Das King’s Manor in York – Bestandteil eines jeden Ghost Walks

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Das King’s Manor, mitten in der Stadt York gelegen, ist Teil der Universität von York, die dort ihr Department of Archaeology, ihr Centre for Medieval Studies, and das Centre for Eighteenth Century Studies untergebracht hat. Ein passendes Gebäude für diese historischen Forschungen, dessen älteste Teile aus dem 15. Jahrhundert stammen.

Kings Manor is probably the most actively haunted house in York“, meint Rupert Matthews in seinem Buch “Haunted York“, und das in einer Stadt, die zu den “most haunted” in ganz Großbritannien zählt!

So ist dieses uralte, düstere Haus selbstverständlich Bestandteil jedes Ghost Walks, von denen es in York ja nicht gerade wenige gibt. Da spukt eine “Lady in Green” durch die Korridore, die ein Rosenbouquet in ihren Händen hält; manche sind der festen Überzeugung, dass es sich bei der Dame um niemand anderen als um Anne Boleyn handelt, die zweite Frau Heinrichs VIII, die sich im Manor kurzzeitig aufgehalten haben soll.

Im Treppenhaus des Nordflügels treibt Sir Henry Hastings, der Earl of Huntingdon, sein Unwesen. Das Porträt eines unbekannten Mannes, von dem man aber vermutet, dass es sich hierbei um Sir Henry handelt, hängt in einem Raum in der Nähe des Treppenhauses. Dieses Porträt hat man schon mehrfach auf dem Boden liegend vorgefunden. Bei unserem Ghost Walk erzählte der Guide von einer Geschichte, die sich vor einiger Zeit zugetragen haben soll: Der Hausmeister des King’s Manor, der abends um 22 Uhr immer noch einmal eine Runde durchs Haus macht, bevor er es abschließt, betrat auch eines Abends wieder das Zimmer mit dem mysteriösen Porträt. Gerade bevor er das Licht aussschalten wollte, stieg der (angebliche) Earl of Huntingdon aus dem Bild heraus und näherte sich dem zu Tode erschockenen Hausmeister, der daraufhin die Flucht ergriff, nach Hause rannte, seiner Frau von dem gruseligen Erlebnis erzählte…und starb.

Auch während der Ghost Walks soll es schon zu gruseligen Vorfällen gekommen sein, so haben mehrfach Teilnehmer, auf den Treppenstufen hinter dem Guide, Frauen in Kleidung aus einem anderen Zeitalter gesehen; Fotoapparate, die noch kurz vorher einwandfrei funktionierten, versagten im King’s Manor ihren Dienst und mehrfach bekamen “Ghost Walker”, die in einem Halbkreis um den Guide standen, einen Schlag auf den Rücken, wodurch sie auf den Boden stürzten.

Bei unserem Ghost Walk ereignete sich nichts dergleichen, aber ich muss schon sagen, die Atmosphäre im King’s Manor ist sehr gruselig, und die Vorstellung, am späten Abend allein im Dunkeln sich hier aufzuhalten…

Man kann sich das King’s Manor ansehen. Der Eintritt ist kostenlos, und das Café, das King’s Manor Refectory, ist für jedermann geöffnet.

The King’s Manor
The University of York
Exhibition Square
York YO1 7EP
Tel. 01904 433995

   © Copyright Michael Jagger

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Published in: on 7. Mai 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Der “Schreiende Schädel” von der Higher Farm in Chilton Cantelo (Somerset)

Higher Farm in Chilton Cantelo.    © Copyright Mike Searle

Higher Farm in Chilton Cantelo.
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Chilton Cantelo – Was für ein schöner Name für ein Dorf! Es liegt ziemlich einsam, nördlich von Yeovil in Somerset. Gegenüber der Parish Church of St James befindet sich die Higher Farm, ein Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert. Hier gab es einmal erhebliche Probleme mit einem “Screaming Skull“, einem schreienden Schädel, was für die Bewohner des Hauses damals mehr als unangenehm war.

Der Hintergrund: Ein gewisser Theophilus Brome kämpfte im Bürgerkrieg 1640-1649 gegen die Truppen Charles I, wurde dabei verletzt und flüchtete nach Chilton Cantelo, wo seine Schwester in dem Bauernhaus wohnte. Brome wurde wieder gesund und lebte unentdeckt weiter in dem Dorf, bis er 1670 starb. Damals kam es häufig vor, dass die Leichen der Menschen, die gegen die Monarchie gekämpft hatten, wieder ausgegraben wurden. Man schlug ihnen die Köpfe ab und stellte diese aus Rache zur Schau. Brome wollte das unbedingt vermeiden und bat seine Schwester, dass man nach seinem Tod seinen Kopf vom Rumpf abtrennen und ihn im Bauernhaus an sicherer Stelle verwahren sollte, was auch geschah. Spätere Bewohner des Hauses wollten den Schädel loswerden und begruben ihn außerhalb des Hauses… und dann brach die Hölle los. Man kam nicht mehr zur Ruhe, denn entsetzliche Schreie hallten durch das Bauernhaus, begleitet von übernatürlichen Erscheinungen. Die genervten Hausbewohner buddelten den Schädel schnell wieder aus und brachten ihn ins Haus zurück. Und es kehrte wieder Ruhe in die Higher Farm ein, das heißt…merkwürdige Phänomene soll es dort immer noch geben wie unerklärliche Schritte, Dinge verschwinden und tauchen an anderen Orten wieder auf usw. usw.
Der Screaming Skull ist heute sicher in einem Schrank verschlossen und niemand würde ihn je wieder nach draußen bringen. Das Grab von Theophilus Brome findet man übrigens im nördlichen Querschiff der gegenüberliegenden Kirche.

Das Phänomen der Schreienden Schädel ist nicht auf Chilton Cantelo beschränkt; im ganzen Land gibt es weitere Berichte darüber wie z.B. im Bettiscombe Manor in Dorset, in Burton Agnes Hall in Yorkshire und in Wardley Hall (Greater Manchester). 1958 wurde ein Film mit dem Titel “The Screaming Skull” (dt. “Das Geheimnis des schreienden Schädels”) gedreht, der allerdings nichts mit den Vorfällen in Chilton Cantelo zu tun hat. Hier ist der Trailer.

Jeder, der möchte, kann sich selbst einmal ein Bild von der Higher Farm machen, denn es werden hier ganzjährig zwei Zimmer im Haus (£70.00 pro Nacht) vermietet.

St James in Chilton Cantelo.    © Copyright Miss Steel

St James in Chilton Cantelo.
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Published in: on 18. April 2013 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Tutbury Castle – Die Spukburg in Staffordshire

   © Copyright M J Richardson

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In seiner fast tausendjährigen Geschichte hat das Tutbury Castle sehr viel erlebt. Zahlreiche Könige und Königinnen waren hier zu Gast wie Charles I und Charles II (freiwillig) oder Maria Stuart (unfreiwillig; sie war hier dreimal gefangengehalten). Maria Stuart hasste die Burg und nannte sie ” a vile place exposed to all the winds and injuries of heaven“.

Von den einstigen Burganlagen sind heute nur noch Reste übriggeblieben, die es aber in sich haben, denn die Ruinen gelten in den Kreisen der Geisterjäger als “very haunted“; ja, diese Leute geben sich hier praktisch die Klinke in die Hand, denn es gibt nicht viele Burgen und Schlösser in England, in denen so viele Geistererscheinungen protokolliert worden sind. Allein in den Jahren 2000 bis 2003 sollen es über 250 gewesen sein. Sie konzentrieren sich auf zwei Räume, auf die Great Hall und auf den King’s Bedroom; vor allem das kahl wirkende Schlafzimmer war so schlimm, dass man es eine Zeit lang für die Öffentlichkeit schließen musste. Einige Besucher wurden beim Betreten des Raumes ohnmächtig oder ihnen wurde übel und viele verließen ihn fluchtartig.

Das Team der TV-Show “Most Haunted” des Senders LivingTV mit Yvette Fielding und Derek Acorah besuchte auch das Tutbury Castle und was sie nachts in der Burg alles erlebten, kann man hier sehen. Mit dabei war auch der “Spukhistoriker” Richard Felix, der später noch einmal allein hierher kam und einen Film über die Geschichte und die Geister der Burg drehte (hier zu sehen).

