Heute vor 50 Jahren in den britischen Charts – The Springfields: Island of dreams

Springfields

Ein Pop-Folk-Trio namens The Springfields war Anfang der 1960er Jahre in den britischen Charts mehrmals anzutreffen. Bestehend aus Dusty Springfield, ihrem Bruder Tom und Tim Feild hatten die drei von 1960 bis 1964 einige Hits wie „Silver threads and golden needles“, „Say I won’t be there“ und „Island of dreams“. Tom und Dusty Springfield waren nicht die richtigen Namen, eigentlich hießen sie Dionysius P. A. O’Brien bzw. Mary Isobel Catherine Bernadette O’Brien, aber so richtig zugkräftig waren diese Namen im Musikgeschäft nicht.

1962 verließ Feild die Gruppe, dafür kam Mike Hurst dazu. Irgendwie erinnerten die Springfields an das US-Trio Peter, Paul and Mary, die zur gleichen Zeit mit Hits wie „Puff the magic dragon“ Erfolge feierten. Tom Springfield wollte eigentlich an der Folk-Ausrichtung der Band festhalten, was aber auf Widerstand bei seiner Schwester stieß, die mehr zu Pop tendierte. Die Folge war, dass sich die Formierung im Oktober 1963 auflöste, was sie bei einem Auftritt während der Show „Sunday Night at the Londoner Palladium“ bekanntgab. Zwei Singles erschienen noch 1964, aber das war es dann auch.

Dusty Springfield begann ab 1964 eine großartige internationale Karriere. Sie starb viel zu früh im Alter von 59 Jahren an Brustkrebs (s. dazu auch meinen früheren Blogeintrag).
Tom Springfield schrieb einige sehr erfolgreiche Songs für die Seekers wie „I’ll never find another you“, „A world of our own“ und „Georgy girl“. Seine beiden Soloalben aus den späteren 1960er Jahren hinterließen keine Spuren in der Musikgeschichte.
Tim Feild wechselte das Genre und schrieb unter dem Namen Reshad Feild Bücher über Sufismus.
Mike Hurst ging unter die Produzenten, arbeitete mit Marc Bolan zusammen, entdeckte Cat Stevens und führte die Band Showaddywaddy zum Erfolg.

Hier ist der wohl größte Hits der Springfields in Großbritannien zu hören „Island of dreams“.

Published in: on 1. Februar 2013 at 02:00  Comments (2)  
Tags: