Heute vor 50 Jahren in den britischen Charts – The Springfields: Island of dreams

Springfields

Ein Pop-Folk-Trio namens The Springfields war Anfang der 1960er Jahre in den britischen Charts mehrmals anzutreffen. Bestehend aus Dusty Springfield, ihrem Bruder Tom und Tim Feild hatten die drei von 1960 bis 1964 einige Hits wie “Silver threads and golden needles”, “Say I won’t be there” und “Island of dreams”. Tom und Dusty Springfield waren nicht die richtigen Namen, eigentlich hießen sie Dionysius P. A. O’Brien bzw. Mary Isobel Catherine Bernadette O’Brien, aber so richtig zugkräftig waren diese Namen im Musikgeschäft nicht.

1962 verließ Feild die Gruppe, dafür kam Mike Hurst dazu. Irgendwie erinnerten die Springfields an das US-Trio Peter, Paul and Mary, die zur gleichen Zeit mit Hits wie “Puff the magic dragon” Erfolge feierten. Tom Springfield wollte eigentlich an der Folk-Ausrichtung der Band festhalten, was aber auf Widerstand bei seiner Schwester stieß, die mehr zu Pop tendierte. Die Folge war, dass sich die Formierung im Oktober 1963 auflöste, was sie bei einem Auftritt während der Show “Sunday Night at the Londoner Palladium” bekanntgab. Zwei Singles erschienen noch 1964, aber das war es dann auch.

Dusty Springfield begann ab 1964 eine großartige internationale Karriere. Sie starb viel zu früh im Alter von 59 Jahren an Brustkrebs (s. dazu auch meinen früheren Blogeintrag).
Tom Springfield schrieb einige sehr erfolgreiche Songs für die Searchers wie “I’ll never find another you”, “A world of our own” und “Georgy girl”. Seine beiden Soloalben aus den späteren 1960er Jahren hinterließen keine Spuren in der Musikgeschichte.
Tim Feild wechselte das Genre und schrieb unter dem Namen Reshad Feild Bücher über Sufismus.
Mike Hurst ging unter die Produzenten, arbeitete mit Marc Bolan zusammen, entdeckte Cat Stevens und führte die Band Showaddywaddy zum Erfolg.

Hier ist der wohl größte Hits der Springfields in Großbritannien zu hören “Island of dreams”.

Published in: on 1. Februar 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Heinz: Just like Eddie

Heinz

Es ist fast fünfzig Jahre her, als in den britischen Charts ein Song mit dem Titel “Just like Eddie” auftauchte, gesungen von jemandem, der sich nur “Heinz” nannte; kein besonders gebräuchlicher Vorname in England. Heinz Henry George Schwarz, so sein vollständiger Name, wurde 1942 in Detmold geboren und zog im Alter von sieben Jahren mit seiner Mutter nach England, wo er in Eastleigh in Hampshire aufwuchs. Joe Meek, ein in den 1960er Jahren erfolgreicher Plattenproduzent, wurde auf den jungen Deutschen aufmerksam, der damals in einem Lebensmittelladen in Southampton arbeitete. Meek nahm ihn mit nach London und setzte ihn in seiner Band The Tornados ein, die 1962 einen Welt-Hit mit “Telstar” hatte. 2008 erschien der Film “Telstar: The Joe Meek Story“, in dem Heinz von JJ Feild gespielt wurde. Hier ist der Trailer.

Joe Meek förderte Heinz (oder Heinz Burt wie er sich auch nannte) mit allen Mitteln (er soll sich in ihn verliebt haben) und drängte ihn zu einer Solokarriere. Nachdem er die Tornados verlassen hatte, debütierte er mit der Single “Dreams do come true“, ein Flop. Erst mit seiner zweiten Single “Just like Eddie” (hier zu hören) konnte Heinz in die britischen Charts einsteigen. Der Song war ein Tribut an Eddie Cochran; die Leadgitarre spielte hier übrigens Ritchie Blackmore, der später mit Deep Purple eine internationale Karriere startete.

Traurigerweise blieb es bei dem einen Charterfolg; danach kam nicht mehr viel. Heinz’ Protégé Joe Meek erschoss sich 1967, wie man vermutete aus Liebeskummer, weil sich Heinz von ihm getrennt hatte. Der Sänger nahm noch einige Singles auf, die aber alle an den Erfolg von “Just like Eddie” nicht anknüpfen konnten.

Heinz erkrankte später an multipler Sklerose und starb am 7. April 2000 in Weston, einem Vorort von Southampton.
Eastleigh, die Stadt, in der Heinz aufwuchs, ehrte ihn, indem sie eine kleine Sackgasse nach ihm benannte, die Heinz Burt Close.

