Waddesdon Manor (Buckinghamshire) – Ein ehemaliger Rothschild-Besitz

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Nicht weit von Aylesbury entfernt liegt das Anwesen Waddesdon Manor, das heute dem National Trust gehört, lange Zeit aber im Besitz der Rotschild-Familie war. Erbaut wurde das Manor House 1874-1889 von dem französischen Architekten Gabriel-Hippolyte Destailleur im Auftrag von Baron Ferdinand de Rothschild und zwar im Stil eines französischen Châteaus.

Gleich nach dem Bezug des Gebäudes wurden die umfangreichen Kunstsammlungen des Barons dort untergebracht. Die Gartenanlage wurden auch von einem französischen Landschaftsarchitekten angelegt.

Am 10. Juni 2003 wurde Waddesdon Manor Ziel eines Einbruchs der berüchtigten Johnson Gang, die hundert wertvolle Gegenstände raubten. Die Einbrecherbande war auf Landhäuser spezialisiert; sie wurde gefasst und alle Mitglieder zu längjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Beute blieb bis heute zum größten Teil verschwunden.

Natürlich diente das Manor House auch mehrfach als Filmkulisse u.a. für den erfolgreichen Film  The Queen“ mit Helen Mirren in der Hauptrolle.

Ich habe Waddesdon Manor als eines der schönsten Country Houses in Erinnerung und ich habe Dutzende gesehen.

Hohe Gärtnerkunst im Wadesdon Manor. Eigenes Foto.

Hohe Gärtnerkunst im Wadesdon Manor.
Eigenes Foto.

Published in: on 29. November 2009 at 16:47  Comments (2)  
Tags:

Stand-up Comedians Teil 6: Ricky Gervais

 

Ricky Gervais, 1961 in Reading geboren, hatte seinen großen Durchbruch mit der BBC-Comedyserie „The Office„, die in den Jahren 2001-2003 ausgestrahlt wurde und die Gervais gemeinsam mit Stephen Merchant schrieb.

Vorher war Gervais einen Zeit lang Radiomoderator beim Londoner Sender XFM. Im Fernsehen trat er erstmals 1998 in der Sendung „Comedy Lab“ auf.

Nach dem „Office“-Erfolg schrieb das Duo Gervais/Merchant eine weitere Serie für das Fernsehen, die den Titel „Extras“ trug und von 2005-2007 von der BBC ausgestrahlt wurde (in Deutschland war die Serie beim Sender „Comedy Central“ zu sehen).

Ricky Gervais tritt aber auch als Stand-up Comedian auf. Im Jahr 2003 war er mit seiner Show „Animals“ auf Tournee durch Großbritannien, dann folgte die „Politics„-Tour und danach war er mit „Fame“ unterwegs.

Ausgezeichnet wurde der Comedian mit zahlreichen Preisen, u.a. dem Emmy Award und dem Golden Globe. Über Ricky Gervais gibt es noch sehr viel mehr zu berichten, dafür reicht hier leider der Platz nicht aus. Zu empfehlen ist seine Homepage.

Sehen Sie hier einen Ausschnitt aus einer seiner Shows.

Published in: on 29. November 2009 at 10:30  Comments (3)  
Tags:

Die „Miss Great Britain Party“ – Eine Alternative zu den etablierten Parteien?

Make Westminster sexy not sleazy“ war der Wahlspruch der „Miss Great Britain Party„, die im vergangenen Jahr gegründet wurde, aber jetzt offensichtlich nicht mehr im Rennen ist. Kandidatinnen waren mehrheitlich Teilnehmerinnen der britischen Schönheitswettbewerbe.

Unter dem Motto „Wandel durch Schönheit“ wollten die hübschen Damen Bewegung in die ihrer Meinung nach langweilige, von Männern in grauen Anzügen beherrschte politische Szene bringen.

Einige ihrer Ziele waren:
-Mütter mit Kindern, die ihre Arbeit aufgeben, sollen finanziell besser gestellt werden.
– Ein nationaler Bank Holiday, an dem der Bevölkerung die Gelegenheit gegeben werden soll, gut auszusehen.
– Bessere Besoldung der britischen Soldaten.

Leider war der Erfolg der MGB-Party bei den Wahlen an denen sie teilgenommen hat, sehr überschaubar: Sie hat die 1%-Marke nie überschritten.
Eigentlich schade…

Published in: on 28. November 2009 at 09:48  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Heart 102.4 – Der Radiosender für Norfolk und Nord-Suffolk

Interessieren Sie sich für East Anglia, sprich Norfolk und Suffolk? Dann hören Sie doch einfach mal statt NDR oder FFN den Radiosender Heart 102.4, der live im Internet rund um die Uhr zu hören ist. Früher hieß der Sender Radio Broadland, bevor er umbenannt wurde.

Die beliebte Breakfast Show findet jeden Morgen von 6 – 10 Uhr statt und wird von Rob und Chrissie moderiert.

Chris Marston moderiert schon seit Jahren die Sendung „Drivetime„, die von 14 – 19 Uhr ausgestrahlt wird (die Zeiten sind natürlich Ortszeiten!).

Happy listening!!

Published in: on 26. November 2009 at 09:17  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Ghost story von M.R. James „Whistle and I’ll Come to You“

Montague Rhodes James wurde 1862 in der Nähe von Dover geboren und starb 1936 in Eton. Bekannt ist er bis heute als Verfasser von klassischen Gespenstergeschichten. Dabei wird das Böse eher angedeutet und der Vorstellung des Lesers überlassen, wogegen die Charaktere und der Schauplatz detailliert beschrieben werden. Seine Geschichten wurden oft am Weihnachtsabend vorgelesen.

