Mein Buchtipp – Chris Arnot: Britain’s Lost Breweries and Beers

Arnot

Chris Arnot, ein Journalist, der für britische Tageszeitungen schreibt, nimmt sich in seinen Büchern gern Dingen an, die im Leben seines Landes eine große Rolle spielen, aber im Niedergang begriffen sind, z.B.:
- “Britain’s Lost Cricket Grounds: The Hallowed Homes of Cricket That Will Never See Another Ball Bowled” (2011)
- “Fields of Dreams: Grounds That Football Forgot But the Fans Never Will” (2012)
- “Britain’s Lost Mines: A Journey Underground to the Mines that Built the Nation” (erscheint im September 2013)

In seinem letzten Buch “Britain’s Lost Breweries and Beers: Thirty Famous Homes of Beer that have Brewed their Last Pint” nimmt er sich eines Themas an, das die Briten schon seit längerem bewegt, dem Niedergang der Brauereien. Immer mehr Brauereien verschwinden von der Bildfläche, meist werden sie von großen nationalen oder internationalen Konzernen geschluckt und fast immer hinterlassen sie eine schmerzhafte Lücke in dem Ort, in dem sie schon seit Jahrzehnten ihr Bier gebraut haben. Allein in London wurden viele namhafte Brauereien wie Charrington, Manns, Truman and Young’s geschlossen, in Leeds beendete Tetley’s 2011 die Produktion usw. usw.

Chris Arnot besucht 30 dieser ehemaligen Bierbraustätten im ganzen Land, spricht mit ehemaligen, dort angestellten Arbeitern und schildert die Auswirkung der Schließungen auf die jeweiligen Städte und Gemeinden.

Fast zeitgleich mit Chris Arnots Buch erschien ein weiteres zum gleichen Thema: “The Lost Beers & Breweries of Britain“  (Amberley Publishing 2012) von Brian Glover, der sich mit 50 aufgegebenen Brauereien beschäftigt.

Chris Arnot: Britain’s Lost Breweries and Beers – Thirty Famous Homes of Beer that have Brewed their Last Pint. Aurum Press 2012. 192 Seiten. ISBN 978-1781310021.

Published in: on 14. Mai 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Mein Buchtipp – George Mahood: Free Country – A penniless adventure the length of Britain

Eigenes Foto.

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George Mahood, von Beruf freier Fotograf, und sein Freund Ben wollen Großbritannien von Land’s End in Cornwall nach John O’Groats im Norden Schottlands mit dem Fahrrad durchqueren und geben sich dafür drei Wochen Zeit. Na und? wird man sich fragen; das haben doch schon abertausende vor ihnen gemacht. Das Besondere an dieser End-to-End-Durchquerung Großbritanniens ist, dass die beiden am Startpunkt in Land’s End lediglich mit Union-Jack-Unterhosen bekleidet und ohne Fahrrad stehen und über keinerlei Geld verfügen. Was sie von jetzt an für die nächsten drei Wochen brauchen, müssen sie sich auf irgendeine Weise zusammenbetteln, z.B.: Kleidung, das Essen, die Übernachtungen und natürlich…die Fahrräder. Wie hilfsbereit sind die Briten wirklich? Das wollen sie herausfinden.

Schnell gelingt es ihnen, einige (schlecht passende) Kleidungsstücke zu bekommen und bald haben sie auch Fahrräder (die so halbwegs funktionieren). Wenn George und Ben in Cafés, Pubs, Restaurants oder Imbissbuden erklären, warum sie gern “for free” etwas zu essen hätten, sind sie selbst überrascht wie schnell ihnen da etwas spendiert wird. Und wie übernachtet man umsonst? Das schien der schwierigere Teil der Reise zu sein, aber auch das meistern sie bravourös. Mal schlafen sie in einer Scheune neben einem Preisbullen, mal in einem B&B, einem Nobelhotel, einem Hausboot oder in einem geliehenen Zelt auf einem Parkplatz. Immer ist jemand da, der den beiden jungen Männern unter die Arme greift. Manchmal müssen sie dafür auch etwas tun wie in der Küche abwaschen oder den Hotelparkplatz fegen, aber das machen sie gern, wenn als Lohn eine warme Mahlzeit und ein Dach über dem Kopf winkt.

George und Ben schaffen die End-to-End-Tour sogar in weniger als drei Wochen, sind aber heilfroh, als sie endlich am Nordzipfel Schottlands angekommen sind.

Am Ende kann George Mahood ein Fazit ziehen:
“At every stage of our journey we were overwhelmed by the generosity and kindness of the people that we met.  Complete strangers went out of their way to offer us food, accomodation, clothes, bikes, directions, beer or conversation” und “And it’s not just the people; Great Britain ist stunningly beautiful, too”.

Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen und kann es jedem ans Herz legen, der sich für England und Schottland interessiert.

George Mahood: Free Country: A penniless adventure the length of Britain. lulu.com 2012. 309 S. ISBN 978-1471721151.

Published in: on 21. März 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Luise Berg-Ehlers: Mit Miss Marple aufs Land

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Am 1. März erschien endlich wieder einmal ein Buch in Deutschland, das sich auf höchst liebevolle Weise mit England beschäftigt. England- und Krimi-Spezialistin Luise Berg-Ehlers befasst sich in “Mit Miss Marple aufs Land: Englische Krimischriftstellerinnen  zwischen Tearoom und Tatort” zum einen mit dem Landleben auf der Insel und zum anderen mit den großen britischen Krimiautorinnen und ihren Serienhelden bzw. -heldinnen. So treffen wir natürlich auf Agatha Christies Miss Marple, die von ihrem “Hauptquartier” in St Mary Mead die Fälle löst, auf Dorothy Sayers’ Lord Peter Wimsey, auf P.D. James’ Inspektor Adam Dalgliesh und auf Caroline Grahams DCI Tom Barnaby.
Eingeflochten sind Betrachtungen über den englischen Cottagegarten, über Afternoon Tea, Picknicks auf der Wiese, Dorfkirchen, Kirchenläuten, Pubs usw. usw. Die Autorin nimmt sich aber auch die Freiheit, den Leser auf kurze Abstecher in Städte wie London, Bath, Oxford und Cambridge mitzunehmen.

Neben dem einfühlsamen Text ist auch die Aufmachung des Buches außerordentlich gut gelungen. Von den Fotos, die überwiegend von Luise Berg-Ehlers selbst stammen, sind einige im Retro-Look leicht verfremdet wiedergegeben; sehr schön finde ich auch die kleinen Aquarelle von Eva-Maria Salm (Enten, ein Fuchs, Kaffeekannen, ja auch eine ermordete Frau).

Für mich als Inspector-Barnaby-Fan sind natürlich die Passagen über das Midsomer County besonders interessant; auch die Fotos der Drehorte wie The Lee, Ewelme und Warborough sind sehr stimmungsvoll und wecken Erinnerungen an meine eigenen Reisen auf den Spuren des Detective Chief Inspectors.

Ein Literaturverzeichnis am Ende des Buches regt dazu an, sich weiter mit den Themen “Englische Krimis” und “Englisches Landleben” zu beschäftigen.
Wer sich für eines der beiden Themen oder sogar für beide interessiert, der muss dieses Buch einfach besitzen.
Die Autorin und der Verlag haben hiermit eine kleine Perle auf den Buchmarkt gebracht!

Ebenfalls aus der Feder von Luise Berg-Ehlers stammt das (leider vergriffene, aber antiquarisch leicht zu bekommende) Buch “England und die Detektive” (Nicolaische Verlagsbuchhandlung 2002). Auch dieses ähnlich gestaltete Buch ist sehr zu empfehlen!

Luise Berg-Ehlers: Mit Miss Marple aufs Land – Englische Krimischriftstellerinnen  zwischen Tearoom und Tatort. Elisabeth Sandmann 2013. 135 Seiten. ISBN 978-3-938045-77-0.

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Published in: on 7. März 2013 at 02:00  Kommentare (2)  

Mein Buchtipp – Charlie Connelly: Bring me sunshine

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Die Engländer und das Wetter; in wohl keinem anderen Land ist das Thema Wetter als Gesprächsthema so beliebt wie hier in England. Der Reiseschriftsteller Charlie Connelly hat sich des Themas in seinem neuen Buch angenommen, das den Titel trägt “Bring Me Sunshine: A Windswept, Rain-Soaked, Sun-Kissed, Snow-Capped Guide To Our Weather“. Zuvor hat Connelly schon einmal ein Buch über den Seewetterdienst seines Landes geschrieben: “Attention All Shipping: A Journey Round the Shipping Forecast“.

Sein neues Buch ist eine Art Rundumschlag über alle Aspekte des Wetters und er beschränkt sich dabei nicht nur auf sein Heimatland. In einem Kapitel beschäftigt sich Connelly mit dem Regenschirm, in einem anderen mit der Geschichte des Barometers. Weitere Themen sind:

- Die Regenmacher, die mehr oder weniger erfolgreich, vor allem in den USA, mit dubiosen Methoden versuchten, in Dürregebieten Regen “herunterzuzaubern”
- London und der Nebel
- Die Schneeflocken
- Francis Beaufort, der die Windskala entwickelte
- Robert FitzRoy und die Ursprünge der Wettervorhersage
- Schwere Stürme, die in Großbritannien Verwüstungen anrichteten.

