Barometer World in Merton (Devon) – Ein Museum für Luftdruckmessgeräte

Es gibt wohl in ganz Großbritannien niemanden, der so viel über Barometer weiß wie Philip Collins. Er ist Secretary of the British Barometer Makers Association und Mitglied der Royal Meteorological Society, und er betreibt das größte Barometer-Museum der Welt in der Quicksilver Barn in dem kleinen Dorf Merton an der A386 südlich von Great Torrington in Devon.

Barometer World umfasst eine Ausstellung von Luftdruckmessgeräten und anderen “Wettervorhersageapparaturen” und hat eine Werkstatt, in der diese Geräte hergestellt, repariert und auch restauriert werden. Wer sich ein Barometer zulegen möchte, wird hier im Shop bzw. im Online-Shop fündig und da kann man schnell einmal einige hundert Pfund loswerden; aber dafür sind das auch sehr präzise handgefertigte Messgeräte. Über 300 verschiedene Barometer aus allen Zeiten werden hier in der Quicksilber Barn zur Schau gestellt und man erhält Informationen aus erster Hand von den Barometer-Spezialisten Großbritanniens.

Ein besonders bizarres Instrument ist in der Barometer World zu besichtigen: Das Leech-Barometer (Egel-Barometer) oder auch Tempest Prognosticator genannt, mit dessen Hilfe im 19. Jahrhundert Stürme vorhergesagt werden konnten und das auf Grund der Tatsache, dass sich Egel in Gefäßen je nach Wetterlage eigentümlich verhielten.

Philip Collins ist Autor mehrerer Bücher über das Thema wie “Bizarre Barometers”, “Care & Restoration of Barometers” oder “Aneroid Barometers and Their Restoration”.

Das Museum ist nach vorheriger Absprache geöffnet und der Eintritt beträgt £2.50.

Barometer World
Quicksilver Barn
Merton, Okehampton
Devon
EX20 3DS
Tel: 01805 603 443

Published in: on 2. Mai 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Eden Camp bei Malton – Die Besucherattraktion in North Yorkshire

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Man nehme in York die A64 und fahre diese in Richtung Scarborough. Kurz hinter Malton liegt auf der linken Seite das Eden Camp, das sich bereits am Eingang selbstbewusst als “The Only Modern History Theme Museum of Its Type in the World” bezeichnet. Auch die Werbebroschüre spricht von “The Country’s Top Visitor Attraction” und führt die Auszeichnungen auf, die das Eden Camp in den letzten Jahren erhalten hat.

Was erwartet den Besucher nun hier in diesem Camp in North Yorkshire? 1942 wurde an dieser Stelle ein Kriegsgefangenenlager errichtet, in dem erst Italiener und dann deutsche PoWs untergebracht waren. 1948, als sie alle nach Hause geschickt worden waren, schloss man das Camp. Fast 40 Jahre später erwarb Stan Johnson das Gelände; er steckte sehr viel Geld in die Renovierung der Hütten und eröffnete 1987 das Themenmuseum Eden Camp, das seitdem ein Besuchermagnet in North Yorkshire geworden ist.

In den ehemaligen Hütten der Kriegsgefangenen finden sich jetzt Exponate zu einzelnen Themen des 2. Weltkriegs. Die Hütte 1 beschäftigt sich mit “The rise of Hitler and the Nazi Party“, Hütte 5 mit “The Blitz” (“hear the sound – smell the acrid burning bombed street – experience a British town under siege”), Hütte 8 mit “Women at war” (“witness the vital roles played by the nation’s women during the war” und Hütte 18 zeigt einen “War news and radio communication room“.

Wer sich für Militärfahrzeuge interessiert, kommt im Eden Camp voll auf seine Kosten, denn hier stehen u.a. ein Sherman- und ein Churchill-Panzer, ein deutscher Schützenpanzerwagen, eine Spitfire und eine Hawker Hurricane, Kanonen usw. usw.

Wer jetzt durstig und hungrig geworden ist, der kann sich im The Prisoners’ Canteen and Officers’ Mess und in der Garrison Cinema Bar erfrischen, z. B. mit einem Eden Camp Bitter oder einem Tunnel Buster Strong Ale. Sehr erfindungsreich war man beim Erstellen der Speisekarte. Angeboten werden z.B. ein “P.O.W.” Quarter Pounder Burger, “617 Dambuster” Stew and Dumplings oder eine Soup of “D-Day”. Wer ein Stückchen der Atmosphäre des Eden Camps mit nach Hause nehmen möchte, der kann sich im Gift Shop mit Handtüchern eindecken, die es mit verschiedenen Motiven gibt wie dem Bomber Command Design oder dem Battle of Britain Design. Nun, wer’s mag…

Der Eintritt in das ganzjährig von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnete Museum kostet £6.00.

Dieser offizielle Werbefilm gibt einen Überblick über die Attraktionen des Eden Camps.

Eden Camp Modern History Theme Museum
Malton, North Yorkshire, YO17 6RT
Tel. (01653) 697777

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Published in: on 20. März 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Das Hovercraft Museum in Lee-on-the-Solent (Hampshire) – Das einzige seiner Art in der ganzen Welt

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Ich bin nur ein einziges Mal mit einem Hovercraft gefahren, als sie noch auf der Strecke Calais-Dover verkehrten. Es ist schon ein eigenartiger Anblick, wenn diese merkwürdigen  Fahrzeuge vom Meer her kommend auf das Land fahren und sich dort dann schnaufend niederlassen. Die Überfahrt nach Dover war ziemlich rumpelig, und ich kam mir irgendwie vor, als ob ich in einem Linienbus säße. Der Verkehr über den Ärmelkanal mit den Luftkissenfahrzeugen wurde im Jahr 2000 eingestellt.
Heute pendeln Hovercrafts noch zwischen Southsea in Hampshire und Ryde auf der Isle of Wight, die die Strecke in zehn Minuten bewältigen.

Wer sich für diese Fahrzeuge interessiert, der kann sich darüber im 1988 eingerichteten Hovercraft Museum in Lee-on-the-Solent (Hampshire) informieren. Direkt an der Marine Parade, mit Blick auf die vorgelagerte Isle of Wight, werden in diesem weltweit einzigartigen Museum 60 Luftkissenfahrzeuge ausgestellt. Außerdem findet sich hier die größte Sammlung an Dokumenten und Büchern zum Thema, die von einigen Hovercraft-Herstellern mit ihren Archivbeständen noch vergrößert worden ist. Es schließt sich eine Sammlung von Hovercraft-Modellen an. Da das Museum kein festangestelltes Personal hat und nur von Freiwilligen betrieben wird, ist eine Voranmeldung erforderlich. Für £10 pro Person erhält man dann eine Führung durch das Gelände.

Dieser Film gibt einen Überblick über die im Museum ausgestellten Fahrzeuge und dieser Film zeigt das Ende des Hovercraft-Verkehrs über den Ärmelkanal.

The Hovercraft Museum
Building 40
Daedalus Site
Argus Gate
Chark Lane
Gosport
Lee-on-the-Solent – Hampshire – PO13 9NY
Tel. 02392 552090

Das Buch zum Artikel:
Ashley Hollebone: The Hovercraft – A History. The History Press 2012. 192 Seiten. ISBN 978-0752464794.

Published in: on 12. November 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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The Old Operating Theatre Museum – Ein ehemaliger Operationssaal in einer Kirche

Author: MykReeve. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

In der St Thomas Church im Londoner Southwark-Bezirk befindet sich ein Museum der ungewöhnlichen Art: Das Old Operating Theatre Museum. Im Dachstuhl der Kirche war ursprünglich ein “herb garret” untergebracht, ein Boden, in dem Kräuter getrocknet wurden. Später, im Jahr 1822,  wandelte man den Dachboden in einen Operationssaal um, in dem ausschließlich Frauen operiert wurden. Grund dafür war, dass das St Thomas’s Hospital direkt an die Kirche angrenzte und man bis dahin die Operationen auf der Frauenstation des Krankenhauses durchführte, was zu Unannehmlichkeiten führte, denn Narkosen kannte man damals noch nicht…

Der Dachboden verfügte über dicke, schalldichte (!) Mauern und Dachfenster, die für die erforderliche Helligkeit sorgten; um den Operationstisch herum baute man halbkreisförmig Sitzränge, denn in dem Raum waren stets auch Studenten anwesend, die für ihre Ausbildung den Operationen beiwohnten.

