Meine Lieblings-Pubs: The Axe & Compasses in Arkesden (Essex)

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Wenn Englands Fernsehkoch Jamie Oliver schon lobende Worte über den Essex-Pub „The Axe & Compasses“ in Arkesden findet („great boozer serving decent food“), dann lohnt sich doch bestimmt ein Besuch.
Arkesden ist ein Dorf, das man mit dem englischen „picture-perfect“ bezeichnen kann, ein Bilderbuchdorf mit reetgedeckten Häusern. Ich habe meinen Spaziergang durch das Dorf nach dem Lunch im „Axe“ sehr genossen.

Aus dem 17. Jahrhundert stammt der Pub, an dem im Laufe der Zeit einige Anbauten vorgenommen wurden. Das Innere empfand ich als sehr gemütlich und ansprechend: Überall standen Antiquitäten, Eichenbalken dominierten die Räume, ein richtiger Wohlfühl-Pub.

Die Abteilung „Essen“ ist auch nicht zu verachten, so wurde „The Axe“ im Jahr 2007 zum National Winner Best Food Pub gewählt und ein Jahr davor war er Winner of Anglia Best Food Pub in the 2006 Best Pub Awards.
Wer sich also im Norden von Essex aufhalten sollte, dem sei dieser Pub sehr empfohlen!

Published in: on 26. Juni 2010 at 08:20  Comments (1)  
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World Walking the Plank Championships auf der Isle of Sheppey (Kent)

Queenborough Harbour.    © Copyright Bob Jones and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Queenborough Harbour.
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Zur Isle of Sheppey in Kent kommt man nicht so ohne weiteres, liegt sie doch etwas abseits der Hautrouten. Ich bin viele Male dort gewesen, da  in Sheerness früher einmal die Fähre der Olau Lines von Vlissingen in Holland ankam. Leider ist diese Fährverbindung eingestellt.

Auf der Isle of Sheppey werden jedes Jahr im August Weltmeisterschaften ausgetragen, die „World Walking the Plank Championships„. Queenborough Harbour ist der Austragungsort des Wettbewerbs, bei dem die Teilnehmer von einer 3,80m langen Planke von Bord des Piratenschiffes „Salty Sea Pig“  ins Wasser sprungen müssen. Die Preisrichter vergeben Punkte über die Art und Weise wie da ins Wasser gesprungen wird, wie originell das aussieht, und über die Verkleidung der Kandidaten, denn die meisten sind kostümiert oder haben auch schon einmal gar nichts an.
Auch über die Ausübung der Piratensprache wird gewertet, derer sich die Kandidaten befleißigen müssen.

Das nächste Spektakel findet am Sonntag, dem 15, August ab 14 Uhr statt.

Der Weltmeister erhält 100 Pfund, ein Zertifikat und ein Fass Shepherd Neame Spitfire Ale.

Hier ist ein Film über die Championships.

 

Published in: on 24. Juni 2010 at 07:55  Schreibe einen Kommentar  

The Lost Gardens of Heligan bei Mevagissey (Cornwall)

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Dem Archäologen und Musikproduzenten (eine seltsame Kombination) Tim Smit ist es zu verdanken, dass die Lost Gardens of Heligan zu einer der Hauptattraktionen für Cornwallbesucher geworden sind. Die riesige Gartenanlage zählt zu den schönsten Englands und sie findet sich in der Nähe des Küstenortes Mevagissey, südlich von St. Austell.

Die Familie Tremayne hatte Heligan mehr als 400 Jahre bewirtschaftet. Im 1. Weltkrieg ging es leider bergab; die Gärtner wurden in den Krieg geschickt, die Anlage verwilderte. Ein Nachkomme der Familie Tremayne, John Willis, erbte Heligan im Jahr 1990 und lernte zufällig den oben erwähnten Tim Smit kennen, der sofort Feuer und Flamme war, diese Gartenanlage wieder zum Leben zu erwecken. Smit und sein Freund John Nelson, sowie einige Gartenbauspezialisten machten sich daran, Heligan wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, was ihnen auch hervorragend gelungen ist.

Die Lost Gardens gliedern sich in mehrere Teile; es gibt da z.B. den „Dschungel„, in dem subtropische Pflanzen gedeihen, das „Verlorene Tal„, das an die ursprünglche Landschaft Cornwalls erinnnern soll, oder die „Pleasure Grounds„, ein Ziergarten mit Brunnen, Grotten und Pavillons.

