Englische Bücherstädte – Im Gefolge von Hay-on-Wye

Booktown Sedbergh. - © Copyright Colin Smith and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Die Mutter aller Bücherstädte weltweit war und ist Hay-on-Wye im Grenzgebiet von England und Wales, die „King Richard“ Booth 1961 aus dem Boden stampfte. Der 1500-Seelen-Ort hat heute etwa 40 Antiquariate, die Besucher aus aller Welt anziehen.
Ohne bisher durchschlagenden Erfolg hat man versucht, im südlichen Wales eine zweite „booktown“ zu gründen: Blaenavon. Vielleicht klappt es ja noch.

In Schottland gibt es Wigtown „Scotland’s National Book Town“, wo sich schon 20 Läden niedergelassen haben und wo es auch ein Buchfestival gibt (das nächste vom 24.09. bis 03.10.).

In England gibt es zurzeit zwei Orte, die Hay-on-Wye nacheifern. Da ist zuerst Sedbergh in Cumbria, am Rande des Yorkshire Dales National Parks gelegen, das sich 2003 „Book Town“ nannte. Dort finden sich z.B. im Dales & Lakes Book Centre gleich mehrere Antiquariate unter einem Dach, aber auch weitere Läden buhlen im Ort um Kundschaft wie der Laden mit dem schönen Namen Sleepy Elephant Bookshop.

Englands zweite Bücherstadt ist Atherstone in Warwickshire, das früher durch ihre Hutmanufaktoren bekannt war. 2005 versuchte man auf den „Bücherstadtzug“ aufzuspringen und der Amerikaner James Hanna, der schon Blaenavon in Konkurrenz zu Hay-on-Wye aufstellen wollte, gab Hilfestellung. Mittlerweile hat Hanna Atherstone wieder verlassen.

Fazit: Hay-on-Wye ist nach wie vor mit großem Abstand die Nummer Eins der britischen Bücherstädte.

Published in: on 20. August 2010 at 10:50  Kommentar verfassen  
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