Man muss damals starke Nerven gehabt haben (was insbesondere für die Patienten galt), denn man konnte den zu Operierenden lediglich Alkohol oder Opiate geben, um die Schmerzen wenigstens etwas zu mildern. Die Chirurgen versuchten, die Operation so schnell wie möglich durchzuführen; die Amputation eines Beines oder Armes soll weniger als eine Minute gedauert haben. Man mag sich das so genau gar nicht vorstellen. 1862 wurde der Operationssal dort oben in der Kirche wieder geschlossen. Die St Thomas Church wurde 1899 außer Dienst gestellt.

Besichtigen kann man hier Blutauffangschalen, Gefäße, in den Blutegel aufbewahrt wurden, chirurgische Instrumnete und andere Dinge, die einem eine Gänsehaut verschaffen.
Am 27. Oktober 2012 feiert das Museum seinen 50. Geburtstag und zu diesem Anlass kündigt man stolz an: “Surgical demonstrations will take place on the hour, every hour from 11am to 4pm“.

Einige Tage darauf wird folgendes Spektakel angeboten:

                                         BREAK YOUR LEG AND DIE!

In the early 19th century, a patient’s only relief from agony was the speed of the surgeon’s knife…A real amputation kit awaits…  HOW WILL YOU SURVIVE?

Der Eintritt in das Old Operating Theatre Museum kostet £6 und es ist täglich von 10.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. In dem kleinen angeschlossenen Shop kann man in Erinnerung an den Besuch gruselige Sachen kaufen wie eine Chirurgenschürze oder Kugelschreiber in der Form einer Spritze, gefüllt mit einer roten, blutähnlichen Flüssigkeit…

Hier ist ein Film über das Museum.

The Old Operating Theatre, Museum & Herb Garret
9a St. Thomas St, London SE1 9RY
Tel. 02071882679

Published in: on 20. Oktober 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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“Bond in Motion” – Eine Ausstellung von James Bond-Autos im Beaulieu National Motor Museum im New Forest (Hampshire)

Zwei Aston Martins in der “Bond in Motion”-Ausstellung.
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Wer sich für Autos interessiert, sollte unbedingt dem Beaulieu National Motor Museum bei Brockenhurst im New Forest in Hampshire einen Besuch abstatten. Man sollte für diesen Besuch aber viel Zeit einplanen, denn es gibt dort sehr viel zu sehen.

Der 86jährige Edward John Barrington Douglas-Scott-Montagu, 3rd Baron Montagu of Beaulieu gründete das Museum bereits 1952 auf seinem großen Besitz, der vom Palace House beherrscht wird, einem der Treasure Houses of England, das besichtigt werden kann. Aber erst 1972 wurde aus der Autosammlung Baron Montagus das National Motor Museum.

Der ziemlich hohe Eintritt von £20 beinhaltet allerdings auch alle Attraktionen, die hier zu sehen sind wie das Palace House, das National Motor Museum, die Beaulieu Abbey usw.

Vor 50 Jahren kam der erste James Bond-Film in die Kinos, vor 40 Jahren wurde das National Motor Museum eröffnet: Anlass für die Sonderausstellung “Bond in Motion“, in der 50 Fahrzeuge gezeigt werden, die in den 007-Filmen eine Rolle spielten. Bis zum 6. Januar 2013 läuft diese Ausstellung noch, die sicher für jeden Fan des Agenten eine Augenweide ist. Zu sehen sind hier u.a.

- Der Aston Martin DB5, den Pierce Brosnan in “Goldeneye” (dt. “Goldeneye”) fuhr
- Der Aston Martin V12 Vanquish, der ebenfalls von Pierce Brosnan in “Die another day” (dt. “Stirb an einem anderen Tag”) gelenkt wurde.
- Der BMW Z8, auch der von Pierce Brosnan in “The world is not enough” (dt. “Die Welt ist nicht genug”) gefahren.
- Der Ford Mustang Mach1, das Auto von Bond Girl Tiffany Case in “Diamonds are forver” (dt. “Diamantenfieber”)
- Der Lotus Esprit S1 aus dem Film “The spy who loved me” (dt. “Der Spion, der mich liebte”

Neben diesen Autos werden auch noch andere Fahrzeuge wie ein Tuk Tuk Taxi, Motorräder und Schnellboote ausgestellt, die alle einmal in einem der Agentenfilme eine Rolle gespielt haben.

Dieser Film gibt einen guten Überblick über “Bond in Motion”.

Beaulieu Enterprises Ltd
John Montagu Building
Beaulieu
Brockenhurst
Hampshire SO42 7ZN
Tel: 01590 614614

Das Buch zum Artikel:
Alastair Dougall: Bond Cars and Vehicles. Dorling Kindersley 2010. 144 Seiten. ISBN 978-1405355353.

James Bonds Jaguar XKR aus dem Film “Die another day”.
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Das National Motor Museum in Beaulieu.
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Published in: on 30. September 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Die National Telephone Kiosk Collection im Avoncroft Museum bei Bromsgrove (Worcestershire)

Ein Teil der National Telephone Kiosk Collection in Bromsgrove
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Braucht man Telefonzellen eigentlich noch? Heute, wo jeder mindestens ein Mobiltelefon besitzt? In England erfreuen sich die alten, nicht mehr so oft zu findenden roten Telefonzellen noch immer großer Beliebtheit. Die “red telephone kiosks” zählen zu den britischen “icons“, wurden aber trotzdem nach und nach durch die nüchternen Telefonzellen der British Telecom ersetzt.

Wer sich für das Thema interessiert, sollte der National Telephone Kiosk Collection einen Besuch abstatten. Diese Sammlung von 32 unterschiedlichen Telefonzellen ist ein Teil des Avoncroft Museums und befindet sich etwa 3 Kilometer südlich der Stadt Bromsgrove in Worcestershire.

Das Avoncroft Museum of Historic Buildings ist ein Open Air Museum, auf dessen Gelände man Gebäude wieder errichtet hat, die an anderen Orten vor dem Abriss standen.

Die dortige Telefonzellensammlung gibt einen Überblick über alle Formen, von den Anfängen bis in die heutige Zeit. Kiosk No.1 wurde 1921 eingeführt, Kiosk No.8 im Jahr 1968. Danach kam die KX-Serie, die nicht mehr rot war und die man heute überall findet.
In der Sammlung bei Bromsgrove findet man auch noch einige Vermittlungsstellen, die sich doch deutlich von den heutigen computergesteuerten Telefonzentralen unterscheiden.

Wie sehr die Engländer ihre roten Telefonzellen lieben, zeigen einige Aktivitäten, die zu ihrem Erhalt durchgeführt wurden:

In Westbury-sub-Mendip in Somerset gestaltete man einen K6-Kiosk in eine “Bibliothek” um, da der Bücherbus den Ort nicht mehr anfuhr.

In Brookwood in Surrey adoptierte man eine K6-Zelle und restaurierte sie liebevoll.

In Shepreth in Cambridgeshire wurde die örtliche Telefonzelle als Mini-Pub umgebaut und The Dog and Bone genannt.

Auch Settle in North Yorkshire adoptierte eine rote Zelle und richtete darin eine Galerie ein, die wohl kleinste Kunstgalerie der Welt, die auch noch rund um die Uhr geöffnet hat.

In Kersall in Nottinghamshire steht die “Best Kept Telephone Box in the World” (s. dazu meinen Blogeintrag).

Hier ist ein Film über einen Telefonzellen-Restaurierer.

Die “Bibliothek” in Westbury-sub-Mendip (Somerset).
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Published in: on 11. September 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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“Designing 007: 50 Years of Bond Style” – Eine Ausstellung im Londoner Barbican Centre

Hier im Londoner Barbican Centre findet die James Bond-Ausstellung statt. – Author: damo1977. This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Nicht nur die Rolling Stones feiern in diesem Jahr ihr 50jähriges Bestehen, auch Ian Flemings Kultfigur James Bond kann auf 50 Jahre Leinwandpräsenz zurückblicken. Mit “Dr. No” (dt. “James Bond jagt Dr. No”) begann es am 5. Oktober 1962 und mit “Skyfall”, das für den 1. November avisiert ist, findet die Serie erst einmal ihr vorläufiges Ende.

Das Londoner Barbican Centre widmet James Bond vom 6. Juli bis zum 5. September eine Ausstellung, die den Titel “Designing 007: 50 Years of Bond Style” trägt. Hier hat man alles zusammengetragen, was den 007-Fan interessiert: Seine Waffen, die extra für ihn entwickelten technischen Spielereien, seine Anzüge, sein Aston Martin DB5, der Bikini von Bond-Girl Ursula Andress, Daniel Craigs himmelblaue Badehose aus “Casino Royale” usw usw.
Im “Eis-Palast” werden auf  einer Großbildleinwand sämtliche Schnee-Verfolgungsjagden von 007 gezeigt; dort ist auch die Eis-Bar aus dem Film “Stirb an einem anderen Tag” aufgebaut, die von 007 zerstört wird.

Im “Gold Room”, der an den Film “Goldfinger” erinnern soll, steht ein rundes, sich drehendes Bett, auf dem der Körper einer goldbemalten Frau liegt.

Und überall finden sich Kostüme, die von den bedeutendsten Modeschöpfern unserer Zeit entworfen wurden: Giorgio Armani, Donatella Versace, Emanuel Ungaro und viele andere mehr. Die vielen aufgestellten Bildschirme zeigen die klassischen Szenen aus den in den letzten 50 Jahren gedrehten Filmen.

Wer sich für die Autos interessiert, die James Bond gefahren hat, wird hier im Barbican nicht fündig, die stehen im National Motor Museum in Beaulieu (Hampshire), wo zurzeit auch eine Ausstellung mit dem Titel “Bond in Motion” stattfindet.

Die Ausstellung, die in der Regel täglich von 11 – 20 Uhr geöffnet ist, kostet £12 Eintritt und es wird geraten, seine Tickets vorher zu reservieren, da der Andrang groß ist.
Zum Abschluss des Ausstellungsbesuches bietet sich ein Abstecher in die Martini-Bar an, wo man seine Martinis geschüttelt oder gerührt ordern kann.

Barbican Centre
Silk Street
London EC2Y 8DS
Tel. 020 7638 8891

Published in: on 17. Juli 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Das National Football Museum in Manchester öffnet heute seine Pforten

Hier im Urbis Centre in Manchester ist das National Football Museum untergebracht. – Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Eirian Evans

Manchester ist zurzeit der Nabel der britischen Fußballwelt. Die beiden besten Vereine, Manchester City und Manchester United, sind hier zuhause; so ist es optimal, wenn in der Stadt auch das National Football Museum zu finden ist, das heute, am 6. Juli, eröffnet wird.
Bis zum Jahr 2010 war das ganz dem Fußball gewidmete Museum ziemlich weitab vom Schuss im Deepdale Stadium in Preston (Lancashire) untergebracht. Um es besser zu positionieren und um mehr Besucher anzulocken, zog man mit den ganzen Sammlungen nach Manchester ins Urbis Centre um, einem beeindruckenden Gebäude im Zentrum der Stadt, wo das Museum vier Etagen einnimmt.

Was man hier alles zusammengetragen hat, ist schon beeindruckend. Die FIFA Collection ist die größte Sammlung von Fußball-Memorabilien in der ganzen Welt (mit der berühmten Jules Rimet Trophy).

Zu sehen gibt es hier u.a. den Ball aus dem legendären Endspiel um die Fußball-Weltmeisterschaft, in dem England Deutschland mit 4:2 besiegte und in dem es die umstrittene Szene gab, ob nun der Ball die deutsche Torlinie überschritten hatte oder nicht.
Diego Maradonas Trikot wird ausgestellt, in dem er 1986 bei der Fußball-WM das Tor gegen England mit der “Hand Gottes” erzielte.
In der Sir Stanley Matthews Collection sind Gegenstände zusammengetragen worden, die mit einem der größten Spieler der britischen Fußballgeschichte zusammenhängen.

Unter den unzähligen Ausstellungsstücken finden sich, um nur einige zu nennen, weiterhin ein signiertes Trikot von Chelseas Didier Drogba und eine der Kopfschutzkappen seines Vereinskollegens Petr Cech. Maskottchen, Schals, Abzeichen, Fanmagazine, Tickets, Fotos – Alles, was ein Fußballerherz höher schlagen lässt, ist im Museum versammelt.

In der Football Hall of Fame schließlich sind die überragendsten Figuren aus der Welt des Fußballs versammelt, die Jahr für Jahr durch Neuzugänge ergänzt werden.

Der Eintritt ist frei.
Die Öffnungszeiten: Montags bis Samstags: 10 – 17 Uhr, Sonntags: 11 – 17 Uhr.
Im 5. und 6. Stock sind ein Restaurant und eine Bar untergebracht und ein Shop versorgt den Fußballfan mit den nötigen Souvenirs.

National Football Museum
Urbis Building
Cathedral Gardens
Manchester
M4 3BG
Tel. 0161 605 8200

Published in: on 6. Juli 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Gustav Holst und sein Birthplace Museum in Cheltenham (Gloucestershire)

Das Holst Birthplace Museum in Cheltenham. – Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Philip Halling

Cheltenham ist ein angenehmer Kurort in der Grafschaft Gloucestershire am Rande der Cotswolds, in dem man sehr schön promenieren kann. Bekannt wurde die Stadt auch durch die hier stattfindenden Pferderennen.

Am 21. September 1874 wurde hier der englische Komponist mit dem deutsch klingenden Namen Gustav Holst geboren. Seine Vorfahren stammten aber nicht aus Deutschland, sondern waren lettisch-schwedischer Herkunft. Holst, der mit einem anderen Komponisten, den ich hier schon einmal vorstellte, Ralph Vaughan Williams, befreundet war, wurde international hauptsächlich durch seine Orcherstersuite “The Planets” bekannt. Das erstmals am 29. September 1918 in der Londoner Queen’s Hall aufgeführte Werk widmet sich jedem der Planeten (außer der Erde), wobei die Teile z.B. “Mercury, the Winged Messenger” oder “Venus, the Bringer of Peace” heißen.

In Holsts Geburtshaus errichtete man ihm zu Ehren 1975 ein Museum (es gibt nur noch ein weiteres als Museum eingerichtetes Geburtshaus eines Komponisten, das von Edward Elgar, das ich an dieser Stelle schon vorstellte), in dem man z.B. das Klavier sehen kann, auf dem “The Planets” komponiert wurden.

Im Schlafzimmer im ersten Stock steht das Bett, in dem der künftige Komponist, wie man vermutet, geboren wurde.  Weiterhin sind die Küche, das Wohnzimmer und die Bedienstetenzimmer zu besichtigen. Man findet hier nicht nur Memorabilien an Gustav Holst, das Museum zeigt auch wie man in den 1870 und 1880er Jahren in dieser Region Englands lebte.

Im Holst Birthplace Museum finden regelmäßig Ausstellungen statt, so beginnt die nächste am 3. Juli und sie wird den Titel “Gustav Holst: An Englishman Abroad – How Foreign Cultures Influenced The Composer” tragen.

Das Museum ist dienstags bis samstags geöffnet; der Eintritt kostet £4.50.

Am 4. April 2008 wurde in den Imperial Gardens eine Statue von Gustav Holst eingeweiht, hier im Film zu sehen.

Hier ist ein Ausschnitt aus The Planets’ “Jupiter, the Bringer of Jollity” zu hören.

Holst Birthplace Museum
4 Clarence Road
Pittville, Cheltenham
Glos, GL52 2AY
Tel. 01242 524846

Das Buch zum Artikel:
Imogen Holst: Gustav Holst – A Biography. Faber and Faber 2008. 242 Seiten. ISBN 978-0571241996.
(Imogen war die Tochter Gustav Holsts).

Die Statue Gustav Holsts in den Imperial Gardens in Cheltenham. – Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Philip Halling


Das Londoner MusEYEum – Das Museum, in dem sich alles um das menschliche Auge dreht

Hier in der Londoner Craven Street liegt das MusEYEum. – Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Roger Cornfoot

Das College of Optometrists, also die Fachhochschule der britischen Augenoptiker, betreibt in London das British Optical Association Museum (das MusEYEum) und ist überzeugt davon, dass die Besucher die ausgestellten Gegenstände “eye-catching” finden. In der Craven Street, ein paar Schritte vom Charing Cross Bahnhof entfernt, findet sich u.a. eine Sammlung von 3000 Brillen, von den Anfängen im 17. Jahrhundert bis zu Designerbrillen des 21. Jahrhunderts; darunter Prominentenbrillen wie die von Dr. Samuel Johnson, Ronnie Corbett (ein englischer Komiker) oder Charles Percy Snow (ein Wissenschaftler und Schriftsteller).

Wer sich speziell für Kontaktlinsen interessieren sollte (sehen die nicht alle ziemlich gleich aus?), wird in dem Museum ebenfalls fündig. Auch eine Vielzahl historischer optometrischer Instrumente wird hier zur Schau gestellt.

Weiterhin besitzt das MusEYEum eine Sammlung wertvoller historischer Bücher zum Thema Augenoptik, darunter Georg Bartischs “Ophthalmodouleia”, ein Werk aus dem Jahr 1583.

