The Matlock Triangle (Derbyshire) – UFO-Zentrum der Welt?

Bonsall (Derbyshire), beliebt bei Außerirdischen.    © Copyright Andrew Hill and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Tom Bates, Spezialist für alles, was mit Derbyshire und dem Peak District  zu tun hat, nennt Matlock und Umgebung „U.F.O. Capital of the World„. Tatsächlich sind in dem Matlock Triangle genannten Gebiet erstaunlich viele Ufo-Sichtungen vorgekommen; speziell über dem Dorf Bonsall haben sich die runden Scheiben, warum auch immer, den Bewohnern Derbyshires gezeigt.
So haben die Ufologen, neben Warminster in Wiltshire (s. mein Blogeintrag vom 19. November 2009), ein weiteres Ziel, um sich dort auf die Lauer zu legen und eines dieser Flugobjekte zu beobachten. Ein idealer Startplatz dafür ist der Pub „Barley Mow“ in Bonsall, denn der Wirt führt auf Wunsch Führungen zu den Plätzen durch, an denen Ufos gesichtet worden sind.

Die Dorfbewohnerin Sharon Rowlands hatte hier am 5. Oktober des Jahres 2000 ein Erlebnis, das sie geistesgegenwärtig mit ihrem Camcorder fest hielt. Über sechs Minuten lang filmte sie ein merkwürdiges Flugobjekt am nächtlichen Himmel Derbyshires und sie beschrieb es folgendermaßen:

„I was filming it from around two miles away. It resembled a giant disc with a bite taken out of the bottom. It had yellow, orange and blue lights with intricate markings and a dark circle in the centre. As it hovered over the woods it seemed to expand and get small again …..it came really close at one point and I thought it was going to land in the field.“
Mrs Rowlands soll den Film, der zu den bislang überzeugendsten gehört, für $20,000 an eine amerikanische Filmgesellschaft verkauft haben. Hier ein kurzer Ausschnitt.

In 30 Jahren sind allein über Bonsall mehr als 100 Ufos gesichtet worden. Carlton TV hatte 2007  nach sechsmonatigen Dreharbeiten eine Dokumentation unter dem Titel „The Matlock Triangle“ zusammengestellt, und die Recherche-Ergebnisse waren nach den Worten der Fernsehleute „beyond belief“.

The Barley Mow in Bonsall.    © Copyright Jonathan Clitheroe and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 31. Mai 2011 at 04:00  Comments (1)  
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The Black Swan in Oldstead (North Yorkshire) – The AA Pub of the Year 2010

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Alljährlich vergibt der britische Automobilclub AA eine Reihe von Auszeichnungen an besonders empfehlenswerte Hotels , Restaurants und Pubs. Der aktuelle englische Pub of the Year für das Jahr 2010 ist The Black Swan, der in Oldstead in der Nähe von Helmsley in North Yorkshire liegt.

The Black Swan ist sowohl Country Pub als auch Gastro Pub, d.h. in der Bar bekommt man klassische Pubgerichte, die vorbildlich zubereitet sind und im Restaurant wird eine Küche auf sehr hohem Niveau geboten, wofür Chefkoch Adam Jackson als einziger Pub in ganz Yorkshire von der AA drei Rosetten erhalten hat. Drei Rosetten bedeuten“Outstanding restaurants that demand recognition well beyond their local area„.

Tom und Anne Banks haben den Pub 2006 übernommen und ihn in relativ kurzer Zeit zu dem vielleicht besten in Yorkshire gemacht. Nicht nur die Küche ist etwas ganz Besonderes hier, auch der kleine Hotelbereich mit nur vier Zimmern hat vom AA die höchst mögliche Sternezahl, nämlich 5, erhalten. Die Übernachtungspreise liegen bei £145 -£155 pro Person und beinhalten das Frühstück und ein dreigängiges Abendmenu.

Da aller guten Dinge drei sind: Die AA hat dem Black Swan auch noch den „Breakfast Award“ verliehen.

The Black Swan
Oldstead YO61 4BL
Tel. 01347 868387

Midsummer in Midsomer 2011 – Die diesjährige Tagung der Midsomer Murders Society

The Peacock in Henton (Oxfordshire), der Tagungsort.    © Copyright Ian S and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Die britische TV-Krimiserie „Midsomer Murders„, die zurzeit in Deutschland von ZDF Neo unter dem Titel „Inspector Barnaby“ ausgestrahlt wird, ist fast in alle Länder der Welt verkauft worden und hat eine große Anhängerschaft.
Es gibt auch eine Midsomer Murders Society mit einem regen Vereinsleben, dessen Höhepukt alljährlich die Midsomer Convention darstellt. In diesem Jahr ist das Treffen auf den 17. bis 19. Juni festgesetzt.

Ich habe hier einmal die Einzelheiten der Tagung zusammengestellt:

Freitag 17. Juni:
Beginn der Tagung um 11 Uhr mit einem sogenannten Meet & Greet Lunch im Tagungshotel, dem „The Peacock“ in Henton. Am Nachmittag findet eine Busfahrt statt zum Bekonscot Model Village in Beaconsfield, das ich kürzlich in meinem Blogeintrag vom 8. Mai vorgestellt habe, und das in der Folge 71 „Small Mercies“ (dt. „Böse kleine Welt“) eine Rolle spielt. Anschließend Rückfahrt zum Hotel, wo ein Midsomer Quiz Evening veranstaltet wird.

Samstag 18. Juni:
Vormittags Fahrt zum Nether Winchendon House. Hier wurden die Folgen 5 „Death in Disguise“ (dt. „Ein böses Ende“), 66 „Talking to the Dead“ (dt. „Die Untoten von Barton Woods“) und 14 „Garden of Death“ (dt. „Der Garten des Todes“) gedreht. Lunch gibt es im „The Plough“ in Great Haseley, der in Folge 18 „Dark Autumn“ (dt. „Morden, wenn die Blätter fallen“) zu sehen ist; anschließend wird im Pubgarten eine Runde Aunt Sally (s. mein Blogeintrag vom 19.02.2011) gespielt wie das Barnaby und Troy dort auch taten. Abends wird das Dinner im „The George“ in Wallingford eingenommen.

Sonntag 19. Juni:
Zuerst geht die Busfahrt nach Henley, wo einige „Midsomer Murders“-Schauplätze angesehen werden, dann geht es weiter nach Caversham, wo eine Themse-Bootstour nach Mapledurham Mill gemacht wird. Nach dem Lunch und dem Tea geht es wieder mit dem Boot zurück. Das Abschiedsabendessen findet dann wieder im Hotel statt.

Wer an der Tagung Interesse hat, kann sich per E-Mail hier weitere Informationen holen: midsomermurderssociety@yahoo.co.uk

Mapledurham Mill, Ziel des Bootsausflugs auf der Themse. – © Copyright Pam Brophy and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

The George Hotel in Wallingford, wo das Abendessen am 2. Tag statt findet. – © Copyright Bill Nicholls and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Published in: on 29. Mai 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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Die beliebtesten Pop-Songs bei britischen Beerdigungen

 

Wie in Deutschland wird es auch in England immer beliebter, bei Trauerfeiern statt Kirchenliedern Popsongs zu spielen. Viele identifizieren sich bzw. den Verstorbenen eher mit einem zeitgenössischen Song als mit einem jahrhundertealten Lied, zu dem man keine Beziehung hat.

