Der Friedhof der Kuscheltiere im Londoner Hyde Park

With kind permission of Stephanie Wolff.

Selten habe ich ein so gruseliges Buch wie Stephen Kings „Pet Sematary“, zu Deutsch „Friedhof der Kuscheltiere“ gelesen. Der Roman spielt in dem Kleinstädtchen Ludlow im US-Bundesstaat Maine, wo sich die Familie Creed niedergelassen hat. Neben ihrem Haus liegt ein Tierfriedhof, auf dem sich merkwürdige Dinge abspielen… Auch der gleichnamige Film ist nur etwas für Leute mit starken Nerven. Hier ist der Trailer.

Auch im Londoner Hyde Park gibt es einen verwunschenen Pet Cemetery, der nicht so ganz leicht zu finden ist. In der Nähe des Victoria Gates an der Bayswater Road versteckt sich dieser kleine Tierfriedhof, dessen erster „Bewohner“ 1881 ein Malteserhündchen namens Cherry war. Es begann alles damit, dass der Torwächter des Victoria Gates einem befreundeten Ehepaar einen Gefallen tat und den geliebten Cherry nach dessen Tod im Park vergrub. Ein kleiner Grabstein mit einer Inschrift wurde für den Hund errichtet und mit einer Trauerzeremonie nahm man Abschied.
Irgendwie sprach sich das in London schnell herum und nach und nach wuchs das kleine Areal. Immer mehr Grabsteine, die alle die gleiche Form hatten, wurden errichtet, denn viele Menschen wollten ihren Lieblingen eine angemessene letzte Ruhestätte bieten.
Über 300 Tiere, darunter Katzen, Vögel und sogar ein Affe, sind hier beigesetzt und auf vielen Grabsteinen finden sich rührende Inschriften wie
“Wee Bobbit – so lonely without our darling sweetheart” oder
“Darling Dolly – my sunbeam, my consolation, my joy.”

Dieses verwunschene Stück Park wurde von George Orwell einmal als „perhaps the most horrible spectacle in Britain“ bezeichnet, was ich doch für etwas übertrieben halte. In diesem Film kann man sich selbst einen Eindruck über den Friedhof der Kuscheltiere im Londoner Hyde Park verschaffen, der übrigens nicht zu besichtigen ist.

Teile eines Spielfilms wurden hier einmal gedreht: „The Optimists of Nine Elms“ (1973) mit Peter Sellers in der Hauptrolle. Hier sind einige Bilder daraus zu sehen.
Die US-Rockband The Ramones hat auch einmal einen Titel eingespielt, der „Pet Sematary“ heißt, dessen Musikvideo aber nicht im Londoner Tierfriedhof gedreht wurde; hier zu sehen und zu hören.

Tierfriedhöfe sind gar nicht so selten, so dass es sogar eine International Association of Pet Cemeteries and Crematories gibt.

With kind permission of Stephanie Wolff.

Published in: on 29. September 2012 at 02:00  Kommentar verfassen  
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