Die teuersten Autonummernschilder in Großbritannien

Anders als in Deutschland kann man in Großbritannien Autonummernschilder verkaufen, was zu einem schwunghaften Handel damit geführt hat. Wenn man einmal die großen Tageszeitungen aufschlägt, findet man dort oft seitenlange Gesuche und Angebote, die manchmal horrende Preise haben und den Wert des an dem Nummernschild befestigten Autos weit überschreiten. In der Regel ist es so, je weniger Zahlen oder Buchstaben auf dem Schild stehen, um so teurer ist es.
Es gibt auch eine Zeitschrift speziell für Nummernschild-Interessenten, die „Regtransfers.co.uk. – The World of Personal Member Plates„. Hier findet man alle Informationen rund um das Thema. Natürlich gibt es auch jede Menge Internetseiten mit Verkaufsangeboten und Auktionen.

Hier einige Beispiele für besonders teuere „plates“:

M1“ ging für £331,500 über den Ladentisch. Mike McCoomb aus Liverpool ist der stolze Besitzer und das Nummerschild ist an seinem Bentley befestigt.

VIP1“ prangt an einem von Roman Abramovichs Autos, der das Schild für  £285,000 erstanden hat. Der Russe ist der Besitzer des Chelsea Football Clubs.

51 NGH“ kostete £254,000 und gehört zu dem Rolls Royce eines nicht ganz armen Inders. Innerhalb der Sikh-Gemeinde ist „Singh“ ein weit verbreiteter Name und entsprechend groß war das Interesse an diesem Schild auch.

F1“ ist das bisher teuerste Nummernschild in Großbritannien.  £440,000 zahlte dafür Afzal Khan, ein reicher Unternehmer aus Bradford, und er kaufte es für seinen Mercedes SLR McLaren.

Das sind aber alles Peanuts gegenüber dem, was man so in den Emiraten für Nummernschilder ausgibt. Der Rekord steht dort zurzeit bei  £7 Millionen, die Saeed Abdul Ghaffar Khouri aus Abu Dhabi für das Schild mit der Nummer „1“ ausgab. Das ist wohl nicht mehr zu toppen.

Wie es bei einer Auktion zugeht, auf der Nummernschilder versteigert werden, ist in diesem Film zu sehen. Hier steht „1 D“ zum Verkauf.

Published in: on 27. April 2011 at 04:00  Comments (1)  
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Astoria – Hausboot und Aufnahmestudio mitten auf der Themse

Author: Lorenzo Baglioni . This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Italy license.

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Taggs Island ist eine kleine Insel auf der Themse, nicht weit von Hampton Court entfernt, zugänglich nur über eine Brücke. Hier liegen eine ganze Menge Hausboote am Ufer, darunter das berühmte „Astoria„. Das Boot wurde vor exakt 100 Jahren gebaut und der Auftraggeber war ein gewisser Fred Karno, ein Impresario, für den u.a. damals Charlie Chaplin und Stan Laurel arbeiteten und der der Erfinder des so beliebten „Torten-ins-Gesicht-werfen“-Slapsticks gewesen sein soll.

Karno hatte sich mit der „Astoria“ einen Traum erfüllt. Es war das luxuriöseste Boot auf der Themse und kostete seinerzeit 20 000 Pfund, was etwa 900 000 Pfund heute entspricht. Das 29m lange Themseschiff besaß z.B. ein Badezimmer aus Marmor und das Oberdeck war so groß, dass darauf ein Orchester mit 90 Personen spielen konnte.

1986 erwarb David Gilmour von der Rockgruppe Pink Floyd das Boot und baute es als Aufnahmestudio um. Zahlreiche Alben wurden auf der „Astoria“ aufgenommen, z.B. Pink Floyds „A Momentary Lapse of Reason“ und „The Division Bell“, David Gilmours „On an Island“ und „Abattoir Blues/The Lyre Of Orpheus“ von Nick Cave and the Bad Seeds.

Die Brücke, die zu Taggs Island hinüberführt.   © Copyright Colin Smith and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Brücke, die zu Taggs Island hinüberführt.
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Published in: on 26. April 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – Dixe Wills: The Z-Z of Great Britain

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Bisher kannte ich nur Nachschlagewerke, die alles von „A-Z“ ordneten. Jetzt habe ich ein Buch gefunden, das die Buchstaben „A-Y“ einfach weglässt und nur den Buchstaben „Z“ verwendet: Dixe Wills und „The Z-Z of Great Britain“ (Icon Books 2005, ISBN 1-84046-689-8).

Auf außerordentlich humorvolle Weise verzeichnet Dixe Wills, Reisejournalist beim „Guardian“, sämtliche britischen Orte, die mit dem Buchstaben „Z“ beginnen; das sind immerhin so viele, dass sie 269 Seiten füllen (obwohl kaum jemand diese Orte je gesehen oder von ihnen gehört hat).

Das Buch beginnt mit „Zabulon„, einer Farm in Wales: „Population: 2 + sundry animals including two dogs, one called Tim, the other one not“ und endet mit der „Zulu Farm“ in Oxfordshire: „Zulu Farm is probably best known as a handy jumping-off point for Harwell’s atomic research station„.

Jede Eintragung hat u.a die Rubriken „Things to do“, „Nearest pub“, „Claim to fame“ und „Killer fact“ und endet mit einer witzigen Zeichnung des Autors. Schwarz-Weiß-Fotos (die leider von schlechter Qualität sind, was aber irgendwie nicht stört) garnieren das Ganze.
Das Buch ist ein einziges Lesevergnügen, randvoll mit britischem Humor, von dem Stephen Fry meint: „Exquisitely dotty, yet irresistibly charming. A project so pointless as to be vital to our national well-being„.

Sehr empfehlenswert!!!