 

Published in: on 28. Dezember 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Musikvideo – Keane: Sovereign Light Café

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Malc McDonald

Das kleine Sovereign Light Café am Strand des Seebades Bexhill-on-Sea in East Sussex, zwischen Hastings und Eastbourne gelegen, hätte es sich wohl auch nicht träumen lassen, dass es einmal Gegenstand eines Songs werden würde. Die Rockband Keane, die aus dem nahegelegenen Ort Battle stammt, hat den Song “Sovereign Light Café”  geschrieben, der in diesem Jahr auf ihrem aktuellen Album “Strangeland” erschien und als Single ausgekoppelt wurde. Das dazugehörige Musikvideo hat Keane selbstverständlich auch in Bexhill-on-Sea aufgenommen. Im Text heißt es:

Go down to the rides on East Parade,
by the lights of the Palace Arcade
Watch night coming down on the Sovereign Light Café
Go down to the bandstand on the pier
Watch the drunks and the lovers appear
Take time, just the stars at the Sovereign Light Café

Wer das Sovereign Light Café einmal aufsuchen möchte, der findet es an der West Parade, das ist die B2182, direkt am Strand, und was gibt es hier u.a. zu essen? Natürlich Fish & Chips.
Hier ist das Musikvideo zu sehen.

Die West Promenade in Bexhill-on-Sea.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Malc McDonald

The Streets of London Teil 1: Ralph McTell und sein gleichnamiger Song

The Streets of London.
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Zu meinen Lieblingsbüchern in meiner Bibliothek gehört das Monumentalwerk “Dictionnaire Historique des Rues de Paris” von Jacques Hillairet, der darin sämtliche Straßen von Paris (meiner zweiten “großen Liebe” neben England) auflistet und näher beschreibt. Ein großartiges Buch!

Der 1944 in Farnborough in Kent geborene Sänger Ralph McTell zog in den 1960er Jahren quer durch Europa und arbeitete als “busker“, also als Straßensänger, auch sehr gern in Paris. Die Armut vieler Menschen, der er dort begegnete, wollte er in einem Song mit dem Titel “The Streets of Paris” dokumentieren. Da er aber den Parisern nicht zu nahe treten wollte, entschied er sich dafür, seinen Song “The Streets of London” umzubenennen, denn auch in der britischen Hauptstadt gab/gibt es viele obdachlose und arme Menschen.

Eigentlich sollte das Lied Bestandteil von Ralph McTells ersten Album “Eight Frames a Second” sein, aber er empfand es selbst als so düster und deprimierend, dass er davon Abstand nahm. Erst auf seinem nächsten Album “Spiral Staircase“, das 1969 erschien, sollte dann der Song zu finden sein. 1974 veröffentlichte man “The Streets of London” als Single, mit sehr großem Erfolg, auch in Deutschland.

Von dem englischen Sänger hat man in Deutschland seitdem nicht mehr viel gehört,  in seinem Heimatland ist er aber noch sehr aktiv und geht gern auf Tour. Am 4. Oktober beginnt seine neue Tour in Runcorn in Cheshire, die am 8. Dezember in der Londoner Cadogan Hall zu Ende geht.

So how can you tell me you’re lonely,
And say for you that the sun don’t shine?
Let me take you by the hand and lead you through the streets of London
I’ll show you something to make you change your mind

Das ist der Refrain von Ralph McTells “The Streets of London”, das die dunkle Seite der Hauptstadt beschreibt; auch heute noch, nach vielen Jahrzehnten, aktuell.

Ein vergleichbares Lexikon über die Straßen von London wie das oben erwähnte von Paris gibt es leider nicht. Am nähesten kommt da die ebenfalls großartige “The London Encyclopedia“, die aber bei weitem nicht alle Londoner Straßen umfasst.

Hier ist Ralph McTells “The Streets of London” zu hören.

Eine Notiz am Rande: Ralph McTell wurde nach dem britischen Komponisten Ralph Vaughan Williams (s. hierzu meinen Blogeintrag) benannt, bei dem sein Vater als Gärtner arbeitete.

Alma Cogan “The Girl with the Laugh in her Voice” – Eine kleine Erinnerung

Hier an der Kensington High Street fanden Alma Cogans legendäre All-Night Parties statt. Eine blaue Plakette am Wohnhaus erinnert an die Sängerin.
Foto mit freundlicher Genehmigung von The Daily Constitutional – the blog of London Walks®, London’s only multi-award-winning walking tour company www.londonwalkblog.blogspot.com

Ist sie eigentlich schon ganz in Vergessenheit geraten, die schon mit 34 Jahren viel zu früh verstorbene Sängerin Alma Cogan aus London, die auch in Deutschland eine Handvoll Hits hatte?

Ihre erste Single wurde 1952 veröffentlicht auf denen die beiden Songs “To Be Worthy Of You” und “Would You” zu hören waren. Von 1954 bis 1960 gelang es ihr achtzehn Mal, in die britischen Charts zu kommen, wodurch sie in diesem Jahrzehnt zu den beliebtesten und erfolgreichsten Sängerinnen auf der Insel zählte. “Dreamboat”, “Never Do the Tango With an Eskimo”, “I Can’t Tell a Waltz from a Tango” und “Sugartime” waren nur einige ihrer Chartserfolge.