Whistle and I’ll Come to You“ ist eine von diesen Geschichten, die mich immer am meisten beeindruckt haben. Sie spielt in der trüben Jahreszeit an der englischen Ostküste.

Leider sind zur Zeit James‘ Geschichten in deutscher Übersetzung nicht mehr im Buchhandel lieferbar, sondern nur noch antiquarisch zu bekommen.

1968 verfilmte die BBC die Geschichte in der Reihe Ghost Story For Christmas mit Sir Michael Hordern (1911-1995) in der Hauptrolle.

Hier wird die Geschichte vorgelesen.

Published in: on 26. November 2009 at 08:31  Comments (1)  
Tags:

The Evesham Hotel – Das kurioseste Hotel Englands

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Ich war mehre Male im Evesham Hotel, das im gleichnamigen Ort in der Grafschaft Worcestershire am Nordwestrand der Cotswolds liegt.
Es ist ein außergewöhnliches, witziges und angenehmes Haus.
Es gehört zu den 50 familienfreundlichsten Hotels der Welt und wurde mehrfach von britischen Zeitungen zu den besten Hotels Englands gewählt, obwohl es nur 3 Sterne hat.

Warum? Nun, es verfügt über so viele Kuriositäten, die man anderswo nicht findet. Hier einige Beispiele:
– Das Evesham Hotel wurde mehrfach mit dem „Loo of the Year Award“ ausgezeichnet (siehe mein Eintrag vom 07.11.)
– Die Zimmer sind sehr liebevoll eingerichtet mit Teddybären, Gummienten im Badezimmer, teils mit Spielhöhlen für Kinder.
– Alle Zimmerschlüssel haben Teddybären-Anhänger.
– Das Schwimmbad wird von einem lebensgroßen Gorilla bewacht.

Die Lounge des Evesham Hotels

Unüberbietbar ist die Weinkarte, die Sie in der Lounge vor dem Betreten des Restaurants ausgehändigt bekommen.
Weinkarte? Nein, Sie bekommen 5 große dicke Fotoalben, in denen Sie eigentlich stundenlang blättern müssten, um alle Feinheiten und alle witzigen Einträge genießen zu können. Außer deutschen und französischen Weinen bekommt man hier Weine aus (fast) allen Ländern der Welt. Ich trank einmal einen kanadischen und einen irischen Wein hier, dann wieder einmal einen Chardonnay aus dem US-Bundesstaat Colorado. Sie möchten einmal einen brasilianischen oder hawaiianischen Wein trinken? Im Evesham Hotel bekommen Sie ihn.

Großbritanniens umfangreichste Digestif-Karte bekommen Sie hier auch, mit typischem Understatement „Just a Few Drinks…“ betitelt.
Hier einige Beispiele dafür, welche exotischen Dinge man auf der Karte findet:
– Florida Port – Ein Portwein aus Florida (For experimental interest only!)
– Brennivin – Ein isländischer Aquavit
– Vampire Vodka – Roter (!) Wodka aus Transsylvanien
– Cleopatra’s Curse – Ägyptischer Brandy
– Xtabenton – Anis- und Honiglikör aus dem mexikanischen Yukatan
usw usw.

John Jenkison ist der Landlord des Hotels und er ist genauso witzig wie seine Wein- und Digestivkarten. Selbstredend, dass auch die Speisekarten humorvoll gestaltet sind.

Wenn Sie jemals in die Gegend von Evesham kommen sollten, gönnen Sie sich das Vergnügen und übernachten Sie hier oder kommen Sie wenigstens zum Lunch oder zum Dinner. Sie werden es nicht bereuen! (Nein, ich werde für diese Werbung nicht vom Evesham Hotel bezahlt :-))

Nachtrag: Leider wurde das Hotel Anfang 2016 von John Jenkinson verkauft!

Unser Zimmer im Evesham Hotel. Eigenes Foto.

Published in: on 25. November 2009 at 10:02  Comments (5)  
Tags:

Cockermouth (Cumbria) wird von einer schweren Flutkatastrophe getroffen

Cockermouth Market Place.    © Copyright Kenneth  Allen and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Cockermouth Market Place.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Kenneth Allen and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Ich glaube nicht, dass der Name der kleinen Marktstadt Cockermouth in Cumbria schon jemals in deutschen Nachrichtensendungen genannt worden ist, bis auf letzte Woche, als der Ort von einer verheerenden Flutkatastrophe heimgesucht wurde.

Die 7800 Einwohner große Stadt am äußersten Rand des Lake Districts im Nordwesten Englands liegt an den beiden Flüssen Cocker und Derwent, die normalerweise friedlich und unspektakulär vor sich hin fließen. Auf Grund der extrem starken Regenfälle in der letzten Woche schwollen sie so sehr an, dass große Teile von Cockermouth überflutet wurden und die Lorton Bridge einstürzte.

Was ist sonst noch über Cockermouth zu berichten?
-Der Ort bietet ein mittelalterliches Stadtbild; der Markt stammt  aus dem frühen 13. Jahrhundert.
-Angeblich soll hier im Jahr 1881 erstmals in Großbritannien elektrisches Licht eingerichtet worden sein.
-Das Cockermouth Castle, eine normannische, teils in Ruinen liegende Burg, spielte in den Rosenkriegen eine Rolle.
-Der Dichter William Wordworth (1770-1850)  und seine Schwester Dorothy (1771-1855), ebenfalls Dichterin und  Schriftstellerin, wurden hier geboren.
-Einer der größten Arbeitgeber der Stadt ist die Jennings-Brauerei.