Das Buch ist sehr interessant geschrieben und jedem zu empfehlen, der sich auch einmal mit etwas entlegeneren Aspekten des Themas Wetter beschäftigen möchte. Ich habe die Lektüre sehr genossen.

Charlie Connelly: Bring Me Sunshine: A Windswept, Rain-Soaked, Sun-Kissed, Snow-Capped Guide To Our Weather. Little, Brown 2012. 321 Seiten. ISBN 978-1408703243.

Published in: on 26. Februar 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Joseph Wambaugh: The blooding: The true story of the Narborough village murders

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Das Buch, das ich heute empfehlen möchte, erschien bereits 1989, hat aber plötzlich durch Ereignisse in der englischen Stadt Leicester wieder an Aktualität gewonnen. Mit Hilfe der DNA-Analyse konnte vor wenigen Tagen festgestellt werden, dass es sich bei dem unter einem Parkplatz in Leicester gefundenen Skelett tatsächlich um Richard III handelt. Diese Methode, die Mitte der 1980er Jahre genau hier an der Universität von Leicester entwickelt wurde, hat dazu geführt, dass sehr viele Verbrechen in der ganzen Welt aufgeklärt werden konnten, die sonst vielleicht immer noch als ungeklärt gelten würden.

Das erste Mal, dass mit Hilfe des genetischen Fingerabdrucks ein Mörder verurteilt werden konnte, war im Falle der sogenannten Narborough Village Murders, die sich 1983 und 1986 ereigneten und über die minutiös der kalifornische Schriftsteller Joseph Wambaugh in seinem Buch “The blooding: The true story of the Narborough village murders” (dt. “Nur ein Tropfen Blut”) berichtet.

Was war geschehen? Am 21. November 1983 wurde die 15jährige Lynda Mann in der Nähe ihres Elternhauses in Narborough in Leicestershire vergewaltigt und ermordet. Die Polizei konnte den Täter nicht ermitteln. Am 31. Juli 1986 kam die ebenfalls 15 Jahre alte Dawn Ashworth im Nachbardorf Enderby auf die gleiche Weise ums Leben. Ein 17jähriger bekannte sich des letzten Mordes schuldig und die Polizei war sicher, dass dieser junge Mann auch den ersten Mord begangen hatte.

Zu der gleichen Zeit hatte Professor Alec Jeffries von der Universität von Leicester die Methode des genetischen Fingerabdrucks entwickelt. Die Kriminalbeamten, die an den beiden Mordfällen arbeiteten, baten den Professor um Hilfe, der schnell feststellen konnte, dass der inhaftierte Jugendliche nicht der Mörder sein konnte (die Polizei hatte bei den beiden Mordfällen Spermaspuren sicherstellen können). Es folgte eine groß angelegte Aktion, bei der 5000 Männer aus der Region aufgefordert wurden, freiwillig Blut- oder Speichelproben abzugeben. Ohne Erfolg. Später prahlte ein gewisser Ian Kelly damit, er hätte £200 dafür erhalten, dass er unter dem Namen seines Freundes  Colin Pitchfork, der in Littlethorpe wohnte, eine Blutprobe abgegeben habe. Die Polizei erfuhr davon, nahm Pitchfork fest, und die DNA-Analyse zeigte zweifelsfrei, dass er der Mörder der beiden Mädchen war.

Für die Recherchen zu seinem Buch hielt sich Joseph Wambaugh eine Zeit lang in der Region auf und besuchte die Dörfer Narborough, Enderby und Littlethorpe, in denen sich die dramatischen Ereignisse abgespielt hatten. Als ich das Buch damals las, war ich davon so fasziniert, dass ich selbst auch einmal dorthin gefahren bin und mir die Orte, die sich alle im Großraum Leicester befinden, angesehen habe.

Joseph Wambaugh, der viele Bücher über die Arbeit der Polizei von Los Angeles geschrieben hat, verfasste hier eine hochinteressante Dokumentation über zwei Mordfälle, die in die Annalen der englischen Polizeigeschichte eingegangen sind.

Hier ist ein Originalbeitrag von Crimewatch UK (das “Aktenzeichen XY” des britischen Fernsehens), in dem der Fall Dawn Ashworth rekonstruiert wird.

Joseph Wambaugh: The blooding: The true story of the Narborough village murders. Bantam Press 1989. 288 Seiten. ISBN 978-0593017067. Das Buch ist vergriffen, kann aber problemlos antiquarisch beschafft werden.

Die deutsche Übersetzung “Nur ein Tropfen Blut. Der Tatsachen-Roman über den ersten Mordfall der Welt, der mit Hilfe des genetischen Fingerabdrucks gelöst wurde“, erschien 1990 im Hestia-Verlag, 1992 als Taschenbuch im Heyne-Verlag.

Blick auf Narborough.   © Copyright Mat Fascione

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Published in: on 10. Februar 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Jessica Fellowes & Matthew Sturgis: Chronicles of Downton Abbey

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Nachdem das ZDF bzw. ZDF Neo über Weihnachten die erste Staffel der englischen Erfolgsserie “Downton Abbey” ausgestrahlt hat, scheint die Familiengeschichte auch in Deutschland ihre Anhänger gefunden zu haben. Die DVDs der Staffeln Eins und Zwei stehen auf den Verkaufslisten weit oben und am 7. Februar erscheint der Begleitband “Die Welt von Downton Abbey: Geheimnisse, Geschichten, Hintergründe” (Edel-Verlag, ISBN 978-3841902009).

In Großbritannien ist man natürlich schon einige Schritte weiter, da konnte man bereits die dritte Staffel und zu Weihnachten ein Christmas Special “Downton Abbey: A Journey to the Highland” sehen (mit einem sehr dramatischen Ende!!). Demnächst beginnen die Dreharbeiten zu Staffel Vier.

Ein weiterer Begleitband erschien im vergangenen Jahr, in der gleichen Aufmachung wie der Vorgänger und wieder von Jessica Fellowes geschrieben, einer Nichte des Drehbuchautors Lord Julian Fellowes. “Chronicles of Downton Abbey: A new era” lautet  der Titel und hier werden die einzelnen Personen des TV-Dramas vorgestellt und, was ich sehr interessant finde, ihre Handlungs- und Denkweisen in Kontext zu der damaligen Zeit vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg gestellt.
Die Darsteller kommen in dem Buch auch zu Wort und äußern sich über die von ihnen verkörperten Personen.
Es beginnt mit dem Earl und der Countess of Grantham und endet mit der Dowager Countess of Grantham, gespielt von der unvergleichlichen Maggie Smith. Interessant auch das Kapitel “Behind the scenes“, worin man z.B. erfährt, dass Lisa Heathcote für das Kochen verantwortlich war (und nicht Mrs Patmore und Daisy), dass Mary und Matthews Hochzeitstorte nur aus Pappe bestand (was die Filmcrew sehr bedauerlich fand) und dass die Schauspieler während der Dreharbeiten im Highclere Castle ständig gefroren haben (“It’s got its own microclimate. Even on a hot day it’s cold. On a cold day it’s freezing”, sagt dazu die Produzentin Liz Trubridge).

Das mit vielen großformatigen Fotos ausgestattete Buch kann ich nur jedem Fan der Serie ans Herz legen!!

In diesem Film spricht Jessica Fellowes ausführlich über ihre Bücher bzw. über die TV-Serie.

Jessica Fellowes & Matthew Sturgis: Chronicles of Downton Abbey – A New Era. Collins 2012. 314 Seiten. ISBN 978-0007453252.

Published in: on 29. Januar 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – Mike Carter: One Man and His Bike

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Mike Carter fährt jeden Morgen mit dem Fahrrad in sein Londoner Büro. Wie wäre es wohl, statt zur Arbeitsstätte, einfach geradeaus zu fahren, bis zur Küste, und dann Großbritannien einmal komplett zu umrunden? Carter tut es einfach, schwingt sich auf sein Rad und begibt sich auf eine 8000 Kilometer lange Reise, immer an der Küste entlang.
Schnell merkt er, dass er viel zu viel Gepäck “an Bord” hat und trennt sich von vermeintlich überflüssigen Dingen. Eine Aktion, die er im Verlauf der Reise wiederholen wird. Carter übernachtet in B&Bs und in seinem Ein-Mann-Zelt, begegnet vielen Menschen, die ihn um diese Abenteuerreise beneiden und macht fast nur angenehme Bekanntschaften.

In den fünf Monaten kommt Carter zu der Einsicht, dass es um Großbritannien nicht so schlecht bestellt sein kann, da er auf so viel Freundlichkeit und Großzügigkeit gestoßen ist.

Der anstrengendste Teil der Reise ist nicht die Fahrt durch die schottischen Highlands, sondern die Durchquerung von Cornwall und Devon, deren Hügel ihm doch mächtig in die Beine gehen und ihn fast zum vorzeitigen Abbruch veranlassen. Doch Carter beißt die Zähne zusammen und schafft es, wohlbehalten wieder in London einzutreffen.