Der Eintritt in das Museum ist frei.
Hier ist ein kleiner Film über das MusEYEum.

British Optical Association Museum
41-42 Craven Street
 London  WC2N 5NG
Tel. 020 7766 4353

Published in: on 19. Juni 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Wallsworth Hall (Gloucestershire) – Kunstgalerie, die sich dem Thema Natur in der Kunst widmet

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Ein paar Kilometer nördlich von Gloucester an der A38 liegt Wallsworth Hall, ein Haus mit einer bewegten Geschichte. Etwa 1740 wurde es erbaut, wechselte mehrfach den Besitzer, diente eine Zeit lang als Trainingszentrum für Krankenschwestern, stand dann lange leer und wurde schließlich 1987 vom Nature in Art Trust gekauft, in dessen Händen Wallsworth Hall bis heute liegt.

Die Nature in Art Museum & Art Gallery wurde 1988 eröffnet und bezeichnet sich selbst als “the world’s first museum and art gallery dedicated to fine, decorative and applied art inspired by nature”.

Kunst mit Bezug zur Natur ist also das Thema der Galerie und hier werden Werke von bedeutenden Künstlern wie Pablo Picasso oder René Lalique ausgestellt, aber auch Objekte weniger bekannter Maler und Bildhauer sind hier anzutreffen.
Zahlreiche Sonderausstellungen finden in Wallsworth Hall statt wie zurzeit “Capturing the extraordinary“, Fotos aus dem Weltall, vom Hubble Space Telescope aufgenommen. Zeitgleich läuft die Ausstellung “Animal fantasies“, in der Tiere aus dem Reich der Fantasie gezeigt werden.

Hier haben wir es mit einem einzigartigen Museum bzw. mit einer sehenswerten Kunstgalerie zu tun, wo mit Sicherheit jeder etwa Ansprechendes finden wird.

Wallsworth Hall hat dienstags bis sonntags jeweils von 10 – 17 Uhr geöffnet und kostet £5.25 Eintritt.

Wallsworth Hall
Twigworth
Gloucester GL2 9PA
01452 731422

Zufahrt zur Wallsworth Hall. – © Copyright John Grayson and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 12. Mai 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Upton Hall (Nottinghamshire) – Uhren, Uhren, Uhren…

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An der A612 in Upton (Nottinghamshire) liegt Upton Hall, in der sich alles um das Thema “Uhren” dreht, denn das Haus ist seit 1972 Sitz des British Horological Institutes (BHI), einer 1858 gegründeten Organisation, die sich mit dem Herstellen, der Reparatur und der Pflege von Uhren beschäftigt.

Upton Hall beherbergt eine Spezialbibliothek mit über 5000 Bänden und ist wohl eine der größten “Uhren-Bibliotheken” der Welt. Weiterhin gibt es hier ein Uhren-Museum zu besichtigen, das allerdings nur an wenigen Tagen des Jahres für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Simon Jenkins beschreibt in seinem Buch “England’s Thousand Best Houses” Upton Hall lautmalerisch sehr schön so:
“The place is a pandemonium of ticking, whirring, bonging, burping and chiming. On the hour, all hell breaks loose. The clocks include grandfather, grandmother, pendulum, carriage, railway, alarm, wrist, quartz, talking, digital and doubtless others”.

Das BHI führt in Upton Hall Seminare durch (z.B. “Replacing Damaged Pivots in Clock & Watches” oder “The Modern Watch Escapement”) , es finden hin und wieder Auktionen statt und es werden Feste veranstaltet wie demnächst die Summer Show 2012, die unter dem Motto “Railway Time” steht.
Mitglieder des BHI erhalten die Zeitschrift “Horological Journal“, die seit 1858 ohne Unterbrechung veröffentlicht worden ist.

Upton Hall
Upton
Newark
Nottinghamshire
NG23 5TE
Tel. 01636 813795

Published in: on 29. April 2012 at 02:00  Kommentare (1)  
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Das Museum of British Surfing in Braunton (Devon)

Braunton im Norden Devons. - © Copyright Shaun Ferguson and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Wenn man das Wort “Surfen” hört, denkt man unwillkürlich an die Strände und Wellen von Hawaii oder Kalifornien, aber auch England verfügt über ein Surfgebiet, das hauptsächlich in Devon und Cornwall zu finden ist. Newquay in Cornwall gilt als “Surfing Capital of Britain” und Braunton in Nord-Devon ist ein weiterer Treffpunkt von Surfern aus dem ganzen Land, das sich seit wenigen Tagen mit dem “Museum of British Surfing” brüsten kann.

Am 5. April wurde hier Großbritanniens erstes Museum eröffnet, das sich ausschließlich dem Surfsport widmet. Was gibt es hier alles zu sehen?

Natürlich jede Menge Surfbretter von denen das älteste wohl das sogenannte “Coffin Lid”, der Sargdeckel, aus dem Jahr 1920 sein dürfte. Dann gibt es hier eine Sammlung von Wetsuits zu sehen, die bei den niedrigen Wassertemperaturen unvermeidliche Surferkleidung.
Weiterhin kann man im Museum eine Galerie von alten Fotos betrachten, darunter eines von Agatha Christie, die Anfang der 1920er Jahre zu den ersten britischen Surfern gehörte.

Dier erste Ausstellung, die das Museum zeigt, heißt “The Art of Surf: 200 Years of Art in Surfing”.

Das Museum of British Surfing ist dienstags bis sonntags von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet und kostet £3.75 Eintritt.

Hier ist ein Film über die Eröffnungsparty am 5. April.

Museum of British Surfing
The Yard
Caen Street
Braunton, North Devon EX33 1AA
Tel. 01271 815155

Das Buch zum Artikel:
Roger Mansfield: The Surfing Tribe – A History of Surfing in Britain. Orca Publications 2011. 240 Seiten. ISBN 978-0952364603.

Published in: on 24. April 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Southamptons neues SeaCity Museum und die Titanic

Der Hafen von Southampton. - © Copyright Peter Trimming and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Am 10. April um exakt 13.30 Uhr wird in Southampton an der englischen Südküste ein neues Museum eröffnet, das SeaCity Museum, das der maritimen Vergangenheit der Hafenstadt gewidmet ist. Die Eröffnungszeremonie findet auf die Minute genau zu dem Zeitpunkt statt, als vor 100 Jahren die Titanic von Southampton aus ihre Reise nach New York antrat, die so tragisch enden sollte.

Aus der Hafenstadt und ihrer unmittelbaren Umgebung kam ein großer Teil der Besatzung des Schiffes und war so besonders hart getroffen. Die Titanic lag am White Star Dock, das heute Ocean Dock heißt, und wurde von einer großen Menschenmenge verabschiedet. Am 14. April 1912 gegen 23:40 Uhr kollidierte sie mit einem Eisberg und ca 1500 ertranken in den Fluten des Atlantiks.

Das Sea City Museum widmet der Titanic eine Sonderausstellung mit dem Namen “Titanic – the Legend”, in der alles Wissenswerte über das Schiff und seinen Untergang zusammengetragen ist.

Die Eröffnungsfeierlichkeiten beginnen mit einer Prozession von 600 Schulkindern durch das Stadtzentrum, von denen jedes für eines der aus Southampton stammenden Besatzungsmitgliedern steht. Danach wird der olympische Goldmedaillengewinner und mehrfache Weltmeister im Rudern James Cracknell das Museum eröffnen, assistiert von dem achtjährigen Henry Ward und seinem sechsjährigen Bruder William, die beide von dem Titanic-Besatzungsmitglied George Kemish abstammen, der die Katastrophe überlebte.

Das £15 Millionen teuere SeaCity Museum dürfte für die Stadt Southampton zu einem Touristenanziehungspunkt werden.

Hier ist schon einmal ein kurzer Film über das Museum.

Bereits am 31. März öffnete ein Museum in Belfast in Nordirland seine Pforten, das sich ganz der Titanic verschrieben hat, das Titanic Belfast, ein beeindruckendes Gebäude, ds an die 100 Millionen Pfund gekostet hat.

SEACITY MUSEUM
Havelock Road
Southampton, Hampshire, SO14 7FY
Tel. 023 8083 3007

Die Titanic am White Star Dock in Southampton. - This UK artistic work, of which the author is unknown and cannot be ascertained by reasonable enquiry, is in the public domain.

Published in: on 5. April 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Das Scotland Yard Black Museum – Ein Horrorkabinett des britischen Verbrechens

New Scotland Yard, hier ist das Black Museum untergebracht. - © Copyright Stephen Richards and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Vor einigen Jahren besuchte ich einmal in Paris das Musée de la Préfecture de Police, ein Museum in der Rue de la Montagne Sainte-Geneviève im 5. Arrondissement, das sich mit der Geschichte des Verbrechens der Stadt beschäftigt.