Die Zabulon Farm in Wales.    © Copyright Roger W Haworth and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Zabulon Farm in Wales.
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Die Zulu Far, bei Harwell in Oxfordshier.    © Copyright Steve Daniels and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Zulu Farm bei Harwell in Oxfordshire.
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Published in: on 25. April 2011 at 04:00  Comments (4)  

Dwyle Flunking – Ein Pubgame, in dem ein Eimer mit Bier eine Rolle spielt

Dwyle Flunking vor dem Lewes Arms in Lewes (East Sussex).    © Copyright Roz South and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Dwyle Flunking vor dem Lewes Arms in Lewes (East Sussex).
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Ein Pubspiel der besonderen Art, das im Freien zelebriert werden sollte, ist das Dwyle Flunking, ein feuchtes Spiel, in dem ein Eimer Bier im Mittelpunkt steht. Die Regeln sind einfach: Zwei Teams spielen gegeneinander, wobei jedes Team aus 12 Spielern besteht. Team 1 bildet einen Kreis und tanzt um einen in der Mitte stehenden Eimer mit Bier. Ein Teilnehmer von Team 2 steht in der Mitte des Kreises mit einer Art Besenstiel in der Hand, an dessen Ende ein Lappen oder Schwamm hängt (natürlich mit Bier vollgesogen). Der außerhalb des Kreises stehende Schiedsrichter pfeift und in diesem Moment klatscht der Mann oder die Frau mit dem Besenstiel (der Flonker) irgendeinem der im Kreis Tanzenden den Bierlappen ins Gesicht oder an den Körper. Ein Gesichtstreffer zählt 3 Punkte, ein Körpertreffer 2 Punkte und ein Beintreffer 1 Punkt. Wenn der Flonker keinen Treffer erzielt, muss er schnell ein Pint Bier trinken.
Jeder im Team ist einmal als Flonker dran, danach wechseln die Teams. Am Ende werden die Punkte zusammengerechnet. Das Siegerteam erhält als Preis einen Nachttopf aus Zinn.
Oft soll das Dwyle Flunking aber enden, ohne dass jemand weiß, wer wieviel Punkte erreicht hat und dass es eigentlich auch allen Beteiligten egal ist. Der Spaß an dem Pubgame ist wichtiger.

Wie man Dwyle Flunking vor dem Lewes Arms in Lewes (East Sussex) spielt, ist hier zu sehen.

Published in: on 24. April 2011 at 04:00  Comments (3)  
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„Brighton Rock“ – Neuverfilmung des Romans von Graham Greene

Hier an der Strandpromenade von Brighton wird der "Brighton Rock" verkauft. - © Copyright Stephen McKay and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

 Am 21. April kam ein Film in die deutschen Kinos, der auf dem Romanklassiker „Brighton Rock“ basiert, den Graham Greene 1938 schrieb und der in Deutschland den Übersetzungstitel „Am Abgrund des Lebenshat. Die  Regie des ebenfalls „Brighton Rock“  genannten Films führt Rowan Joffe; in den Hauptrollen sind u.a.  Helen Mirren, John Hurt und Sam Riley zu sehen. Anders als in der Romanvorlage spielt der Film in der Mitte der 60er Jahre.

Hier kurz der Inhalt:
„Das britische Seebad Brighton in den 60er Jahren: Mods vs. Rockers – Motorroller und Parka vs. Motorräder und Lederjacken. In Brighton Rock ermordet der skrupellose Kleinganove Pinkie (Sam Riley) ein verfeindetes Gangmitglied. Die unbedarfte Kellnerin Rose (Andrea Riseborough)  stolpert unfreiwillig über Beweise, die Pinkie in Verbindung mit der Tat bringen. Pinkie sieht als einzigen Ausweg Rose zu verführen – zuerst um herauszufinden, wie viel sie weiß, später um sicherzustellen, dass sie nicht zur Polizei geht. Eine rasante Liebesgeschichte zwischen Mörder und Zeugin beginnt. Brighton Rock ist eine Studie über Gut und Böse und zwei Teenager, deren Schicksal in den zitternden Händen des jeweiligen Gegenüber liegt.“ (moviepilot.de)

Brighton Rock ist übrigens eine Süßigkeit, die in dem Badeort an der Küste von East Sussex verkauft wird. In Blackpool gibt es als Gegenstück den Blackpool Rock.

Hier ist der deutsche Trailer zum Film.

Published in: on 23. April 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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Mr. Asbo – Der Horrorschwan vom River Cam

Der River Cam mit "well behaved swans". - © Copyright Hugh Venables and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Mr. Asbo (hier ein Foto von ihm) mag seinen geliebten Fluß Cam nicht mit anderen teilen. Seit dem letzten Jahr ist der Mr. Asbo genannte Schwan äußerst aggressiv geworden und hat zahlreiche Ruderer, überwiegend Studenten der Cambridge University, angegriffen, die dort trainierten. Selbst großgewachsene Männer konnten sich kaum gegen die Attacken des auch „Stalin“ genannten Schwans wehren, so daß die Ruderer schon häufiger Schrammen und Kratzer abbekamen und sogar Boote kenterten.

Was also tun? Die Ruderer wollten Mr. Asbo töten lassen und wandten sich deswegen direkt an die Queen, aber Her Majesty’s Swan Warden, die für die Schwäne zuständige Person, lehnte das ab. Dann wollte man Mr. Asbo an eine andere Stelle des Flusses „strafversetzen“, aber auch das klappte nicht, denn der den Fluss terrorisierende Schwan und Mrs. Asbo bekommen Nachwuchs und nach dem Wildlife and Countryside Act darf man Schwäne, die Nester gebaut haben, nicht an eine andere Stelle bringen. Das Ehepaar Asbo hat sich allerdings für ihr Nest eine ruhigere Stelle des River Cam ausgesucht, östlich von Cambridge, und jetzt hoffen alle rudernden Studenten, dass die Vaterschaft das Tier milder und ruhiger stimmen werde.

Den Grund für die Aggressivität Mr. Asbos will die „Vogelflüsterin“ Michelle Childerley ausgemacht haben. Sie setzte sich telepathisch mit ihm in Verbindung und erfuhr, dass im Jahr 2009 Mr. Asbos Schwanenküken durch einen Ruderer getötet worden sind und er seitdem allen, die ein Ruder in der Hand haben, Rache schwört.

