Glamping – Outdoor living with indoor comforts

Blackberry Wood bei Ditchling (East Sussex).   © Copyright Robin Webster

Blackberry Wood bei Ditchling (East Sussex).
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Glamping erfreut sich zunehmender Beliebtheit in Großbritannien und stellt eine Alternative dar zu Übernachtungen in Hotels und auf Zeltplätzen. Glamping (Glamorous Camping) oder auch Boutique Camping, Luxury Camping oder Posh Camping genannt ist eine luxuriöse Variante zu Ferien in unbequemen, kleinen Zelten, die einem bei Sturm um die Ohren fliegen, die keine Sanitäranlagen besitzen und ständig auf- und wieder abgebaut werden müssen.

Glampsites bieten z.B. Jurten, Tipis, Baumhäusern und luxuriöse Wohnwagen an. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Besonders Jurten sind beliebt; das sind die traditionellen Zelte der Nomaden in West- und Zentralasien. “Outdoor living with indoor comforts” heißt die Devise und manche dieser Jurten können schon ganz schön komfortabel und auch teuer sein. So kostet beispielsweise eine Übernachtung für zwei Personen in der Jurte 52 Beach View an der Priory Bay auf der Isle of Wight pro Nacht £ 200. Dafür bekommt man aber auch ein Kingsize-Doppelbett, ein Badezimmer mit Wanne und die Nutzung des Pools und der Tennisplätze des angrenzenden Hotels ist auch inbegriffen (buchbar über Sawday’s Canopy & Stars).
Die gleiche Firma bietet auch ein Baumhaus in der Nähe von Bath an, das Treehouse at Harptree Court für £245 pro Nacht. Dort erwarten den Gast u.a. eine Kupferbadewanne, persische Teppiche, Ledersessel und eine Veranda.

Wer noch nie in einem Hubschrauber übernachtet hat, der kann das auf dem Blackberry Wood Campsite bei Ditchling in East Sussex einmal ausprobieren. Dort steht ein ausgemusterter Royal Navy-Hubschrauber, dem man den Namen The Holicopter gegeben hat, zur Verfügung. Vier Personen zahlen da nur £70 pro Nacht; allerdings sind die Toilettenanlagen 50m entfernt. Eine Heizung ist eingebaut. Die Übernachtung in diesem ehemaligen Search and Rescue-Drehflügler ist nicht so besonders luxuriös, dafür aber sehr originell. Auf dem Gelände finden sich noch andere kuriose Übernachtungsmöglichkeiten, so z.B. ein 1964er Londoner Routemaster-Doppeldecker-Bus.

Viele weitere Anregungen für Glamping-Urlaube findet man u.a. auf den Webseiten von Glamping UK und Wigwam Holidays.

Hier ist ein Film über Glamping.

Das Buch zum Artikel:
Jonathan Knight: Cool Camping – Glamping Getaways. Punk Publishing 2011. 256 Seiten. ISBN 978-1906889388.

Published in: on 19. Februar 2013 at 02:00  Kommentare (2)  
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Richard III – Auf den Spuren des Königs, dessen Skelett jetzt nach über 500 Jahren gefunden wurde

Ein kleiner Ausschnitt aus der Privatbibliothek meiner Frau zum Thema "Richard III".Eigenes Foto.

Ein kleiner Ausschnitt aus der Privatbibliothek meiner Frau zum Thema “Richard III”.
Eigenes Foto.

In den britischen Medien wurde in den letzten Tagen viel über den sensationellen Fund berichtet, bei dem man unter einem Parkplatz in Leicester das gut erhaltene Skelett Richards III ausgegraben und mit Hilfe von DNA-Proben nachgewiesen hat, dass es sich tatsächlich um die sterblichen Überreste des Königs handelt, der von 1452 bis 1485 lebte.

Als Ehemann einer leidenschaftlichen Ricardianerin (meine Frau ist Mitglied der britischen Richard III Society) haben wir auf unseren Reisen durch England natürlich die meisten der Orte besucht, die in irgendeiner Weise mit Richard III zusammenhängen, als da sind: Bosworth Battlefield, Minster Lovell, York, Grantham, Middleham, Fotheringhay usw. usw.

Wer einmal auf den Spuren Richards III unterwegs sein möchte, dies aber nicht auf eigene Faust tun will, der kann in diesem Jahr an einigen geführten Busreisen teilnehmen, von denen ich hier drei vorstelle.

Die Londoner Firma Historical Trips Ltd führt vom 20.bis zum 23. August eine Reise unter dem Titel “Winter of Discontent: Richard III and the War of the Roses” durch. Die Reise beginnt in York, führt zu den wichtigsten Stätten, an denen der König geweilt hat, und endet mit einem Besuch des Londoner Tower, in dem er angeblich seine beiden Neffen umgebracht haben soll (was aber von Ricardianern heftig dementiert wird!). Der Preis für die Reise: £595 (Unterkunft, Frühstück, Abendessen inbegriffen).

Die Firma Travel Editions, mit Sitz in London, bietet am 31. Mai und am 20. September die Reise “Richard III and the War of the Roses” mit zwei bzw. drei Übernachtungen in Leicester an, die u.a. auch zu der Ausgrabungsstätte und zu anderen wichtigen Plätzen der Stadt führt, die für Ricardianer von Interesse sind. Dann geht es weiter zum Schlachtfeld von Bosworth, auf dem Richard III zu Tode kam. Preis für zwei Nächte: Ab £299.

Alison Weir Tours veranstaltet vom 16. bis zum 24. Mai die Reise “Lancaster and York“, auf der man u.a. das Middleham Castle, Fotheringhay Castle, das Bosworth Battlefield, York und den Tower of London erleben kann. Die Tour kostet £2795.

Auf diesen geführten Reisen wird man natürlich von fachkundigem Personal betreut,das sicher alle Fragen beantworten kann. Ich persönlich ziehe allerdings immer eine Rundreise mit dem eigenen Auto vor (eine fachkundige Führerin habe ich ja an Bord).

Das Buch zum Artikel:
John Ashdown-Hill: The Last Days of Richard III and the fate of his DNA – the Book that Inspired the Dig. The History Press 2013. 224 Seiten. ISBN 978-0752492056.

Ein kleiner Guide, der von der Richard III Society herausgegeben wurde, war uns auf unseren Reisen sehr nützlich: “Ricardian Britain: A guide to places connected with Richard III” von Carolyn Hammond. Dieser Führer steht jetzt in einer kompletten Überarbeitung von Beth und Phil Stone (Stand Januar 2013) auf der ebenfalls komplett neuen Homepage der Richard III Society online zur Verfügung.

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Plakette auf dem Bosworth Battlefield.   © Copyright Bill Sibley

Plakette auf dem Bosworth Battlefield.
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Published in: on 7. Februar 2013 at 02:00  Kommentare (4)  

Die enttäuschendsten britischen Besucherattraktionen

Stonehenge in Wiltshire.this work, release this work into the public domain

Stonehenge in Wiltshire.
This work is released into the public domain.

Bei Rundreisen durch Großbritannien stehen einige touristische Highlights immer auf der Tagesordnung. Lohnen sich die Besuche dieser britischen “Wallfahrtsstätten” aber auch immer? Darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Für den einen ein Muss, für den anderen “plain boring”.
Bei einer Umfrage der Virgin Travel Insurance, die zwar schon einige Jahre alt ist, wurden über 1200 Menschen nach ihrer Meinung gefragt und das Ergebnis war doch recht überraschend.
Hier sind die Top 5 der “Most Disappointing Sights”:

Platz 1: Stonehenge
Wer hätte das gedacht? Stonehenge in Wiltshire ist bei Busreisen durch Südengland immer fest eingeplant. Für tausende von Druiden ist Stonehenge eine Kultstätte; die Steine, deren Ursprung noch heute nicht geklärt ist, üben auf Esoteriker eine starke Anziehungskraft aus. So findet sich hier ein bunt gemischtes Völkchen ein und an manchen Tagen kann es ganz schön voll werden. Der Eintritt ist mit £7.80 (fast 10 Euro) nicht gerade niedrig. Von den rund eine Million Besuchern pro Jahr gibt es offensichtlich nicht wenige, die sich von dem Weltkulturerbe nicht angesprochen fühlen. Die Reisejournalistin Felice Hardy nennt Stonehenge “an isolated pile of rocks in a usually muddy field ” und Jason Wyer-Smith von Virgin Travel Insurance kann es nachvollziehen, wenn immer mehr Menschen die “crowds in holiday hell” meiden.

Platz 2: Angel of the North
Ich kann mir vorstellen, dass die meisten Anthony Gormleys Skulptur bei Gateshead (Tyne and Wear) nur vom Vorbeifahren auf der A1 kennen. Seit 1998 begrüßt der Engel des Nordens die Autofahrer, die in den Nordosten des Landes kommen. Die Einheimischen nennen die 20 Meter hohe Stahlskulptur respektlos “The Gateshead Flasher”, weil sie gewisse Ähnlichkeiten mit einem Exhibitionisten aufweist. Nach Ansicht vieler lohnt sich eine nähere Bekanntschaft mit dem Engel also nicht.

Platz 3: Blackpool Tower
Das ist eigentlich verwunderlich, denn nachdem man dort in der Aussichtsplatform in 116 Metern Höhe einen Glasboden, den Sky Walk, eingebaut hat, ist die Attraktivität des dem Eiffelturm in Paris nachempfundenen Blackpool Tower noch gestiegen. Trotzdem schnitt er bei der Umfrage schlecht ab. Vielleicht hat daran der Pariser Verwandte Schuld, denn der Eiffelturm steht bei den “Most Disappointing Sights” international auf Platz Eins.

Platz 4: Land’s End
Ich persönlich hätte Land’s End noch weiter oben auf der Skala erwartet. Zugegeben, landschaftlich ist diese äußerste Südwestecke Großbritanniens schon beeindruckend, aber auf dem Gelände ist ein großer “Rummelplatz” entstanden mit einem König Arthur-Themenpark, einer Air Sea Rescue Show, einem 4D-Filmtheater, dem West Country Shopping Village usw. usw. und alles kostet natürlich jeweils extra Eintritt.

