Die Glastonbury Abbey, der Archäologe Frederick Bligh Bond und die „Psychic Archaeology“

Die Ruinen der Glastonbury Abbey in Somerset.    © Copyright Chris Talbot

Die Ruinen der Glastonbury Abbey in Somerset.
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Über die mysteriöse New-Age-Stadt Glastonbury in Somerset habe ich in meinem Blog schon zweimal geschrieben. Wir wohnten mehrfach  in dem uralten Hotel The George & Pilgrims.
Die Glastonbury Abbey wirkt besonders bei schönem Wetter mit dem grünen Rasen, den Ruinen und dem blauen Himmel dahinter sehr beeindruckend. Hier also sollen König Artus und seine Frau Guinevere begraben sein. Über dem ganzen Gelände hängt irgendwie ein Hauch des Mysteriösen.

Der Archäologe Frederick Bligh Bond (1864-1945) begann im Jahr 1908 mit Ausgrabungsarbeiten. Er war auf der Suche nach zwei Kapellen, der Edgar und der Loretto Chapel, die hier einmal gestanden haben, die aber im Lauf der Jahrhunderte verschwunden waren. Es gab nur spärliche Hinweise in Dokumenten über die beiden Gebäude und Bond wollte sie unbedingt finden. Um sein Ziel zu erreichen, wählte er eine sehr ungewöhnliche Methode, die des Automatischen Schreibens. Bond interessierte sich schon immer für Parapsychologie und die „Psychic Archaeology„, von vielen Wissenschaftlern belächelt,  stellte für ihn die ideale Methode dar, um die beiden verschollenen Kapellen zu finden. Bond kontaktierte „William the Monk„, der ihm aus dem Jenseits mit Hilfe des Automatischen Schreibens genau zeigte, wo er graben musste, um die gesuchten Gebäude zu finden. Der Archäologe vertrat die Meinung, dass, wenn ein Mensch stirbt, der gesamte „Datenvorrat“ seines Gehirns in eine Art kosmische Datenbank fließt, die  man unter Zuhilfenahme eines Mediums anzapfen kann. Bond bediente sich in diesem Falle des Mediums John Allan Bartlett.
Die Hinweise, die Bond von „William the Monk“ erhielt, stellten sich als richtig heraus. Bei den Grabungen auf dem Gelände der Glastonbury Abbey fand er tatsächlich Überreste der Edgar und der Loretto Chapel. Als die Church of England, die Auftraggeberin für die Grabungsarbeiten, erfuhr, auf welche Weise Bond zu seinen Erkenntnissen über die Lage der Kapellen gekommen war, entließ sie ihn sofort.

In seinem Buch „Gate of Remembrance„, das 1919 erschien, geht Bond detailliert auf die Ausgrabungen in Glastonbury und die „Psychic Archaeology“ ein.

Die TV-Dokumentation „Ghosts of Glastonbury“ (hier zu sehen) befasst sich mit Frederick Bligh Bond und Glastonbury. Moderiert wird sie von Tony Robinson (vielleicht einigen noch bekannt als Baldrick in der Fernsehserie „Blackadder“ an der Seite von Rowan Atkinson).

Das Buch zum Artikel:
Tim Hopkinson-Ball: The Rediscovery of Glastonbury. The History Press 2007. 236 Seiten. ISBN 978-0750945646.

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Published in: on 20. September 2013 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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