J. Hudson & Co. in Birmingham und die Polizeitrillerpfeifen

Author: Scott Sanchez. - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Als im Jahr 1829 ín London der Metropolitan Police Service ins Leben gerufen wurde, stattete man die Polizisten mit Handrasseln aus, die dazu dienten, Hilfe und Unterstützung von anderen Kollegen herbeizuholen. Da diese Rasseln nicht allzuweit zu hören und umständlich zu bedienen waren, suchte die Polizei der Hauptstadt nach einem Ersatz und fand ihn in Form der Trillerpfeife.

Den Auftrag für die Ausstattung der Polizisten mit diesem Hilfsmittel, damals „State of the Art“, bekam die in Birmingham ansässige Firma J. Hudson & Co., deren Firmengründer Joseph Hudson extra für diesen Zweck eine neuartige Trillerpfeife entwickelt hatte, die den Vorteil besaß, dass man sie im Mund halten konnte und beide Hände frei hatte, um z.B. einen Dieb festzuhalten.

Die Hudsonsche Trillerpfeife war so laut, dass man sie über eine Entfernung von 1,5 km hören konnte. Bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts gehörte dieses Gerät zur Grundausstattung jedes Polizisten, bis dann die wesentlich komfortableren Funksprechgeräte nach und nach die Pfeifen ablösten.

Die Firma J. Hudson & Co. ist nach wie vor in Birmingham beheimatet und gehört weltweit zu den Marktführern in der Produktion von Pfeifen jeglicher Art, die unter dem Namen Acme verkauft werden. So stellt sie u.a. die Tornado 2000 her, die lauteste Pfeife der Welt, Hundepfeifen und Schiedsrichterpfeifen sind im Programm und zu den Großabnehmern zählen u.a. die NATO, die FIFA und die NFL.

Polizeitrillerpfeifen sind heute kaum noch im Einsatz, werden aber gern als Abschiedsgeschenk für aus dem Dienst scheidende Polizisten verwendet.

J. Hudson and Co. (Whistles) Ltd.
244 Barr Street, Birmingham
B19 3AH, UK
Tel: 0121 554 2124

Published in: on 15. Juni 2011 at 04:00  Kommentar verfassen  
Tags: