The Beloved: Sweet Harmony

The Beloved ist eine britische Musikgruppe, deren Stil Elektronische Musik, Pop und Synthiepop sind. In Deutschland ist besonders ihre 1993 erschienene Single „Sweet Harmony bekannt.

Im Jahr 1983 schaltete Jon Marsh eine Anzeige, die folgendermaßen im Original lautete:

„I am Jon Marsh, founder member of the Beloved. Should you too wish to do something gorgeous, meet me in exactly three year’s time at exactly 11am in Diana’s Diner, or site thereof, Covent Garden, London, WC2.“

Ob man es glaubt oder nicht, nach 3 Jahren fanden sich tatsächlich einige Leute an dem besagten Treffpunkt ein, die dann zusammen mit Jon Marsh eine Band formten, die 1993 ihren größten mit „Sweet Harmony“ hatten.

Das dazugehörende Musikvideo (hier zu sehen) machte vor allem von sich reden, in dem der nackte Jon Marsh inmitten ebenfalls nackter Schönheiten sein Lied sang. Darunter war auch Tess Daly, die später eine bekannte TV-Moderatoren wurde und die kürzlich mit ihrem Buch „The Baby Diaries“ in den englischen Bestsellerlisten auftauchte.

Published in: on 30. März 2010 at 17:30  Schreibe einen Kommentar  
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Whitechapel Bell Foundry in London

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Hört man den Namen des Londoner Stadtteils Whitechapel denkt man unwillkürlich an Jack the Ripper, der hier Ende des 19. Jahrhunderts seine Morde begang. Doch Whitechapel ist noch für etwas anderes bekannt und das nicht nur in England: Hier steht seit etwa 1670 die berühmteste Glockengießerei des Landes, die Whitechapel Bell Foundry.

Hier werden Glocken aller Größen gegossen, angefangen von kleinen Handglocken bis zu tonnenschweren Exemplaren, die in großen Kathedralen hängen. Besonders bekannte Beispiele für die Kunst der Londoner Glockenmacher sind u.a. die Freiheitsglocke in Philadelphia, die Big-Ben-Glocke des Westminster-Palastes, mit 13,5 Tonnen die schwerste, die je in der Gießerei hergestellt wurde und die Glocken der Washington National Cathedral in den USA.

Die Gießerei verfügt über ein Glockenmuseum, einen Shop, in dem man alles Mögliche rund um das Thema „Glocken“ kaufen kann und es werden an bestimmten Tagen Führungen angeboten.

Ein Beispiel für den Klang der Glocken aus Whitechapel kann man sich hier auf der Webseite der St. Dunstan’s Church in Stepney (Greater London) anhören.

Wie man in Whitechapel Glocken herstellt, wird hier gezeigt.

Published in: on 27. März 2010 at 09:11  Comments (3)  
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Batsford Arboretum bei Moreton-in-Marsh (Gloucestershire)

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Mitten in den Cotswolds liegt das sehenswerte Batsford Arboretum, ein botanischer Garten, in dem hauptsächlich Bäume und Sträucher angepflanzt wurden. 2900 Bäume sollen hier in dieser asiatisch geprägten Anlage stehen, in der man stundenlang spazieren gehen kann.

Algernon Freeman-Mitford, 1st Baron Redesdale, der Asien intensiv bereiste, begann 1886 mit der Anlage des Parks, die im Laufe der Jahrzehnte von den späteren Besitzern des Batsford Estate weitergeführt wurde. Heute gehört das Arboretum der Batsford Foundation.

Man findet hier spezielle Sammlungen, die einzigartig sind, z.B. Magnolien, Bambus und Ahorn. In einem Garden Centre kann man Pflanzen für den eigenen Garten kaufen und  ein Tea Room hält Erfrischungen bereit.

Das Batsford Arboretum ist ganzjährig geöffnet. Wer Interesse an besonders schönen Bäumen hat, kommt hier in dieser wunderschönen Anlage voll auf seine Kosten.