Platz 5: Diana Princess of Wales Memorial Fountain
Dieser in der Südwestecke des Londoner Hyde Park angesiedelte Gedächtnisbrunnen wurde schon oft kritisiert und gescholten. “A colourless wet skateboard park” nennt bereits oben erwähnte Reisejournalistin Felice Hardy den Prinzessin-Diana-Gedenkbrunnen, und ich finde diese Äußerung sehr zutreffend. Für £3,6 Millionen entwarf die amerikanische Landschaftsarchitektin Kathryn Gustafson dieses Gebilde, das man anfangs betreten durfte, dann nicht mehr (es hatten sich einige Unfälle darin ereignet), dann doch wieder. Ob Prinzessin Diana mit dieser ihr zugedachten Ehrung einverstanden gewesen wäre?

Das Buch zum Artikel:
Gareth Rubin: Crap days out. John Blake 2011. 276 Seiten. ISBN 978-1843584056.

The Angel of the North.this work, release this work into the public domain

The Angel of the North.
This work is released into the public domain.

Published in: on 3. Februar 2013 at 02:00  Kommentare (2)  

Crufts – Die größte Hundeshow der Welt

Author: Annie Mole.This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Author: Annie Mole.
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In diesem Jahr findet Crufts, die größte Hundeshow der Welt, vom 7. bis zum 13. März wieder im National Exhibition Centre in Birmingham statt. Alles, was vier Pfoten hat und sich in der Hundwelt für schön, intelligent und sportlich hält, wird sich hier wieder, gemeinsam mit Frauchen/Herrchen, ein Stelldichein geben.

Benannt wurde die Veranstaltung nach ihrem Gründer, dem Hundefutterproduzenten  Charles Cruft, der sich 1886 mit seiner  Londoner “First Great Terrier Show“ erst nur auf Terrier beschränkte, ein paar Jahre später aber alle Hunderassen zuließ. Nach seinem Tod übernahm der Kennel Club, der Dachverband der britischen Hundezüchtervereine, die Show, die sich bis heute unter Züchtern und Hundebesitzern sehr großer Beliebtheit erfreut.

Bei Crufts geht es zum einen um die Schönheit, d.h. es werden Preise für die jeweiligen Hundrassen vergeben. Ein Beispiel zeigt dieser Film, in dem sich die Pyrenean Mountain Dogs präsentieren. Man gewinnt den Eindruck, dass sich die Hunde ihrer Schönheit durchaus bewusst sind.

Zum anderen geht es um Flinkheit und Beweglichkeit, d.h. die Hunde müssen bei der Agility eine Hindernisstrecke bewältigen. Da gibt es viele Veranstaltungen wie die Kennel Club British Open oder die Kennel Club International Agility. Das sieht dann z.B. so aus.

Für alle Hundefreunde gibt es auch das Crufts Magazine, das viermal im Jahr erscheint.

Der Eintrittspreis für die Hundeshow beträgt bei Vorbestellung £14 pro Tag, an der Tageskasse £17.

Published in: on 24. Januar 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Glastonbury High Street – Ein Paradies für Esoteriker und New Age People

   © Copyright David Gearing

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Wenn ich in Glastonbury (Somerset) war, wohnte ich immer in The George and Pilgrims (s. dazu auch meinen Blogeintrag), einem uralten Hotel mit der Adresse 1 High Street, mit Himmelbett und knarrendem Wirtshausschild direkt vor dem Fenster (natürlich “haunted”!).

Glastonbury ist einer jener mystischen Orte, die Esoteriker und New Age People anziehen. Der Legende nach hat Jesus als Kind mit Josef von Arimathäa Glastonbury besucht. In der Abtei soll die Grabstätte von König Artus und seiner Frau Guinevere gewesen sein, und um den Glastonbury Tor, einen Hügel mit einem Turm darauf, ranken sich Mythen und Legenden, es wurden dort paranormale Erscheinungen beobachtet, UFOs gesichtet usw.

Es kommen also viele Menschen nach Glastonbury (es sind noch viel mehr, wenn das alljährliche Glastonbury Festival stattfindet), auf deren etwas entlegene Wünsche sich die Geschäftswelt der Stadt längst eingestellt hat.

Die High Street bietet eine Fülle von Läden, die alles, was das Herz eines Esoterikers höher schlagen lässt, zur Schau stellen. Ich habe so etwas in dieser Konzentration nur noch in Sedona in Arizona gesehen.

In der Nummer 8 findet sich The Psychic Piglet, dessen Angebot sich folgendermaßen zusammensetzt:
“Our comprehensive range includes an extensive selection of Tarot, books & tapes, arrays of exquisite angels & fairies, T-shirts, handmade vegan candles, nagchampa & himalaya incense, along with sound healing music, all of which make us stand out for our quality”.

Gleich daneben in der Nummer 10 steht Yin Yang mit:
“A unique range of crystals, jewellery, statues, clothing, books & CDs, Feng Shui, water features, incense and so much more for your wellbeing and spiritual practice”.

Der Speaking Tree Bookshop hat die Hausnummer 5 und ist auf esoterische Bücher spezialisiert.

Ein sehr auf New Ager abgestimmtes Angebot findet sich in der Nummer 15 im The Goddess and the Green Man:
Our passion is to reclaim the myth and magic of western pagan traditions and support a pagan way of life – an earth honouring spirituality which brings us closer to the natural world, celebrates the Earth and the rhythm of Her seasons, and reflects and empowers our concerns for this beautiful fragile planet”.

Der Market Place ist die Verlängerung der High Street und hier geht es munter weiter mit esoterischen Geschäften wie Man, Myth & Magik auf der Nummer 9 (“Finely crafted items to aid your personal spiritual journey”) oder Cat & Cauldron auf der Nummer 7  (“Hand-crafted artefacts from the pagan community”).

Wer sich also für Esoterika und New Age-Artikel interessiert, der muss einfach nach Glastonbury reisen… oder die Online-Angebote der Geschäfte in Anspruch nehmen.

In diesem Film kann man einmal die High Street in Glastonbury entlangspazieren.

Das Buch zum Artikel:
Steve Wallis: Glastonbury Through Time. Amberley Publishing 2010. 96 Seiten. ISBN 978-1848689077.

   © Copyright Pauline Eccles

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LEJOG oder JOGLE – 1,349 km Kilometer quer durch England und Schottland

Land's End in Cornwall.I, the copyright holder of this work, release this work into the public domain.

Land’s End in Cornwall.
The copyright holder of this work releases it into the public domain.

Vom südwestlichsten Festland-Punkt des Vereinigten Königreichs bis zum nordöstlichsten sind es 1,349 Kilometer; die Eckpunkte sind Land’s End in Cornwall und John O’Groats in der schottischen Grafschaft Caithness. Diese beiden Orte üben eine magische Faszination auf zahlreiche Menschen aus, die unbedingt einmal im Leben diese Strecke in einem Rutsch zurücklegen möchten, die gern mit LEJOG oder JOGLE abgekürzt wird (LEJOG=Lands End – John OGroats, JOGLE=John OGroats - Lands End).

Man kann die 1,349 km… wandernd oder laufend zurücklegen, man kann sie mit dem Fahrrad oder Motorrad, mit dem Auto oder Rollstuhl, mit dem Skateboard oder per Anhalter bewältigen; der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
Ein gewisser Anthony Band, ein Ultra Barefoot Runner, lief überwiegend barfuß von Cornwall nach Caithness, wofür er 29 Tage benötigte. Der Rekord mit einem herkömmlichen Fahrrad liegt bei etwas über 44 Stunden. Es gibt auch Leute, denen die einfache Strecke zu langweilig ist und die nach Erreichen des Ziels gleich wieder umdrehen und zurückfahren; da liegt der Rekord bei 5 Tagen und 21 Stunden.

Eine originelle und ungewöhnliche Version wählte der Golfspieler David Sullivan, der in John O’Groats startete und sieben Wochen bis Land’s End benötigte…golfballschlagend und das auf dem gesamten “Parcours”. Ich weiß nicht wieviel Zeit dabei draufging, den bzw. die Golfbälle zu suchen.

Stephen Gough erwanderte LEJOG mehrfach nackt, nur bekleidet mit Stiefeln, Socken und einem Rucksack; zum Ärger der Polizei, die ihn mehrfach verhaftete und ins Gefängnis steckte.

26 Tage und 7 Stunden brauchte jemand, der die Strecke rückwärts ging.

2006 fuhr ein vierjähriger Junge mit dem Fahrrad in 31 Tagen von LE nach JOG.

Der Rekord, per Anhalter die vielen Kilometer zurückzulegen, liegt momentan bei 17 Stunden und 8 Minuten (da muss wohl zufällig Sebastian Vettel vorbeigekommen sein).

Die Land’s End–John o’ Groats Association und der End to End-Club sind zwei Organisationen, in denen alle LEJOGger und JOGLEr eine Heimat finden, in der sie sich austauschen können und in der sie Gleichgesinnte treffen.

Ich habe Land’s End einmal besucht und fand es dort ausgesprochen lärmig und überfüllt, so dass ich dort auch nie wieder hingefahren bin. In John O’Groats habe ich einmal übernachtet, da war es (zumindest damals) wesentlich ruhiger.

Dieser Film zeigt Impressionen von einer Fahrradtour von LE nach JOG.

Das Buch zum Artikel:
Ellie Bennett: Mud, Sweat and Gears – Cycling from Land’s End to John o’Groats (Via the Pub). Summersdale 2012. 320 Seiten. ISBN 978-1849532204.

John O'Groats. In dem ehemaligen Hotel im Hintergrund habe ich einmal übernachtet.   © Copyright Bob Jones

John O’Groats. In dem ehemaligen Hotel im Hintergrund habe ich einmal übernachtet.
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Published in: on 6. Januar 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Posh – Ein Wort und seine mögliche Herkunft

“Posh” Victoria Beckham.
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Spätestens seit dem früheren Spice Girl Victoria Beckham, die damals als Posh Spice bezeichnet wurde, ist der Begriff “posh” auch in Deutschland bekannt geworden. Das Wort bedeutet soviel wie “elegant” oder “schick”.

Der Fußballverein Peterborough United in Cambridgeshire trägt ebenfalls den Spitznamen The Posh. Ein früherer Trainer des Vorgängervereins, der sich Peterborough & Fletton United nannte, soll einmal gesagt haben, “I am looking for posh players for a posh new team“.

