Panther und Pumas in Dorset?

Die Journalistin und Zeichnerin Merrily Harpur widmet einen großen Teil ihrer Zeit, um einem Phänomen auf die Spur zu kommen, dass die Grafschaft Dorset schon seit geraumer Zeit bewegt: Der Sichtung von Großkatzen (Panther? Pumas?), die eigentlich im Süden Englands nicht heimisch sind.

Auf der Webseite http://www.dorsetbigcats.org/ kann man nachlesen, wo schon überall diese mysteriösen Großkatzen gesichtet wurden und Merrily Harper hat bereits zwei Bücher darüber geschrieben „Roaring Dorset: Encounters with Big Cats“ (2008) und „Mystery Big Cats“ (2006).

Doch nicht nur in Dorset, wo offensichtlich der Schwerpunkt der Sichtungen liegt, sind Panther, Puma und Co. gesehen worden, auch in anderen Teilen Großbritanniens sollen sich die Großkatzen aufhalten, so die Big Cats Research Group, die um Spenden bittet („Big cats in Britain need your help“). Wie soll man denn den Phantomtieren helfen, wenn man ihrer noch nie habhaft geworden ist?

Hier ist eine zweiteilige Dokumentation, die sich mit dem Thema beschäftigt:
Teil 1  Teil 2

Published in: on 31. Dezember 2009 at 11:29  Schreibe einen Kommentar  
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Moorhouse’s Brewery in Burnley (Lancashire)

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Burnley ist ein Stadt in Lancashire, östlich von Blackburn gelegen, und beherbergt seit 1865 die Moorhouse’s Brewery. Zuerst stellte die Firma Mineralwasser und Biere mit niedrigem Alkoholgehalt her, bis die Familie Moorhouse 1978 das Geschäft an Michael Ryan verkaufte, der sofort begann,  „richtiges“ Bier herzustellen. Doch auch Ryan verkaufte bald wieder und nach mehreren Besitzerwechseln nahm schließlich der Geschäftsmann William Parkinson das Heft in die Hand und machte aus der Brauerei ein florierendes Unternehmen.

Die vielfach ausgezeichneten Biere tragen merkwürdige Namen:
Pendle Witches Brew – Blond Witch – Black Cat und Pride of Pendle, das sind Anspielungen auf angebliche Hexen, die „Pendle Witches„,  die 1612 im Lancaster Castle hingerichtet wurden. Noch heute gilt der Pendle Hill bei Burnley als Spukort. In diesem Jahr hat die Firma ein neues Weihnachtsbier kreiert, das „Lap Prancer„, welches „Santa’s Piste“ der letzten Jahre ablöst.

Der Brauerei gehören sechs Pubs, darunter „The Stanley“ und der „General Scarlett“ in Burnley.

Die Biere gibt es vom Fass in zahlreichen britischen Pubs als Gastbiere und als Flaschenbier in vielen Supermärkten, z.B. Morrisons,  zu kaufen; exportiert wird auch in die USA.

Sehr gelungen ist übrigens die Homepage der Brauerei, die umfassend über alles informiert.

 

Published in: on 30. Dezember 2009 at 20:55  Schreibe einen Kommentar  
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St. Barnabas Church in Queen Camel (Somerset)

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Queen Camel ist schon ein merkwürdiger Name für das Dorf in Somerset, 11 km nördlich von Yeovil gelegen und es blickt auf eine über 1000jährige Geschichte zurück. Mit Kamelen hat das Dorf übrigens nichts zu tun, denn das Wort „Camel“ kommt von dem keltischen „cantmael“, was soviel wie „Distrikt des kahlen Hügels“ hieß. Die „Queen“ im Ortsnamen ist Queen Eleanor, die Frau Heinrichs III.

Das Besondere an diesem Ort ist seine Kirche St. Barnabas, die im 14. Jahrhundert gebaut wurde. Man sieht es dem Glockenturm nicht an, aber hier hängen die sechs schwersten Glocken der Welt. Sie wurden während eines sehr langen Zeitraums gegossen: zwischen etwa 1450 und 1850.