Der Eigentümer des Tutbury Castles, das Herzogtum von Lancaster, stellte 1999 eine neue Kuratorin ein, die sich um die Anlage kümmern sollte. Leslie Smith war so erfolgreich in ihrer Arbeit, dass sie die Besucherzahlen um das zwölffache steigern konnte. Sie schlug natürlich auch aus dem Ruf der Burg als Spukort Kapital und so bietet sie das ganze Jahr über Veranstaltungen an wie eine “Tutbury Castle Ghost Hunt with Supper” (gerade erst am 22. März) oder “The Great Tutbury Castle Ghostover” (am 8. Juni). Die Kuratorin ist häufig als Maria Stuart anzutreffen, die sie in einem dem Original nachempfundenen Kostüm verkörpert. Einige Jahre wirkte sie auch im “Most Haunted”-Team mit. Leslie Smiths neue Idee: Sie wird, erstmals am 28. März, in die Rolle der  ehemaligen Premierministerin Margaret Thatcher  schlüpfen. “Buffet and talk with Margaret Thatcher” nennt sich das Event der umtriebigen Kuratorin.
Am 7. April wird auf dem Gelände der Burg eine Hochzeitsmesse abgehalten (heiraten kann man hier auch) und vom 4. bis zum 6. Mai findet ein Piratenwochenende statt. Also: Leslie Smith stellt im Tutbury Castle so einiges auf die Beine.

Wer die Burg einmal besuchen möchte, sie liegt an der A511 zwischen Burton-on-Trent und Uttoxeter. Zu empfehlen ist ein Zwischenstopp im Dog and Partridge in der High Street  von Tutbury, einem sehr schönen Fachwerk-Pub aus dem 15. Jahrhundert.

Tutbury Castle
Castle Street
Tutbury
Burton-on-Trent
Staffordshire
DE13 9JF
Tel: 01283 812129

The Dog and Partridge in der High Street von Tutbury.   © Copyright Dave Bevis

The Dog and Partridge in der High Street von Tutbury.
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Borley Parish Church (Essex) – Englands “most haunted church”?

Die Broschüre, die ich aus der Kirche mitnahm.Eigenes Foto.

Die Broschüre, die ich aus der Kirche mitnahm.
Eigenes Foto.

Ich hatte schon viel über die berühmt-berüchtigte Borley Rectory in dem kleinen Dörfchen Borley in Essex gelesen, und als ich da einmal in der Nähe war, fuhr ich dorthin, um mir den Schauplatz so vieler unheimlicher Phänomene anzusehen. Die Rectory findet man in Borley, das nur einen Katzensprung von Sudbury und Long Melford (beide in Suffolk) entfernt ist, nicht mehr, denn die ist am 27. März 1939 abgebrannt und anschließend 1944 abgerissen worden.

Das Pfarrhaus wurde jahrzehntelang von mysteriösen Erscheinungen, Poltergeistern und anderen unheimlichen Geschehnissen heimgesucht, die die Pfarrer und ihre Familien an den Rand von Nervenzusammenbrüchen führten. Schließlich wollte niemand mehr in das Haus ziehen, außer einem dubiosen Geisterjäger namens Harry Price, dem man unterstellte, vieles inszeniert zu haben.

Nachdem Englands “most haunted house” abgebrannt war, schienen sich diese Phänomene in die Dorfkirche verlagert zu haben, denn auch hier spielten sich jetzt unerklärliche Dinge ab. Die Orgel war zu hören, obwohl niemand in der Kirche war, eine Nonne wandelte auf dem Kirchhof usw. Peter Underwood vom Ghost Club (s. dazu auch meinen Blogeintrag) und zahlreiche andere Geisterjäger verbrachten Nächte in der Kirche, wobei sie mit ihren Tonbändern eigenartige Geräusche aufnahmen.

Als ich die Borley Parish Church besuchte, war sie frei zugänglich; heute ist sie versperrt, denn noch immer sind hier viele selbsternannte Geisterjäger tagsüber und auch nachts unterwegs, um irgendetwas Unheimliches zu sehen oder zu hören. Die kleine uralte Kirche wird von den Grabmälern der Waldegrave-Familie beherrscht; 1546 bekam Edward Waldegrave das Manor of Borley von Heinrich VIII zugesprochen. Ich war bei meinem Besuch allein in der Kirche und da die Sonne schien, war es hier eigentlich nicht besonders unheimlich, aber nachts… Ich nahm mir eine kleine Broschüre mit, die über die Geschichte der Kirche und speziell über die Grabmäler informierte. Draußen, auf dem sehr gepflegten Kirchhof, traf ich eine Frau aus Borley mit der ich ins Gespräch kam und die sich darüber beklagte, dass vor allem nachts immer wieder Leute zur Kirche kämen und durch ihr Verhalten die Ruhe des Dorfes störten. (Ich war aber ganz offensichtlich damit nicht gemeint).

Hier ist ein zweiteiliger Film über die Rectory: Teil 1 und Teil 2 und hier ein Film über die Kirche.

Das Buch zum Artikel:
Paul Adams & Peter Underwood: The Borley Rectory Companion – The Complete Guide to ‘The Most Haunted House in England’. The History Press 2009. 384 Seiten. ISBN 978-0750950671.

Borley Parish Church.   © Copyright Keith Evans

Borley Parish Church.
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Die Ruinen der abgebrannten Borley Rectory. 	This image (or other media file) is in the public domain because its copyright has expired.

Die Ruinen der abgebrannten Borley Rectory.
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Published in: on 3. Dezember 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Meine Lieblings-Pubs – The Roman Bath in York (North Yorkshire)

Eigenes Foto.

Irgendwie kann man sich wohl nicht entscheiden, ob der Pub am St Sampson’s Square in YorkRoman Bath” oder “Roman Baths” heißt. Am Haus selbst wird die Singularform verwendet, auf der Homepage die Pluralform. Wie auch immer, dieses zentral gelegene Gasthaus verbindet wieder zwei Elemente, die wir in York so häufig finden: Römer und Geister, schließlich sind wir in Englands “most haunted city”.

“The Roman Bath”, ich bleibe bei dieser Schreibweise, soll seit 1783 an dieser Stelle stehen, allerdings führte er früher andere Namen wie The Barrel Churn, The Cooper oder The Mail Coach. Erst als man im Jahr 1930 Baumaßnahmen durchführte und dabei im Keller Reste römischer Bäder aus dem 1. Jahrhundert fand, wurde der Gasthof umbenannt.

Heute kann man sich im Keller von “The Roman Bath” diese Badeanlagen ansehen, die aus einem Caldarium (eine Art Schwitzraum), dem Tepidarium (warme Bäder) und dem Frigidarium (kalte Bäder) bestehen, denn man hat die Ausgrabungen in ein Museum umgewandelt. Der Eingang zu den Räumlichkeiten führt durch den Pub.

Wo sich früher einmal Römer in York aufhielten, da sind auch Geistererscheinungen bzw. Geschichten von übernatürlichen Vorgängen nicht weit; so auch hier. Schon bevor die Anlagen entdeckt wurden, waren hier merkwürdige Geräusche zu hören: Es klang, als ob eine Wasserleitung geplatzt wäre, gurgelnde Geräusche von fließendem Wasser irritierten die Bewohner, aber es gab keine Wasserschäden im Haus. Einige schreiben diese merkwürdigen Geräusche badenden “Geister-Römern” zu. Die Ghost Hunting Company “Fright Nights” (ich berichtete darüber schon einmal in meinem Blog) führte am 4. August diesen Jahres in den unheimlichen Bädern eine Nachtwache durch; im stockdunklen Keller ging man auf Geisterjagd.

Ich habe “The Roman Bath” zur Mittagszeit besucht und fühlte mich hier wohl. Abends wird hier häufig Live-Musik geboten, eine Geräuschkulisse, auf die ich in einem englischen Pub eher verzichten kann.

The Roman Bath
9, St Sampson’s Square
York, North Yorkshire YO1 8RN
Tel. 01904 620455

Published in: on 14. November 2012 at 02:00  Kommentare (2)  
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Sandford Orcas Manor bei Sherborne (Dorset) – Eines der gruseligsten Häuser Englands

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Als ich vor dem Sandford Orcas Manor in dem Dörfchen Sandford Orcas einige Meilen nördlich von Sherborne in Dorset stand, wirkte das Haus selbst bei Tageslicht ziemlich gruselig. Wie mag es da wohl erst in einer stürmischen Winternacht aussehen?
Das im 16. Jahrhundert erbaute Tudor Manor House ist sowohl äußerlich als auch im Inneren sehr gut erhalten und gilt unter “Geisterjägern” als eines der “most haunted houses of England“. Sage und schreibe 14 Geister will man hier im Laufe der Zeit zu Gesicht bekommen haben, damit rangiert das Sandford Orcas Manor in einer Top Ten-Liste der gruseligsten Gespensterhäuser Großbritanniens auf Platz 2 nach dem Bodmin Jail in Cornwall und vor dem Oakley Court Hotel (s. dazu meinen Blogeintrag) an der Themse bei Windsor in Berkshire.

Zu den im Spukhaus in Dorset umgehenden Geistern gehören z.B.

- Ein Farmer, der sich im 18. Jahrhundert im Haus erhängte und der schon mehrfach gesichtet wurde, vornehmlich nachmittags
- Ein Priester, der sich über schlafende Gäste hermachen soll und diese mit seinem Umhang zu ersticken versucht
- Ein Seekadett, der einmal einen seiner Freunde umbrachte und dafür in einen der Räume des Hauses eingeschlossen wurde; seine Schreie will man des Nachts gehört haben.