Man kann problemlos einen ganzen Tag in Heligan verbringen und entdeckt immer wieder etwas Neues und Überraschendes.
Tim Smit hat noch ein weiteres Gartenbauprojekt in Cornwall geschaffen „The Eden Project„, das nicht weit entfernt liegt.

Published in: on 23. Juni 2010 at 08:01  Schreibe einen Kommentar  
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Life & Style London im ZDF-Infokanal

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Das ZDF-Studio in London ist zuständig für die Berichterstattung aus Großbritannien / Nordirland, Irland und wird zurzeit von Susanne Gelhard geleitet.
Neben Berichten aus der Politik und der Wirtschaft, die in die „Heute“-Sendung eingebaut werden, produziert das Studio aber auch noch ein kleines 15minütiges Magazin namens „Life & Style London“, das wöchentlich den Inhalt wechselt und mehrfach pro Woche im ZDF-Infokanal gesendet wird.

Hier erfährt man Wichtiges und weniger Wichtiges, Interessantes und Kurioses aus London und anderen Regionen Großbritanniens, sehr liebevoll gestaltet und man spürt in den Beiträgen, dass es den Londoner Korrespondenten viel Spaß gemacht hat, die Beiträge zu produzieren.

Hier ist ein kleiner Film, in dem Susanne Gelhard das ZDF-Studio kurz vorstellt.

Ich kann die Sendung, die ich mir regelmäßig ansehe, jedem empfehlen, der sich für die Insel interessiert!

Published in: on 22. Juni 2010 at 08:22  Schreibe einen Kommentar  
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Ascot Fascinators

 

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Vom 15. bis zum 19. Juni fanden in diesem Jahr wieder die berühmten Pferderennen in Ascot statt, ein Highlight im gesellschaftlichen Leben Englands. Die Pferde und die Jockeys sollen zwar im Mittelpunkt stehen, doch das Treiben außerhalb der Bahnen ist für die meisten Besucher viel wichtiger. Man zeigt sich, die Luxuslimousinen stehen aufgereiht auf den Parkplätzen, die meisten Herren tragen Frack und Zylinder und die Damen tragen… fascinators; das sind jene merkwürdigen Hüte, bei deren Gestaltung der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind.

Vogelnester sind da auf den Köpfen der Damen zu erspähen oder Erdbeertörtchen oder jede Menge Federbüsche. Alljährlich wird auch in Ascot der beste Kopfschmuck der Damenwelt prämiert.
Der Dresscode bei Royal Ascot für Damen wurde vor einiger Zeit stark reglementiert. Miniröcke und nabelfreie Tops sind verboten, tiefe Dekolletés ebenso wie Kleider mit Spaghettiträgern. Hüte hingegen sind Pflicht.

Manche basteln sich ihre fascinators selbst, aber natürlich gibt es in London auch spezielle Geschäfte, in denen man diese Hüte kaufen bzw. anfertigen lassen kann.

Der dritte Renntag ist auch der Ladies‘ Day, an dem die Besucherinnen noch einmal versuchen, das schrillste und sensationellste auf ihre Hüte zu zaubern.

Der Champagner fließt an den Renntagen in Strömen. 150 000 Flaschen sollen es sein, dazu mehrere Tonnen Lachs und Erdbeeren.

Hier einige typische Beispiele für Fascinators.

Published in: on 20. Juni 2010 at 09:16  Schreibe einen Kommentar  
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Das Igelkrankenhaus bei Newton Abbot (Devon)

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Einige Meilen südwestlich von Newton Abbot im Süden der Grafschaft Devon liegt die Prickly Ball Farm, deren Besonderheit ein Igelkrankenhaus ist. „The Hedgehog Hospital“ behandelt im Jahr etwa 200 Igel, beseitigt ihre WehWehchen und siedelt sie nach ihrer Genesung wieder aus.

Man kann dieses Krankenhaus besuchen und sich von den Mitarbeitern alle Fragen über Igel beantworten lassen; auch eine ständig laufende Videopräsentation gibt Tipps über den Umgang mit Igeln.

Für Kinder ist der Besuch auf der Farm besonders interessant, denn es gibt die Pet Corner, eine Art Streichelwiese, in der man mit Tieren hautnah in Berührung kommt, es gibt Ponyreiten und man kann während der Saison Lämmer füttern.
Im Hoglet’s Coffeeshop kann man sich zwischendurch mit kleinen Snacks stärken und natürlich gibt es auch einen Gift Shop.

In Haddenham in Buckinghamshire gibt es auch ein Hospital für Igel und andere Wildtiere, das allerdings viel größer ist und sich „The World’s Busiest Wildlife Hospital“ nennt. Tiggywinkles verfügt auch über ein Besucherzentrum.

Published in: on 19. Juni 2010 at 09:30  Schreibe einen Kommentar  
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Nicky Clarke – Englands prominentester Friseur

Was heißt hier Friseur? Nicky Clarke ist Hairstylist und dazu noch Träger des Ordens Order of the British Empire. Welcher Haarexperte kann das wohl noch von sich behaupten?
Der gestern 52 Jahre alt gewordene Clarke wurde dadurch bekannt, dass er in verschiedenen Fernsehshows Prominenten die Haare stylte, bevor er eigene Friseursalons in England eröffnete. Im vornehmen Londoner Mayfair hat er einen Salon und auch in Birmingham, Manchester und Leeds.
Sein Credo lautet: I believe that everyone wants to look and feel their absolute best and I have made it my personal goal to help people to do just that. I simply do not believe that anyone needs to have a ‚bad hair day‘ – ever!“

Die Preisliste hat es in sich. Man kann, wenn man es denn möchte, von einem Style Graduate bedient werden; dann kostet der Haarschnitt für einen Mann nur ca. 50 EURO. Möchte man aber vom Meister selbst bedient werde, so geht das richtig ins Geld. Bis zu 400 EURO kann dann ein Herrenhaarschnitt kosten. Für David Beckham und Gattin sind das natürlich Peanuts, der „Normalmensch“ wird sich es sicher genau überlegen, bevor er seine Füße in den Salon in der Mount Street Nummer 130  in London setzt.

Published in: on 18. Juni 2010 at 17:42  Schreibe einen Kommentar  
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Shard London Bridge – Demnächst eines der höchsten Gebäude Europas

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Der Shard London Bridge  ist ein im Bau befindlicher Wolkenkratzer in London, der bei seiner Fertigstellung nach jetzigem Stand mit 310 Metern nach dem Moskauer Mercury City Tower das zweithöchste Gebäude Europas sein wird. Der verzögerte Baubeginn erfolgte am 16. März 2009, die Fertigstellung ist für das erste Halbjahr 2012 geplant.

Der Architekt diese Mammutgebäudes ist Enzo Piano, der durch das Pariser Centre Pompidou berühmt wurde, das er gemeinsam mit Richard Rogers entwarf.

Der Shard London Bridge, auch London Bridge Tower genannt, wird 66 nutzbare Stockwerke haben und insgesamt 310 Meter hoch sein. Das Gebäude ist pyramidenförmig aufgebaut und läuft zur Spitze hin schmal zu. Im gesamten Hochhaus wird es 39 Fahrstühle geben.
Der Wolkenkratzer wird auf dem Südufer der Themse gebaut, im Stadtteil Southwark, in unmittelbarer Nähe der London Bridge gelegen. Man versucht, das riesige Gebäude so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten, in dem man unten Büros, in der Mitte ein Hotel (eines der Shangri-La-Gruppe) und oben Wohnungen unterbringt, weil der Verkehr auf diese Weise nach Intensität gestaffelt wird und das wiederum Energie spart.

Nach Fertigstellung wird dieser riesige Turm neben dem London Eye und The Gherkin (s. dazu auch meinen Blogeintrag) weiter dazu beitragen, dass sich die Skyline von London verändern wird.

Sand Sculpture Festival 2010 in Weston-super-Mare (Somerset)

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In Travemünde gibt es so etwas und in Weston-super-Mare in Somerset auch und zwar seit 2006: Ein Sandskulpturen-Festival.
Der Sand vom Strand in Weston eignet sich hervorragend dazu, Skulpturen zu bauen, die man nicht für möglich hält.
Die Attraktion des Jahres 2006 war King Kong, drei Meter hoch und zwanzig Tonnen schwer; geschaffen von zwei niederländischen Spezialisten.
Im Jahr 2007 war das vorgegebene Thema „Märchenfiguren“ und in diesem Jahr steht das Thema „Großbritannien“ an. Zu sehen da u.a die Beatles, William Shakespeare, Alfred Hitchcock, Margaret Thatcher und der Prince of Wales.