Published in: on 22. April 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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Das Tulpenfestival in den Pashley Manor Gardens (East Sussex)

© Copyright David Anstiss and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Am 27. April ist es wieder soweit, dann beginnt in den Pashley Manor Gardens bei Ticehurst in East Sussex das Tulpenfestival 2011.
Rund um das 1550 erbaute Pashley Manor sind sehr schöne Gärten angelegt worden, die seit 1992 auch für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Eine der Höhepunkte des Gartenjahres ist eben jenes Tulip Festival, das in diesem Jahr schon zum siebzehnten Mal veranstaltet wird. Über 100 verschiedene Tulpenarten blühen in den Gärten und über 20 000 Exemplare gibt es hier zu bewundern. Dazu sind im Manorhaus noch 2000 Tulpen in Vasen aufgestellt. Das Interesse an diesem Frühlings-Blumenmeer ist so groß, dass man das Festival jetzt auf zwölf Tage erweitert hat.
Die Gärten wurden von den jetzigen Besitzern zusammen mit dem schottischen  Gartenarchitekten Anthony du Gard Pasley angelegt.
Die Pashley Manor Gardens bieten im Laufe des Jahres noch weitere Höhepunkte, so gibt es hier im Juni noch ein spezielles Wochenende, das den Rosen gewidmet ist und im Juli und August ist „Lily Time„, da stehen die Lilien im Mittelpunkt des Geschehens.
Etwas Besonderes ist auch das alljährliche „Sculpture in Particular„, da werden zusätzlich zu der Blumenpracht Werke britischer Bildhauer in die Gärten integriert. In diesem Jahr findet diese „Kunst im Garten“-Schau vom 21. bis zum 30. Mai statt.
Hier sind eine Diashow und ein kurzer Film über die Gärten zu sehen.

PASHLEY MANOR GARDENS
Ticehurst
Near Wadhurst
East Sussex
TN5 7HE
Telephone: 0044 (0) 1580 20088

Pashley Manor - © Copyright David Anstiss and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Published in: on 21. April 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Hairy Bikers – Die motorradfahrenden, bärtigen BBC-Fernsehköche

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Hairy Bikers“ klingt irgendwie nicht nach Köchen, aber David Myers und Simon King gehören zu den beliebtesten Fernsehköchen Großbritanniens. Die Fernsehsendungen und die Bücher der beiden aus Nordengland stammenden Biker haben hohe Zuschauerquoten bzw. erzielen hohe Umsätze. Das besondere Merkmal ihrer Kochsendungen: Die beiden sind in der ganzen Welt unterwegs, wo sie an ungewöhnlichen Stellen landestypische Rezepte vorstellen wie z.B. in“‚Hairy Bikers Ride Again‘„.

In der BBC-Show „Food Tour of Britain“ haben sie 30 britische Counties besucht und dort jeweils ein für die Region typisches Essen gekocht. In Kent beispielsweise haben sie ihre Kochtöpfe im Leeds Castle herausgeholt und dort gegen den Sternekoch David Pitchford gekocht.

Eine andere sehr erfolgreiche Fernsehshow der Hairy Bikers ist „Mums know best„, in dem die beiden wieder kreuz und quer durch Großbritannien gefahren sind, auf der Suche nach alten Familienrezepten.
Aus den beiden TV-Staffeln entstanden auch wieder zwei Bücher „Mums know best: The Hairy Bikers‘ family cookbook“ und „Mums still know best: The Hairy Bikers‘ best-loved recipes„, beide im Verlag Weidenfeld & Nicolson erschienen. Der zweite Band steht schon seit Wochen auf den englischen Bestsellerlisten.

Hier ein Ausschnitt aus der Show“ The Hairy Bikers‘ Cook Book„, in der sie in der Türkei einen Döner Kebab herstellen.

Published in: on 20. April 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Museum of Witchcraft in Boscastle (Cornwall) – Das größte Hexenmuseum der Welt

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Am 16. August 2004 ging eine Meldung auch in Deutschland durch die Medien, in der der Ortsname Boscastle genannt wurde: An diesem Tag wurde das schläfrige Küstenstädtchen an der Nordküste Cornwalls nach einem heftigen Unwetter von einer vier Meter hohen Flutwelle überspült, die glücklicherweise keine Todesopfer verursachte, aber einen immensen Sachschaden von ca 60 Millionen Euro zur Folge hatte. Hier ein Film über die Katastrophe.

Auch das „Museum of Witchcraft„, die Touristenattraktion von Boscastle, wurde von der Flutwelle schwer betroffen. Das Erdgeschoss wurde ganz vernichtet und etwa 10% der Ausstellungsstücke gingen verloren. Tagelang waren die Räume des Museums mit dem was die Wassermassen zurückgelassen hatten, bedeckt; doch dann krempelten die Museumsmitarbeiter und Freiwillige aus dem Ort die Ärmel hoch und räumten auf, so dass am 25. März 2005 das Museum wieder geöffnet werden konnte.

Seit 1960 gibt es das Museum in Boscastle und hier ist so alles zusammengetragen worden, was in irgendeiner Form mit Hexerei zu tun hat. Eltern, die ihre Kinder mitnehmen, werden gewarnt: „People with children of a sensitive disposition are warned that some of the exhibits are controversial„.
Die „Friends of the Boscastle Museum of Witchcraft“ unterstützen das Museum nach besten Kräften.
Der Eintritt beträgt £4 für Erwachsene, £3 für Kinder, aber: £10 für „Naughty Children and little monsters“. Man sollte sich also schon genau überlegen, wenn man Kinder in das Museum mitnimmt, ob sie in die Kategorie „well behaved“ oder in die Kategorie „naughty“ fallen.

Die Homepage des „Museum of Witchcraft“ ist hervorragend gemacht, so findet sich dort z.B. das komplette 27seitige Guidebook zum Blättern, das (fast) den Besuch vor Ort ersetzt. Hier ist ein Film über das Museum.

The Museum of Witchcraft
The Harbour
Boscastle
Cornwall
PL35 0HD
Tel. +44 1840 250111

Published in: on 19. April 2011 at 04:00  Comments (1)  
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The Royal Wedding und der britische Buchmarkt

Authors: Nick Warner und Alexandre Goulet. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license

Der 29. April und damit der Tag der Königlichen Hochzeit rückt immer näher und für diejenigen, die einfach nicht mehr warten können, bietet der britische Buchmarkt schon jetzt jede Menge Lesestoff über Prince William und Kate Middleton. Hier eine kleine Auswahl:

Julian Knight: The Royal Wedding for Dummies (John Wiley, ISBN 978-1119970309). „The fun, slightly irreverent guide to enjoying, understanding, and joining the festivities“.

