Ha-Ha – Ein genialer Kunstgriff in der Gestaltung des englischen Landschaftsgartens

Der Ha-Ha von Berrington Hall (Herefordshire).    © Copyright Philip Halling and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Ha-Ha von Berrington Hall (Herefordshire).
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Mit Gelächter hat der Begriff „Ha-Ha“ eigentlich wenig zu tun. Es ist ein Fachausdruck  in der Anlage von Landschaftsgärten; ein Ha-Ha verhindert, dass Tiere und ungebetene Besucher in den Garten gelangen, ohne den Blick nach außen zu verstellen. Die angrenzende Landschaft wird somit visueller Teil des Gartens, ein illusionistischer Kunstgriff, der den Garten scheinbar vergrößert (so die Erklärung der Wikipedia).
Der Ha-Ha ersetzt also eine Mauer oder einen Zaun durch einen unter dem Geländeniveau liegenden tiefen Graben mit steilen Böschungen. Auch eine versenkte, uneinsehbare Mauer ist eine Möglichkeit, diesen Effekt zu erreichen.

Wenn man also von der Terrasse eines Country Houses in die Landschaft blickt, sieht man da Wild oder Kühe weiden, die aber alle keine Chance haben, sich an den Gartenpflanzen gütlich zu tun, weil sie es nicht schaffen, die Böschung zu erklimmen.

Wer sich das ausgedacht hat, lässt sich nicht mehr eindeutig sagen. Als möglicher Erfinder des Ha-Has gilt z.B. Willliam Kent (1685-1748), einer der großen englischen Landschaftsgärtner.

Woher kommt nun der witzige Name? Der Ausdruck Ha-Ha erklärt sich aus dem lautmalerischen Ausruf des Erstaunens. Der Ha-Ha, aus der Ferne nicht erkennbar, wird erst beim Herantreten sichtbar, verblüfft den Besucher, der die Konstruktion mit „Aha!“ kommentiert (so noch einmal die Wikipedia).

Einige Beispiele, wo Ha-Has zu sehen sind: Petworth House, Castle Ashby oder Burghley House. Aber auch in anderen Ländern wie  in Deutschland, Frankreich und den USA sind Ha-Has „im Einsatz“.

Published in: on 20. Oktober 2010 at 04:13  Schreibe einen Kommentar  
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