Die Sportwagenfabrik Lotus in Hethel (Norfolk)

Die Lotus-Produktionsanlagen in Hethel (Norfolk).    © Copyright Evelyn Simak

Die Lotus-Produktionsanlagen in Hethel (Norfolk).
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Evelyn Simak

Wer sich für englische Sportwagen interessiert und sich in Norfolk aufhält, sollte unbedingt einmal die Fabrikhallen der Firma Lotus ansehen. Südwestlich von Norwich auf dem Gelände des ehemaligen Luftwaffenstützpunkts Hethel hat sich 1966 die Sportwagenfabrik angesiedelt und baut seitdem hier ihre exklusiven und selten zu sehenden Luxusfahrzeuge. RAF Hethel verfügte über Start- und Landebahnen, die sich ideal als Teststrecken für die Lotus-Fahrzeuge erwiesen.

Colin Chapman war der Firmengründer und die treibende Kraft des Sportwagenherstellers. Er führte die Lotus-Rennwagen in den 1960er Jahren in die Formel-1-Welt ein und kreierte damals die legendären Lotus Elan und Elise. Nach Chapmans Tod im Jahr 1982 wechselte die Firma mehrfach den Besitzer, zurzeit ist Lotus in der Hand der malaysischen Firma Perusahaan Otomobil Nasional Bhd.

Zweimal in der Woche finden Touren durch die Produktionsanlagen statt, in denen die Sportwagen per Hand gefertigt werden: Mittwochs um 14 Uhr, freitags um 10 Uhr. Der Preis: £39. Im Lotus Store kann man sich anschließend mit Fanartikeln eindecken wie T-Shirts, Base Caps und anderen Dingen.

In einigen Spielfilmen finden wir die Sportwagen aus dem Hause Lotus wieder, z.B. ein Esprit in “Pretty Woman” und den James Bond-Filmen “Der Spion, der mich liebte” und “In tödlicher Mission“. Einen Lotus Elan fuhr Emma Peel in der TV-Serie “The Avengers” (dt. “Mit Schirm, Charme und Melone”); hier sind einige Szenenauschnitte.

Gebaut werden in dem Werk in Norfolk momentan der Exige, die Elise und der Evora. Wer diese Modelle einmal fahren möchte, kann das bei der Lotus Driving Academy tun, die Testfahrten auf den firmeneigenen Strecken anbietet (ein nicht ganz billiger Spaß, ab ca £400!).

Dieser Film informiert umfassend über den Lotus Evora.

Lotus
Potash Ln
Hethel, Norwich NR14 8EZ
Tel. 01953 608000

Der Lotus Evora. Attr.: Cobra bubbles. This file is licensed under the Creative Commons Attribution 3.0 Unported license.

Der Lotus Evora.
Attr.: Cobra bubbles. This file is licensed under the Creative Commons Attribution 3.0 Unported license.

Published in: on 29. April 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags:

Brights of Nettlebed – Englische Möbel vom Feinsten

Bright's of Nettlebed in der High Street.    © Copyright Bill Nicholls

Bright’s of Nettlebed in der High Street.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Bill Nicholls

Über das Dorf Nettlebed, zwischen Wallingford und Henley-on-Thames an der A4130 gelegen, schrieb ich in meinem Blog schon einmal in Zusammenhang mit meiner Inspector-Barnaby -Spurensuche. Ich suchte dort The White Hart in der High Street auf, der in der Folge 33 “The Maid in Splendour” (dt. “Tod im Liebesnest”), allerdings nur ganz kurz am Ende des Films zu sehen ist, und nahm hier meinen Lunch zu mir.

Ein paar Schritte weiter an der High Street liegen die Verkaufsräume einer alteingesessenen Möbelfirma, “Brights of Nettlebed“, empfehlenswert für jeden, der sich für englische Möbel interessiert. Vor 40 Jahren wurde der erste Verkaufsraum in einer ehemaligen Bäckerei eröffnet, dann kaufte man die angrenzenden Gebäude, in denen sich eine Schlachterei und eine Lebensmittelhandlung befanden, mit dazu, so dass eine Ausstellungsfläche von über 1100 m2 entstanden ist.

Brights of Nettlebed haben eine große Auswahl an traditionellen englischen Möbeln, stellen aber auf Wunsch jedes beliebige Stück in ihren Werkstätten her. “Antique style reproduction furniture” ist die Spezialität der Firma, die man sich in 36 einzelnen Räumen ansehen kann.

Wer sich z.B. ein Himmelbett zulegen möchte, der wird bei Bright’s fündig. Hier gibt es ein Althorp Four Poster Bed zum Preis von (zurzeit) £7,835; man muss schon recht tief in die Tasche greifen, wenn man hier einkaufen möchte, bekommt dafür allerdings auch eine tadellose Qualität.
Das Prunkstück unter den Esstischen ist ein Mahagonitisch für £16,885; ein Bücherschrank für die wertvollen Folianten des Hauses wird für £19,500 angeboten und die Reproduktion eines Sideboards aus dem 17. Jahrhundert für £5,500.

Die Möbel aus dem Hause Bright’s of Nettlebed eignen sich ideal für Schlösser und Herrenhäuser, wirken aber sicher in einer “Normalwohnung” etwas deplatziert.

Außer in Nettlebed unterhält Bright’s noch Filialen in der Londoner King’s Road, in Topsham (Devon) und in Wimborne (Dorset).

Hier ist eine kurze Selbstdarstellung der Firma im Film.

Bright’s of Nettlebed
Kingston House
High Street
Nettlebed, Henley-on-Thames RG9 5DD
Tel 01491 641115

Ich liebe englische Möbel. Dieses Sofa  habe ich allerdings nicht in Nettlebed gekauft; es stammt aus Glossop in Derbyshire.

Ich liebe englische Möbel. Dieses Sofa habe ich allerdings nicht in Nettlebed gekauft; es stammt aus Glossop in Derbyshire.

Beckford Silk – Ein Seidenwarenhersteller in Worcestershire

Beckford Silk in Worcestershire.   © Copyright nick macneill

Beckford Silk in Worcestershire.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright nick macneill

Beckford ist ein kleines Dorf in Worcestershire, an der A46 gelegen, die von Evesham nach Tewkesbury führt. Am Ortsrand liegt die Firma Beckford Silk, die hier seit 1975 Seidenwaren aller Art herstellt und in einem angeschlossenen Shop auch verkauft. Ich habe den Laden einmal besucht und fand das Angebot sehr interessant; die weibliche Kundschaft überwiegt in dem Laden, denn Frauen haben wohl einen ausgeprägteren Nerv für Seidentücher und Seidenblusen. Aber es gibt hier auch ein reichhaltiges Angebot an Seidenkrawatten.

Beckford Silk hat namhafte Auftraggeber im ganzen Land; so arbeitete man z.B. schon für das Londoner Victoria & Albert Museum, die Bodleian Library in Oxford, das  British Museum und das House of Commons.
Nach vorheriger Anmeldung können Besuchergruppen sich den Herstellungsprozess in den Werkstätten ansehen; im kleinen Two Jay’s Café kann man sich nach dem Einkauf mit Getränken und Snacks stärken.

Hier ist ein kleiner Film über Beckford Silk.

Im benachbarten Ort Conderton gab es einmal ein weiteres kleines Seidenstudio, das von Elaine Rippon betrieben wurde und in dem ich mich vor einigen Jahren mit Seidenkrawatten (und meine Frau mit Halstüchern) eindeckte. Leider gibt es das nicht mehr; auch die Filiale in Broadway in den Cotswolds ist geschlossen worden. Meine Ermittlungen in der Region über den Verbleib von Elaine Rippon führten zu keinem Ergebnis und auch die Internetrecherchen nicht. Sie scheint wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Schade!

Beckford Silk Limited
Beckford
Nr Tewksbury
Gloucestershire
GL20 7AU
Tel. 01386 881507

Hier sind einige meiner Elaine Rippon-Krawatten:

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Published in: on 8. April 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags:

Orford General Store (Suffolk) – Bester Dorfladen Großbritanniens

With friendly permission of Orford General Store.

With friendly permission of Orford General Store.

Jedes Jahr vergibt die Countryside Alliance Preise für ländliche Einrichtungen oder Personen, die sich besonders für die Erhaltung des englischen Dorflebens eingesetzt haben. In der Kategorie “Village Shop/ Post Officewurde der Preis, der vom Daily Telegraph gesponsort wird, vor wenigen Tagen an den General Store in Orford in der Grafschaft Suffolk vergeben. Orford ist ein kleines Dorf, direkt an der Heritage Coast gelegen, und ziemlich verschlafen wie ich es in Erinnerung habe.