Woher kommt nun der Begriff “posh” eigentlich? Da gibt es eine ganze Reihe von Erklärungen, die sich recht interessant anhören, aber zu 100% sicher ist sich niemand. Also:

Version 1:
Die Reederei Peninsular and Oriental Steam Navigation Company, die  lange Zeit die Strecke England – Indien bediente, hatte auf ihren Schiffen Kabinen für bevorzugte Gäste, die bei der Reise nach Indien auf der Backbordseite und bei der Rückreise auf der Steuerbordseite lagen. Diese Kabinen waren auf den jeweiligen Reisen nicht der heißen Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Auf den Tickets dieser Erste-Klasse-Kabinen stand “Port Out Starboard Home”, also abgekürzt “POSH”.

Version 2:
“Posh” ist ein Wort, das aus dem Slang stammt, der Anfang des 20. Jahrhunderts an englischen Universitäten gesprochen wurde. In der Zeitschrift “Punch” tauchte das Wort im Jahr 1918 erstmals in gedruckter Form in einem Cartoon auf und stellte eine Alternative zu dem an Universitäten gebräuchlichen Wort “swish” dar, was soviel wie “todschick” bedeutete.

Version 3:
In den 1903 erschienen “Tales of St Austin’s” von P. G. Wodehouse behauptet jemand von einer Weste, sie sei “quite the most push thing of the sort at Cambridge“, wobei in diesem Satz das Wort “push” ein Druckfehler gewesen sein soll und in späteren Ausgaben des Buches durch “posh” ersetzt wurde. Möglicherweise hatte sich da aber auch P.G. Wodehouse vertan, der mit dem Universitätsslang nicht ganz so vertraut war.

Version 4:
Anfang des 20. Jahrhunderts war “posh” ein Wort, das einen Dandy bezeichnete.

Ich habe diese unterschiedlichen Versionen dem “Dictionary and Thesaurus – Merriam-Webster Online” entnommen.

Woher das Wort auch immer kommen mag, es ist mittlerweile fest in der englischen Sprache verankert.

Published in: on 21. September 2012 at 02:00  Kommentare (1)  

Peter James – Ein Krimiautor und sein Serienheld Roy Grace, auf dessen Spuren man jetzt in Brighton wandeln kann.

Roy Graces erster Fall.

In Oxford gibt es Inspector-Morse-Touren, in Edinburgh Inspector-Rebus-Touren und seit kurzem kann man im Seebad Brighton an der englischen Südküste auf den Spuren von Detective Superintendent Roy Grace wandeln.

D.S. Roy Grace ist der Serienheld einiger sehr erfolgreicher Romane von Peter James, dessen erster Fall 2005 in “Dead simple” (dt. “Stirb ewig”) geschildert wurde. Sieben weitere Krimis folgten, von denen bisher fünf ins Deutsche übersetzt wurden, die es alle auf die Bestsellerlisten geschafft haben. Für “Stirb ewig” erhielt Peter James in Deutschland 2005 den “Krimi-Blitz” für den besten Kriminalroman des Jahres. Die deutsche Fangemeinde des Detective Superintendents wuchs von Thriller zu Thriller. Zuletzt erschien 2011 in deutscher Übersetzung “Dead like you” (dt. “Du sollst nicht sterben”). Auf eine Übersetzung warten noch “Dead man’s grip” (2011) und “Not dead yet” (2012).

Am 25. August wurde erstmals in Brighton ein Rundgang auf den Spuren von Roy Grace durchgeführt, der sofort ausgebucht war; auch alle Grace-Touren im September sind bereits belegt. Lyn Neville von Brighton Walks hat sich ein Jahr lang auf diese Touren vorbereitet und erhielt dabei tatkräftige Unterstützung von Peter James selbst, der sich natürlich darüber freut, dass man seinem Detektiv diese Ehre erweist.

Tourbeginn ist jeweils samstags um 15 Uhr am Bahnhof von Brighton. Die Teilnahme kostet £10 und der Spaziergang dauert zwei Stunden. Wer daran teilnehmen möchte, wende sich an Brighton Walks unter der Telefonnummer 01273 302100.

Peter James ist sehr an paranormalen Phänomenen interessiert. Er wohnte einmal in einem von Geistern heimgesuchten Haus in Ditchling (East Sussex) und auf einem ehemaligen Bauernhof außerhalb von Lewes (East Sussex), in dem es auch von Geistern wimmelte. Sein derzeitiger Wohnsitz ist ein Pfarrhaus aus der viktorianischen Zeit, das, nach eigenen Angaben, geisterfrei ist.

Peter James ist Vizepräsident des  Old Police Cells Museums in Brighton und Ambassador der Brighton University; er ist der Stadt am Meer also sehr verbunden.

In diesem Film spricht Peter James über seien Roman “Dead man’s grip”.

Roy Graces letzter Fall

Brighton: Hier löst D.S. Roy Grace seine Fälle. Eigenes Foto.

Published in: on 5. September 2012 at 02:00  Kommentare (2)  
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The London Eye – Interessantes und Kurioses über das höchste Riesenrad Europas

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The London Eye, das Riesen-Riesenrad ist zu einem weiteren Wahrzeichen der britischen Hauptstadt geworden. Die 135 m hohe Touristenattraktion, die jedes Jahr über 3,5 Millionen Besucher anzieht, ist aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken.
Es gibt 32 Gondeln, die jeweils etwa 25  Personen fassen. Aber: Es gibt keine Gondel mit der Nummer 13, dafür aber eine mit der Nummer 33. Man ist eben doch etwas abergläubisch.
Mit 2100 Tonnen Gewicht ist das Riesenrad so schwer wie 1,272 Londoner Taxen.

Vor den Olympischen Spielen hatte man die 10 Tonnen schweren Gondeln noch einmal generalüberholt und die Heizung und Klimatisierung energieeffizienter gestaltet. Dazu wurde jeweils eine Gondel abgehängt, auf der Themse flussabwärts bis zu den Tilbury Docks befördert, dort auf einen LKW umgeladen und nach Cropthorne in Worcestershire gebracht, wo die Firma UK Loco die Arbeiten durchführte. Der Betrieb des Riesenrades wurde dabei nicht beeinträchtigt; die abgehängte Gondel wurde jeweils durch ein Dummy ersetzt, eine Gondel, in der aber niemand fahren konnte. Das ganze Projekt kostete £12.5 Millionen.

Im Ticketpreis für das Riesenrad ist auch ein 4D-Film inbegriffen, den man sich, bevor man “an Bord” geht, ansehen kann. Dazu bekommt man eine Spezialbrille ausgehändigt und zur Musik von Coldplay und Goldfrapp erwartet die Besucher ein ganz besonderes Erlebnis, bei dem alle Sinne mit einbezogen werden (also auch das Riechen und Fühlen!).

Die Geschwindigkeit des Riesenrades beträgt 0,9 Stundenkilometer und eine Umrundung dauert dreißig Minuten, so kann man die Gondeln betreten und wieder verlassen, ohne dass das Rad anhalten muss.

Man kann die Gondeln des London Eye auch für spezielle Zwecke mieten, z.B. für Hochzeiten oder für Firmenpräsentationen.

Das Riesenrad hatte in seiner bisher recht kurzen Geschichte bereits vier verschiedene Namen:
- Millennium Wheel (vor der Inbetriebnahme)
- British Airways London Eye (2000 bus 2008)
- Merlin Entertainments London Eye (2008 bis 2011)
- EDF Energy London Eye (derzeitig)

Natürlich wurden auch schon Musikvideos auf dem London Eye gedreht, z.B. “The Beginning of the End” von Status Quo und “Back Here” von BB MAK

Sir Richard Rogers, der berühmte Architekt, sagte einmal über das London Eye:
“The Eye has done for London what the Eiffel Tower did for Paris, which is to give it a symbol and let people climb above the city and look back down on it. Not just for specialists or rich people, but for everybody. The beauty of it: it is public and accessible, and it is in a great position in the heart of London”.

Hier ist ein Film über das Riesenrad.

Das Buch zum Artikel:
Marks Barfield Architects: Eye -  The Story Behind the London Eye. Black Dog Publishing 2007. 192 Seiten. ISBN 978-1906155087.

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Open House London 2012 – Das Wochenende der Offenen Türen

Das Marlborough House.
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Zum zwanzigsten Mal findet in diesem Jahr Open House London statt und zwar am 22. und 23. September. An diesem “Wochenende der Offenen Tür” kann man sich historische Häuser, Geschäftshäuser, Regierungsgebäude etc. ansehen, die sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Entsprechend groß war der Andrang in den vergangenen Jahren gewesen, denn viele wollten sich das nicht entgehen lassen.

In diesem Jahr werden ca 750 Events angeboten, die die offenen Häuser, aber auch anderes wie geführte Touren, Vorträge usw. einschließen. In der Regel braucht man sich für die Besichtigungen nicht anzumelden, nur bei einigen wenigen “Etablissements” ist eine Vorausbuchung erforderlich.

Ein paar Beispiele möchte ich an dieser Stelle geben, was man sich in diesem Jahr ansehen kann:

- Der Jimi Hendrix Flat im Händel House Museum in der 23 Brook Street W1. In dieser Wohnung lebte der US-Sänger und Gitarrist 1968/69.
- Das Marlborough House in Pall Mall SW1. Ehemals Wohnhaus der Dukes of Marlborough, heute Hauptquartier des Commonwealth Secretariat.
- Das Park Lane Hotel am Green Park, Piccadilly W1, ein Hotel, das im Art Deco-Stil erbaut wurde.
- Die Royal Albert Hall an der Kensington Road, SW7. Ein Blick hinter die Kulissen einer der berühmtesten Veranstaltungshallen in London.
- 30 St Mary Axe, besser bekannt als The Gherkin. Das 4ogeschossige Bürogebäude in der City of London ist längst zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden.
- Die Bank of England in der Threadneedle Street, EC2.
- Die Glocken und der Glockenturm der Kirche St Botolph Aldgate in der Aldgate High Street, EC3.
- Lloyd’s of London, One Lime Street, EC3. Das berühmte Gebäude der berühmten Versicherungsgesellschaft.

Der Eintritt ist überall kostenlos. Es gibt eine Broschüre, die alle an diesem Wochenende geöffneten Gebäude auflistet und die man sich für £6.50 zuschicken lassen kann (s. Webseite) oder man kann auf der Webseite von Open House London gezielt nach Gebäuden oder nach Stadtteilen suchen.

