Normanton Church im Rutland Water – Die Kirche im Stausee

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Mitte der 1970er Jahre musste ein neues Wasserreservoir in der Mitte Englands gebaut werden, um dem steigenden Wasserbedarf gerecht zu werden. Man entschied sich dafür, einen Stausee in der Grafschaft Rutland anzulegen, musste dafür aber die Dörfer Nether Hambleden und Middle Hambleden abreißen und fluten. Jetzt ist Rutland Water das flächenmäßig größte Reservoir Englands.

Auch Teile des Ortes Normanton fielen dem Stausee zum Opfer und die Kirche St Matthew’s (auch Normanton Church genannt), einst Privatkapelle des Normanton Estates, sollte abgerissen werden, weil der Kirchenboden unterhalb der geplanten Wasserlinie liegen würde. Das war aber den Bewohnern der Umgebung zuviel des Guten und es erhob sich lautstarker Protest; nachdem nun schon Dörfer aufgegeben werden mussten, wollte man nicht auch noch auf die baulich sehr schöne Kirche verzichten. Der öffentliche Aufschrei hatte Erfolg: Der gefährdete untere Teil der Kirche wurde mit einem Gemisch von Zement und Steinen aufgefüllt, so dass der Kirchenboden jetzt etwa 60 cm über der Hochwasserlinie liegt.

Weiterhin wurde ein Damm vom Festland zur Kirche gebaut und das komplette Gebäude mit großen Steinen befestigt. Wenn der Stausee voll ist, sieht es, aus als ob St Matthew’s über der Wasseroberfläche schweben würde.

Die Kirche wird seit 1986 als Museum (Rutland Water Museum) genutzt und seit zwei Jahren kann hier auch wieder geheiratet werden. „Music on the Water“ ist eine Konzertreihe, die regelmäßig in St Matthew’s stattfindet und bei der klassische Musik oder Jazz gespielt wird.

St. Matthew’s Church
Normanton Park Road
Normanton (Nr. Edith Weston)
Rutland

Das Buch zum Artikel:
Bryan Waites: Normanton Church Rutland Water. Multum in Parvo Press 2009. 24 Seiten. ISBN 978-0952454472.

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Published in: on 16. November 2012 at 02:00  Kommentar verfassen  
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