Orford1In der Pump Street liegt dieser preisgekrönte Dorfladen, gekoppelt mit dem Postamt, einer Delikatessenabteilung, einer Weinhandlung, dem “Suffolk Butcher” und einem Café. Seit dem Jahr 2010 hat Penny Teale dieses kleine Imperium aufgebaut, das sich mittlerweile zu einem wesentlichen Bestandteil des Ortes entwickelt hat. Die Ladenbesitzerin zeigt, dass es durchaus Alternativen zu den großen anonymen Supermärkten geben kann. Sie hat an sieben Tagen in der Woche geöffnet und ein breites Angebot an Waren. Man trifft sich im General Store, trinkt einen Kaffee oder wirft einen Blick in die Zeitungen, die hier kostenfrei ausliegen.
Penny Teale vergleicht ihre Preise ständig mit denen einiger Supermarktketten und ist da mit manchen Produkten sogar preisgünstiger wie sie kürzlich dem Daily Telegraph erzählte. Der Kundendienst ist sowieso unschlagbar, denn man geht im General Store gern auf individuelle Wünsche ein, was die großen Märkte wohl eher nicht tun.

Wem es in Orford gefällt, der kann sich auch gleich über dem Laden einmieten, denn hier stehen zwei Zimmer zum Preis von £75 bis £95 zur Verfügung; das kontinentale Frühstück gibt es in Pennys Cafè.

Die Webseiten des Orford General Stores sind ansprechend gestaltet, u.a. mit einem Blog, der von Pennys Hund Spike bestritten wird, und einem Notice Board für örtliche Kleinanzeigen.

Ich glaube, Penny Teale hat diesen Preis (auch Rural Oscar genannt) wirklich zu Recht erhalten. Wenn es noch mehr von diesen kreativen Unternehmern/Unternehmerinnen gäbe und die Dorfbevölkerung mitzieht, dann dürfte es für die Zukunft des English Village nicht ganz so finster aussehen.

Der Vorjahressieger war übrigens Ludwell Stores and Post Office in Ludwell bei Shaftesbury in Dorset.

Orford in Suffolk.   © Copyright Chris Gunns

Orford in Suffolk.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Chris Gunns

Published in: on 26. März 2013 at 02:00  Kommentare (1)  
Tags:

Die Winsford Rock Salt Mine in Cheshire – Streusalzproduzent Nummer 1

   © Copyright Andrew Fielding

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Andrew Fielding

Wenn in England die ersten Schneeflocken fallen und die Temperaturen die Null-Grad-Grenze unterschreiten, dann wird tonnenweise Streusalz auf die Straßen geschüttet. Als ich vor einiger Zeit im Januar und Februar durch das Land fuhr und es etwas geschneit hatte, warnten die Medien davor, das Haus zu verlassen, der Schulunterricht fiel aus, Flughäfen wurden geschlossen und allgemeine Panik machte sich breit (was ich als Nicht-Engländer nicht so recht nachvollziehen konnte). Da schlugen die Straßenmeistereien mit ihren Streufahrzeugen zu und verteilten unendliche Mengen Salz auf den Fahrbahnen; bald hatten alle Autos einen dicken Salzpanzer, so dass die eigentliche Farbe kaum noch zu erkennen war. Dann kam die Meldung, dass in den Kommunen die Salzvorräte dem Ende zugingen, obwohl rund um die Uhr Streusalz produziert wurde. Wo kommt das denn eigentlich her?

Zum größten Teil aus dem westlichen Teil der Grafschaft Cheshire; dort befinden sich Salzlager, die z.B. in der Winsford Rock Salt Mine abgebaut werden, die größte ihrer Art in ganz Großbritannien. Wenn die Nachfrage nach “grit”, wie das Streusalz genannt wird, besonders hoch ist, kann es schon einmal vorkommen, dass sich die LKWs auf einer Länge von mehreren  hundert Metern vor der Mine stauen.

Das Salz wird in einer Tiefe von ca 200 m abgebaut und die Stollen erstrecken sich über 217 km; über eine Millionen Tonnen Salz werden pro Jahr in der Winsford Rock Salt Mine gewonnen. Betreiber der Mine ist die Firma Salt Union Ltd (“De-Icing is Our Business”).

Durch den Abbau des Salzes sind natürlich riesige leere Räume entstanden, die man jetzt zu einem Teil als Lagerfläche verwendet. Die Firma DeepStore Records Mangement lagert hier unten u.a. Dokumente, Kunstwerke, polizeiliche Beweisstücke und Teile des Nationalarchivs aus Kew in Surrey ein, die durch die stets gleich bleibende Temperatur und die Katastrophensicherheit optimal aufbewahrt werden können. Dieser Film informiert über die Möglichkeiten, die Deepstore anbietet.

Die Winsford Rock Salt Mine ist nicht öffentlich zugänglich; Touren werden also nicht angeboten; dafür bietet dieser Film einen Blick hinter die Kulissen der Salzgewinnung.

Salt Union Ltd.
Astbury House
Bradford Road
Winsford
Cheshire
CW7 2PA

LKW-Warteschlangen vor der Winsford Rock Salt Mine.   © Copyright Andrew Fielding

LKW-Warteschlangen vor der Winsford Rock Salt Mine.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Andrew Fielding

Published in: on 25. Februar 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags:

Berry Bros. & Rudd – Großbritanniens älteste Weinhandlung in London

   © Copyright R Sones

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright R Sones

Sollte man einmal bei der Queen oder beim Prince of Wales eingeladen werden und dort ein Glas Wein vorgesetzt bekommen, so kann man fast sicher sein, dass der Wein von der Firma Berry Bros & Rudd geliefert worden ist, denn sie hat schon seit langem die Royal Warrants und darf sich Hoflieferant nennen.
Seit 1698 gibt es diese Wein- und Spirituosenhandlung schon und wer dort einmal einkaufen möchte, muss sich in die St. James’s Street Nummer 3 begeben, wo das Geschäft seit seiner Gründung ansässig ist. Das schöne alte Haus scheint sich kaum verändert zu haben und besitzt eine sehr ansprechende Fassade. Zu den Kunden von Berry Bros. & Rudd gehörten unter vielen anderen Prominenten z.B.  Lord Byron, William Pitt the Younger und der Aga Khan (wie die Homepage der Firma stolz verkündet).

Die Kellergewölbe ziehen sich weitläufig unter der St. James’s Street und angrenzenden Straßen hin; hier lagern riesige Mengen von Weinen und einige der Räume stehen auch für Festlichkeiten zur Verfügung wie der Napoleon Cellar und der Pickering Cellar. Die Firma führt hier Weinproben durch und hält in der Wine School Seminare ab. Im vorigen Jahr erhielt die Weinschule den Wine Educator of the Year Award bei der International Wine Challenge. Es ist schon großartig, was hier fast jeden Tag an Informationsveranstaltungen angeboten wird. Hier ist der Events Calendar für das erste Halbjahr 2013.

Berry Bros. & Rudd, die über 4000 Weine und Spirituosen im Angebot haben, wurden schon so oft ausgezeichnet, dass man das kaum noch zählen kann. In diesem Jahr verzeichnete Timeout das Geschäft unter den “best shops in London”.

In Basingstoke unterhält die Firma noch einen Bin End Shop, ist aber auch international tätig mit Verkaufsbüros in Dublin, Tokyo und Singapur.

Dieser Film wirft einen Blick hinter die Kulissen von Berry Bros. & Rudd und dieser Film informiert über die Weinschule der Firma.

Berry Bros & Rudd
3 St James’s Street
London, SW1A 1EG

Published in: on 23. Februar 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags:

Bozedown Alpacas in Whitchurch-on-Thames (South Oxfordshire)

Die Bozedown Alpacas.   © Copyright Andrew Smith

Die Bozedown Alpacas.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Andrew Smith

“Das Alpaka (Vicugna pacos), auch Pako, ist eine aus den südamerikanischen Anden stammende, domestizierte Kamelform, die vorwiegend ihrer Wolle wegen gezüchtet wird.” So steht es in der Wikipedia. Doch auch in Europa und speziell in Großbritannien gibt es Züchter und Liebhaber dieser Tiere. 35 000 Alpakas soll es im Vereinigten Königreich geben, und die Züchter haben sich in der British Alpaca Society (BAS) zusammengeschlossen, deren Aufgabe so definiert ist: ” The BAS, via its regional groups, provides information, support and events for alpaca owners, breeders and all those interested in alpacas”.
Das größte Ereignis in der Welt der europäischen Alpakazüchter ist das vom 15. bis 16. März im National Exhibition Centre in Birmingham stattfindende British Alpaca Futurity & Fibre Festival.

Bozedown Alpacas in  Whitchurch-on-Thames im Süden der Grafschaft Oxfordshire ist einer der führenden Züchter in Großbritannien. Auf der Farm leben über 800 der putzigen Tiere, von denen in den letzten Jahren viele auf Alpaka-Shows ausgezeichnet worden sind.
Bereits 1989 wurde Bozedown Alpacas am Rande der Chilterns gegründet und die Weideflächen für die Tiere befinden sich an der Themse. Auf der Farm werden Kurse für den Umgang mit Alpakas angeboten und wer möchte, kann die domestizierten Südamerikaner hier auch gleich kaufen. Ein männliches Jungtier kostet etwa ab £350, ein weibliches Zuchttier ist da schon wesentlich teurer, nämlich ca £3000.
“Alpacas are clean and intelligent. They make outstanding fibre producers, pets and companions”, heißt es auf den Webseiten von Bozedown Alpacas. Was kann man mehr von einem Tier verlangen?

