitig auch Reiter die Straße überqueren, wobei die Reiter eigene Druckknöpfe zum Auslösen der Ampel in etwa zwei Meter Höhe haben und die Rot-Grün-Männchen durch Rot-Grün-Pferde ersetzt sind.
Es gab einmal einen Pub in Rainham in Kent, der Belisha Beacon hieß, der aber nicht mehr existiert.
Hier ist ein witziger Film aus dem Jahr 1948, der zeigt wie man eine Straße überqueren bzw. nicht überqueren soll.


































