Wer war eigentlich… Tim Waterstone, nach dem die Buchhandelskette benannt wurde?

Waterstones in der High Street in Kensington.    © Copyright R Sones

Waterstones in der High Street in Kensington.
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Bei einem Besuch einer größeren englischen Stadt gehe ich gern in eine der Filialen der Waterstones-Buchhandelskette, von denen es zurzeit 288 geben soll. Hier ist alles schön übersichtlich angeordnet und die Auswahl ist beachtlich. Das Waterstones-Flaggschiff liegt in London mit der Adresse 203-206 Piccadilly, ein sechsstöckiges Gebäude mit ca 13 Kilometern Regalfläche.

Gegründet wurde die Buchhandelskette 1982 von dem 1939 in Schottland geborenen Tim Waterstone, der vorher im Brauereigewerbe und dann bei W.H. Smith gearbeitet hatte. Als man ihn dort entließ, eröffnete er in der Old Brompton Road in Kensington seine erste Buchhandlung. Waterstone legte Wert auf Fachpersonal und auch das Bücherangebot sollte sich, z.B. im Gegensatz zu dem von W.H. Smith, durch mehr Qualität und eine größere Bandbreite abheben. Das Konzept ging auf und Tim Waterstone expandierte. 1993 wurde die Buchhandelskette von W.H. Smith übernommen, Waterstone blieb aber an Bord.

1998 verkaufte W.H. Smith Waterstones für £300 Millionen an HMV, die bereits eine andere Buchhandelskette, nämlich Dillons, übernommen hatten. Bis zum Jahr 2011 blieb Waterstones bei HMV, dann wurden die Buchhandlungen an die Firma A&NN Capital Fund Management weiterverkauft, die dem russischen Geschäftsmann Alexander Leonidovich Mamu gehört.

Tim Waterstone war bereits 2001 ausgestiegen und widmete sich anderen Aufgaben. Er schrieb vier Romane (zwei liegen in deutscher Übersetzung vor: „Lilley und Chase. Aufstieg und Fall eines Verlagshauses“ und „Lebensläufe“), wirkte bei der Vergabe des Booker Prizes mit, ist bis heute Kanzler der Edinburgh Napier University usw. usw. Über Langeweile wird sich Tim Waterstone sicher nicht beklagen.

Verheiratet ist er mit Rosie Allison, einer Fernsehproduzentin und Schriftstellerin.

Waterstones in Bradford.    © Copyright Stephen Craven

Waterstones in Bradford (West Yorkshire).
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Published in: on 24. Juni 2013 at 02:00  Comments (2)  
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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Analog seine Bemerkung zu den sich ändernden Lesegewohnheiten: http://www.frankwehrmann.de/tim-waterstone-if-reading-digital-50-years-it/

  2. Das letzte Foto ist wirklich beeindruckend – schaut nach jede Menge Charme und Atmosphäre aus … da verbringt man doch gerne ein paar Stunden um in den Büchern zu schmökern 🙂


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