Bei einer Umfrage der Firma Co-operative Funeralcare unter 242 Bestattungsunternehmen, die über 30 000 Beerdigungen umfasste, wurde eine Hitliste der am häufigsten gewünschten Songs zusammengestellt, die so aussieht:

1 My Way – Frank Sinatra/Shirley Bassey
2 Wind Beneath My Wings – Bette Midler/Celine Dion
3 Time To Say Goodbye – Sarah Brightman/Andrea Bocelli
4 Angels – Robbie Williams
5 Over The Rainbow – Eva Cassidy
6 You Raise Me Up – Westlife
7 My Heart Will Go On – Celine Dion
8 I Will Always Love You – Whitney Houston
9 You’ll Never Walk Alone – Gerry and the Pacemakers
10 Unforgettable – Nat King Cole

Natürlich gibt es im Land der Exzentriker auch etwas ausgefallene Wünsche; hier die Top Ten der alternativen „Funeral Songs“:

1. Always Look On The Bright Side Of Life – Eric Idle / Monty Python
2. Cabaret – Liza Minnelli
3. Wish Me Luck As You Wave Me Goodbye – Gracie Fields
4. My Way – Sid Vicious
5. They’re Coming To Take Me Away, Ha-Haaa – Napoleon XIV
6. Fame! I Want To Live Forever – The cast of Fame
7. We’ve Gotta Get Out Of This Place – The Animals
8. Going Underground – The Jam
9. Spirit In The Sky – Dr and The Medics
10. Enjoy yourself, it’s later than you think – The Specials

Bei etwas mehr als der Hälfte aller in England durchgeführten Trauerfeiern werden heute Popsongs gespielt, mit steigernder Tendenz.

 

Published in: on 28. Mai 2011 at 04:00  Comments (2)  
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The Diagram Prize – Auszeichnung für das Buch mit dem merkwürdigsten Titel des Jahres

Auf der Frankfurter Buchmesse des Jahres 1978 hatten sich wohl einige der teilnehmenden Aussteller gelangweilt, denn man kam auf die Idee einen neuen Preis zu stiften, den das Buch mit dem merkwürdigsten Titel erhalten sollte. Die britische Fachzeitschrift The Bookseller und die Londoner Diagram Visual Information Limited riefen den Diagram Prize ins Leben, den als erster das Buch „Proceedings of the Second International Workshop on Nude Miceerhielt, also „Berichte der Zweiten Internationalen Arbeitstagung über nackte Mäuse“.

Seit dem Jahr 2000 erfolgt die Wahl des Siegertitels durch Abstimmung im Internet auf der Homepage des „Booksellers“. Geld bekommt der Preisträger nicht, lediglich derjenige, der den Siegertitel vorgeschlagen hat, erhält eine Magnumflasche Champagner.

Hier einige besonders schöne Beispiele:

2008: Philip M. Parker: The 2009-2014 World Outlook for 60-miligram Containers of Fromage Frais (Der Ausblick für die Jahre 2009-2014 auf den Weltmarkt für 60-Milligramm-Verpackungen für Frischkäse)

2004: Rick Pelicano: Bombproof Your Horse (Machen Sie Ihr Pferd bombensicher)

2002: Kaz Cooke: Living with Crazy Buttocks (Leben mit verrückten Pobacken)

Der aktuelle Preisträger für das Jahr 2010 ist der Titel „Managing a Dental Practice the Genghis Khan Way“ (Wie man eine Zahnarztpraxis nach der Art von Dschingis Khan leitet) von Michael Young. Ob man freiwillig wohl eine Zahnarztpraxis aufsuchen würde, die auf diese Weise gemanagt wird?

Published in: on 27. Mai 2011 at 04:00  Comments (1)  
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The Forbidden Corner bei Leyburn (North Yorkshire) – The strangest place in the world

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Mitten in den Yorkshire Dales, in der Nähe von Leyburn, liegt ein großes Gelände mit allerhand Merkwürdigkeiten, das sich The Forbidden Corner nennt, mit dem Zusatz „The Strangest Place in the World„.

Ein gewisser Colin Armstrong, der Besitzer von Tupgill Park, auf dessen Gelände The Forbidden Corner liegt, hatte sich in den 80er Jahren zu seinem eigenen Vergnügen diese Ansammlung von Follies zugelegt und sie dann 1997 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Menschen strömten herbei, um sich den „Pleasure Garden“ anzusehen, was in der direkten Nachbarschaft nicht auf durchgängige Begeisterung stieß, wurde doch das Verkehrsaufkommen in der Umgebung von Leyburn stark erhöht. Die Geschäftsleute in der Region aber freut es bestimmt.

Was gibt es denn nun hier eigentlich zu sehen? Tunnel, einen Irrgarten, einen „Temple of the Underworld“, eine gläserne Pyramide, Wege, die nirgendwohin führen, merkwürdige Statuen usw. usw. Kinder, aber auch Erwachsene, lieben The Forbidden Corner, das von der Tageszeitung The Guardian als „Best Family Trip“ empfohlen wurde.

The Corner Café bietet Erfrischungen und kleine Gerichte für zwischendurch an und im Gift Shop kann man sich zuguterletzt mit Souvernirs eindecken.

Geöffnet ist The Forbidden Corner in der Regel vom 1. April bis zum 31. Oktober und dann nur noch bis Weihnachten an Sonntagen. Der Eintritt koste für Erwachsene £10.00, für Kinder £8.00. Eine Vorabbuchung ist erforderlich.

The Forbidden Corner
Tupgill Park Estate,

Coverham,
Middleham
Leyburn
North Yorkshire DL8 4TJ.
Tel: (+44) 01969 640638

Published in: on 26. Mai 2011 at 04:00  Comments (1)  
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Stand-up Comedians Teil 22 – Alexei Sayle

Comedian Alexei David Sayle ist ein echter Liverpudlian. Er wurde dort am 7. August 1952 geboren und wuchs in der Stadt der Beatles auf. „Alexei Sayle’s Liverpool“ hieß auch seine dreiteilige Fernsehshow, die 2008 ausgestrahlt wurde.
Entdeckt wurde Alexei Sayle 1980 auf dem Edinburgh Festival Fringe, Startrampe vieler später erfolgreicher Comedians. Er bekam eine eigene Show beim Londoner Radiosender Capital Radio und hatte 1982 seinen ersten Auftritt im britischen Fernsehen.
1984 war er mit „Ullo John! Gotta New Motor?“ in den Charts zu finden, dem zwei weitere Singles folgten.
Auch als Filmschauspieler betätigte sich Sayle; so war er in den Spielfilmen „Gorky Park“ (1983) und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (1989) zu sehen.

Weiterhin ist Alexei Sayle Autor von neun Büchern, zuletzt  „Stalin Ate My Homework(2010): „A memoir about how Liverpool, Communism and a mother that his teachers were frightened of, made him want to leave home and make people laugh“.

Hier ist ein Sayle-Sketch zu sehen.