Etwas Vergleichbares gibt es auch in London: Das Black Museum of Scotland Yard; im Gegensatz zu dem Pariser Museum ist es leider nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.
Die Ursprünge dieser Sammlung von Gegenständen, die mit Verbrechen zu tun haben, geht bis in das Jahr 1874 zurück. Das Black Museum bzw. Crime Museum, so der offizielle Name, ist heute in Zimmer 101 im Gebäude von New Scotland Yard untergebracht. Es dient zu Anschauungszwecken für Polizeibeamte und nur die haben hier Zutritt.

1988 wurde eine sehr interessante Dokumentation über das Museum hergestellt, die in voller Länge hier zu sehen ist. Der Film wurde auch einmal im deutschen Fernsehen gezeigt; ich habe noch eine Videoaufzeichnung davon vom 2. Januar 1994.

Das Black Museum beherbergt Gegenstände, die aus spektakulären Verbrechen stammen, z.B.:
- Die Briefe, die Jack the Ripper an Scotland Yard schickte
- Der Herd auf dem der Serienmörder Dennis Nilsen seine Opfer kochte.
- Fundstücke von der Leatherslade Farm auf der sich die Männer, die den Postzugraub von 1963 begingen, versteckten.
-Die Schaufel mit der Dr. Crippen 1910 seine Frau unter den Fliesen im Keller seines Hauses vergrub.
- Der sogenannte Bulgarische Regenschirm durch den der Dissident Georgi Markow am 7. September 1978 in London ermordet wurde.

Es gab einige berühmte Besucher des Black Museums, z.B. Sir Arthur Conan Doyle, Harry Houdini, Jerome K. Jerome und Mitglieder des Königshauses.

Basierend auf der Idee eines “Mörder-Museums” wurde 1959 der Spielfilm “Horrors of the Black Museum” veröffentlicht (hier der Trailer).

Der “Normalbürger” hat also keine Chance, dieses Horrorkabinett zu besichtigen. Wer sich gruseln möchte, muss dann schon mit dem London Dungeon vorliebnehmen.

Das Buch zum Artikel:
Gordon Honeycomb: Murders of the Black Museum. John Blake 2011. 288 Seiten. ISBN 978-1843582861.

Published in: on 4. März 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Geevor Tin Mine in Cornwall – Die einstige Zinnmine ist heute eine hoch interessante Touristenattraktion

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Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts deckte Cornwall mehr als die Hälfte des Weltbedarfs an Zinn. Der Bergbau war ein wichtiger Wirtschaftszweig im äußersten Südwesten Englands, doch am Ende des 20. Jahrhunderts waren die Minen weitgehend erschöpft. 1998 wurde die letzte Zinnmine geschlossen. Die Bergbaulandschaft von Cornwall nahm man 2006 in die Liste des UNESCO-Welterbes auf und in vielen Teilen des Landes sind die Ruinen und Überreste der einst florierenden Bergwerke noch zu sehen.

Die Geevor Tin Mine, nördlich von St Just bei Pendeen gelegen, wurde 1990 geschlossen und, nachdem die Pumpen abgestellt waren, wurden die Stollen geflutet. Heute erfreut sich die alte Zinnmine vieler Besucher, denn man hat sie als Touristenattraktion umgebaut, die allen Interessierten einen Einblick in die Arbeitsweise des früheren Bergwerks gibt. Neben dem Minenmuseum ist sicher der Höhepunkt eines Besuches eine geführte Tour durch den noch übriggebliebenen, zugänglichen Stollen Wheal Mexico.

Die Betreiber der Geevor Tin Mine sind sehr kreativ und bieten neben den Standardtouren auch noch weitere Highlights an, z.B. nächtliche Rundgänge auf dem Minengelände (“The Night Shift”)  oder Vorträge über einzelne Aspekte des Zinnbergbaus wie die Arbeit der Balmaidens in Cornwall, das sind die Frauen, die früher in den Minen arbeiteten.

Die Geevor Tin Mine ist ganzjährig täglich (außer Samstag) geöffnet und kostet £9.95 Eintritt für einen Erwachsenen.

Hier ist ein kurzer Film über die Geevor Tin Mine zu sehen.

Geevor Tin Mine
Pendeen
Penzance
Cornwall
TR19 7EW
Tel. 01736 788662

Das Buch zum Artikel:
Denys Bradford Barton: A History of Tin Mining and Smelting in Cornwall . D.B.Barton 1967. 302 Seiten. ISBN 978-0851530369 (nur noch antiquarisch erhältlich).

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Published in: on 3. März 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Die Association of Leading Visitor Attractions und die 10 meist besuchten Attraktionen Großbritanniens

Das British Museum in London hatte die meisten Besucherzahlen des Jahres 2010. - © Copyright Christine Matthews and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Association of Leading Visitor Attractions, oder kurz ALVA, ist ein Zusammenschluss von 42 britischen Museen, Gallerien, Kathedralen und Freizeitparks, die die hauptsächlichen Touristenmagnete des Landes bilden.

Gegründet wurde die Organisation 1990 mit dem Ziel, durch Austausch von Informationen das Management ihrer angeschlossenen Mitglieder zu verbessern.

Alljährlich gibt ALVA eine Statistik über die am häufigsten besuchten Attraktionen des Landes heraus. Die Besucherzahlen schwanken und sind manchmal abhängig von bestimmten Faktoren. Werden z.B. in einem Schloss Filme gedreht, so wird man dort mit ziemlicher Sicherheit deutlich mehr Besucher zählen. Die königliche Hochzeit in diesem Jahr hat sehr viele Menschen nach London gebracht, was wiederum positive Auswirkungen auf die Besucherzahlen der Sehenswürdigkeiten der Stadt zur Folge hatte. Im nächsten Jahr wird eine ähnliche Situation durch die Olympischen Spiele in London eintreten.

Da die Zahlen für das Jahr 2011 noch nicht endgültig vorliegen, sind hier die Top Ten des Jahres 2010:

1. British Museum (London)  5,842,138
2. Tate Modern (London) 5,061,172
3. National Gallery (London) 4,954,914
4. National History Museum (London) 4,647,613
5. Science Museum (London) 2,751,902
6. Victoria & Albert Museum (London) 2,629,065
7. National Maritime Museum (London) 2,419,802
8. Tower of London 2,414,541
9. St Paul’s Cathedral (London) 1,892,467
10. National Portrait Gallery (London) 1,819,442

Der Schwerpunkt liegt, wie nicht anders zu erwarten war, auf den Londoner Attraktionen. Erst auf Platz 14 finden sich die National Galleries of Scotland in Edinburgh und das Edinburgh Castle auf Platz 16. Der Zoo von Chester liegt auf Platz 17.

Platz 2: Tate Modern in London. - © Copyright Nigel Chadwick and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Londoner National Gallery lag auf Platz 3. - © Copyright Paul Gillett and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 17. Dezember 2011 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  

Das Richard III Museum in York (North Yorkshire) –

König Richard III auf der Anklagebank. Eigenes Foto.

Als wir neulich das Richard III Museum in York besuchten, gingen sintflutartige Regenfälle über der Stadt nieder und wir waren froh, uns in trockenen Räumen aufhalten zu können. Einige wenige Touristen suchten im Vorraum des Museums  Zuflucht, sonst waren wir ganz allein in der Ausstellung.

Seit 1992 gibt es das Museum schon, das im Monk Bar untergebracht ist, einem jener Tore in den Stadtmauern, die York noch heute in Teilen umschließen. Von den drei Räumen des Museums soll der oberste 1484 von Richard III selbst in Auftrag gegeben worden sein. Der König hätte sich wohl nicht träumen lassen, dass diese Räumlichkeiten nach mehr als 500 Jahren noch immer seinem Andenken gewidmet sind.

Die Ausstellung ist sehr interessant aufbereitet. Das Kernstück bildet ein Gerichtsverfahren, in dem Richard III dem Mord an seinen beiden Neffen angeklagt wird. Per Knopfdruck kann man den Ton dazuschalten und anschließend werden die Besucher aufgefordert, in ein ausliegendes Buch ihre Meinung zu schreiben, ob der König schuldig oder unschuldig ist.

Im obersten Raum, der durch eine kleine enge Steintreppe zugänglich ist, kann man die von Richard III angeordneten Hinrichtungen nacherleben. Bei unserem Besuch war der Raum geschlossen und ein Hinweisschild stand vor der Tür “Apologies: The executioner is on holiday. Your appointment with death has been postponed“. Noch einmal Glück gehabt!