Fazit: Trotz einiger Fahrradpannen und der vielen PKWs und LKWs, die ihm auf den größeren Straßen immer wieder beängstigend nahe gekommen sind, würde er die Reise am liebsten sofort noch einmal wiederholen.

Eine wirklich sehr empfehlenswerte Lektüre, die einfach Spaß macht und den Leser ins Grübeln bringt…sollte man so etwas auch einmal machen (oder vielleicht doch lieber mit dem Auto)?

In diesem kurzen Film spricht Mike Carter über sein Buch bzw. seine Reise.

Mike Carter: One Man and His Bike: A life-changing journey all the way around the coast of Britain. Ebury Press 2012. 343 Seiten. ISBN 978-0091940560.

Published in: on 20. Januar 2013 at 02:00  Kommentare (3)  

Mein Buchtipp – Stephen Smith: Underground England

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Bereits im Jahr 2009 erschien das Original von Stephen Smiths Buch “Undergound England: Travels beneath our cities and countryside“, das ein Jahr später bei Abacus als Taschenbuch veröffentlicht wurde. Nachdem sich der Journalist schon mit dem unterirdischen London befasst hat (in “Underground London”), nimmt er sich in diesem Buch der Welten im übrigen England an, die den Augen der meisten Menschen verborgen bleiben.

Im ersten Kapitel “Extremophiles”zeigt Smith das Arbeitsfeld der “cavers” und steigt mit ihnen in die Höhlen von Long Churn in North Yorkshire hinab; das ist nichts für Menschen mit Platzangst, denn da unten kann es ganz schön eng werden und ” a cave is like the bottom of a deep ocean, perpetually dark, constantly cold, reliably wild”. Smith ist erleichtert, als er wieder ans Tageslicht zurückkehren kann.

Des weiteren hören wir von Joseph Williamson (1769-1840), den man auch “The Mole of Edge Hill” nannte, und der 35 Jahre seines Lebens damit verbrachte, Tunnel unter der Stadt Liverpool zu bauen. Warum er das tat, gab Anlass zu vielen Spekulationen; möglicherweise wollte der wohlhabende exzentrische Geschäftsmann durch die Baumaßnahmen nur Menschen Arbeit geben.

Stephen Smith nimmt uns mit in die Höhlen von Sir Francis Dashwoods Hellfire Club bei West Wycombe in Buckinghamshire, in die unterirdischen Gänge unter dem Royal Pavilion in Brighton und informiert über die Wormhole Caves auf der Wirral Halbinsel, gegenüber von Liverpool.

Smith hat hier ein spannendes Buch vorgelegt; optimal für alle, die sich für die “Unterwelt” Englands interessieren, ohne sich selbst dort hinunter zu wagen.

Stephen Smith: Undergound England – Travels beneath our cities and countryside. Abacus Books 2010. 306 Seiten. ISBN 978-0349120386.

Published in: on 4. Januar 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Miranda Vickers: Eyots and Aits – Islands of the River Thames

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…und wieder ein wunderschönes Buch aus dem Hause “The History Press” (s. dazu auch meinen Blogeintrag). Miranda Vickers, eigentlich eine ausgewiesene Albanien-Expertin, hat sich in diesem Buch den Themseinseln angenommen, von denen es etwa 190 gibt. Sie beginnt ihre Flussreise mit der Canvey Island in der Themsemündung, gleichzeitig die größte und bevölkerungsreichste Insel, die man eigentlich gar nicht als solche wahrnimmt. Dann geht es flußaufwärts bis zur St John’s Island (dort wo Old Father Thames seinen Fluss bewacht). Viele der Eyots und Aits, so die Bezeichnung der kleinen Themseinseln, sind unbewohnt und von so dichter Vegetation bestanden, dass man sie vom Ufer aus gar nicht als Inseln erkennt.

Aber es gibt auch größere und bewohnte Eyots wie z.B. die hier von mir schon einmal vorgestellte Eel Pie Island; da ist die 300m lange, bananenförmige Thames Ditton Island, auf der 100 Menschen leben, oder Wheatley’s Ait bei Sunbury.

Das Buch von Miranda Vickers macht Appetit auf eine Themsefahrt! Es beinhaltet zahlreiche Farb- und Schwarz-Weiß-Fotos und ein weiterführendes Literaturverzeichnis. Wer Jerome K. Jeromes Buch “Drei Mann in einem Boot” gelesen hat (das hier auch mehrfach zitiert wird), dürfte auch dieses sehr schöne Buch in sein Herz schließen.

Miranda Vickers: Eyots and Aits – Islands of the River Thames. The History Press 2012. 144 Seiten. ISBN 9780752462134

Diese Insel heißt einfach The Island und liegt bei Hythe End.   © Copyright Jonathan Thacker

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Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Jonathan Thacker

Die idyllische Fireworks Ait bei Eton.   © Copyright David P Howard

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Published in: on 22. Dezember 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – Alf Townsend: The London Cabbie

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Vorgestern stellte ich in meinem Blog den Verlag The History Press vor; hier nun ein weiteres Buch aus diesem Verlag, das ich gerade beendet habe: “The London Cabbie” von Alf Townsend. Der Autor ist ein Londoner Taxifahrer, der seit Jahrzehnten die Straßen der Stadt befährt und in diesem Buch sein Leben hinter dem Steuer beschreibt. Es beginnt natürlich mit The Knowledge (s. dazu auch meinen Blogeintrag), dieser unwahrscheinlich schwierigen Prüfung, die jeder zukünftige Cabbie ablegen muss. Townsend fuhr zur Vorbereitung auf The Knowledge mit seinem Moped über 20 000 km durch London und prägte sich dabei Tausende von Straßen, Hotels, Clubs, Sehenswürdigkeiten usw. ein. Er bestand die Prüfung auf Anhieb und erhielt die Taxi-Lizenz mit der Nummer 5642.

Was er dann alles in und mit seinem Taxi erlebte, schildert Townsend humorvoll in diesen Memoiren. Als “Butterboy“, wie die Neulinge genannt werden, muss er sich erst einmal mit den Gewohnheiten der Londoner Cabbies vertraut machen; überwiegend ist er nachts unterwegs und wird dabei mit den Damen des horizontalen Gewerbes, ihren Freiern, Exzentrikern und allerlei merkwürdigen Kunden konfrontiert.

Townsend schildert die Arbeit der Taxifahrer am Flughafen Heathrow und berichtet über die zunehmende Konkurrenz der Minicabs, die den lizensierten Fahrern das Leben immer schwerer machen.

Alf Townsend unterhält eine eigene Webseite, auf der man sich über ihn und seine anderen Bücher informieren kann.

Alf Townsend: The London Cabbie. The History Press 2010 (Reprint). 178 Seiten. ISBN 978-0750944960.

Published in: on 8. Dezember 2012 at 02:00  Kommentare (1)  
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Neu auf dem britischen Buchmarkt – John Nettles: Jewels and Jackboots – Hitler’s British Isles, the German Occupation of the British Channel Islands 1940-1945

John Nettles, der ehemalige Inspector Barnaby aus der TV-Krimiserie “Midsomer Murders”, hat sich mittlerweile einem anderen Projekt verschrieben, das auf seine Zeit als Detective Sergeant Jim Bergerac (“Bergerac”, eine TV-Serie, die von 1981 bis 1991 in England ausgestrahlt wurde) zurückzuführen ist. In dieser Serie war John Nettles auf der Kanalinsel Jersey im Einsatz. Der langjährige Aufenthalt dort hat den Schauspieler sehr geprägt, denn auch nach über zehn Jahren nach Beendigung der Dreharbeiten beschäftigt sich Nettles mit den Kanalinseln, was in eine dreiteilige TV-Dokumentation mit dem Titel “The Channel Islands at War” mündete (hier ein Filmausschnitt). Darin geht es um die deutsche Besatzung der Inseln während des Zweiten Weltkriegs.

Aus dieser Fernsehdokumentation ist ein Buch entstanden, das am 25. Oktober diesen Jahres auf dem britischen Buchmarkt erschien: “Jewels and Jackboots: Hitler’s British Isles, the German Occupation of the British Channel Islands 1940-1945“. John Nettles geht darin der Frage nach wie die Bewohner der Inseln mit der deutschen Okkupation umgingen und ob es zu einer Kollaboration mit den Besatzern kam. John Nettles besuchte u.a. auch das Lager Sylt auf der Insel Alderney, wo 6000 Kriegsgefangene Zwangsarbeit verrichten mussten und von denen schätzungsweise 40% starben. Jersey, Guernsey, Alderney and Sark bildeten den einzigen Teil des Königreiches, der im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen besetzt war.

John Nettles hat über die Kanalinseln schon früher Bücher geschrieben. 1988 erschien “Bergerac’s Jersey” (BBC Books) und 1992 “John Nettles’ Jersey: A Personal View of the People and Places” BBC Books).

In diesem Film spricht John Nettles über sein neues Buch.

John Nettles: Jewels and Jackboots: Hitler’s British Isles, the German Occupation of the British Channel Islands 1940-1945. Channel Island Publishing 2012. 288 Seiten. ISBN 978-1905095384.

Published in: on 29. November 2012 at 02:00  Kommentare (1)  
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Treo – Der schwarze Labrador, der in Afghanistan Menschenleben rettete

Auf den britischen Bestsellerlisten steht momentan ein Buch, das einem schwarzen Labrador namens Treo gewidmet ist. Geschrieben hat es David Heyhoe, Treos Hundeführer, und gleichzeitig sein bester Freund. In “It’s all about Treo” schildert Heyhoe wie Treo bei der britischen Armee zu einem AES Dog ausgebildet wurde, der seine Fähigkeiten in Nord-Irland und vor allem in Afghanistan zum Einsatz brachte. AES-Hunde (Arms Explosive Search) werden mit der Aufgabe betreut, Sprengstofffallen aufzuspüren und haben somit einen außerordentlich wichtigen und gefährlichen Auftrag, den sie gemeinsam mit ihren Hundeführern absolvieren müssen.

Treo wurde im Defence Animal Centre der Army in Melton Mowbray in Leicestershire ausgebildet, war anschließend drei Jahre in Nord-Irland im Einsatz und dann in der 104 Military Working Dogs Support Unit in North Luffenham (Rutland) stationiert. Von 2008 bis 2010 arbeiteten David Heyhoe und Treo in der afghanischen Provinz Helmand, wo der Labrador zahlreiche Sprengstofffallen aufstöberte, die die Taliban aufgestellt hatten. Somit bewahrte der Hund mit Sicherheit viele Soldaten vor dem Tod bzw. vor schweren Verletzungen.

Die Beziehung zwischen Hundeführer und Hund muss schon eine ganz besondere sein, sonst würde das nicht funktionieren Und Heyhoe äußert sich dazu so: “Treo’s a handsome-as-hell black Labrador-Spaniel cross, and he’s my trusted friend. In the world of war-dogs he’s known as a toughie and troublemaker, not a licky, soppy kind of mutt”.

Treo wurde für seine hervorragende Leistungen auch belohnt. Im Jahr 2010 erhielt er die Dickin Medal (ich berichtete in meinem Blog schon einmal darüber), die höchste militärische Auszeichnung, die ein Tier in Diensten der britischen Armee bekommen kann. Mittlerweile ist Treo nicht mehr im Einsatz, er ist jetzt ein “retired dog” und genießt hoffentlich sein Leben, fernab von feindlichen Taliban und gefährlichen Sprengstofffallen.

Hier ist ein Film über die Medaillenvergabe an Treo im Londoner Imperial War Museum.

Dave Heyhoe: It’s All About Treo – Life and War with the World’s Bravest Dog. Quercus 2012. 320 Seiten. ISBN 978-1780873961.

Published in: on 7. November 2012 at 02:00  Kommentare (1)  
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Mein Buchtipp – David Long: The English Country House Eccentrics

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In diesem Jahr erschien ein hübsch gestaltetes, kleines Buch im Verlag The History Press, der in Stroud in Gloucestershire seinen Sitz hat: David Longs “The English Country House Eccentrics”. Auf 158 Seiten beschäftigt sich der Autor mit englischen Exzentrikern in Verbindung mit ihren Landsitzen. In seinen bisherigen Büchern befasste sich David Long hauptsächlich mit Besonderheiten der britischen Hauptstadt wie z.B. in “Tunnels, Towers & Temples: London’s 100 Strangest Places” oder “When Did Big Ben First Bong?”. In diesem neuen Buch begibt er sich in die Provinz und stöbert so allerhand skurrile und witzige Personen auf.

Den einen oder anderen Exzentriker habe ich in meinem Blog schon vorgestellt wie John “Mad Jack” Fuller oder Lord William John Cavendish-Scott-Bentinck.
David Long präsentiert in seinem Buch noch viele andere Exemplare dieser typisch englischen Spezies.

Da ist z.B. John Mytton (1796-1834) von Halston Hall bei Oswestry in Shropshire, der für Shrewsbury ins Parlament zog, es dort aber so langweilig fand, dass er schon nach wenigen Tagen London verließ und nie wieder ins Parlament zurückkehrte. Stattdessen widmete er sich mit Vorliebe dem Alkohol (er trank am Tag sechs bis acht Flaschen Portwein), dem Wetten und dem Shoppen (er soll 700 Paar Reitstiefel und 1000 Hüte besessen haben).

Charles Seymour, der 6. Duke of Somerset (1662-1748), der im Petworth House in West Sussex residierte, war ein Snob erster Güte und dermaßen von sich eingenommen, dass er sich weigerte, mit anderen Menschen zu sprechen, die nicht seines Standes waren und das bezog sich selbst auf seine Kinder. Als eine seiner Töchter einmal die Frechheit besaß, sich in seiner Gegenwart hinzusetzen, wurde sie sofort enterbt (das Erbe hätte einer Summe von ca 20 bis 30 Millionen Pfund entsprochen).

Sir Tatton Sykes (1826-1913) vom Sledmere House bei Driffield in East Yorkshire verließ sein Anwesen nie, ohne dass er mehrere Mäntel und Hosen übereinander trug. Wenn im Laufe des Tages die Temperatur anstieg, schälte er sich nach und nach aus den Kleidungsstücken, denn er war der Meinung, dass eine stets gleichbleibende Körpertemperatur seiner Gesundheit zuträglich war. Da er keine Lust hatte, die ausgezogenen Mäntel und Hosen selbst nach Hause zu tragen, hatte er mit der Dorfjugend ein Abkommen geschlossen, dass sie die Kleidung wieder im Herrenhaus ablieferte, und jeder, der das tat, bekam dafür einen Schilling und eine warme Mahlzeit.

Es gibt noch viele weitere herrliche Geschichten über exzentrische Persönlichkeiten in diesem Buch, das ich jedem empfehlen kann, der einen Nerv für skurrile Adlige hat.

David Long:  The English Country House Eccentrics. The History Press 2012. 158 Seiten. ISBN 978-0752467313.

Petworth House (West Sussex). Residenz von Charles Seymour.
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Sledmere House (East Yorkshire). Hier wohnte Sir Tatton Sykes.
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Published in: on 13. Oktober 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Phil Penfold: Only in Yorkshire

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Hier ist das ideale Buch für jeden Yorkshire-Fan: “Only in Yorkshire – A meandering miscellany of facts, figures, folklore and legends that can be found…only in Yorkshire“. Der Autor ist Phil Penfold, ein Journalist, der für zahlreiche Blätter schrieb bzw. schreibt wie The Daily Mail, The Daily Express, The Yorkshire Post oder The Dalesman. Die witzigen Illustrationen stammen von Pete Clark, der schon einmal mit dem “Cartoonist of the Year“-Award ausgezeichnet worden ist.

Penfold hat in seinem Buch Kurioses, Humorvolles und Erstaunliches über Yorkshire zusammengetragen und mir hat es (als Fan dieser Grafschaft) viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen.
Hier sind einige Beispiele zum Appetitanregen:

Penfold schreibt über das Rhabarber-Dreieck zwischen Wakefield, Morley und Rothwell, in dem Rhabarber in geschlossenen Räumen angebaut wird, in denen die Besucher nicht reden dürfen und wo die empfindlichen Pflanzen bei Kerzenlicht gedeihen (s. hierzu auch meinen Blogeintrag).

Wentworth Woodhouse bei Rotherham kann sich damit brüsten, mit 185 m die längste Fassade eines Country Houses in ganz Europa zu besitzen.

Der exzentrische 17. Viscount Mountgarret schoss einmal auf einen Ballonfahrer, der offensichtlich auf seinem Besitz landen wollte und damit die Moorhühner gestört hätte, die dort gerade ihre Nester gebaut hatten.

Wenn man über Yorkshire schreibt, dürfen natürlich auch Gespenstergeschichten nicht fehlen und so hat Penfold diesem Thema ein ganzes Kapitel gewidmet, “Ghosts and Ghouls“, in dem wir Bekanntes und weniger Bekanntes über die so reichhaltige Welt der Geister in dieser Grafschaft erfahren.

Ein nettes Buch zum Verschenken und Selberlesen!

Phil Penfold: Only in Yorkshire. Skipton, North Yorkshire: Dalesman 2011. 144 Seiten. ISBN 978-1855682955.

Beautiful Yorkshire – Whitby Abbey. Eigenes Foto.

Beautiful Yorkshire – Haunted St Williams College in York. Eigenes Foto.

Beautiful Yorkshire – Die kleine Bucht von Staithes. Eigenes Foto.

Published in: on 24. September 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Das Eton College und seine kulinarischen Besonderheiten

Wenn man den Namen Eton hört, denkt man sicher als erstes an sein berühmtes College, an das Thema Kulinarik denkt man da eher als letztes. Ein neu erschienenes Kochbuch versucht uns nun eines Besseren zu belehren. In “The Eton Cookbook“, herausgegeben von Caroline Waldegrave und Sandra Robinson,  sind die Lieblingsrezepte von ehemaligen Collegeabsolventen versammelt.