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Published in: on 25. März 2010 at 08:10  Comments (1)  
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Alnwick Castle in Alnwick (Northumberland)

 

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Wer die ersten drei Harry-Potter-Filme gesehen hat, hat auch schon das grandiose Alnwick Castle hoch oben im Norden Englands in der Grafschaft Northumberland gesehen.

Im Jahr 1096 wurde das Schloss erstmals erwähnt und es ist nach Windsor Castle der größte Adelssitz in England. Es war der Stammsitz der Familie Percy, die erst den Titel Earl of Northumberland trug und deren Oberhaupt später der Duke of Northumberland war.

Heute wird die große Burganlage gern Filmgesellschaften zur Verfügung gestellt, die hier eine großartige Kulisse vorfinden.

Kevin Costner  spielte hier in „Robin Hood – König der Diebe“ und Cate Blanchett trat hier 1998 in „Elizabeth“ auf.  Auch die erste Folge von Rowan Atkinsons „The Black Adder“ wurde auf Alnwick Castle gedreht.

Kürzlich wurde der ehemalige Disney-Manager Christian Perdrier engagiert, um aus Alnwick Castle die am häufigsten besuchte Attraktion in ganz Großbritannien zu machen und damit auch den Tower of London in den Besucherzahlen zu überbieten.

Der sehr vermögende Duke of Northumberland hat noch ein weiteres sehr schönes Anwesen westlich von London, das Syon House, über das ich demnächst  berichten werde.

Hier ein kleiner Film über das Alnwick Castle.

Published in: on 23. März 2010 at 18:43  Comments (4)  
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Meine Lieblings-Pubs: The Bull i‘ th‘ Thorn an der A515 im Peak District (Derbyshire)

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Auf dem Weg von Yorkshire nach Süden machten wir eines Mittags Lunchpause in einem sehr hübschen Pub, dem „Bull i‘ th‘ Thorn„, direkt an der A 515 südlich von Buxton und nahe des Dörfchens Flagg gelegen.

Seit 1472 steht der einsam gelegene Gasthof mitten im Peak District schon an der alten römischen Straße „The Street“ und im Inneren finden sich noch manche Schnitzarbeiten aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Im Pub kann man sowohl Barsnacks zu sich nehmen, als auch aus der Menükarte à la Carte bestellen; hin und wieder werden hier auch mittelalterliche Bankette angeboten, manchmal kombiniert mit einer „ghost-hunt„, denn in einem so alten, abseits gelegenen Pub spukt es natürlich.

Wer hier übernachten möchte, kann dies für 70 Pfund inklusive Frühstück tun und auch für  Wohnmobile und Wohnwagen gibt es einen eigenen Platz. Der alte Coaching Inn hat sehr viel Charme und wir wurden sehr freundlich bedient. Eine wirklich gute Adresse, wenn man den Peak District in Derbyshire besucht.

The Bull i‘ th‘ Thorn
Ashbourne Road
Hurdlow, Near Buxton, Derbyshire SK17 9QQ
Tel. 01298 83348

Published in: on 22. März 2010 at 18:49  Comments (1)  
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Harlaxton Manor in Lincolnshire

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Eines der beeindruckendsten Gebäude in England, das ich leider bisher nur von außen gesehen habe, ist das Harlaxton Manor, nicht weit von Grantham in Lincolnshire gelegen.

Leider ist das Haus nicht zu besichtigen, denn es gehört der University of Evansville, Indiana, und fungiert als europäischer Campus der Universität. Lediglich Gruppenführungen sind nach vorheriger Absprache möglich.

1837 wurde Harlaxton erbaut und zwar von jemandem, der den recht einfallslosen Namen Gregory Gregory trug. Die Besitzer wechselten mehrfach, bis das Haus 1937 von Violet Van der Elst gekauft wurde, einer exzentrischen Dame, die durch die Herstellung von Rasierschaum zu viel Geld kam. Sie interessierte sich sehr für alles Übernatürliche und führte in Harlaxton Séancen durch. Eine sehr interessante Biografie schrieb Charles Neilson Gattey: The Incredible Mrs. Van der Elst.