Im Museumsshop kann man sich mit Literatur über Richard III und allerlei Devotionalien eindecken. Ein Besuch lohnt sich (auch bei schönem Wetter!).

Wer mit Richard III in Verbindung bleiben möchte, kann dies auch über Twitter tun. Siehe auch mein Blogeintrag über die Richard III Society.

Richard III Museum
Monk Bar
York
YO1 7LQ
Tel. 01904 634191

Das Buch zum Artikel:
John Ashdown-Hill: The Last Days of Richard III. The History Press 2011. 192 Seiten. ISBN 978-0752459608.

In uraltem Gemäuer ist das Museum untergebracht. Eigenes Foto.

Der Henker war glücklicherweise im Urlaub. Eigenes Foto.

 

Published in: on 14. November 2011 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Dickens World – Der Themenpark rund um Charles Dickens auf den Chatham Dockyards (Kent)

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Wie gut, dass es Charles Dickens gab! Die Gegend rund um die Stadt Rochester in Kent profitiert auch heute noch von dem englischen Schriftsteller, der am 9. Juni 1870 auf seinem Landsitz Gad’s Hill Place im nahegelegenen Higham starb.

Ich bin mehrfach in Rochester gewesen und wenn man so die High Street entlanggeht, könnte man meinen, jeden Augenblick den Figuren aus “The Pickwick Papers” oder “Great Expectations” zu begegnen, denn viele Romane aus der Feder von Charles Dickens sind hier angesiedelt. In jedem Juni findet hier das Summer Dickens Festival statt und im Winter das Gegenstück, das “Dickensian Christmas Festival”.

Nicht weit von Rochester, auf den Chatham Dockyards, existiert seit 2007 ein ganzer Themenpark, der sich um die Figur des Schriftstellers dreht: Dickens World. £62 Millionen soll der Bau gekostet haben. The Guardian bezeichnete Dickens World einmal als “the Victorian answer to Mickey Mouse” und ” In place of the Magic Kingdom there is Newgate Prison; instead of talking animals there will be shady characters loitering in dark corners“.

Eine der Hauptattraktionen ist sicher “The Great Expectations Log Flume“, Europas längste Bootsfahrt in geschlossenen Räumen, die quer durch die Welt von C.D. führt. Dann gibt es da noch das “Haunted House”, das “Britannia Theatre, “The Victorian School Room” und vieles mehr. Wer jetzt hungrig geworden ist, der sollte “Six Jolly Fellowship Porters” aufsuchen, das Restaurant des Themenparks.

Ursprünglich sollte Dickens World mitten in London gebaut werden, aber bei den ständig steigenden Baupreisen in der Hauptstadt war das nicht mehr möglich, so ließ man sich schließlich hier auf den alten Dockanlagen in Chatham nieder.

Dickens World ist täglich von 10 – 16.30 Uhr geöffnet, am Wochenende bis 17.30 Uhr;  im Winterhalbjahr ist montags geschlossen.

Hier
ist ein Commercial, ein kurzer Werbefilm für den Themenpark zu sehen und hier ein Bericht des US-Magazins TIME.

Dass  Dickens World auch sehr gut geeignet ist, um hier Musikvideos zu drehen, bewies die Band The Hoosiers mit “Cops and Robbers“.

Dickens World
Leviathan Way
Chatham Maritime
Kent
ME4 4LL
Tel. 01634 890 421

Das Buch zum Artikel:
Claire Tomalin: Charles Dickens – A Life”. Viking 2011. 576 Seiten. ISBN 978-0670917679

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Der Tate-to-Tate-Boat-Service – Die schnelle Verbindung zwischen den beiden großen Londoner Kunstmuseen

Die Millbank-Anlegestelle und das Tate Boat. - © Copyright David Hawgood and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Es gibt Menschen, die nach einer Stunde in einem Kunstmuseum, nur noch ein Bedürfnis haben: Schnell raus hier. Es gibt aber auch Menschen, die sich genüsslich stundenlang an den ausgestellten Bildern nicht satt sehen können.
Für letztere Spezies haben die beiden großen Londoner Kunstmuseen Tate Britain und Tate Modern einen besonderen Service eingerichtet: Den Tate-to-Tate-Boat-Service, der Besucher zwischen den beiden Museen hin und her transportiert. Ein ultramoderner High-Speed-Katamaran verkehrt alle 40 Minuten zwischen den Anlegestellen Tate Modern Bankside und Tate Britain Millbank. 18 Minuten dauert die Themse-Mini-Kreuzfahrt und kostet £5.00 für eine erwachsene Person; Ermäßigungen gibt es für alle möglichen Personengruppen.

Das von der Firma Thames Clippers betriebene Boot, das für 220 Passagiere ausgelegt ist, wurde von dem berühmten Künstler Damien Hirst sowohl außen als auch innen designt. Man hier Snacks und Erfrischungen kaufen, es sich auf den komfortablen Sitzen bequem machen oder sich bei schönem Wetter auf dem Außendeck das atemberaubende Panorama der britischen Hauptstadt ansehen.

Die neue Anlegestelle, Millbank Millennium Pier genannt, vor dem Tate Britain-Museum, wurde von den Architekten David Marks und Julia Barfield entworfen, die auch das Riesenrad London Eye konzipiert haben, an dem das Tate-Boat übrigens auch einen Zwischenstopp einlegt.
Der Katamaran verkehrt täglich in der Zeit von 10 Uhr bis 17 Uhr. Wer sich also an den Kunstwerken der beiden großen Gallerien nicht satt sehen kann, für den ist dieser Bootservice optimal.

In diesem kurzen Film kann man das Tate Boat beim Ablegen beobachten.

Tate Britain. - © Copyright Philip Halling and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Tate Modern. - © Copyright Colin Smith and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 20. September 2011 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Das Hundehalsbandmuseum im Leeds Castle (Kent) – Das einzige seiner Art in England

Das Dog Collar Museum auf dem Gelände des Leeds Castles. - © Copyright Basher Eyre and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Das Leeds Castle bei Maidstone in Kent sagt von sich selbst, es sei das schönste Schloss der Welt. Man kann es neben der Autobahn, der M20, liegen sehen, wenn man vom Kanaltunnel Richtung London fährt.
Im Gatehouse des Schlosses findet sich ein Museum, das einzigartig in ganz England ist: Das Dog Collar Museum beschäftigt sich mit dem Thema Hundehalsbänder.
Mrs Gertrude Hunt schenkte diese Sammlung dem Leeds Castle, in dem die Besitzer schon immer Hunde gehalten haben. Über 100 Halsbänder werden in Glasvitrinen zur Schau gestellt, die bis zu 500 Jahre alt sind (die Halsbänder, nicht die Vitrinen!); aber auch die aktuellste Mode ist vertreten.
Es finden sich hier u.a. furchterregende Stachelhalsbänder, deren Stacheln nach außen gehen; dadurch sollten die Hälse der Hunde früher vor Angriffen von Wölfen und Bären geschützt werden. Auch deutsche und österreichische Lederhalsbänder werden ausgestellt, die reich verziert sind.

Am besten wäre, man nimmt seinen Vierbeiner mit ins Museum und lässt ihn aussuchen, welches er am liebsten tragen würde (wahrscheinlich gar keins), aber: Nur Blindenhunde dürfen das Leeds Castle betreten, alle anderen Artgenossen dürfen nicht hinein und müssen vor den Toren warten.
Das Leeds Castle ist ganzjährig geöffnet.

The Dog Collar Museum
Leeds Castle
Maidstone
Kent
ME17 1PL
Tel. 01622 765400

Das Leeds Castle bei Maidstone in Kent. - © Copyright Oast House Archive and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 2. Juli 2011 at 04:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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The Gnome Reserve in West Putford (Devon) – Ein Paradies für Gartenzwergliebhaber

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The Gnome Reserve in West Putford im Norden der Grafschaft Devon ist ein Ort, den jeder Gartenzwergliebhaber einmal gesehen haben muss. Über 1000 männliche und weibliche Zwerge leben hier mitten im Grünen und damit die menschlichen Besucher sich dem Lebensumfeld der “Gnomes” etwas anpassen können, dürfen sie sich beim Betreten des Parks kostenlos Zwergenmützen ausleihen.

Die Zwerge wohnen in einem Waldgebiet, zwischen wilden Blumen und Wiesen, einem kleinen Flüsschen und einem Teich; also alles ist optimal für sie hergerichtet.

