London Particular – Der Nebel und die Erbsensuppe

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Noch heute meinen viele Menschen, die nie in London waren,  dass hier ständig Nebel über der Stadt liegt und man zeitweise nicht die Hand vor den Augen sehen kann. Nun, das stimmte auch eine Zeit lang, aber seitdem 1956 der Clean Air Act in Kraft trat, wodurch Privathaushalte keine Kohle mehr in ihren Öfen verfeuern durften, ist dieser Spuk vorbei und die Qualität der Londoner Luft ist deutlich besser geworden (obwohl einem die Autoabgase auch ganz schön zu schaffen machen).
Damals sagte man vom Londoner Nebel, er sei dick wie Erbsensuppe, ein richtiger „pea souper“ oder man sprach auch vom „London Particular„, ein Begriff, den schon Charles Dickens in seinem Roman „Bleak House“ verwendete.

Die Köche des historischen Restaurants „Simpson’s-in-the-Strand“ sollen die Erfinder der Erbsensuppe gewesen sein, die noch heute den Namen „London Particular“ trägt. Die Hauptzutaten für diese wärmende Suppe, die natürlich in der kalten Jahreszeit sehr beliebt ist,  sind gelbe oder grüne Erbsen, Sellerie, Karotten, Zwiebeln und Schinken. Wer das einmal nachkochen möchte, hier ist ein Rezept der berühmten Fernsehköchin Delia Smith.

Hier ist ein Film über den Londoner Nebel Anfang der 1950er Jahre.

Published in: on 22. Dezember 2011 at 02:00  Kommentar verfassen  
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