Die Sandfiguren stehen am Strand von Weston-super-Mare in der Nähe des SeaQuariums und zwar vom  22. Mai bis zum 5. September.

Weston-super-Mare hat einige berühmte Leute hervorgebracht; so wurden hier u.a. John Cleese (Monty Python, Fawlty Towers), Richie Blackmore (Deep Purple), Rupert Graves (Schauspieler) und Jeffrey Archer, Baron Archer of Weston-super-Mare (erfolgreicher Romanschriftsteller) in der Stadt geboren, die eine Partnerschaft mit meiner Nachbarstadt Hildesheim hat.

Published in: on 15. Juni 2010 at 15:23  Schreibe einen Kommentar  
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Stand-up Comedians Teil 17 – Russell Howard

Russell Howard, 1980 in Bath (Somerset) geboren ist ein Comedian mit zahlreichen Auszeichnungen. Er erreichte 2005 den zweiten Platz der  „Britain’s Funniest Comics“ und wurde „Best Compère“ bei den 2006 Chortle Awards. Ein Compère ist ein Moderator in einem Comedy Club.

Howard arbeitete für die BBC, sowohl im Radio als auch im Fernsehen, wo er in den beliebten Panel Shows „8 out of 10 cats“, „Would I lie to you?“ und „Mock the week“ mitspielte.

Seit Oktober letzten Jahres hat er eine eigene Show bei BBC 3 unter dem Titel „Russell Howard’s Good News„. Howard geht auch auf Tournee, zuletzt Ende 2009 mit „Big Rooms and Belly Laughs„. Pläne für 2011 bestehen bereits; da soll die Tournee „Right Here Right Now“  heißen.

Hier ist ein Auftritt von Russell Howard im Londoner Apollo.

Published in: on 14. Juni 2010 at 13:50  Schreibe einen Kommentar  
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Rousham Gardens bei Rousham (Oxfordshire)

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An der A4260, ziemlich genau auf halber Strecke zwischen Oxford und Banbury, liegen die Rousham Gardens, ein gartenhistorisch bedeutsamer Park, der im 18. Jahrhundert von William Kent für den damaligen Besitzer General James Dorner angelegt wurde und der noch fast unverändert geblieben ist.

In dem weitläufigen Parkgelände finden sich immer wieder Statuen wie z.B. der „Sterbende Gladiator“ des niederländischen Bildhauers Peter Scheemakers und am River Cherwell, an den das Gelände angrenzt, hat William Kent 1740 den Temple of Echo errichtet, neben dem eine Libanonzeder steht, ein Baum der häufig in englischen Landschaftsgärten anzutreffen ist.

Rousham verfügt auch über einen sehenswerten Kräutergarten aus dem 17. Jahrhundert mit Taubenhaus und Spalierobstbäumen.

Rousham House wurde 1635 von Sir Robert Dormer erbaut und befindet sich noch immer im Besitz der gleichen Familie. Es ist nicht für Besucher zugänglich; lediglich Gruppen können nach vorheriger Anmeldung das Haus besichtigen.

Es gibt hier kein Café und keinen Shop, aber man wird ermutigt,  sein Picknick mitzubringen und es sich damit im Park gemütlich zu machen.

Wie die Webseite von Rousham House and Gardens verrät, wurde hier kürzlich eine Epsode der ITV-Krimiserie „Lewis“ gedreht („The Dead of Winter“), von denen einige schon vom ZDF ausgestrahlt wurden.

Published in: on 13. Juni 2010 at 08:23  Comments (2)  

JLS – Englische Boygroup mit Platten- und Bucherfolg

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Castingshows haben in vielen Ländern der Welt schon einige erstaunlich erfolgreiche Sängerinnen, Sänger und Gruppen ans Tageslicht gebracht. Ein Beispiel aus England ist die Boygroup JLS, wobei das JLS  für „Jack the Lad Swing“ steht.
Im Dezember 2008 erreichten die vier den zweiten Platz in der Show The X Factor, erhielten einen Plattenvertrag und erreichten mit ihren ersten drei Singles und ihrem ersten Album die Spitzenplätze der britischen Charts.

Oritsé Williams, Marvin Humes, Aston Merrygold  und Jonathan Benton Gill sind JLS, die nicht nur auf der musikalischen Schiene Erfolge verzeichnen konnten, sondern mit einem Buch auch Platz 1 der britischen Bestsellerlisten erreichten.
JLS – Our Story So Far“ lautet der Titel des bei HarperCollins erschienen Buches, in dem die vier von ihrem Werdegang erzählen und in dem man sie auf vielen Fotos bewundern kann.