Aus einem der leerstehenden Räume des Hauses erklingt hin und wieder Cembalo-Musik, in den Gängen sind des Nachts Schritte zu hören und in einigen Zimmern bildet sich manchmal ein eigenartiger blauer Dunstschleier. Als die BBC einmal ein Kamerateam ins Sandford Orcas Manor schickte, um dort eine Dokumentation zu erstellen, sah einer vom Team wiederholt einen Mann in einem weißen Arbeitskittel und einem altmodischen Hut am Küchenfenster vorübergehen: Ihm kam das etwas merkwürdig vor und er fand heraus, dass oben erwähnter Farmer, als er sich erhängte, einen weißen Arbeitskittel trug.

Man kann das Sandford Orcas Manor auch besichtigen; so war es in diesem Jahr von Juli bis September immer sonntags und montags von 14 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

Hier ist eine Erzählung über die Geister des Manor Houses.

The Manor House
Sandford Orcas
Sherborne, DT9 4SB
Tel. 01963 220206

Das Buch zum Artikel:
M.T. Medlycott: Sandford Orcas – A Village History. Dorset County Libraries 1987. 124 Seiten. ISBN 978-0852164051. (Mervyn Tregonwell Medlycott ist der gegenwärtige Besitzer des Manor Houses)

Published in: on 28. Oktober 2012 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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The Ghost Club – Die älteste Organisation in der ganzen Welt, die sich mit paranormalen Vorgängen beschäftigt

Die Parish Church von Borley (Essex). Auch hier führte der Ghost Club Untersuchungen durch.
Author: Oxyman. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Auf meinen Reisen durch England bin ich immer wieder auf Menschen gestoßen, für die Geister, oder wie immer man die übernatürlichen Erscheinungen nennen soll, etwas ganz Selbstverständliches sind. Darauf angesprochen, können viele eigene Erlebnisse erzählen. Ich war einmal in einem uralten Manor House bei einem Lord und seiner Frau zu Gast, die abends am Kamin von ihren Erlebnissen mit Geistern erzählten (sie nannten sie “spirits”) und sie taten das ganz ernsthaft und waren absolut von deren Existenz überzeugt. Ich machte in diesem Manor House eines Nachts auch eine merkwürdige Erfahrung…

Schon seit 1862 beschäftigt sich der Ghost Club mit paranormalen Vorgängen. Im Gegensatz zur Society for Psychical Research, die sich wissenschaftlich mit Geistererscheinungen und ähnlichen Phänomenen auseinandersetzte, bestand der Ghost Club überwiegend aus Menschen, die fest daran glaubten. Zu seinen Mitgliedern zählten u.a. Charles Dickens, Sir Arthur Conan Doyle, Peter Cushing und Peter Underwood, der jahrelang Präsident der Organisation war und in seinen Büchern über die Aktivitäten des Clubs schrieb.

Our aim is to conduct serious research; our investigations are not for entertainment purposes or for thrill seekers“, so steht es auf der Homepage des Ghost Clubs und Vor-Ort-Erkundungen gehören zu dessen wichtigsten Aufgaben. Untersucht wurden u.a. paranormale Vorgänge in der Borley Church in Essex, im Woodchester Mansion (Gloucestershire), in der Chingle Hall (Lancashire) und im RAF Cosford Aerospace Museum (Shropshire).

Der Chairman des Ghost Clubs ist zurzeit Alan Murdie. Man trifft sich regelmäßig einmal im Monat im Londoner The Victory Services Club in der Seymour Street. Die Mitglieder des Clubs erhalten viermal im Jahr einen Newsletter, in dem über die Aktivitäten informiert wird. Mitglied kann übrigens jeder werden, der über 18 Jahre alt ist, auch Nicht-Engländer.

Ich besitze ein halbes Dutzend Bücher von Peter Underwood, der darin sehr anschaulich und spannend über seine “paranormal investigations” berichtet. Vor allem in seinem “No Common Task: The Autobiography of a Ghost-hunter” (Harrap 1983) ist einiges über den Ghost Club zu erfahren.

Eigenes Foto.

Published in: on 2. August 2012 at 02:00  Kommentare (3)  
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Bramshott in Hampshire und Boris Karloff – Ein Dorf, ein Schauspieler und viele Geister

St Mary’s in Bramshott, Boris Karloffs Lieblingskirche. – © Copyright Trish Steel and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Was Pluckley für Kent ist, ist Bramshott für Hampshire – Beides Dörfer, die sich der meisten Geistererscheinungen in ihren jeweiligen Grafschaften brüsten.
Allein 17 verschiedene Geister sollen in Bramshott schon gesichtet worden sein; ob das wohl ein Grund für den englischen Schauspieler Boris Karloff, der vor allem als Darsteller in Horrorfilmen bekannt geworden ist, war, hierherzuziehen?

William Henry Pratt hieß er eigentlich,  benannte sich aber in Boris Karloff um,  und er blieb bis heute mit der Figur des Frankenstein verbunden, die er mehrfach verkörperte.

Das Cottage “Roundabout” (das über eine Gartenmauer in Sargform verfügte) in Bramshott im Osten der Grafschaft Hampshire war sein letztes Domizil, bevor er am 2. Februar 1969 im King Edward VII Krankenhaus in Midhurst (West Sussex) im Alter von 81 Jahren starb.
Karloff lebte dort zusammen mit seiner Frau Evelyn, die ihren Mann um 24 Jahre überlebte und 1993 in ihrem Cottage “Roundabout” starb.

Beide Karloffs waren sehr mit der Dorfkirche St Mary’s verbunden, die nicht weit von ihrem Wohnhaus entfernt steht, und so spendete Evelyn in Erinnerung an ihren Mann sehr viel Geld, um die Glocken der Kirche neu aufhängen zu lassen. In der Kirche ist auch eine Plakette zu Ehren Boris Karloffs angebracht worden.
Der Schauspieler ist übrigens nicht auf dem Kirchhof vom St Mary’s begraben. Er wurde im Krematorium von Guildford eingeäschert und hat dort im Garden of Remembrance seine letzte Ruhestätte gefunden. In der Londoner St Paul’s Church, die Schauspielerkirche, über die ich in meinem Blog schon berichtete, ließ Evelyn Karloff ebenfalls eine Plakette zu seinen Ehren anbringen.

Was tut nun ein ehemaliger Darsteller in Horrorfilmen nach seinem Ableben? Er kommt wieder, und so soll Boris Karloff mehrmals in Bramshott gesichtet worden sein wie er dort auf den Wegen in der Umgebung des Ortes entlangwanderte.

Hier ist ein Ausschnitt aus dem Film “Frankenstein” mit Boris Karloff in der Titelrolle.

Das Buch zum Artikel:
Stephen Jacobs: Boris Karloff -  More Than a Monster. Tomahawk Press 2010. 568 Seiten. ISBN 978-0955767043.

Tunbridge Lane in Bramshott. – © Copyright Oast House Archive and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Treasurer’s House in York (North Yorkshire) – Schauplatz einer der berühmtesten Ghost Stories Englands

Treasurer’s House in York. – Eigenes Foto.

Ich hatte schon so viel über die Geschichte des Klempnerlehrlings Harry Martindale gelesen, der im Februar 1953 im Keller des Treasurer’s House in York eine merkwürdige Begegnung hatte, dass ich das Haus unbedingt einmal selbst aufsuchen wollte. Im Schatten des York Minsters liegt das Treasurer’s House, das seit 1930 in der Obhut des National Trusts ist, und das man ganzjährig besichtigen kann, im Winterhalbjahr allerdings mit Einschränkungen.

Bis zum Jahr 1547 wohnte hier der Schatzmeister des Münsters von York, danach wechselte es vielfach die Besitzer. Von 1897 bis 1930 gehörte es dem Industriellen Frank Green, der es in den heutigen Zustand versetzte und viel Geld investierte.

Man kann das ganze Haus auf eigene Faust besichtigen, nur die Kellertour und die Dachboden-Tour sind mit Führer zugänglich. Das Haus gehört in York, das sowieso schon mit Geistergeschichten reich versehen ist, zu den Gebäuden mit den meisten Geistersichtungen. Man braucht nur eine der netten Damen anzusprechen, die in den Räumen die Aufsicht haben, und schon erfährt man Details über die “haunted rooms”.