William Waldegrave, Minister im Kabinett John Majors, steuert das vielleicht bekannteste Rezept, das mit der Stadt Eton verbunden ist, bei: The Eton Mess, ein traditionelles Dessert, das aus Erdbeeren, Sahne und Baisers besteht. Diese Süßspeise wird immer gern bei dem jährlich stattfindenden Cricket Match gegen das Winchester College gegessen. Hier ist die Eton Mess-Version von Starkoch Marco Pierre White.

Londons Bürgermeister Boris Johnson ist mit einem recht einfachen Rezept vertreten: Käsetoast.

Der Abenteurer Bear Grylls, dessen Survival-Dokumentarfilmreihe “Ausgesetzt in der Wildnis” vom deutschen Fernsehsender DMAX ausgestrahlt wird, gibt sein Lieblingsrezept Huckleberry Chocolate Pie preis.

Vom 11. Baronet of the Binns, Sir Thomas „Tam“ Dalyell Loch, einem ehemaligen schottischen Parlamentsmitglied, erfahren wir das Rezept West Lothian Porridge.

Eine kleine Auswahl aus dem 200 Rezepte umfassenden Kochbuch stellt Caroline Waldegrave heute, am 22. September,  anlässlich des Windsor Festivals 2012 jeweils um 12 Uhr, 13 Uhr und 14 Uhr vor.

Bestellt werden kann das Buch für £25 + Porto z.B. beim Eton College Shop.

Eton Mess.
Author: Jennifer Lyons. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Published in: on 22. September 2012 at 02:00  Kommentare (2)  
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Mein bevorzugter Hotelführer für Reisen nach Großbritannien: Condé Nast Johansens Great Britain & Ireland – Recommended Hotels & Spas

Für die Vorbereitung meiner Reisen nach England und natürlich auch vor Ort ist seit vielen Jahren ein spezieller Hotelführer für mich sehr wichtig, der “Condé Nast Johansens Great Britain & Ireland: Recommended Hotels & Spas“. Seit 1983 gibt es diesen Führer durch die britische Hotellandschaft schon und er unterscheidet sich in einigen Punkten von anderen Hotelführern wie etwa dem Michelin, dem The Good Hotel Guide oder dem AA Hotel Guide.

Der “Johansen” listet nur Top Hotels im 5*-Segment, ist dadurch natürlich nicht so umfangreich wie die anderen Führer, hat ein sehr großes Format ( 25.1 x 17.8)  und besticht durch sehr gute Farbfotos, die einen entsprechenden Eindruck der jeweiligen Hotels vermitteln. Parallel zu diesem Führer existiert noch ein weiterer: “Condé Nast Johansens Recommended Small Hotels, Inns and Restaurants“.

Durch meinen “Johansen”-Guide habe ich zahlreiche ausgezeichnete Hotels kennengelernt, die ich in meinem Blog im Laufe der Zeit schon vorgestellt habe wie das Cliveden Hotel in Berkshire, das Ashdown Park Hotel in East Sussex oder Tylney Hall in Hampshire.

In jedem Jahr werden von Condé Nast Johansen in mehreren Kategorien Awards for Excellence vergeben. So erhielt in diesem Jahr in der Kategorie Most Romantic Hotel das Combe House in der Nähe von Honiton in Devon diese Auszeichnung.
Das Most Excellent Country House Hotel des Jahres 2012 wurde das Lime Wood in Lyndhurst in Hampshire.
Den Condé Nast Johansens 2012 Readers’ Award erhielt The Old Rectory Hotel im Exmoor Nationalpark in Devon.

Wer Wert legt auf gediegene, ansprechende, schön gelegene Hotels, dem kann ich diesen Hotelführer sehr empfehlen. Ich war bisher noch von keinem der Johansen-Hotels enttäuscht.

Condé Nast Johansens Great Britain & Ireland: Recommended Hotels & Spas 2012. Conde Nast Johansens Ltd. 196 Seiten. ISBN 978-1903665572. Die Ausgabe 2013 erscheint am 15. November.

Condé Nast Johansens Recommended Small Hotels, Inns and Restaurants 2013. Conde Nast Johansens Ltd. 196 Seiten. ISBN 978-1903665640. Diese Ausgabe für das Jahr 2013 erscheint am 19. Oktober.

Mein Buchtipp – Mark Mason: Walk the Lines – The London Underground, Overground

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Ich habe mein persönliches Buch des Jahres bereits gefunden. Es ist Mark MasonsWalk the Lines: The London Underground, Overground“. Im Anklang an einen der ersten Johnny Cash-Hits, “I Walk the Line”, schildert der Autor in diesem Buch seine Trips durch die britische Hauptstadt und zwar geht er alle 11 U-Bahnlinien ab, aber über der Erde. Diese Wege führen ihn dann auch an sämtlichen 269 U-Bahnstationen vorbei und was es da alles zu sehen und zu berichten gibt, das erfahren wir in diesem großartigen Buch.

Mark Mason hat viele Jahre in London gelebt, aber auch er war noch nicht in allen Ecken und Enden der Millionenstadt. Mit dem Londoner Stadtplan “A to Z” bewaffnet und einem bequemen Paar Schuhe macht er sich auf den Weg, der 249 Meilen U-Bahnstrecke umfasst; rechnet man aber alle Umwege, Nebenwege usw. dazu, er läuft ja nicht geradlinig die Strecken ab, so kommt Mason insgesamt auf ca 375 Meilen.

Mark Mason nimmt im ersten Kapitel die Victoria Line unter die Füße, die von Brixton im Süden nach Walthamstow Central im Norden führt; das sind rund 20 km mit 16 Stationen wie Euston, King’s Cross und Finsbury Park.

Man erfährt sehr viel über die einzelnen Stadtteile, in manche kommen auch die Einheimischen so gut wie nie. Wer war schon einmal in Upminster, dem Endpunkt der District Line, oder in Cockfosters, wo die Piccadilly Line endet?

Wer diese Wanderungen durch London einmal virtuell nachempfinden möchte, der kann das sehr gut mit Hilfe von Google Street View machen, denn die Hauptstadt ist weitgehend erfasst.

Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die London in ihr Herz geschlossen haben. Es lädt ein, den Spuren des Autors zu folgen und man erfährt ständig Neues und Interessantes über diese großartige Stadt.

Mark Mason: Walk the Lines – The London Underground, Overground. Random House 2011. 384 Seiten. ISBN 978-1847946539

Published in: on 29. August 2012 at 02:00  Kommentare (2)  
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Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Chris Behan: Exploring Midsomer

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Der Erscheinungstermin dieses Buches wurde immer wieder verschoben. Im Februar hatte ich es bestellt, Mitte Juni wurde es endlich ausgeliefert: Chris Behans “Exploring Midsomer: The Towns and Villages at the Murderous Heart of England” (The History Press 2012, 96 Seiten, ISBN 978-0752462233), ein weiteres Buch, das sich mit der Region beschäftigt, in der die englische Erfolgs-TV-Serie “Midsomer Murders” bzw. “Inspector Barnaby” gedreht wurde und auch noch gedreht wird.

Chris Behan wohnt seit langer Zeit in Midsomer, kennt sich dort hervorragend aus und sein Haus war sogar schon einmal in einer der Episoden zu sehen. Aus seinem “location spotting” ist dieses Buch entstanden, das durch seine sehr schönen Farbfotografien Appetit macht, die Grafschaften Oxfordshire und Buckinghamshire zu bereisen. Behan stellt die kleinen Dörfer und Städte vor, die als Schauplätze für die Dreharbeiten dienten und nennt dazu die jeweiligen Episoden. Das ist zwar alles recht kurz, aber ich habe das Buch mit Vergnügen gelesen und die herrlichen Fotos genossen.
Hier ist ein Film über Chris Behan und sein Buch.

Optimal für die Reisevorbereitung in diese Region und natürlich auch vor Ort ist Sabine Schreiners und Joan Streets unbedingt zu empfehlendes “Midsomer Murders on Location: A Guide to the Midsomer Counties of Berkshire, Buckinghamshire, Hertfordshire and Oxfordshire” (Irregular Special Press 2009, ISBN 978-1901091373).

Ein weiteres Buch, das allerdings schon zehn Jahre alt und vergriffen, antiquarisch aber problemlos zu beschaffen ist: “Midsomer Murders” von Jeff Evans (Batsford 2002, ISBN 978-0713487688). Hier werden die Hintergründe und die Entstehungsgeschichte behandelt; mit einem Vorwort von John Nettles.

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Published in: on 11. August 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Die Top 5 der britischen Sachbuch-Bestsellerlisten in dieser Woche

Während die britischen Belletristik-Bestsellerlisten seit Wochen von der Erotik-Trilogie “Fifty Shades…” der schottischen Autorin E.L. James beherrscht werden, gibt es auf den vorderen Plätzen der Sachbuch-Bestsellerlisten ein buntes Gemisch unterschiedlichster Themen. Hier ist eine Übersicht über die am meisten verkauften Sachbücher in Großbritannien zu Beginn der Olympischen Spiele laut W.H. Smith:

Platz 1: Anthony Beevor: The Second World War (Weidenfeld & Nicolson).
Eigentlich ist das Thema Zweiter Weltkrieg in Buchform doch schon erschöpfend behandelt worden, doch Beevor versucht auf 880 Seiten, die sechs schrecklichen Jahre unter einem etwas anderen Blickwinkel zu beschreiben.

