William Wymark Jacobs: The Monkey’s Paw – Eine der besten englischen Gruselgeschichten

Plakette an W.W. Jacobs' Haus in der Londoner Gloucester Road. Source: LondonRemembers.com.

Plakette an W.W. Jacobs‘ Haus in der Londoner Gloucester Gate Nummer 15.
Source: LondonRemembers.com.

Gestern schrieb ich einen Blogeintrag über die englische Schauspielerin Jane Wymark und erwähnte kurz, dass sie die Enkelin des Schriftstellers William Wymark Jacobs ist, der von 1863 bis 1943 lebte. Dieser Mann wurde durch eine Kurzgeschichte berühmt, die er 1902 in dem Erzählungsband „The Lady of the Barge“ veröffentlichte und die auch heute noch gelesen und hin und wieder neu verfilmt wird: „The Monkey’s Paw„, in deutscher Übersetzung „Die Affenpfote„.

In meinem Studium beschäftigte ich mich intensiv mit Horrorliteratur und unter den unzähligen Romanen und Geschichten, die ich in dieser Zeit gelesen habe, war, neben „Oh Whistle and I’ll Come to You, My Lad“ von M.R. James, die „Affenpfote“, die, die mich am meisten beeindruckt hat.

Es ist die Story einer mumifizierten Affenpfote, die ein indischer Fakir verzaubert (oder verflucht?) hat und die dem Besitzer drei Wünsche erfüllen kann. Durch einen britischen Kolonialoffizier gelangt sie nach England und gerät dort in die Hände einer Familie, die die Zauberkraft der Pfote ausprobiert. Ihre drei Wünsche werden erfüllt, aber nicht so wie sich das vorgestellt hat. Ich werde den ganzen Inhalt hier nicht wiedergeben, den kann man sehr gut in der Wikipedia nachlesen.

Die Story von W.W. Jacobs hat zahlreiche andere Schriftsteller inspiriert (ich denke da speziell an Stephen Kings „Friedhof der Kuscheltiere“) und wurde mehrfach verfilmt. Am besten gefällt mir die Version des Regisseurs Ricky Lewis jr aus dem Jahr 2011, die die unheimliche Atmosphäre der Buchvorlage sehr gut einfängt. Hier ist der Film in voller Länge zu sehen. Eine Neuverfilmung, die auch „The Monkey’s Paw“ heißt, befindet sich zurzeit in den USA in der Post-Production-Phase und soll am 25. Oktober in die Kinos kommen. Dieser in New Orleans gedrehte Film hält sich aber nicht so eng an das Original wie der von Ricky Lewis jr.

Das Hauptwerk von William Wymark Jacobs ist heute weitgehend vergessen. Man hat den Schriftsteller mit zwei blauen Plaketten geehrt, die an zwei seiner Wohnhäuser angebracht worden sind. Einmal in Loughton in Essex am Feltham House in Goldings Hill und einmal an der Nummer 15 Gloucester Gate am Regents Park.

Hier ist der vollständige Text der deutschen Übersetzung von „The Monkey’s Paw“.

Hier in Gloucester Gate wohnte Jacobs eine Zeit lang. Source: http://www.londonremembers.com.

Hier in Gloucester Gate am Regent’s Park wohnte Jacobs eine Zeit lang.
Source: http://www.londonremembers.com.

Published in: on 28. April 2013 at 02:00  Kommentar verfassen  
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