Bei den Brit Awards wurde JLS in zwei Kategorien ausgezeichnet. Sie gewannen in der Kategorie „British Breakthrough“ und ihr „Beat Again“ siegte in der Kategorie „British Single„.
Was für ein Erfolg für JLS.  Aber wird er auch dauerhaft sein??

Hier ist JLS mit „Love you more“:

Published in: on 12. Juni 2010 at 17:32  Schreibe einen Kommentar  
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Meine Lieblings-Pubs – Ye Old Black Bear in Tewkesbury (Gloucestershire)

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Dieser imposante Pub in Tewkesbury soll der älteste in Gloucestershire sein, was ich mir durchaus vorstellen kann, denn sowohl die äußere Fachwerkfassade als auch das Innere des Pubs sehen sehr alt aus.

Erbaut wurde der alte Coaching Inn im Jahr 1308 und ein großer Teil der sichtbaren Holzverkleidung stammt aus dem 16. Jahrhundert. Ye Old Black Bear liegt in der High Street, ein paar Schritte von der King John’s Bridge entfernt und der Biergarten grenzt direkt an den River Avon, was bei Hochwasser unangenehme Folgen haben kann. Tewkesbury wurde bei den gewaltigen Überschwemmungen im Juli 2007 besonders stark in Mitleidenschaft gezogen.

William Shakespeare soll im Black Bear einmal mit seiner Theatergruppe aufgetreten sein. Daß es in einem so alten Pub auch spukt, ist in England eigentlich einen Selbstverständlichkeit. Herzzerreißende Schreie will man in den Räumen des Pubs schon gehört  haben, die von verwundeten Soldaten der Rosenkriege stammen sollen, die man damals hierher gebracht hatte. Auch das Getrappel von Pferdehufen wurde schon in den Räumlichkeiten vernommen.
Ein Pint im Winter vor dem Kamin oder im Sommer im Biergarten sollte man nicht versäumen, wenn man die Stadt Tewkesbury besucht.

Published in: on 11. Juni 2010 at 17:03  Comments (2)  
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Pillboxes – Relikte aus dem 2. Weltkrieg

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Pillboxes sind ja eigentlich Pillendosen – aber man bezeichnet mit dem Namen auch Bunkeranlagen, die man im 2. Weltkrieg in England gebaut hat, um einer drohenden Invasion Nazi-Deutschlands begegnen zu können. Ob diese pillendosenartigen Verteidigungsanlagen wirklich etwas gebracht hätten, sei dahingestellt. Glücklicherweise bestand keine Notwendigkeit, dies unter Beweis zu stellen.

Noch heute gibt es vor allem im Süden Englands entlang der Küste aber auch im Binnenland tausende von diesen Bunkern, die noch weitgehend intakt sind. Man spricht von 6 500 übriggebliebenen Pillboxes von ca 28 000.

Einige der Bunker sind verfallen und es besteht beim Betreten Lebensgefahr; andere wiederum sind von Farmern als Viehunterstände und Lagerräume benutzt worden. Ein weiterer Verwendungszweck: Man hat einige als Fledermaus-Brutplätze ausgebaut. Die dickwandigen und oft feuchten Anlagen sind ideal für Fledermäuse.

Die Pillbox Study Group hat sich mit sehr viel Engagement um die Erforschung dieser Verteidigungsanlagen gekümmert und betreibt eine Webseite, auf der man sehr viel über die Pillboxes erfährt.

Englands inoffizieller Fußball-WM-Song „Three Lions 2010“

Robbie Williams, Russell Brand und einige andere haben eine Fan-Hymne aus dem Jahr 1996, als die Fußball-Europameisterschaften in England statt fanden, komplett überarbeitet und in den weltberühmten Londoner Abbey Road-Studios neu aufgenommen. „Three Lions 2010“ heißt der Titel und wird interpretiert von The Squad. Dahinter verbergen sich Ian Broudie von The Lightning Seeds, die Comedians David Baddiel und Frank Skinner und Robbie Williams; die ersten drei zeichneten schon für die Originalversion von 1996 verantwortlich.

Doch es gibt  noch etwa ein Dutzend weitere englische World Cup Songs wie z.B.

