Robin Hood’s Bay an der Ostküste Yorkshires – Ein Outlaw, Schmuggler und Sargfenster

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Ich war zweimal in dem kleinen Küstenort Robin Hood’s Bay im Osten von Yorkshire und beide Male ging es hier sehr ruhig zu; aber ich könnte mir vorstellen, dass in der Hochsaison hier Hochbetrieb herrscht. Es gibt zwei Zufahrtsstraßen nach Robin Hood’s Bay, das südlich von Whitby liegt; beide zweigen von der A171 (Whitby-Scarborough) ab. Von Norden kommend, ist es die B1447, auf der man von Hawsker aus zur Küste fahren kann, von Süden kommend, ist es eine nicht-nummerierte Straße, die von der Robin Hood’s Bay Road abbiegt und durch eine Heide- und Moorlandschaft bis zum Ort führt. Hat man eine Hügelkuppe erreicht, dann bietet sich von dort aus ein toller Blick auf die Bucht.

Warum heißt das Fischerdorf nun Robin Hood’s Bay? Eigentlich machte der Outlaw mit seinen Spießgesellen ja den Sherwood Forest in Nottinghamshire unsicher. Doch eines Tages soll ihm der Boden unter den Füßen dort zu heiß geworden sein, so dass er sich an die Küste Yorkshires absetzte. Hier machte man gern von dem weltberühmten Namen Gebrauch und so findet sich in Robin Hood’s Bay ein Little John House in der New Road oder ein Sherwood Cottage (das zu einem Ferienhaus umgebaut worden ist) in der King Street. Südlich des Ortes gibt es die Robin Hood’s Butts, Grabhügel aus der Bronzezeit.

Besonders malerisch ist die King Street, eine enge Gasse, die direkt am Meer beim Bay Hotel endet. Ich stelle mir das sehr eindrucksvoll vor, wenn man dort ein Zimmer mit Meerblick hat und die schäumende See bei Herbststürmen direkt unter sich sieht. Das Parken ist ein Problem in Robin Hood’s Bay; viele Straßen sind auf beiden Seiten mit doppelten gelben Streifen versehen, was Parkverbot bedeutet. Da bietet sich der Fisherhead Car Park in der Lower Robin Hood Bay an oder der Car Park gegenüber dem Victoria Hotel in der Station Road.

Robin Hood’s Bay war einmal eine Schmugglerhochburg. Schiffe mit Schmugglerware vom Kontinent legten hier an; die Ware wurde dann über ein Netzwerk von unterirdischen Gängen in die Häuser verteilt wie z.B. in den Gasthof The Fisherman’s Arms, der nicht mehr existiert und ebenfalls in ein Ferienhaus umgebaut wurde.
Eine Besonderheit in dem Fischerdorf sind die Sargfenster, die „coffin windows„; das sind Fenster im ersten Stock einiger verwinkelter Häuser, die dazu dienten, die Särge mit den Verstorbenen aus dem Haus zu bugsieren, weil ein Abtransport über die engen Treppenhäuser nicht möglich war.

Ich berichtete schon einmal über Robin Hood’s Bay in Zusammenhang mit dem mondänsten Schweinestall der Welt, in dem man jetzt auch wohnen kann (Menschen, meine ich).

Hier ist ein filmischer Spaziergang durch Robin Hood’s Bay.

Die New Road.    © Copyright Derek Harper and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Die King Street.    © Copyright pam fray and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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The Bay Hotel.    © Copyright Adie Jackson and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 27. April 2014 at 02:00  Comments (2)  
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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Das ist wohl ein wirklich schöner Ort.

  2. Es ist wirklich ein schöner Ort. Wir waren 2007 dort während eines „Folk-Musik Festivals“. Es spielten verschiedene Bands und auf einem Platz tanzten Morris Dancer. In einer Seitenstraße gab es einen guten Fish and Chips Shop. Der Ort ist wirklich einen Abstecher Wert.


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