Der eingangs erwähnte Harry Martindale hatte an jenem Februartag im Jahr 1953 im Keller des Hauses eine Begegnung der besonderen Art. Er war dort allein mit Bauarbeiten beschäftigt, als er sich plötzlich einer Gruppe von römischen Soldaten und einem Pferd gegenübersah, die aus der einen Kellerwand hervortraten und in der anderen wieder verschwanden. Begleitet wurde die geisterhafte Erscheinung von der Musik eines trompetenartigen Instruments. Harry konnte die Soldaten später minutiös beschreiben und seine Beschreibung stimmte exakt mit dem überein, was bis dahin über die römischen Legionäre bekannt war. Er sprach sogar von Einzelheiten der Kleidung und Bewaffnung, die die Forschung erst Jahre später als zutreffend bestätigen konnte. Harry selbst hatte sich mit dem Thema Römer übrigens noch nie vorher beschäftigt gehabt. Als er aus den Kellerräumen voller Panik entfloh und dem Kurator des Hauses begegnete, meinte dieser “By the look of you, you have seen the Roman soldiers!” Harry war also nicht der erste, der die Legionäre gesehen hatte.

Ich nahm an der Keller-Tour teil, die durch modrige, niedrige Gänge führte, bis hin zu dem Ort, an dem Harry seine denkwürdige Erscheinung hatte. Dort schilderte die junge Dame, die die Gruppe führte, noch einmal genau, was sich an diesem Ort damals ereignete. Harry Martindale hält auch noch heute an seiner Geschichte fest.
Es lohnt sich auf jeden Fall, das Treasurer’s House in York einmal aufzusuchen.

In diesem Film erzählt Harry Martindale die Geschichte noch einmal.

Treasurer’s House
Minster Yard
York, North Yorkshire, YO1 7JL
Tel. 01904 624247

Der Eingang zum Keller. Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Das sehenswerte Innere des Treasurer’s House. – Eigenes Foto.

Die Chislehurst Caves in Kent – Von Champignonzucht, Luftschutzbunkern und Rockkonzerten

Author: Secret London. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 1.0 Generic license.

Im äußersten Südosten von London, schon in der Grafschaft Kent gelegen, befinden sich die Chislehurst Caves, ein Labyrinth von Tunneln, die sich über 35 km erstrecken. Wann diese von Menschenhand gemachten Tunnel entstanden sind, ist nicht mehr genau feststellbar; Mitte des 13. Jahrhunderts wurden sie erstmals erwähnt und man baute hier Kreide und Feuerstein ab.

Nachdem der Bergbau in Chislehurst etwa Mitte des 19. Jahrhunderts aufgegeben wurde, nutzte man das Stollen-/Höhlen-/Tunnellabyrinth für die unterschiedlichsten Zwecke. Im 1. Weltkrieg wurde hier Munition gelagert, dann züchtete man Champignons und im 2. Weltkrieg dienten die unterirdischen Gänge als Luftschutzbunker, in denen bis zu 15 000 Menschen Zuflucht finden konnten.

In den 1960er Jahren wurden hier Rockkonzerte veranstaltet, bei denen so illustre Gäste wie die Rolling Stones und Pink Floyd auftraten. Auch einige Fernseh- und Spielfilme wurden in den Chislehurst Caves gedreht, beispielsweise 1981 der Horrorfilm “Inseminoid” (dt. “Samen des Bösen”) oder Szenen der BBC-Serie “Merlin” (dt. “Merlin – Die neuen Abenteuer”, von RTL gezeigt).

Die Heavy Metal-Band Cradle of Filth aus Suffolk nahm hier 2008 ihr Musikvideo “Honey and Sulphur” auf.
Das Team der Geisterjäger von “Most Haunted” hat sich die Tunnel in Kent auch schon vorgenommen; hier ihr Bericht.

Man kann die Chislehurst Caves auf geführten Touren kennenlernen, die mittwochs bis sonntags durchgeführt werden, 45 Minuten dauern und £5 kosten. Dieser Film gibt einen Eindruck von den unterirdischen Touren.

Chislehurst Caves
Caveside Close
Old Hill
Chislehurst
Kent
BR7 5NL
Tel. 020 8467 3264

Das Buch zum Artikel:
James Wilkinson: The Ghosts of Chislehurst Caves. Greenlight Publishing 2011. 112 Seiten. ISBN 978-1897738436.

Chillingham Castle (Northumberland) – Englands Spukschloss Nummer Eins

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Weit oben im englischen Norden, in der Grafschaft Northumberland, liegt Englands “most haunted castle”: Chillingham Castle. Das aus dem 12. Jahrhundert stammende Schloss wird von Sir Humphry Wakefield und seiner Familie bewohnt und da man für den Unterhalt eines so alten Gebäudes viel Geld benötigt, wird Chillingham Castle heute für alle möglichen Dinge vermarktet. Hochzeiten in Schlössern sind in England sehr beliebt, so wird auch dieses Haus in Northumberland dafür zur Verfügung gestellt. Weiterhin kann man hier Tagungen durchführen und die Räumlichkeiten für private Feiern mieten.

Da Chillingham Castle das Spukschloss Nummer Eins in England sein soll, werden natürlich auch Ghost Tours angeboten. Wem das noch nicht reicht: Um sich so richtig zu gruseln, kann man auch an einer Nachtwache teilnehmen und darauf hoffen, einen der Schlossgeister zu treffen. £60 kostet das. Von 22.30 Uhr bis um 4.30 Uhr darf man die gruseligsten Räume des Schlosses aufsuchen und wer besonders mutig ist, wagst sich auch in die Folterkammer vor…
Als Erinnerung an die Gruselnacht kann man zum Schluss auch noch ein T-Shirt zum Sonderpreis von £11.99 und eine DVD kaufen, auf der Geisterexperte Richard Felix durch das Haus führt. Geschäftstüchtig ist man schon auf Chillingham Castle.
Auch RTL II war hier schon zu Besuch und drehte einen Film.

Der Historienfilm “Elizabeth” mit Cate Blanchett und Ralph Fiennes wurde zum Teil hier gedreht, wobei Chillingham Castle zu Leith Castle wird.

Wer in dem Castle einmal übernachten möchte, kann dies tun. Einige Apartments im Schloss selbst und die Coaching Rooms, wo früher die Kutschen und die Pferde untergebracht waren, stehen dafür das ganze Jahr über zur Verfügung.
Am 1. April 2012 werden die Tore für Besucher wieder geöffnet und dann sind  das Haus und die Gärten zwischen 12 Uhr und 17 Uhr zugänglich.

Chillingham Castle
Chillingham, Alnwick
Northumberland, UK
NE66 5NJ
Tel. 01668 215359

Goodramgate – Yorks most haunted street

Die uralte, düstere Holy Trinity Church. - Eigenes Foto

In der Stadt York in North Yorkshire ist alles “haunted”. Da gibt es u.a. The most haunted pub, The most haunted church und The most haunted street; letztere ist die Straße Goodramgate (in York tragen viele Straßen den Namen “gate”), die den King’s Square mit dem Monk Bar verbindet. In dieser lebhaften, von zahlreichen Läden, Pubs und Restaurants gesäumten Straße ist es tagsüber bei Sonnenschein alles andere als gruselig, aber wenn dann langsam die Sonne untergeht und die Dämmerung sich über York breit macht, verändert sich die Atmosphäre…
Hier steht z.B. Lady Row, eine Gruppe von uralten Häusern, die vor 700 Jahren erbaut wurden;  was die wohl so alles erlebt haben mögen?
An der Holy Trinity Church kann man leicht vorbeigehen, ohne sie zu bemerken, ein kleiner Weg führt vom Goodramgate zu ihr. Die Kirche ist recht düster mit ihren alten aus dem 17. Jahrhundert stammenden Kirchenbänken. Ich war hier einmal im Rahmen eines Ghost Walks, als es schon fast dunkel war, und es herrschte eine wirklich unheimliche Stimmung. Bei einem dieser Ghost Walks soll einmal eine amerikanische Touristin versehentlich eingeschlossen worden sein, was der Dame nicht gut bekam. Auf dem kleinen Kirchhof von Holy Trinity haben sich auch einige unheimliche Dinge zugetragen, so sagt man.

Einer der most haunted pubs und zugleich einer der ältesten in York liegt am Goodramgate. Der Snickleway Inn, den ich noch als Angler’s Arms kenne, gehört laut Derek Acorah, dem Medium aus der TV-Reihe “Most Haunted”, zu den 100 gruseligsten Orten von ganz Großbritannien. Hier läuft ein kleines Mädchen häufig die Treppen hoch und runter und soll zu den aktivsten Geistern der Stadt gehören.
Weitere hübsche Pubs im Goodramgate sind z.B. The Old White Swan, wo 1781 der größte Mensch der Welt zu besichtigen war, oder The Royal Oak aus dem 15. Jahrhundert.

Wem es in dieser Straße so gut gefällt, dass er hier auch einmal wohnen möchte, kann das in einigen Mietappartments tun. Hier ist die Webseite.

Einen Bummel durch Goodramgate (auch bei Nacht!!) kann ich sehr empfehlen.

Das Buch zum Artikel:
Rupert Matthews: Haunted York. The History Press 2009. 95 Seiten. ISBN 978-0752449104.