In einem Museum gibt es Zwerge älterer Bauart zu besichtigen, für die ein Aufenthalt in freier Natur inzwischen zu anstrengend wäre. Einige der “Gnomes” kann man auch kaufen und mit nach Hause nehmen und selbstverständlich gibt es hier auch Erfrischungen und kleine Snacks aus der Zwergenküche.

Wie die Homepage des Gnome Reserve stolz verkündet, waren hier schon Fernsehteams aus der ganzen Welt zu Besuch; aus Deutschland das ZDF und Pro7.
Der Eintritt kostet für Erwachsene £3.50 und für Kinder £3.00. Geöffnet ist “The Gnome Reserve” vom 21. März bis zum 31. Oktober, danach ist es für die Zwerge (und die Besucher) zu kalt.
Siehe zum Thema auch meinen Blogeintrag “Sir Charles Isham und die Gartenzwerge

The Gnome Reserve
West Putford
Nr Bradworthy
N Devon
EX22 7XE
Tel. 01409 241435

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FC Liverpool – Das Stadion an der Anfield Road, das man auch besichtigen kann

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Hier im Anfield Stadion in Liverpool an der Anfield Road sind Joe Cole und Steven Gerrard zu Hause, zwei englische Nationalspieler, die für den FC Liverpool antreten. Der Verein gehört mit zu den erfolgreichsten der englischen Premier League.

Wer einmal hinter die Kulissen des Vereins bzw. des Stadions blicken möchte, kann das auf geführten Touren auch tun. Bei den Touren werden Teile des Stadions gezeigt, die man sonst nicht zu sehen bekommt; man kann die Umkleideräume der FC-Spieler besichtigen, den Tunnel entlang gehen, durch den die Spieler ins Stadion gehen, sich einmal auf die besten und teuersten Zuschauerplätze setzen und die Fantribüne “The Kop” in Augenschein nehmen.

Im Vereinsmuseum sind die Pokale zu sehen, die der FC Liverpool im Laufe der Jahrzehnte gewonnen hat und natürlich viele weitere Erinnerungsstücke aus der Vereinsgeschichte der Reds, wie die Spieler genannt werden.
Die Preise für die Touren liegen zwischen £14 und £35 für Erwachsene, Kinder zahlen in etwa die Hälfte.
Wer nach der Tour immer noch nicht genug vom FC Liverpool hat,hat die Möglichkeit, sich im Vereinsshop mit einem Steven Gerrard-T-Shirt oder anderen Fanartikeln eindecken und zum Abschluss in “The Boot Room“, der täglich geöffnet ist, ein Mittag- oder Abendessen zu sich nehmen.

© Copyright Jon Grimshaw and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Published in: on 20. Mai 2011 at 04:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Bekonscot in Beaconsfield (Buckinghamshire) – Das älteste Miniaturdorf der Welt

Author: Michael Maggs. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic license

Gestern sah ich die Episode 71 der TV-Krimiserie “Midsomer Murders” = Inspector Barnaby, die den Titel “Small Mercies” trägt und noch nicht synchronisiert und somit auch im deutschen Fernsehen noch nicht gezeigt wurde. Die Episode beginnt mit einem Mord in einem Modelldorf, wo der Täter sein Opfer fest auf dem Boden verzurrt und dann getötet hat.

Gedreht wurde diese Midsomer Murders-Folge im Bekonscot Model Village in Beaconsfield in Buckinghamshire, das 1929 eröffnet und damit das älteste Modelldorf der Welt ist. Die große Anlage, die kreuz und quer von Modelleisenbahnen durchfahren wird, stellt ein typisch englisches Dorf aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts dar.
Das Model Village besteht eigentlich aus mehreren Ortschaften, von denen Bekonscot nur eine ist, die anderen heißen

Greenhaily, Southpool, Hanton, Splashyng, Evenlode und Epwood.

Jeder Ort hat einen eigenen Charakter. Insgesamt finden sich hier über 200 Gebäude, 3000 Miniaturmenschen und zahllose Fahrzeuge.

Roland Callingham hat die Anlage in den 20er Jahren entworfen. Ein großer Fan von Bekonscot war die berühmte Kinderbuchautorin Enid Blyton, die ganz in der Nähe wohnte und deren Haus “Greenhedges“, das abgerissen wurde, hier im Miniaturdorf zu finden ist. Sie schrieb auch eine Kurzgeschichte über Bekonscot “The Enchanted Village“.
Ein großer Teil der Einnahmen aus den Eintrittsgeldern kommt übrigens wohltätigen Zwecken zugute. So sind insgesamt schon £5 Millionen verteilt worden.

Bekonscot Model Village ist bis zum 30. Oktober täglich von 10 – 17 Uhr geöffnet. Hier ist eine Rundfahrt mit der Eisenbahn durch die Anlage zu sehen.

Bekonscot Model Village
Warwick Road
Beaconsfield HP9 2PL
Tel. 01494 672919

The Museum of Witchcraft in Boscastle (Cornwall) – Das größte Hexenmuseum der Welt

© Copyright Graham Hogg and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Am 16. August 2004 ging eine Meldung auch in Deutschland durch die Medien, in der der Ortsname Boscastle genannt wurde: An diesem Tag wurde das schläfrige Küstenstädtchen an der Nordküste Cornwalls nach einem heftigen Unwetter von einer vier Meter hohen Flutwelle überspült, die glücklicherweise keine Todesopfer verursachte, aber einen immensen Sachschaden von ca 60 Millionen Euro zur Folge hatte. Hier ein Film über die Katastrophe.

Auch das “Museum of Witchcraft“, die Touristenattraktion von Boscastle, wurde von der Flutwelle schwer betroffen. Das Erdgeschoss wurde ganz vernichtet und etwa 10% der Ausstellungsstücke gingen verloren. Tagelang waren die Räume des Museums mit dem was die Wassermassen zurückgelassen hatten, bedeckt; doch dann krempelten die Museumsmitarbeiter und Freiwillige aus dem Ort die Ärmel hoch und räumten auf, so dass am 25. März 2005 das Museum wieder geöffnet werden konnte.

Seit 1960 gibt es das Museum in Boscastle und hier ist so alles zusammengetragen worden, was in irgendeiner Form mit Hexerei zu tun hat. Eltern, die ihre Kinder mitnehmen, werden gewarnt: “People with children of a sensitive disposition are warned that some of the exhibits are controversial“.
Die “Friends of the Boscastle Museum of Witchcraft” unterstützen das Museum nach besten Kräften.
Der Eintritt beträgt £4 für Erwachsene, £3 für Kinder, aber: £10 für “Naughty Children and little monsters”. Man sollte sich also schon genau überlegen, wenn man Kinder in das Museum mitnimmt, ob sie in die Kategorie “well behaved” oder in die Kategorie “naughty” fallen.

Die Homepage des “Museum of Witchcraft” ist hervorragend gemacht, so findet sich dort z.B. das komplette 27seitige Guidebook zum Blättern, das (fast) den Besuch vor Ort ersetzt. Hier ist ein Film über das Museum.

The Museum of Witchcraft
The Harbour
Boscastle
Cornwall
PL35 0HD
Tel. +44 1840 250111

The British Commercial Vehicle Museum in Leyland (Cumbria) – Für Lkw- und Bus-Fans

Author: Ed Dingley. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Leyland? Richtig, es gab einmal eine britische Firma namens Leyland Motors, später British Leyland, die ihre Fahrzeuge in dem Ort Leyland in Cumbria baute. Gibt es heute nicht mehr, dafür gibt es auf dem ehemaligen Gelände der Firma heute das British Commercial Vehicle Museum, das sich mit der Geschichte und der Entwicklung kommerziell genutzter britischer Straßenfahrzeuge beschäftigt.

Die Bedeutung des Transportgewerbes wird dadurch deutlich, dass rund 98% des Güterverkehrs in Großbritannien durch Lkws vorgenommen wird und täglich ca 5 Millionen Menschen durch Busse befördert werden.

Im British Commercial Vehicle Museum werden zahlreiche Lastwagen und Busse ausgestellt, die sich alle in einem hervorragenden Zustand befinden.
Von einem früher von Pferden gezogenen Bus aus dem 19. Jahrhundert bis zu dem Konzept-Lkw Leyland TX450 ist hier so ziemlich alles zu finden, was in der britischen Transportwelt eine Rolle spielte. Von der Firma Foden, die u.a. schwere Lastwagen herstellte, gibt es hier z.B. einen Steam Wagon zu sehen (s. obiges Foto) als auch einen Doppeldeckerbus aus dem Jahr 1956.
Auch eine Kuriosität steht in dem Museum: das 24 Tonnen schwere, sechsrädrige, gepanzerte Papamobil, das von der Firma British Leyland einst für den Besuch Papst Johannes Paul II 1982 in Großbritannien gebaut wurde und sicher nur wenige Kilometer auf dem Tacho haben dürfte.