Platz 2: Elton John: Love is the Cure – On Life, Loss and the End of AIDS (Hodder & Stoughton).
Elton John hat sehr viel für den Kampf gegen AIDS getan: So hat die Elton John AIDS Foundation schon über $275 Millionen zusammengetragen. Der Sänger berichtet in seinem Buch über seinen Einsatz im Kampf gegen die Krankheit.

Platz 3: Jamie Oliver: Jamie’s Great Britain (Michael Joseph).
Seit Monaten auf den Bestsellerlisten. Der Fernsehkoch setzt sich in diesem Buch mit der britischen Küche auseinander.

Platz 4: Gok Wan: Gok Cooks Chinese (Michael Joseph).
Das Buch zur gleichnamigen Channel-4-Fernsehserie des Modeberaters und Kochs Gok Wan, in dem er 80 Familienrezepte verrät.

Platz 5: Mitch Winehouse: Amy, My Daughter (HarperCollins).
Die Biografie der im letzten Jahr verstorbenen Sängerin, verfasst von ihrem Vater.

Das erste Buch, das sich mit den Olympischen Spielen befasst, ist bei W.H. Smith erst auf Platz 15 zu finden: London 2012 Olympic Games – The Official Book (Carlton Books).
London 2012 Olympic Games: The Official Book: An Official London 2012 Games Publication

Published in: on 26. Juli 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Mein Buchtipp – The Countess of Carnarvon: Lady Almina and the Real Downton Abbey

Downton Abbey” ist eine außerordentlich erfolgreiche Drama-Serie des britischen Senders ITV, die in Deutschland zuerst auf dem Pay TV-Sender Sky Cinema und zu Weihnachten 2012 auch im ZDF ausgestrahlt wurde. Der Drehbuchautor Julian Fellowes schildert darin das Leben der Familie des Grafen und der Gräfin von Grantham, die ihren Stammsitz in dem fiktiven Schloss Downton Abbey haben.

Drehort für die Serie war hauptsächlich Highclere Castle in Hampshire, einige Kilometer südlich der Stadt Newbury, Wohnsitz der Carnarvons.

Lady Fiona Carnarvon ist die Gattin des 8. Earl of Carnarvon, die ihr Haus für die Filmarbeiten zur Verfügung stellten.
Wie es wirklich zu jener Zeit vor und während des Ersten Weltkrieges im Highclere Castle zuging, schildert die Countess of Carnarvon in ihrem Buch “Lady Almina and the Real Downton Abbey: The Lost Legacy of Highclere Castle“. Im Mittelpunkt des Buches stehen Lady Almina, die 5. Countess, und ihr Mann George Herbert, der 5. Earl, der vor allem durch seine Ausgrabungen in Ägypten, zusammen mit Howard Carter, berühmt wurde. Während des Krieges tat sich die Herrin von Highclere Castle besonders dadurch hervor, dass sie sich um die verletzten Soldaten kümmerte, denen sie sowohl in ihrem Schloss als auch in ihrem Londoner Wohnsitz die bestmögliche Pflege zukommen ließ. Im Gegensatz zu der TV-Serie nimmt in dem Buch das Leben “Downstairs”, also das Leben der Dienerschaft, nur einen kleinen Teil ein.

In diesem Film
führt Lady Carnarvon durch ihr wunderschönes Schloss Highclere Castle.

The Countess of Carnarvon: Lady Almina and the Real Downton Abbey: The Lost Legacy of Highclere Castle. Hodder & Stoughton 2011. 320 Seiten. ISBN 978-1444730821.

Highclere Castle. – Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright pam fray

Published in: on 4. Juli 2012 at 02:00  Kommentare (1)  
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“Jane Eyre Laid Bare” – Eine erotische Version des Buchklassikers, demnächst im Handel

Charlotte Brontë. – The image is in the public domain.

Als ich vor Jahren erstmals Haworth in North Yorkshire besuchte, dachte ich, dass das eine kleine, abgelegene und ruhige Stadt sei. Als ich dann in den Ort fuhr, wurde ich auf einen großen, fast vollen Parkplatz gelenkt, auf dem mir Ordner  einen Platz zuwiesen. Es wimmelte in Haworth vor Menschen, vor allem Japaner waren in Scharen unterwegs. Wenn dass die Brontë-Schwestern gewusst hätten, dass einmal so viele Menschen aus aller Welt ihren Wohnort und vor allem ihr Wohnhaus, das Brontë Parsonage, aufsuchen würden!

Charlotte Brontës Klassiker “Jane Eyre” wurde bis heute immer wieder neu aufgelegt, in viele Sprachen übersetzt und mehrfach verfilmt. Demnächst wird jetzt eine neu erzählte Version ihres Romans unter dem Titel “Jane Eyre Laid Bare” erscheinen, in dem die Autorin Eve Sinclair den Stoff gehörig mit erotischen Zutaten versehen hat.
“”I think that readers through the ages have appreciated the smouldering sexual chemistry between Jane and Rochester and I have changed very little of Brontë’s original to retell the timeless story of a young girl falling for an unattainable older man and getting out of her depth in a sensual world she cannot control”, so die Autorin in “The Bookseller”.

“Jane Eyre Laid Bare” wird im August zuerst als e-Book erscheinen, kurz danach als Taschenbuch und zwar im Verlag Pan Macmillan.

Erotische Adaptionen von Romanklassikern sind nicht neu. Als weiteres Beispiel sei Jane Austens “Pride and Prejudice” genannt, das unter dem Titel “Pride and Prejudice: Hidden Lusts” von Mitzi Szereto einen erotischen Touch verpasst bekam.

The Brontë Parsonage in Haworth (North Yorkshire). – Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Dave Green

Published in: on 16. Juni 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Paul Kingsnorth: Real England – The Battle Against the Bland

Bereits 2008 erschien Paul Kingsnorths beeindruckendes Buch “Real England – The Battle Against the Bland“. Der Journalist und Buchautor gehört zu der jungen Garde britischer Umweltaktivisten, die sich dafür einsetzen, dass ihr Land nicht von Big Business und Big Government beherrscht wird, was in weiten Teilen leider schon geschehen ist.

In seinem Buch schreibt Kingsnorth z.B. von der Macht der großen Supermärkte, die durch ihre Preispolitik die kleinen Ladeninhaber von den High Streets verdrängen, was zu einer Verödung der Innenstädte führt.

Zahlreiche Dörfer in der schönsten Umgebung, die England zu bieten hat, werden immer mehr von reichen Leuten aus den Großstädten aufgekauft, d.h. die dort erworbenen Häuser stehen den größten Teil des Jahres leer, weil sie nur zeitweise bewohnt werden, die Einheimischen können sich die hohen Hauspreise nicht leisten, die Dorfgemeinschaft zerfällt.

Pubs gehen in einem beunruhigenden Tempo zugrunde, weil sehr viele  den großen PubCos gehören (” greedy property companies with a cuddly name – and they own nearly half the country’s pub freeholds”, so die Zeitschrift Private Eye). Punch Taverns, Enterprise Inns und wie dies Pubcos alle heißen, schließen ihre Pubs, sobald sie ihren Anforderungen nicht mehr gerecht werden bzw. wenn Bauunternehmer ihnen einen guten Preis für das Grundstück machen.

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus Kingsnorths Buch, der sich vehement gegen die Monokultur, für die politische Machtverlagerung auf die lokale Ebene und für den Kampf gegen die brutalen Methoden des Big Business einsetzt.

Der “Independent” nennt das Buch “a watershed study, a crucially important book“. Außerordentlich lesenswert und in weiten Teilen auch auf Deutschland übertragbar!

Paul Kingsnorth: Real England – The Battle Against the Bland. Granta Books 2008. 304 Seiten. ISBN 978-1846270413. Auch als Taschenbuch lieferbar.

Published in: on 14. Juni 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Benedict le Vay: Eccentric Oxford

Neulich brachte ich mir aus der Oxforder Großbuchhandlung Waterstones ein weiteres Buch des Spezialisten für alles Exzentrische, Benedict le Vay, mit dem Titel “Eccentric Oxford”, mit. Sein “Eccentric Britain” stellte ich vor einiger Zeit hier schon einmal vor.

Die Bücher le Vays machen einfach Spaß. Mit trockenem Humor nimmt er sich hier der  zahlreichen exzentrischen Persönlichkeiten Oxfords an, stellt die exzentrischen Colleges (es sind wohl ziemlich alle vertreten) und Kirchen vor und weist bei Rundgängen durch die Stadt auf die vielen skurrilen und eigenartigen Dinge hin, die man hier überall antrifft.