Es lohnt sich bestimmt, wenn man am 22./23. September in London ist, dieses Angebot wahrzunehmen.

Das Park Lane Hotel.
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St Botolph Aldgate.
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London Walks – Die britische Hauptstadt einmal anders erleben

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Während der Olympischen Spiele befinden sich zig Tausende zusätzliche Touristen in der britischen Hauptstadt, die vielleicht nicht nur von früh bis spät die Sportveranstaltungen besuchen möchten; und wer Trafalgar Square, Tower Bridge und Big Ben (sorry, den Elizabeth Tower) nun schon gesehen hat, der könnte vielleicht einmal einen Rundgang durch die Stadt unter einem bestimmten Motto machen.
Dafür eignet sich optimal “London Walks“, die eine Vielzahl von Spaziergängen anbieten, die alle £9 kosten, Senioren, die hier, wie ich finde, sehr nett Super Adults genannt werden, zahlen sogar nur £7 und Kinder unter 15 Jahren brauchen gar nichts zu bezahlen. Das ist für Londoner Verhältnisse sehr günstig!

Was bietet “London Walks” denn nun an?
Wie wäre es mit dem QUEEN’S JUBILEE WALK? Interessant für alle Royals-Fans, denn hier werden die wichtigsten Stationen aus dem Leben der Queen gezeigt.
Ein Klassiker ist der JACK THE RIPPER WALK, der jeden Tag um 19.30 Uhr durchgeführt wird; häufig von Donald Rumbelow, dem Ripper-Experten schlechthin.
Sehr beliebt sind die HARRY POTTER FILM LOCATION TOURS, von denen gleich mehrere angeboten werden.
Nicht nur in York gibt es sie, auch hier in London stehen GHOST TOURS auf dem Programm, mit Geister-Garantie!
Nichts für Zartbesaitete ist die Tour CRIME & PUNISHMENT: The City Of The Gallows. Da geht es um “hanging, drawing and quartering” und “shocking scenes of slaughter”.
Heiterer geht es dagegen auf der Tour ECCENTRIC LONDON zu, wo dem Spaziergänger verborgene Dinge gezeigt werden unter dem Motto “London is stranger than fiction”.

London Walks gibt es schon seit fast 50 Jahren und ist damit (nach eigenen Angaben) die älteste Firma in der ganzen Welt, die spezielle Stadtrundgänge veranstaltet.
Wie es bei den Touren von London Walks zugeht, zeigt dieser Film.

London Walks
P.O. Box 1708
London NW6 4LW
Tel. 020 7625 1932
London Walks verfügt über eine sehr gut gemachte, informative und witzige Homepage!!

Subbuteo, ein Tischfußballspiel, und Langton Green in Kent

Hier in Langton Green (Kent) entwickelte Peter Adolph das Subbuteo-Spiel.
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Für diejenigen, die mit dem Begriff  “Subbuteo” nichts anfangen können, ist hier eine Definition, die ich der Wikipedia entnommen habe:

Subbuteo ist ein aus England stammendes Tisch-Fußballspiel für zwei Spieler. Gespielt wird Subbuteo auf einem grünen Filztuch, das etwa die 80 Zentimeter breit und 120 Zentimeter lang ist. Anders als etwa bei Tipp-Kick verfügt jeder Spieler über zehn frei bewegliche Feldspieler-Figuren. Diese sind etwa zwei Zentimeter hoch und stehen auf einem abgerundeten Sockel, der ihnen die Eigenschaft eines Stehaufmännchens verleiht. Der Spielball hat einen Durchmesser von ebenfalls etwa zwei Zentimetern. Der Torwart der jeweiligen Figuren-Teams ist an einer Stange befestigt, mit der der Spieler die Figur von hinter dem Tor aus führen kann. Gespielt wird Subbuteo, indem man den Zeige- oder Mittelfinger durch Druck auf das Spieltuch (nicht auf den Daumen) und die darunter befindliche Holzplatte spannt und eine Spielfigur nach vorne schnellen lässt.

Erfunden wurde dieses Spiel im Jahr 1947 von einem gewissen Peter Adolph, der in Langton Green (Kent) bei Tunbridge Wells wohnte. Eigentlich wollte Mr. Adolph das Spiel “The Hobby” nennen; da das Patentamt diesen Begriff aber als zu allgemein ablehnte, ersann der Erfinder den Begriff Subbuteo. Warum? “Hobby” heißt im Englischen auch der Baumfalke, dessen lateinischer Name wiederum “Falco Subbuteo” ist. Streichen wir den “Falco” weg, dann bleibt “Subbuteo” übrig. Fertig!

Das Tischfußballspiel erfreute sich so großer Beliebtheit, dass Peter Adolph mit der Produktion in Langton Green begann, wobei die Figuren z.T. in Heimarbeit hergestellt wurden. Als England 1966 die Fußballweltmeisterschaft gewann, gab das einen weiteren Schub für die Subbuteo-Popularität. Adolph verkaufte das Spiel für £250,000 an die Spielzeugfirma Waddingtons, die die Produktion in ein größeres Gebäude nach Tunbridge Wells verlagerte. In den 1980er Jahren schließlich wurde das Spiel nur noch in Leeds hergestellt.

Subbuteo ist weltweit beliebt und es werden sogar Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen.

Es sind Lieder über das Spiel geschrieben worden:
Die aus Birkenhead (Merseyside) stammende Gruppe Half Man Half Biscuit nahm 1986 den Song”All I Want For Christmas Is a Dukla Prague away kit” auf.
Im Musikvideo “My perfect cousin” der Undertones wird Subbuteo gespielt und darauf Bezug genommen.

Hier ist ein Beispiel wie ein Champions League-Subbuteo-Spiel aussehen kann.

Das Buch zum Artikel:
Mark Adolph: Growing Up with Subbuteo – My Dad Invented the World’s Greatest Football Game. Sportsbooks 2006. 224 Seiten. ISBN 978-1899807406.

This work is released into the public domain.

Londoner Buchhandlungen…mit dem etwas anderen Angebot

Foyles an der Charing Cross Road. – Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Thomas Nugent

In einer Riesenstadt wie London wimmelt es natürlich von Buchhandlungen. Vor allem die Charing Cross Road ist DIE Shopping-Meile für Buchenthusiasten. Eine meiner Lieblings-Buchhandlungen hat dort seit Anfang 2009 leider die Pforten geschlossen: Murder One, die wohl als beste Krimi-Buchhandlung ganz Englands galt. Meine Frau ging dort immer mit großen Augen durch die Regale und konnte sich nie richtig entschließen, was sie alles nicht kaufen wollte. Zwei der früheren Mitarbeiterinnen, Tanya Stone und Marta Schmidt, haben unter dem Namen Murder One UK in Watford (Hertfordshire) eine neue Krimi-Buchhandlung mit einem ähnlichen Sortiment aufgemacht.

Eine hervorragende, auf Kochbücher spezialisierte Buchhandlung, Books for Cooks, findet sich in 4, Blenheim Crescent in Notting Hill, 1983 von Heidi Lascelles gegründet, “the best smelling shop in the world”, denn hier gibt es nicht nur Kochbücher zu kaufen, in der Testküche kann man die Rezepte aus den Büchern auch gleich nachkochen.

Seit 1893 gibt es am Cecil Court, zwischen Charing Cross Road und St Martin’s Lane, Londons Esoterik-Buchhandlung Nummer 1 Watkins Books. An sieben Tagen, an denen der Laden in der Woche geöffnet ist, kann hier der Esoteriker shoppen gehen und findet hier neben Büchern, DVDs und CDs auch Tarotkarten, Kristalle und zahlreiche andere Objekte. In der Buchhandlung werden auch Vorträge gehalten (s. hierzu auch den Youtube-Channel von Watkins Books).

Grant & Cutler hat sich im März 2011 mit der legendären Groß-Buchhandlung Foyles zusammengetan und residiert jetzt in deren erstem Stock in der Charing Cross Road. Grant & Cutler hat sich auf fremdsprachige Literatur spezialisiert und man findet hier Bücher in den entlegensten Sprachen wie Aserbaidschanisch, Tschetschenisch oder Kashmiri.

New Beacon Books in Finsbury Park hat sich seit 1966 auf die Literatur schwarzer Kulturen spezialisiert. Hier findet sich ein riesiges Angebot an Büchern schwarzer Autoren bzw. über schwarze Autoren.

Im High Stakes Gambling Bookshop in der Great Ormond Street wird man fündig, wenn man Literatur über das Thema “Glücksspiel und Wetten” sucht. Bücher über Roulette, Blackjack, Sportwetten oder Lotterien finden sich hier in den Regalen im Überfluss.

In der Marchmont Street in Bloomsbury gibt es seit 1979 Englands führende Buchhandlung für homosexuelle Literatur, Gay’s the Word. Lesbierinnen und Schwule kommen in diesm Laden voll auf ihre Kosten.

Diese Aufzählung ließe sich natürlich noch lange fortsetzen, denn London ist ein Dorado für Buchliebhaber.

Die Londoner Charing Cross Road – Ein Mekka für Buchliebhaber. – Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Lewis Clarke

Published in: on 30. Juni 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Cottages mieten in England – Eine Alternative zu Hotels und B&Bs – Meine persönlichen Erfahrungen

Unser Cottage in Welford-on-Avon. – Eigenes Foto.

Wem die englischen Hotels zu teuer sind oder wer sich an die “intimere” Atmosphäre eines B&Bs nicht gewöhnen kann, der hat als weitere Alternative für einen Urlaub auf der Insel auch die Möglichkeit, sich ein Cottage zu mieten. Zahlreiche professionelle und private Vermieter bieten da ihre Dienste an.

Ich habe rund ein Dutzend verschiedene Cottages im Lauf der Jahre (für meistens eine Woche) gemietet und habe da sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Die häufigsten Probleme gab es bei den Heizungen; nur eines meiner Mietobjekte hatte eine Zentralheizung, alle anderen verfügten lediglich über Elektroöfen, die ihre Schwierigkeiten hatten, die Räume warm zu bekommen.
In einem  eigentlich ganz hübschen Cottage bei Bolton Percy in North Yorkshire froren wir sogar an manchen Sommertagen und man musste sich morgens überwinden, aus dem warmen Bett in das kalte Badezimmer zu gehen, das gar nicht beheizbar war.

