Richard III und seine treuen Anhänger im 21. Jahrhundert

Reproduction of a painting that is in the public domain because of its age

Wäre vor mehr als 500 Jahren ein reitender Bote zu Richard III gekommen und hätte  ihm prophezeit, dass 500 Jahre später noch immer tapfere Kämpfer seine Ehre verteidigen würden, so hätte ihn der König wahrscheinlich für verrückt erklären und ihn hinrichten lassen. Nur: Der reitende Bote hätte Recht gehabt!
Es gibt noch immer ein Häuflein Menschen in der ganzen Welt (einige Tauende), die verbissen darum kämpfen, dass Richard III in der Öffentlichkeit nicht als grausamer Tyrann dargestellt wird. Zusammengeschlossen haben sich diese Ricardianer in der „Richard III Society“ mit Sitz in London und vielen „branches“ u.a. in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland.

Auch in Deutschland gibt es einige wenige Menschen, die sich in einer Zweigstelle der britischen Society zusammengefunden haben.
Ich weiß das alles, weil ich mit einer Ricardianerin verheiratet bin, die alles über den Tyrannen, pardon König, weiß, und Mitglied in der britischen Gesellschaft ist. Meterweise Bücher über ihn blockieren unsere Regale und wehe irgendwann fällt das Wort „Heinrich VII“ (der Widersacher Richards) in positivem Sinne, dann kann das zu hitzigen Wortgefechten führen. Selbstverständlich ziert auch das Wappen der Richard III Society (ein weißer Eber) das Auto meiner Frau. Wir sind eben beide etwas englandverrückt.

Published in: on 25. Oktober 2009 at 19:49  Comments (9)  
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9 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. […] III., der somit der letzte englische König ist, der in einer Schlacht fiel. Wie ich schon in einem früheren Blogeintrag schrieb, ist meine Frau Mitglied der englischen Richard III Society und so war ein Besuch des […]

  2. Hi, auch ich bin mehr von Richard III. angetan als von diesem Thronräuber Tudor. Leider hat Shakespeare ihn ( wohl aus Angst vor den regierenden Tudors) für die Nachwelt sehr schlimm dargestellt.
    Ich bin seit ca. 30 Jahren immer wieder in England, Schottland, Wales und Irland mit dem LKW und jede Fahrt dorthin ist wie ein kleiner Urlaub. Heute erst habe ich ihre Seite entdeckt und jetzt kann ich mich nicht mehr trennen, vielen Dank dafür.
    Ich wünsche ihnen und ihrer Frau immer wieder schöne Tage auf den Inseln, vergessen Sie nicht Schottland, Wales und die schöne grüne Insel Irland auch mal zu besuchen, Insgesamt könnte man sein ganzes Leben dort verbringen und hätte noch nicht alles gesehen.

    bye

    K.B.

    • Vielen Dank für Ihren freundlichen Kommentar!! Ich kann Ihre Meinung zu Großbritannien nur teilen und wünsche auch Ihnen viele weitere angenehme Fahrten auf der Insel.
      Viele Grüße
      Ingo

  3. […] mit Richard III in Verbindung bleiben möchte, kann dies auch über Twitter tun. Siehe auch mein Blogeintrag über die Richard III […]

  4. Nun, man kann über Richard III. geteilter Meinung sein, einig sind wir uns sicher, dass England nicht nur 1 Reise wert ist und die britische Geschichte und die Briten faszinierend sind. Mich jedenfalls zieht es immer wieder hin und dabei habe ich das seltsame Gefühl, heim zu kommen. Deshalb vielen Dank für diese wundervolle Webseite, die ich immer wieder gern besuche und darin schmökere.

    Viele Grüße
    KaSwy

    • Vielen Dank für den netten Kommentar!!
      Ingo

    • Ich kann Sie alle so gut verstehen. England war für mich immer wie heimkommen. Vor 10 Jahren haben wir uns ein altes Cottage an der Südküste gekauft, dort geheiratet und immer kommt mir alles selbstverständlich und bekannt vor. Was Richard angeht , kann ich nur sagen: Im 14 . Jh. bin ich ein eingefleischter Lancastrianer, was ich John of Gaunt und seinen- in meinen Augen -herausragenden politischen Fähigkeiten verdanke. Im 15. Jh war ich von Anfang an ein Anhänger des jungen Duke of Gloucester. Seine Leistungen, gerade als junger Mann in Wales und im Norden sind unglaublich gewesen und seine Loyalität seinem Bruder gegenüber auch (Über Clarence brauchen wir glaube ich nicht sprechen). Er ist sicher kein Heiliger gewesen, aber ein verlässlicher Partner für Edward. Also vergesst die Prinzen …..Ich bin gespannt, was in Lincoln herauskommt aber das Beste ist einfach die Tatsache, dass Richard endlich wieder ein Thema wird und sich hoffentlich schon dadurch die Geschichtsschreibung relativiert. Loyaulte me lie. kind regards to everybody, Xenia

  5. […] in der Anfangszeit meines Blogs schrieb ich einmal über die britische Richard III Society und ihre zahlreichen Mitglieder in der […]

  6. […] zum Thema auch meinen Blogeintrag über die Richard III […]


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