Kippers aus Craster (Northumberland) – Die Besten der Besten

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Wenn ich mehrere Tage hintereinander im Hotel das typisch englische Frühstück mit Rührei, Schinken, Würstchen usw. zu mir genommen habe, möchte ich auch einmal etwas anderes essen und so bestelle ich mir dann meistens einen Kipper.

Ein Kipper ist ein kalt geräucherter, vorgesalzener Hering mit oder ohne Kopf, der vom Rücken her gespalten wird und nur noch an den Bauchseiten zusammen hängt„, so das Lebensmittel-Lexikon. Der Kipper wird zum Frühstück warm serviert, ist sicher nicht jedermanns Sache, aber man sollte ihn einmal probieren.

Die besten Kipper kommen aus der kleinen Hafenstadt Craster in Northumberland. Dort ist die Fischräucherei der Firma L. Robson & Sons  schon seit 1906 tätig, die die Kippers auf traditionelle Weise herstellt. Etwa 16 Stunden hängen die Heringe in der Räucherei, deren Feuer durch Sägemehl aus Eichenholz genährt wird, das wiederum den Fischen ihren typischen Geschmack gibt. Ein gutes Hotelrestaurant weist auf der Frühstückskarte extra darauf hin, dass seine Kipper aus Craster kommen.

Außer den Kippers räuchert die Firma Robson & Sons auch noch Lachs, Schellfisch und Dorsch. Wenn man schon einmal in Craster ist, sollte man die Produkte der Firma auch vor Ort probieren und zwar in deren „Craster Fish Restaurant„, das auf dem Gelände der Räucherei liegt.

Wie Craster Kippers hergestellt werden, zeigt dieser Film.

 Das Buch zum Artikel:
Colin Biott: We Can Mind the Time – Memories of Craster People. Craster Community Development Trust 2005. 160 Seiten. ISBN 978-0955085901.

 

 

Photo © Karl and Ali (cc-by-sa/2.0)
Im Hafen von Craster
Photo © Jennifer Petrie (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 6. Dezember 2011 at 02:00  Comments (1)  
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