Alma Cogan wohnte in London an der Kensington High Street. 44 Stafford Court lautete die exakte Adresse, wo sie mit Mutter und Schwester ein Apartment besaß. Hier fanden die berühmten “All-Night Parties” statt, die von den Größen des Unterhaltungsgeschäfts besucht wurden: Roger Moore, Cary Grant, Audrey Hepburn, Sammy Davis jr  um nur einige zu nennen. Auch die Beatles waren häufig in Cogans Apartment in Kensington zu Gast und es war hier, dass Paul McCartney erstmals die Melodie zu seinem berühmten “Yesterday” spielte.

Mitte der 1960er Jahre erkrankte Alma Cogan an Krebs. Auf einer Tournee durch Schweden ging es dann nicht mehr weiter. Die Sängerin brach zusammen und wurde ins Londoner Middlesex Krankenhaus gebracht, wo sie schließlich am 26. Oktober 1966 starb. Ihr Grab findet sich auf dem Jüdischen Friedhof von Bushey in der Grafschaft Hertfordshire.

Hier sind zur Erinnerung:
- das wohl bekannteste Lied von Alma Cogan in deutscher Sprache: “So fängt es immer an
- “Hello Young Lovers
- “Start of the Blues

Das Buch zum Artikel:
Sandra Caron: Alma Cogan – A Memoir. Bloomsbury Publishing 1991. 192 Seiten. ISBN 978-0747509844. (Sandra Caron ist Almas jüngere Schwester)

Heute vor 50 Jahren in den britischen Charts: “Wonderful Land” von den Shadows

Im März 1962 standen die Shadows, Cliff Richards Begleitband, wieder einmal ganz oben in den britischen Charts mit “Wonderful Land“, einem wirklich wunderschönen Titel, einer Hommage an die USA.
Geschrieben wurde das Stück von Jerry Lordan (1934-1995), einem englischen Komponisten, der auch für den wohl bekanntesten Song der Shadows, nämlich “Apache“, verantwortlich war.
1961 wurde “Wonderful Land” aufgenommen und zwar in der Shadows-Besetzung Hank Marvin, Bruce Welch, Jet Harris und Tony Meehan. Die letzten beiden sollten bald durch Brian Bennett und Brian Locking ersetzt werden.

Acht Wochen lang stand die Platte auf Platz 1 der britischen Charts, bis sie von einem anderen Instrumentaltitel verdrängt wurde, von “Nut Rocker” der US-Band B. Bumble & The Stingers.

1980 spielte Mike Oldfield eine Coverversion von “Wonderful Land” ein und 1993 nahm “Shadow” Hank Marvin zusammen mit Mark Knoepfler noch einmal Jerry Lordans Song auf (hier zu hören).

Hier ist “Wonderful Land” in der Originalbesetzung zu sehen und zu hören.

Published in: on 16. März 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Die britischen Charts – Heute vor 50 Jahren

Cliff Richard: Stand auf Platz 1 der britischen Charts Mitte Januar 1962. - Author: Allan Warren. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Hier ist eine Übersicht über die zehn beliebtesten Songs in der zweiten Woche des Januars im Jahr 1962. Einige sind auch heute noch hin und wieder im Radio zu hören, einige sind ganz von der Bildfläche verschwunden.

Platz 1: Cliff Richard – The Young Ones
Titelmelodie aus dem gleichnamigen Film; Cliff Richards dritter Filmauftritt.

Platz 2: Mr Acker Bilk – Stranger On the Shore
Der größte Erfolg des Jazzklarinettisten Bernard Stanley Bilk aus Somerset, der sich nur kurz Mr Acker Bilk nannte.

Platz 3: Danny Williams – Moon River.
Danny Williams stammte aus Südafrika. Seine Version des Henry Mancini-Hits war sein größter Erfolg. Er starb 2005.

Platz 4: Sandy Nelson – Let There Be Drums
Der US-Amerikaner Sandy Nelson war ein großartiger Schlagzeuger, dessen Instrumentalhits in den 1960er Jahren häufig in den internationalen Charts zu finden waren.

Platz 5: Billy Fury - I’d Never Find Another You
Ronald William Wycherley alias Billy Fury kam aus der Liverpooler Musikszene und starb bereits 1983.

Platz 6: Neil Sedaka - Happy Birthday, Sweet Sixteen
Einer der ganz großen Sänger und Songschreiber aus den USA, der über 1000 Songs für zahllose andere Sänger schrieb.

Platz 7: Pat Boone – Johnny Will
Der Amerikaner mit der sanften Stimme, Nachkomme des amerikanischen Pioniers Daniel Boone.

Platz 8: Kenny Ball & His Jazzmen – Midnight in Moscow
Trompeter und Bandleader, der auch heute noch hin und wieder bei Oldie-Festivals auftritt.