Sehen Sie hier einige Bilder von der Flutkatastrophe.

Bis zu diesem Marker standen die Wassermassen.    © Copyright Kenneth  Allen and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Bis zu diesem Marker standen die Wassermassen.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Kenneth Allen and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 25. November 2009 at 09:21  Comments (4)  
Tags:

World Snail Racing Championships in Congham (Norfolk)

Jedes Jahr im Juli werden in Congham in der Nähe von King’s Lynn, Norfolk, die Weltmeisterschaften im Schnecken-Wettrennen ausgetragen und das schon seit den 1960er Jahren.

Die Rennstrecke beträgt 33 cm und der Weltrekord steht seit 1995 bei exakt 2 Minuten. Vor dem Start werden die Rennschnecken mit Nummern versehen und der Startruf heißt „Ready…Steady…Slow„. In diesem Jahr gewann die Schnecke Terri mit der Startnummer 115 die Weltmeisterschaft gegen 186 „Mitrenner“.

Hier ist ein kleiner Film über das Rennen. In welcher Sprache der Kommentar ist, bleibt mir leider verschlossen (japanisch?):

Published in: on 23. November 2009 at 16:17  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Stand-up Comedians Teil 5: Frankie Boyle

Neben Comedian Jo Brands Buch „Look back in hunger“ (siehe auch mein Blogeintrag vom 15.11.) steht auch die Autobiografie eines weiteren Comedians auf der aktuellen englischen Bestsellerliste: „My Shit Life so Far“ (Verlag HarperCollins) von Frankie Boyle.

Boyle wurde 1972 in Glasgow geboren. Im Alter von 23 Jahren entdeckte er seine Begabung für Stand-up Comedy und brach sein Universitätsstudium ab. Seitdem trat er in vielen BBC-Sendungen auf wie „Have I Got News for You?“ oder „8 out of 10 Cats“. Bekannt wurde er vor allem durch sein Mitwirken bei der Game Show „Mock the Week„, die von Dara O’Briain geleitet wird. Kürzlich kündigte er an, dass er die Show verlassen will und äußerte Kritik an der BBC.

Nachdem Frankie Boyle 2007/08 durch Großbritannien tourte, will er noch einmal im kommenden Jahr von März bis Oktober mit einer neuen Show durch die Lande ziehen und dann soll Schluß sein mit Stand-up Comedy.

Boyle hat vor allem durch seinen schwarzen Humor von sich reden gemacht und eckte dadurch auch manchmal bei seinem Fernsehsender an.

Sehen Sie sich hier einmal ein Beispiel für seine Art des Humors an. In seinen schottischen Dialekt muss man sich allerdings erst einmal einhören.

Published in: on 22. November 2009 at 09:36  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Top Gear – Englands beliebtestes TV-Automagazin

Schon seit 1977 läuft bei der BBC das Automagzin „Top Gear“ und es ist aus der englischen Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. Gestartet als ganz normales Magazin mit Autotest und Informationen rund um das Auto, hat es sich unter der Moderation von Jeremy Clarkson, der auch für die Sunday Times schreibt, in eine Unterhaltungsshow entwickelt, in der auch ziemlich verrückte Dinge passieren. So wurden z.B. Rennen zwischen einem Auto und einem Zug oder zwischen einem Auto und einem Verkehrsflugzeug abgehalten.

Die mysteriöse Figur des „The Stig“ taucht in der Sendung immer wieder auf; das ist ein Rennfahrer, der in seiner Montur und seinem verspiegelten Helm nicht zu erkennen ist.

Neben Jermy Clarkson gibt es noch weitere Moderatoren: James May und Richard Hammond. Letzterer verunglückte 2006 bei Dreharbeiten zu einer Sendung schwer, erholte sich aber schnell und stand im nächsten Jahr wieder vor der Kamera.

Gedreht werden die Sendungen zur Zeit auf dem Dunsfold Park Aerodrome in Surrey, südlich von Guildford.

In Deutschland kann man Top Gear auf dem Sender BBC World sehen.

Wie populär Top Gear ist, kann man auch daran sehen, dass zur Zeit 3 Bücher auf den englischen Bestsellerlisten stehen, die mit der Sendung zu tun haben:

Jeremy Clarkson: Driven to distraction (Verlag Michael Joseph)
The Big Book of Top Gear 2010 (BBC Books)
Where’s Stig? (BBC Books)

Sehen Sie hier eine typische Episode aus Top Gear, in der Jeremy Clarkson einen Supersportwagen testet.

Published in: on 20. November 2009 at 19:58  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Warminster (Wiltshire) – Englands UFO-Zentrum

Warminster ist eine Stadt im westlichen Wiltshire, geprägt von den vielen militärischen Einrichtungen in der Umgebung. Es ist aber auch der Ort in England mit den meisten UFO-Sichtungen. Ich las kürzlich Arthur Shuttlewoods Buch The Warminster Mystery, in dem sich der Autor, Journalist beim Warminster Journal, mit den Phänomenen auseinandersetzt.

Das ganze begann in den frühen 1960er Jahren, erreichte um 1965 seinen Höhepunkt und setzte sich auch in den nächsten Jahrzehnten fort. Besonders auf dem Cradle Hill sollen viele UFOs gesichtet worden sein und dort treffen sich nachts auch immer wieder die Skywatcher, in der Hoffnung Flugkörper aus anderen Welten zu sehen. Auch Robbie Williams soll in der letzten Zeit häufig auf dem Cradle Hill zu sehen gewesen sein. Er und seine Freundin interessieren sich sehr für das Thema UFOs.