Published in: on 25. Mai 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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York Racecourse – Mehr als nur eine Pferderennbahn

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Vor langer Zeit wohnte ich einmal in einem Hotel direkt am York Racecourse in der schönen alten Stadt York. Weit reichte der Blick vom Hotelzimmer über die Wiesenflächen der Rennbahn.
Der York Racecourse gehört zu den führenden Rennplätzen der Welt und erhielt schon jede Menge Auszeichnungen. Allein im Jahr 2010 erhielt der Platz u.a. die Preise  „Best Racecourse in the North“ (übrigens zum 21. Mal!), „Best Overall Catering Experience on a British Racecourse“ und „Best Overall Racecourse Experience for an Owner„.

Die Saison 2011 wird sich bis zum Oktober hinziehen; in dieser Zeit werden diverse Pferderennen stattfinden, aber der York Racecourse bietet darüber hinaus ganzjährig viele andere Nutzungsmöglichkeiten: Man kann hier seine Hochzeit feiern, man kann Meetings und Konferenzen durchführen, private Feiern veranstalten und vieles mehr.

Am 31. Mai 1982 versammelten sich auf dem Gelände 200 000 Menschen, um einer Open-Air-Messe beizuwohnen, die Papst Johannes Paul II abhielt.

Das Highlight des Jahres ist das viertägige Yorkshire Ebor Festival, das bis auf das Jahr 1843 zurückgeht. In diesem Jahr findet es vom 17. bis zum 20. August statt. In dieser Zeit herrscht hier rund um den Rennplatz Hochbetrieb, denn bis zu 60 000 Besucher finden Platz auf dem Racecourse.
Hier ist ein längerer Film über Pferderennen in York zu sehen.

York Racecourse
York
YO23 1EX
Tel: 01904 620911

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Published in: on 24. Mai 2011 at 04:00  Comments (3)  
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The Grange Opera House in Northington (Hampshire) – Die Oper auf dem Lande

The Grange in Northington.   © Copyright Stephen Richards and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Grange in Northington.
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Warum sollen Opernhäuser eigentlich immer nur in Großstädten liegen? Dass es auch anders geht, zeigt seit vielen Jahren das Festspielhaus in Glyndebourne (East Sussex). Die Opernaufführungen dort sind stets ausgebucht und Karten nur schwer zu bekommen.
Eine Alternative zu Glyndebourne stellt die Grange Park Opera in Northington (Hampshire) dar, wo seit 1998 in den Monaten Juni und Juli Aufführungen stattfinden.
The Grange ist ein Haus, das 1662 entstand und im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut wurde. Das im imposanten Greek Revival-Stil gehaltene Haus beherbergt das 550 Plätze umfassende Theater, in dem schon namhafte Sänger aufgetreten sind.

In diesem Jahr beginnen die Festspiele am 2. Juni mit Giuseppe Verdis „Rigoletto„. Weiterhin kommen in dieser Saison zur Aufführung: Richard Wagners „Tristan und Isolde“ und Antonin Dvoraks „Rusalka„. Auch ein Abend mit dem walisischen Bassbariton Bryn Terfel steht auf dem Programm, der, wie sämtliche „Rigoletto“-Aufführungen, ausgebucht ist.

Hier einige visuelle Eindrücke vom Grange Park Opera House. Wie in Glyndebourne ist das Picknick auch ein wesentlicher Bestandteil eines Opernbesuches in The Grange.

Kontakt:
Grange Park Opera
24 Broad Street
Alresford
SO24 9AQ

Published in: on 22. Mai 2011 at 04:00  Comments (1)  
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Mein Buchtipp – Ben Crystal & Adam Russ: Sorry, I’m British!

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Voriges Jahr erschien ein Buch des Autorenduos Ben Crystal und Adam Russ mit dem Titel „Sorry, I’m British! An Insider’s Guide to Britain From A to Z“ (Oxford: Oneworld Publ., ISBN 978-1-85168-776-3), das zeigt wie die Briten so ticken.
In Lexikonform von A-Z beginnt das Buch bei „A“ wie „Allotments„, also Kleingärten, und endet bei „Z“ wie „Zebra Crossings„, den Zebrastreifen.

Zwischendurch gibt es viele interessante kurze Beiträge, z.B. über „Hoodies„, die allgegenwärtigen jugendlichen Kapuzenträger, die von mir so sehr geschätzten „Roundabouts„, also die Kreisverkehre, oder über „Table Manners„, die Tischmanieren.
Garniert wird das alles mit Cartoons von Ed McLachlan, der u.a. für den Punch und den Spectator gearbeitet hat.
Das Buch ist ein kunterbuntes Mosaik von Kleinstbeiträgen über alles mehr oder weniger Wissenswerte über die britische Insel.

Published in: on 21. Mai 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  

FC Liverpool – Das Stadion an der Anfield Road, das man auch besichtigen kann

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Hier im Anfield Stadion in Liverpool an der Anfield Road sind Joe Cole und Steven Gerrard zu Hause, zwei englische Nationalspieler, die für den FC Liverpool antreten. Der Verein gehört mit zu den erfolgreichsten der englischen Premier League.

Wer einmal hinter die Kulissen des Vereins bzw. des Stadions blicken möchte, kann das auf geführten Touren auch tun. Bei den Touren werden Teile des Stadions gezeigt, die man sonst nicht zu sehen bekommt; man kann die Umkleideräume der FC-Spieler besichtigen, den Tunnel entlang gehen, durch den die Spieler ins Stadion gehen, sich einmal auf die besten und teuersten Zuschauerplätze setzen und die Fantribüne „The Kop“ in Augenschein nehmen.

Im Vereinsmuseum sind die Pokale zu sehen, die der FC Liverpool im Laufe der Jahrzehnte gewonnen hat und natürlich viele weitere Erinnerungsstücke aus der Vereinsgeschichte der Reds, wie die Spieler genannt werden.
Die Preise für die Touren liegen zwischen £14 und £35 für Erwachsene, Kinder zahlen in etwa die Hälfte.
Wer nach der Tour immer noch nicht genug vom FC Liverpool hat,hat die Möglichkeit, sich im Vereinsshop mit einem Steven Gerrard-T-Shirt oder anderen Fanartikeln eindecken und zum Abschluss in „The Boot Room„, der täglich geöffnet ist, ein Mittag- oder Abendessen zu sich nehmen.

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Published in: on 20. Mai 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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Country Life – Das Magazin für Freunde des stilvollen Landlebens

In fast jedem englischen Landhaus wird wohl die Zeitschrift „Country Life“ gelesen, die es schon seit 1897 gibt und die wöchentlich erscheint.
„Country Life“ beschäftigt sich mit allen Dingen, die die (wohlhabenden) Landbewohner interessiert wie Gärten, die Jagd, Pferde und natürlich immer wieder Immobilien. Hier inseriert man, wenn man sein Haus auf dem Lande verkaufen und hier sucht man, wenn man ein solches erwerben möchte.
Häufig werden Stately Homes vorgestellt, Kunst und Handwerk sind gern behandelte Themen und natürlich wird auch über alles, was da in der britischen Landschaft so kreucht und fleucht berichtet.

In den letzten Ausgaben waren die Schwerpunktthemen u.a. Eigentumserwerb in den Cotswolds, Ziegenhaltung, Tomatenanbau und die „Top 5 villages for commuters“.