Published in: on 29. Dezember 2009 at 07:24  Schreibe einen Kommentar  
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Stand-up Comedians Teil 10: Lucy Porter

Mit Lucy Porter möchte ich an dieser Stelle einen weiteren weiblichen Stand-up Comedian (s.a Jo Brand) vorstellen. Die zierliche 37jährige Frau wurde in Croydon geboren und hatte ihren ersten Auftritt in einem Club in Chester. Nachdem sich das gut anließ, fand man sie später bei den Festivals in Brighton und Edinburgh wieder und auch das Fernsehen interessierte sich für sie. Sie trat in mehreren BBC-Comedyshows sowohl im Rundfunk wie im Fernsehen auf.

Ihre Stand-up Show „The Good Life“ wurde auf DVD veröffentlicht und in diesem Jahr ging sie mit ihrer neuen Show „The Bare Necessities“ auf Tour durch Großbritannien und absolvierte 30 Auftritte. Ein Höhepunkt in ihrer Karriere war sicher ihr Auftritt im Caesar’s Palace beim Las Vegas Comedy Festival.

Man beschrieb sie einmal so: Sie hat das Gesicht einer Elfe und das Mundwerk eines Hafenarbeiters.

Machen Sie sich hier selbst ein Bild von ihrem Humor:

Published in: on 28. Dezember 2009 at 10:05  Schreibe einen Kommentar  
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Muncaster Castle bei Ravenglass in Cumbria

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Phyllada and Patrick McGordon-Duff-Pennington sind die heutigen Besitzer des imposanten Muncaster Castle, das am Esk River liegt, knapp 2 Kilometer südlich der Küstenstadt Ravenglass in Cumbria.

Die Penningtons wohnen hier seit etwa 800 Jahren, ein Zeichen, dass sich die Familie im Schloss immer wohl gefühlt hat. Da aber der Unterhalt eines so großen Gebäudes viel Geld kostet, haben sich die Penningtons einiges einfallen lassen, um Touristen anzulocken.

Hochzeiten im Schloss sind in England sehr beliebt, so bietet auch das Muncaster Castle seine Räumlichkeiten für eine stilvolle Hochzeit an. Die Great Hall bietet Platz für einen Empfang für 100 Personen. Auch für Firmen-Meetings und Konferenzen kann das Castle gebucht werden.

Ferner findet sich im Muncaster Castle das Hauptquartier des World Owl Trust, eine Organisation, die sich um die wissenschaftliche Erforschung von Eulen kümmert. Im World Owl Centre findet sich eine der größten Sammlungen von Eulen weltweit.

Was wäre ein englisches Schloss ohne seine Geister? Muncaster Castle zählt zu den „most haunted castles“ in England. „Tom the Fool„, ein Hofnarr, der Ende des 16. Jahrhunderts seine Späße im Schloss trieb, aber auch eine bösärtige Ader hatte, indem er Menschen in das Sumpfgebiet in der Umgebung schickte, die nie wieder auftauchten, soll hier sein Unwesen treiben. Auch Heinrich VI, dem man im Schloss Asyl gewährte, spukt des Nachts im Haus. 15 Jahre lang hat Jason Braithwaite von der Universität von Birmingham diese Phänomene untersucht, ohne bisher zu konkreten Ergebnissen gekommen zu sein.

Ich habe das Muncaster Castle zweimal besucht und es ist auf jeden Fall eine Stippvisite wert, wenn man einmal im Nordwesten Englands ist.

Sehen Sie hier einen Film über das Schloss.

Joe McElderry „The Climb“ – Sieger der Castingshow „X-Factor 2009“

The X Factor“ ist eine weitere in Großbritannien sehr beliebte Castingshow, die vom Sender ITV ausgestrahlt wird und in der auch hier Simon Cowell in der Jury sitzt, neben Cheryl Cole, Danii Minogue und Louis Walsh. Im kommenden Jahr will RTL das Format auch in Deutschland senden.

Der Sieger des Jahres 2009 wurde kürzlich gekürt und es ist der 18jährige Joe McElderry aus South Shields im Nordosten Englands. Mit seinem Siegertitel „The Climb“ (der ursprünglich von Miley Cyrus gesungen wurde) erreichte er sofort die Nummer 2 der britischen und die Nummer 1 der irischen Charts.

Sehen Sie hier seinen Auftritt im Finale der Sendung „The X Factor“.