Die militärische Präsenz auf der Salisbury Plain mag vielleicht Ursache mancher merkwürdiger Sichtungen sein, da dort neue Waffen getestet werden.

Hier gibt es weitere Informationen:
http://www.ufo-warminster.co.uk/
http://www.ufoencounters.co.uk/Warminster.html

Published in: on 19. November 2009 at 16:28  Schreibe einen Kommentar  
Tags: ,

Meine Lieblings-Pubs – The Crabmill in Preston Bagot (Warwickshire)

 

   © Copyright Stephen McKay and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Stephen McKay and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Diesen Pub aus der gehobenen Kategorie der Gastro-Pubs habe ich in besonders angenehmer Erinnerung. Er liegt an der A 4189 westlich von Warwick und ist in einem Gebäude aus dem 15. Jahrhundert untergebracht. Die Birmingham Post beschreibt ihn folgendermaßen:  „The interior is wonderful, eye-catchingly trendy and appealing… this is a menu worth a detour – it’s an absolute delight, containing genuine surprises“. Ich kann da nur voll zustimmen.

Im Winter herrscht durch die offenen Feuer eine angenehme Atmosphäre, im Sommer kann man im Garten sitzen und einen der vielen Weine, die im Keller des Edel-Pubs ruhen, genießen.

The Crabmill gehört zur Gruppe der 6  „Lovely Pubs“ von denen ich „The Boot“ im nahen Lapworth auch sehr empfehlen kann.

 

Published in: on 17. November 2009 at 20:45  Comments (4)  
Tags:

Angel of the North

© Copyright Graham Hogg and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

 Der „Engel des Nordens“ ist eine 20 m hohe Stahlfigur mit einer Spannweite von 54 m und 20 m Höhe und damit die größte Skulptur in ganz England. Sie steht seit 1998 als weithin sichtbare Landmarke an der A1 im Nordosten Englands bei der Stadt Gateshead in der Grafschaft Tyne and Wear.

Erschaffen hat die Statue Antony Gormley; die Kosten betrugen £1 Million, die zum größten Teil von der National Lottery getragen worden.

Der „Angel of the North“ ist mittlerweile zu einem Wahrzeichen für den Nordosten Englands geworden.

Im Internet gibt es einen Angel Shop in dem man T-Shirts, Kaffeetassen und Babylätzchen mit dem Aufdruck des Engels kaufen kann.

Machen Sie sich selbst ein Bild über die Ausmaße der Figur in diesem Film:

Published in: on 16. November 2009 at 20:12  Comments (4)  
Tags: ,

Stand-up Comedians Teil 4: Jo Brand

Die Stand-up Comedy ist ja überwiegend eine  männliche Domäne, doch es gibt auch einige Frauen, die sich darin tummeln, z.B. Jo Brand, die sich selbst als „The Sea Monster“ bezeichnet.

Josephine Grace Brand wurde 1957 in Hastings, East Sussex, geboren und arbeitete bis in die 1980er Jahre als Krankenschwester in Londoner psychiatrischen Kliniken, bis man sie dazu überredete, es einmal als Stand-up Comedian zu versuchen.

Gesagt, getan. Jo Brand trat in unzähligen Fernsehsendungen auf und hatte auch ihre eigenen Shows. Zuletzt war sie in der dreiteiligen satirischen Sitcom „Getting on“ (Sehen Sie hier einige Szenen) zu sehen, die in einem Krankenhaus des National Health Service spielte und von der Kritik hoch gelobt wurde.

Jo Brand gehört sicher nicht zu den schlanksten Britinnen. Sie hat damit aber kein Problem, denn sie macht sich in ihren Bühnenshows oft selbst über ihr äußeres Erscheinungsbild  lustig.

Zur Zeit steht ihr Buch „Look back in hunger“ (Verlag Headline) auf der englischen Bestsellerliste.
Am besten, Sie sehen sich hier einmal einen ihrer Auftritte an:

Published in: on 15. November 2009 at 09:41  Comments (1)  
Tags:

Monster Raving Loony Party – Englands verrückteste Partei

1983 wurde diese kuriose Partei von Screaming Lord Sutch ins Leben gerufen, einem Rocksänger, der durch das Lied „Jack the Ripper“ in den 60er Jahren in den britischen Charts stand.  Doch der falsche Lord wollte mehr. Er ging in die Politik und gründete die Monster Raving Loony Party mit der er an den Unterhauswahlen teilnahm. Allzu viele Stimmen erhielt seine Partei nicht, störte aber doch die etablierten Parteien, weil er ihnen Stimmen wegnahm. David Edward Sutch, so sein richtiger Name, nahm sich am 16. Juni 1999 das Leben; die Partei existiert aber bis zum heutigen Tag.

  • Einige der Ziele der MRLP:
    Das Parlament soll nicht nur in London zusammentreten, sondern auch in anderen Städten Englands.
    Verkehrspolizisten, die zu dumm für ihren Job sind, sollen als Pfarrer umgeschult werden.
    Der EURO soll auf keinen Fall in England eingeführt werden, dafür sollte man die Europäer davon überzeugen, das Britische Pfund zu übernehmen.
    Die Einführung eines 99-Pence-Stücks, damit nicht immer auf ein Pfund herausgegeben werden muss.

Also alles hehre Ziele!

Alles weitere erfahren Sie auf der Homepage der Partei.