Platz 9: Bobby Darin – Multiplication
Amerikanischer Schauspieler und Sänger, dessen richtigen Namen, Walden Robert Cassotto, man sich nicht so gut merken konnte; starb bereits 1973.

Platz 10: Del Shannon - So Long Baby
Der amerikanische Sänger ist mit seinem “Runaway” in die Annalen der Rockgeschichte eingegangen. Charles Weedon Westover, so sein richtiger Name;  erschoss sich im Jahr 1990.

Published in: on 18. Januar 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

The Moody Blues: Nights in White Satin – Einer der Klassiker der 60er Jahre

1964 schlossen sich in Birmingham Denny Laine, Ray Thomas, Clint Warwick, Mike Pinder und Graeme Edge zu einer Formation zusammen, die sie The Moody Blues nannten; später kamen noch Justin Hayward und John Lodge dazu.

Unvergesslich bis in die heutige Zeit blieben sie mit ihrem wohl besten Song “Nights in White Satin“, der erstmals 1967 auf ihrem Album “Days of Future Past” erschien und als Single augekoppelt wurde. Geschrieben hatte es Bandmitglied Justin Hayward und die Albumversion war über sieben Minuten lang. Die Singles wurden in zwei Versionen auf den Markt gebracht und deutlich gekürzt.

Hayward schrieb diesen Klassiker der 1960er Jahre im Alter von 19 Jahren, nachdem ihm jemand Satin-Bettwäsche geschenkt hatte. Den orchestralen Anfang des Songs spielte das London Festival Orchestra, das “Hausorchester” des Labels Decca Records.

“Nights in White Satin” schaffte es 1967 nur auf Platz 19 der britischen Charts; erst 1972 gelangte eine Wiederveröffentlichung der Single bis auf Platz 1 der kanadischen und der US-Charts.

Es gab unendlich viele Coverversionen des Songs, u.a. von Sandra (1995), Elkie Brooks (1982), Il Divo (2006) und Tina Arena (2008), um nur einige Beispiele zu nennen.

Hier ist “Nights in White Satin”, ein Musterbeispiel für Symphonic Rock aus den 1960er Jahren, zu hören.

Published in: on 14. August 2011 at 04:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Sandie Shaw: Long live love

1965 schrieb Chris Andrews den Song “Long live love“; Chris Andrews, der auch heute noch mit seinem bekanntesten Song “Yesterday Man”  hin und wieder im Fernsehen zu sehen ist.
Sandie Shaw erreichte damit den ersten Platz der britischen Hitparade. Bekannt wurde die 1947 in Dagenham geborene Sängerin einmal dadurch, dass sie ihre Bühnenauftritte barfuß bestritt und durch ihren Erfolg mit “Puppet on a string“, mit dem sie 1967 den Eurovision Song Contest gewann.

In den 60er Jahren herrschte die Unsitte, dass amerikanische und britische Stars einige ihrer Songs auch in deutscher Sprache einspielten, was meistens unsäglich anzuhören war. So sang auch Sandie Shaw ihr “Long live love” in deutscher Sprache unter dem Titel “Du weißt nichts von deinem Glück“. Sowohl das Original als auch die deutsche Version schafften es hierzulande in die Charts.

Hier ist die Originalversion von Sandie Shaw zu hören.

Published in: on 22. Juli 2011 at 04:00  Kommentare (1)  
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Heute vor 50 Jahren in den britischen Charts – Eden Kane: Well I ask you

Die britischen Charts vor 50 Jahren in der Mitte des Monats Juni wurden stark von US-Sängern dominiert. Unter den Top 20 waren aber auch einige Briten zu finden, so z.B. Eden Kane, ein in den 60er Jahren populärer Sänger, der aber nie zu den ganz Großen gehörte. “Well I ask you“  schaffte es im August 1961 sogar noch auf Platz 1 der britischen Single-Charts.
Geschrieben wurde der Song von Les Vandyke, der u.a. für Adam Faith, John Leyton und Petula Clark als Songwriter tätig war.

Eden Kanes richtiger Name lautete Richard Graham Sarstedt. Sein Bruder Peter Sarstedt hatte 1969 auch einen Nummer-Eins-Hit in Großbritannien mit “Where do you go to (my lovely)?”.
Eden Kane hatte noch drei weitere Top Ten Hits und dann ging es langsam bergab, denn die Beatles nahten und die hatten einfach ein riesiges Verdrängungspotential und in deren Sog gingen viele andere einfach unter.

Hier ist “Well I ask you” zu hören.

Published in: on 19. Juni 2011 at 04:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Cat Stevens – Mit “Matthew & Son” begann seine Karriere

Damals in den 60er Jahren nannte sich Steven Demetre Georgiou noch Cat Stevens; nachdem er 1977 zum Islam übergetreten war, hieß er Yusuf Islam.

Der 1948 geborene britisch-zypriotische Sänger begann seine Karriere 1967 mit dem Album “Matthew & Son“, das Platz 7 der britischen Charts erreichte. Die gleichnamige Single-Auskopplung kam sogar bis auf Platz 2.