Daß es in einem Haus wie Harlaxton spukt, liegt eigentlich auf der Hand. Peter Underwood, einer der führenden Ghost-Hunter Englands, hat in seinem Buch „Nights in haunted houses“ (London 1994) von seinen nächtlichen Untersuchungen in Harlaxton Manor berichtet.

Mehrere Filme wurden hier gedreht, z.B. „“The Haunting“ (Das Geisterschloss), „The Ruling Class“ und „The Lady and the Highwayman“ (Gefährdete Liebe).

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Rosemary & Thyme – Eine englische Krimiserie des Senders ITV

 

Foto meiner DVD.

Foto meiner DVD.

Rosemary Boxer (gespielt von Felicity Kendal) und Laura Thyme (gespielt von Pam Ferris) sind zwei Gärtnerinnen, die sich nach jeweiligen persönlichen Schicksalsschlägen zusammengefunden haben, und in  England, manchmal auch im Ausland, Aufträge für Gartenarbeiten entgegegen nehmen.

Rosemary (=Rosmarin) Boxer und Laura Thyme (=Thymian) ? Ja, richtig, im Lied „Scarborough Fair“ heißt es:

Are you going to Scarborough Fair?
Parsley, sage, rosemary and thyme,
Remember me to one who lives there,
For she once was a true love of mine.

Das Lied, das einst durch die Interpretation von Simon & Garfunkel weltweit populär wurde, ist auch die Titelmelodie der Serie, die von 2003 – 2007 vom Sender ITV ausgestrahlt wurde und die in die Kategorie der „cozy crimes“ gehört, also eine Krimiserie, die ohne wilde Verfolgungsjagden und Schießereien auskommt.
Eigentlich wollen die beiden Damen nur ihrer geliebten Gärtnerinnentätigkeit nachgehen, aber immer wieder stolpern sie über mysteriöse Kriminalfälle, denen sie natürlich immer wieder nachgehen müssen und die sie am Ende auch lösen.

Ich habe einige dieser Fälle auf DVD und es macht Spaß, sich diese „cozies“, also diese recht gemütlich ablaufenden Ermittlungen, anzusehen. Im deutschen Fernsehen wurde die Serie nie gezeigt.

Hier ein Trailer zur Serie.

Published in: on 17. März 2010 at 18:28  Comments (1)  
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Der Hadrianswall in Nordengland – illuminiert

 

Der Hadrianswall  war ein römisches Grenzbefestigungssystem, das zwischen Newcastle und Carlisle, nahe der heutigen Grenze zwischen Schottland und England, verlief. Am letzten Samstag, dem 13. März, wurde diese Befestigungsanlage auf der gesamten Länge illuminiert.

Beginnend im Nordosten in Wallsend wurden im Abstand von etwa 250 Metern Fackeln entzündet und auf ca 500 Stationen bis nach  Bowness-on-Solway fortgesetzt.

Illuminating Hadrian’s Wall“ wurde von Hadrian’s Wall Heritage Ltd organisiert und war ein beeindruckendes Spektakel, das von tausend Freiwilligen inszeniert wurde und das etwa eine Stunde dauerte.

Ein Hubschrauber flog über den Hadrianswall und filmte diese „La Ola-Welle“. Die Berliner Theatergruppe Anu startete das Event um 17.15 Uhr. Das Spektakel markierte das Ende der römischen Herrschaft in Britannien vor 1600 Jahren.

„This is our wall. It belongs to everybody, and especially to the people in the communities across the north of England who have worked so hard to let us share it, spectacularly, with the world“, sagte Linda Tuttiett von Hadrian’s Wall Heritage.

Die Veranstalter waren zufrieden, denn das Schauspiel wurde von tausenden von Zuschauern verfolgt. Hier ein kleiner Film darüber.

Published in: on 15. März 2010 at 19:25  Comments (1)  
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The Shambles in York – Englands schönste Straße

 

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Vor wenigen Tagen wurde Englands schönste Straße gekürt und sie liegt in… Yorkshire. The Shambles, eine kopfsteingepflasterte Gasse in der Stadt York, erhielt den Google Street View Award für „Britain’s most picturesque street“ (hier ein kleiner filmischer Rundgang).