Le Vay macht uns in seinem Buch u.a. mit dem exzentrischsten aller Exzentriker, mit Gerald Tyrwhitt-Wilson, dem 14. Baron Berners (1882- 1950) bekannt, der z.B. nach dem Motto, “wenn man einen Hundewelpen ins Wasser wirft, lernt der instinktiv schwimmen” das gleiche mit dem Spaniel seiner Mutter versuchte, indem er ihn aus dem Fenster eines oberen Stockwerks warf und meinte, der Hund würde nun instinktiv fliegen lernen…  Lord Berners betätigte sich u.a. auch als Komponist. Hier eine kleine Kostprobe, sein berühmter “Goldfisch” aus dem Jahr 1919: “Le Poisson d’Or“.

Reverend Tatham vom Lincoln Collge war dafür berüchtigt, dass er in der Kirche St Mary the Virgin endlos lange, bis zu drei Stunden dauernde langweilige Predigten hielt. Nach und nach schlichen sich während dieser Sermone die Studenten und Professoren aus der Kirche; einmal blieb nur ein einziger Zuhörer sitzen, seltsam bewegungslos. Er war während der Predigt gestorben.

Wer in Oxford exzentrisch wohnen möchte, dem empfiehlt le Vay das Hotel Malmaison in der New Road, ein ehemaliges Gefängnis, dessen Zellen in Hotelzimmer umgewandelt wurden. “No bars, except the one you drink from, and cell phones in the rooms, no doubt”.

Ein Lesevergnügen!

Benedict le Vay: Eccentric Oxford. Bradt Travel Guides 2011. 304 Seiten. ISBN 978-1841624266.

Früher Gefängnis, heute Hotel: The Malmaison. – Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Terry Bean

Published in: on 31. Mai 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Paul Moody & Robin Turner: The Search For the Perfect Pub

Paul Moody und Robin Turner sind immer auf der Suche nach “Juwelen” in der sich ständig verändernden britischen Publandschaft. In ihrem Buch “The Rough Pub Guide: A Celebration of the Great British Boozer” (Orion Books 2008) haben sie ein Countdown der 50 eigenwilligsten Pubs zusammengestellt (Platz 1: The Montague Arms, New Cross, London; Platz 2: The Dyffryn Arms, Pontfaen, Dyfed; Platz 3: The Temple, Manchester).

In Moody und Turners letztem Buch, “The Search For the Perfect Pub“,machen sie sich auf die Suche nach dem perfekten Pub. Das Buch trägt den Untertitel “Looking For the Moon Under Water” und die Autoren nehmen damit Bezug auf ein Essay, das George Orwell 1946 schrieb, in dem er den fiktiven Pub “The Moon Under Water” beschrieb, seine Vorstellung damals von dem perfekten britischen Pub.

Das Buch ist gleichzeitig eine locker geschriebene Untersuchung über die Rolle und die Problematik des Pubs im 21. Jahrhundert:

Wirte versuchen die schwindenden Gästezahlen aufzufangen, indem sie ihre Häuser in Gastro-Pubs, Themen-Pubs oder Musik-Pubs umwandeln.

Die großen Pubcos, das sind die großen Gesellschaften, denen tausende von Pubs gehören, lassen die Wirte oft im Regen stehen und helfen ihnen nicht, sondern schließen die Gasthöfe kurzerhand, wenn sie nicht die geforderten Umsatzzahlen bringen.

Die großen Supermarktketten bieten Bier deutlich billiger an, was dazu führt, dass die Pints zuhause getrunken werden.

Das Rauchverbot hat ein übriges getan und den Pubs Umsatzverluste eingebracht.

Schwere Zeiten stehen der britischen Institution “Pub” bevor, aber: Es gibt sie glücklicherweise immer noch, die “Boozer”, und sie spielen nach wie vor eine außerordentlich wichtige gesellschaftliche Rolle. Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der sich für dieses Thema interessiert. Auf meinen Reisen sind Pubbesuche immer sehr wichtig und ich fahre nie nach England, ohne meinen “AA Pub Guide” dabeizuhaben.

Hier ist ein Video, in dem ein Publican von den Problemen seiner Zunft singt.

Paul Moody & Robin Turner: The Search For the Perfect Pub – Looking For the Moon Under Water. Orion Books 2011. 288 Seiten. ISBN 978-1409112679.

Mein persönlicher “Perfect Pub”: The Falkland Arms in Great Tew (Oxfordshire). – Eigenes Foto.

Manchester City – Ein Fußballverein im Spiegel der Literatur

Das Stadion des Manchester City Football Club. – © Copyright Steven Haslington and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Nach 44 Jahren gewann der Fußballverein Manchester City vor wenigen Tagen wieder einmal die englische Meisterschaft, zum Leidwesen des Lokalrivalen, Alex Fergusons Manchester United.

Aus diesem Anlass möchte ich an dieser Stelle einmal eine Auswahl an Büchern vorstellen, die sich mit dem Verein beschäftigen.

- David Clayton: “Manchester City On This Day: History, Facts & Figures from Every Day of the Year” (2011).  Eine Chronik der “Blues”, wie die Spieler genannt werden, mit allen wichtigen Daten aus der Vereinsgeschichte.

- David Clayton: “When Football Was Football – Manchester City: A Nostalgic Look at a Century of the Club” (2010). 100 Jahre Manchester City. Der Verein in Fotografien aus dem Archiv des Daily Mirror.

- Colin Shindler: “Manchester City Ruined My Life” (2012). “The cry of a frustrated romantic”. Das Buch eines Fans über die Glitzerwelt des Vereins, in den gewaltige Geldsummen gepumpt worden sind.

- David Conn: “Richer Than God – Manchester City, Modern Football and Growing Up” (erscheint im Juli 2012). Ein Verein und seine schwerreichen arabischen Besitzer.

- Ian Cheeseman: Colin Bell – Reluctant Hero: The Autobiography of a Manchester City and England Legend” (2005). Porträt des Mittelfeldspielers Colin Bell, von dem viele sagen, er sei einer der größten in der Vereinsgeschichte gewesen. Er spielte von 1966 bis 1979 für Manchester City.

- Eric Alexander: “Please May I Have My Football Back – My Life at Manchester City” (2009). Geschichte der Alexander Familie, die viele Jahre auf das engste mit dem Club verbunden war.

- Paul Lake: “I’m Not Really Here” (2011). Autobiografie eines Manchester City-Spielers, der dem Verein von 1986-196 treu blieb und der auf Grund einer schweren Verletzung seine Karriere schon früh aufgeben musste.

- Mark Hodkinson: “Blue Moon – Down Among the Dead Men with Manchester City” (2011). Der Autor schildert die schlimmsten Jahre des Vereins, als er 1998/99 in die dritte Liga abstieg.

…und das ist nur eine kleine Auswahl an Büchern über Manchester City. Weitere sind bereits angekündigt.

Und hier zum Abschluss noch einige (bierselige?) Fangesänge.

Published in: on 15. Mai 2012 at 15:08  Hinterlasse einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – Martin Wainwright: The English Village

Kürzlich kaufte ich mir das Buch “The English Village: History and Traditions” von Martin Wainwright. Der “Guardian”-Journalist beschäftigt sich darin mit der Geschichte und dem heutigen Zustand englischer Dörfer, seinen Traditionen und seinen Problemen.
Nicht zuletzt durch die TV-Krimiserie “Inspector Barnaby” ist man auch in Deutschland mit dem Wesen des englischen Dorfes vertraut, wenn es auch in der Realität wesentlich friedlicher zugeht und die Mordquote Gottseidank mit Abstand nicht so hoch ist. Aber Dorffeste spielen eine große Rolle, die Village Greens gibt es und natürlich sind die Pubs (hoffentlich noch lange) Mittelpunkt vieler Dörfer.

Martin Wainwright beschäftigt sich mit den Veränderungen, die das englische Dorfleben erfahren hat und mit den Problemen, denen es sich stellen muss: Die familienbetriebenen Läden werden immer seltener, weil die Supermärkte vor den Toren ihre Waren billiger anbieten können; die Pubs schließen zurzeit mit einer Quote von etwa 50 pro Woche. Das sind alles keine schönen Aussichten. Dazu kommt, dass immer mehr Häuser von wohlhabenden Städtern aufgekauft werden, die sie als Zweitwohnungen nutzen und den größten Teil des Jahres leer stehen.

Ein interessantes Buch des Autors, der auch das Buch “True North: In Praise of England’s Better Half” geschrieben hat.

Dieser Film zeigt einige Szenen aus dem englischen Dorfleben.

Martin Wainwright: The English Village: History and Traditions. Michael O’Mara Books 2011. 192 Seiten. ISBN 978-1-84317-712-8.

Published in: on 3. Mai 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Peter Ackroyd: Thames, Sacred River

In meinem Blog habe ich schon mehrere Bücher vorgestellt, die sich mit der Themse beschäftigen, so z.B. Christopher Winn, Derry Brabbs und Hans-Günter Semsek.  Das Nonplusultra aller Themse-Bücher bisher ist aber sicher Peter Ackroyds umfangreiche Darstellung “Thames, Sacred River” aus dem Jahr 2007, die auch in deutscher Übersetzung unter dem Titel “Die Themse: Biographie eines Flusses” (Knaus-Verlag 2008) vorliegt.

