Eyam (Derbyshire) – Das Dorf, das gegen die Schwarze Pest kämpfte

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Eyam in Derbyshire ist ein Dorf, das auch heute noch, nach fast 350 Jahren, bekannt dafür ist, dass es 1665 verzweifelt gegen die Schwarze Pest kämpfte.
Die Pest raffte damals unendlich viele Menschen dahin und auch in das Dorf im Norden Englands kam sie, als Stoffballen aus London, die mit Flöhen infiziert waren, geliefert wurden, die für den örtlichen Schneider Alexander Hadfield bestimmt waren. Sein Assistent George Viccars packte die Lieferung aus und wurde infiziert. In wenigen Tagen war Viccars tot und die Pest verbreitete sich unter den Dorfbewohnern rasend schnell.

Man entschied sich dafür, ganz Eyam unter Quarantäne zu stellen, um eine Weiterverbreitung der Krankheit zu verhindern. Der Preis dafür war hoch: 260 Bewohner starben, nur 83 sollen überlebt haben. Ganze Familien wurden ausgelöscht, so verlor Elizabeth Hancock ihren Mann und sechs Kinder innerhalb von wenigen Tagen. Andere wiederum, die auch mit Pestkranken Berührung hatten wie Marshall Howe, der Totengräber, blieben verschont.

Heute erinnert das Eyam Museum an diese schlimmste Zeit, die das Dorf je erfahren hat.
Es gibt eine Fülle von Büchern, die sich mit dem Thema beschäftigt haben; ja, es gibt sogar Opern, Musicals und Theaterstücke über Eyam.
Die Band I Like Trains aus Leeds hat einen Song über die Pest in Eyam geschrieben „We all fall down.

Hier einige Ausschnitte aus dem Drama „The Roses of Eyam“ von Don Taylor:

 

Published in: on 3. Januar 2011 at 04:00  Comments (1)  
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