Published in: on 26. Dezember 2009 at 11:01  Schreibe einen Kommentar  
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Winter Wonderland im Londoner Hyde Park

Bis zum 3. Januar steht das Winter Wonderland im Londoner Hyde Park noch und es bietet jede Menge Attraktionen.

Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes ist das gewaltige 60m hohe Riesenrad mit 40 beheizten Gondeln von denen aus man einen grandiosen Blick über die Stadt hat.

Weiterhin gibt es eine Eislaufbahn, Zippo’s Christmas Circus, das Santa Land mit Karussells und Imbissbuden und es gibt den German Christmas Market und das Bavarian Village mit deutschen Spezialitäten. Wer diese nicht mag, kann natürlich auch auf englische Weihnachtsgenüsse zurückgreifen wie Real Ale, heißen Cider und Pies.

Geöffnet ist das Wunderland täglich von 10 Uhr morgens bis 10 Uhr abends.

Hier sind einige Eindrücke vom diesjährigen Wonderland zu sehen.

Published in: on 23. Dezember 2009 at 19:38  Schreibe einen Kommentar  
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Stand-up Comedians Teil 9: Chris Addison

Der 1972 in Manchester geborene Chris Addison studierte ursprünglich Englische Literatur an der Universität von Birmingham. Bereits 1995 begann er mit seinen ersten Stand-up Comedy-Auftritten und 1998 wurde er in Edinburgh als Best Newcomer bei den Perrier Awards, jetzt Edinburgh Comedy Awards, ausgezeichnet, dem prestigeträchtigsten Preis für Comedians in Großbritannien.

Addison trat in zahlreichen Sendungen bei BBC Radio 4 auf und war auch im Fernsehen tätig, so bei BBC 2 in der Sitcom „Lab Rats„.

Auch schriftstellerisch betätigte sich Chris Addison, so 2006 mit „Cautionary Tales for Grown Ups“ und 2008 mit „It Wasn’t Me: Why Everybody is to Blame and You’re Not“.

Sehen Sie hier einen seiner Auftritte:

 Ab Februar geht er wieder auf Tour, die in Wimbourne beginnt und am 1. April in Bolton endet.

Published in: on 22. Dezember 2009 at 20:14  Schreibe einen Kommentar  
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Ralph Vaughan Williams – Einer der größten englischen Komponisten

Statue des Komponisten in Dorking (Surrey), wo er lange lebte. – Creative Commons Licence [Some Rights Reserved]   © Copyright Colin Smith

In Deutschland kennen ihn nur wenige – in England zählt er zu den größten Komponisten aller Zeiten: Ralph Vaughan Williams, der 1872 in dem Cotswold-Dörfchen Down Ampney zur Welt kam. Max Bruch in Berlin und Maurice Ravel in Paris waren seine Lehrmeister und der Komponist Gustav Holst gehörte zu seinen engsten Freunden.

Williams war sehr vielseitig: Er gab ein Kirchengesangbuch heraus, er sammelte englische Volkslieder, schrieb Sinfonien, Opern und Filmmusik, dirigierte seine eigenen Werke und lehrte am Royal College of Music in London.

Der Musikkritiker John Alexander Fuller Maitland sprach einmal von Williams‘ Musikstil: „One is never quite sure whether one is listening to something very old or very new“.  Sein „Lark Ascending“ gehört zu den beliebtesten Liedern in ganz England und wird regelmäßig von den „Classic FM„-Hörern zu deren Lieblingstitel gewählt (s.a. mein Blogeintrag vom 12. Dezember).

Ralph Vaughan Williams‘ Asche wurde nach seinem Tod im Jahr 1958 in der Westminster Abbey in London beigesetzt, nicht weit von einem weiteren großen englischen Komponisten: Henry Purcell.

Hören Sie hier den Monteverdi Chor Würzburg und die Mainphilharmonie Würzburg mit der „Fantasia on Christmas Carols“ (1912):

Published in: on 21. Dezember 2009 at 16:06  Comments (4)  
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Stand-up Comedians Teil 8: Russell Brand

 

Russell Brand, 1975 in Grays, Essex, geboren, gehört zu den kontroversen Stand-up Comedians, die nicht jedermanns Geschmack sind. Schon sein Äußeres ist gewöhnungsbedürftig, aber auch sein Markenzeichen.