…und so sehen hübsche, gepflegte britische Alpakas aus.

Bozedown Alpacas
Bozedown Farm
Hardwick Road
Whitchurch on Thames
Reading RG8 7QY
Tel. 0118 984 3827

Das Buch zum Artikel:
Helen Rose: Keeping Alpacas – Secrets from the field. CreateSpace Independent Publishing Platform 2013. 102 Seiten. ISBN 978-1482045994.

Published in: on 12. Februar 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags:

The History Press in Stroud (Gloucestershire) – Ein Verlag mit einem ausgezeichneten Programm

Der Verlagssitz von The History Press in Stroud (Gloucestershire).This photo is released into the public domain by its author Jongleur 100.

Der Verlagssitz von The History Press in Stroud (Gloucestershire).
This photo is released into the public domain by its author Jongleur 100.

Wenn man sich mit englischer Lokal- oder Regionalgeschichte beschäftigt, kommt man an Büchern aus dem Verlag The History Press nicht vorbei. Dieser 1978 gegründete Verlag veröffentlicht im Jahr an die 500 Bücher und hat seinen Sitz in der Kleinstadt Stroud in Gloucestershire, durch die ich schon mindestens ein Dutzend Mal hindurchgefahren bin, ohne sie mir allerdings einmal näher anzusehen.

Das Verlagsprogramm ist sehr umfangreich und enthält z.B. auch zahlreiche Biografien wie die des Titanic-Kapitäns Edward John Smith oder die Lebensgeschichte des Patrick Bronte, Vater der Bronte-Schwestern.
In der Abteilung “Crime” findet man interessante Titel wie “Jack the Ripper: The Suspects” und “Agatha Christie’s True Crime Inspirations” und es gibt eine spezielle Buchreihe, die die National Trust-Besitztümer im Detail vorstellt.

Die Reihe “Not a Guide to” bringt Interessantes und wenig Bekanntes über britische Städte wie York, Exeter oder Gloucester.

Ich habe einmal die Stadt Huddersfield in West Yorkshire als Beispiel genommen, um zu zeigen wie breit das Angebot von The History Press ist: Da gibt es Bücher mit den Titeln:
- Huddersfield Rugby League Football Club
- Huddersfield Pubs
- Haunted Huddersfield
- A Century of Huddersfield
- Memories of Huddersfield

Ein wirklich großartiges Angebot!

In Deutschland gehört der Sutton Verlag zu der History Press Verlagsgruppe, der ein ähnliches Programm mit dem Schwerpunkt auf deutscher Regional- und Lokalgeschichte hat.

The History Press
The Mill
Brimscombe Port
Stroud,
Gloucestershire,
GL5 2QG
Tel. 01453 883300

Published in: on 6. Dezember 2012 at 02:00  Kommentare (1)  
Tags:

The Highgrove Shops – Produkte aus der “Werkstatt” von Prince Charles

Der Highgrove Shop in der Long Street in Tetbury.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Jeremy Bolwell

In Tetbury in Gloucestershire gibt es einen und auch in Bath in Somerset gibt es einen: Die Rede ist von den sogenannten Highgrove Shops, benannt nach Prince Charles’ Anwesen Highgrove in Gloucestershire.

“Home and lifestyle products inspired by the beautiful gardens at Highgrove” gibt es dort zu kaufen und die erzielten Einnahmen fließen in die “Charitable Foundation” des Prinzen. Da man ja weiß, dass er großen Wert auf Produkte aus organischem Anbau legt und er einen ausgeprägten Sinn für den schonenden Umgang mit der Umwelt hat, sind die in den Läden erhältlichen Waren auch entsprechend ausgerichtet.

Das Angebot in den Shops ist sehr umfangreich; da gibt es z.B. Wein aus organischem Anbau und Produkte von der Duchy Home Farm, die zu Highgrove gehört, wie Honig von lokalen Bienenstöcken. Da gibt es den Highgrove Organic Afternoon Tea, den Highgrove Rosemary Jelly aus Wiltshire, den Prince’s Ginger Liqueur und natürlich den Christmas Pudding.

Die Lavendelerzeugnisse in den Shops wie Seife, Lotionen usw. werden aus Lavendel hergestellt, der in Sandringham (Suffolk) gewachsen ist, dem Landsitz der Queen. Holzprodukte wie die Liegestühle kommen aus einer Behinderten-Werkstatt in Dorset und das Porzellan stammt aus einer der wenigen noch verbliebenen Manufakturen in Stoke-on-Trent.

Man sieht: Die allgegenwärtigen “Made in China”-Erzeugnisse sucht man in den Highgrove Shops vergebens.
Wer nun nicht extra nach Bath oder Tetbury fahren möchte, um einen der Läden aufzusuchen, kann die Produkte auch in London bei Fortnum & Mason (Nahrungsmittel) oder bei Selfridge’s (Haus und Garten) kaufen oder den Online-Shop benutzen. Wer in Deutschland Interesse an den Highgrove-Angeboten hat, kann diese auch bestellen. Die Lieferkosten liegen bei £18 (bis 30kg).

Das Geschäft in Tetbury liegt in der Long Street, nur ein paar Schritte vom Snooty Fox Hotel entfernt.
Das Geschäft in Bath ist in der lebhaften Milsom Street im Zentrum zu finden.

Die Milsom Street in Bath; hier ist der zweite Highgrove Shop zu finden.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Richard Law

Published in: on 30. November 2012 at 02:00  Kommentare (1)  
Tags:

Minghella Ice Cream und die Isle of Wight

Hier in Wootton auf der Isle of Wight ist der Firmensitz von Minghella Ice Cream.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Basher Eyre

Vor einigen Jahren besichtigte ich einmal in Waterbury im US-Bundesstaat Vermont die Eiscremefabrik “Ben & Jerry’s“, die vielleicht das beste Eis der USA herstellt. Dort zeigte man uns die Herstellung so verlockend klingender Sorten wie Red Velvet Cake, Chocolate Fudge Brownie oder Cinnamon Buns. Ben & Jerry’s gibt es ja mittlerweile auch in Deutschland zu kaufen.

An diese US-Firma muss ich immer denken, wenn ich mit dem Eishersteller Minghella konfrontiert werde, der auf der südenglischen Isle of Wight ebenfalls Gourmet-Eiscreme herstellt. Hier gibt es Sorten wie Raspberry Ripple Romance, Love Potion No 9 Ice Cream, Eton Mess Ice Cream und Crushed Walnuts & Maple Syrup. Das Eis der Firma Minghella wurde schon mehrfach mit den Great Taste Awards ausgezeichnet, die so etwas wie die Oscar’s in der britischen Welt der Nahrung und Genüsse darstellen. 230 Sorten Eis gibt es bereits und es wird immer weiter experimentiert.

Gegründet wurde die Firma 1950 von Edward und Gloria Minghella mit dem Ziel, das beste Eis der Welt herzustellen. Auch heute noch leiten die beiden, unterstützt von ihrer Tochter Gioia, das Unternehmen, das in der High Street in Wootton auf der Isle of Wight angesiedelt ist. Verwendung für die Produktion findet übrigens nur die Milch von Kühen der Insel.

Vielleicht kommt jemandem der Name Minghella irgendwie bekannt vor; ja, es gab da den berühmten Filmregisseur Anthony Minghella, der 1954 auf der Isle of Wight geboren wurde und der schon 2008 starb. Er war der Sohn von Edward und Gloria und sein bekanntester Film war sicher “The English Patient” (dt. “Der englische Patient”) für den er 1997 den Oscar erhielt (hier einige Aufnahmen von der Preisverleihung). Zu diesem Anlass kreierte die Familie ein spezielles Eis: “Champagne Celebration“. Das Anthony Minghella Theatre in Newport auf der Isle of Wight wurde nach dem berühmten Sohn der Insel benannt und jedes Jahr findet hier das Minghella Film Festival statt.

Das Eis der Familie Minghella kann man auch außerhalb der Insel probieren, es wird z.B.  bei Fortnum & Masons angeboten. Besichtigungen der Fabrik sind nur nach vorheriger Absprache möglich.

Minghella
High Street
Wootton, Isle of Wight PO33 4PL
Tel: 01983 883545

Published in: on 17. November 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags:

Ridgmont (Bedfordshire) – Hier steht ein riesiges Amazon-Warenlager

Das Amazon Warenlager bei Ridgmont in Bedfordshire.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright David M Jones

Wenn ich mir die Tracking History, also den Laufweg, meiner Bestellungen bei Amazon UK ansehe, finde ich immer wieder als Ausgangsort den Namen Ridgmont in Bedfordshire; dem bin ich einmal nachgegangen.

Die gigantische US-Onlineversender Amazon hat in Großbritannien momentan acht Auslieferungslager, Fulfillment Centers genannt, davon zwei in Schottland, eines in Wales und fünf in England. Alle sind sehr verkehrsgünstig gelegen und befinden sich in unmittelbarer Nähe der Autobahnen; so auch das Lager in Ridgmont an der M1, Ausfahrt 13.

