Memories of Bidford-on-Avon (Warwickshire)

Die High Street von Bidford-on-Avon.    © Copyright Stephen McKay and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die High Street von Bidford-on-Avon.
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Ich habe sehr angenehme Erinnerungen an die kleine Stadt Bidford-on-Avon in Warwickshire. Wir legten an einem Samstagnachmittag mit unserem Narrowboat am Ufer gegenüber der Stadt an, nachdem wir den kompletten vorherigen Tag wegen Hochwassers des Avon vor der Schleuse von Luddington verbringen mussten, deren Ampel permanent auf Rot stand. Luddington ist zwar ein winziger hübscher Ort, verfügt aber über keinen Pub…

Die Brücke von Bidford-on-Avon wäre auch nicht passierbar gewesen, aber so schnell wie das Hochwasser plötzlich da war, so schnell sank es auch wieder, und wir konnten problemlos unter der Brücke hindurchfahren. In der Hauptsaison sind die Anlegeplätze hier schnell belegt, aber als wir in Bidford waren, lagen nur wenige Hausboote neben uns. Ein freundliches Ehepaar aus Frampton-on-Severn hatte sein Narrowboat direkt neben uns vertäut und wir verbrachten den Abend miteinander.

Hinter dem Anlegeplatz erstreckt sich das große Areal der Big Meadow, eines Naherholungsgebietes, und direkt hinter uns parkten viele Autos und es wurde gepicknickt. Von hier aus ist man in wenigen Minuten in „Downtown Bidford“ mit seiner recht überschaubaren High Street. Ein paar hübsche Fachwerkhäuser gibt es hier zu sehen, einige Pubs wie z.B. The Frog und die sehr schön am Avon gelegene The Bridge Riverside Eaterie mit einer großen Terrasse. Sehenswert ist die 70 Meter lange steinerne „packhorse bridge“, die mit acht Bögen den Avon überspannt.

Zum Abendessen suchten wir uns das gleich am Anfang der High Street gelegene Restaurant Balti Hut aus, das sich auf  Bangladeshi und indische Gerichte spezialisiert hat. Wenn wir eine längere Zeit in Restaurants mit englischer Küche gegessen haben, verspüren wir hin und wieder das Bedürfnis, indisch zu essen.

Als wir am Sonntagvormittag die Stadt auf unserem Boot verließen, läuteten uns zu Ehren die acht Glocken der Kirche St Laurence, was sich wirklich sehr schön anhörte und was mir fest in Erinnerung geblieben ist.

Bidford-on-Avon wurde zweimal vom dreiköpfigen Team der erfolgreichen BBC-Sendereihe Top Gear „heimgesucht“. Einmal sorgte es für großes Aufsehen, als Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May mit ihrem „Hovervan“, einem zu einem Luftkissenfahrzeug umgebauten Ford Transit-Transporter, den Avon vor der Stadt auf und ab fuhren und dabei die Gäste der The Bridge Riverside Eaterie nass spritzten. Wie sich später herausstellte, waren die Szenen mit den wütenden klatschnassen Essern auf der Terrasse des Restaurants gestellt; man hatte dafür Schauspieler angeheuert. Hier ist ein kleiner Film über das Spektakel.

Ein anderes Mal waren die drei Chaoten von Top Gear in Bidford, um in 24 Stunden eine 1,7 Kilometer lange Straße in 24 Stunden neu zu asphaltieren. Sie hatten gehört, dass eine Baufirma dafür eine Woche veranschlagt hatte und meinten, das könnten sie schneller bewerkstelligen. Und tatsächlich, in 24 Stunden war der Grafton Lane, der aus der Stadt in nördlicher Richtung hinausführt, fertig, trotz schlechten Wetters und auftretender Nachschubprobleme. So sah das aus.

Die Packhorse Bridge über den River Avon. Eigenes Foto.

Die Packhorse Bridge über den River Avon.
Eigenes Foto.

Hier, an der Schleuse in Luddington, mussten wir wegen Hochwassers eine Zwangspause einlegen.    © Copyright Dave Bushell and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hier, an der Schleuse in Luddington, mussten wir wegen Hochwassers eine Zwangspause einlegen.
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Unser Narrowboat. Eigenes Foto.

Unser Narrowboat.
Eigenes Foto.

St Laurence, deren 8 Glocken uns am Sonntagvormittag verabschiedeten.    © Copyright Philip Halling and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

St Laurence, deren 8 Glocken uns am Sonntagvormittag verabschiedeten.
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Published in: on 3. Juli 2014 at 02:00  Comments (5)  
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5 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Hallo Ingo,
    Ihr wart auch in einem Narrowboat auf dem Avon unterwegs?! Wusste ich das bisher gar nicht oder hat mich wieder nur mein alter Grips im Stich gelassen?
    Wir haben bei unserem Toern, von Stratford kommend, nicht in Bidford-on-Avon uebernachtet, sondern sind weiter bis Wyre Piddle und haben da am Anchor Pub angelegt, gegessen und auch uebernachtet. Und sind dann am naechsten Tag weiter nach Tewkesbury. In Bidford sind wir nur etwas auf dem Avon auf und ab gekurvt, auf der Suche nach der im Bootsfuehrer ausgewiesenen Wasserstelle. Die einzige, die wir fanden, war als „kein Trinkwasser“ ausgewiesen. Was wir in Bidford noch nicht wussten – es war ja erst der Anfang unseres Toerns – war, dass das gewissermaszen per Gesetz an alle von BW betriebenen Wasserstellen so sein muss, obwohl es durchaus in die Bootstanks fuer Trinkwasser gefuellt werden kann.
    Ein schoenes Boot hattet Ihr. Darf ich fragen, wo gechartert?
    Liebe Gruesze, in Erinnerung an einen der schoensten Englandurlaube schwelgend,
    Pit

    • Hallo Pit,
      wir hatten unser Narrowboat in Evesham von der Firma Ethos übernommen. Das Boot war ziemlich lang und für vier Personen eingerichtet. Wir hatten nur eine Woche Zeit gehabt und da man mit den Dingern ja sehr langsam vorwärts kommt, fuhren wir nur die Strecke Evesham – Stratford-on-Avon, wo es sehr schöne Liegeplätze gibt, und wieder zurück. Die Tour hat Spaß gemacht, aber letztendlich ziehe ich mir eine Fahrt mit dem Auto vor.

      Viele Grüße!
      Ingo

      • Hallo Ingo,
        jetzt, wo ich meinen Kommentar noch einmal lese, faellt mir ein, dass das von mir geschilderte Erlebnis in Evesham war und nicht in Bidford.
        Uebrigens: auch wenn ich zugebe, dass man mit dem Auto viel mehr Unterschiedliches sehen kann, so war doch der Narrowboat-Urlaub einer der schoensten, wenn nicht DER schoenste, den meine Frau und ich in England bisher erlebt haben. Wir haben einfach Alles – wuerde ich mal sagen – gesehen: Kanaele, Fluesse, Kleinstadte, Groszstaedte [Birmingam], Felder, Waelder, Industriebrachen und Verkommenes. Insgesamt ein groszartiges Erlebnis.
        Liebe Gruesze aus dem suedlichen Texas,
        Pit

  2. Ein Dorf ohne Pub?! Ich dachte, sowas gibt’s nicht in England 😉

    • Doch, leider immer häufiger. Und ausgerechnet in so einem Dorf lagen wir buchstäblich auf dem Trockenen.
      Viele Grüße
      Ingo


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