Das Rasenlabyrinth von Saffron Walden (Essex), das größte seiner Art in England

Das Labyrinth mit Ohren in Saffron Walden. - This work was released into the public domain.

Turf mazes„, also Rasenlabyrinthe haben den Vorteil gegenüber den Heckenlabyrinthen, dass man sich darin nicht verlaufen kann und wenn man keine Lust mehr hat, steigt man einfach aus, anstatt sich genervt stundenlang den richtigen Weg nach draußen zu suchen. Die Wikipedia beschreibt sie so: „Ein Rasenlabyrinth… ist ein großflächiges, begehbares Labyrinthmuster, das in eine ebene Rasenfläche eingeschnitten wurde, meist auf kargem Boden“.

Acht dieser „turf mazes“ gibt es noch in England, von denen das in Saffron Walden in Essex das größte darstellt. Ca 30 m im Durchmesser misst das Labyrinth, das 1699 erstmals erwähnt wurde. Seitdem wurde es immer mal wieder restauriert, zuletzt 1979. Wenn man alle mit Ziegeln ausgelegten Wege vom Rand bis ins Zentrum geht, dann hat man etwa 1500 m zurückgelegt.

Hie sind die anderen, noch verbliebenen Rasenlabyrinthe in England (Infos entnommen aus der Wikipedia):

  • Alkborough (North Lincolnshire): „Julian’s Bower“, christliches Muster, 11 Umgänge
  • Breamore (Hampshire): „Mizmaze“, christliches Muster, 11 Umgänge
  • Dalby (North Yorkshire): „City of Troy“, klassisches Muster, 7 Umgänge
  • Hilton (Cambridgeshire´): „Hilton Maze“, christliches Muster, 9 Umgänge
  • Somerton (Oxfordshire): „Troy Town“, klassisches Muster, 15 Umgänge
  • Winchester (Hampshire): „St. Catherine’s Hill“, christliches Muster, 9 Umgänge, quadratisch
  • Wing (Rutland): „Wing Maze“, christliches Muster, 11 Umgänge

    Das "turf maze" von Saffron Waldon. - © Copyright Jeff Tomlinson and licensed for reuse under this Creative Commons Licence

Published in: on 13. Juli 2011 at 04:00  Comments (1)  
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One CommentHinterlasse einen Kommentar

  1. „…Rasenlabyrinthe haben den Vorteil gegenüber den Heckenlabyrinthen, dass man sich darin nicht verlaufen kann…“

    Hier sei die Anmerkung erlaubt, dass man sich in einem Labyrinth nie verlaufen kann. Verlaufen kann man sich nur in einem „Irrgarten“. Ein Labyrinth hat nur einen Weg ohne Abzweigungen, der vom Eingang zum Ausgang führt. Das Labyinth hat auch nicht den Zweck (des Irrgartens), den richtigen Weg zu finden oder (als erotische Raffinesse des Barock und Rokoko) ein Versteck- und Verwirrspiel zu ermöglichen, sondern ist ein Ort der Kontemplation oder geistigen Auseinandersetzung mit dem Weg des (eigenen) Lebens. Insofern ist auch das vorzeitige Verlassen des Labyrinthes eigentlich nicht sinnvoll.

    Gegenüber dem Heckenlabyrinth, das seine Wirkung durch die Beklemmung erzeugende Blätterwände der eng stehenden Hecken setzt das Rasenlabyrinth eine höhere Konzentrationsfähigkeit voraus.

    Zu Entstehungsgeschichte, Geisteswelt und Erscheinungsformen der gibt es einige weiterführende Gartenbücher.


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