DILE: Skank for England
The Skatoons:  The World Cup’s Waiting for you
Young Stanley: Sing it for England
Geof Jackson:  Shout For England
Fabio:  England World Cup Song 2010
Rik Mayall:  Noble England
Black Lace featuring DJ Neil Philips: We Are The England Fans
Denise Johnson: Come On England

Published in: on 7. Juni 2010 at 18:50  Schreibe einen Kommentar  
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Prideaux Place bei Padstow (Cornwall) und die Rosamunde Pilcher-Verfilmungen

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Millionen von deutschen Fernsehzuschauern kennen dieses schöne Herrenhaus bei Padstow in Cornwall; viele wissen aber nicht wie es heißt und wo es liegt. Das ZDF benutzte Prideaux Place mehrere Male als Kulisse für seine Verfilmungen von Rosamunde Pilcher-Geschichten.

14 Generationen von Prideauxs wohnten nun schon in diesem Haus, seit es 1592 erbaut wurde. Peter & Elisabeth Prideaux-Brune sind die heutigen Besitzer und Bewohner von Prideaux Place, die ihr Haus auch für Besucher geöffnet haben, von denen viele aus Deutschland kommen. Aus diesem Grund werden die Touren durch das Haus auch in deutscher Sprache angeboten.

Prideaux Place wird von schönen Gärten und einem Wildpark umgeben. Es heißt, wenn das Wild hier einmal aussterben sollte, würde es die Prideaux-Familie auch. Kein Wunder, dass das Wild gehegt und gepflegt wird.

Die Geisterjäger-Serie „Most Haunted„von Living TV mit Medium Derek Acorah untersuchte das Haus auch schon einmal und natürlich wurde Acorah auch dieses Mal fündig.

Ein hübsches kleines Mitbringsel als Erinnerung an einen Besuch in Prideaux Place ist das kleine Buch „Me too: A bear’s eye view“ von Carmen Hocking, die im Haus arbeitet. Es handelt von den Abenteuern des kleinen Bären Me Too, der Peter Prideaux-Brune gehört und der tagsüber in der Bibliothek sitzt, des Nachts aber alle seine Freunde, wie andere Teddybären, Kaninchen und Katzen, um sich herum schart und die sich dann alle zusammen amüsieren und Spiele spielen.

Ein Besuch von Prideaux Place lohnt sich, nicht nur für Rosamunde Pilcher-Fans.

Published in: on 6. Juni 2010 at 09:41  Comments (3)  
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Dickens Festival in Broadstairs (Kent)

Gedenktafel am Bleak House in Broadstairs, wo Charles Dickens wohnte. - © Copyright pam fray and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Broadstairs liegt 2-3 Kilometer nördlich von Ramsgate in Kent direkt an der Nordseeküste; ein Ort, den Charles Dickens gern und häufig besuchte. 1837 kam er zum ersten Mal hierher und in Broadstairs schrieb er seinen berühmten Roman „David Copperfield„. Liebevoll nannte er die Stadt „Our English Watering Place“.

Im Jahr 1937, anlässlich des 100. Jahrestages von Dickens‘ erstem Besuch in Broadstairs, kam Gladys Waterer, die damals im Dickens House wohnte, auf die Idee, eines seiner Werke aufzuführen und dazu sollten die Bewohner des Ortes in viktorianischer Kleidung herumlaufen, um die Aufführung bekanntzumachen. So wurde das Broadstairs Dickens Festival geboren, das seitdem jedes Jahr in der dritten Juniwoche statt findet.

In diesem Jahr geht das Festival vom 19. bis zum 25. Juni über die Bühne mit zahlreichen Veranstaltungen, darunter die Aufführungen „The Young David Copperfield“ und „The Old Curiosity Shop“, einer Victorian Country Fair, einem Victorian Village Cricket Match und einer Victorian Bathing Party.

Ein weiteres Festival zu Ehren von Charles Dickens gibt es in Rochester, das an diesem Wochenende statt findet.