Die Straße hat ihren Ursprung im 14. Jahrhundert und war einmal die Gasse der Schlachter. 1872 übten 26 hier ihr Handwerk  aus, d.h. sie  schlachteten die Tiere hier auch und leiteten die Abfälle und das Blut auf die Straße. Davon ist heute nichts mehr zu sehen (und zu riechen), dafür haben die Touristen die Shambles in Beschlag genommen. An schönen Sommertagen ist es in der engen Gasse so voll, dass man sich mühsam aneinander vorbei schieben muss.

In der Gasse gibt es ein buntes Gemisch an Läden, ein nettes italienisches Restaurant, das „Ristorante Bari“, in dem ich einmal zu Abend aß und in der Nummer 10 den Margaret Clitheroe Shrine, gewidmet einer Märtyrerin, die 1586 in York hingerichtet wurde.

Am schönsten ist es in den Shambles abends, wenn die Tagestouristen York verlassen haben und in der Stadt wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt ist.

Published in: on 14. März 2010 at 09:19  Comments (2)  
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Ceremony of the Keys im Londoner Tower

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Sentry: Who comes there?
Chief Warder: The keys.
Sentry: Whose keys?
Chief Warder: Queen Elizabeth’s keys (Identifying the keys as being those of the current British monarch).
Sentry: Pass Queen Elizabeth’s Keys. All’s well.

Exakt diese Worte werden seit mehreren hundert Jahren allabendlich anläßlich der Schlüsselzeremonie (Ceremony of the Keys) im Londoner Tower gewechselt. Genau um 7 Minuten vor 22 Uhr verlässt der „Chief Warder“ (der Leiter der historischen Wächtertruppe der Beefeater) mit einer Laterne in der einen und den Tower-Schlüsseln (The Queen’s Keys) in der anderen Hand, den Byward Tower und begibt sich feierlichen Schrittes entlang der Water Lane zum Traitor’s Gate (Verrätertor), wo ihn eine Eskorte regulärer Soldaten erwartet. Nachdem alle Tore des Towers abgeschlossen sind und obiger Wortwechsel stattgefunden hat, werden die Waffen präsentiert, der Chief Warder lüftet seinen Tudor-Hut und ruft „God preserve Queen Elizabeth“, worauf die Wachen antworten „Amen“. Um Schlag 22 Uhr vom Big Ben wird die Zeremonie mit dem Zapfenstreich eines Trompeters beendet.

Wer an dieser Zeremonie teilnehmen möchte, muss das viele Wochen im voraus direkt beim Tower of London beantragen und erhält dann einen Passierschein mit dem man einen nächtlichen Zugang zu dem alten Gemäuer an der Themse erhält.

Hier kann man sich die Ceremony of the Keys einmal ansehen:

Published in: on 13. März 2010 at 09:11  Schreibe einen Kommentar  
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South Tyneside International Magic Festival in South Shields (Tyne and Wear)

An jedem dritten Wochenende im März findet in South Shields, einer Küstenstadt im Nordosten Englands, ein Festival statt, an dem berühmte Zauberer aus der ganzen Welt teilnehmen. Von heute bis Sonntag zeigen die Magiere, was sie können, geben Neulingen Tipps und man tauscht Erfahrungen von Zauberer zu Zauberer aus. Eine spezielle Mitternachtsshow findet heute abend statt.

Einer der größten Magiere, Shahid Malik, der berühmte Illusionist, wird anwesend sein, sowie Richard McDougall, der schon vor der königlichen Familie aufgetreten ist.

Das Festival findet im Customs House Theatre in South Shields statt. Veranstalter sind der South Tyneside Council, das Customs House und der Präsident des Newcastle Magic Circle, Martin Duffy.

The Outlaws: Ambush

Nein, die Outlaws waren keine US-amerikanische Band, auch wenn der Name und der hier vorgestellte Titel das vermuten lassen. Die Outlaws waren eine englische Instrumentalband, die Anfang der 60er Jahre gegründet wurde und zu der der damals noch unbekannte Ritchie Blackmore gehörte, der mit Deep Purple später in die Annalen der Rockmusik einging.

