Burgh Island Hotel in Devon – Hier wohnten schon Agatha Christie und Noel Coward

Eigenes Foto.

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Um es gleich vorweg zu sagen, der irische Sänger Chris de Burgh hat mit Burgh Island nichts zu tun :-).
Das in der Bigbury Bay vor der Südküste Devons gelegene Burgh Island Hotel ist schon etwas ganz Besonderes. Bei Ebbe kann man die Insel bzw. das Hotel problemlos zu Fuß erreichen, bei Flut muss man die Hilfe des sogenannten Sea Tractors in Anspruch nehmne, das ist ein Gefährt mit sehr großen Rädern und hohen Aufbauten, das die Hotelgäste bei Bedarf durch die Fluten geleitet.

Das weiße Hotel an der Spitze der kleinen Insel war schon immer als Rückzugsort für Prominente beliebt, so wohnten hier u.a. die Krimiautorin Agatha Christie, der Schriftsteller Noel Coward, der Rennfahrer Malcolm Campbell und der Schauspieler George Formby jr.
Nach einigen dieser früheren Gäste sind auch die Zimmer des Hotels benannt.

Agatha Christie, die auf Einladung des damaligen Hotelbesitzers Archie Nettlefold hier weilte, wurde durch die besondere Lage des Art Deco-Hotels zu ihren Romanen „Ten little Indians“ (das später in „Then there were none“ umbenannt wurde; der deutsche Übersetzungstitel „Und dann gabs keines mehr“) und „Evil under the sun“ (dt. „Das Böse unter der Sonne“) angeregt.

Das Hotel pflegt und besitzt noch immer den Charme der glamourösen 30er Jahre, so gibt es hier jeden Mittwoch- und Samstagabend einen Dinner Dance bei dem Black Tie und Evening Dress vorgeschrieben sind. Auch sonst legt man im Haus sehr viel Wert auf angemessene Kleidung. „It is simply impossible to be overdressed at Burgh Island“ heißt es von der Hotelleitung. Wer nicht im Haus wohnt, kann übrigens auch als „Non-Resident“ am Black-Tie-Dinner teilnehmen.

Die Übernachtungspreise für die meisten Zimmer liegen bei etwa 450 Euro und beinhalten auch Frühstück und Abendessen. Für die Gartensuite sollte man noch einmal 50% dazurechnen.

Neben dem Hotel liegt der urige ehemalige Schmugglergasthof Pilchard Inn, in dem die Hotelgäste, wenn sie es etwas informeller haben möchten, auch das Abendessen zu sich nehmen können.

Es liegt auf der Hand, dass ein Hotel mit dieser außergewöhnlichen Lage auch gern als Filmkulisse genommen wird. Passenderweise drehte man hier im Jahr 2001 die Episode „Evil under the sun“ aus der TV-Serie „Agatha Christie’s Poirot“ mit David Suchet in der Hauptrolle.
Auch Joan Hickson war 1992 als Miss Marple in der gleichnamigen TV-Krimiserie in der Folge „The mirror crack’d from side to side“ auf Burgh Island zu sehen.

In der BBC-Serie „Lovejoy„, in der ein Antiquitätenhändler im Mittelpunkt steht und die von 1986 bis 1994 ausgestrahlt wurde, spielte die Folge „Somewhere over the rainbow“ im Burgh Island Hotel.

Hier ist ein Film über das Hotel zu sehen.

Das Buch zum Artikel:
Tony Porter: The Great White Palace. Deerhill Books 2005. 319 Seiten. ISBN 978-0955072703

Der Sea Tractor vor dem Burgh Island Hotel. Eigenes Foto.

Der Sea Tractor vor dem Burgh Island Hotel.
Eigenes Foto.

Der Pilchard Inn neben dem Burgh Island Hotel. Eigenes Foto.

Der Pilchard Inn neben dem Burgh Island Hotel.
Eigenes Foto.

Published in: on 8. Oktober 2011 at 02:00  Comments (4)  
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4 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. […] Stationen auf der Reise sind zum Beispiel die bekannteren St Michael’s Mount und Burgh Island, dann begeben wir uns auf die Themse, wo wir Eel Pie Island und Monkey Island einen Besuch […]

  2. […] das nostalgische Burgh Island Hotel vor der Südküste Devons bei Bigbury habe ich in meinem Blog schon berichtet. Burgh Island ist bei Ebbe zu Fuß zu erreichen, bei Flut holt bzw. bringt der Sea […]

  3. […] meinem Blogeintrag über das Burgh Island Hotel vor der Südküste von Devon erwähnte ich bereits einmal einen der […]

  4. […] Das imposante 1926 gebaute Haus wurde im Jahr 2009 für über £5 Millionen verkauft, der heutige Wert dürfte weit höher liegen. Bevor die Taylors einzogen, wohnte hier der Maler Augustus John (1878-1961), der seinen späteren Erfolg in den USA dem Kunsthändler Francis Taylor zu verdanken hatte. Entworfen wurde das Haus von dem Architekten Matthew Dawson, der sich einen Namen machte, als er das später in ein Hotel umfunktionierte Haus auf Burgh Island baute (s, dazu meinen Blogeintrag). […]


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