„Country Life“ gehört zur Time Warner Gruppe und die Redaktion sitzt in London. Ein Abonnement des Magazins ist nicht ganz billig; es kostet zurzeit  in Deutschland €262.50 für ein Jahr.

Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Dorney Court (Berkshire)

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Wer im Mai oder August in Südengland weilt, hat die Gelegenheit ein besonders schönes Tudor Manor House zu besichtigen, das nur wenige Minuten vom Windsor Castle, dem touristischen Anziehungspunkt, entfernt liegt. Wo die Grafschaften Buckinghamshire und Berkshire zusammenstoßen ist Dorney Court zu finden, das zu Berkshire gehört.

Dieses romantische alte Haus, das seit mehr als 450 Jahren von der Familie Palmer bewohnt wird, gehört mit zu den schönsten Englands. Es wurde mehrfach umgebaut, das Interieur ist aber fast unverändert geblieben. 1661 wurde in Dorney Court die erste Ananas in England angebaut, die man damals stolz König Charles II präsentierte.

So ein schönes Haus, das auch noch in unmittelbarer Nähe Londons und der M4 liegt, ist natürlich als Filmkulisse sehr begehrt. Die Produzenten der TV-Krimiserie „Midsomer Murders“ alias „Inspector Barnaby“ haben Dorney Court in ihr Herz geschlossen, denn schon viermal stand das Haus im Mittelpunkt des Geschehens.

– In Episode 7 der 2. Staffel „Strangler’s Wood“ („Der Würger von Raven’s Wood“) wurde aus Dorney Court das Fox& Goose Hotel
– In Episode 39 der 8. Staffel „Bantling Boy“ („Erben oder Sterben“), in der es um ein wertvolles Rennpferd namens Bantling Boy geht, ist das Haus Wohnsitz der Familie Bantling
– In Folge 69 der 12. Staffel „Secrets and Spies“ (dt. „Sportler und Spione“) wurde aus Dorney Court das Allenby House
– In Folge 80 der 13. Staffel, der vorletzten, in der John Nettles den Inspector Barnaby spielte, „Not in my Backyard“ (dt. „Eine Schande für das Dorf“), verwandelte sich das Manor House in Pelfe Hall.

Dorney Court war aber auch noch in anderen TV-Serien zu sehen, so z.B. in der legendären „Inspector Morse„-Reihe (1987-2000) mit John Thaw in der Hauptrolle. Die Folgen „The Dead of Jericho“, „The Silent World of Nicholas Quinn“ und „The Service of All the Dead“ wurden in Teilen hier gedreht. Leider liefen nur sieben Folgen davon vor langer Zeit einmal im DDR-Fernsehen in synchronisierter Form.

Inspector Morses Nachfolger „Inspector Lewis“ kam in der Episode „Expiation“ nach Dorney Court; Hercule Poirot war in „Sad Cypress“ hier zu Gast und die unverwüstliche Miss Marple in „The Sittaford Mystery“ (2006).

Nachtrag: Im Mai 2013 hatte ich die Gelegenheit, an einer geführten Tour durch das Haus teilnehmen zu können. Hochinteressant!

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Foto des Hausprospektes.

Foto des Hausprospektes.

Jacquie Lawson, ihre weltberühmten E-Cards und Lurgashall (West Sussex)

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Seit etwa 10 Jahren gibt es die Jacquie Lawson E-Cards, die besonders gern zu Weihnachten verschickt werden, die man aber auch für Geburtstage und andere Zwecke sehr gut verwenden kann.
Jacquie Lawson (hier ein Foto von ihr) ist eine englische Künstlerin, die sich auf Malen, Zeichnen und Buchillustrationen spezialisiert hat. Im Jahr 2000 entwarf sie einfach so zum Spaß eine E-Card, „The Christmas Cottage„, und verschickte sie an Freunde. Die Resonanz darauf war so groß, dass sie eine eigene Webseite erstellte, von der man die Karte mit dem Cottage und noch einige weitere herunterladen konnte. Wieder war die Nachfrage viel größer als erwartet und Jacquie Lawson entschied sich dafür, einen richtigen E-Card-Service anzubieten und ihre Homepage aufwändiger zu gestalten.

Das Besondere an diesen Karten ist, das sie animiert sind, d.h. sie zeigen meist romantische Szenarien, z.B. die mit dem Hund Chudleigh, Winterlandschaften, Teddybären kommen auch häufig als Motiv vor. Alle Karten sind mit Musik hinterlegt, die eigens dafür komponiert wird. Ich verschicke dieses Karten häufig, denn ich finde sie sehr gelungen. €8.50 kostet die Mitgliedschaft und dafür kann man ein Jahr lang so viele Karten verschicken wie man möchte.

Jacquie Lawson wohnt in dem kleinen Ort Lurgashall in der Grafschaft West Sussex, der als Vorbild für viele ihrer Karten dient. Ihr eigenes Cottage und das Village Green von Lurgashall hat sie für die E-Cards „The Christmas Cottage“ bzw. „Snowdog“ verwendet.
Hier gibt es übrigens auch einen sehr hübschen alten Pub „The Noah’s Ark Inn„.

181 verschiedene Karten werden zurzeit angeboten, die alle sehr aufwändig gestaltet sind und deren Herstellung einige Wochen oder sogar Monate dauert.

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Published in: on 17. Mai 2011 at 04:00  Comments (21)  
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St. Pancras Renaissance London Hotel – Neueröffnung nach 75 Jahren

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Am 5. Mai wurde in London ein Hotel neu eröffnet, das es bis 1935 schon einmal unter dem Namen Midland Grand Hotel gegeben hat: Das St. Pancras Renaissance London Hotel.
Direkt neben dem St. Pancras Bahnhof gelegen, diente das Midland Grand von 1873 – 1935 vielen Reisenden als Unterkunft. Der berühmte Architekt George Gilbert Scott entwarf damals das im neugotischen Stil gehaltene 300-Zimmer-Haus.
In den 60er Jahren stand das beeindruckende Gebäude kurz vor dem Abriss, aber man besann sich glücklicherweise anders. Nachdem im St. Pancras Bahnhof der Eurostar die Verbindung zwischen London, Paris und Brüssel aufgenommen hat, wurde die Idee einer Neueröffnung des Hotels wieder aufgenommen und jetzt erstrahlt das zur Marriott-Gruppe gehörende Haus wieder in neuem Glanz.

Auf 5 Etagen gibt es hier 211 Zimmer und 34 Suiten; ein Wagenparkdienst steht zur Verfügung (für 46 GBP pro Tag).
Wer stilgerecht im Hotel speisen möchte, der kann das im „The Gilbert Scott“ tun, wo seit kurzem Marcus Wareing, einer der englischen Spitzenköche das Zepter führt. Wareing, ein ehemaliger Gordon Ramsay-Protégé, war u.a. Chefkoch des berühmten „Grill Rooms“ im Londoner Savoy Hotel.
Das 5*-Hotel bietet selbstverständlich auch einen Spa an, der sich unter dem Haus befindet.
Die Zimmerpreise beginnen bei ca 225 GBP für ein Standard-Doppelzimmer, die großen Suiten bei etwa 1000 GBP.