Ridgmont ist ein kleines Dorf, das früher einmal durch die Herstellung von Ziegelsteinen bekannt war; diese Industrie gibt es hier nicht mehr, stattdessen wurden auf dem Gelände der ehemaligen London Brick Works riesige Lagerhallen erbaut. Neben den Warenlagern der Firmen Wolseley und FedEx an der Station Road hat sich auch Amazon UK niedergelassen. Dieses Marston Gate genannte Industriegebiet liegt jenseits der Autobahn, von Ridgmont aus gesehen.

Amazons Fulfillment Center hier in Bedfordshire verfügt über eine Fläche von über 46 000 Quadratmetern und es arbeiten hier etwa 600 Menschen, zu Spitzenzeiten, wie zum Beispiel in der Vorweihnachtszeit, wird das Personal aufgestockt, so dass hier dann bis zu 2000 Arbeiter im Versand beschäftigt sind. Eine Besonderheit der Regallagerführung ist auch hier zu finden: Es gibt keine speziellen Abteilungen z.B. für Bücher, DVDs oder dergleichen. Hier liegen, auf den ersten Blick völlig ungeordnet, alle möglichen Waren durcheinander: Bücher neben Haushaltsgeräten, Spielzeug neben Kosmetikartikeln. Eine ausgeklügelte Software sorgt dafür, dass die rund um die Uhr arbeitenden “Amazonianer” alles schnellstmöglich finden und zum Versand bringen. Bevor die zahllosen Päckchen und Pakete das Lager in Ridgmont verlassen, findet noch einmal eine Schlusskontrolle statt, bei der geprüft wird, ob das Gewicht mit dem auf dem Lieferschein übereinstimmt. Falls nicht, wird die Lieferung noch einmal aus dem Verkehr gezogen und überprüft.

Wer auf der M1 bei Milton Keynes an Junction 13 vorbeifährt, kann die Amazon-Lagerhäuser mit den geschwungenen Dächern dort liegen sehen.

Einen kleinen Eindruck wie die Arbeit in dem Warenlager in Ridgmont aussieht, vermittelt dieser Film.

…und hier das andere Ridgmont, das kleine Dorf in Bedfordshire.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Philip Jeffrey

Paxton & Whitfield – Londons beste und älteste Käsehandlung

Author: Herry Lawford. Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert) lizenziert.

Wenn man in Paris einen exzellenten Käse kaufen möchte, dann geht man zu Androuet, der in der Stadt mit sechs Geschäften vertreten ist. Der Maître Fromager Affineur ist seit 1909 in Paris ansässig und ich sah einmal auf einer Speisekarte eines angeschlossenen Restaurants, dass dort ein mehrgängiges Menü angeboten wurde, dass ausschließlich aus Käse bestand.

Was Androuet für Paris ist, das ist Paxton & Whitfield für London, ein Super-Käseladen in der Jermyn Street Nummer 93. Die Ursprünge der Käsehandlung gehen bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurück; die Partnerschaft zwischen Harry Paxton & Charles Whitfield wurde im Jahr 1797 besiegelt.
Winston Churchill sagte einmal: “Ein Gentleman kauft seine Hüte bei Locks, seine Schuhe bei Lobbs, seine Hemden bei Harvey & Hudson, seine Anzüge bei Huntsman und seinen Käse bei Paxton & Whitfield“. Aber nicht nur Gentlemen gehen zum Käsekauf in die Jermyn Street, auch die königliche Familie ist dort Stammkunde. Schon Queen Victoria ließ Paxton & Whitfield 1850 einen Royal Warrant zukommen und mit Unterbrechungen ist die Firma auch heute noch Hoflieferant sowohl für Queen Elizabeth II als auch für HRH The Prince of Wales.

Die Käsehandlung durchlebte im Laufe ihres Bestehens viele Höhen und Tiefen; vor allem in wirtschaftlich schwierigen  Zeiten stand die Firma mehrmals kurz vor dem Aus. Was sie immer wieder auf die Beine brachte, war der unermüdliche Einsatz ihrer diversen Eigentümer, die es schafften, stets eine gleichbleibend hohe Qualität ihrer Produkte zu gewährleisten. Man stand bzw. steht in ständigem Kontakt zu den Produzenten im Land; importiert ausgesuchte Käse auch aus anderen Ländern.

Die Auswahl ist riesig (ca 250 Sorten) und so kommt der Londoner in den Genuss, so ausgefallene Käsesorten wie Robin Congdons Beenleigh Blue aus Devon oder Simon und Tim Jones’ Lincolnshire Poacher kaufen zu können.
Neben dem Hauptgeschäft in London gibt es noch zwei Filialen von Paxton & Whitfield in Bath und Stratford-on-Avon. Wer nicht in einer der drei Städte wohnt, kann sich den Käse auch direkt ins Haus schicken lassen.

Hier ist ein Besuch in der Londoner Käsehandlung im Film zu sehen.

Paxton & Whitfield
93 Jermyn Street
London SW1Y 6JE
Tel. 020 7930 0259

Published in: on 25. Oktober 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags:

Yardley of London – Der älteste Hersteller von Kosmetikartikeln der Welt

Eigenes Foto

Auch in Deutschland gibt es sie zu kaufen, die Produkte der Londoner Firma Yardley; das bekannteste dürfte wohl die Lavendelseife sein. Auf der Verpackung der Seife prangt der Aufdruck “By appointment to H.M. Queen Elizabeth II. Manufacturers of toiletry products. Yardley of London Ltd, London“; daneben noch einmal der gleiche Aufdruck für H.R.H. The Prince of Wales. Ist doch ein schöner Gedanke, sich mit der gleichen Seife zu waschen wie die königliche Familie.

Diese sogenannten Royal Warrants gehen bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurück, als ein gewisser Jonathan Yardley erstmals Hoflieferant unter Charles I wurde. Yardley stellte Seife her, deren wesentlicher Bestandteil Lavendel war und auch heute noch gehört die Lavender Soap zu den beliebtesten Artikel der Firma. Hier ist die Beschreibung dieser speziellen Seife:

“Englischer Lavendel, der internationale Signaturduft von Yardley London, ist eine wunderbar elegante Komposition aus Lavendelblättern, Neroli, und Muskatsalbei mit einer Herznote aus Lavendelöl und Geranie, getragen von einer Basisnote aus Sandelholz und Tonkabohne. Die Yardley London Luxusseife ist dreifach pilliert. Dies verleiht ihr einen luxuriösen Schaum, der eine saubere, seidenweiche und zart duftende Haut hinterlässt.”

Der von Yardley verwendete Lavendel stammt ausschließlich aus in England angebauten Pflanzen und wird nicht importiert.
Im letzten Jahr kreierte die Firma eine neue Duftnote Royal English Daisy, “inspired by Miss Catherine Middleton”: “An elegant dewy fresh, green floral with top notes of green leaves and apple, a heart of hyacinth and white rose with warm base notes of sandalwood and musk”.

Produziert werden die Kosmetikartikel der Firma Yardley vor den Toren Londons an der Miles Gray Road in Basildon (Essex).

Die Anzeigenkampagnen von Yardley waren schon immer berühmt;  so verpflichtete man u.a. Models wie Twiggy oder Linda Evangelista, die für die Produkte warben. Hier ist ein aktueller Werbespot.

Das Buch zum Artikel:
Lavender a scented history by Yardley of London. The Good News Press 2003. 80 Seiten. Keine ISBN.

Published in: on 10. Oktober 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags:

Colman’s Mustard Shop & Museum in Norwich (Norfolk)

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Sebastian Ballard

Was Dijon für Frankreich ist, ist Norwich für England – senfmäßig betrachtet. Bereits 1814 gründete Jeremiah Colman die Firma Colman’s of Norwich und sie produziert noch heute den berühmten Senf. Ab 1866 war die Firma Hoflieferant für Königin Victoria und auch Queen Elizabeth verwendet den Senf aus Norfolk in ihrem Haushalt.
Der Name des Senfherstellers findet sich in Norwich u.a. in einer Straße, der Colman Road, einer Schule, der Colman’s First and Middle Schools, und in der University of East Anglia, wo ein Studentenwohnheim Colman House heißt.

In der Royal Arcade in Norwich liegt der Colman’s Mustard Shop mit einem angeschlossenen Museum, das über die Senfherstellung informiert. In dem hübschen Ladengeschäft kann man sich mit der gesamten Produktpalette der Firma Colman’s eindecken. Ich habe es bei meinem Besuch bei einem Glas Senf bewenden lassen. Es gibt hier u.a. zu kaufen:
Wholegrain Mustard with Beer
Wholegrain Mustard with Red Peppers
Wholegrain Mustard with Chillies
Colman’s Mustard Chocolate Bars
Colman’s Mustard Hot Chocolate

Darüberhinaus bietet der Laden natürlich alle erdenklichen Souvenirs mit dem Logo der Firma an wie Porzellanbecher, Manschettenknöpfe, Krawattennadeln usw.
Coleman’s Mustard Shop & Museum ist in Norwich im Laufe der Jahre zu einem Touristenmagneten geworden.

Hier ist ein witziger Werbespot der Firma zu sehen.

An der Thorpe Road im Osten von Norwich gibt es übrigens einen Pub namens The Mustard Pot.