Der legendäre Joe Meeks benutzte die Band für zahlreiche Aufnahmen in seinem Londoner Studio u.a. als Backing Group für Mike Berry und John Leyton. Den großen Erfolg, den die Shadows als Begleitband für Cliff Richard hatten, konnten die Outlaws allerdings nie erlangen.

Ambush„, ein Instrumentalstück im Western-Stil, war in den 60er Jahren die Erkennungsmelodie einer abendlichen Sendung im englischen Programm von Radio Luxemburg, das danach so gut wie nie wieder in Deutschland zu hören war. Dank „Youtube“ ist es jetzt wieder da. Ein Video dazu existiert wohl nicht mehr, aber hier ist das Stück in voller Länge.

Published in: on 11. März 2010 at 18:44  Schreibe einen Kommentar  
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Thomas Girtin und sein Gemälde „Bamburgh Castle“

 
 

The work of art depicted in this image and the reproduction thereof are in the public domain worldwide. The reproduction is part of a collection of reproductions compiled by The Yorck Project

 

Thomas Girtin (1775-1802), der heute zu den bedeutendsten Landschaftsmalern Englands zählt, hat in seiner kurzen Lebenszeit die englische Landschaftsmalerei revolutioniert. Girtins Bedeutung lag in einer neuen Aquarelltechnik, die auf monochrome Untermalung verzichtete und die Farbe unmittelbar auf gelbliches, stark saugendes Papier auftrug und damit dem Aquarell eine neue Ausdrucksqualität und Subjektivität zuführte.

Besonders eindrucksvoll finde ich Girtins Gemälde „Bamburgh Castle„, das etwa in den Jahren 1797-99 entstand und die etwas verfremdeten Ruinen der Burg zeigt, der die Naturgewalten an der Küste Nordost-Englands schwer zugesetzt haben.
Das Bild hängt heute in der Londoner Tate Gallery.

Und so sieht das Bamburgh Castle heute aus. - © Copyright Pat O'Halloran and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Published in: on 9. März 2010 at 15:25  Schreibe einen Kommentar  
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Wo gibt es Englands bestes Fish and Chips-Lokal? In Market Deeping (Lincolnshire)

Der Marktplatz von Market Deeping. - © Copyright Alan Murray-Rust and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

In Whitby in North Yorkshire soll es sehr gute Chippies geben, so nennt man in England die Fish and Chips-Lokale, aber der am häufigsten ausgezeichnete Laden steht wohl in Market Deeping, einige Kilometer von Peterborough entfernt, in Lincolnshire. Linfords Traditional Fish & Chips heißt er und das Lokal steht direkt am Marktplatz, strategisch also sehr günstig gelegen.

Seit 1989 führt die Linford-Familie dieses Lokal und hier gibt es alles, was man sich als Schnellmahlzeit wünscht: Burger, Würstchen, Pies und natürlich Englands Lieblingsgericht Fish and Chips. Der Fisch kommt aus der nahe gelegenen Ostsee, die Chips (also Pommes Frites) werden aus Kartoffeln hergestellt, die auf den Feldern von Lincolnshire geerntet werden: Gute Zutaten + gute Zubereitung bescherten Linfords seit dem Jahre 2000 kontinuierlich den „Sea Fish Industry’s Quality Award for Fish and Chip Shops„, eine Auszeichnung der britischen fischverarbeitenden Industrie. Aber auch noch weitere Auszeichnungen konnte das Lokal einheimsen und es wurde schon mehrfach in der nationalen Presse erwähnt (zuletzt am 19. Januar in der Sunday Times).

Im Jahr 1927 gab es einmal 35 ooo Fish and Chip-Shops in England, heute sollen es noch etwa 11 500 sein, dass sind achtmal mehr als McDonalds-Schnellrestaurants.
Fish and Chips werden besonders gern mit Salz und Malzessig zu sich genommen. Sehen Sie hier wie sie zubereitet werden.