Der Londoner Schneider Henry Matthews soll Cat Stevens zu dem Lied indirekt inspiriert haben, denn, so die Worte des Sängers:
“I had a girlfriend, and she was working for this big firm, and I didn’t like the way that she had to spend so much of her time working. The riff seemed to fit the words, Matthew and Son. There was a bit of social comment there about people being slaves to other people”.

Die Londoner Firma Matthew & Son war damals offensichtlich nicht sehr arbeitnehmerfreundlich eingestellt wie der Text zeigt:

Up at eight, you can’t be late
for Matthew & Son, he won’t wait.

Watch them run down to platform one
And the eight-thirty train to Matthew & Son.

Matthew & Son, the work’s never done, there’s always something new.
The files in your head, you take them to bed, you’re never ever through.
And they’ve been working all day, all day, all day!

There’s a five minute break and that’s all you take,
for a cup of cold coffee and a piece of cake.

Matthew & Son, the work’s never done, there’s always something new.
The files in your head, you take them to bed, you’re never ever through.
And they’ve been working all day, all day, all day!

He’s got people who’ve been working for fifty years
No one asks for more money cuz nobody cares
Even though they’re pretty low and their rent’s in arrears

Matthew & Son, Matthew & Son, Matthew & Son, Matthew & Son,
And they’ve been working all day, all day, all day!

Hier ist eine Originalaufnahme aus den 60er Jahren zu sehen.

Published in: on 2. Juni 2011 at 04:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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The Kinks: Waterloo Sunset – “Greatest Song about London”

Waterloo Sunset. - © Copyright Colin Smith and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Am 5. Mai 1967 wurde einer der schönsten Songs der 60er Jahre veröffentlicht. “Waterloo Sunset” von den Kinks. “The Greatest Song about London” wurde das Lied in einer Umfrage einer Londoner Radiostation genannt oder “Anthem of London“, so “Time Out”. Noch einen Schritt weiter ging der Musikjournalist Robert Christgau, der sogar von “the most beautiful song in the English language” sprach.

Ray Davies von den Kinks schrieb und produzierte “Waterloo Sunset”, das erst als Single und dann auf dem Album “Something Else by The Kinks” erschien.
In dem Lied geht es um ein Pärchen, das eine Brücke (die Waterloo Bridge?) überquert, über die Themse und die Waterloo Station und das alles bei einem schönen Sonnenuntergang.

Dirty old river must you keep rolling flowing into the night
people so busy make me feel dizzy taxi light shines so bright
but I don’t need no friends
as long as I gaze on Waterloo Sunset I am in paradise

Ray Davies veröffentlichte 1997 ein Buch mit Kurzgeschichten, das ebenfalls den Titel “Waterloo Sunset” trug (Penguin Books, ISBN 978-0140253368, leider vergriffen, aber antiquarisch problemlos zu bekommen).

Hier ist das Lied zu hören.

Author: VARA. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license

Henley-on-Thames (Oxfordshire) und Dusty Springfields Grab

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Am kommenden Samstag, dem 16. April, wäre die englische Popsängerin Dusty Springfield 72 Jahre alt geworden. Mary Isobel Catherine Bernadette O’Brien, so ihr richtiger Name, wurde 1939 in West Hampstead geboren und sie war eine der Großen in der Popszene der 60er Jahre. Titel wie “Son of a preacher man”, “You don’ t have to say you love me” und “I only want to be with you”  gehören zu ihren Klassikern.

Dusty Springfield wohnte die letzten Jahre ihres Lebens in Henley-on-Thames in Oxfordshire und sie starb dort auch an Brustkrebs am 2. März 1999. Kurz vor ihrem Tod wurde ihr der Order of  the  British Empire zugesprochen, den sie eigentlich am Tage ihres Todes aus der Hand der Queen entgegennehmen sollte. Auch ihre Aufnahme in die Rock ‘n’ Roll Hall of Fame in Cleveland, Ohio, erlebte sie nicht mehr.

Die Trauerfeier für sie fand in der Kirche St Mary the Virgin in Henley statt und viele ihrer Weggefährten nahmen daran teil wie Lulu, Elvis Costello und die Pet Shop Boys. Dusty Springfields Grab ist auch auf diesem Friedhof zu finden. Ihre Asche wurde zur Hälfte hier, zur anderen Hälfte in Irland verstreut.
Ihr zu Ehren wird jedes Jahr der Dusty Day abgehalten; ein Tag, an dem sich ihre Fans treffen und ihrer gedenken. Der diesjährige Dusty Day findet am 1. Mai im Londoner South Ealing statt.

Hier ist Dusty Springfield mit ihrem wunderschönen “Goin’ Back” zu sehen und zu hören.