Colman’s Mustard Shop &
Museum

15 Royal Arcade
Norwich
NR2 1NQ
Tel. 01603 627889

Das Buch zum Artikel:
Paul Hartley: The Colman’s Mustard Cookbook. Absolute Press 2004. 80 Seiten. ISBN 978-1904573159.

Published in: on 13. Juni 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags:

Der Austin Maestro – Das “Schmuddelkind” der britischen Autoindustrie

This work has been released into the public domain.

Von 1983 bis 1994 wurde er gebaut und rund 600 000 Exemplare wurden verkauft; die Rede ist vom Austin Maestro, ein Auto, das man nicht gerade einen “großen Wurf” nennen konnte, denn beinahe im gleichen Maße wie neue Maestros die Fließbänder verließen, segneten bereits verkaufte Maestros das Zeitliche.

Überhaupt hatte damals die Herstellerfirma Austin keine glückliche Hand mit ihren Fahrzeugen. Der Vorgänger des Maestro, der Austin Allegro, war in mehreren Umfragen nach dem schlechtesten britischen Auto aller Zeiten häufig der Spitzenreiter. “Fliegendes Schwein” wurde er wenig liebevoll genannt und bei einem Test im Windkanal hieß es, er wäre von hinten aerodynamischer als von vorn.

Der Autodesigner Roy Axe, der 1982 zu British Leyland stieß und die Pläne für neuen Maestro schon vorfand, war entsetzt: “Die Technik stammte aus den 50er Jahren, nicht aus den 80ern. Das Interieur war noch schlimmer. Das Armaturenbrett sah aus wie ein nasser Fisch. Das ganze Auto entsprang einer Denkweise, die vielleicht vor einigen Jahrzehnten modern war.” Am liebsten hätte Axe das Auto komplett in “die Tonne getreten”, aber dafür war es zu spät.

Die schlechte Qualität des Fahrzeugs machte sich nach dem Kauf schnell bemerkbar: Die Bodenbleche waren häufig undicht, so dass bei Regen der Innenraum unter Wasser stand, es klapperte an allen Ecken und Enden (“es klang wie ein Skelett, das in einer Blechbüchse masturbiert”) und Ölflecken auf dem Garagenboden waren Standard.
1994 wurde dem Elend ein Ende bereitet und die Produktion eingestellt, d.h.nicht ganz, denn ab 1995 wurde der Maestro für einige Monate in Bulgarien produziert. Doch selbst die nicht allzu autoverwöhnten Bulgaren wollten den Maestro nicht haben, ganze 200 Stück wurden im Land verkauft. Ca 600 wurden nach England exportiert und es brauchte vier Jahre bis alle Exemplare zu einem Schleuderpreis verkauft waren. Heute sind kaum noch Austin Maestros im Straßenverkehr zu sehen.

Der Maestro & Montego Owners Club, dem ca 300 Mitglieder angehören, hat sich dieser Fahrzeuge angenommen, und ich bin sicher, dass deren Exemplare liebevoll gehegt und gepflegt werden und technisch gut in Schuss sind; ein Schicksal, das hunderttausenden anderer Maestros versagt blieb.

In diesem Film sind alle Maestro-Varianten zu sehen. Die Musik dazu stammt übrigens von der Band Stackridge und heißt “Wonderful Day“.

Einige Informationen über den Maestro habe ich dem Buch “You Are Awful (But I Like You)” von Tim Moore (Jonathan Cape 2011) entnommen, der mit einem Maestro auf einer Rundreise die hässlichsten Städte Großbritanniens aufgesucht hat (ein Buch, das ich demnächst in meinem Blog vorstellen werde).

Published in: on 24. März 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags:

Wer war eigentlich…Selfridges?

Selfridges an der Londoner Oxford Street. - © Copyright Martin Addison and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

In der Hierarchie der Londoner Edel-Warenhäuser, die von Harrods angeführt wird, steht an zweiter Stelle Selfridges, das in der Oxford Street beheimatet ist.
Woher kommt denn der Name Selfridges?

Harry Gordon Selfridge (1864-1947) war der Gründer des Kaufhauses und er war Amerikaner, der im US-Bundesstaat Wisconsin geboren wurde. In Chicago sammelte Selfridge Erfahrung in der Warenhauskette Marshall Field, in der er die Karriereleiter emporkletterte und sich ein beträchtliches Vermögen erwarb. Von ihm soll der Spruch “Der Kunde hat immer recht” stammen.

1906 reiste Selfridge nach London und stellte fest, dass es in der britischen Haupstadt kein, nach seinen Vorstellungen, “vernünftiges” Kaufhaus gab. Also investierte er £400,000 und baute an der Oxford Street ein Warenhaus, das, basierend auf seinen Erfahrungen aus den USA, neue Maßstäbe setzen sollte.

Am 15. März 1909 wurde Selfridges eröffnet, mit Neuerungen, die es in Großbritannien bis dahin nicht gab: Das Haus offerierte elegante Restaurants, eine Bibliothek, Lese- und Schreibzimmer und man tat alles, damit sich die Kunden wohl fühlten und möglichst lange im Haus blieben, um natürlich für entsprechenden Umsatz zu sorgen.

Das Kaufhaus an der Oxford Street florierte, erlebte aber auch seine dunklen Zeiten; so wurde es im 2. Weltkrieg mehrfach von Bomben getroffen und schwer beschädigt. Sein Gründer, der bereits in der Weltwirtschaftskrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, starb 1947 in London fast mittellos und wurde in Highcliffe (Dorset) im St Marks Churchyard begraben; dort hatte Selfridge früher jahrelang im Highcliffe Castle gewohnt.

Heute gibt es neben dem Flagschiff an der Oxford Street noch drei weitere Selfridges, in Birminghams Bullring Shopping Centre und zwei in Manchester, einmal im Exchange Square und einmal im Trafford Centre.

Dieser Film zeigt das Haupthaus in London.

Selfridges
400 Oxford Street
London
W1H 6HB
Tel. 0800 123400

Das Buch zum Artikel:
Lindy Woodhead: Shopping, Seduction & Mr Selfridge. Profile Books 2008. 336 Seiten. ISBN 978-1861971692.

Harry Gordon Selfridge. - This image is in the public domain because its copyright has expired.

Selfridges im Trafford Centre in Manchester. - The copyright holder releases this work into the public domain.

Published in: on 19. März 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags:

James Smith & Sons – Londons Regenschirmhersteller Nummer Eins

© Copyright Stephen McKay and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der “Guardian” zählt James Smith & Sons zu den besten 10 Geschäften Londons und sagte einmal, was der Rolls Royce für Autos ist, ist James Smith & Sons für die Regenschirme. Eine höhere Anerkennung kann man sich wohl kaum vorstellen.

Es ist schön, dass es in der britischen Hauptstadt noch so viele traditionelle, alteingesessene Firmen gibt, die sich auf Nischenprodukte spezialisiert haben. In meinem Blog habe ich einige bereits vorgestellt.

James Smith & Sons existiert bereits seit 1830 und seit 1857 steht das Ladengeschäft im Hazelwood House in der New Oxford Street. Einen Namen machte sich die Firma einmal auf Grund der hervorragenden Qualität ihrer Regenschirme, ihres exzellenten Reparaturservices und dadurch, dass sie Berühmtheiten mit ihren Produkten belieferte.
Das Londoner Geschäft hat sich seit seinem Bestehen kaum verändert; die Schirme werden nach wie vor im Untergeschoss des Hauses in der New Oxford Street hergestellt. Neben Regenschirmen bietet James Smith & Sons auch Spazierstöcke an. In früheren Zeiten gehörte ein Spazierstock einfach zu einem Gentleman dazu; heute dienen sie überwiegend als Gehhilfen. Aber auch hier gibt es Spezialanfertigungen wie z.B. den “Drinking stick” für £445, der zwei Gläser und eine Flasche enthält (die sicher nicht mit Tee gefüllt wird) oder den “Pipe stick”, bei dem man aus dem abgeschraubten Griff eine Pfeife herbeizaubern kann.

Die Firma bietet eine riesige Auswahl an Regenschirmen an; da gibt es die “Classic city umbrellas”, “Sun umbrellas” oder die “Ladies animal heads”; letztere haben einen Tierkopfgriff, der z.B. aus dem Kopf einer Ente, eines Papageien oder einer Katze bestehen kann.
Auch wenn man sich keinen Schirm oder Stock (die vermutlich ein Leben lang halten werden) zulegen möchte, ein Blick in die Schaufenster von James Smith & Sons in der New Oxford Street ist sehr interessant.

Hier ein kleiner Film über die Firma.

James Smith & Sons Ltd
Hazelwood House
53 New Oxford Street
London
WC1A 1BL
Tel. 020 7 836 4731

Das Buch zum Artikel:
William Sangster: Umbrellas and Their History. Dodo Press 2007. 52 Seiten. ISBN 978-1406538595.