Brand begann 1994 in kleineren Fernsehserien mitzuwirken, arbeitete dann bei MTV und dem Radiosender XFM; bei beiden wurde er gefeuert.

Brand ging in die USA, wo er als Schauspieler arbeitete und die MTV Music Awards moderierte. In England schrieb er 2007  seine Autobiografie „My Booky Wook„, die wochenlang auf den Bestsellerlisten stand. In der letzten Zeit ging sein Name durch die Presse, da er mit der US-Sängerin Katy Perry („I Kissed a Girl“) liiert ist.

Als Stand-up Comedian tourte er mehrfach durchs Land, zuletzt mit seiner „Scandalous„-Tour, die ihn auch in die USA  und Australien führte.

Russell Brand war heroinsüchtig, hatte auch Alkoholprobleme und wurde elfmal von der Polizei verhaftet. Sein Ruf in England war zumindest bis vor kurzem alles andere als gut.

Sehen Sie hier einen Auftritt von Russell Brand.

Published in: on 16. Dezember 2009 at 07:29  Comments (4)  
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Extreme Ironing – Diese Sportart können sich auch nur Engländer ausdenken…

Geboren wurde diese „Sportart“, die sich wirklich nur ein Engländer ausdenken konnte, 1997 in Leicester.  Der Fabrikarbeiter und Bergsteiger Phillip Shaw war es leid, den Tag mit Hausarbeit daheim zu verbringen und entschloss sich kurzerhand, eine Bergtour samt Bügelwäsche und Bügeleisen zu unternehmen. Zusammen mit Paul Nicks, dem diese ausgefallene Idee ebenfalls gefiel, folgten weitere Touren. Im Laufe der Monate schlossen sich den beiden Pionieren des Extrembügelns immer mehr Menschen an, die mit Bügelbrett und Bügeleisen bepackt ihre Kleider an immer ungewöhnlicheren Orten plätteten.

Da gibt es z.B. das Bügeln auf Berggipfeln –> genannt Rockystyle
Das Bügeln in Wäldern –> genannt Foreststyle
Das Bügeln in Flüssen oder auf Seen –> genannt Waterstyle

Es gibt mittlerweile immer verrücktere Abarten des Extrembügelns: Bügeln unter Wasser, Bügeln beim Bungeejumping oder Synchronbügeln.

Bei den Olympischen Spielen hat diese Sportart (bisher) noch keinen Einzug gefunden.

Hier sind die Yorkshire Divers bei einem Weltrekordversuch für Unterwasserbügeln zu sehen.

Published in: on 15. Dezember 2009 at 18:45  Comments (1)  
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„The Fat Duck“ in Bray (Berkshire) – Das beste Restaurant Englands

In diesem unscheinbaren Haus befindet sich das 3*-Restaurant The Fat Duck. Eigenes Foto.

In diesem unscheinbaren Haus (das weiße) befindet sich das 3*-Restaurant The Fat Duck.
Eigenes Foto.

„The Fat Duck“ in Bray, 50 Kilometer westlich von London gelegen, ist das Domizil des englischen Spitzenkochs Heston Blumenthal. Bray ist ein kleines Dörfchen in Berkshire an der Themse mit gerade einmal 500 Einwohnern. Hier stehen zwei der drei besten Restaurants des Königreichs in unmittelbarer Nähe: der „Waterside Inn“ und eben „The Fat Duck“.

Reservieren muss man lange im voraus, sonst hat man keine Chance, hier die einmalige Küche Heston Blumenthals zu erleben. Der Koch ist ein Meister der Molekularküche, man muss also schon etwas experimentierfreudig sein, um hier voll auf seine Kosten zu kommen.

„“Sound of the seamit Schaum aus Muscheljus über Algen, Muscheln, knusprigem Krebs und Pudersand aus Sake-Pulver ist ein durchdachtes Spiel mit Geschmäcken und Konsistenzen des Meeres; das bräuchte nicht noch ein iPod in einer Muschel mit Wellenrauschen und Möwenkreischen zu untermalen“, so schreibt das Manager-Magazin über einen Besuch in der „Fetten Ente“.

Flüssigstickstoff ist ein wesentliches Element der Speisen, die vom 3-Sterne-Koch zubereitet werden. Seit 1995 führt er das Restaurant mit zunehmendem Erfolg und im Jahre 2004 hat er auch den Pub „Hinds Head“ in Bray übernommen, in dem er traditionelle englische Küche serviert.