Published in: on 14. November 2009 at 15:56  Comments (1)  
Tags: ,

Sudeley Castle bei Winchcombe in Gloucestershire

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Dieses herrlich gelegene Schloss in den Cotswolds besuchte ich zuletzt an einem warmen Sommertag und an den Spaziergang durch den wunderschönen Park erinnere ich mich immer wieder gern.

Sudeley Castle wurde 1m 10. Jahrhundert erbaut, aber der heute noch bewohnte Teil stammt aus der elisabethanischen Zeit. Im Park steht die kleine Kapelle St. Mary’s Sudeley, in der Katherine Parr beerdigt wurde, eine der Frauen Heinrichs VIII.

Die heutigen Eigentümer sind Lady Ashcombe und ihre beiden Kinder.
Sudeley Castle ist sehr beliebt für Hochzeiten, die dort arrangiert werden können, auch Firmenmeetings, Konferenzen, private Dinnerpartys oder Murder Mysteries können dort gebucht werden.

1995 wurde der Film „Heavy Weather“ (mit Peter O’Toole und Richard Briers in den Hauptrollen) im Sudeley Castle gedreht. 1933 schrieb P.G. Wodehouse den gleichnamigen Roman und das fiktive Blandings Castle, wo dieser Roman und noch mehrere weitere spielen, soll nach dem Vorbild Sudeley Castles entstanden sein.

Hier
können Sie einen kleinen filmischen Rundgang durch Schloss und Park machen.

Sudeley Castle Gardens.    © Copyright Sarah Charlesworth and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Sudeley Castle Gardens.
Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Sarah Charlesworth and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 14. November 2009 at 11:35  Comments (4)  
Tags:

Christopher – Der schönste Teddybär der Welt

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Guten Tag!
Meine Name ist Christopher und ich wurde in Pontypool in Wales geboren und habe noch 249 Brüder und Schwestern. Mehr gibt es von unserer Familie nicht und deshalb sind wir alle so kostbar. Ich trage die Nummer 47 und mein Geburtsdatum liegt irgendwann im Oktober 1992 (genaueres weiß ich nicht mehr).

Von Pontypool schickte man mich ganz allein in das Teddybär-Museum in Broadway in den Cotswolds. Dort verbrachte ich eine ziemlich lange Zeit in der Verkaufsabteilung, bis eines Tages ein Ehepaar aus Deutschland kam, das mich in einer Ecke des Ladens entdeckte, sich sofort in mich verliebte und mich auch gleich mitnahm. Jetzt ist mein Zuhause in  Deutschland und ich fühle mich hier sehr wohl.

Wo meine anderen Brüder und Schwestern geblieben sind, weiß ich nicht. Nur einmal sahen meine neuen Eltern einen Bruder von mir in London in der Regent Street im größten Spielwarenkaufhaus der Welt. Der saß dort in einem Glaskasten (sicher weil er auch so kostbar war wie ich und die Ladeninhaber ihn vor Dieben schützen wollten).

Das Teddybär-Museum in Broadway in Worcestershire ist leider geschlossen worden. Ich war noch einmal dort mit meinen neuen Eltern zu Besuch, aber die Leute dort interessierten sich nicht mehr für mich 😦

Es gab noch ein Teddybär-Museum in Stratford-on-Avon, das meine Eltern auch einmal besuchten, doch auch das ist inzwischen geschlossen. Ein Teil der Bären wurde nach Wimbledon, einem Vorort von London, geschickt. Die wohnen jetzt im Polka Theatre. Die anderen wurden auf einer Auktion versteigert. Hoffentlich haben die es auch so gut getroffen wie ich.

Glücklicherweise gibt es aber doch noch ein Teddybär-Museum, das nicht geschlossen hat: The Dorset Teddybear Museum in Dorchester. Die haben dort Bären, die viel größer sind als ich.

So, das war meine Autobiografie und ich hoffe, sie hat Ihnen gefallen. Tschüß!

Published in: on 13. November 2009 at 18:22  Comments (5)  

Aldeburgh in Suffolk – Einer der langweiligsten Orte Englands?

© Copyright Bob Jones and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

In „The Idle Book of Crap Towns: the 50 Worst Places to Live in the UK“ (2003 erschienen) nimmt der knapp 3000 Einwohner große, direkt am Meer in der Grafschaft Suffolk gelegene Ort den Platz 23 ein.
Hier ist absolut nichts los, meinen die Autoren. Niemand hat jemals guten Sex in Aldeburgh gehabt.Viele alte Menschen, deren Sexleben vorbei ist, ziehen hierher und die jungen Menschen des Ortes müssen schon die Ortsgrenze verlassen, damit ihr Sexdrive in Wallung kommt. So steht es jedenfalls in dem Buch.

Diese Dinge konnte und wollte ich bei meinem Besuch in Aldeburgh nicht nachprüfen. Ich habe den Ort an einem trüben Spätnachmittag besucht und  fand die Atmosphäre eigentlich ganz angenehm. Man muss natürlich für die etwas melancholische Stimmung eines englischen Küstchenstädtchens im Herbst etwas übrig haben.

Der Komponist Benjamin Britten lebte eine Zeit lang hier und starb 1976 in Aldeburgh. Er ist auf dem Friedhof der St Peter and St Paul’s Church begraben.

Jedes Jahr im Juni wird in den außerhalb des Ortes gelegenen Snape Maltings das Aldeburgh Festival abgehalten, ein Musikfestival, das 1948 von Benjamin Britten gegründet wurde und das sich überwiegend der klassischen Musik widmet.

Aldeburgh also eine Crap Town? Ich kann dem nicht zustimmen!