Haunted Snickleway Inn. - Eigenes Foto

The Old White Swan aus dem 15. Jh. - Eigenes Foto

Fright Nights – Die Topadresse für Geisterjäger in England

Author:Lemur 12. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, eine ganze Nacht lang in einem Spukschloss zu verbringen, in der Hoffnung einem Geist von Angesicht zu Angesicht gegenüberzutreten?
Man kann das in England tun, denn die Firma Fright Nights veranstaltet derartige Touren in den gruseligsten Häusern, Burgen und Schlössern. In den zwölf Jahren, seitdem die Firma besteht, hat sie schon fast 500 000 Amateur-Geisterjäger durch die nächtlichen Gemäuer geführt und ist damit die Nummer 1 unter den englischen Ghost Hunting Companies.

Am heutigen Halloween sind natürlich alle Touren ausverkauft. Hier eine Übersicht, was Fright Nights im nebligen, düsteren November anbietet:

“Very intense haunting” lautet die Warnung (?) für die Veranstaltung am 5. November, wenn die Bodmin Gaol Ghost Hunt stattfindet. Das ehemalige Gefängnis in Bodmin (Cornwall) zählt zu den gruseligsten Plätzen Englands. Für £65 pro Person kann man in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr morgens auf Geisterjagd gehen. An Schlaf ist dabei nicht zu denken, denn es wird erwartet, dass man die ganze Nacht kein Auge zu tun wird.

Am 12. November bietet Fright Nights eine nächtliche Tour durch Middleton Hall in Staffordshire an. Auf eine Begegnung mit Kate Middleton wird man hier allerdings vergeblich warten, denn die hat mit diesem Haus nichts zu tun. “With a wide and varied history it is no surprise to learn that sightings of ghosts and spirits is a common occurrence”, heißt es hier und für £39 kann man in der Zeit von 19 Uhr bis 1 Uhr morgens in der Hall eventuell einem Geist begegnen.

Am 18. November geht es zu den Ruinen des Pendle Witches Castles bei Clitheroe in Lancashire. Gemeinsam mit einem Medium kann man sich hier auf die Suche nach der White Lady machen, die nächtens die einsamen, verlassenen Korridore der verfallenen Burg durchstreifen soll. Von 21 Uhr bis 2.30 wird diese Ghost Tour durchgeführt.

Am 26. November schließlich steht das aus der napoleonischen Zeit stammende Fort Horsted in Chatham (Kent) auf dem Programm. So wie die nahegelegenen Chatham Docks gehört auch dieses Fort zu den “most haunted places” in England. Von 20 Uhr bis 2 Uhr wird man hier in Begleitung von Medien und Spezialisten für das Paranormale durch das Gebäude geführt, das einige Bereiche hat, die so furchterregend sind, dass sich nicht einmal das Sicherheitspersonal dahin vorwagt. Wenn das keine guten Voraussetzungen sind!

Fright Nights
Mystery Towers Ltd
Westthorpe Business Centre
Westthorpe Fields Road
Sheffield
Tel: 0114 251 3232

Das Buch zum Artikel:
Haunted Britain. AA Publishing 2010. 226 Seiten. ISBN 978-0749566500

Bodmin Gaol. - © Copyright Steve Daniels and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Middleton Hall. - © Copyright Graham Taylor and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 31. Oktober 2011 at 02:00  Kommentare (1)  
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Ettington Park Hotel – Ein neugotisches Spukhotel in Warwickshire

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Ich liebe neugotische Gebäude und das Ettington Park Hotel, gerade einmal zehn Kilometer von Stratford-on-Avon entfernt, ist in diesem Stil gebaut. Ich besuchte es einmal und war sehr von dem Haus angetan.
Ettington Park hat im Lauf der Jahrhunderte zahlreiche Um- und Anbauten bekommen und die ausführliche Geschichte des Hauses kann man auf den Webseiten des Hotels hier nachlesen.

Der britische Automobilclub AA hat dem Hotel vier Sterne und dem Restaurant zwei Rosetten vergeben, wodurch Ettington Park die Nummer 1 in Warwickshire ist.
Es gibt drei Zimmerkategorien: Die Classic Rooms, deren Preise bei £125 beginnen, die größeren Executive Rooms (ab £145) und die Suiten (ab £235).

Wir nahmen unser Abendessen im Oak Room Restaurant zu uns, einem sehr schönen Raum (in dem wir merkwürdigerweise ganz allein saßen). Der Küchenchef hier ist Gary Lissemore. Das dreigängige “Table d’Hôte Menu” kostet zurzeit £35.00.

Ettington Park hält auch eine Palette an Geistern bereit. Sowohl das Hotelpersonal als auch Gäste haben mehrfach von merkwürdigen Erscheinungen und Geräuschen berichtet. Am besten sieht man sich das einmal in diesem Film an, der auch einen guten Eindruck vom Inneren des Hauses vermittelt. Wir blieben bei unserem Besuch in Ettington Park von Geistern verschont.

Das Buch zum Artikel:
Rupert Matthews: Haunted Places of Warwickshire. Countryside Books 2005. 96 Seiten. ISBN 978-1853069253

Ettington Park Hotel
Alderminster
Stratford-upon-Avon
Warwickshire
CV37 8BU  
Tel: 0845 072 7454 

Spukorte – Samlesbury Hall in Samlesbury (Lancashire)

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Samlesbury Hall ist ein wunderschönes, uraltes Haus in dem gleichnamigenDorf in Lancashire, nur einige Autominuten von Preston entfernt. In seiner langen Geschichte diente es allen möglichen Zwecken: Familiensitz, Pub, Mädcheninternat und jetzt findet man in den Räumen ein Museum, eine Gallerie, ein Restaurant und man kann das Haus für Hochzeiten und private Feiern buchen.

Dass es in so alten Gemäuern auch spukt, liegt auf der Hand; ja, Samlesbury Hall rühmt sich sogar “one of the most haunted sites” in ganz England zu sein. So werden an jedem zweiten Sonntag im Monat ” Simon’s Spooky Ghost Walks” durchgeführt, auf denen man mit den Geistern des Hauses vertraut gemacht mit, von denen es einige hier gibt. The White Lady soll Lady Dorothy Southworth sein, die das Haus einmal bewohnte; in einem der Räume geht der “Kopflose Priester” um, der sein Haupt während der Zeit Heinrichs VIII verlor und Joseph Harrison, der in der Hall wohnte und sich auf der Minstrel Gallery das Leben nahm, zeigt eine besondere Vorliebe für Besucherinnen mit langen Haaren, an denen er gern einmal zieht.

Natürlich war das Fernsehteam von “Most Haunted” auch hier schon zu Gast (sogar zweimal). Yvette Fielding, Derek Acorah und Richard Felix verbrachten eine ganze Nacht in dem Spukhaus und was sie dabei erlebten, kann man hier sehen.

Samlesbury Hall ist täglich, außer samstags, von 11 – 16 Uhr geöffnet.

Samlesbury Hall
Preston New Road
Samlesbury, Preston, Lancashire PR5 OUP
Tel. 01254 812 010

Das Buch zum Artikel:
Jason Karl: Haunted Places of Lancashire. Countryside Books 2006. 96 Seiten. ISBN 978-1853069864.

Published in: on 19. Oktober 2011 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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The Golden Fleece – Yorks gruseligster Pub

Eigenes Foto

Als wir neulich zur Mittagszeit ein Bier im Golden Fleece tranken, war von einer gruseligen Atmosphäre hier nichts zu spüren. Yorksmost haunted pub” liegt den Shambles gegenüber, jener kleinen, tagsüber wuseligen, aber abends meist sehr ruhigen Gasse. Wie vieles in York ist auch The Golden Fleece sehr alt, bis auf das Jahr 1503 kann man die Spuren des Hauses zurückverfolgen.

Wenn man den Gasthof betritt, kommt man erst in eine kleine Bar, von der aus ein schmaler, schiefer Korridor in einen weiteren größeren Raum führt. Zu essen gibt es hier vor allem Burgers und Baguettes; der Koch liebt offensichtlich die Tex-Mex-Küche, denn Chili und Nachos dominieren die Speisekarte.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts gehörte The Golden Fleece dem Bürgermeister von York, einem gewissen John Peckett, und dessen Frau, Lady Alice Peckett, ist eine der vielen Spukgestalten, die hier nachts durch die Gänge und Korridore wandern und den Gästen der vier Zimmer, in denen man übernachten kann, den Schlaf rauben. So mancher Gast soll schon vor den unheimlichen Besuchern, die durchaus auch in die Zimmer kommen, geflohen sein und sich nie mehr im Pub hat blicken lassen.

Diese Berichte über die nächtlichen geisterhaften Aktivitäten lockten natürlich auch das Fernsehteam von “Most Haunted” des Senders LivingTV nach York, das hier die Nachtstunden verbrachte und so manches Unheimliche erlebte. Hier ist der erste Teil der Sendung zu sehen.