Wie in manchen Hotels auch, gab es in diesen Cottages im Badezimmer keine Einhandmischer, so dass man nur die Wahl zwischen kochendem Wasser aus dem einen und eiskaltem Wasser aus dem anderen Wasserhahn hatte. Haarewaschen war da nur mit Hilfe meiner Frau möglich (und natürlich auch anders herum). Überhaupt gab es im Installationsbereich einige wiederkehrende Mängel; so funktionierte die Toilettenspülung oft nur nach mehrfacher Betätigung oder sie lief ständig durch.

Besteck und Geschirr war häufig ziemlich durcheinandergewürfelt und schien aus Restbeständen der Cottagebesitzer zu stammen.
Apropos Cottagebesitzer, die haben wir so gut wie nie zu Gesicht bekommen. Der Schlüssel lag meist unter der Fußmatte, und man wurde gebeten, ihn bei Abreise wieder dort zu hinterlegen.

In Pimperne (Dorset) war unser Cottage so weit vom nächsten Dorf entfernt, dass es manchmal richtig unheimlich war. Als wir dann noch im Radio vernahmen, dass ein Häftling aus dem nahegelegenen Zuchthaus ausgebrochen war, achtete man abends und nachts auf jedes verdächtige Geräusch (das aber meist von den um das Haus herum weidenden Kühen stammte).

Von unserem sehr schönen Reetdach-Cottage in Welford-on-Avon (Warwickshire) zum nächstgelegenen Pub waren es ca 500m; da aber die Dorfverwaltung von Welford an der Straßenbeleuchtung gespart hatte bzw. diese überhaupt nicht existierte, war es jedes Mal ein Unterfangen, die stockdunkle Straße entlangzugehen, um unseren Nightcap zu trinken. Es empfiehlt sich, zu einem Cottageurlaub, eine Taschenlampe mitzunehmen.

Bei manchen Cottages gehörte auch Garagen dazu, die aber alle so klein, eng und kurz waren, dass es mir nicht gelang, mein zugegebenermaßen recht langes und breites Auto dort hineinzumanövrieren. Also blieb es immer draußen vor der Garage stehen.

Ein von uns gemietetes Cottage bei Kendal in Cumbria war so schwer zu finden und abgelegen, dass wir uns auf den extrem engen Wegen, die die Gegend durchzogen, immer wieder verfuhren. Dafür brachte uns der Vermieter, ein freundlicher Farmer, immer wieder Eier und andere Nahrungsmittel von seinem Hof vorbei.

Miet-Cottages sind also nicht jedermanns Sache. Wer sich an den von mir aufgezählten Dingen nicht stört, der wird darin sicher schöne Urlaubstage verbringen. Ich ziehe persönlich schöne Country House Hotels vor, in denen es schöne warme gemütliche Zimmer gibt, in denen man sein Frühstück nicht selbst machen muss und sein Abendessen in angenehmem Ambiente genießen kann.

Mein Auto durfte/konnte nicht in die viel zu enge Garage und musste die Nächte davor verbringen. – Eigenes Foto.

Published in: on 27. Juni 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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The York Maze – Einer der größten Mais-Irrgärten der Welt

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Bill Henderson

In Elvington vor den Toren der Stadt York in North Yorkshire findet sich eine Touristen-Attraktion, die immer nur für ein knappes Vierteljahr zur Verfügung steht: The York Maze, einer der größten Irrgärten der Welt. Warum nur für ein Vierteljahr? Auf einer Fläche, die etwa zehn Fußballfeldern entspricht, wird alljährlich ein großes Maisfeld bepflanzt und wenn der Mais eine bestimmte Höhe erreicht hat, wird der Irrgarten angelegt, der dann bis zur Ernte zugänglich ist.

In diesem Jahr ist der 14. Juli der Eröffnungstag und am 2. September ist dann Schluss mit dem Sich-Verirren, denn dann wird der Mais gebraucht und abgeerntet.
Der Clou des York Maize Mazes ist, dass der Irrgarten jedes Jahr in einer anderen Form angelegt wird: Einmal war es in Form des Starship Enterprise, einmal als New Yorker Freiheitsstatue und einmal als Wikingerschiff. Das Motto im Vorjahr war “Harry Potter“. Man rechnet mit ca 1,5 Stunden “Durchwanderungszeit”.

Die Organisatoren des Maize Maze sind auch in diesem Jahr wieder sehr erfinderisch, denn sie bieten einige “Events” an, so ist z.B. am 21. Juli der Cornlympics Day in Konkurrenz zu den Londoner Olympischen Spielen. Die Wettbewerbe sind u.a. Speerwerfen mit Maisstängeln oder Maiskolben-Staffellauf. Am 4. August werden die World Sweetcorn Eating Championships abgehalten und am 18. August findet hier eine Beach Party statt.

Wenn der Mais schließlich abgeerntet ist, gibt es auf dem Gelände andere Verlustierungen wie Halloween Parties und Feuerwerke und… man kann hier natürlich auch seine Hochzeit feiern.

Hier ist ein Film über das York Maze aus dem Jahr 2009, als das Thema “Mondlandung” hieß.

Es gibt in Yorkshire noch zwei weitere Mais-Irrgärten:
The Maize Maze at Cawthorne bei Barnsley neben dem Cannon Hall Country Park in South Yorkshire und das
Beverley Maze in Beverley im East Riding of Yorkshire.

Wer sich für weitere Mais-Labyrinthe in England interessiert, sollte die Webseite der Maize Maze Association aufrufen, die detaillierte Auskünfte gibt.

York Maze
Elvington Lane (B1228)
York
YO19 5LT
Tel: 01904 607341

Im Inneren des Labyrinths. – Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright hayley green

Published in: on 21. Juni 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Die Honesty Bar – Die Hotelbar für ehrliche Menschen

Zum ersten Mal wurde ich mit der Einrichtung einer Honesty Bar im Kennel Holt Hotel bei Cranbrook (Kent) konfrontiert. Leider existiert das Hotel heute nicht mehr, da es in private Hände übergegangen ist. Damals wurde ich nach meiner Ankunft durch das Haus und u.a. auch zur Lounge geführt. “And here is our honesty bar” erklärte mir die Dame des Hauses. Es handelt sich dabei um eine Selbstbedienungs-Bar. Zahlreiche Flaschen mit den unterschiedlichsten Alkoholika standen auf einem Tischchen, daneben war ein Notizbuch platziert, in dem jeder seinen Namen und seine Zimmernummer aufschreiben sollte, sowie die verzehrte Menge und die Flaschennummer. Die Getränkepreise standen in einem kleinen danebenliegenden Buch. Die Gläser hatten alle Markierungen mit der Füllmenge. Mit der Hotelrechnung bei der Abreise bezahlte man dann seine Barrechnung. Auf diese Weise konnte man sich rund um die Uhr an den Getränken bedienen.

Honesty Bars gibt es hin und wieder in kleinen Hotels, für die eine von einem Barkeeper geführte Bar zu teuer wäre. Man vertraut einfach auf die Ehrlichkeit der Gäste.

Eine ähnlich geartete Einrichtung fand ich manchmal auch auf abgelegenen Parkplätzen, wo man auf einem Schild bat, die entsprechenden Parkgebühren in eine sogenannte Honesty Box zu werfen. Auch da wäre es einfach zu aufwendig, einen Parkwächter hinzustellen oder einen Parkautomaten zu errichten.

Ich habe in Deutschland noch keine Honesty Bars gesehen; vielleicht gibt es die ja auch hierzulande.

Published in: on 20. Juni 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Towpath Talk – Das Magazin für Freunde des britischen Kanalsystems

Mit dem Narrowboat unterwegs. – Eigenes Foto.

In Großbritannien gibt es eine zunehmende Zahl von Menschen, die ihren Urlaub gern auf den Kanälen verbringen, sei es auf eigenen oder auf gemieteten Narrowboats oder anderen Motorbooten. Das Kanalsystem im Land ist weitverzweigt und man kann z.B. von London aus problemlos bis in den Norden fahren. Ein gemächlicher Urlaub (wenn da nicht die vielen Schleusen wären…).

Für alle, die sich für die britischen Kanäle interessieren, gibt es ein kostenloses Magazin namens Towpath Talk. Es erscheint jeweils am letzten Donnerstag eines Monats in einer Auflage von ca 29 000 Exemplaren bei der Mortons Media Group Ltd in Horncastle in Lincolnshire. Auf in der Regel 64 Seiten wird man mit diesem Magazin über alles informiert, was es an Wissenswertem über die Kanäle zu berichten gibt. Die zurzeit aktuelle Ausgabe 79 vom Mai 2012 hat u.a. als Thema “A Day Out on the Thames & London Canals” und bietet Infos über den Thames Diamond Jubilee Pageant am 3. Juni.

In erster Linie ist der Towpath Talk aber ein Werbeblatt für Verkäufer und Vermieter von Narrowboats, für Marina-Betreiber, für Werften und für Inneneinrichter von Booten.

Man kann sich Towpath Talk auch nach Deutschland schicken lassen; das kostet £15 für 12 Ausgaben.

Towpath Talk
Media Centre
Morton Way
Horncastle
Lincs
LN9 6JR
Tel 01507 529529

Published in: on 26. Mai 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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“The Ringing World” – Das Fachblatt aller britischen Bell ringer

© Copyright philld and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Glöckner ist eigentlich die Übersetzung des englischen “bell ringer“, aber irgendwie trifft es das nicht so richtig. Man denkt unwillkürlich an den Glöckner von Notre Dame. Bleiben wir bei “bell ringer”, die in den Kirchen Großbritanniens eine wichtige Rolle spielen. Sie üben eine Kunst aus, die seit Jahrhunderten gepflegt wird; und auch sie haben natürlich eine Fachzeitschrift, die im vorigen Jahr ihr einhundertstes Bestehen feierte: “The Ringing World“.

Am 24. März 1911 erschien die erste Ausgabe und bisher sind über 5000 Hefte veröffentlicht worden.  Die Zeitschrift erscheint wöchentlich und die meisten “Glockenläuter” des Landes dürften das Blatt abonniert haben, denn “The Ringing World” ist das Fachorgan des “Central Council of Church Bell Ringers“.

