Beachy Head – Großbritanniens Ort mit der höchsten Selbstmordrate

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Wenn man von Eastbourne in East Sussex nach Brighton fahren will, kann man über die A259 am schnellsten ans Ziel gelangen. Eine schönere Alternative stellt allerdings die B2103 dar, die Eastbourne in südwestlicher Richtung als Verlängerung der Strandpromenade verlässt und sich langsam die Hügel hinaufschraubt und dort zur Beachy Head Road wird. An einer Abzweigung verlässt man die B-Straße und bleibt auf der linksabbiegenden Beachy Head Road. Von da oben hat man einen sehr schönen Blick auf Eastbourne.

Auf der anderen, nach Süden gehenden Seite trifft man auf den Beachy Head, eine beeindruckende Klippenlandschaft, von der es 162 Meter tief nach unten geht…ohne jegliche Umzäunung. So kommt es Jahr für Jahr zu zahlreichen Todesfällen: Unglücksfälle, Selbstmorde, Morde. Manchmal lässt sich das nicht mehr genau feststellen. Um die 80 Menschen sollen hier jedes Jahr ums Leben kommen (die Zahlen schwanken hier allerdings stark!). Beachy Head ist nach der Golden Gate Bridge in San Francisco und dem Aokigahara-Wald in Japan der Ort mit der dritthöchsten Selbstmordrate (ca 20 pro Jahr) in der ganzen Welt. Die Samariter haben an einer Telefonzelle oben an der Beachy Head Road ein Schild mit ihrer Telefonnummer aufgestellt, an die sich verzweifelte Menschen rund um die Uhr wenden können.
Im Oktober 2012 lenkte ein Mann sein Auto über die Klippen und stürzte in die Tiefe; im März sprangen eine 81jährige Frau und ihr Sohn von dort oben in den Tod, weil man bei ihm Fotos mit Kinderpornografie gefunden hatte. Im September ließ sich ein psychisch gestörter Mann mit einem Taxi zu den Klippen bringen, um sich das Leben zu nehmen.

Es ereignen sich am Beachy Head aber auch immer wieder tödlich endende Unfälle, weil Spaziergänger einfach zu leichtsinnig sind und sich zu dicht an den Abgrund wagen. Oft herrschen hier oben starke Winde, die zusätzlich die Gefahr eines Absturzes verstärken.
Hier ist ein Film über die Klippen von Beachy Head.

1987 nahm die Band The Cure einen Song mit dem Titel „Just Like Heaven auf; das Musikvideo dazu entstand genau am Rand der Klippen.

Das Buch zum Artikel:
Tom Hunt: Cliffs of Despair – A Journey to Suicide’s Edge. Random House 2006. 244 Seiten. ISBN 978-0375507151.

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Published in: on 13. Januar 2013 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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