William and Kate: The Royal Wedding (Ladybird, ISBN 978-1409310525). Auf bescheidenen 32 Seiten findet man hier Infos darüber, wie sich die beiden kennengelernt und verlobt haben und auch über die Hochzeit von Prince Charles und Lady Diana wird einiges gesagt. Für alle, die es kurz und knapp lieben.
Royal Wedding: William and Kate Dress-up Dolly Book (Sunbird, ISBN 978-1409390701). Wer das königliche Paar gern einmal aus- und wieder anziehen möchte, findet hier Anregungen.

Ian Lloyd: Invitation to the Royal Wedding (Carlton Books, ISBN  978-1847328236). Auch hier Informationen über Kennenlernen, Verlobung usw. und alles über den Ablauf des kommenden Hochzeitstages.

The Sun: William and Kate: A Royal Love Story (HarperCollins, ISBN 978-0007393800). Geschrieben vom Royal Correspondent der Sun, James Clench, und mit 150 Fotos versehen von Arthur Edwards, dem Royal Photographer der Sun.

Fiona Goble: Knit Your Own Royal Wedding (The Ivy Press, ISBN 978-1907332791). „Funny, cute, and easy enough for even a knitting novice to tackle – go on, get our your needles and help your favourite royals tie the knot!“ Stricken Sie sich doch einfach selber die Königliche Hochzeit.

Robert Sullivan: The Royal Wedding of Prince William and Kate Middleton (Life, ISBN 978-1603202152). Wie gehabt: Infos und Fotos vom königlichen Paar.

Mary Boone: Royal Romance, Modern Marriage: The Love Story of William and Kate (Triumph Books, ISBN 978-1600786051). Und noch einmal: Die Liebesgeschichte von William und Kate.

Published in: on 18. April 2011 at 04:00  Comments (1)  
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Das Granada Cinema in Tooting (London) – Das schönste Kino Englands – Jetzt nur noch eine Bingohalle

Der Saal des ehemaligen Kinos heute. - Author: Chuunen Baka. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license

Der Süd-Londoner Stadtteil Tooting besaß einmal das schönste Kino Englands, das „Granada„. Am 7. September 1931 wurde es mit dem Film „Monte Carlo“ eröffnet und am 10. November 1973 mit dem Film „The Good, the Bad and the Ugly“ (deutsch: „Zwei glorreiche Halunken“) leider wieder geschlossen. Weltstars wie Frank Sinatra und Danny Kaye traten hier im „Granada“ auf, das einige Jahrzehnte lang in den Londoner Kinowelt eine Institution war.

Das Gebäude wurde im Art Deco-Stil von Cecil Massey entworfen; das spektakuläre Innere des Kino ist dem russischen Theaterdirektor und Designer Theodore Komisarjevsky zu verdanken. Das „Granada“ steht heute unter Denkmalschutz und mit dem vielen Marmor und den schönen Spiegeln ist dieses palastartige Gebäude auf jeden Fall eine Besichtigung wert. Heute ist hier eine Bingohalle mit Spielautomaten untergebracht; darüber mag man geteilter Meinung sein, aber vielleicht ist das besser, als wenn hier alles leer stehen würde.
Hier ein Film, der einen Eindruck von dem schönen Saal vermittelt.

Früher Kino, heute Bingohalle, das "Granada". - Author: Ewan Munro. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license

The Wellington Arms in Southampton (Hampshire) – Englands einziger Pub, der auch gleichzeitig ein Konsulat ist

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Das Rauchverbot in englischen Pubs traf viele „Regulars“, die gern mal zur Zigarette griffen, schwer. Das Bier so ganz ohne zu trinken, schmeckte ihnen im wahrsten Sinne des Wortes nicht. Aber was sollten sie schon gegen das Gesetz ausrichten? So mancher Wirt überlegte, ob es nicht vielleicht doch einen Ausweg aus dieser Situation geben könnte und Bob Beech, der Publican des „Wellington Armsin Southampton hatte da eine Idee. Wenn sein Pub nicht auf britischem Boden stehen würde, gälten dann ja auch die britischen Gesetze dort nicht…

Die Idee: Bob Beech erklärte seinen Pub kurzerhand zum Konsulat des Königreichs von Redonda. Nie davon gehört? Es gibt wohl auch nur wenige Menschen auf der Welt, die schon von diesem Königreich gehört haben. Redonda ist eine winzige Insel in der Karibik, nicht weit von Antigua entfernt, auf der kein Mensch wohnt. 1865 soll sich hier ein gewisser Matthew Dowdy Shiell von der nahe gelegenen Insel Montserrat zum König von Redonda ausgerufen haben und dieser Titel wurde bis in die heutige Zeit  immer weitergereicht. Näheres ist auf der Homepage des Pubs nachzulesen. Da ist natürlich viel britischer Humor dabei und dem Konsul Redondas, besagtem Wirt Sir Robert Beech, gelang es auch nicht, die britischen Behörden davon zu überzeugen, dass die Rauchverbotsbestimmungen in seinem Pub nicht gelten, aber einen Versuch war es immerhin wert…

Die Raucher des Wellington Arms müssen sich also weiterhin nach draußen begeben, um sich eine Zigarette zu genehmigen; für sie hat Sir Robert aber eine überdachte Raucherzone gebaut.

The Wellington Arms,
56, Park Road
Southampton, Hampshire, SO15 3DE

 

Das Königreich Redonda. Copyright: George McFinnigan. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license

Henley-on-Thames (Oxfordshire) und Dusty Springfields Grab

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Am kommenden Samstag, dem 16. April, wäre die englische Popsängerin Dusty Springfield 72 Jahre alt geworden. Mary Isobel Catherine Bernadette O’Brien, so ihr richtiger Name, wurde 1939 in West Hampstead geboren und sie war eine der Großen in der Popszene der 60er Jahre. Titel wie „Son of a preacher man“, „You don‘ t have to say you love me“ und „I only want to be with you“  gehören zu ihren Klassikern.