Es ist schon erstaunlich, was es alles aus der Welt des Glockenläutens zu berichten gibt. Hier ein paar Beispiele aus den April-Ausgaben diesen Jahres:
- The Heart of England Handbell Society
- Peal to mark the 200th Anniversary of the opening peal at Writtle
- Celebrating the 300th anniversary of Fabian Stedman’s life

In der TV-Krimiserie “Inspector Barnaby” gibt es eine großartige Folge mit dem Titel Ring out your dead” (dt. “Glockenschlag zum Mord”) mit dem überragenden Adrian Scarborough, in der das Glockenläuten im Mittelpunkt der Handlung steht und in der es am Ende einige “bell ringer” im Midsomer County weniger gibt.

Ich erinnere mich noch an einen wunderschönen Sonntagvormittag, als wir mit unserem Narrowboat von Bidford-on-Avon weiterfuhren und unsere Fahrt vom Klang der Glocken von St Laurence begleitet wurde; es war eine wunderschöne Stimmung!

Hier ist ein Film über die Kunst des bell ringing.

The Ringing World Ltd
35A High St
ANDOVER
SP10 1LJ
Tel. 01264 366620

Das Buch zum Artikel:
John Camp: Bells and Bellringing. Shire Publications Ltd 2005. 64 Seiten. ISBN 978-0747803263.

Karma Kars – Eine spezielle Art, sich in London fortzubewegen

Ein Karma Kar. - With friendly permission of Norman Craig. - http://www.flickr.com/photos/normko/

Indische Autos der Marke Ambassador sind in Europa so gut wie gar nicht im Straßenbild zu finden. Die im asiatischen Subkontinent so beliebten Fahrzeuge basieren auf dem Morris Oxford, der in den 1950er Jahren in England gebaut wurde.
Einige wenige dieser Autos haben den Weg nach London gefunden und fungieren dort als eine spezielle Art von Taxi. Außen sehen sie eigentlich ganz normal aus, abgesehen davon, dass die Stoßstangen mit Blumen dekoriert sind. Steigt man jedoch in sie ein, verschlägt es einem erst einmal den Atem. Man fühlt sich “wie in einer fernöstlichen Zeitkapsel, betört vom schweren Duft indischer Räucherstäbchen”, so schrieb der SPIEGEL einmal über eine Taxifahrt mit einem Auto der Firma Karma Kars.
Das Innere der Fahrzeuge wird von Satinkissen, Seide und jeder Menge Stickereien geprägt. Die indische Elefantengöttin Ganesh ist mit an Bord und Sitarmusik sorgt für eine entspannte Atmosphäre. “Die Reise selbst ist wichtiger als das Ankommen” ist denn auch das Motto der Firma, die von Tobias Moss gegründet wurde.
Um so schnell wie möglich von A nach B zu kommen, ist nicht Zweck dieser Flotte indischer Autos. Auch schnelle Autobahnfahrten ist nicht ihr Ding. Gemächliches, entspanntes Dahingleiten, Abtauchen in eine andere Welt, das ist es, was die Karma Kars anbieten.

Viele Prominente haben denn auch schon zum Telefon gegriffen, um ein indisches Ambassador-Auto zu mieten. Sehr begehrt sind die Fahrzeuge natürlich für Hochzeiten, auch in der Werbung und für Filme werden die Fahrzeuge gern gebucht.

Dieser Film zeigt eines dieser Autos.

Karma Kars London
Tel. 0208 964 0700

Die Chislehurst Caves in Kent – Von Champignonzucht, Luftschutzbunkern und Rockkonzerten

Author: Secret London. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 1.0 Generic license.

Im äußersten Südosten von London, schon in der Grafschaft Kent gelegen, befinden sich die Chislehurst Caves, ein Labyrinth von Tunneln, die sich über 35 km erstrecken. Wann diese von Menschenhand gemachten Tunnel entstanden sind, ist nicht mehr genau feststellbar; Mitte des 13. Jahrhunderts wurden sie erstmals erwähnt und man baute hier Kreide und Feuerstein ab.

Nachdem der Bergbau in Chislehurst etwa Mitte des 19. Jahrhunderts aufgegeben wurde, nutzte man das Stollen-/Höhlen-/Tunnellabyrinth für die unterschiedlichsten Zwecke. Im 1. Weltkrieg wurde hier Munition gelagert, dann züchtete man Champignons und im 2. Weltkrieg dienten die unterirdischen Gänge als Luftschutzbunker, in denen bis zu 15 000 Menschen Zuflucht finden konnten.

In den 1960er Jahren wurden hier Rockkonzerte veranstaltet, bei denen so illustre Gäste wie die Rolling Stones und Pink Floyd auftraten. Auch einige Fernseh- und Spielfilme wurden in den Chislehurst Caves gedreht, beispielsweise 1981 der Horrorfilm “Inseminoid” (dt. “Samen des Bösen”) oder Szenen der BBC-Serie “Merlin” (dt. “Merlin – Die neuen Abenteuer”, von RTL gezeigt).

Die Heavy Metal-Band Cradle of Filth aus Suffolk nahm hier 2008 ihr Musikvideo “Honey and Sulphur” auf.
Das Team der Geisterjäger von “Most Haunted” hat sich die Tunnel in Kent auch schon vorgenommen; hier ihr Bericht.

Man kann die Chislehurst Caves auf geführten Touren kennenlernen, die mittwochs bis sonntags durchgeführt werden, 45 Minuten dauern und £5 kosten. Dieser Film gibt einen Eindruck von den unterirdischen Touren.

Chislehurst Caves
Caveside Close
Old Hill
Chislehurst
Kent
BR7 5NL
Tel. 020 8467 3264

Das Buch zum Artikel:
James Wilkinson: The Ghosts of Chislehurst Caves. Greenlight Publishing 2011. 112 Seiten. ISBN 978-1897738436.

The Yorkshire Wheel – Die neue Attraktion für die Stadt York

Das neue Yorkshire Wheel auf dem Gelände des Royal York Hotels. - Copyright: Richard North (creative commons)
http://richardnorth.net

Es war einmal ein Riesenrad, das man Yorkshire Wheel nannte, und das viele liebten und einige hassten. Von 2006 bis 2008 war es am National Railway Museum in York aufgestellt. Allein in den ersten sechs Monaten fuhren über 200 000 Menschen mit dem 54 m hohen Riesenrad, das völlig neue Ausblicke auf die schöne Stadt im Norden Englands bot. Im Vorfeld gab es schon Streit darüber, wo das eindrucksvolle Yorkshire Wheel aufgestellt werden sollte. Man einigte sich auf das Gelände etwas außerhalb des Zentrums in der Nähe des Bahnhofs.
Die für den Tourismus der Stadt Verantwortlichen wollten das Riesenrad gern für immer dort stehen lassen, aber am 2. November 2008 wurde es abgebaut.

Bald begannen neue Diskussionen darüber, ob man die Touristenattraktion nicht wieder aufstellen sollte und wenn ja, wo. Mehrere Standorte wurden ins Gespräch gebracht, wieder verworfen, bis man sich darauf einigte, das Yorkshire Wheel auf dem Gelände des Royal York Hotels, nicht weit von dem früheren Standort, zu errichten. Am 13. Dezember 2011 war es dann endlich soweit; jetzt dreht das schneeweiße Riesenrad wieder täglich seine Runden von 10 Uhr bis 21 Uhr. £8.50 kostet eine Fahrt für Erwachsene, £5 für Kinder.

Inspiriert wurde das Yorkshire Wheel natürlich vom London Eye, das allerdings mit 135m wesentlich größer ist. Die Form der “pods” genannten Kabinen erinnern sehr an den großen Bruder in London.
Wie es zurzeit aussieht, soll das Riesenrad bis zum Januar 2013 stehenbleiben.
Hier ist ein Film über das neue Yorkshire Wheel.

Copyright: Richard North (creative commons)
http://richardnorth.net

Published in: on 21. März 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Urlaub mit dem Ruderboot auf der Themse – Wie einst Jerome K. Jeromes “Drei Mann in einem Boot”

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Wer erinnert sich nicht an Jerome K. Jeromes berühmtes Buch “Drei Mann in einem Boot (ganz zu schweigen vom Hund)“, das 1889 erschien und noch immer zu den besten Themse-Klassikern aller Zeiten gehört?
Die drei Männer + Hund befuhren die Themse mit einem Ruderboot, mit einem sogenannten Thames Camping Skiff. Das ist eine Art “Wohn-Ruderboot” mit einer Plane, die man bei schlechtem Wetter über das Boot spannen kann und die auch nachts als Abdeckung dient, wenn man auf dem Mini-Schiff schläft. An Bord findet sich alles, was man für einen mehrtägigen Themsetrip benötigt: Eine Kochstelle, Geschirr und Besteck.

Wer seinen Urlaub einmal wie die drei Männer auf der Themse verbringen möchte, kann das heute auch noch tun. Die Firma Thames Skiff Hire in Walton-on-Thames in Surrey vermietet sieben sorgfältig gepflegte Skiffs, von denen die meisten schon mehr als hundert Jahre auf dem Buckel haben.
Edward, Megan und Ty-Ho, so die liebevollen Namen der Boote, sind die ältesten und sie waren sogar schon in mehreren Spielfilmen zu sehen, z.B. in “Shakespeare in Love”, “Orlando” und in der TV-Serie “Great Expectations”.

Der Vorteil eines Skiffs gegenüber einem Narrowboat ist, dass man damit fast überall anlegen und übernachten kann. Natürlich geht es auf dem Boot recht eng zu, aber wer den Oberlauf der Themse einmal in Ruhe befahren möchte und keine Probleme damit hat, eine Zeit lang etwas primitiver zu leben, der ist mit einem Boot von Thames Skiff Hire sicher bestens bedient.

Übrigens: Ein Dosenöffner gehört zur Grundausstattung!! (Man denke nur an die Probleme, die die drei Männer im Boot mit dem Öffnen einer Ananasdose hatten).

Wie man im Handumdrehen eine Plane über das Skiff ziehen kann, zeigt dieser Film.

Thames Skiff Hire
64 Carlton Road
Walton-On-Thames
Surrey
KT12 2DG
Tel. 01932-232433

Das Buch zum Artikel:
Christopher Winn: I Never Knew That About the River Thames. Ebury Press 2010. 288 Seiten. ISBN 978-0091933579. (Sehr zu empfehlen!!)