Hier ist ein Film über das neue Hotel.

Übrigens: Das berühmte Treppenhaus des Hotels war 1996 Schauplatz des Musikvideos „Wannabe“ der Spice Girls.

St. Pancras Renaissance London Hotel
Euston Road
London, England NW1 2AR
Telefon: 0044 207 8413540

Alresford (Hampshire) – Die Wasserkresse-Hauptstadt Großbritanniens

Alresford in Hampshire. - This work is released into the public domain.

12 km nordöstlich von Winchester in der Grafschaft Hampshire liegt der kleine Ort Alresford, der sich stolz „The UK’s Capital of Watercress“ nennt, denn hier wird die in England so beliebte Wasserkresse angebaut, deren Inhaltsstoffe eine gute Vorsorge gegen Krebs sein sollen.

Am heutigen Sonntag, dem 15. Mai, findet in Alresford das jährliche „Watercress Festival“ statt. Um 10 Uhr beginnen die Festlichkeiten mit einem Umzug, bei dem die erste frisch geerntete Wasserkresse in den Ort gebracht wird. Natürlich nehmen an dem Umzug auch die unvermeidlichen Morris Dancer teil; es wird Musik gespielt, es gibt Verkaufsstände an den Straßen und es gibt die üblichen Verlustierungen für Kinder wie Schminken und Zaubererauftritte.
Im Mittelpunkt aber steht die Wasserkresse: Man kann sie in den unterschiedlichsten Zubereitungsweisen probieren und die Restaurants  von Alresford und Umgebung nehmen an dem Wettbewerb „Best Watercress dish for under £10“ teil.

Einer der Höhepunkte des Festivals sind die  „World Watercress Eating Championships„, wobei die Teilnehmer sich so schnell wie möglich durch eine bestimmte Menge Wasserkresse essen müssen.
Ehrengast ist in diesem Jahr die englische Fernsehköchin Sophie Grigson.

Wie man eine Wasserkressesuppe zubereitet, zeigt hier Fernsehkoch Gordon Ramsay.

Wasserkresseanbau bei Alresford. - © Copyright Stephen McKay and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Published in: on 15. Mai 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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Snowy Farr – Ein Exzentriker und Ordensträger aus Cambridge

Snowy Farr war über viele Jahre lang eine Figur, die aus dem Straßenbild von Cambridge nicht wegzudenken war. Er trug meist recht abenteuerliche Kleidung, oft farbenprächtige Uniformen mit exzentrischen Hüten auf denen sich Mäuse tummelten; aber auch Katzen und Hunde gehörten zu seiner Entourage. Snowy Farr, der am 8. März 2007 im Alter von 88 Jahren starb war ein Exzentriker par excellence, ein liebenswerter Mensch und wohl der einzige ehemalige Straßenfeger, der aus der Hand von Prince Charles den Orden Member of the British Empire erhalten hat.

Snowy Farr sammelte auf den Straßen von Cambridge Geld, nicht für sich, sondern für wohltätige Organisationen und da kam über die Jahre eine ganze Menge zusammen. Die stolze Summe von £62,000 sammelte er mit seinen Auftritten allein für die Cambridgeshire Society for the Blind and Partially Sighted.  £33,700 kam für die Organisation Guide Dogs for the Blind zusammen und  £28,305 für Camsight, eine Wohltätigkeitsorganisation, die sich um Menschen kümmerte, die ihr Augenlicht verloren hatten.

Kurz nach seinem Tod wurden Stimmen laut, die ein Denkmal für Cambridges Lieblings-Exzentriker forderten, und wie es zurzeit aussieht, soll das auch errichtet werden und zwar vor Cambridges Guildhall.

Das Foto oben ist der Umschlag des Buches „Eccentric Cambridge“ von Benedict le Vay, das ich gerade lese, und das sich auch mit Snowy beschäftigt. Hier ist ein weiteres typisches Bild von ihm.

Published in: on 14. Mai 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  
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Die königliche Eiche von Boscobel (Staffordshire) – Hier versteckte sich einst Charles II

Ein Abkömmling der echten königlichen Eiche, die auch etwa am gleichen Platz steht. - © Copyright Rob Farrow and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Es gibt in England sehr viele Pubs, die den Namen Royal Oak führen. Das geht auf die Flucht Charles II im Jahre 1651 zurück, nachdem er die Schlacht von Worcester am 3. September verloren hatte. Im Zuge dieser Flucht kam er auch nach Boscobel House in Staffordshire, wo ihm geholfen wurde. Als die feindlichen Truppen auf der Suche nach dem König nach Boscobel kamen, versteckte der sich zusammen mit William Carlis, einem der letzten überlebenden Royalisten der Schlacht von Worcester, einen Tag lang auf einer großen Eiche des Anwesens, die von da ab The Royal Oak genannt wurde. Charles II wurde nicht gefunden und so versteckte er sich am nächsten Tag (die Eiche war dann doch zu unbequem) in einem der sogenannten Priest Holes in Boscobel House, das waren schwer zu findende Verstecke für Priester, die man in manchen großen Häusern angelegt hatte.

Diese Eiche wurde später von vielen Menschen aufgesucht, die sich gern als Souvenir ein Stück davon abbrachen, was letztlich zum Tode des Baumes führte.

Bei meinem Besuch von Boscobel House konnte ich im angeschlossenen Shop feststellen, dass man mit der königlichen Eiche auch heute noch Geschäfte machen kann, denn viele Souvenirs, die dort zum Verkauf stehen, sind mit der Royal Oak versehen.

Boscobel House  
Bishopswood
Boscobel Lane, Staffs ST19 9AR
Tel. 01902 850244

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85 Vauxhall Cross, London – Hauptquartier des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6

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Am Londoner Albert Embankment, direkt an der Themse, steht ein eigenartiges Gebäude, das die Adresse 85 Vauxhall Cross trägt. In diesem total abgeschotteten, von Sicherheitskameras überwachten Haus befindet sich die Zentrale des britischen Auslandsgeheimdienstes Secret Intelligence Service, kurz MI6, was für „Military Intelligence, Section 6“ steht.
In Geheimdienstkreisen gibt es für das Gebäude auch andere Namen; so wird es auch als „Legoland“, „Aztec Temple“, „Ceaucescu Towers“ oder „Babylon on Thames“ bezeichnet.

Im Juli 1994 wurde das MI6-Hauptquartier von der Queen offiziell eröffnet. Architekt des Gebäudes war Terry Farrell, der u.a. auch das Edinburgh International Conference Centre und den Peak Tower in Hongkong baute. Die Kosten für den Komplex, also Grundstück und Gebäude zusammen, werden auf £ 285 Millionen geschätzt.

Am 20. September des Jahres 2000 war das Hauptquartier Ziel eines Raketenangriffs, für den wohl die IRA verantwortlich war. Es entstand dabei aber nur ein leichter Sachschaden.

Janes Bond ist natürlich der berühmteste MI6-Agent und in einigen Bond-Filmen ist das Gebäude auch zu sehen wie z.B. in „The world is not enough“ (dt. „Die Welt ist nicht genug“) mit Pierce Brosnan in der Hauptrolle.