Das Museum ist ideal (nicht nur) für einen verregneten Urlaubstag und wird sicher auch Kinder interessieren, die hier vieles an den Fahrzeugen ausprobieren dürfen. Hier ein filmischer Rundgang durch das Museum.

The British Commercial Vehicle Museum
King Street
Leyland
Nr. Preston
Lancashire
PR25 2LE
01772 451 011

 

  

Published in: on 5. April 2011 at 04:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Yelverton Paperweight Centre – Ein Museum für Briefbeschwerer am Rande des Dartmoors in Devon

Hier im Ortsteil Leg O' Mutton bei Yelverton liegt das Paperweight Centre. - © Copyright Tony Atkin and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Eigentlich müssten ja Briefbeschwerer im Zeitalter der E-Mails total “out” sein, denn ein plötzlich aufkommender Sturm kann auch bei geöffnetem Fenster einer E-Mail nichts antun. Trotzdem gibt es diese “paperweights” noch heute, obwohl sie fast nur noch in Sammlerhänden und ganz schön teuer sein können.

Das Yelverton Paperweight Centre in der kleinen Stadt Yelverton am südwestlichen Rand des Dartmoors stellt eine Vielzahl von Briefbeschwerern aus und verkauft sie auch vor Ort und online.

Bernard Broughton, einstiger Postamtsvorsteher von St. Tudy in Cornwall, begann mit der Sammlung. Grundstock war ein seltener gläserner Briefbeschwerer, den seine Frau geerbt hatte. Broughton war davon so angetan, dass er hunderte von “paperweights” zusammentrug, anfangs nur für sich selbst, bis er sich dann entschloss, sie auch der interessierten Öffentlichkeit zu zeigen. 1978 zog er nach Yelverton, wo er dann bis zu seinem Tod 1984 seine Sammlung weiter vergrößerte.

Von April bis Oktober ist das YPC täglich von 10.30 – 17 Uhr geöffnet.

Yelverton Paperweight Centre
Leg O’ Mutton
Yelverton
Devon
England
United Kingdom
PL20 6AD

Author: Kelly Martin. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic license

Published in: on 20. Februar 2011 at 04:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Cuckooland-Museum in Tabley (Cheshire) – Kuckuckusuhren gibt es nicht nur im Schwarzwald, sondern auch im Norden Englands

 

Author: Kirsty Davies. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license

Die Brüder Roman und Maz Piekarski haben es sich zur Lebensaufgabe gemacht, sich mit dem Thema Kuckucksuhren zu beschäftigen; dabei sind sie weltweit zu den anerkanntesten Spezialisten geworden. In Tabley bei Knutsford im Speckgürtel der Großstadt Manchester haben sie vor 20 Jahren das Cuckooland Museum eröffnet, das umfangreichste Kuckucksuhren-Museum der Welt. In dieser Zeit haben sie mehr als 600 dieser beliebten Uhren aus dem Schwarzwald zusammengetragen. Die beiden Brüder bieten darüber hinaus auch noch einen Reparaturdienst für Kuckucksuhren und andere mechanische Uhren an.

Die Piekarski-Brüder aus dem ländlichen Cheshire haben sogar schon Vorträge in der Heimat dieser Uhren, im Schwarzwald, gehalten und stehen in ihrem Fachwissen den dortigen Technikern in nichts nach.

Wer sich eine Kuckucksuhr zulegen möchte, kann das in dem  angeschlossenen Shop tun, der auch andere Dinge aus dem Schwarzwald zum Kaufen anbietet wie Bierkrüge und Wetterhäuschen.

Wer sich nicht so besonders für Uhren interessiert, kann hier auch anderes besichtigen wie z.B. Original Schwarzwald-Orgeln oder alte klassische Motorräder.

Das Museum ist ganzjährig von 10 – 18 Uhr geöffnet. Die Adresse:
Cuckoo Land
The Old School
Chester Road
Tabley
Cheshire
WA16 0HL

Hier ein kleiner Ausschnitt aus der DVD, die es im Museum auch zu kaufen gibt:

Published in: on 11. Februar 2011 at 04:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – Hunter Davies: Behind the scenes at the Museum of Baked Beans

Ein merkwürdiger Titel, den sich Hunter Davies (oder sein Verlag) da ausgedacht hat: “Behind the scenes at the Museum of Baked Beans“.  Aber der Untertitel macht es deutlicher: “My search for Britain’s maddest museums“. Pate für den Titel stand da sicher Kate Atkinsons Roman “Behind the scenes at the museum”.

Hunter Davies ist Journalist, der regelmäßig für mehrere englische Zeitungen schreibt, hat Bücher u.a über die Beatles und das Thema Fußball veröffentlicht und als Ghostwriter für Wayne Rooney und John Prescott fungiert.

In seinem Buch über die “verrückten Museen” Großbritanniens stellt er Sammlungen von Menschen vor, die etwas merkwürdige Dinge zur Schau stellen wie das titelgebende ” The Baked Bean Museum of Excellence“” in Port Talbot in Wales. Dort hat ein Captain Beany genannter Mann in seiner Wohnung alles zusammengetragen, was auch nur im entferntesten mit gebackenen Bohnen zusammenhängt und da gibt es einiges.

Ein alter Herr betreibt in Dulwich in London das British Vintage Wireless and Television Museum“; allerdings öffnet er die Tore nur nach telefonischer Anmeldung. Dann kann man sich hunderte von alten Radios ansehen.

Das “Chantry Bagpipe Museum” in Morpeth (Northumberland) sammelt und stellt Dudelsäcke aus Northumberland aus und in Ulverston (Cumbria) kann man sich im “Laurel and Hardy Museum” über das Komikergespann Dick und Doof informieren (Stan Laurel wurde in Ulverston geboren).

Ein angenehm zu lesendes vergnügliches Buch!

Hunter Davies: Behind the scenes at the Museum of Baked Beans. Virgin Books 2010. ISBN: 978-0-7535-2213-4

Published in: on 21. Dezember 2010 at 04:00  Hinterlasse einen Kommentar  

The Rum Story in Whitehaven (Cumbria) – Alles über Rum und seine Herstellung

The Kinetic Clock vor der Rum Story. - © Copyright Darrin Antrobus and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Wer sich für Rum interessiert, sollte bei einem Aufenthalt in Nordengland unbedingt den Küstenort Whitehaven besuchen, denn dort ist in der Lowther Street die “Rum Story – The Dark Spirit of Whitehaven” zu finden. Seit 1785 hatten hier die Jeffersons einen Laden, einen Vorratskeller und ein Lagerhaus für Rum, der aus der Karibik importiert wurde. Viele Teile des Hauses sind noch im Original erhalten und vermitteln einen Eindruck wie es im Rumgeschäft damals zuging.

Die Rundreise beginnt im karibischen Regenwald von Antigua, zeigt die Arbeit der Sklaven in den Zuckerrohrplantagen; dann geht es in die Gewölbe, wo die noch unverzollten Rumfässer gelagert wurden. Im ersten Stock ist ein afrikanisches Dorf aufgebaut worden, von wo die Sklaven damals auf Schiffe verfrachtet wurden. Dann ist ein Londoner Punch House zu sehen, wo der Rum getrunken wurde, ein Raum ist der Jefferson-Familie gewidmet und im zweiten Stock gibt ein Raum Auskunft über die Bedeutung des Rums in der Royal Navy. Weiter geht es über eine Ausstellung über die Herstellung von Rumfässern und über die illegale Tätigkeit von Rumschmugglern an der Küste von Cumbria. Am Ende des Rundgangs zeigt ein Fernsehkoch in einem Video, was man mit Rum alles machen kann.

Da seit der Eröffnung der “Rum Story”, wie sollte es in einem so alten Haus auch anders sein, mehrere paranormale Erscheinungen aufgetreten sind, kann man hier auch die Nacht verbringen und mit Geisterexperten Untersuchungen anstellen.

Im Rum Shop kann man nach Herzenslust Rum einkaufen und sich anschließend im Café erfrischen.

Teile des Films “Miss Potter“  (2007) mit Renée Zellweger in der Rolle der Beatrix Potter wurden übrigens in der “Rum Story” in Whitehaven gedreht.

Hier ein kurzer Film über die “ghostly happenings” in der Rum Story:

Published in: on 21. Oktober 2010 at 04:11  Hinterlasse einen Kommentar  
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