Chingle Hall bei Preston in Lancashire – Eines der „most haunted houses“ in England

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In Chingle Hall ging/geht es so gruselig zu, dass selbst harte Männer das Haus verlassen und sich geschworen haben, hier nie wieder hinzugehen. Die aktuellen Besitzer haben ihr Eigentum „dicht gemacht“, d.h. keine Führungen mehr und keine Geisterjäger dürfen die Nächte in ihrem Haus verbringen, sehr zu deren Verdruss, galt doch Chingle Hall unter den Top Ten der „most haunted houses“ als die Nummer Eins.

Das Manor House aus dem 13. Jahrhundert steht in dem Dorf Goosnargh, nördlich von Preston in Lancashire. Seine früheren Besitzer waren gläubige Katholiken, sie boten verfolgten Priestern und Mönchen in ihrem Haus Asyl an, daher die vielen Verstecke und „priest holes“, die sich hier finden. Der Spezialist für diese Priesterlöcher, Nicholas Owen (ich berichtete in meinem Blog schon einmal über ihn), wurde damals auch in Chingle Hall damit beauftragt, hier einige dieser Verstecke anzulegen.

So sind es auch meist Mönche, die hier sowohl am Tage als auch nachts in Erscheinung getreten sind und unzählige Menschen erschreckt haben. Peter Underwood, früherer Präsident des Ghost Clubs und einer der bekanntesten Geisterjäger des Landes erzählt in seinem Buch „Nights in Haunted Houses“ (Headline 1994) von seinen nächtlichen Erlebnissen in Chingle Hall. Da sind merkwürdige Geräusche zu hören, Türen öffnen und schließen sich von selbst, eigenartige, unerklärliche Lichterscheinungen sind zu sehen und immer wieder schemenhafte Gestalten in Mönchskutten. Da gibt es den besonders gruseligen Priest Room, den Haunted Corridor und den John Wall Room, benannt nach einem früheren Hausherrn, dessen Kopf irgendwo im Garten vergraben sein soll. Elektronische Geräte, die noch nie ihren Dienst versagten wie Kameras, Fotoapparate und Tonbandgeräte funktionieren hier nicht mehr. Terence Whitaker berichtet in seinem Buch „Ghosts of Old England“ (Hale 1987) wie er einmal für die BBC Aufnahmen in Chingle Hall machen wollte und die Tontechniker in bestimmten Bereichen des Hauses Probleme mit ihren Tonbandgeräten bekamen.

Ein Übernachtungsgast berichtet wie sich plötzlich zwei Hände um seinen Hals legten und zudrückten… Als Chingle Hall einmal eine Zeit lang leer stand, waren merkwürdige Lichter in den Räumen zu sehen, und wenn die herbeigerufene Polizei das Haus durchsuchte, war nichts zu finden, was die Sache hätte erklären können.

Sally Wallbank, die den Phänomenen auf den Grund gehen wollte und viele Nächte in dem Haus verbrachte, hat ein Buch darüber geschrieben: „Chingle Hall: Britain’s Most Haunted House„. Owl Books 1992. 56 Seiten. ISBN 978-1873888209.

Hier ist eine ausführliche Video-Dokumentation über Chingle Hall.

Die Zufahrt zu der privaten (!) Chingle Hall erfolgt über die B5269 rechts am westlichen Ortseingang von Whittingham/Goosnargh.

Published in: on 29. März 2014 at 02:00  Comments (12)  
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12 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Das Haus sieht gar nicht so alt aus 😦 .

    • Im Laufe der Jahrhunderte wurde auch so einiges verändert.

  2. uahhh, das klingt ja gruselig… Werde mir die Doku mal ansehen 🙂

    • Ich glaube, die Doku macht es noch gruseliger!

      • Ohh, da bin ich gespannt! Bin ja in sicherer Entfernung. Hab mir mal in Edinburgh eine Nacht lang fast in die Hose gemacht, weil ich am Tag davor viel über das Black Mausoleum und den Mackenzie Poltergeist im Greyfriars Churchyard gelesen hatte (http://www.cityofthedeadtours.com/the-mackenzie-poltergeist/). Zumal ich mir den Friedhof ein paar Jahre zuvor, kurz, bevor die Ereignisse losgingen, ausführlich angeschaut hatte… Am nächsten Tag zwang ich mich, auf den Friedhof zu gehen und ins Black Mausoleum reinzuschauen. Hat geholfen 😉

      • Edinburgh ist ja auch eine Stadt mit zahlreichen gruseligen Elementen; z.B. die Edinburgh Vaults, nur etwas für Leute mit starken Nerven. Aber die Briten lieben nun einmal ihre „haunted“ places“ und für einen Aufenthalt auf der Insel gehört die Begegnung mit dem Übernatürlichen nun einmal dazu.
        Viele Grüße
        Ingo

      • Ohh ja, in den Vaults war ich auch schon, allerdings konzentrierte sich die Führung doch eher auf Historisches. Ja, das gehört unbedingt dazu! Fand das Gespenst von Stirling Castle auch sehr gruselig. 🙂

      • Arrrggghhhh, hätte die Doku nicht gucken sollen! 😉 Allein würde ich da definitiv keine Nacht verbringen! Aber als Vergleich Glastonbury – auf dem Glastonbury Tor habe ich mich immer glücklich und zufrieden gefühlt. Positive Energie 🙂

      • Das liegt in Glastonbury vielleicht an den ley lines, die dort zusammen kommen. Sorry, dass ich den gruseligen Link zur Chingle Hall in meinen Blog gesetzt habe!!! Ehrlich gesagt, hätte ich auch keine große Lust, eine Nacht dort zu verbringen. Wie mag das nur für die Besitzer des Hauses sein, die dort ständig wohnen?

      • Ja, stimmt, hab noch ein Buch zu dem Thema aufm SuB, muss ich endlich mal lesen.
        Ach was, ich grusele mich doch gerne! Immer her mit sowas 😉 Das frage ich mich auch, würde da nie freiwillig einziehen…

  3. Wenn man solche Geschichten liest, könnte es einem vergehen, nach England zu reisen…! Gottseidank bin ich ein nüchtern veranlagter Mensch! Privat hin oder her, aber könnte man dort vielleicht ein Zimmer mieten?

    • Ein Anruf in Chingle Hall genügt, um das herauszubekommen. Nein, die neuen Besitzer wollen natürlich ihre Ruhe vor Geisterjägern haben, was sicher nachvollziehbar ist. Aber es muss schon ein seltsames Gefühl sein, in einem so eigenartigen Hasu zu wohnen, vor allem nachts, wenn man auch nach ganz allein ist…


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