Hier ein kurzer Film über Benjamin Britten.

Published in: on 12. November 2009 at 17:50  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

The Springs Hotel bei Wallingford (Oxfordshire)

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Zweimal wohnte ich in „The Springs Hotel„, das zu der Ortschaft North Stokes gehört, aber ziemlich allein neben einem Golfplatz liegt. Wallingford in Oxfordshire ist der nächste größere Ort, nicht weit von Oxford entfernt.

1874 wurde das Haus im viktorianischen Tudorstil erbaut und es ist sehr angenehm dort zu wohnen und im „Lakeside Restaurant“  zu dinieren von wo man einen sehr schönen Blick auf den Park und einen kleinen von Schwänen bewohnten See hat.

Viele fragen sich bestimmt, warum der Außenpool in Gitarrenform angelegt ist. 1973 kaufte Deep Purple-Sänger Ian Gillan das Haus und was lag näher, statt eines langweiligen rechteckigen Pools, einen gitarrenförmigen zu bauen? Gillan investierte in den Kauf des Hauses und in die Renovierung über  £500,000, was ihm finanzielle Probleme bescherte und so verkaufte er es wieder und von nun an ist es zu einem Luxushotel geworden.

Die berühmte Altistin Clara Butt (1872-1936) , die im nahen North Stoke wohnte, soll das Hotel immer noch als Geist heimsuchen und es gibt auch ein Zimmer, das nach der Sängerin benannt wurde. Clara Butt besaß eine gewaltige Stimme und man scherzte seinerzeit, dass ihre Stimme von der englischen Kanalküste bis hinüber zu der französischen Seite zu hören sei.

The Springs Hotel and Golf Club
Wallingford Road
North Stoke, Wallingford, Oxfordshire,  OX10 6BE
Tel. 01491 836687

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Der gitarrenförmige Pool Ian Gillians. Eigenes Foto.

Der gitarrenförmige Pool Ian Gillans.
Eigenes Foto.

Published in: on 12. November 2009 at 17:08  Comments (5)  
Tags:

Crazy Coffins in Bulwell, Nottinghamshire

 

Die Hauptstraße von Bulwell. - © Copyright Alan Murray-Rust and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Besonders viel gibt es in der Marktstadt Bulwell, nordwestlich von Nottingham, nicht zu sehen. Ein paar Pubs, einige Fast Food-Restaurants, ein Boxverein und das war’s schon.

Aber: In der Hempshill Lane gibt es etwas Besonderes: Die Vic Fearn & Co. Coffin Makers , die es seit den 1860er Jahren gibt. Diese Firma hat sich auf die Anfertigung von speziellen Särgen (Crazy Coffins) spezialisiert; das können Särge in Form eines Autos, eines Ballettschuhs oder eines Kanalbootes sein. Alles ist möglich. Sie äußern Ihre Wünsche: Vic Fearns stellt den Sarg nach Ihren Vorstellungen her.

Am besten Sie sehen sich hier einmal den folgenden Film an.

Published in: on 11. November 2009 at 16:05  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Eric Sykes: The Plank – Eine wunderschöne Comedy

ThePlank

1967 schrieb Eric SykesThe Plank“ (Das Brett) und führte auch Regie. Für mich ist das eine der schönsten Slapstick-Comedys überhaupt. Es geht darin um zwei Handwerker, die ein Brett einer bestimmten Länge benötigen. Was man mit einem Brett so alles erleben kann…

1979 erschien ein Remake des Films, auch mit Eric Sykes aber teilweise anderen Schauspielern. Diese Version erhielt die Goldene Rose beim Festival von Montreux im Jahr 1980.

Eric Sykes, Jahrgang 1923, gehört zu den ganz Großen der britischen Comedy. Zuletzt war er in einer Folge der beliebten Serie „Last of the Summer Wine“ zu sehen.

Viel Vergnügen mit „The Plank“ :
Teil 1     Teil 2   Teil3   Teil 4   Teil 5

Published in: on 10. November 2009 at 20:41  Comments (2)  
Tags: ,

Buchtipp – Hans-Günter Semsek: Die Themse

ThemseJerome K. Jerome und Samuel Pepys sind die ständigen Reisebegleiter auf diesem Trip von der Themsequelle bis zur Mündung des Flusses in die Nordsee. Hans-Günter Semsek hat schon viele Bücher über England geschrieben, dieses ist aber besonders gut gelungen. Die geruhsame Reise führt an romantischen Pubs, sehenswerten Herrenhäusern und rosenumrankten Cottages vorbei und macht so richtig Lust, die 344 Kilometer lange Themse einmal ganz entlangzufahren.

Ein sehr empfehlenswertes Bändchen aus dem Insel-Verlag; 2008 erschienen, 238 Seiten stark und mit 10 EURO recht preiswert.

Published in: on 10. November 2009 at 20:13  Comments (1)  
Tags:

Theakston Brewery in Masham (North Yorkshire)

Eigenes Foto.


Masham ist eine Kleinstadt im Wensleydale in North Yorkshire und Heimat der Theakston Brewery, die eines meiner Lieblingsales, nämlich Old Peculier herstellt (A rich, dark, smooth-tasting beer with an unequalled flavour). Das Bier bekommt man in vielen englischen Pubs, nicht nur in Yorkshire.