Der Preis für ein Menü liegt bei ca 170 EURO. Wie  ein sogenanntes „Tasting Menu“ aussieht, kann man sich auf der Webseite des Restaurants genauer ansehen.

Ich bin zwar schon einmal in Bray gewesen, aber leider noch nicht in der „Fat Duck“. Der Besuch in diesem Restaurant steht bei einem meiner nächsten Englandaufenthalte an.

Sehen Sie hier wie Heston Blumenthal sein berühmtes „Egg and Bacon Icecream“ herstellt.

Nachtrag: Der Preis für das Menü liegt zurzeit (Mai 2013) bei £195. Das Restaurant war für 8 Wochen im voraus ausgebucht.

Die Menükarte. Stand: 26. Mai 2013. Eigenes Foto.

Die Menükarte. Stand: 26. Mai 2013.
Eigenes Foto.

Published in: on 14. Dezember 2009 at 19:09  Comments (1)  
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Classic FM – Die Radiostation mit klassischer Musik

Ich bin bin nicht gerade ein Fan von klassischer Musik, aber ich erinnere mich an viele Fahrten durch England als in unserem Auto Classic FM lief und besonders an die sehr angenehme Stimme von Simon Bates, der einige Sendungen moderiert. Mit dieser Musik im Auto war das Fahren stets ein entspannendes Vergnügen.

Classic FM ist eine der drei unabhängigen Radiostationen Englands und steht in direkter Konkurrenz zu BBC Radio 3. Sendestart war am 7. September 1992 um 6 Uhr morgens.

Gespielt wird überwiegend klassische Musik, die auch eine breite Hörergemeinde anspricht. Einmal jährlich wählen die Classic FM-Hörer für die  „Hall of Fame“ die 300  beliebtesten Muisikstücke. In den letzten drei Jahren stand auf Platz 1 in der Hörergunst Ralph Vaughan Williams‘ 1914 komponiertes „The Lark Ascending“, das Sie sich hier anhören können.

Mittlerweile gibt es auch einen Fernsehsender Classic FM TV, der ausschließlich online sendet und das monatlich erscheinende Classic FM Magazine.

Eigentlich kann man Classic FM online nur in England hören, wenn man aber auf der Webseite des Senders auf  „Listen“ klickt und irgendeinen englischen Postcode eingibt, klappt das auch in Deutschland.

Published in: on 12. Dezember 2009 at 18:00  Comments (1)  
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Englands inoffizielle Nationalhymne 2 – „Rule, Britannia“!

 

In meinem Blogeintrag vom 2. November stellte ich schon einmal eine inoffizielle englische Nationalhymne vor: „Land of Hope and Glory„. Aber England hat noch eine  weitere: „Rule, Britannia!“.

Beide gehören zum festen Repertoire der „Last Night of the Proms„, der Abschlussveranstaltung der Promenadenkonzerte,  und werden von den Zuschauern in der Londoner Royal Albert Hall begeistert mitgesungen.

„Rule, Britannia!“ ist eigentlich ein Gedicht, das von James Thomson geschrieben und 1740 von Thomas Arne vertont wurde. Zum ersten Mal wurde es am 1. August 1740  in Cliveden (s.a. mein Blogeintrag über das Cliveden Hotel vom 24.Oktober) aufgeführt, dem damaligen Landsitz Friedrich Ludwigs von Hannover, dem Prinzen von Wales.

Auch hier handelt es sich wieder um ein sehr patriotisches Lied, das von der Macht Großbritanniens auf den Weltmeeren singt.

Sehen Sie hier eine Interpretation des Liedes von Sarah Connolly anlässlich der Last Night of the Proms aus dem Jahr 2009.

Published in: on 10. Dezember 2009 at 16:53  Comments (1)  

Stand-up Comedians Teil 7: Tommy Cooper

Denkmal für Tommy Cooper in seinem Geburtsort Caerphilly in Wales. - © Copyright Philip Halling and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Tommy Coopers Markenzeichen war sein roter Fez. Selten trat er ohne ihn auf. Tommy war Komiker und Zauberer in einer Person, dessen Zaubertricks meist zum Amusement seiner Zuschauer misslangen.