Der mit Literaturpreisen überhäufte Peter Ackroyd hat u.a auch eine “Biografie” über London geschrieben und sich in seinen Büchern mit Thomas More und Charles Dickens auseinandergesetzt.

In seinem Themse-Buch präsentiert er den Fluss von seiner Quelle bei Cirencester bis zur Mündung in die Nordsee, von den Anfängen vor 170 Millionen Jahren bis heute. Unter allen erdenklichen Gesichtspunkten hat Ackroyd die Themse untersucht:
- Der Fluss in der Kunst
- Der Fluss des Kommerzes
- Der Fluss der Arbeit
- Der Fluss des Todes

Ackroyds Themse-Biografie ist ein gewaltiges Werk von über 500 Seiten, davon 7 Seiten Bibliografie; darin steckt ein enormer Aufwand an Recherchearbeit, aber das kennt man ja von dem Autor, dessen Buch über London 800 Seiten umfasst.
Wer sich für die Themse interessiert, dem kann ich dieses Standardwerk sehr empfehlen!

In diesem Film stellt Peter Ackroyd sein Buch vor.

Peter Ackroyd: Thames, Sacred River. Chatto & Windus 2007. 512 Seiten. ISBN 978-0701172848.

Die Themse bei Water Oakley in Berkshire. - Eigenes Foto.

Published in: on 12. April 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – Tim Moore: You Are Awful (But I Like You) – Travels Through Unloved Britain

Vor einigen Wochen erschien ein Buch in Großbritannien, das ich hier kurz vorstellen möchte: “You Are Awful (But I Like You) – Travels Through Unloved Britain” von Tim Moore. Moore ist Reiseschriftsteller und er schreibt für große britische Tageszeitungen.
In seinem aktuellen Buch begibt er sich auf eine Reise in den “underbelly” Großbritanniens, zu den Städten, die nicht auf der Sonnenseite des Landes stehen. Um das auch entsprechend “standesgemäß” zu tun, unternimmt er die Reise in einem alten klapprigen Austin Maestro namens Craig, wohnt nur in den schäbigsten Hotels und sucht die Lokale mit der ungesundesten Ernährung auf. Mutig!

Seine Reise führt ihn u.a. in Küstenorte wie Leysdown-on-Sea auf der Isle of Sheppey, nach Skegness und Great Yarmouth, die schon einmal bessere Tage gesehen haben. Weitere Stationen sind Sheffield, Middlesborough, Hartlepool und Hull, sowie Cumbernauld in Schottland und Merthyr Tydfil in Wales (“Britain’s capital of blank-faced, empty-headed, chip-fed loitering”).
Viele der von Moore aufgesuchten Orte im Norden des Landes leiden noch immer unter dem Zusammenbruch der Schwerindustrie bzw. unter der Aufgabe des Bergbaus, der oft die einzige Einnahmequelle der Bewohner war. Entsprechend desolat sieht es in diesen Regionen auch aus.

Damit der ein wenig masochistisch veranlagte Autor des Buches auch noch zusätzlich leiden muss, hat er sich für unterwegs die (nach seiner Meinung) schlimmste Musik zusammengestellt. Ozzy Osbourne erschallt häufig in Moores Austin Maestro (“Ozzy’s relentless nasal profanity was already causing my jaw to clench”) und wenn er sich mal so richtig quälen möchte, spielt er “Orville’s Song” mit Keith Harris.

Ich sagte schon , dass Moore sich für seine Übernachtungen die schäbigsten Hotels ausgesucht hat; er tut das anhand von TripAdvisor-Wertungen; je schlechter die Bewertung, desto eher kommt das Etablissement für ihn in Frage. Als Höhepunkt hat er für seine letzte Übernachtung das Gresham Hotel im Londoner Stadtteil Ealing ausgesucht, das sich im TripAdvisor u.a. über folgende Eintragungen freuen kann: “Checked in, ten minutes later checked out” oder “I wouldn’t let my dog stay there”. Aber auch diese letzte Hürde seiner Reise nimmt Tim Moore bravourös.
Das Buch ist einerseits witzig zu lesen, macht aber auch andererseits nachdenklich; ich kann es sehr empfehlen!

Tim Moore: You Are Awful (But I Like You) – Travels Around Unloved Britain: Travels Through Unloved Britain. Jonathan Cape 2012. 276 Seiten. ISBN 978-0224090117.

Published in: on 29. März 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Mein Buchtipp – Rosina Harrison: The Lady’s Maid – My Life in Service

35 Jahre stand Rosina Harrison als Lady’s Maid in Diensten der Multi-Millionärin Nancy Astor. 1929 trat die in North Yorkshire geborene Harrison ihre Stelle an und blieb bis zum Tode Lady Astors deren engste Vertraute.

In ihrem Buch “The Lady’s Maid: My Life in Service“, das erstmals 1975 erschien, schildert Rosina Harrison ihr Leben an der Seite der Frau, die 1919 das erste weibliche Parlamentsmitglied des Vereinigten Königreiches wurde. Es war nicht einfach, es Lady Astor immer recht zu machen. Eine Sieben-Tage-Woche mit bis zu 18 Stunden Arbeit pro Tag war nicht unüblich und der Lohn dafür äußerst mäßig. Harrison lernte dafür den gesamten Hochadel Großbritanniens und weitere wichtige Persönlichkeiten kennen, die bei den Astors häufig zu Gast waren.

Nancy und Waldorf Astor hatten mehrere Wohnsitze in Großbritannien. Ihr Londoner Domizil befand sich am St James’s Square, dort, wo heute der Naval and Military Club untergebracht ist. In Kent hatten sie ein sehr schönes Haus, Rest Harrow, an der Bucht von Sandwich. In Plymouth wohnten die Astors in No. 3 Elliot Terrace und im hohen Norden hatten sie ein farmähnliches Anwesen, die Tarbert Lodge, auf der Isle of Jura in Schottland.
Das Glanzstück der Wohnsitze aber war Cliveden bei Taplow in Berkshire. Hier hielten die Astors Empfänge ab, bei denen bis zu 1000 Personen anwesend waren. Da hatte das zahlreiche Personal, das in Cliveden eingesetzt war, alle Hände voll zu tun.

Rosina Harrisons Buch gibt einen sehr interessanten Einblick in das Upstairs/Downstairs-Leben und manches erinnert sehr stark an die englische TV-Serie “Downton Abbey”.

Noch einige Worte zu Cliveden. 1984 wurde das wunderschöne Haus in ein 5-Sterne-Luxushotel umgewandelt, über das ich in einem meiner früheren Blogeinträge schon berichtete. Es ist eines der schönsten und komfortabelsten Hotels, in denen ich je gewohnt habe, mit einem exzellenten Service. In der grandiosen Hotelhalle hängt jenes berühmte Bild von Lady Astor, das John Singer Sargent 1909 von ihr anfertigte. Ich hatte das Vergnügen, direkt neben diesem Bild meinen After-Dinner-Drink zu mir zu nehmen.

Das Hotel, das Michael Jackson aus einer Laune heraus einmal kaufen wollte, nachdem er sich eine Zeit lang in der Lady Astor Suite eingemietet hatte, hat im Februar 2012  den Besitzer gewechselt und gehört jetzt der Firma London & Regional Properties.

Rosina Harrison: The Lady’s Maid – My Life in Service. Ebury Press  2011. 355 Seiten. ISBN 978-0-09194-351-6.

Lady Nancy Astors Bild in der Hotelhalle von Cliveden. - This image is in the public domain because its copyright has expired.

Unser Besuch im Cliveden Hotel fand im Winter statt. - Eigenes Foto.

Published in: on 9. März 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – Graham Uney: Oxfordshire – The Glorious County

Graham Uney hat schon zahlreiche Bücher geschrieben, speziell Wanderführer für viele Regionen Großbritanniens, aber auch Porträts englischer Counties.
Ein sehr schöner Bildband ist “Oxfordshire: The Glorious County“, in dem Uney die Facetten dieser englischen Grafschaft zeigt. Besonders die Dörfer haben es ihm angetan, so finden sich in dem Buch sehr stimmungsvolle Fotos von Goring, Wroxton, Deddington und Benson, um nur einige Dörfer zu nennen.

“It is a county of light and colour, of big skies and intimate corners. Oxfordshire’s palate runs through warming tones of red and orange stonework in the walls of old farms, villages and towns, topped by earthly tones of thatched cottages”, so Uney in der Einführung zu seinem Buch. Genauso habe ich die Grafschaft auch immer wieder erlebt.

Graham Uney: Oxfordshire – The Glorious County. Halsgrove 2008. 144 Seiten. ISBN 978-1841148113. Bildband im Querformat.

Die Themse bei Wallingford (Oxfordshire). - Eigenes Foto.

Ewelme in Oxfordshire. - Eigenes Foto.

Published in: on 19. Februar 2012 at 02:00  Kommentare (1)  
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