Published in: on 5. März 2012 at 02:00  Kommentare (1)  
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Rund um London auf der M25 mit dem Reisebus – Ein Vergnügen der besonderen Art

Ein ganz normaler Tag auf der M25, hier bei Junction 2. - © Copyright David Anstiss and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die meisten Menschen hassen die M25, auch London Orbital oder Großbritanniens größter Parkplatz genannt, die einmal komplett um die britische Hauptstadt herumführt. Sie ist eine der am stärksten befahrenen Straßen des Landes auf der man häufig im Stau steht. Ich bin viele Male auf der M25 gefahren, notgedrungen, da ich zu einer bestimmten Zeit am Eurotunnel sein musste. Die zurzeit (noch) gültigen 70 Meilen Höchstgeschwindigkeit werden hier oft weit überschritten, sofern es der Verkehrsfluss denn überhaupt zulässt.

Seit kurzem gibt es die Möglichkeit, die M25 zum Vergnügen zu befahren – mit dem Reisebus. Das in Hove (East Sussex) ansässige Busunternehmen Brighton & Hove Bus and Coach Company hat im letzten Herbst versuchsweise eine “M25 Orbital Coach Tour” ins Programm genommen, die sofort ausverkauft war. Am 22. März findet die nächste Fahrt statt, die auch schon ausverkauft ist. Weitere Touren sind bereits terminiert. Für die vergleichsweise geringe Summe von £15 kann man auf diese Weise, ohne selbst fahren zu müssen, die Sehenswürdigkeiten links und rechts der Ringautobahn von einem bequemen Reisebussitz aus begutachten. Und zu sehen gibt es einiges, worauf ein eigens mitfahrender Reiseleiter aufmerksam macht.
Ob man die M25 im oder gegen den Uhrzeigersinn befährt, bleibt eine Überraschung für die Fahrgäste und wie lange die Tour überhaupt dauern wird, weiß kein Mensch, das hängt ganz von der Verkehrsdichte ab. Geplant sind für die etwa 180 km lange Strecke jedenfalls 4 Stunden. Als kleinen Gag kann man eine Flasche Champagner gewinnen, die derjenige erhält, der die im Bus  zurückgelegten Meilen errät bzw. am nähesten dran ist.

Andere Busunternehmen haben bereits die Ohren gespitzt und werden wohl demnächst ähnliche Touren anbieten; außerdem stehen die Olympischen Spiele vor der Tür mit unzähligen London-Besuchern, die amüsiert werden wollen.

Zur Vorbereitung auf so eine Reise empfehle ich zwei sehr lesenswerte Bücher (s. hierzu auch meinen früheren Blogeintrag):

Roy Phippen: M25 Travelling Clockwise (Pallas Athene Arts 2004)
Iain Sinclar: London Orbital (Penguin 2003).  Sinclair ist damals zu Fuß die ganze M25 entlanggegangen.

Einen kleinen Trip auf der M25 zeigt dieser Film.

Brighton & Hove Bus and Coach Company
43 Conway Street
Hove, East Sussex, BN3 3LT
Tel. 01273 886226

Die Thames Mudlarks – Schatzsuche im Schlamm der Londoner Themse

Die Themse bei Chiswick. - © Copyright Stefan Czapski and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Mitten in London beträgt der Unterschied zwischen Ebbe und Flut mehrere Meter, d.h. dass bei Wasserniedrigstand für einige Stunden Teile der Themse zum Vorschein kommen, die sonst vom Wasser überspült sind. Das ist die Zeit, zu der man die Mudlarks bei ihrer Arbeit beobachten kann. “Mudlark” heißt soviel wie “Schmutzfink” und eine schmutzige Arbeit ist das schon, was diese Leute hier tun. Mit Hilfe von Metalldetektoren suchen sie den Uferschlamm ab auf der Suche nach “Schätzen”, wobei das Wort “Schatz” im weitesten Sinne gebraucht wird.

Die Mudlarks gab es auch schon im 18. Jahrhundert; das waren damals Menschen, die von der Suche nach Wertsachen im Themseschlamm ihren Lebensunterhalt bestritten. Gegenüber damals ist das heutige Suchen sicher angenehmer, denn die Themse gilt jetzt als einer der saubersten Flüsse Europas.

Die 1980 gegründete Society of Thames Mudlarks besitzt die “Lizenz zum Suchen”, die ihr von der Port of  London Authority ausgestellt worden ist. Alles, was die Mitglieder der Gesellschaft im Schlamm der Themse an historischen Artefakten finden, müssen sie dem Museum of London melden, das mittlerweile über eine umfangreiche Sammlung an Themsefunden besitzt.

Was findet man denn nun in dem Schlamm? Neben Dingen des alltäglichen Lebens, die in die Themse geworfen werden, entdecken die Mudlarks auch manchmal jahrhundertealte Gegenstände. So hat eines der Mitglieder der Gesellschaft über 2500 Knöpfe gefunden, von denen die ältesten aus dem 14. Jahrhundert stammen. Diese umfangreiche Knopfsammlung ist auch im Museum of London zu besichtigen. Ferner fand man in dem Schlamm des Flusses Münzen, Halsketten aus der Eisenzeit, Schmuckstücke der Angelsachsen und jede Menge Gegenstände aus der Römerzeit.

Neben der oben erwähnten Society of Thames Mudlarks gibt es noch andere Gruppierungen, die mit Metalldetektoren am Ufer der Themse tätig sind wie beispielsweise die Thames and Field Metal Detecting Society.

Dieser sehr informative Film zeigt die Arbeit der Mudlarks in London.

Published in: on 21. Februar 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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The Pipe Club of London – Refugium für Freunde des Pfeifentabaks

Einer der berühmtesten Pfeifenraucher: Sherlock Holmes. - Author: Juhanson. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Raucher haben es schwer – nirgendwo in öffentlichen Räumen dürfen sie ihrem Laster frönen. Pfeifenraucher werden, meiner Ansicht nach,  noch eher akzeptiert als Zigaretten- oder Zigarrenraucher, verströmt doch der Pfeifentabak häufig einen angenehmen Geruch und außerdem gelten Pfeifenraucher als gemütliche, ruhige Menschen.

Der Pipe Club of London bietet seit 1970 seinen Mitgliedern ein Forum, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, und auch ein Refugium, wo man den Anfeindungen der tabakfeindlichen Welt nicht ausgesetzt ist.
Der Club hat zurzeit über 300 Mitglieder, die nicht alle aus London kommen, sondern aus 26 Ländern weltweit. Wer aber im Großraum London wohnt, kann an den monatlichen Treffen teilnehmen, die einmal in London selbst und einmal vor den Toren der Stadt in Great Warley bei Brentwood (Essex) stattfinden.
An Aktivitäten bietet der Pipe Club of London Tabak Tastings, Besuche in tabakherstellenden Firmen und Wettbewerbe, bei denen das Pfeiferauchen im Mittelpunkt steht wie z.B. einen Slow Smoking Competition.
Zweimal im Jahr erhalten die Mitglieder das “Pipe Club of London Journal“, das aus der Welt der Pfeifenraucher berichtet.

Dieser Film zeigt den Pipe Club in Wort und Bild.

Wer jetzt Lust bekommen haben sollte, sich dem Londoner Club anzuschließen, wende sich an:
Pipe Club of London
14 Woodside Park Avenue
London E17 3 NP
Tel. 020 8257 7537

Das Buch zum Artikel:
Richard Carleton Hacker: Pipesmoking – A 21st Century Guide. Autumngold Publications 2000. 165 Seiten. ISBN 978-0931253133.

 

Published in: on 2. Januar 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Ein Mekka für alle Harry Potter-Fans entsteht zurzeit nördlich von London

Umbau der Warner Bros Studios zur Pilgerstätte für Harry Potter-Fans aus aller Welt. - Author: Leavesdenliving. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Zugegeben, ich habe keinen der Harry Potter-Romane gelesen und keinen der Filme gesehen, aber ich weiß , dass es eine Millionengemeinde von Kindern und Erwachsenen in der ganzen Welt gibt, die sowohl die Bücher als auch die Filme heiß lieben. Der 31. März 2012 ist ein Datum, das sicher viele von ihnen im Kalender dick ankreuzen werden, denn an diesem Tag wird ein Harry Potter-Mekka eröffnet, wie es das in dieser Form noch nicht gab.

Auf dem Gelände der Warner Bros. Studios in Leavesden entsteht zurzeit unter dem Namen “The Making of Harry Potter” in einer riesigen Halle ein “place of pilgrimage”, wie sich Londons Bürgermeister Boris Johnson ausdrückte, in dem alles zusammengetragen wird, was die Herzen der Fans höher schlagen lässt.
In den Studios nördlich von London wurden alle HP-Filme gedreht und irgendjemand kam auf die geniale Idee, die Kulissen und die Requisiten der Filme einfach weiterzuverwenden und eine Studiotour daraus zu machen.

Der Erfolg dieser neuen Attraktion vor den Toren Londons scheint garantiert, 300 neue Arbeitsplätze sollen entstehen; Warner Bros. ist happy und unzählige HP-Fans werden es auch sein. Der Kartenvorverkauf läuft bereits auf vollen Touren (eine Reservierung ist unbedingt erforderlich!), trotz der happigen Eintrittspreise von £ 28 für Erwachsene (ab 16 Jahren) und £ 21 für Kinder (ab 5 bis 15 Jahre), lediglich Kinder unter 5 dürfen kostenfrei passieren.

“The Making of Harry Potter” wird ganzjährig täglich ab 10 Uhr geöffnet sein.
Die Warner Bros. Studios befinden sich ca 30 km nordwestlich vom Zentrum Londons und nördlich der Stadt Watford in Hertfordshire, mit dem Auto gut über die M1 oder die M25 zu erreichen. Auch mit dem Zug ist man in ca 20 Minuten von der Londoner Euston Station am Bahnhof Watford Junction und von dort aus verkehrt dann ein Pendelbus zu den Studios (ca 15 Minuten Fahrt).
Hier ist ein kleiner Vorgeschmack im Film.
Also: Am 31. März 2012 geht es los.

Warner Bros. Studios Leavesden
Aerodrome Way
Leavesden, Hertfordshire WD25 7LS
Tel. 08450 840 900

Das Buch zum Artikel:
Harry Potter Film Wizardry. Bantam Press 2010. 160 Seiten. ISBN 978-0593066485.