Published in: on 5. Juni 2010 at 07:42  Comments (1)  
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Der Kapitän der Titanic und seine Statue in Lichfield (Staffordshire)

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Kapitän Edward John Smith befehligte einst das Passagierschiff Titanic, das am 15. April 1912 im Nordatlantik unterging, und den Kapitän mit in die Tiefe riss.
Smith heiratete am 12. Juli 1887 Sarah Eleanor Pennington (17. Juni 1861–28. April 1931). Das Paar hatte eine Tochter, Helen Melville Smith (1898–1973).
Dem in Hanley/ Stoke-on-Trent geborenen Seemann wurde auch ein Denkmal errichtet, aber erstaunlicherweise nicht in Stoke, sondern in Lichfield, wozu Smith eigentlich gar keine Beziehung hatte. Am 29. Juli 1914 wurde das Denkmal von Smiths Tochter enthüllt. Geschaffen hatte das Monument Kathleen Scott, Witwe des berühmten Antarktisforschers Robert F. Scott. Es steht im Beacon Park und trägt die Inschrift:

                                        CAPT. OF R.M.S. TITANIC
                                                    COMMANDER
                                      EDWARD SMITH R.D. R.N.R.
                        BORN JANUARY 27 1850 DIED APRIL 15 1912
                             BEQUEATHING TO HIS COUNTRYMEN
                    THE MEMORY & EXAMPLE OF A GREAT HEART
                            A BRAVE LIFE AND A HEROIC DEATH
                                                 ~    BE BRITISH    ~

The Severn Bore – die zweitgrößte Gezeitenwelle der Welt

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Der Severn ist mit 354 Kilometern Großbritanniens längster Fluss. Er entspringt in den Waliser Cambrian Mountains und mündet in den Bristol Channel als Severn Estuary.

Dort spielt sich zweimal am Tag ein Naturschauspiel ab, das als Severn Bore, als die Severn-Gezeitenwelle, bekannt ist. Hier herrscht der zweitgrößte Tidenhub der Welt , der etwa 12 Meter beträgt. Nur in der Bay of Fundy in Kanada, zwischen den kanadischen Provinzen New Brunswick und Nova Scotia, ist er noch größer.

Am besten ist „The Bore“ bei Elmore am Ostufer und bei Minsterworth am Westufer zu sehen. Besonders beliebt ist die Gezeitenwelle natürlich bei den Surfern, die gern auf den bis zu zwei Meter hohen Wellen in die Mündung des Severn hineinreiten. Manchmal kann es da schon ganz schön voll werden, denn Surfer aus der ganzen Welt kommen gern hierher, um „The Bore“ auszuprobieren.

Fred Robotham schrieb 1983 ein Buch über das Phänomen: „The Severn Bore„, erschienen im Verlag David & Charles, das nur noch antiquarisch erhältlich ist.

Hier ist ein Film über The Severn Bore.

 

Published in: on 3. Juni 2010 at 19:11  Comments (1)  
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Der National Trust und die Liebesromane

Der National Trust ist eine gemeinnützige Organisation, die Objekte aus dem Bereich der Denkmalpflege und des Naturschutzes in England, Wales und Nordirland betreut.
Mills & Boon ist ein 1908 gegründeter Verlag, der sich auf Romance, also romantische Liebesromane, spezialisiert hat.

Was führte beide zusammen? Eine Idee des National Trusts, an Geld zu kommen. Der Trust verfügt über Dutzende von Herrenhäusern, in denen sich in der Vergangenheit ebenso viele Liebesaffären zugetragen haben. Was liegt also näher, als einen in dieser Materie erfahrenen Verlag anzusprechen, ob er nicht eine Serie von Büchern auflegen will, die in National Trust-Häusern spielen. M&B sagte zu, der erste Band ist erschienen und spielt im Ham House, in Richmond (Surrey) im Großraum London gelegen. Ham House feiert in diesem Jahr sein 400jähriges Bestehen, ist also optimal geeignet.

Scandalous Innocent“ heißt das Buch und wurde von Juliet Landon geschrieben, einer erfahrenen Romance-Autorin, die schon 20 Bücher für Mills & Boon geschrieben hat. Der Duke und die Duchess von Lauderdale (die wirklichen früheren Besitzer von Ham House) spielen in diesem im 17. Jahrhundert angesiedelten Roman eine Rolle, sowie die hübsche skandalträchtige Phoebe (fiktiv). Es gibt eine Menge Sex und romantische Begegnungen in einem Herrenhaus, das dafür der ideale Schauplatz ist.

Von jedem verkauften Buch, das es auch in vielen National Trust Shops zu kaufen gibt, gehen 50 Pence an das Ham House, das mit dem Geld seine seidenen Wandbehänge restaurieren will.

Wenn sich das Buch gut verkauft, sollen weitere romantische Romane aus anderen National Trust-Häusern folgen.

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