Aufmerksam auf das Bier wurde ich vor vielen Jahren als ich Martha Grimes‘ Inspektor Jury-Romane las. Melrose Plant, der Earl of Caverness, der Jury bei der Aufklärung seiner Fälle unterstützt, ist ein Liebhaber des Old Peculier. Ohne die Lektüre dieser Krimis wäre ich vielleicht nie nach Masham gekommen…

In Masham gibt es auch ein Visitor Center, das ich empfehlen kann, bekommt man dort doch einen sehr guten Überblick über die Braukunst der Firma (und natürlich auch ein Glas Bier).
Theakston produziert aber nicht nur das Old Peculier, sondern auch andere Sorten wie Black Bull Bitter oder XB.

Auf der Webseite der Firma gibt es auch einen interessanten Überblick über die  Geschichte der Brauerei.

   © Copyright David Dixon and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright David Dixon and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 8. November 2009 at 11:08  Comments (3)  
Tags: ,

Stand-up Comedians Teil 3: Jimmy Carr

Der 37jährige gebürtige Londoner Jimmy Carr arbeitete im Marketingsektor der Ölfirma Shell bevor er seine Zukunft in der Unterhaltungsbranche sah und zum populären Fernsehmoderator und Stand-up Comedian mutierte.

Carr war Gastgeber der beliebten Gameshows „Distraction“ und „Your Face or Mine?„, die beide auf dem Sender Channel 4 liefen. Zur Zeit ist er mit der Quiz-Show „8 out of 10 Cats“ im englischen Fernsehen zu sehen, ebenfalls auf Channel 4. Der Titel basiert auf dem Werbespruch „8 von 10 Katzen würden Whiskas kaufen“ des gleichnamigen Katzenfutterherstellers. Die Kandidaten müssen in der Sendung raten, welche Umfrageergebnisse korrekt oder falsch sind.

Jimmy Carrs Auftritte als Stand-up Comedian sind umstritten. „His idea of wit is a barrage of filth and the sort of humour most men grow out of in their teens“ meinte einmal ein Kritiker. Er tritt meist gut gekleidet auf; im Gegensatz dazu sind seine Witze und Acts häufig provokant. Seine Fans lieben ihn und seine DVDs verkaufen sich hunderttausendfach.
Machen Sie sich hier selbst ein Bild von ihm anhand einiger Ausschnitte aus seinen Shows.

Published in: on 8. November 2009 at 10:03  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Loo of the Year Awards – Auf der Suche nach Großbritanniens besten Toiletten

Seit 1987 werden jährlich von der British Toilet Association die Loo of the Year Awards vergeben für die besten, schönsten, hygienischsten Toiletten im Lande. 60 verschiedene Kategorien gibt es in diesem Jahr, so z.B. Schnellimbisse, Konzerthallen, Bahnhöfe, Hotels usw.

Die Preisverteilung für die besten Toiletten des Jahres 2009 findet am 4. Dezember im Conference Centre National Motorcycle Museum bei Birmingham statt.

Im vergangenen Jahr räumten die Toiletten der ASDA-Supermärkte kräftig ab. Der Central Car Park Warminster in Wiltshire wurde mit einem Preis bedacht. In der Kategorie „Family Friendly Toilets“ (was mag das wohl bedeuten?) war der klare Sieger das Orient Trafford Centre in  Manchester.
Bei den Hotels war zum wiederholten Male das Evesham Hotel in Evesham (Worcestershire) dabei, ein „Loo“, das ich aus persönlicher Anschauung kenne.
Ich habe nirgendwo anders in der Welt eine so witzige Toilette gesehen. Die Verweildauer dort ist länger als in anderen Toiletten, jeder der dort herauskommt schmunzelt. Ein kleines Beispiel: Stellt man sich dort vor den Spiegel, ertönt eine Stimme „Letztes Mal haben Sie Ihr Haar aber anders getragen“. Dutzende kleiner Gags sind dort vorzufinden. Überhaupt ist das Evesham Hotel eines der kuriosesten Hotels England. Mehr darüber demnächst an dieser Stelle.

Published in: on 7. November 2009 at 10:44  Comments (2)  
Tags:

The Damned United – Spielfilm über den englischen Fußballverein Leeds United

In diesem Jahr erschien in England Tom Hoopers Film „The Damned United„, womit der Fußballverein Leeds United gemeint ist. Die Hauptrollen spielen Michael Sheen, Jim Broadbent und Colm Meaney. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von David Peace.

«The Damned United» erzählt die wahre Geschichte des Brian Clough, der 1974 44 unrühmliche Tage lang Trainer des englischen Fussballmeisters Leeds United war. Sein Vorgänger und grosser Rivale Don Revie führte den Klub von Erfolg zu Erfolg, prägte aber die für Leeds United typische zerstörerische Art von Fussball. Clough war seinen Prinzipien ebenso treu, nur waren das ganz andere: Der Lebemann wollte das Spielerische und die Offensive betonen und irritierte so die auf aggressiven Fussball getrimmten Starspieler. Nach sechs Spielen und nur einem Sieg war Clough seinen Job wieder los.

Gedreht  wurde der Film in weiten Teil in Chesterfield in Derbyshire (siehe auch mein voriger Blogeintrag!) und zwar im Saltergate-Stadion des Chesterfield F.C.

In Deutschland ist der Film noch nicht angelaufen. Es gibt ihn aber bereits auf DVD (nur im englischen Original).
Hier der Trailer.

Published in: on 6. November 2009 at 21:30  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Church of St. Mary and All Saints in Chesterfield – Die Kirche mit dem verdrehten Turm

 

© Copyright Andrew Hill and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Chesterfield ist eine Stadt in Derbyshire, deren Wahrzeichen die merkwürdig verdrehte Turmspitze  ihrer Kirche St. Mary and All Saints ist. 70 Meter hoch ist der gesamte Turm, der im 14. Jahrhundert gebaut wurde.