Published in: on 12. Mai 2011 at 04:00  Schreibe einen Kommentar  

Merkwürdige Gesetze in England – Vor einem Englandbesuch unbedingt lesen!

Londoner Taxis dürfen leider keine Leichen und tollwütige Hunden befördern.    © Copyright Dr Neil Clifton and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Londoner Taxis dürfen leider keine Leichen und tollwütige Hunden befördern.
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Es gibt einige Gesetze in England, die schon äußerst merkwürdig sind und die man bei einem Besuch dort beachten sollte; die Chancen, dass man als Tourist dagegen verstößt, sind zwar eher gering, aber man kann ja nie wissen… Hier einige bemerkenswerte Beispiele:

– Wenn man nach einem Pubbesuch und einigen Pints das dringende Bedürfnis verspürt, sich zu erleichtern, darf man das nicht so ohne weiteres in der Öffentlichkeit tun, ABER: Ein Mann darf gegen das Hinterrad seines Autos urinieren, solange die rechte Hand auf besagtem Auto ruht. Das sollte man sich auf jeden Fall merken.
Da haben es schwangere Frauen in England besser, denn sie dürfen sich überall erleichtern, wo sie möchten.

– Ganz besonders schwer haben es die Schotten und die Waliser in England, denn:
In York darf man problemlos einen Schotten mit Pfeil und Bogen erlegen, wenn man denn einen sieht.Nur an einem Sonntag geht das nicht, da können sich die Schotten in den Stadtmauern von York sicher fühlen.
In Chester dagegen darf man Waliser auch an einem Sonntag mit Pfeil und Bogen zur Strecke bringen, allerdings erst nach Mitternacht und innerhalb der Stadtmauern. Das muss aber Waliser nicht abhalten, Chester zu besuchen, solange sie sich an die Vorschrift halten, dass sie die Stadt nicht vor Sonnenaufgang betreten dürfen und sie Chester vor Sonnenuntergang wieder verlassen müssen.

Londoner Taxifahrer mögen sich durch ein Gesetz eingeengt fühlen, denn sie dürfen keine tollwütigen Hunde und Leichen transportieren. Außerdem ist es für jemanden, der an der Pest leidet, stengstens untersagt, ein Taxi anzuhalten.

– Wenn man seinen Vierbeiner mit auf die Insel bringt, sollte man ihn rund um den Buckingham Palast oder auf dem Geländes des Windsor Castles auf keinen Fall von der Leine lassen, denn:
Es ist strengstens verboten, dass sich der eigene Vierbeiner mit einem der königlichen Hunde paart; es sei denn, es liegt eine Erlaubnis dafür vor, die man von der Queen aber kaum bekommen wird.

– Da ich gerade die Queen erwähnt habe: Es ist verboten, eine Briefmarke, auf der die Königin abgebildet ist, verkehrt herum auf einen Brief zu kleben, denn das gilt in England als Landesverrat.

Wenn man das bei einem Englandbesuch alles beachtet, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man mit dem Gesetz in Konflikt gerät, schon deutlich geringer.

Published in: on 11. Mai 2011 at 04:00  Comments (1)  

The Wallingford Church Choir: The Hymns Album – Der Chor aus Oxfordshire und die britischen Charts

Zwischen The Foo Fighters und Mumford & Sons steht in dieser Woche neu in den britischen Charts die CD „The Hymns Album“ des Wallingford Parish Church Choirs auf Platz 39. Eine stolze Leistung, sich als Kirchenchor gegen die geballte Macht der Popstars durchzusetzen.

Die Plattenfirma Decca Records hatte eine Aktion gestartet, bei der sie Großbritanniens besten Kirchenchor suchte und ein Ergebnis dieser Aktion ist die CD „The Hymns Album“.
Wallingford ist eine Stadt im Süden der Grafschaft Oxfordshire“. Wer regelmäßig die TV-Krimiserie „Midsomer Murders“ alias „Inspector Barnaby“ sieht, weiß vielleicht dass die fiktive Stadt Causton im Midsomer County in Wirklichkeit Wallingford ist. Der Kirchenchor ist übrigens schon mehrfach in verschiedenen Episoden der Krimiserie aufgetreten, z.B. in „Death in Chorus“ (dt. „Tote singen nicht“).

Sue Ledger ist die Leiterin dieses zurzeit aus 52 Mitgliedern bestehenden Chores; das jüngste ist 6 Jahre alt, das älteste über 70. The Wallingford Church Choir ist für zwei Kirchen in der Stadt an der Themse „zuständig“; einmal für St. Mary-le-More und einmal für  St. Leonard’s.

Ihr erfolgreiches „The Hymns Album“ enthält 15 Titel, darunter so bekannte wie „How great thou art“, „Jerusalem“ und „I vow to thee my country“.
Hier ist ein Film über den Chor zu sehen.

St. Mary-le-More. – © Copyright Michael FORD and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

St. Leonard. – © Copyright Michael FORD and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

„Ye Olde Trip to Jerusalem“ in Nottingham – Englands ältester Pub?

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Wer ist nun wirklich Englands ältester Pub? Es gibt mehrere, die sich um diese Ehre streiten, von denen „The „Ferry Boat Inn“ in Holywell bei St. Ives (Cambridgeshire), „Ye Olde Fighting Cocks“ in St. Albans (Hertfordshire) und „Ye Olde Trip to Jerusalem“ in Nottingham die wahrscheinlichsten Kandidaten sind.

Letzterer (AD 1189) behauptet es jedenfalls steif und fest auf seiner Homepage und hier handelt es sich nicht nur um einen Pub, „Ye Olde Trip to Jerusalem“ ist mehr ein Happening, denn hier ist jede Menge los. In den Kellergewölben, die man in einer 20minütigen Führung besichtigen kann, treiben einige Geister ihr Unwesen, in einem eigenen Souvenirladen kann man sich mit Andenken aus dem „Trip“ eindecken und dann gibt es immer wieder Aktionen wie Bierfestivals etc.

Natürlich gibt es hier auch eine breite Palette an Bieren u.a. ein Ale, das „Olde Trip“ heißt und von der Greene King Brewery in Bury St Edmunds (Suffolk) hergestellt wird.

Der alte Inn liegt zu Füßen des Nottingham Castles und ist in den Berg hineingebaut worden; ein wirklich hübscher Pub, sowohl innen wie außen und auf jeden Fall einen Besuch wert, ob er nun der älteste Pub ist oder nicht.

Ye Olde Trip to Jerusalem
Brewhouse Yard
Nottingham England
NG1 6AD
Tel. 0115 947 3171

Bekonscot in Beaconsfield (Buckinghamshire) – Das älteste Miniaturdorf der Welt

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Gestern sah ich die Episode 71 der TV-Krimiserie „Midsomer Murders“ = Inspector Barnaby, die den Titel „Small Mercies“ trägt (dt. „Böse kleine Welt“).  Die Episode beginnt mit einem Mord in einem Modelldorf, wo der Täter sein Opfer fest auf dem Boden verzurrt und dann getötet hat.