Dusty Springfield wohnte die letzten Jahre ihres Lebens in Henley-on-Thames in Oxfordshire und sie starb dort auch an Brustkrebs am 2. März 1999. Kurz vor ihrem Tod wurde ihr der Order of  the  British Empire zugesprochen, den sie eigentlich am Tage ihres Todes aus der Hand der Queen entgegennehmen sollte. Auch ihre Aufnahme in die Rock ’n‘ Roll Hall of Fame in Cleveland, Ohio, erlebte sie nicht mehr.

Die Trauerfeier für sie fand in der Kirche St Mary the Virgin in Henley statt und viele ihrer Weggefährten nahmen daran teil wie Lulu, Elvis Costello und die Pet Shop Boys. Dusty Springfields Grab ist auch auf diesem Friedhof zu finden. Ihre Asche wurde zur Hälfte hier, zur anderen Hälfte in Irland verstreut.
Ihr zu Ehren wird jedes Jahr der Dusty Day abgehalten; ein Tag, an dem sich ihre Fans treffen und ihrer gedenken. Der diesjährige Dusty Day findet am 1. Mai im Londoner South Ealing statt.

Hier ist Dusty Springfield mit ihrem wunderschönen „Goin‘ Back“ zu hören.

 

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Kersall (Nottinghamshire) und „The Best Kept Phone Box in the World“

Copyright by Robert Ore. - With friendly permission by the author.

An der A 616, zwischen Newark-on-Trent und Ollerton in Nottinghamshire, liegt das kleine Dorf Kersall. In der knapp 100 Seelen zählenden Gemeinde gibt es eigentlich nichts zu sehen, aber doch kommen zahllose Touristen aus der ganzen Welt hierher, um sich… eine Telefonzelle anzusehen, “ The Best Kept Phone Box in the World„. Eigentlich ist diese aus dem Jahr 1936 stammende, rote, sogenannte K6-Zelle eine von vielen anderen, aber es gibt da eine Besonderheit, über die sonst keine andere britische Telefonzelle verfügt: In der Kersall Phone Box liegt ein Gästebuch aus, in das man sich eintragen kann und das haben tausende schon getan. Sogar das australische Fernsehen war schon da und hat einen Film darüber gedreht.

Abgesehen von dem ausliegenden Gästebuch (mehrere sind schon voll) wird die Telefonzelle liebevoll gepflegt, es stehen dort immer frische Blumen in einer Vase, Blumenkübel sind neben der Tür aufgestellt, es gibt einen Teppichboden und zu Weihnachten wird das Häuschen mit Lichterketten geschmückt. Wo gibt es so etwas sonst noch?
Aber: Der Name „Telefonzelle“ stimmt nicht mehr so ganz, denn es gibt hier kein Telefon mehr. Die British Telecom wollte die Box beseitigen lassen, weil die Einnahmen immer geringer wurden, aber die Einwohner Kersalls kämpften wie die Löwen und adoptierten sie, so dass BT zwar die Telefonanlage entfernte, die Zelle aber stehen ließ.

Wer sich für das Thema „Telefonzellen“ interessiert, dem kann ich eine Homepage empfehlen, auf der man zahlreiche Fotos und jede Menge Informationen finden kann: http://www.redphonebox.info/.
Robert Ore, dem ich auch das obige Foto verdanke, sammelt Telefonzellen und man kann sie sich alle auf seinen Webseiten ansehen.

Was man noch so alles mit roten ausgemusterten Telefonzellen machen kann, zeigt dieser Film.

Published in: on 13. April 2011 at 04:00  Comments (1)  
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„Madeleine“ – Ein neues Buch über das in Portugal verschwundene Mädchen Madeleine McCann

Am 12. Mai erscheint auf dem englischen Buchmarkt eine neue Veröffentlichung über Maddie, die seinerzeit vierjährige Madeleine McCann, die am 3. Mai 2007 aus der portugiesischen Ferienanlage Praia da Luz spurlos verschwand. Geschrieben hat das Buch, kurz „Madeleine“ (Bantam Press, ISBN 978-0593067918), Maddies Mutter Kate McCann, zum einen, um erneut die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diesen nach wie vor ungelösten Fall zu lenken, zum anderen, um mit dem Verkaufserlös des Buches die benötigten Geldmittel zu bekommen, um die Privatdetekteien zu bezahlen, die immer noch versuchen, eine Spur des Mädchen zu finden.

Der Erscheinungstermin des Buches fällt auf Madeleines 8. Geburtstag. Ihre Eltern geben nicht auf und kämpfen weiter, immer in der Hoffnung, dass ihre Tochter doch noch lebt. Das Leben der McCanns hat sich seit jenem Tag im Mai 2007 drastisch verändert. Der Herzspezialist Gerry McCann arbeitet wieder, aber Kate McCann, ebenfalls Ärztin, praktiziert nicht mehr. Sie kümmert sich um ihre anderen beiden Kinder und hat eben jenes Buch geschrieben. Geholfen hat dabei übrigens J.K. Rowling, die Autorin der Harry Potter-Bücher.

Die Publikation des Buches geht einher mit zahlreichen Fernsehinterviews in Großbritannien, den USA und Portugal, was Madeleines Mutter eigentlich gar nicht liegt, aber sie nimmt es in Kauf. Die Hoffnung, ihre Tochter eines Tages doch wieder in die Arme schließen zu können, wird genährt durch ähnliche Fälle, bei denen z.B. in Kalifornien die elfjährige Jaycee Dugard nach 18 Jahren in den Händen ihres Kidnappers wieder auftauchte oder Natalia Kampusch in Österreich, die acht Jahre in Gefangenschaft lebte.
Ich hoffe sehr, dass sich das Buch gut verkauft und genug Geld zusammenkommt, damit vielleicht doch eines Tages der Durchbruch im Fall Maddie gelingt.

Weitere Büchere zum Fall Maddie:

– Danny Collins: Vanished: The Truth About the Disappearance of Madeleine McCann (John Blake Publ. 2008)

– The Madeleine Investigation: Incompetence or Corruption?: Why are Madeleine’s Abductors Still at Large? We Ask Questions the Portuguese Police MUST Answer (AuthorHouse 2009)

Goncalo Amaral: Maddie – Die Wahrheit über die Lüge (Argo-Verlag 2009)

Daniela Prousa: Analyse des Vermisstenfalles Madeleine McCann (WiKu-Verlag 2010)

Nachtrag: Am 16. September 2011 ist die Übersetzung des Buches erschienen: „Madeleine: Das Verschwinden unserer Tochter und die lange Suche nach ihr“ (Bergisch Gladbach: Lübbe, ISBN 978-3785724439)

Published in: on 12. April 2011 at 04:00  Comments (1)  
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Wer war eigentlich… „Downing“, der von der Londoner Downing Street?