Follies – Das älteste Baumhaus der Welt in Pitchford (Shropshire)

 

Pitchford Hall.    © Copyright Betty Longbottom and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Pitchford Hall.
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Pitchford Hall in Shropshire ist eines der schönsten elisabethanischen Häuser Englands, etwa 8 km südöstlich von Shrewsbury gelegen. Auf dem Gelände der Hall steht ein Kuriosum, das älteste Baumhaus der Welt, hier zu sehen.

Irgendwann im 17. Jahrhundert wurde es erbaut und erstmals 1692 erwähnt. 1760 und 1980 wurde es noch einmal komplett renoviert. Das Baumhaus ist im gleichen Stil gehalten wie das Haupthaus und sitzt etwa vier Meter über dem Boden in einer Linde. Es verfügt über eine Eingangstür, drei gotische Fenster und auch das Innere wurde in gotischem Stil gestaltet.

Pitchford Hall ist in Privatbesitz und nicht zu besichtigen. Pitchford Estate, daneben gelegen, bietet Holiday Homes zum Mieten an.

Published in: on 7. März 2010 at 10:07  Schreibe einen Kommentar  
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Knebworth House bei Knebworth (Hertfordshire)

 

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Als ich das letzte Mal auf das Gelände des Knebworth House fuhr, es war an einem Samstagvormittag, war es dort rappelvoll. Wie sich herausstellte, fand an diesem Wochenende eine „Fair“ statt, also eine Art Verkaufsmesse. Nachdem ich mein Auto geparkt hatte, sah ich mir erst einmal die sehr schönen Gartenanlagen an, bevor ich das Haus selbst besichtigte.

Den Namen „Knebworth“ verbinden sicher viele mit den berühmten Open-Air-Konzerten, bei denen alles was in der Rock- und Popwelt Rang und Namen hat schon aufgetreten ist (u.a. Rolling Stones, Pink Floyd, Elton John, Robbie Williams).

Das Besondere an diesem riesigen beeindruckenden Haus ist, dass es seit 1490 in der gleichen Familie geblieben ist und zwar der Lytton-Familie.
Der bekannteste Bewohner war der Schriftsteller Edward Bulwer-Lytton (1803 – 1873), dessen Werke heute kaum noch jemand kennt, außer einem Roman: „Die letzten Tage von Pompeji“, den er 1834 schrieb und der auch heute noch in deutscher Übersetzung lieferbar ist (seine ebenfalls noch lieferbaren Romane „Zanoni“ und „Das Lebenselixir“ dürften wohl nur noch wenige Leser finden).

Das Haus selbst wurde mehrfach erweitert und umgebaut und lässt sich heute in die Architekturrichtung „Tudor-Gotik“ einordnen. Der heutige Besitzer ist Henry Lytton-Cobbold, dessen Frau Chrissie Lytton-Cobbold ein interessantes Buch geschrieben hat: „Board Meetings in the Bath: The Knebworth House Story„, das ich seinerzeit dort gekauft habe und das sogar von ihr signiert ist.

Die Lytton-Cobbolds vermarkten ihr Anwesen auf vielerlei Art: Es finden dort Rallyes mit Oldtimern statt, es gibt einen Dinopark und eine Miniatureisenbahn, außerdem wird Knebworth House gern als Kulisse für Filme genommen. Gedreht wurden hier z.B. Teile des Filmes „Harry Potter und der Feuerkelch“ und der komplette Film „The Shooting Party“ (mit James Mason), an dem Henry Lytton-Cobbold als Filmassistent mitwirkte.

Über das Haus gibt es noch vieles mehr zu sagen, leider reicht der Platz hier nicht aus. Am schönsten ist Knebworth House jedoch ohne Open-Air-Konzert und ohne Fair, dann hat man das Haus mehr oder weniger für sich allein.

Eigenes Foto meines Guidebooks.

Eigenes Foto meines Guidebooks.

 

Published in: on 6. März 2010 at 09:32  Comments (1)  
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Shepherd Neame Brewery in Faversham (Kent)

Bierkutsche und Shepherd Neame-Brauereipferde in Faversham.
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1698 gründete Richard Marsh in der Stadt Faversham in Kent an der heutigen A2 die Brauerei, die heute den Namen Shepherd Neameträgt und wohl die älteste Brauerei Englands ist. Die Firma besitzt darüber hinaus etwa 370 Pubs, die alle im Südosten beheimatet sind.