Published in: on 8. März 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags:

Asquiths World Famous Teddy Bear Shop in Henley-on-Thames (Oxfordshire)

   © Copyright Colin Smith

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Colin Smith

Fast jeder Mensch hat (nicht nur als Kind) einen “soft spot” für Teddybären. Ich auch, und so begutachtete ich kürzlich bei einem Bummel durch die hübsche Themsestadt HenleyAsquiths World Famous Teddy Bear Shop” in dem Eckgebäude an der New Street. Der große Laden ist über und über mit Teddybären aller Größen und Fabrikate besetzt. Man führt hier alle großen Marken wie Steiff, Hermann, Gund, Merrythought und natürlich die Eigenmarke Asquiths.

Vor 26 Jahren wurde dieser erste Teddybärladen der Welt eröffnet und ist in einem alten aus dem 15. Jahrhundert stammenden Haus untergebracht. Mittlerweile gibt es noch weitere Läden in England, die sich dem Verkauf von Teddybären verchrieben haben.  Leider sind die Teddybärmuseen immer weniger geworden; so bedauere ich noch immer, dass das Museum in Broadway (Worcestershire) samt angeschlossenem Laden vor Jahren geschlossen wurde, schließlich habe ich dort meinen absoluten Lieblingsbären Christopher gekauft (s. Foto unten), der sich in meinem Blog auch schon einmal selbst portrtätiert hat.

Die Asquith-Bären sind handgefertigt und dadurch natürlich auch recht hochpreisig. Unter €100 sind diese limitierten und nummerierten Bären nicht zu haben.
Wer seinen Teddybär mit auf Reisen nehmen möchte, der sollte bei Asquiths auch gleich einen “Teddy Bear Passport” mitnehmen; darin kann man ein Passfoto seines Lieblingsbären einkleben und Platz für Visastempel ist genug vorhanden.
Einen Besuch in Henley-on-Thames und einen Abstecher zu Asquiths kann ich sehr empfehlen!

Asquiths
2-4 New Street
Henley-on-Thames
Oxfordshire RG9 2BT
Tel. 01491 5719 78

Mein Lieblingsbär Christopher, den es nicht einmal mehr bei Asquiths zu kaufen gibt. – Eigenes Foto.

Christophers Geburtsurkunde. – Eigenes Foto.

Published in: on 15. Februar 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags: ,

Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Tiptree (Essex) und seine Marmeladenfabrik

Einfahrt zum Firmengelände von Wilkin & Sons in Tiptree. © Copyright Peter Stack and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Episode 42 “Sauce for the Goose” der TV-Krimiserie “Midsomer Murders” bzw “Inspector Barnaby” wird Anfang Januar 2013 im deutschen Fernsehen unter dem Titel “Die Leiche ist heiß” gezeigt. Das Fernsehteam musste sich zu den Dreharbeiten seinerzeit nach Tiptree in Essex begeben, denn man benötigte als Schauplatz eine Fabrik, die, laut Drehbuch, Relish, also eine Art Würzsauce, herstellt.

In der Episode wird im Laufe einer Besichtigungstour durch die Produktionshallen der Firma Plummer & Son ein Besucher erst durch einen Gabelstapler gegen eine riesige Palette von Gewürzflaschen zu Tode gequetscht und anschließend nackt in ein 200 Grad heißes Sterilisierungsgerät geworfen.

Die berühmte Marmeladenfabrik Wilkin & Sons in Tiptree öffnete damals ihre Pforten für die Dreharbeiten; die Produkte dieser Firma sind auch in Deutschland in jedem größeren Supermarkt zu finden. Im Tea Room kann man sich noch einige Memorabilia ansehen, die an die Filmarbeiten erinnern wie Auszüge aus dem Drehbuch und ein handsigniertes Foto von John Nettles.

Das Familienunternehmen Wilkin & Sons ist seit 1885 in Tiptree ansässig, wo auch ein großer Teil der verwendeten Früchte angebaut werden. Besonders stolz ist die Firma natürlich auch darauf, dass sie seit 1911 Hoflieferant des britischen Königshauses ist.
Auf dem Firmengelände findet sich das Tiptree Visitor Centre, in dem ein Museum über die Marmeladenherstellung informiert, ein Laden die Produkte von Wilkin & Sons verkauft und der schon erwähnte Tea Room Erfrischungen bereit hält.

Zur Weihnachtszeit vertreibt die Firma die “Original Spiced Fruit Christmas Conserve“, die aus zahlreichen Früchten, Sultaninen und Gewürzen besteht. Ich habe einige Gläser davon im Kühlschrank stehen.

Bei den Dreharbeiten zu “Sauce for the Goose” durften auch einige  Firmenmitarbeiter als Statisten mitspielen. Weitere Schauplätze der Episode waren Marlow, Little Marlow und Amersham, alle in Buckinghamshire.

Wilkin’s Jam Factory
Factory Hill
Tiptree, Colchester, Essex, CO5 0RF

Tel. 01621-815407

Eigenes Foto

Das Besucherzentrum – © Copyright Peter Stack and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Geo. F. Trumper – Londons erste Adresse für den perfekten Haarschnitt und die optimale Rasur

Die Curzon Street in Mayfair: Hier liegt seit 1875 das Geschäft von Geo. F. Trumper. - © Copyright Richard Humphrey and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der richtige Londoner Gentleman kennt nur eine Adesse, wenn er sein Haar perfekt schneiden lassen oder sich eine optimale Rasur gönnen Will: Geo. F. Trumper in der Curzon Street in Mayfair. Seit 1875 gibt es diesen “traditional hairdresser” hier schon und das Geschäft bzw. die Geschäfte, es gibt noch eins in der Duke of York Street in St James’s, wird noch immer von jemandem der Trumper-Familie geleitet.

Was erwartet den Gentleman nun hier bei Trumper’s? Hier wird nicht nur einfach rasiert, hier wird ein Ritual zelebriert. Die Gesichtshaut wird mit edlen Tinkturen vorbereitet, mit heißen Tüchern verhüllt, dann kommt die Rasur, wieder wird das Gesicht, diesmal mit kalten Tüchern, verhüllt; anschließend kommt noch eine Gesichtsmassage dazu und als Krönung dieser wahrhaft royalen Rasur wird noch ein Feuchtigkeitscreme aufgetragen. Fertig!

Die Kunden von Geo. F. Trumper können die Kunst des Rasierens auch gern erlernen und zwar in “The Shaving School“, wo die Profis zeigen, was der Normalrasierer alles falsch macht und wie man es richtig anstellt.

Natürlich arbeitet die Abteilung “Hairdresser” nach den gleichen traditionellen Methoden.
Wem der Weg in die Curzon Street bzw. in die Duke of York Street zu weit ist, der kann sich zumindest mit den erlesenen Produkten zur Haarpflege oder zur Rasur der Firma Geo. F. Trumper via Online-Kauf eindecken. Dass diese Dinge alle ihren Preis haben, versteht sich von selbst. So kann ein “Travel Shaving Set” schon einmal bis zu £150.00 kosten.

Am besten, man sieht sich das alles einmal in einem Film an.

Das Buch zum Artikel:
Michael Ham: Leisureguide’s Guide to Gourmet Shaving. Createspace 2011. 142 Seiten. ISBN: 978-1463595340

The Mayfair Shop
9 Curzon Street
London W1J 5HQ
Tel. 020 7499 1850

Das zweite Geschäft von Geo. F. Trumper liegt in der Duke of York Street. - © Copyright Basher Eyre and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 28. September 2011 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags:

Ede & Ravenscroft – Londons ältester Schneider und Spezialist für Perücken

© Copyright Basher Eyre and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

93 Chancery Lane lautet die Adresse der edlen Schneiderei Ede & Ravenscroft in London, die 1689 gegründet wurde und sich auf die Anfertigung juristischer, akademischer und klerikaler Kleidung spezialisiert hat. Richter und Anwälte kaufen hier ihre Roben und Perücken, denn auch diese werden von der Firma hergestellt. Drei bis vier Wochen dauert es, bis eine solche Perücke, die meist aus Pferdehaar besteht, in Handarbeit fertiggestellt ist. Etwa 1000 Anwaltsperücken und 120 Perücken für Richter verkauft die Firma pro Jahr.

Worauf Ede & Ravenscroft besonders stolz sind, ist die Tatsache, dass sie drei Royal Warrants besitzen, dass heißt, sie sind königliche “robemaker” für Königin Elizabeth II, für Prinz Philipp und für Prinz Charles. Die königliche Kleidung für besondere Anlässe wird also hier hergestellt, so z.B. die Roben für die Krönungsfeierlichkeiten 1952, aber auch schon vorher wie 1937 für König Georg VI oder 1902 für König Edward VII.

Man muss aber weder zur königlichen Familie gehören noch einen juristischen Beruf haben, um bei Ede & Ravenscroft einkaufen zu können; die Firma bietet auch “normale” Kleidung für die Dame und den Herren an, selbstverständlich auch maßgeschneidert.

Neben dem Hauptgeschäft in der Chancery Lane unterhält die Firma noch zwei weitere Läden in London, in der Savile Row und in der Gracechurch Street, sowie Filialen in Oxford, Cambridge und Edinburgh.

Hier ist ein Film über einen Besuch in der Filiale in der Savile Row.