 

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Mark Wynter – Vom Teenageridol der 60er Jahre zum Bühnenstar im Londoner West End

Der 1943 in Woking (Surrey) geborene Terence Sidney Lewis, der sich in Mark Wynter umbenannte, hatte in den 60er Jahren vier Top Ten-Hits in den britischen Charts, die heute kaum noch jemand kennt. Er galt damals als Teenageridol und imitierte seine großen US-Vorbilder, deren Songs er coverte wie z.B. “Venus in bluejeans” oder “Go away little girl”. Exakt heute vor 50 Jahren stand er mit Image of a girl” in den Charts.
Als diese Art von Musik in England nicht mehr gefragt war und von den härteren Klängen der Beatles und Rolling Stones abgelöst wurde, wechselte Mark Wynter das Genre und trat auf den Bühnen des Londoner Westends auf.
“The King and I”, “Phantom of the opera” und “Robert and Elizabeth” sind nur einige Beispiele für die zahlreichen Musicals und Bühnenstücke, in denen er zu sehen war; nicht nur im West End, sondern auch auf Tourneen, die ihn kreuz und quer durch Großbritannien führten.

Hier einer der selten zu findenden Filme von seinen Auftritten in den 60er Jahren: “I wish you everything

Published in: on 25. Oktober 2010 at 04:21  Hinterlasse einen Kommentar  
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Arkesden – Das Bilderbuchdorf in Essex, in dem Steve Marriott starb

Blick auf Arkesden (Essex) - © Copyright Janine Forbes and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Ein Jahr bevor sich das tragische Unglück ereignete, bei dem der englische Rocksänger Steve Marriott starb, war ich in Arkesden in Essex und schrieb darüber in meinem Blogeintrag vom 26.Juni über den Pub “The Axe and Compasses“. Was ich damals nicht wusste, war, dass der Sänger in dem Pub, der direkt gegenüber von seinem Haus lag, aus und ein ging, sich dort häufiger einmal Getränke holte oder Gläser auslieh.

Was war passiert? Steve Marriott und seine Frau Toni Poulton kamen am 20. April 1991 aus den USA zurück und er soll schon an Bord des Flugzeuges große Mengen Alkohol und Valium genommen haben, um seine Flugangst zu bekämpfen. Marriott fuhr in sein Cottage nach Arkesden und was dann geschah, konnte nie ganz aufgeklärt werden. Gegen 6.30 Uhr morgens sah ein Autofahrer, dass das Dach des Marriottschen Cottages in Flammen stand: Er rief sofort die Feuerwehr, die auch in das Haus eindrang, aber den Sänger nicht mehr lebend vorfand. Man vermutete, dass der übermüdete Marriott sich im Bett noch eine Zigarette angezündet hatte und dann einschlief. Die High Street von Arkesden soll damals durch den Brand vollkommen in Rauch gehüllt gewesen sein.
Hätte ich das damals gewusst, was sich ziemlich genau ein Jahr nach meinem Besuch in Arkesden abspielen sollte…

Hier Steve Marriott mit den Small Faces und sein berühmtes “Itchycoo Park” aus dem Jahr 1967:

Georgie Fame and the Blue Flames: Yeh Yeh – Das hörte man 1964 gern

Clive Powell wurde 1943 in Leigh (Lancashire) geboren, wurde zu Beginn seiner Gesangskarriere in Georgie Fame umbenannt und hatte in England zwei Nummer-Eins-Hits: 1964 “Yeh, Yeh“, das ich heute vorstelle und 1966 “Sunny“. Beide Hits spielte er mit seiner Band The Blue Flames ein.
Nach der Trennung von seiner Band hatte er 1968 noch einmal einen Charterfolg mit “The Ballad of Bonnie and Clyde“.

Danach wurde es ruhiger um ihn. Er spielte mit wechsenden Partnern (Alan Price, Van Morrison) und konzentrierte sich später auf Jazzaufnahmen.

Hier also sein erster großer Hit “Yeh Yeh”:

Published in: on 13. September 2010 at 04:17  Hinterlasse einen Kommentar  
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Mood Mosaic: A Touch of Velvet

 

Hinter “Mood Mosaic” verbirgt sich der Produzent und Komponist Mark Wirtz.  Der Arztsohn wächst in Köln auf, schwärmt für den Rock’n'Roll und wird deshalb zum schwarzen Schaf der Familie. Seine Eltern schicken ihn aufs Internat, doch von dort haut er mit 16 Jahren ab nach London, wo er tagsüber Kunst studiert und abends in einer Rockband spielt.