Die Association of Leading Visitor Attractions und die 10 meist besuchten Attraktionen Großbritanniens

Das British Museum in London hatte die meisten Besucherzahlen des Jahres 2010. - © Copyright Christine Matthews and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Association of Leading Visitor Attractions, oder kurz ALVA, ist ein Zusammenschluss von 42 britischen Museen, Gallerien, Kathedralen und Freizeitparks, die die hauptsächlichen Touristenmagnete des Landes bilden.

Gegründet wurde die Organisation 1990 mit dem Ziel, durch Austausch von Informationen das Management ihrer angeschlossenen Mitglieder zu verbessern.

Alljährlich gibt ALVA eine Statistik über die am häufigsten besuchten Attraktionen des Landes heraus. Die Besucherzahlen schwanken und sind manchmal abhängig von bestimmten Faktoren. Werden z.B. in einem Schloss Filme gedreht, so wird man dort mit ziemlicher Sicherheit deutlich mehr Besucher zählen. Die königliche Hochzeit in diesem Jahr hat sehr viele Menschen nach London gebracht, was wiederum positive Auswirkungen auf die Besucherzahlen der Sehenswürdigkeiten der Stadt zur Folge hatte. Im nächsten Jahr wird eine ähnliche Situation durch die Olympischen Spiele in London eintreten.

Da die Zahlen für das Jahr 2011 noch nicht endgültig vorliegen, sind hier die Top Ten des Jahres 2010:

1. British Museum (London)  5,842,138
2. Tate Modern (London) 5,061,172
3. National Gallery (London) 4,954,914
4. National History Museum (London) 4,647,613
5. Science Museum (London) 2,751,902
6. Victoria & Albert Museum (London) 2,629,065
7. National Maritime Museum (London) 2,419,802
8. Tower of London 2,414,541
9. St Paul’s Cathedral (London) 1,892,467
10. National Portrait Gallery (London) 1,819,442

Der Schwerpunkt liegt, wie nicht anders zu erwarten war, auf den Londoner Attraktionen. Erst auf Platz 14 finden sich die National Galleries of Scotland in Edinburgh und das Edinburgh Castle auf Platz 16. Der Zoo von Chester liegt auf Platz 17.

Platz 2: Tate Modern in London. - © Copyright Nigel Chadwick and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Londoner National Gallery lag auf Platz 3. - © Copyright Paul Gillett and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 17. Dezember 2011 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Der Blackpool Tower in Blackpool – Nach Renovierung ist er wieder geöffnet

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Am 1. September wurde der Blackpool Tower nach umfassender Renovierung für die Öffentlichkeit wieder  freigegeben, das Symbol der Vergnügungsstadt im Nordwesten Englands, das dem Pariser Eiffelturm nachempfunden wurde. Die Hauptattraktion der umgestalteten Aussichtsplatform, Blackpool Tower Eye genannt, ist der Skywalk, ein Glasboden, durch den man 158 m in die Tiefe blicken kann; schwindelfrei sollte man also schon sein, bevor man diesen Boden aus Spezialglas betritt.

Am 14. Mai 1894 wurde der Blackpool Tower eröffnet und er ist im Laufe der Jahre zu einem multifunktionalen Vergnügnungszentrum geworden. Mittelpunkt ist der großartige Ballroom, in dem man zum Klang einer Wurlitzer-Orgel nachmittags tanzen kann. Mehrere Folgen der beliebten BBC-One-Serie “Strictly Come Dancing” (der deutsche Ableger lief unter dem Titel “Let’s Dance” auf RTL) fanden hier schon statt.

Was wäre ein Vergnügungszentrum ohne eine Horrorattraktion? Seit dem 1. September gibt es hier im Turm den Blackpool Tower Dungeon, der von den gleichen Leuten entworfen wurde, die auch für den London und den York Dungeon verantwortlich sind. Hier werden die hoffentlich nicht allzu verängstigten Besucher u.a. mit den Pendle Witches, der Torture Chamber und  dem Elevator to Hell konfrontiert.

Zwischen den vier Füßen des Turms ist seit 1894 der Blackpool Tower Circus etabliert, der schon einmal geschlossen werden sollte, was aber auf heftigen Protest stieß, so dass man von den Plänen wieder Abstand nahm.

Weiterhin gibt es im Angebot des Blackpool Towers:

Jungle Jim’s Towering Adventureland – ein riesiger Abenteuerspielplatz für Kinder
Madam Tussaud’s Blackpool – das unvermeidliche Wachsfigurenkabinett
Ein 4D-Kino und viele weitere Amüsiermöglichkeiten für Erwachsene und Kinder.
Sehenwert ist auch die neue Illumination der Turmspitze, die im Zuge der Renovierungsarbeiten installiert wurde.

Hier sind einige Impressionen vom Turm im Film.

Das Buch zum Artikel:
Allan W. Wood & Ted Lightbown: Blackpool Through Time. Amberley Publishing 2010. 96 Seiten. ISBN 978-1848686625.

Blick vom Turm auf die Stadt Blackpool. - © Copyright Ian Petticrew and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.


Borough Market – Einer der größten Lebensmittelmärkte Londons

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Die London Lifestyle Awards wurden im vorigen Jahr erstmals vergeben und der Sieger in der Kategorie London Food Market of the Year  war der Borough Market, der im Stadtteil Southwark in den Hallen unterhalb der verlängerten London Bridge angesiedelt ist.

Der Borough Market ist “posh”, d.h. hier kaufen auch die Londoner Feinschmecker ein, die Köche der großen Restaurants und die vermögenden Bewohner der Metropole, für die die gehobenen Preise des Marktes keine Rolle spielen.
Der nur donnerstags bis samstags geöffnete Markt bietet eine riesige Auswahl an einheimischen und internationalen Produkten an. Ursprünglich war der Borough Market ein reiner Obst- und Gemüsemarkt; mittlerweile gibt es aber auch viele andere Dinge hier zu kaufen.
Die “Wine Pantry” z.B. hat sich auf den Verkauf englischer Weine und Sekte spezialisiert und soll die größte Weinhandlung dieser Art in ganz Großbritannien sein.
The Sausage Man” bietet Wurst und Schinken aus dem Schwarzwald an.
Une Normande à Londres” hat eine riesengroße Auswahl an französischem Käse.
Der Stand von “Utobeer” an der Middle Row hat sich auf Biere aus der ganzen Welt spezialisiert.
The Rabot Estate” an der Stoney Street importiert edle Kakao-Produkte von der Karibikinsel St. Lucia.

Das ist nur eine kleine Auswahl aus dem riesigen Angebot, das man auf dem Borough Market findet. Hier kann man wirklich einen ganzen Tag zubringen, ohne dass es langweilig wird.

In einigen britischen Filmen wurden Szenen auf dem Borough Market gedreht, so. z.B. in “Lock, Stock and Two Smoking Barrels” (dt. “Bube, Dame, König, grAS”) und “Bridget Jones’s Diary” (dt. “Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück”).

Hier ist ein Film über den Borough Market zu sehen.

Borough Market
8 Southwark Street
London SE1 1TL
Tel. 020 7407 1002

Das Buch zum Artikel:
Ptolemy Dean: The Borough Market Book -  From Roots to Renaissance. Civic Books 2006. 192 Seiten. ISBN 978-1904104902.

West Somerset Railway – Die Museumsbahn, die Minehead mit Bishops Lydeard verbindet.

Eine Dampflokomotive der WSR im Bahnhof von Minehead. - © Copyright Christine Matthews and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Viele Engländer sind Eisenbahnfans; vor allem lieben sie die alten rußspeienden Dampfloks und so gibt es im ganzen Land zahlreiche Museumsbahnen, die auf den meist kurzen Strecken “railway buffs” von A nach B transportieren.
Die West Somerset Railway ist eine dieser Museumsbahnen, die auf einer Strecke von ca 32 km die Stationen Minehead und Bishops Lydeard in Somerset miteinander verbindet.
1862 wurde die West Somerset Railway in Betrieb genommen und 1971 geschlossen, aber nur fünf Jahre später als Museumsbahn wieder eröffnet.
Zehn Bahnhöfe liegen an der Strecke und je nach Saison finden bis zu acht Fahrten in jede Richtung statt. Ein Erwachsenenticket, das den ganzen Tag gültig ist, kostet £15.60.

Die West Somerset Railway bietet aber nicht nur die Standardfahrten zwischen den beiden Endstationen an; Höhepunkte sind die Sonderfahrten wie z.B.:

- Murder Mystery Specials:  Neben einem Abendessen spielt sich vor den Augen der Gäste ein Mordfall ab, der von Mitgliedern der Murder Mystery-Truppe “Murder by Appointment” dargestellt wird und den die Dampflok-Reisenden lösen müssen. Die nächste Fahrt findet am 10. Dezember statt, ist aber schon komplett ausgebucht.

- Dunster by Candlelight: Am 2. und 3. Dezember werden mehrere Fahrten nach Dunster angeboten, ein sehr hübscher mittelalterlicher Ort mit eigenem Schloss. An den beiden Abenden werden die Straßen nicht von elektrischem Licht, sondern von Kerzen und Laternen beleuchtet.

- Carol Trains:  In der Vorweihnachtszeit fahren die Züge der WSR an mehreren Abenden, jeweils um 19 Uhr, ab Minehead und ab Bishops Lydeard. Auf den Bahnhöfen werden dann Weihnachtslieder gesungen, begleitet von einer mitfahrenden Band.

- Santa Express und Santa Special: Besonders beliebt bei Kindern sind diese beiden Züge, in denen jeweils Santa Claus mitfährt, der den Kindern an Bord kleine Geschenke überreicht.

Es ist schön, dass die vielen Angebote der West Somerset Railway so gut angenommen werden und dass dadurch die nostalgischen Dampfloks am Leben erhalten werden können.

Hier ist ein Film über die West Somerset Railway Autumn Steam Gala 2011.

The West Somerset Railway
The Railway Station
Minehead
Somerset
TA24 5BG
Tel: 01643 704996

Das Buch zum Artikel:
John Parsons: Saving the West Somerset Railway – The Branch Line That Refused to Die. The History Press 2011. 160 Seiten. ISBN 978-0752464039.

Eine Dampflok der WSR vernebelt den Bahnhof von Bishops Lydeard. - © Copyright Martin Bodman and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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