Ede & Ravenscroft Ltd
93 Chancery Lane
London
WC2A 1DU

Die drei Royal Warrants der Firma Ede & Ravenscroft. - Author: Gryffindor. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Published in: on 2. September 2011 at 04:00  Kommentare (1)  
Tags:

Wer war eigentlich…Aston Martin?

Gedenktafel am Aston Hill, wo die Sportwagenlegende Aston Martin ihren Ursprung hat. - © Copyright Chris Reynolds and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Aston Martin ist  ein britischer Sportwagenhersteller, dessen Fahrzeuge heute einen Vergleich mit italienischen Produkten nicht zu scheuen brauchen.

Die Firma hat ihr Hauptquartier in Warwickshire und zwar in dem kleinen “Autodorf”  Gaydon bei Leamington Spa. “Autodorf”, weil neben der Firma Aston Martin das Jaguar Land Rover Gaydon Centre liegt, das Entwicklungszentrum der Autoproduzenten Jaguar und Land Rover. Außerdem gibt es hier das Heritage Motor Centre, ein Automuseum.

Der Name “Aston Martin” wurde aus einem Personen- und einem Ortsnamen zusammengesetzt. Lionel Martin (1878-1945) war zusammen mit Robert Bamford der Firmengründer im Jahr 1913. Aus Bamford & Martin wurde aber bald “Aston Martin”, wobei das “Aston” von Aston Hill bei Aston Clinton in Buckinghamshire kommt, eine Bergrennstrecke, die Lionel Martin seinerzeit befuhr. Lionel Martin über die Entstehung des Namens:
“Wir hatten alle Blumen, wilden Tiere, Vögel und Fische, die wir kannten, durch, und dachten über Ortsnamen nach. Da mein Singer kürzlich beim Bergrennen von Aston Clinton ein paar Punkte geholt hatte, entschieden wir begeistert, den ersten Teil dieses Namens zu verwenden und meinen bescheidenen Familiennamen dranzuhängen” (Wikipedia).

Robert Bamford hatte im Laufe der Zeit das Interesse an der Firma verloren und das Unternehmen verlassen. Lionel Martin tat sich daraufhin mit dem Rennfahrer Graf Lou Zborowski zusammen, doch nachdem dieser bei einem Rennen 1924 in Monza tödlich verunglückte, geriet Martin in finanzielle Schwierigkeiten, und auch er zog sich aus der Firma zurück.

Am 14. Oktober 1945 starb Lionel Martin bei einem Verkehrsunfall im Londoner Stadtteil Kingston. Er war auf einem Fahrrad unterwegs; Fahrräder waren nach dem Bau von Sportwagen seine zweite Leidenschaft geworden.

Hier ist ein Film über den Aston Martin Owners Club Deutschland.

Gaydon in Warwickshire - Hauptquartier der Firma Aston Martin heute, - © Copyright David Stowell and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Fortnum & Mason-Uhr in London – Hier sind die Herren Fortnum und Mason stündlich zu sehen

© Copyright tristan forward and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

181 Piccadilly, London W1A 1ER, United Kingdom, so lautet die Adresse von Londons Edelkaufhaus Fortnum & Mason, das schon 1707 von William Fortnum und Hugh Mason gegründet wurde und das sich Königlicher Hoflieferant nennen darf.
1964 wurde über dem Haupteingang des Kaufhauses eine vier Tonnen schwere Uhr angebracht, die an die Firmengründer erinnern soll. Initiiert wurde das durch den damaligen Besitzer, den kanadischen Geschäftsmann W. Garfield Weston. Zu jeder vollen Stunde gehen an der Uhr die beiden Türen auf und hinaus marschieren die 1,20m großen Figuren von William Fortnum und Hugh Mason, begleitet von Glockenspiel und Musik. Der eine hält einen Kerzenständer in der Hand, der andere ein Teetablett. Sie verbeugen sich mehrmals knapp voreinander, überzeugen sich davon, dass vor dem Kaufhaus alles in Ordnung ist und verschwinden wieder hinter ihren Türen (wenn die Mechanik nicht gerade einmal wieder verrückt spielt).

Die18 Glocken, die im Viertelstundentakt erklingen (hier zu hören), wurden übrigens in der Whitechapel Bell Foundry hergestellt, die ich an dieser Stelle schon einmal vorgestellt habe, und aus deren Produktion auch der Big Ben stammt.
Hier ist die berühmte Uhr im Film zu sehen.

© Copyright Steve Fareham and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

J. Hudson & Co. in Birmingham und die Polizeitrillerpfeifen

Author: Scott Sanchez. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Als im Jahr 1829 ín London der Metropolitan Police Service ins Leben gerufen wurde, stattete man die Polizisten mit Handrasseln aus, die dazu dienten, Hilfe und Unterstützung von anderen Kollegen herbeizuholen. Da diese Rasseln nicht allzuweit zu hören und umständlich zu bedienen waren, suchte die Polizei der Hauptstadt nach einem Ersatz und fand ihn in Form der Trillerpfeife.

Den Auftrag für die Ausstattung der Polizisten mit diesem Hilfsmittel, damals “State of the Art”, bekam die in Birmingham ansässige Firma J. Hudson & Co., deren Firmengründer Joseph Hudson extra für diesen Zweck eine neuartige Trillerpfeife entwickelt hatte, die den Vorteil besaß, dass man sie im Mund halten konnte und beide Hände frei hatte, um z.B. einen Dieb festzuhalten.

Die Hudsonsche Trillerpfeife war so laut, dass man sie über eine Entfernung von 1,5 km hören konnte. Bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts gehörte dieses Gerät zur Grundausstattung jedes Polizisten, bis dann die wesentlich komfortableren Funksprechgeräte nach und nach die Pfeifen ablösten.

Die Firma J. Hudson & Co. ist nach wie vor in Birmingham beheimatet und gehört weltweit zu den Marktführern in der Produktion von Pfeifen jeglicher Art, die unter dem Namen Acme verkauft werden. So stellt sie u.a. die Tornado 2000 her, die lauteste Pfeife der Welt, Hundepfeifen und Schiedsrichterpfeifen sind im Programm und zu den Großabnehmern zählen u.a. die NATO, die FIFA und die NFL.

Polizeitrillerpfeifen sind heute kaum noch im Einsatz, werden aber gern als Abschiedsgeschenk für aus dem Dienst scheidende Polizisten verwendet.

J. Hudson and Co. (Whistles) Ltd.
244 Barr Street, Birmingham
B19 3AH, UK
Tel: 0121 554 2124

Published in: on 15. Juni 2011 at 04:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags:

Wer war eigentlich…Sainsbury, nach dem die Supermarktkette benannt wurde?

Sainsbury's in Maidstone (Kent). - © Copyright Oast House Archive and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Sainsbury’s ist neben Tesco und Asda, den beiden Marktführern, in fast jeder englischen Stadt zu finden und hier kann man sich mit Lebensmitteln und anderen Dingen eindecken. Mit ca 147 000 Angestellten ist die Firma einer der großen Arbeitgeber des Landes. Wer war aber nun “Sainsbury”?

John James Sainsbury wurde am 12. Juni 1844 im Londoner Stadtteil Lambeth geboren. Mit 14 Jahren hatte er seinen ersten Job, bezeichnenderweise bei einem Lebensmittelhändler in Lambeth. Als 1863 sein Vater starb, musste John James von nun an die Familie ernähren, d.h. seine Mutter und seine beiden Schwestern. Im Alter von 24 Jahren heiratete er Mary Ann Staples und die beiden eröffneten einen Laden, in dem sie Milchprodukte verkauften und zwar in Holborn in der Drury Lane 173.

Finanziell ging es John James und Mary Ann nicht so besonders gut, sie wohnten in sehr beengten Verhältnissen über ihrem Laden. Aber es wurde nach und nach besser und sie schafften es, eine Kette von Lebensmittelläden aufzubauen, die im Jahr als der Firmengründer starb (1928) aus 128 Einheiten bestand. Bis 1995 war Sainsbury’s Marktführer im Vereinigten Königreich; erst dann überholte Tesco und 2003 auch noch Asda.

Die letzten Familienmitglieder der Sainsburys zogen sich Ende der 90er Jahre aus dem Unternehmen zurück; sie halten aber noch 15% der Aktien, davon hält David John Sainsbury, Baron Sainsbury of Turville die meisten. Der Geschäftsmann wohnt übrigens auch in Turville in Buckinghamshire, das ich an dieser Stelle schon einmal vorstellte.
Der Firmensitz liegt heute am Holborn Circus in der City of London.

Der Firmensitz am Holborn Circus. - © Copyright Nigel Cox and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Published in: on 14. Juni 2011 at 04:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags:

Wer war eigentlich… Waitrose, der Gründer der Supermarktkette?

Eine Waitrose-Filiale in Marlborough (Wiltshire). - © Copyright Roger Cornfoot and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Waitrose ist eine  britische Supermarktkette, die sich umsatzmäßig nicht mit den ganz Großen wie Tesco messen kann, die sich dafür an die Kunden mit gehobenen Ansprüchen wendet. 252 Filialen soll es zurzeit nach eigenen Angaben geben mit fast 43 000 Angestellten.