Im Januar 1966 nimmt er gemeinsam mit den Ladybirds unter dem Pseudonym Mood Mosaic das Instrumental “A Touch Of Velvet (A Sting Of Brass)” auf; hier zu hören. Das gefällt auch den Discjockeys beim Piratensender Radio London. So wird Mike Leckebusch von Radio Bremen darauf aufmerksam und macht den Song zur Erkennungsmusik der TV-Jugendsendung “Beat-Club”. Ab 1977 tanzen auch die mini-rockenden Go-Go-Girls im ARD-”Musikladen” zu dieser eingängigen Melodie.
(Quelle: BR-Online)

1967 gelingt Mark Wirtz ein weiterer Geniestreich, er schreibt mit Keith West den Song für ein imaginäres Musical “Excerpt From A Teenage Opera“, aufgenommen in den Abbey Road Studios während nebenan die Beatles ihr „Sgt. Pepper“-Album einspielen (s.a mein Blog-Eintrag vom 20.03.10)

Published in: on 7. April 2010 at 17:27  Hinterlasse einen Kommentar  
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Keith West: Excerpt from “A Teenage Opera”

Teenageopera

Der 1943 geborene Keith West ist ein Beispiel dafür, was man in der Musikbranche “One Hit Wonder” nennt, also einen Sänger, eine Band, die mit einem Musikstück großen Erfolg haben und dann von der Bildfläche verschwinden.

A Teenage Opera” (hier zu hören) war ein in den 60er Jahren von dem Produzenten Mark Wirtz geplantes Rockmusical, das aber aus finanziellen Gründen in der Planung stecken blieb und nie beendet wurde. Das einzige, was an dieses Projekt noch erinnert, ist jenes von Keith West gesungene “Excerpt from “A Teenage Opera“, auch als “Grocer Jack” bekannt, das 1967 in den Charts vieler europäischer Länder zu hören war. In dem Lied geht es um den alten Krämerladenbesitzer Jack, den alle sehr vermissen, nachdem er gestorben ist.

Published in: on 20. März 2010 at 09:39  Kommentare (1)  
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The Outlaws: Ambush

Nein, die Outlaws waren keine US-amerikanische Band, auch wenn der Name und der hier vorgestellte Titel das vermuten lassen. Die Outlaws waren eine englische Instrumentalband, die Anfang der 60er Jahre gegründet wurde und zu der der damals noch unbekannte Ritchie Blackmore gehörte, der mit Deep Purple später in die Annalen der Rockmusik einging.

Der legendäre Joe Meeks benutzte die Band für zahlreiche Aufnahmen in seinem Londoner Studio u.a. als Backing Group für Mike Berry und John Leyton. Den großen Erfolg, den die Shadows als Begleitband für Cliff Richard hatten, konnten die Outlaws allerdings nie erlangen.

Ambush“, ein Instrumentalstück im Western-Stil, war in den 60er Jahren die Erkennungsmelodie einer abendlichen Sendung im englischen Programm von Radio Luxemburg, das danach so gut wie nie wieder in Deutschland zu hören war. Dank “Youtube” ist es jetzt wieder da. Ein Video dazu existiert wohl nicht mehr, aber hier ist das Stück in voller Länge.

Published in: on 11. März 2010 at 18:44  Hinterlasse einen Kommentar  
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Gerry and the Pacemakers: Ferry Cross the Mersey

Die britische Popband um Sänger Gerry Marsden war in den 60er Jahren in England recht erfolgreich und neben Titeln wie “You’ll never walk alone”,”I like it” und How do you do it” wurden sie vor allem durch ihren Hit “Ferry cross the Mersey“, der noch heute von vielen Radiostationen in der ganzen Welt gespielt wird, berühmt. Hier zu hören.

Gerry Marsden schrieb den Song und acht weitere 1964 für den gleichnamigen Film, der in Liverpool gedreht wurde und der nur sehr selten im britischen Fernsehen zu sehen ist. Die besungene Fähre, die Mersey Ferry, ist die, die noch heute von Birkenhead und Seacombe nach Liverpool führt.

Crispian St. Peters: The Pied Piper

An der M 20 in der Grafschaft Kent liegt Swanley, Geburtsort des britischen Sängers mit dem schönen Namen Crispian St. Peters. Es gibt sogenannte “One Hit Wonders”, Sänger oder Gruppen, die lediglich einen Hit hatten und dann von der Bildfläche verschwanden. Crispian St. Peters ist ein “Two Hit Wonder”: ihm gelangen in den 60er Jahren zwei Hits “You Were on My Mind” (1966) und “The Pied Piper“, ebenfalls aus dem Jahr 1966.

St. Peters wurde am 5. April 1939 geboren und sein erster öffentlicher Auftritt erfolgte im Jahr 1956. Nachdem er mit mehreren Gruppen experimentierte, war er solo im Jahr 1966 mit oben genannten Titeln in den Top Ten der britischen Charts vertreten; von da ab ging es bergab. Er versuchte es in den kommenden Jahrzehnten immer wieder einmal, aber ohne Erfolg. St. Peters ging es gesundheitlich schlecht und Anfang des 21. Jahrhunderts verkündete er seinen endgültigen Rücktritt aus dem Musikgeschäft.