Gedreht wurde diese Midsomer Murders-Folge im Bekonscot Model Village in Beaconsfield in Buckinghamshire, das 1929 eröffnet und damit das älteste Modelldorf der Welt ist. Die große Anlage, die kreuz und quer von Modelleisenbahnen durchfahren wird, stellt ein typisch englisches Dorf aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts dar.
Das Model Village besteht eigentlich aus mehreren Ortschaften, von denen Bekonscot nur eine ist, die anderen heißen

Greenhaily, Southpool, Hanton, Splashyng, Evenlode und Epwood.

Jeder Ort hat einen eigenen Charakter. Insgesamt finden sich hier über 200 Gebäude, 3000 Miniaturmenschen und zahllose Fahrzeuge.

Roland Callingham hat die Anlage in den 20er Jahren entworfen. Ein großer Fan von Bekonscot war die berühmte Kinderbuchautorin Enid Blyton, die ganz in der Nähe wohnte und deren Haus „Greenhedges„, das abgerissen wurde, hier im Miniaturdorf zu finden ist. Sie schrieb auch eine Kurzgeschichte über Bekonscot „The Enchanted Village„.
Ein großer Teil der Einnahmen aus den Eintrittsgeldern kommt übrigens wohltätigen Zwecken zugute. So sind insgesamt schon £5 Millionen verteilt worden.

Bekonscot Model Village ist bis zum 30. Oktober täglich von 10 – 17 Uhr geöffnet. Hier ist eine Rundfahrt mit der Eisenbahn durch die Anlage zu sehen.

Bekonscot Model Village
Warwick Road
Beaconsfield HP9 2PL
Tel. 01494 672919

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Mein Buchtipp – Brian Hoey: We are amused – A Royal Miscellany

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Die Hochzeit des Jahres ist vorbei. Die frisch gebackene Herzogin von Cambridge (früher Kate Middleton) muss sich jetzt wieder profaneren Dingen zuwenden wie z.B. die schmutzige Wäsche ihres Mannes waschen oder sich überlegen, was sie zum Abendessen kocht, während Prince William damit beschäftigt ist, seinen Hubschrauber sauber zu halten und dessen Rotoren zu ölen.

Wer nach all diesen royalen Festlichkeiten noch immer nicht genug vom britischen Königshaus hat, dem kann ich das Buch „We are amused: A Royal Miscellany“ (London: JR Books 2010, ISBN 978-1-906779-85-6) von Brian Hoey empfehlen. Hoey hat schon über 20 Bücher geschrieben, davon die meisten über die Royals wie „At home with the Queen“ oder „Life with the Queen“.
Sein neues Buch ist ein Lexikon nach dem Motto „Alles, was Sie schon immer über das Königshaus wissen wollten“. Es beginnt mit „A“ wie „Abdication and Accession„, also „Abdankung und Thronbesteigung“ und endet mit „Z“ wie „Zara Phillips„, der ältesten Enkelin der Queen. Dazwischen gibt es viel Interessantes zu lesen z.B. über die Gartenparties im Buckingham Palace, die Gehälter, die den Bediensteten bezahlt werden oder die (unrühmliche) Rolle der königlichen Corgies.

Eine informative Lektüre für alle Freunde des englisches Königshauses.

Published in: on 7. Mai 2011 at 04:00  Comments (1)  

Village Lock-ups – Dorfgefängnisse, die noch heute existieren

Alton Lock-up. - © Copyright Dennis Thorley and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Im 18. und 19. Jahrhundert, aber auch schon früher, wurden in vielen Dörfern Mini-Gefängnisse gebaut, die sogenannten Village Lock-ups, denn wo sollte man hin mit den Kleinkriminellen, Tagedieben und Betrunkenen? Diese kleinen Gebäude bestanden meist nur aus einem Raum mit einer Tür und einem Fensterschlitz, wenig komfortabel also, aber man blieb dort ja nicht allzu lange. Diese Lock-ups hatten häufig ein Rund- oder Spitzdach und waren aus groben Steinen, Ziegelsteinen oder Holz gebaut.

Mitte des 19. Jahrhunderts baute man dann Polizeigebäude mit eigenen Arrestzellen, so dass diese Lock-ups nach und nach nicht mehr gebraucht und abgerissen wurden. Aber einige sind doch noch übrig geblieben und wieder hergestellt worden, allerdings dienen sie heute nicht mehr dem ursprünglichen Zweck.

Einige Beispiele für gut erhaltene Dorfgefängnisse finden sich in:
Harrold (Bedfordshire) aus dem frühen 19. Jahrhundert
Alton (Staffordshire) aus dem Jahr 1830, in dem die Insassen ohne Fenster auskommen mussten
Shrewton (Wiltshire) aus der Mitte des 18. Jahrhunderts mit einem Runddach
Wavertree bei Liverpool mit einem merkwürdig geformten Dach

Wavertree Lock-up. - © Copyright Sue Adair and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

 

Harrold Lock-up. - © Copyright Jeff Tomlinson and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

 

Shrewton Lock-up. - © Copyright Trish Steel and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

The Clink in Banstead (Surrey) – Englands einziges Gefängnisrestaurant, das öffentlich zugänglich ist

Hier im H.M.P. High Down bei Banstead befindet sich das Restaurant "The Clink". - © Copyright David Kemp and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

In Banstead in Surrey befindet sich das Gefängnis „Her Majesty’s Prison High Down„, wo 1100 Kriminelle ihre Strafen absitzen. High Down verfügt über eine Besonderheit, die  sonst kein anderes englisches Gefängnis zu bieten hat: Hier gibt es ein öffentlich zugängliches Restaurant, das passenderweise „The Clink“ heißt (clink = Kitchen oder Knast).
Am 11. Mai 2009 wurde es unter der Leitung von Küchenchef Alberto Crisci eröffnet und das Küchen- und Servicepersonal besteht aus den Häftlingen des Gefängnisses. Mit dieser Maßnahme will man den Einsitzenden eine Chance bieten, sich für Jobs in der Gastronomie zu qualifizieren, wenn sie wieder in Freiheit sind. The Clink Charity betreibt das Restaurant und sorgt für die benötigten finanziellen Mittel, die überwiegend aus privaten und Firmenspenden kommen.

Wenn man in dem chic eingerichteten Restaurant Platz nehmen möchte, muss man sich vorher allerdings anmelden und einige Sicherheitschecks über sich ergehen lassen, schließlich befindet man sich hier mitten in einem Gefängnis und man weiß ja nie…

In der Küche führt Alberto Crisci ein strenges Regiment. Wer nicht spurt, fliegt auf der Stelle raus und bekommt keine zweite Chance.

Das Restaurant bietet 85 Plätze mit Blick auf die einsehbare Küche und hat sich inzwischen den Ruf eines Gourmet-Restaurants erworben über das in den britischen Medien schon mehrfach berichtet wurde, u.a. in einem BBC 1-Beitrag vom 26. April.

Auf der Karte von The Clink“ stehen u.a. folgende Gerichte:

– Slow Braised Beef Skirt with chasseur sauce & beef cheek with cabbage hearts & stuffed tomatoes, served with Pont Neuf chips & seasonal vegetables
– Homemade Crab Ravioli with a rich crab bisque sauce, served with chicory, endive, tomato & onion salad

Die Preise sind hier sehr niedrig; so kosten die genannten Hauptgerichte nur zwischen £6 und £7. Alle weiteren Infos gibt es auf den Webseiten des Restaurants. Hier ein kurzer Film über „The Clink“.

