Aleksandr Orlov, das Erdmännchen, und die britischen Autoversicherer

Die britische Werbeagentur VCCP hat mit ihrer Kampagne für das Internetportal www.comparethemarket.com, in dem man Autoversicherer  und andere Versicherungen vergleichen kann, einen Geniestreich gelandet. Für die Werbespots wurde das Erdmännchen Aleksandr Orlov erfunden, das heute so beliebt ist, dass es auf Facebook hunderttausende von Freunden hat und dass zurzeit ein Buch ganz vorn auf den britischen Bestsellerlisten steht, mit dem Titel „A Simples Life: The Life and Times of Aleksandr Orlov“ (Ebury Press, erschienen am 28. Oktober).
In dem berühmten Werbespot geht es darum, dass sich das Erdmännchen mit osteuropäischem Akzent darüber beschwert, dass sich so viele Leute auf seine Webseite www.comparethemeerkat.com verirren, die dort nach den günstigsten Autoversicherern suchen, sich aber bei der Eingabe vertippt haben und eigentlich www.comparethemarket.com haben wollen. Auf der Webseite von Aleksandr Orlov kann man nämlich keine Autoversicherer sondern Erdmännchen vergleichen. Orlov weist am Ende jedes Spots noch einmal deutlich darauf hin, wo die Unterschiede bei den beiden Webseiten liegen und schließt mit dem Wort „Simples!“, so viel wie „Ist doch ganz einfach!“.

Die Werbekampagne war enorm erfolgreich. 3 Tage nach Ausstrahlung der Werbespots hatte das Internetportal das Monatsziel für Kundenanfragen erreicht. Darüber hinaus konnte man ein Gesamtwachstum eingegangener Anfragen von 45% verbuchen, 90% mehr als in der Vergleichsperiode im Vorjahr. Aleksandr Orlov hat sich um die Branche der Autoversicherer verdient gemacht!

Hier und hier sind zwei Werbespots zu sehen.

 

Published in: on 1. November 2010 at 08:41  Comments (5)  

Pluckley (Kent) – Englands Spukdorf Nummer 1

 

   © Copyright David Anstiss and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Als wir Pluckley in Kent besuchten, geschah das an einem warmen Sommertag und eine unheimliche Atmosphäre wollte in Englands „most haunted village“ (so „Guinness World Records“) einfach nicht aufkommen. Wir nahmen unseren Lunch im Biergarten des „Black Horse“ Pubs zu uns, der ebenfalls auf der Liste der Spukorte in Pluckley steht (über einen späteren Aufenthalt dort siehe hier). Hier soll ein Poltergeist sein Umwesen treiben. Nach dem Lunch begaben wir uns auf den nahegelegenen Friedhof der Parish Church of St Nicholas, wo eine Red Lady und eine White Lady gesichtet worden sind. Auch dort gruselten wir uns bei hellem Sonnenschein nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ein nächtlicher Besuch auf dem Friedhof ganz anders aussehen würde.

Zwischen 12 und 16 Geister soll es in dem kleinen Dorf mitten Kent geben von denen einige in den Screaming Woods zu finden sind, ein Waldgebiet außerhalb Pluckleys; so benannt, weil man hier nachts die Schreie derer gehört haben will, die sich in den Wäldern verlaufen haben und umgekommen sind.

Elvey Farm ist bei Geistern besonders beliebt. Dieser jahrhundertealte Bauernhof, auf dem man auch Zimmer mieten kann, wird von einem früheren Besitzer heimgesucht, der sich auf der Farm erschossen hat und auch ein Soldat wird hin und wieder auf der Treppe gesehen, die zu den im oberen Geschoss liegenden Schlafzimmern führt.

Es würde hier zu weit führen, alle Spukerscheinungen aufzuführen die mehr oder weniger regelmäßig in Pluckley zu sehen sind.
Übrigens wurde hier die ITV-Fernsehserie „The Darling Buds of May“ in den 90er Jahren gedreht, in der Catherine Zeta-Jones eine der Hauptrollen spielte und dadurch national und später international auf sich aufmerksam machte.

Ob man nun an Geister glaubt oder nicht, der Ort Pluckley ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Hier ist ein Film über die „Legends of Pluckley Village“.

Published in: on 1. November 2010 at 04:21  Comments (4)  
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