Sir George Downing (1623-1684). - This image is in the public domain because its copyright has expired.

Die Adresse „Number 10 Downing Street“ kennt wohl jedes Kind als Sitz des britischen Premierministers. Nach wem wurde die kurze Straße im Londoner Zentrum nun eigentlich benannt? Gab es jemanden, der Downing hieß?

Ja, den gab es und zwar war der Namensgeber der bekanntesten Straße im ganzen Königreich Sir George Downing, der von 1623 – 1684 lebte, ein Diplomat und Staatsmann, der seinerzeit als Treasury Secretary, Finanzminister, für einige weit reichende Reformen im öffentlichen Finanzwesen verantwortlich war. Außerdem spielte Downing bei der Erwerbung der Stadt New York von den Holländern eine wesentliche Rolle.
Im Laufe seines Lebens schaffte Downing auch eine ganze Menge Geld für sich beiseite und war der größte Landbesitzer in ganz Cambridgeshire. Er galt zwar als geschickter Diplomat und ausgezeichneter Finanzjongleur, sein Ruf war aber nicht so ganz ungetrübt, denn er schien ein richtiger Geizkragen gewesen zu sein (aber als Finanzminister muss man das wohl sein).

Man hatte seinerzeit den Straßennamen gut gewählt, denn in der Downing Street, der Nummer 11, residiert auch der britische Schatzkanzler, der für die Finanzen des Staates verantwortlich ist, das ist zurzeit George Osborne von der Konservativen Partei.

Die Londoner Downing Street in Westminster. - © Copyright Lewis Clarke and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Published in: on 11. April 2011 at 04:00  Comments (1)  
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Abbey House Gardens in Malmesbury (Wiltshire) – Hier wohnen die „Nackten Gärtner“

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Nacktgärtner sind in dem als prüde verschrieenen England sicher nicht oft zu finden. Aber Ian und Barbara Pollard, the Naked Gardeners, tun das mit viel Vergnügen und warum auch nicht? Sie sind die Hausherren der Abbey House Gardens in Malmesbury in der Grafschaft Wiltshire, nicht weit von Prince Charles‘ Highgrove entfernt.

1994 kaufte das Paar Abbey House und die dazugehörenden Gärten, gestaltete die ganze Anlage um und öffnete die Gärten für die Allgemeinheit. Nachdem im Jahr 2002 Englands Fernsehgärtner Nummer Eins Alan Titchmarsh eine ganze Folge seiner Sendung „Gardeners‘ World“ den Abbey House Gardens gewidmet hatte, ging es richtig los mit dem Besucheransturm.
Ian und Barbara Pollard kümmern sich um ihre Pflanzen, sofern es die Temperaturen zulassen, im Adams- bzw. im Evaskostüm und sie wollten den Gartenbesuchern ebenfalls die Möglichkeit bieten, die Gärten textilfrei zu erleben, so führten sie die „Clothes Optional Days“ ein. An diesen Tagen können die Besucher sowohl bekleidet als auch unbekleidet die Gärten besichtigen. In diesem Jahr ist es von Mai bis September immer ein Sonntag pro Monat, beginnend am 22. Mai, jeweils von 11 Uhr bis 17.30 Uhr.

Die Abbey House Gardens beherbergen auf einer Fläche von 20 000m² etwa 10 000 verschiedene Pflanzen. Eigentlich die optimale Atmosphäre für eine romantische Hochzeit. Kann man haben, denn im Abbey House, das aus dem 16. Jahrhundert stammt, besteht die Möglichkeit sich trauen zu lassen. Außerdem kann das Brautpaar in der Bridal Chamber, die natürlich auch über ein Himmelbett verfügt, übernachten.

Hier ist ein Film über die Abbey House Gardens aus der BBC-Serie „Countryfile“.

Abbey House Gardens
The Abbey House
Malmesbury
Wiltshire
England
SN16 9AS
01666 822 212

Published in: on 10. April 2011 at 04:00  Comments (2)  
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Mousehole (Cornwall) – Das Leben in einem Mauseloch kann sehr schön sein!

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Knapp 1000 Einwohner Englands können von sich behaupten, in einem Mauseloch zu wohnen. Einige Fahrminuten südlich von Penzance in Cornwall, an der südwestlichsten Spitze des Landes, liegt in idyllischer Lage der kleine Ort Mousehole und damit es nicht so merkwürdig klingt, wird Mousehole anders ausgesprochen, nämlich „Mowzel„.

Von dem Schriftsteller Dylan Thomas einmal als „the loveliest village in England“ tituliert, ist Mousehole auch heute noch sehr attraktiv, was einerseits an der schönen Lage direkt am Meer liegt und andererseits an den hübschen Häusern, an denen im Laufe der Jahrzehnte kaum Veränderungen vorgenommen worden sind.

Im Sommer kann es hier ganz schön voll werden und die Touristen haben Mühe, ihre Autos irgendwo abzustellen. Im Herbst und im Winter ist es wesentlich ruhiger, wenn die Stürme vom Atlantik über den Ort brausen.

Am 19. Dezember 1981 wütete ein besonders schwerer Sturm und beim Versuch ein in Seenot geratenes Schiff zu retten, sank das Rettungsboot „Solomon Browne“ und die gesamte Mannschaft kam dabei ums Leben. Zur Erinnerung an den Tod der Seeleute wird an jedem 19. Dezember in der Zeit von 20 Uhr bis 21 Uhr die Weihnachtsbeleuchtung des Ortes ausgeschaltet.