Geboren wurde er 1921 in Wales und er starb am 14. April 1984 während einer Fernseh-Live-Sendung an einem Herzinfarkt.

Ich liebe ihn besonders in dem Film „The Plank„, den ich in meinem Blogeintrag vom 10. November schon einmal vorstellte und in dem er gemeinsam mit Eric Sykes zu sehen ist.

Tommy Cooper hatte schwere Alkoholprobleme und auch in seiner Ehe stand es nicht immer zum besten.  In Umfragen wurde er immer wieder zum größten Comedian aller Zeiten gewählt.

In folgendem Film können Sie Tommy Cooper einmal in einer seiner legendären Zaubershows sehen.

Published in: on 8. Dezember 2009 at 16:09  Schreibe einen Kommentar  
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The Honeycombs – Have I the right?

The Honeycombs waren eine Beat-Band in den frühen 60er Jahren, 1963 in London gegründet.  Ihr erster und einziger Nummer-1-Hit in den britischen Charts war „Have I the right?„. Bereits 1966 löste sich die Gruppe wieder auf.

Das Besondere an den Honeycombs war, dass sie eine Schlagzeugerin hatten, Honey Lantree. Der damalige Leadsänger Dennis D’Ell starb 2005 an Krebs.

In den 60er Jahren gehörte es für britische Gruppen zum guten Ton, auch den einen oder andern Song in deutscher Sprache aufzunehmen, so auch die Honeycombs. Ihr „Have I the right?“ wurde zu „Hab ich das Recht?„; ein Titel der es aber nur auf Platz 21 in den deutschen Hitparaden brachte.

Aufgenommen wurde die Originalversion in dem als Aufnahmestudio umgebauten Appartment des Musikproduzenten Joe Meek, in dem auch John Leytons „Johnny remember me“ und das damals erfolgreiche „Telstar“ der Tornados entstanden.

Sehen Sie hier das Original  „Have I the right?“ von den Honeycombs.

Published in: on 7. Dezember 2009 at 12:10  Schreibe einen Kommentar  
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Queen Elizabeth II-Bridge

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Wenn man aus dem Osten Englands zu einem der Fährhäfen wie Dover oder Folkestone fahren will, muss man notgedrungen die Themse überqueren und das geht in Südrichtung nur über die Queen Elizabeth II-Bridge.

Die Brücke ist Teil des sogenannten Dartford Crossing, ein mautpflichtiger Streckenabschnitt der Ringautobahn M 25 und eine der meist befahrenen Straßen Europas. Sie wurde am 31. Oktober 1991 von der Queen feierlich eröffnet und war damals die längste Schrägseilbrücke Europas.

Hier einige Daten:
Länge – 812 Meter
Höhe – 137 Meter
Gesamtlänge der Konstruktion mit den Auffahrten – 2872 Meter
Kosten – 120 Millionen Britische Pfund
Stahlverbrauch – 19 000 Tonnen
Anstrichfarbe – 220 000 Liter

Konstruiert wurde die Brücke von dem deutschen Bauingenieur Hellmut Homberg; sein letztes Werk, er starb 1990.

Die Brücke muss hin und wieder bei extrem schlechten Wetterverhältnissen gesperrt werden; dann wird der Verkehr durch einen der beiden Tunnels umgeleitet, durch die normalerweise der Verkehr auf der M 25 in Richtung Norden gelenkt wird.

Ich habe die Themse sowohl über die Brücke als auch durch die Tunnel über- bzw. unterquert und ich muss sagen, der Verkehr auf diesem Straßenabschnitt ist wirklich mörderisch, vor allem der LKW-Verkehr.

Sehen Sie hier einen kleinen Film über eine Brückenüberquerung:

Published in: on 6. Dezember 2009 at 10:58  Schreibe einen Kommentar  
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The Vicar of Dibley – Eine erfolgreiche BBC-Sitcom

St Mary the Virgin in Turville (Buckinghamshire) Eigenes Foto.

St Mary the Virgin in Turville (Buckinghamshire)
Eigenes Foto.