Wer sich für die Geschichte der Brauerei interessiert, kann das sehr detailliert auf der Homepage von Shepherd Neame nachlesen.

Einen guten Einblick in die Herstellung der diversen Biere gibt eine Führung durch die Brauerei, die etwa 2 Stunden dauert und auf der man selbstverständlich auch die Biere probieren kann. Kaufen kann man die Biere und vieles mehr im Brauerei-Shop.

Das bekannteste  Bier der Brauerei ist das Spitfire, benannt nach dem legendären Flugzeug, das in der Luftschlacht um England eingesetzt wurde. 1990 wurde es erstmals gebraut, im Gedenken an den 50. Jahrestag der Luftschlacht.

Dann gibt es noch das Bishop’s Finger, 1958 erstmals gebraut, und das Master Brew. Das Whitstable Bay Organic Ale beinhaltet u.a. Hopfen aus organischem Anbau aus Neuseeland und das Early Bird wird aus dem ersten Hopfen des Jahres hergestellt und ist nur von Februar bis Mai erhältlich.

Shepherd Neame stellt auch als Lizenznehmer Lager-Bier her wie z.B. das deutsche Holsten Export, das japanische Asahi und das indische Kingfisher.

Eigenes Foto


Published in: on 5. März 2010 at 19:50  Schreibe einen Kommentar  
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Mein Buch- und DVD-Tipp: Paul Gogarty: The Coast Road und die BBC-Serie The Coast

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Ich habe gerade eben Paul Gogartys hoch interessantes Buch „The Coast Road“ beendet, in dem er von seiner 3000 Meilen langen Umrundung Englands entlang der Küsten erzählt. Mit einem Sundance G306-Wohnmobil, das er liebevoll Sid nennt,  legte er in mehreren Woche  diese lange Strecke zurück.

In Gravesend an der Themsemündung geht es los und in Southend, ebenfalls an der Themsemündung, endet seine Fahrt auf der der Leser unendlich viel über England erfährt: Interessantes und Kurioses, Begegnungen mit Menschen, die an der Küste leben, Städte und Dörfer, Kirchen und Strände.
Das Buch erschien erstmals 2004 und liegt auch in einer Taschenbuchausgabe vor.

Eine ideale Ergänzung zu dem Buch ist die BBC-Dokumentation „The Coast„, die in vier Staffeln mit 37 Episoden von 2005 – 2009 ausgestrahlt wurde. In dieser Serie wird nicht nur die englische Küste, sondern auch die walisische und schottische Küste mit behandelt. Die komplette Dokumentation liegt als Boxset mit zwölf DVDs und ca 35 Stunden Laufzeit vor. Wer an einem Kauf interessiert ist: Die Box gibt es bei Amazon UK erheblich billiger als bei Amazon Deutschland.

Foto meiner DVD-Box.

Foto meiner DVD-Box.

Published in: on 4. März 2010 at 19:11  Comments (2)  
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Talk Talk: Such a shame

 

Eine meiner Lieblingsbands der 80er Jahre waren Talk Talk, eine britische Band, in deren Mittelpunkt der Sänger Mark Hollis stand. Hollis schrieb auch meinen Lieblingstitel „Such a shame„, der 1984 auf dem zweiten Album von Talk Talk „It’s my life“ veröffentlicht wurde. Der Song basiert auf einem Buch von Luke Rhinehart „The dice man“  (in Deutschland unter dem Titel „Der Würfler“ erschienen), einem Buch, das Mark Hollis besonders schätzte.
Merkwürdigerweise spielte das Lied in den britischen Charts keine Rolle, erreichte jedoch Platz 2 in den deutschen Hitparaden.

„Such a shame“ wurde später von der französischen Autofirma Peugeot in einem Werbespot für ihren 205 verwendet.

Hier geht es zum Musikvideo

Published in: on 2. März 2010 at 19:00  Schreibe einen Kommentar  
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