“We hope you will visit us at the Golden Fleece and we’re sure you will enjoy your stay even though we can’t guarantee that things will go bump in the night for you. But when you visit the most haunted pub in one of Britain’s most haunted cities, there’s a frightening chance that something strange just might happen!” So steht es auf der Homepage des Golden Fleece, eine Einladung, der man doch nun wirklich nicht widerstehen kann!

The Golden Fleece
16 Pavement
York, North Yorkshire
YO1 9UP
Tel. 01904 625171

Eigenes Foto

Published in: on 19. September 2011 at 02:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Whitbys Ghost Walks – Auf den Spuren der Geister in der malerischen Küstenstadt in North Yorkshire

Eigenes Foto

Nicht nur in York gibt es Ghost Walks (s. meinen Blogeintrag hierzu), auch in den Küstenorten Robin Hood’s Bay und in Whitby in North Yorkshire werden Geistertouren angeboten und von den Touristen gern angenommen.

The Original Ghost Walk” beginnt um 20 Uhr, Treffpunkt Market Place; zur gleichen Zeit startet auch Harry Collett, “The Man in Black”,  seine Ghost Walks. 75 Minuten lang geht es durch die Straßen der Stadt und man hört dabei “strange and supernatural tales of murder, mystery and suspense“.
Treffpunkt für diesen Geisterspaziergang ist der Whale Bone Arch, gegenüber vom Royal Hotel um 20 Uhr.

Harry Collett kennt sich in der Geschichte Whitbys aus wie kaum ein anderer, so bietet er auch noch andere Thementouren durch seine Stadt an. Da Whitby ja der Ort ist, an dem Dracula englischen Boden betrat (s. hierzu diesen Blogeintrag von mir), gibt es auch eine Tour “In Search of Dracula” und mehrere “Heritage Town Tours“, darunter auch eine “Tombstone Tour“, die sich mit den Grabsteinen auf dem Friedhof von St Mary’s beschäftigt, der Kirche, die neben den Abteiruinen hoch über der Stadt steht.

Harry Collett
Half Acre
22 Rosemount Road, Whitby,
North Yorkshire, YO21 1LB
Tel: 01947 821734

St Mary's Churchyard. - Eigenes Foto

Published in: on 8. August 2011 at 04:00  Kommentare (1)  
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Clapham Wood in West Sussex – Schauplatz mysteriöser Ereignisse

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Wer sich einmal in der Nähe der kleinen Gemeinde Clapham in West Sussex aufhalten sollte, dem sei geraten, einen großen Bogen um den dort liegenden Clapham Wood zu machen (wer ängstlichen Gemütes ist!). Dort geschehen seit Jahrzehnten merkwürdige Dinge und es kann passieren, dass man nicht mehr lebend aus dem Wald herauskommt.
Vier Menschen sind dort zu Tode gekommen wie z.B. der Polizist Peter Goldsmith, der in Clapham Wood wanderte und dessen Leiche man sechs Monate später fand. Der ehemalige Pfarrer von Clapham, Harry Neil Snelling, verschwand in dem Wald 1978 und seine Leiche wurde sogar erst drei Jahre später aufgefunden. Die Polizei ermittelte intensiv und nahm schließlich einen gewissen Tim Withers fest, der für alle vier Morde verantwortlich gewesen sein soll und eine lebenslängliche Freiheitsstrafe erhielt.

Doch die Serie merkwürdiger Ereignisse riss nie ab: Es gab viele Berichte über angebliche UFU-Sichtungen; Leute, die sich in Clapham Wood aufhielten, erzählten, dass sie sich verfolgt fühlten oder dass ihnen plötzlich übel wurde; Hunde verschwanden oder wurden mit tödlichen Verletzungen aufgefunden.

Dann hieß es, ein satanischer Kult treibe sein Umwesen in Clapham Wood, “The Friends of  Hecate“, der dort rituelle Tötungen von Tieren vornahm.

Was ist an diesen ganzen Geschehnissen nun Realität und Fantasie? Darüber herrschen total gegensätzliche Meinungen. Die einen meiden den Wald und fürchten sich, die anderen sagen, das ist alles Quatsch und man kann alles auf natürliche Weise erklären.
Also: Am besten man macht sich selbst ein Bild und geht einmal nachts im Clapham Wood spazieren, dann kann man anschließend berichten, ob der Wald tatsächlich “haunted” ist oder nicht.

Hier ist eine zweiteilige Dokumentation über Clapham Wood:
Teil 1 Teil 2

Published in: on 20. Juni 2011 at 04:00  Hinterlasse einen Kommentar  
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Owlpen Manor (Gloucestershire) – Ein Spukhaus im Tudorstil

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Von dem kleinen Gloucestershire-Dorf Uley führt eine kleine sehr schmale Straße zu dem einsam gelegenen Owlpen Manor, ein romantisches Haus, “The loveliest place in England” wie es ein Reiseführer einmal ausdrückte.
Über Uley habe ich in meinem Blogeintrag vom 21.04.2010 schon einmal berichtet; ein hübsches Dorf mit einem netten Pub und einer schönen Kirche.

Owlpen Manor, das auf eine sehr lange wechselvolle Geschichte zurückblicken kann, gehört heute Sir Nicholas Mander und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. In diesem Jahr allerdings nicht, da umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt werden.

In so einem alten Haus muss es einfach auch spuken und das tut es hier auch zur Genüge. Vier verschiedene Gespenster sind im Owlpen Manor schon gesichtet worden, darunter auch Königin Margaret von Anjou, die hier 1471 auf dem Weg zur Schlacht von Tewkesbury Station machte.
Weiterhin treibt im Manor ein Schwarzer Mönch sein Unwesen, sowie Thomas Daunt, ein Zauberer und Alchimist, der hier einmal wohnte.

Die Crew der Fernsehserie “Most Haunted” des Senders Living TV mit Yvette Fielding war im Owlpen Manor im März 2004 zu Gast und versuchte, den paranormalen Phänomenen auf die Spur zu kommen. Hier ist der erste Teil der Sendung zu sehen.

Das Manor-Haus ist bei Film und Fernsehen sehr beliebt; so wurden hier zahlreiche Dokumentationen, aber auch einige Spielfilme gedreht wie z.B.”Tess of the d’Urbervilles“.

Auf dem Owlpen Manor Estate liegen übrigens auch 9 Cottages, die man mieten kann, und ein Restaurant, das “Cyder House“, bietet Spezialitäten wie  Owlpen Beef und Wild, das direkt aus dem Anwesen stammt.

Ein Besuch im Owlpen Manor lohnt auf jeden Fall (sobald es wieder geöffnet ist).

OWLPEN MANOR
Near ULEY
GLOUCESTERSHIRE
GL11 5BZ
Tel. 01453-860261

Lebendig begraben im Dudley Castle (West Midlands) – Ian Lawman nimmt das am 1. April auf sich

Dudley Castle. - © Copyright Brian Clift and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Nein, es wird kein Aprilscherz sein: Exorzist und Medium Ian Lawman will sich am 1. April auf dem Geländes des Dudley Castles für sieben Tage lebendig begraben lassen. In einer sargähnlichen Kiste wird er “six feet under”, also ca 1,70 m unter der Erde liegen und sich lediglich von Wasser und sogenannten “Survival Tabs” ernähren, das sind Tabletten, die über alle lebensnotwendigen Nährstoffe verfügen.

Um 21 Uhr wird Ian Lawman seinen Sarg besteigen. Da es aber nach der “Beerdigung” nichts mehr zu sehen gibt, hat man um das Ereignis herum noch einige Aktionen geplant wie Ghost Hunts und Ghost Walks, Live Musik und einige Wahrsager und und Medien stehen Verfügung.

Jetzt fragt man sich natürlich, wozu dieses “Lebendig begraben” eigentlich gut sein soll. Die Einnahmen, die mit dieser Aktion erzielt werden, fließen in zwei Wohltätigkeitsorganisationen: “Help for Heroes“, die britischen Soldaten hilft, die in den gegenwärtigen Konflikten verwundet worden sind, und Blue Lamp Foundation, die von Police Constable David Rathband ins Leben gerufen wurde, um Notfall-Einsatzkräften zu helfen, die während ihres Einsatzes von Kriminellen verletzt wurden.

Das Dudley Castle steht in der Stadt Dudley in den West Midlands und “genießt” den Ruf, sehr unheimlich zu sein. Das Team von “Most Haunted” war hier natürlich auch schon zu Gast.

