Die Botschaft Ecuadors am Hans Crescent in London – Zuflucht des Wikileaks-Gründers Julian Assange

Bis vor wenigen Monaten hatte sich kaum jemand für die Botschaft des südamerikanischen Staates Ecuador in London interessiert, bis der Wikileaks-Gründer Julian Assange darin Zuflucht suchte, weil Ecuador ihm politisches Asyl gewährt hat. Jetzt sitzt der Australier in dem Botschaftsgebäude am Hans Crescent im vornehmen Londoner Stadtteil Kensington wie die Maus in der Falle. Wagt er sich heraus wird er sofort verhaftet und an Schweden bzw. die USA ausgeliefert.

Die Ecuadorianer haben sich ein schönes Haus in einer bevorzugten Lage für ihre Botschaft ausgesucht. Hans Crescent Nummer 3 liegt zwischen der Brompton Road (der A4) und der Sloane Street (der A3216), direkt neben dem riesigen Gebäude des Edelkaufhauses Harrod’s. Die Botschaftsangehörigen haben rund 30 Meter zu laufen, um dort ihre Einkäufe zu tätigen. Das gepflegte Haus mit den weiß gestrichenen Balkonen beherbergt auch noch die Botschaft Kolumbiens.

Der Hans Crescent war im 19. Jahrhundert Teil einer heruntergekommenen Gegend, die erst durch die Ansiedlung von Harrod’s wieder an Status gewann. Benannt wurde die Straße nach Sir Hans Sloane (1660-1753), einem englischen Wissenschaftler, der alles sammelte, was ihm unter die Finger kam, und diese umfangreiche Sammlung bildete später den Grundstock für das British Museum.

Botschafterin Ecuadors in Großbritannien und „Herbergsmutter“ von Julian Assange ist Ana Alban Mora, die seit März 2010 ihr Land in London vertritt (hier ist ein Interview mit ihr). Bevor sie diese Stelle annahm, war sie Umweltministerin.
Die Aufgaben der Botschaft:
„Ecuadorian Embassy provides local, national and worldwide information on their services to all commercial, industrial and tourist orientated activities directed to Ecuador. In addition to this, they are here to assist their compatriots and to offer them the local representation of their homeland.“

Embassy of Ecuador
Flat 3B, 3 Hans Crescent
London SW1X 0LS
T. 020 7584 1367

Published in: on 26. Januar 2013 at 02:00  Comments (1)  
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