Richard Curtis schrieb diese erfolgreiche BBC-Fernsehserie, die 1994 erstmals ausgestrahlt und erst am 16. März 2007 eingestellt wurde.
Dawn French, die die Hauptrolle spielte ( ja, es handelte sich um eine Pastorin!) gelang damit der Durchbruch im britischen Fernsehen.

Worum geht es in der Sitcom?
Nachdem bereits drei Gemeinden sie abgelehnt haben, wird Geraldine Granger der kleinen Landgemeinde Dibley als neue Pastorin zugeteilt. Zunächst ist die Gemeinde skeptisch und vor allem der Gemeinderatsvorsitzende David Horton wettert gegen die neu eingeführte Ordination von Frauen. Doch der Gemeinderat beschließt, Geraldine eine Chance zu geben und tatsächlich bringt die lebenslustige Gerry neuen Schwung in die verschrobene Dorfgemeinde. Sie schafft es sogar, das bis dahin verhinderte Liebespaar Hugo und Alice miteinander zu verkuppeln. Auf die eigene große Liebe muss Geraldine allerdings etwas länger warten.

Gedreht wurden die Außenaufnahmen der Sitcom in dem kleinen Dorf Turville in Buckinghamshire, das sehr beliebt bei Filmproduzenten ist, wurden doch hier u.a. auch Szenen der Krimiserie „Midsomer Murders“ gedreht, von denen einige im ZDF unter dem Titel „Inspector Barnaby“ gesendet wurden.
„The Vicar of Dibley“ wurde nicht im deutschen Fernsehen gezeigt.

Hier ist die erste Folge zu sehen.

Published in: on 5. Dezember 2009 at 18:12  Schreibe einen Kommentar  
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The Great Christmas Pudding Race am 5. Dezember in London

Jedes Jahr findet in London am Covent Garden Market der große „Christmas Pudding Race“ statt;  am 5. Dezember zum 29. Mal. Start ist um 11.30 Uhr. Was geht da vor sich?

Auf einem 150 Meter langen Parcours müssen bei einem Staffellauf Plumpuddings auf einem wackligen Pappteller über mehrere Hindernisse ans Ziel balanciert werden. Jedes Team besteht aus 6 Teilnehmern, die alle verkleidet sind z.B. als Weihnachtsmänner oder mit Phantasiekostümen;  das schnellste und das am phantasievollsten gekleidete Team wird prämiert.

Aber das Ganze hat auch einen ernsthaften Hintergrund, denn der Erlös der Veranstaltung kommt der britischen Krebshilfestiftung Cancer Research UK zugute. In diesem Jahr haben sich die Veranstalter das Ziel gesetzt, £25,000 einzunehmen.

Das Rennen wird von Fernseh- und Rundfunksendern übertragen, hat also eine große Medienwirkung.

Sehen Sie hier Ausschnitte aus dem Rennen aus dem Jahr 2007.

Published in: on 4. Dezember 2009 at 20:27  Schreibe einen Kommentar  
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Martina Cole – Eine der erfolgreichsten englischen Krimiautorinnen

Die englische Autorin Martina Cole wurde 1958 in Aveley in Essex geboren. Alle ihre Romane erreichten sofort nach Erscheinen die Nummer-Eins-Position auf den Bestsellerlisten. Coles Bücher spielen in den Brennpunkten der Großstädte, sie sind kompromisslos und authentisch und haben immer starke Frauen im Mittelpunkt.  Bis heute hat sie 16 Romane geschrieben von denen 3 für das Fernsehen adaptiert wurden.

Ihr Roman „The Take“  (deutsch „Der Clan“) wurde 2005 als Best Crime Thriller bei den  British Book Awards ausgezeichnet.

Ihr letzter Roman heißt „Hard Girls„, erschien am 15. Oktober und  belegt in dieser Woche den Platz 2 der englischen Belletristik-Bestsellerlisten.

Martina Cole ist durch ihre Bücher reich geworden. Sie wohnt in einem hübschen Haus in einem ebensolchen Dorf in Kent, fährt einen teuren Mercedes und trägt eine Rolex-Uhr. Etwas großspurig sagte sie einmal „The Booker Prize money wouldn’t even keep me in cigarettes“.

Sehen Sie hier einige Ausschnitte aus der Verfilmung ihre Romans „The Take“, den Sky in England ausstrahlte.

Published in: on 1. Dezember 2009 at 20:05  Comments (2)  
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