Meine Lieblings-Pubs – The Red Lion in Avebury (Wiltshire)

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In Avebury liegt einer der größten  Steinkreise auf den britischen Inseln und er gehört seit 1986 als Teil der “Stonehenge, Avebury and Associated Sites” zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Mitten in Avebury ist der 400 Jahre alte strohgedeckte  Bilderbuch-Pub “The Red Lion” zu finden. Es ist dort richtig gemütlich, mit niedrigen Decken, Eichenbalken und alten Möbeln. Der Pub ist an jedem Tag der Woche von 11 Uhr bis 23 Uhr durchgehend geöffnet und serviert auch täglich Lunch und Dinner. Im Sommer kann man sein Pint oder sein Essen auch im Freien zu sich nehmen, mit Blick auf die mysteriösen Averbury-Steine.

Der “Red Lion” steht auf der Liste der “10 Most Haunted Pubs” und so ist hier hin und wieder der Geist von “Florrie” zu sehen, eine Wirtsfrau, die von ihrem Ehemann erschlagen wurde.

Hier ein Film über diese dunkle Seite des Pubs:

Published in: on 26. Dezember 2010 at 04:00  Hinterlasse einen Kommentar  

The Ancient High House in Stafford (Staffordshire) – Eines der schönsten Häuser Englands

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Mitten im Zentrum der Stadt Stafford, Verwaltungssitz von Staffordshire, steht eines der schönsten Gebäude in ganz England: Das Ancient High House. Um 1595 wurde es für die wohlhabende Dorrington-Familie gebaut und es ist das größte heute noch existierende Haus in Holzrahmenbauweise in ganz England.

In seinen über 400 Jahren hat das Ancient High House sehr viel miterlebt, u.a. war es kurzfristig das Hauptquartier von König Charles I im September 1642 auf seinem Weg nach Shrewsbury. In dieser Zeit des Englischen Bürgerkriegs wurde das Haus später auch einmal als Gefängnis für Royalisten benutzt, nachdem die Parlamentarier Stafford eingenommen hatten.

Heute geht es in Stafford und im Ancient High House ruhiger zu. Hier ist jetzt ein Museum und eine Kunstgalerie untergebracht mit wechsenden Ausstellungen. Man kann den Civil War Room besichtigen, in dem damals Charles I wohnte, den Stuart Bedroom mit seinem großartigen Himmelbett und den Castle Room, in dem die Bauweise des Hauses anschaulich erklärt wird.
Im obersten Geschoss ist das Staffordshire Yeomanry Regiment Museum untergebracht, das Erinnerungsstücke an das örtliche Freiwilligenregiment zeigt.
Natürlich gibt es auch hier einen Shop, in dem man sich mit Staffordshire-Souvenirs eindecken kann.
Die Adresse:
The Ancient High House,
Greengate Street, Stafford, ST16 2JA

In so einem alten Haus muss es natürlich auch spuken. Das Team von “Most Haunted” untersuchte das:

Pluckley (Kent) – Englands Spukdorf Nummer 1

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Als wir Pluckley in Kent besuchten, geschah das an einem warmen Sommertag und eine unheimliche Atmosphäre wollte in Englands “most haunted village” (so “Guinness World Records”) einfach nicht aufkommen. Wir nahmen unseren Lunch im Biergarten des “Black Horse” Pubs zu uns, der ebenfalls auf der Liste der Spukorte in Pluckley steht. Hier soll ein Poltergeist sein Umwesen treiben. Nach dem Lunch begaben wir uns auf den nahegelegenen Friedhof der Parish Church of St Nicholas, wo eine Red Lady und eine White Lady gesichtet worden sind. Auch dort gruselten wir uns bei hellem Sonnenschein nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ein nächtlicher Besuch auf dem Friedhof ganz anders aussehen würde.

Zwischen 12 und 16 Geister soll es in dem kleinen Dorf mitten Kent geben von denen einige in den Screaming Woods zu finden sind, ein Waldgebiet außerhalb Pluckleys; so benannt, weil man hier nachts die Schreie derer gehört haben will, die sich in den Wäldern verlaufen haben und umgekommen sind.

Elvey Farm ist bei Geistern besonders beliebt. Dieser jahrhundertealte Bauernhof, auf dem man auch Zimmer mieten kann, wird von einem früheren Besitzer heimgesucht, der sich auf der Farm erschossen hat und auch ein Soldat wird hin und wieder auf der Treppe gesehen, die zu den im oberen Geschoss liegenden Schlafzimmern führt.

Es würde hier zu weit führen, alle Spukerscheinungen aufzuführen die mehr oder weniger regelmäßig in Pluckley zu sehen sind.
Übrigens wurde hier die ITV-Fernsehserie “The Darling Buds of May” in den 90er Jahren gedreht, in der Catherine Zeta-Jones eine der Hauptrollen spielte und dadurch national und später international auf sich aufmerksam machte.

Ob man nun an Geister glaubt oder nicht, der Ort Pluckley ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Published in: on 1. November 2010 at 04:21  Kommentare (2)  
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Spukorte: The Ostrich Inn in Colnbrook (Berkshire) – Einer der “most haunted pubs” in England

An- und abfliegende Flugzeuge vom nahegelegenen Flughafen Heathrow sind mehr als deutlich in Colnbrook zu hören und der Lärm der viel befahrenen Autobahnen M25 und M4 ist auch nicht weit. Man erwartet in so einem verkehrstechnisch ungünstig gelegenen Ort  nicht unbedingt den drittältesten Pub Englands, aber hier ist er, der Ostrich Inn.  Der “Straußengasthof” ist auch ein gruseliges Anwesen, denn hier sollen sich unheimliche Dinge abspielen.

Der Hintergrund: Im 17. Jahrhundert war Thomas Jarman der Inhaber des Gasthofs. Im besten Zimmer des Hauses, dem Blue Room, hatte Jarman unter dem Bett eine Falltür angebracht, die direkt über der Küche lag. Kam jetzt ein wohlhabender Gast, so öffnete  Jarman in den frühen Morgenstunden die Falltür, der arme Schlafende stürzte in die Küche und mitten in einen großen Behälter mit kochendem Wasser. Der Gast überlebte dieses “Bad” nicht und wurde in einem nahegelegenen Fluss entsorgt. Die Wertsachen und das Pferd des (ehemaligen) Gastes wurden umgehend veräußert.
Etwa 60 Menschen kamen auf diese Weise ums Leben, bis man schließlich Jarman und seiner Frau, die an dem bösen Spiel beteiligt war, auf die Schliche kam und beide aufhängte.
Es ist also kein Wunder, dass es in einem Pub, der so viel Blutvergießen miterlebt hat, spukt. “Strange noises, ghostly figures and objects moving by themselves are all in a days work if you’ re employed at the Ostrich Inn“, so die Aussage eines Pubmanagers.
Das Team von LivingTVs “Most Haunted” besuchte den Inn natürlich auch und hier sind ihre Erlebnisse in Colnbrook:

Published in: on 14. September 2010 at 04:18  Hinterlasse einen Kommentar  
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York Ghost Walks – Spaziergänge in der Stadt mit den meisten Geistern Englands

Die Holy Trinity Church in York. Eigenes Foto.

Die Holy Trinity Church in York.
Eigenes Foto.

Wir trafen uns in der abendlichen Dämmerung vor einem Pub in Goodramgate in York, “England’s most haunted city“. Eine Gruppe von vielleicht 15 Personen folgte dem in breitem Yorkshire-Dialekt sprechenden Guide durch die immer dunkler werdenden Straßen der Stadt.
Wir kamen am Münster vorbei, in dem es zu merkwürdigen Erscheinungen gekommen ist, standen vor dem Treasurer’s House, das als Yorks “most haunted building” bezeichnet wird. Dort spielte sich in den 50er Jahren die wohl bizarrste Geschichte ab, als einem jungen Installateur in den Kellern des Hauses römische Soldaten in voller Kriegsausrüstung begegneten.

Besonders unheimlich war es in der fast schon dunklen uralten Trinity Church. Mein Favorit war das King’s Manor, in dem es sogar bei den Ghost Walks zu unheimlichen Begegnungen gekommen sein soll.

Die Ghost Walks werden von mehreren Unternehmen angeboten und finden täglich statt, egal wie das Wetter ist. Früher gab es Führungen, bei denen die Gruppe durch spezielle Aktionen erschreckt wurde. Dem wurde aber ein Riegel vorgeschoben, nachdem es bei einigen Teilnehmern zu Herzattacken gekommen war.

Wenn man bei Sonnenschein durch York läuft, sagen sicher die meisten “Geister? So ein Blödsinn”. Bewegt man sich aber im Dunklen durch eine unheimlich wirkende Kirche und meint hier und da unerklärliche Geräusche oder Bewegungen wahrzunehmen, sieht das schon ganz anders aus…

Hier einige Webadressen von Ghost Walks in York, einer der schönsten Städte Englands:
http://www.theoriginalghostwalkofyork.co.uk/
http://www.ghosthunt.co.uk/
http://www.ghosttrail.co.uk/
http://www.insideyorks.co.uk/ghostdetective/

Siehe auch meinen Kurzeintrag über den York Dungeon. Wem es bei den Ghost Walks nicht gruselig genug ist, hier geht es richtig zur Sache!