Apropos Weihnachtsbeleuchtung: Die Mousehole Xmas Illuminations ziehen von Mitte Dezember bis Anfang Januar noch einmal viele Menschen in das Hafenstädtchen, denn das Spektakel mit illuminierten Rentieren und vielen weihnachtlichen Attraktionen ist eine Reise wert.
Ein weiteres Highlight im Leben von Mousehole ist der Tom Bawcock’s Eve, der am 23. Dezember begangen wird. In Erinnerung an den Fischer Tom Bawcock, der vor langer Zeit einmal den Ort vor einer Hungersnot gerettet haben soll, wird an dem Abend im Ship Inn die sogenannte Stargazey Pie hergestellt, eine Fischpastete aus der Fischköpfe herausragen.

Mousehole hat also zu allen Jahreszeiten etwas zu bieten und sollte auf der Reiseroute eines Cornwall-Urlaubs auf keinen Fall fehlen. Hier ein kleiner Appetitanreger.

Die Stargazey Pie. – Author: Krista. This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license

Die Mousehole Christmas Lights.    © Copyright Bob Jones and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Mousehole Christmas Lights.
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Published in: on 9. April 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Band of the Coldstream Guards und ihre neue CD „Pride Of The Nation“

In den aktuellen britischen Charts steht sie schon, die neue CD  der Band of the Coldstream Guards Pride of the Nation„, in dieser Woche als Neueinsteiger auf Platz 36. Die Coldstream Guards sind das älteste Regiment der britischen Armee und seit dem 16. Mai 1785 hat es auch eine eigene Band, die sich entsprechend Band of the Coldstream Guards nennt.

Die in den Londoner Wellington Barracks ansässigen Musiker sind häufig bei festlichen Anlässen z.B. beim Buckingham Palast oder im Windsor Castle zu sehen und gehen auf nationale und internationale Tourneen. Als nächstes steht bei ihnen u.a. auf dem Programm das Windsor Castle Royal Tattoo (12.-15. Mai), Trooping the Colour am 11. Juni und das Basel Tattoo (16.-23. Juli).

Bekannt wurde die Band hauptsächlich durch ihre Märsche, aber ihr Repertoire umfasst einiges mehr: Es reicht von Johann Sebastian Bach über John Williams und Nicolai Rimsky-Korsakov bis zu Sir Andrew Lloyd Webber.

Ihre aktuelle, am 28. März bei Decca erschienene CD „Pride of the Nation“ , der auch noch eine Bonus-DVD beiliegt, enthält so bekannte Klassiker wie Land of Hope and Glory, Jerusalem, Nimrod, Amazing Grace und natürlich auch die Nationalhymne. Also alles, was der britische Patriot so liebt.

Hier ist ein Film, in dem Lieutenant Colonel Graham Jones, der musikalische Direktor der Band of the Coldstream Guards, das neue Album vorstellt.

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Wie aus der Stadt Market Harborough (Leicestershire) für einen Tag Meerkat Harborough wurde

Market Harborough in Leicestershire, twinned with Meerkovo. - © Copyright Mat Fascione and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

In meinem Blogeintrag vom 01.11.2010 stellte ich die Werbefigur Aleksandr Orlov vor, Englands beliebteste Meerkatze, deren Werbespots einfach toll gemacht sind. Das Internet-Versicherungsportal Compare the Market.com hat sich das alles einfallen lassen und Orlovs kennzeichnenden Spruch „Simples!“ kennt heute jeder in England.

Der Macher des Versicherungsportals hatten  kürzlich ihre Werbekampagne noch weiter ausgebaut, indem sich Städte bewerben konnten, um eine Partnerschaft mit Aleksandr Orlovs Heimatstadt Meerkovo im fernen Osten zu schließen (und nebenbei noch £5,000 zu gewinnen). Über 100 Nominierungen lagen vor, von denen schließlich 5 Städte übrigblieben, die über Facebook zur Wahl gestellt wurden. Fast 60% entschieden sich für die mittelenglische Stadt Market Harborough in Leicestershire, die damit die Konkurrenten Market Drayton, Downham Market, Windermere and Weston-Super-Mare hinter sich ließ.

Am 24. Februar war es dann so weit: Market Harborough erhielt die Partnerschaftsurkunde und ist jetzt offiziell mit Meerkovo liiert. Gleichzeitig wurden die Ortseingangsschilder (für einen Tag) geändert und darauf stand jetzt „Welcome to Meerkat Harborough„.

Neben einer extra erstellten Webseite der Stadt  http://meerkatharborough.com/ wurde auch noch ein kleiner Film über die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages mit Vertretern der Stadt Meerkovo gedreht. Und natürlich gibt es auch eine Webseite über Aleksandr Orlovs Heimatstadt http://meerkovo.comparethemarket.com/ und einen Film über Meerkovo. Werbung kann glücklicherweise manchmal auch witzig und geistreich sein!

The British Commercial Vehicle Museum in Leyland (Cumbria) – Für Lkw- und Bus-Fans

Author: Ed Dingley. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Leyland? Richtig, es gab einmal eine britische Firma namens Leyland Motors, später British Leyland, die ihre Fahrzeuge in dem Ort Leyland in Cumbria baute. Gibt es heute nicht mehr, dafür gibt es auf dem ehemaligen Gelände der Firma heute das British Commercial Vehicle Museum, das sich mit der Geschichte und der Entwicklung kommerziell genutzter britischer Straßenfahrzeuge beschäftigt.

Die Bedeutung des Transportgewerbes wird dadurch deutlich, dass rund 98% des Güterverkehrs in Großbritannien durch Lkws vorgenommen wird und täglich ca 5 Millionen Menschen durch Busse befördert werden.

Im British Commercial Vehicle Museum werden zahlreiche Lastwagen und Busse ausgestellt, die sich alle in einem hervorragenden Zustand befinden.
Von einem früher von Pferden gezogenen Bus aus dem 19. Jahrhundert bis zu dem Konzept-Lkw Leyland TX450 ist hier so ziemlich alles zu finden, was in der britischen Transportwelt eine Rolle spielte. Von der Firma Foden, die u.a. schwere Lastwagen herstellte, gibt es hier z.B. einen Steam Wagon zu sehen (s. obiges Foto) als auch einen Doppeldeckerbus aus dem Jahr 1956.
Auch eine Kuriosität steht in dem Museum: das 24 Tonnen schwere, sechsrädrige, gepanzerte Papamobil, das von der Firma British Leyland einst für den Besuch Papst Johannes Paul II 1982 in Großbritannien gebaut wurde und sicher nur wenige Kilometer auf dem Tacho haben dürfte.

