The Ghost Club – Die älteste Organisation in der ganzen Welt, die sich mit paranormalen Vorgängen beschäftigt

Die Parish Church von Borley (Essex). Auch hier führte der Ghost Club Untersuchungen durch.
Author: Oxyman. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Auf meinen Reisen durch England bin ich immer wieder auf Menschen gestoßen, für die Geister, oder wie immer man die übernatürlichen Erscheinungen nennen soll, etwas ganz Selbstverständliches sind. Darauf angesprochen, können viele eigene Erlebnisse erzählen. Ich war einmal in einem uralten Manor House bei einem Lord und seiner Frau zu Gast, die abends am Kamin von ihren Erlebnissen mit Geistern erzählten (sie nannten sie „spirits“) und sie taten das ganz ernsthaft und waren absolut von deren Existenz überzeugt. Ich machte in diesem Manor House eines Nachts auch eine merkwürdige Erfahrung…

Schon seit 1862 beschäftigt sich der Ghost Club mit paranormalen Vorgängen. Im Gegensatz zur Society for Psychical Research, die sich wissenschaftlich mit Geistererscheinungen und ähnlichen Phänomenen auseinandersetzte, bestand der Ghost Club überwiegend aus Menschen, die fest daran glaubten. Zu seinen Mitgliedern zählten u.a. Charles Dickens, Sir Arthur Conan Doyle, Peter Cushing und Peter Underwood, der jahrelang Präsident der Organisation war und in seinen Büchern über die Aktivitäten des Clubs schrieb.

Our aim is to conduct serious research; our investigations are not for entertainment purposes or for thrill seekers„, so steht es auf der Homepage des Ghost Clubs und Vor-Ort-Erkundungen gehören zu dessen wichtigsten Aufgaben. Untersucht wurden u.a. paranormale Vorgänge in der Borley Church in Essex, im Woodchester Mansion (Gloucestershire), in der Chingle Hall (Lancashire) und im RAF Cosford Aerospace Museum (Shropshire).

Der Chairman des Ghost Clubs ist zurzeit Alan Murdie. Man trifft sich regelmäßig einmal im Monat im Londoner The Victory Services Club in der Seymour Street. Die Mitglieder des Clubs erhalten viermal im Jahr einen Newsletter, in dem über die Aktivitäten informiert wird. Mitglied kann übrigens jeder werden, der über 18 Jahre alt ist, auch Nicht-Engländer.

Ich besitze ein halbes Dutzend Bücher von Peter Underwood, der darin sehr anschaulich und spannend über seine „paranormal investigations“ berichtet. Vor allem in seinem „No Common Task: The Autobiography of a Ghost-hunter“ (Harrap 1983) ist einiges über den Ghost Club zu erfahren.

Eigenes Foto.

Published in: on 2. August 2012 at 02:00  Comments (6)  
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6 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Lieber Ingo,
    leider kann ich deine E-Mail-Adresse nicht finden. Sendest du sie mir bitte, ich habe eine Info für dich, die ich dir privat senden möchte.
    Das mit dem Ghost-Club, schon der Name, echte englische Exzentrizität.
    Liebe Grüße vom sonnigen Meer
    Klausbernd und seine beiden Buchfeen Siri & Selma 🙂 🙂

  2. […] sehr an allem Übernatürlichen interessiert war, trat er auch dem Ghost Club bei, über den ich in meinem Blog bereits berichtete. Er starb 1951 im Alter von 82 Jahren und wurde im Londoner Golder’s Green […]

  3. […] Kirche war, eine Nonne wandelte auf dem Kirchhof usw. Peter Underwood vom Ghost Club (s. dazu auch meinen Blogeintrag) und zahlreiche andere Geisterjäger verbrachten Nächte in der Kirche, wobei sie mit ihren […]

  4. Wieder was gelernt. Dass sich Peter Cushing mit dem Paranormalen beschäftigte, wusste ich zwar, nicht aber, dass es einen „Ghost Club“ gab. Typisch England. Bei einem „Detection Club“ musste natürlich auch ein schauriges Gegenstück existieren. 🙂

    Doyles Bücher zu dem Thema warten noch im Regal. Werde mich in dem Zuge dann auch mal näher mit dem „Ghost Club“ beschäftigen.

    Übrigens: Falls du Schauerromane magst, an Edgar Wallace Deine Freude hattest und Peter Cushing mal als Protagonist vor gruseliger Kulisse erleben willst, sei Dir dieses Buch ans Herz gelegt:
    https://crimealleyblog.wordpress.com/2015/10/23/in-london-ist-der-teufel-los/

  5. […] Paul Adams, ein 1966 geborener Schriftsteller, der sich speziell mit paranormalen Phänomenen beschäftigt Eddie Brazil, in Dublin geboren, jetzt in Buckinghamshire lebend. Schon seit seiner Kindheit interessiert er sich für alles was mit Übernatürlichem zu tun hat Peter Underwood (1923-2014), einer der ganz Großen in der Welt der englischen Geisterjäger. Er war viele Jahre Präsident des Ghost Clubs. […]

  6. […] Buch „The History of Spiritualism“ (1926) schrieb. Doyle war Mitglied zum Beispiel im Ghost Club und in der Society for Psychical Research. Er war der Meinung, dass es ein Leben nach dem Tod […]


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