Warum sich der obere Teil des Turmes so verzogen hat, liegt einmal daran, dass damals das falsche Holz verbaut wurde und die Verstrebungen nicht korrekt durchgeführt wurden. Außerdem gab es zu dieser Zeit einen akuten Mangel an fachkundigen Handwerkern; die waren nämlich in den Jahren vor dem Turmbau zum großen Teil durch die Pest ums Leben gekommen.

Es gibt aber auch eine ganz andere, liebenswerte Erklärung für den „schiefen Turm von Chesterfield“:
Dem Turm soll einmal zu Ohren gekommen sein, dass in der Kirche eine Jungfrau zum Traualtar geschritten war. Darüber war er so erstaunt, dass er sich heruntergebeugt hat, um dieses Wunder näher zu betrachten und nicht wieder in seine ursprüngliche Position zurückgefunden hat. Der Sage nach soll der Turm wieder richtig schön gerade stehen, wenn sich erneut eine Jungfrau in der Kirche trauen lassen würde. Leider scheint das bis heute nicht der Fall gewesen zu sein.

Published in: on 6. November 2009 at 21:00  Comments (2)  
Tags:

Die M 25 – literarisch betrachtet

 

   © Copyright David Dixon and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright David Dixon and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Wer kennt ihn nicht den Motorway 25, Londons 188 Kilometer lange, stets verstopfte Ringautobahn. Margaret Thatcher eröffnete die M 25 im Oktober 1986. Ich bin die Autobahn in Teilstrecken viele Male gefahren und besonders im Westen, dort wo die M 4 auf die M 25 stößt, war immer ein gewaltiger Verkehr. Viel von der Landschaft  kann man nicht sehen, da man stets konzentriert den Verkehr beobachten muss.

Es gibt zwei Bücher, die sich mit der M 25 beschäftigen und die hoch interessant zu lesen sind.

Da ist einmal Iain Sinclairs „London Orbital: A Walk Around the M 25„. Sinclair ist ein Jahr lang mit Unterbrechungen die gesamten 188 Kilometer Autobahn entlang gewandert, was sich manchmal als schwierig erwies, da die Straße teilweise durch Industrieansiedlungen für Fußgänger gar nicht erreichbar war und der Autor Umwege machen musste. In diesem Buch lernt man die Ortschaften näher kennen, deren Namen  man man nur von den Ausfahrtschildern her kennt. Ein sehr empfehlenswertes Buch!

Das zweite Buch heißt „M 25: Travelling Clockwise“ und wurde von Roy Phippen geschrieben. In diesem Buch erfährt man so ziemlich alles, was man über die Ringautobahn wissen sollte. Wer sich z.B. dafür interessiert, wie viele Nieten in der Dartford Bridge verbaut worden sind oder welcher Fluß die M 25 überquert, hier wird er fündig.

Foto meines Exemplars.

Foto meines Exemplars.

Foto meines Exemplars.

Foto meines Exemplars.

 

Published in: on 4. November 2009 at 19:36  Comments (2)  
Tags:

Biddenden Vineyards – Wein aus Kent

   © Copyright John Brown and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright John Brown and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Kürzlich war ich für einige Tage im Hotel des Fernsehkochs Alexander Herrmann in Wirsberg bei Kulmbach, „Herrmanns Posthotel“. An einem Abend wurde mir in seinem (hervorragenden) Restaurant als Aperitif ein englischer Sekt angeboten; das hatte ich in Deutschland noch nie erlebt. Es handelte sich um einen Sekt der Biddenden Vineyards und er schmeckte sehr gut!

Biddenden ist ein Dorf im Ashford Distrikt und hat gerade einmal 2500 Einwohner. Die Biddenden Vineyards wurden 1969 gegründet. 2o verschiedene Rebsorten werden angebaut für Weiß-, Rot- und Roséweine; auch Cider kann man hier kaufen.
Sally und Julian Barnes, die Winemaker, haben es schon zu etwas gebracht. Zuletzt erhielten sie  die Berwick Trophy and Jack Ward Memorial Salver for Best Wine ‚Ortega 2008‘ bei den  English and Welsh Wine of the Year Awards im Juli 2009 in London.
In Deutschland ist englischer Wein nur schwer zu bekommen.

Sehen Sie hier ein Porträt der Biddenden Vineyards.

 

Published in: on 3. November 2009 at 19:53  Schreibe einen Kommentar  
Tags:

Roundabouts – Ich liebe die englischen Kreisverkehre

© Copyright Alby and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Was ich an England besonders schätze, sind die unzähligen Kreisverkehre, die den Verkehr (fast immer) im Fluss halten. Hier in Salzgitter gibt es immer wieder Widerstand gegen Kreisverkehre, mal fahren die Verkehrsteilnehmer falsch in den Kreis herein, mal finden sie ihn zu klein.

Kein Problem in England. Dort gibt es die Roundabouts in allen Ausführungen: Mal winzig klein, mal riesengroß, häufig hübsch bepflanzt. Hat man sich einmal verfahren, fährt man einfach bis zum nächsten Kreisel und dreht um. Ich sehe nur Vorteile in dieser Verkehrsführung.

Sehen Sie sich hier einmal den Magic Roundabout in unserer Partnerstadt Swindon in diesem Film an. Das ist Kreisverkehrfahren  für Fortgeschrittene!

Published in: on 3. November 2009 at 19:28  Comments (2)  
Tags: ,