Crispian St. Peters wohnt heute noch in dem gleichen Haus in Swanley, in dem er auch geboren wurde.
“The Pied Piper” ist übrigens der “Rattenfänger” und sein Video aus den 60er Jahren zeigt ihn mit einer Schar kleiner Kinder, die ihm hinterherlaufen

Screaming Lord Sutch: Jack the Ripper

In meinem Blogeintrag vom 14. November letzten Jahres über die “Monster Raving Loony Party” erwähnte ich Lord Sutch schon einmal als den Gründer dieser skurrilen Partei. Bevor er in die “große Politik” einstieg, betätigte er sich als Sänger und erreichte 1963 mit “Jack the Ripper” den musikalischen Höhepunkt seiner Karriere. Am 16. Juni 1999 erhängte sich der in Depressionen verfallene Lord Sutch in London.

David Edward Sutch wurde 1940 im Londoner Stadtteil Hampstead geboren. Inspiriert von dem Sänger Screaming Jay Hawkins nannte er sich Screaming Lord Sutch, 3rd Earl of Harrow. Seine Bühnenauftritte, die von seiner Band The Savages begleitet wurden, waren makaber und etwas für Liebhaber des schwarzen Humors; so stieg Lord Sutch meist bei Beginn der Shows aus einem schwarzen Sarg.
Sein “Jack the Ripper”, das mit dem Schrei einer Frau und dem Geräusch von Schritten beginnt, erreichte gleich nach Erscheinen der Bannstrahl der  BBC, die mit dieser Art von Musik gar nichts am Hute hatte.

Der Song wurde immer einmal wieder gecovert, so z.B. von den White Stripes, den Fuzztones und von Casey Jones and the Governors.

Hören Sie hier das Original vom 3rd Earl of Harrow:

The Honeycombs – Have I the right?

The Honeycombs waren eine Beat-Band in den frühen 60er Jahren, 1963 in London gegründet.  Ihr erster und einziger Nummer-1-Hit in den britischen Charts war “Have I the right?“. Bereits 1966 löste sich die Gruppe wieder auf.

Das Besondere an den Honeycombs war, dass sie eine Schlagzeugerin hatten, Honey Lantree. Der damalige Leadsänger Dennis D’Ell starb 2005 an Krebs.

In den 60er Jahren gehörte es für britische Gruppen zum guten Ton, auch den einen oder andern Song in deutscher Sprache aufzunehmen, so auch die Honeycombs. Ihr “Have I the right?” wurde zu “Hab ich das Recht?“; ein Titel der es aber nur auf Platz 21 in den deutschen Hitparaden brachte.

Aufgenommen wurde die Originalversion in dem als Aufnahmestudio umgebauten Appartment des Musikproduzenten Joe Meek, in dem auch John Leytons “Johnny remember me” (s. mein Blogeintrag vom 19. Oktober)und das damals erfolgreiche “Telstar” der Tornados entstanden.

Sehen Sie hier das Original  ”Have I the right?” von den Honeycombs.

Published in: on 7. Dezember 2009 at 12:10  Hinterlasse einen Kommentar  
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Musikoldie – Helen Shapiro: I don’t care

1962 erschien “I don’t care” (hier zu hören), das Helen Shapiro in dem Film “Play it cool” sang. Die 1946 in London geborene Sängerin hatte Anfang der 60 Jahre einige Hits von denen “You don’t know” und “Walking back to happiness” sogar Platz 1 der britischen Charts erreichten. Nach ihrer Teenager-Popkarriere wandte sie sich dem Musical, dem Jazz und dem Gospel zu und hat sich heute ganz vom Showgeschäft zurückgezogen.

In dem Film “Play it cool” spielte übrigens auch Billy Fury mit, den ich am 23. Oktober hier vorstellte.
Shapiro

Published in: on 1. November 2009 at 10:49  Hinterlasse einen Kommentar  
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Musikoldie – Billy Fury: Once upon a dream

Billy Fury, 1940 in Liverpool geboren und viel zu früh 1983 in London gestorben, gehörte Anfang der 60er Jahre zu den den popuärsten Sängern auf der britischen Insel. “Once upon a dream“, das ich hier ausgewählt habe, erschien als Single 1962. Seine größten Hits waren “Halfway To Paradise” (1961 Nummer 3) und “Jealousy” (1961 Nummer 2), einen Nummer-Eins-Hit schaffte er nie.

Im Jahre 2003 wurde in Liverpool am Albert Dock eine Bronzestatue für ihn errichtet:

© Copyright Humphrey Bolton and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 23. Oktober 2009 at 20:45  Hinterlasse einen Kommentar  
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Musikoldie – John Leyton: Johnny remember me

1961 stand John Leytons “Johnny remember me” wochenlang in den Charts, im August auch auf Platz 1. Leyton wurde am 17. Februar 1939 geboren. Neben kleineren Schauspielrollen trat er aber vor allem als Sänger hervor. “Wild Wind”, “Lone Rider” und “Lonely City” waren weitere Hits, die aber nicht so erfolgreich waren wie der hier vorgestellte Song.

Published in: on 19. Oktober 2009 at 21:36  Hinterlasse einen Kommentar  
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