Inspector Barnaby (Midsomer Murders) – Die Titelmusik und die Theremin

Die Titelmusik der englischen TV-Krimiserie „Midsomer Murders„, die in Deutschland unter dem Titel „Inspector Barnaby“ zurzeit bei ZDF Neo läuft, ist etwas ganz Besonderes. Das markante Instrument darin ist die wenig bekannte Theremin (nach dem russischen Physikprofessor Leon Theremin benannt) oder auch Ätherwellengeige genannt; ein Instrument, das ohne körperliche Berührung gespielt wird. Deren Musik  hat eine unheimliche Wirkung und eine Meisterin auf der Theremin ist die Engländerin Celia Sheen, die auf der Titelmusik der Krimiserie auch zu hören ist. Sheen spielte schon mit dem Royal Philharmonic Orchestra und dem BBC Symphony Orchestra zusammen.

Komponist des Titelthemas ist Jim Parker, der schon viermal den British Academy Award in der Kategorie  Best Original Television Music gewonnen und die Musik für über 100 Filme geschrieben hat.

2002 wurde die CD „The Best of Midsomer Murders“ veröffentlicht, mit Musik aus den bisherigen Episoden, die nicht mehr im Handel, sondern nur noch antiquarisch zu sehr hohen Preisen erhältlich ist.

Hier ist Celia Sheen mit ihrer Theremin zu sehen wie sie die Titelmelodie spielt.

 

Abbey Mills Pumping Station in London – Die Abwasserkathedrale

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Im Osten Londons, im Stadtteil Stratford, dort wo die nächsten Olympischen Spiele stattfinden werden, befindet sich die Abbey Mills Pumping Station, also eine Abwasserpumpstation. An und für sich sind solche Gebäude vom Architektonischen her belanglos, doch nicht dieses. Abbey Mills erinnert an einen orientalischen Palast; wurde die Pumpstation doch im byzantinischen Stil 1865-68 erbaut. Die „Schöpfer“ dieses auch „Cathedral of Sewage“ oder „Temple of Sewage“ genannten Gebäudes waren  Joseph Bazalgette, Edmund Cooper und der Architekt Charles Driver.
Bazalgette, der u.a. auch die Hammersmith Bridge  baute, schuf damals in der viktorianischen Zeit das Kanalisierungssystem Londons und besiegte damit „The Great Stink„, denn bis dahin wurden die Abwässer der Stadt ungereinigt in die Themse geleitet, was zu einem bestialischen Gestank führte.
Die Pumpstation, als Teil des Kanalisierungssystems, ist heute nicht mehr in Betrieb; eine neue Anlage wurde neben die alte gebaut, die allerdings vom architektonischen Gesichtspunkt her nur als funktionell zu bezeichnen ist.

Im Jahr 2006 wurde die Abbey Mills Pumping Station für ein Musikvideo benutzt: Die norwegische Band A-Ha nahm hier das Video zu ihrem „Cosy Prisons auf.
Auch Teile des Films „Batman begins“ (2005) wurden hier gedreht, wobei das Gebäude das „Arkham Asylum“ darstellte.

Die Abbey Mills Pumping Station ist zu besichtigen, aber nur nach Voranmeldung.

Abbey Mills Pumping Station
Abbey Lane
Stratford
London
E15 2RW

Die Wychwood Brewery in Witney (Oxfordshire) – Hier wird das „Kobold-Bier“ gebraut

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In der Stadt Witney in Oxfordshire wird schon seit Jahrhunderten Bier gebraut. 1983 kaufte hier ein gewisser Paddy Glenny die ehemalige Clinch’s Brewery und benannte sie The Eagle Brewery; hier braute Glenny, der die Bierherstellung in Deutschland gelernt hatte, nun sein eigenes Bier. 1990 wechselte er den Namen seiner Firma, die von jetzt ab Wychwood Brewery hieß, nach dem Wald in der Nähe von Witney.

Chris Moss, der Partner von Paddy Glenny, erhielt 1988 den Auftrag, für eine Hochzeit ein spezielles Bier zu brauen; das wurde später das berühmteste Bier der Wychwood Brewery, das „Hobgoblin„. Dieses Bier besitzt 4,5% Alkohol (die Flaschenabfüllung 5,2%) und wird von der Brauerei so beschrieben: „full bodied and well balanced with a chocolate toffee malt flavour, moderate bitterness and a distinctive fruity character with a ruby red glow.“
Die Wychwood-Biere zeichnen sich auch durch ihre Etiketten aus, auf denen die Mythen und Legenden des Wychwood Forests abgebildet werden. Hobgoblin ist der englische Begriff für Kobold.

Neben dem legendären Hobgoblin gibt es weitere Biere, die ganzjährig im Programm sind: King Goblin, Wych Craft, Scarecrow und Goliath. Darüberhinaus stellt die Brauerei aber auch noch monatlich wechselnde Biere her wie Elderwych im Mai oder Gingerbeard im Juni.

Am Wochenende werden in der Wychwood-Brauerei  Führungen angeboten, auf denen der Brauprozess vorgeführt wird und anschließend die Biere probiert werden können.
Sehenswert ist übrigens die toll gemachte Homepage der Brauerei!
Hier ein Film über eine Bierprobe des Hobgoblins.

Wychwood Brewery
Eagle Maltings
The Crofts
Witney
Oxfordshire
OX28 4DP
Tel. 01993 890 800

Eigenes Foto

Published in: on 3. Mai 2011 at 04:00  Comments (2)  
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Consett (Co. Durham) – Eisenerz, Kohle und Mr. Bean

Die Middle Street in Consett.    © Copyright Pauline E and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Middle Street in Consett.
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Kürzlich bekam ich ein in England bestelltes Buch aus Consett im County Durham zugeschickt und las, dass der Schauspieler Rowan Atkinson alias Mr. Bean in Consett geboren wurde. Was ist das nun für eine Stadt im hohen Norden Englands, am Rande der Pennines am Derwent River gelegen?

Consett, wo heute ca 27 000 Menschen wohnen, war einmal eine Boomtown. Unter der Stadt wurden reiche Vorkommen an Eisenerz und Kohle entdeckt, die man zu Tage förderte. In Hochöfen wurde Stahl hergestellt; all das sorgte für Arbeitsplätze und stellte die wirtschaftliche Grundlage für Consett dar. Doch wie in so vielen Regionen im Norden Englands ging es auch hier eines Tages bergab. Die Kohle- und Erzförderung wurde eingestellt und das Zentrum für die Stahlherstellung verlagerte sich weiter nach Süden, nach Sheffield.

Nach der Schwerindustrie siedelten sich kleinere und mittlere Unternehmen in Consett an, so z.B. die Phileas Fogg Co., die Snacks mit Geschmacksrichtungen aus der ganzen Welt herstellt.

Der am 6. Januar 1955 hier in Consett geborene Rowan Atkinson, der weltweit durch seine Darstellung des Mr. Bean bekannt wurde, war das jüngste von vier Kindern, alles Brüder, und seine Familie lebte schon seit vielen Jahren in diesem Ort im County Durham.

Published in: on 2. Mai 2011 at 04:00  Comments (2)  
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