Published in: on 31. Juli 2010 at 08:13  Kommentare (1)  
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Meine Lieblings-Pubs – The Llandoger Trow in Bristol

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Ein historischer Pub und eines der schönsten Häuser Bristols ist  The Llandoger Trow in der King Street, nicht weit von den Docks entfernt. Im Jahre 1664 wurde das Haus erbaut und es spielte in der englischen Literatur eine Rolle.
Daniel Defoe soll hier den schottischen Seemann Alexander Selkirk getroffen haben, der ihn zu einer der berühmtesten Figuren der englischen Literaturgeschichte inspirierte: Robinson Crusoe.
Weiterhin soll der alte Inn für Robert Louis Stevenson das Vorbild für den Admiral Benbow Inn gewesen sein,in dem Jim Hawkins, wohnte, der Erzähler der “Schatzinsel“.

Ich habe den Llandoger Trow an einem eiskalten Februartag besucht und es war dort sehr gemütlich: Offene Kamine, Eichenbalken, Holzfußböden, also alles, was man sich von einem alten Pub erhofft. Meine Empfehlung!

Im Pub soll es auch einen Hausgeist geben und zwar einen humpelnden, der ein Bein nachzieht, und die Überwachungskameras haben auch einmal zwei Gestalten im Bild festgehalten, die verschwunden waren, als das Personal nachsehen kam.
Living TV’s “Most Haunted” drehte im Mai 2007 im Llandoger Trow.

Richard Felix – Ghost Hunter

Wer schon einmal die Sendung “Most Haunted” des Senders LivingTV, auf die ich in meinem Blog schon mehrere Male eingegangen bin, gesehen hat, kennt auch Richard Felix, der die Rolle des Historikers eingenommen hatte. Mit großer Begeisterung ging er auf die jeweiligen Fälle von Geistererscheinungen ein, die er alle genau historisch untersuchte. Seit 2006 gehört er nicht mehr dem Team an.

Richard Felix stammt aus Derbyshire und er lebt mit seiner Familie noch immer in Derby, wo er vor einiger Zeit das berühmt-berüchtigte Derby Gaol gekauft hat, vielleicht der Ort mit den meisten Spukerscheinungen in der Stadt. Natürlich hat das Team von “Most Hauted” dort auch gedreht.

Wer in Richard Felix’ Derby Gaol einmal eine ganze Nacht verbringen möchte, kann dies auch tun. Gruppen von 15 bis 30 Personen können ein Arrangement buchen, das auch ein Abendessen enthält. Stag und Hen Parties sind auch möglich, obwohl das wohl eher auf ein großes Besäufnis hinauslaufen wird.

Richard Felix ist sehr rührig in Sachen “Ghosts”. Er veranstaltet in Derby Ghost Walks (nein, das ist nicht das Privileg der Stadt York!) und er hat eine Reihe von DVDs produziert, die er unter dem Titel “ Ghost Tour of Great Britainverkauft. Ich selbst besitze die Folge “Yorkshire Ghosts”.

Ich finde Richard Felix sympathisch und seine Begeisterung für alles Paranormale steckt an.

Published in: on 5. Mai 2010 at 18:39  Hinterlasse einen Kommentar  
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Pendle Hill (Lancashire) – Der Berg der Hexen

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Der berühmt-berüchtigte Pendle Hill liegt im Nordosten der Grafschaft Lancashire, nicht weit von den Städten Burnley und Clitheroe entfernt.
Hier sollen Anfang des 17. Jahrhunderts 12 Hexen gelebt haben, die 10 Menschen durch Zauberei getötet haben sollen. Ihnen wurde in Lancaster der Prozess gemacht, der als “Pendle Witch Trials” in die Geschichte eingegangen ist.

Auch heute noch gilt der Pendle Hill als ein Ort, wo merkwürdige Dinge passieren. Im Jahr 2004 war dort die Crew der Fernsehserie “Most Haunted” und sie hatten hier die schlimmsten Erlebnisse überhaupt. Zu Halloween besuchten sie die Lower Well Head Farm, die Bull Hole Farm und die Tynedale Farm und was sie dort erlebten, war selbst für die hartgesottene Fernsehcrew zuviel.  In Derek Acorah, das Medium der Sendung, fuhr der Geist der Elizabeth Southworth, eine der Pendle Witches, und Stuart Torvelle, der Beleuchter, bekam Atemprobleme und musste aus dem Farmhaus geschafft werden. Die Sendung wurde live von LivingTV übertragen und von Millionen von britischen Fernsehzuschauern verfolgt.

Hier ein Ausschnitt aus “Most Haunted Live” – Pendle Hill.

Published in: on 4. April 2010 at 08:48  Kommentare (3)  
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Haunted Wallington Hall bei Cambo (Northumberland)

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Nordwestlich von Newcastle upon Tyne nahe der A 696 bei dem Dörfchen Cambo liegt Wallington Hall, das heute dem National Trust gehört.
1688 begann der Bau des Hauses durch Sir William Blackett. 1777 gelangte Wallington Hall in den Besitz der Familie Trevelyan. Sir Walter Trevelyan war ein merkwürdiger Kauz von dem man sagte, dass er nie lachte. Der viktorianische Schriftsteller Augustus Hare war dort zu Gast und er beschrieb seinen Gastgeber als ein “sonderbares Wesen mit langem Haar, einem Schnauzbart und merkwürdiger, ungepflegter Kleidung”.

Augustus Hare fühlte sich auf Wallington Hall nicht sehr wohl: “Es gibt endlose Suiten hoher Räume. Im hinteren Teil liegt das Gespensterzimmer, und noch immer spukt es in Wallington. Schreckliche Geräusche sind in der Nacht zu hören, Schritte eilen in den Fluren auf und ab, Flügel flattern und schlagen ans Fenster, körperlose Menschen packen die ganze Nacht über Sachen aus und räumen sie fort, und den Einschlafenden streift der Hauch unsichtbarer Wesen”.

Im Park von Wallington Hall liegen vier unheimliche steinerne Greifenköpfe, die 1928 von Sir Charles Philip Trevelyan von London nach Northumberland gebracht wurden.

Wer sich für die Geschichte von Wallington Hall näher interessiert, findet hier weitere Informationen.

Wallington Hall ist vom 1. März bis zum 31.Oktober an unterschiedlichen Wochentagen geöffnet.

Published in: on 26. März 2010 at 19:06  Hinterlasse einen Kommentar  
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Minster Lovell Hall bei Witney (Oxfordshire)

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Da meine Frau ja eine glühende Anhängerin von Richard III  und seit vielen Jahren Mitglied der Richard III Society ist, mussten wir natürlich auch einmal die Ruinen von Minster Lovell Hall in der Nähe von Witney in Oxfordshire aufsuchen.
1435 wurde das Haus erbaut und war der Wohnsitz der Lovell-Familie. Francis Lovell kämpfte an der Seite von Richard III in der Schlacht von Bosworth, in der der König starb. Lovell floh nach dem Ende der Schlacht und über sein weiteres Schicksal ist wenig bekannt. Er wurde des Hochverrats angeklagt und Minster Lovell Hall fiel an die Krone. In der Mitte des 18. Jahrhunderts ließ der damalige Besitzer Thomas Coke, der Earl of Leicester, das Haus niederreißen und seitdem steht es als romantische Ruine am Rande der Cotswolds.

Eine Legende rankt sich um Minster Lovell Hall, die sich im 16. Jahrhundert abgespielt haben soll. Bei einer Hochzeitfeier spielten Braut,  Bräutigam und Gäste, wie es damals üblich war, “hide and seek“, also Verstecken. Die Braut versteckte sich und wurde nie wieder gefunden. Nach vielen Jahren entdeckten die neuen Besitzer des Hauses zufällig in einer großen Kiste, die als Vorratsbox für Gemüse benutzt wurde, das Skelett der Braut. Sie hatte sich offensichtlich in der Kiste verstecken wollen, wobei ihr der schwere Deckel auf den Kopf gefallen war, sie ohnmächtig wurde und schließlich erstickte. Ist es ein Wunder, dass es in der Minster Lovell Hall spukt und die Mistletoe Bride in ihrem Brautgewand verschiedentlich gesichtet wurde?
Auch Francis Lovell soll in den Ruinen umgehen. Man sagt, dass er sich in einem Geheimzimmer versteckt hielt und von einem treuen Diener mit Essen und Trinken versorgt wurde. Als der Diener starb, versiegte die Nahrungszulieferung und auch Francis Lovell ging  jämmerlich zugrunde.

Wer einen Nerv für diese Geschichten und romantische Ruinen hat, der wird in Minster Lovell Hall mit Sicherheit auf seine Kosten kommen.

Sehen Sie hier einen Film über die Ruinen der Hall.

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