Gab es denn nun jemanden, der Waitrose hieß? Nein; die drei Firmengründer hießen Wallace Waite, Arthur Rose und David Taylor, die 1904 im Westen Londons ein kleines Lebensmittelgeschäft eröffneten. Nachdem Taylor die Partnerschaft verließ, warfen die beiden anderen einfach ihre Nachnamen zusammen und nannten sich fortan Waitrose.
1937 gab es bereits 10 Läden mit 160 Beschäftigten, die in diesem Jahr von der John Lewis Partnership übernommen wurden.
1955 wurde dann der erste Waitrose-Supermarkt im Süd-Londoner Stadtteil Streatham eröffnet, gefolgt von vielen anderen in den 60er und 70er Jahren; zuerst im Süden Englands, später im ganzen Land.
Waitrose acquirierte nach dem Jahr 2000 eine Fülle anderer Supermärkte, z.B. von Safeway, Somerfield und Morrison’s.

Die Supermarktkette ist dafür bekannt, dass sie einen Teil ihrer Gewinne an Wohltätigkeitsorganisationen abgibt und dass die Angestellten “Partner” genannt werden; sie sind Mitbesitzer und erhalten jährlich einen Bonus ausgezahlt, außerdem können sie in den Läden vergünstigt einkaufen.

Was für eine Entwicklung: Vom kleinen Tante-Emma-Laden zu einem Unternehmen mit einem Umsatz von 5 Milliarden Pfund!

Published in: on 30. April 2011 at 04:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags:

Willenhall (West Midlands) – Englands “Capital of locks”

 
Locksmith’s House in Willenhall. – © Copyright John M and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Willenhall ist eine 40 000 Einwohner zählende Stadt in den West Midlands zwischen Wolverhampton und Walsall. Der Ort im Black Country ist dadurch bekannt, dass hier der größte Teil aller englischen Schlösser hergestellt werden (wie “Türschlösser” nicht wie “Burgen”) und das schon seit der Zeit Elizabeth I, die der Stadt die Genehmigung erteilte,  Royal Locks herzustellen.
Ursprünglich wurden die Schlösser in Heimarbeit von Familien hergestellt und da man sich bei dieser Arbeit ständig in gebückter Haltung befand, entwickelten sich bei vielen dieser Arbeiter Buckel (humps), so dass Willenhall auch als “humpshire” bezeichnet wurde. Früher sollen sogar einige Pubs in der Wand Ausbuchtungen gehabt haben, damit die Buckel der Männer dort hereinpassten und sie bequem sitzen konnten.

Heute gibt es hier natürlich keine Heimarbeit mehr und die in Willenhall angesiedelten Firmen stellen die Schlösser maschinell her.
Guardian Lock & Engineering Co, Worrall Locks Ltd, B&G Lock & Tool Co. oder Willenhall Locks Ltd sind nur einige Firmen, die hier in den West Midlands produzieren.

Wie Schlösser früher in Handarbeit hergestellt wurden, kann man sich im Locksmith’s House in der New Road ansehen. Leider ist das Haus nicht so ohne weiteres zugänglich; man muss sich für eine Führung vorher anmelden.

Gray-Nicolls – Englands führender Hersteller von Cricketschlägern in Robertsbridge (East Sussex)

Die Firma Gray-Nicolls in Robertsbridge. - © Copyright Nigel Chadwick and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

16 km nördlich von Hastings in East Sussex liegt das Dorf Robertsbridge, das sich brüsten kann, in seinen Mauern die renommierteste Firma, die Cricketschläger herstellt, zu beherbergen. Die Firma heißt Gray-Nicolls und entstand in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts durch den Zusammenschluss der beiden Firmen H.J. Gray and Sons und L.J. Nicolls.

Für Cricketlaien sieht sicher ein Schläger wie der andere aus, aber es gibt da sehr wohl große Unterschiede. Die Schläger werden aus dem Holz der Weide hergestellt, die nicht älter als 15 Jahre sein sollte, da sie sonst nicht mehr über die nötige Flexibilität besitzt. 90% der von Gray-Nicolls benötigten Weiden werden von ihr selbst angepflanzt. In der Produktion der “bats” steckt sehr viel Handarbeit, die hier in Robertsbridge von erfahrenen Handwerkern verrichtet wird. Auf der Webseite der Firma wird der Herstellungsprozess in Wort und Bild genau beschrieben. In einem Video kann man sich das auch ansehen.

Viele der weltbesten Cricketspieler benutzten/benutzen Schläger der Marke Gray-Nicolls und die Nachfrage aus dem australischen Raum, in dem diese Sportart sehr populär ist, war so groß, dass man in Melbourne eine Filiale errichtete, um den Bedarf dort zu befriedigen.

Besonders berühmte Schlägerarten der Fa. Gray-Nicolls waren Dynadrive, Sabre, Millennium und Scoop 2000.

Ein Cricket Bat der Firma Gray-Nicolls

Published in: on 8. April 2011 at 04:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags: ,

Wer war eigentlich… “Harrod”, nach dem das große Londoner Kaufhaus benannt ist?

© Copyright Christine Matthews and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Bis zum  zum 10. Mai vorigen Jahres gehörte das berühmte Londoner Kaufhaus Harrods dem Ägypter Mohamed Al-Fayed, der es dann für £1.5 Milliarden an eine Holdinggesellschaft aus Katar verkaufte (die auch Aktien von VW und Porsche besitzt).
Nach wem wurde das Kaufhaus denn nun benannt? Nach Charles Henry Harrod (1799-1885), einem Londoner Geschäftsmann, der ursprünglich aus Clacton-on-Sea in Essex stammte und dort als Müller arbeitete. 1834 zog es ihn in die Hauptstadt und er eröffnete im Stadtteil Stepney einen Lebensmittelladen. In den 1840er Jahren zog er von Stepney in die Brompton Road in Knightsbridge und nannte dort sein Lebensmittelgeschäft “Harrods“. 1860 übergab er das Geschäft an seinen Sohn Charles Digby Harrod (1841-1905), der es erweiterte und davon profitierte, dass Knightsbridge zu jener Zeit zu einer der besten Adressen Londons geworden war. Um genau diese Klientel kümmerte sich Harrods besonders. Es wurde auch eine eigene Produktlinie eingeführt, die sich als sehr prestigeträchtig erwies.

1883 fiel das Gebäude einem Brand zum Opfer, so dass Charles Digby Harrod ein neues Haus errichten ließ, so wie wir es heute kennen, das fünf Stockwerke hoch war und natürlich ein viel größeres Warenangebot hatte als der alte Laden.
1889 zog sich Harrod aus der Geschäftswelt zurück und verkaufte sein Warenhaus für £120,000.

Harrods ist eines der exklusivsten und bekanntesten Warenhäuser der Welt und die Lebensmittelabteilung dort gehört zu den besonderen Anziehungspunkten.
Wenn Charles Henry sehen würde, was heute aus seinem kleinen Lebensmittelladen geworden ist, er würde seinen Augen wohl nicht trauen.
Hier ein kleiner filmischer Rundgang durch Harrods.

Ein Blick in die Süßwarenabteilung. - © Copyright Richard Croft and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Published in: on 19. März 2011 at 04:00  Kommentare (2)  
Tags:

Wer war eigentlich…der Gründer von Debenhams?

Debenhams in Ashford, Kent. - © Copyright Oast House Archive and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Debenhams gehört zu den größten Einzelhandelsketten Großbritanniens mit etwa 160 Filialen. Auch im europäischen und asiatischen Ausland sind viele Department Stores zu finden, die der Firma gehören.
Doch wer war nun eigentlich “Debenhams”? Der Name geht auf den Gründer William Debenham zurück, der von 1794 bis 1863 lebte und aus Suffolk stammte. Zusammen mit einem gewissen Thomas Clark führte er 1813 in der Londoner Wigmore Street einen Stoffladen; ein zweiter wurde einige Jahre später in Cheltenham eröffnet. Ab 1905 firmierten die Geschäfte unter dem Namen Debenhams Limited.

So richtig begann die Firma dann unter dem Enkel Ernest Debenham zu florieren, der in ganz Großbritannien Kaufhäuser übernahm, die noch eine Zeit lang unter ihrem alten Namen geführt wurden, bis sie dann alle unter das Dach mit dem Namen “Debenhams” kamen.
Als sich Ernest Debenham zur Ruhe setzte, verkaufte er seine Anteile an der Firma, so dass von da ab niemand mehr von der namensgebenden Familie im Unternehmen saß. 1931 erhielt er den neu geschaffenen Titel Baronet of Bladen. Der 1971 geborene Sir Thomas Adam Debenham ist zurzeit der 4. Baronet of Bladen.

Die neuesten, 2010 eröffneten  Debenhams Department Stores finden sich in Bath, Bury, Newcastle und Carmarthen.

Debenhams in der Londoner Oxford Street in weihnachtlichem Glanz. - The copyright on this image is owned by Martin Addison and is licensed for reuse under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 license.

Published in: on 17. Februar 2011 at 04:00  Hinterlasse einen Kommentar  
Tags:
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 49 Followern an