Das Museum ist ideal (nicht nur) für einen verregneten Urlaubstag und wird sicher auch Kinder interessieren, die hier vieles an den Fahrzeugen ausprobieren dürfen. Hier ein filmischer Rundgang durch das Museum.

The British Commercial Vehicle Museum
King Street
Leyland
Nr. Preston
Lancashire
PR25 2LE
01772 451 011

 

  

Published in: on 5. April 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – Benedict le Vay: Eccentric Britain

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Der englische Journalist Benedict le Vay hat zwei Interessenschwerpunkte: Eisenbahnen und alles was mit Exzentrik zu tun hat. Über beide Themen hat er auch schon mehrere Bücher geschrieben, u.a. „Eccentric Britain: The Bradt guide to Britain’s follies  and foibles“ (Chalfont St Peter, Bucks: Bradt Travel Guides 2005. ISBN 978-1-84162-122-7).

Das Buch ist eine ausgesprochen amüsante und unterhaltsame Lektüre über die Anthony Sattin von der Sunday Times sagte:
Le Vay’s catalogue of British oddities is so impressive that EU commissioners might question whether such a nation should remain within the Union„. Sehr schön ausgedrückt!!

Das Buch beginnt mit einem Kalender, in dem Monat für Monat merkwürdige Festivals oder Wettbewerbe stattfinden wie  z.B. das Scarecrow Festival in Wray (Lancashire), das Giant Yorkshire Pudding Boat Race in Brawby (North Yorkshire) oder der Left-Handers‘ Day in London.

Weitere Kapitel beschäftigen sich mit exzentrischen Aristokraten und Kirchenmännern, eigenartigen und zweckfreien Türmen (von denen es in England eine ganze Menge gibt) und verrückten Monumente (die Insel ist übersät mit Obelisken und Pyramiden).

290 Seiten voller Anregungen für den nächsten Englandbesuch oder auch viele Stunden köstlicher Lektüre im Lehnstuhl zuhause!!

Published in: on 3. April 2011 at 04:00  Comments (2)  

Chew Magna (Somerset) – Englands Dorf mit der höchsten Lebensqualität

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Etwa 1200 Engländer gehören zu den glücklichsten des Landes und zwar die Bewohner des kleinen Dorfes Chew Magna in Somerset, etwa 16 km von Bristol entfernt. Savills, eine große Immobilienberatungsfirma, hat kürzlich eine Untersuchung vorgestellt, in der sie anhand bestimmter Kriterien die Lebensqualität englischer Dörfer unter die Lupe genommen hat und da schnitt Chew Magna am besten ab.

Hier gibt es alles, was das Leben angenehm macht, z.B. zwei Grundschulen und eine Secondary School, drei Kirchen, drei Pubs, kleine Geschäfte und die Aktion „Zero Waste„, d.h. die Bewohner versuchen so wenig Abfall wie möglich zu produzieren und den Restmüll weitestgehend zu recyceln. Chew Magnas Einwohner kaufen überwiegend Produkte aus der Region, wovon wiederum die Geschäfte des Ortes und die umliegenden Farmen profitieren.
Man wollte nicht auf die Politik warten, bis irgendetwas geschieht, sondern das Heft selbst in die Hand nehmen. Der Erfolg kann sich sehen lassen. The Guardian bezeichnete Chew Magna einmal „probably the greenest parish in Britain„.

Der britische Gasversorger Calor Gas schreibt seit 1997 einen Wettbewerb aus mit dem Titel „Calor Village of the Year„, in dem jeweils das Dorf mit der besten Lebensqualität gesucht wird und auch diesen Wettbewerb hat Chew Magna schon einmal gewonnen.

Einige weitere Dörfer, die in der Untersuchung der Fa Savills sehr gut abgeschnitten haben:
Navenby in Lincolnshire
Mylor Bridge in Cornwall
East Hendred in Oxfordshire
Farndon in Cheshire

Published in: on 2. April 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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„The Dales“ – Eine neue TV-Dokumentation auf ITV1

Das Swaledale in North Yorkshire. - © Copyright Jonathan Billinger and licensed for reuse under this Creative Commons Li

Yorkshire jubelt! Über vier Millionen Zuschauer sahen am 28. März die erste Episode der zwölfteiligen Dokumentation „The Dales“ des Senders ITV1 und das ist kostenlose Werbung pur für diese Region im Norden Englands. Man denke an die Tierarztserie „All creatures great and small„, die die Yorkshire Dales seinerzeit in der ganzen Welt bekannt machte, und bis heute viele Touristen in die Gegend zieht.
Moderiert wird „The Dales“ von Adrian Edmondson, einem vielseitigen Mann aus dem Showbusiness, der vor allem als Komiker, Schauspieler und Musiker von sich reden machte, und der auch in Yorkshire, in Bradford, geboren wurde.

Edmondson besucht auf seiner Reise kreuz und quer durch die Dales Menschen, die hier leben und arbeiten und in irgendeiner Weise typisch für diesen Landstrich sind. In der ersten Episode treffen wir den Tierarzt Neil Roberts, einen James Herriot des 21. Jahrhunderts, und begleiten ihn auf seinen Touren von Farm zu Farm, wo er u.a. Kühen Geburtshilfe leistet.
Im Swaledale trifft Adrian Edmondson auf  Amanda Owen, die gemeinsam mit ihrem Mann eine große Farm bewirtschaftet und gleichzeitig fünf Kinder groß zieht. Schließlich wird noch der 16jährige Philip Mellin vorgestellt, der, nachdem sein Vater im vergangenen Jahr gestorben ist, zusammen mit seiner Mutter eine Farm managen muss und gleichzeitig erfolgreich darin ist, Hütehunde auszubilden.

Die neue Dokumentation ist ähnlich aufgebaut wie die erfolgreiche Dokusoap „The Lakes“ des gleichen Senders, die von Rory McGrath moderiert wird, und den Lake District im Nordwesten des Landes zum Thema hat. Nach Ausstrahlung der Serie im vorigen Jahr setzte ein Besucherstrom in die Region ein.

Published in: on 1. April 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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