Die Dorothy L. Sayers Society und Witham in Essex

Die Witham Library mit dem Dorothy L. Sayers Centre. Copyright: Carol. Creative Commons 2.0

Die Witham Library mit dem Dorothy L. Sayers Centre.
Copyright: Carol.
Creative Commons 2.0

Sie starb am 17. Dezember 1957 in Witham, einer kleinen Stadt in Essex an der A12 zwischen Chelmsford und Colchester, und gilt neben Agatha Christie und P.D. James als eine der besten Krimischriftstellerinnen Englands: Dorothy Leigh Sayers, die mit ihrem Serienheld Lord Peter Wimsey in die Literaturgeschichte eingegangen ist. Ihre Romane sind in den 1920er und 1930er Jahren entstanden, lassen sich aber auch heute noch gut lesen. Weniger bekannt ist, dass Dorothy Sayers Dantes „Göttliche Komödie“ ins Englische übersetzt und eine ganze Reihe von religiösen Werken geschrieben hat.

Das Ziel der Dorothy L. Sayers Society, die 1976 gegründet wurde, ist „to promote the study of the life, works and thoughts of this great scholar and writer, to encourage the performance of her plays and the publication of books by and about her, to preserve original material for posterity and to provide assistance for researchers“. So steht es auf der Webseite der Gesellschaft, die nicht müde wird, das Andenken an die Crime Lady am Leben zu halten und die sehr viel Material über die Schriftstellerin besitzt.

Die Society hat sich dafür eingesetzt, dass das Wohnhaus von Dorothy L. Sayers in der Newland Street in Witham, in dem sie die letzten 30 Jahre ihres Lebens verbrachte, nicht abgerissen wurde, sondern als Privathaus erhalten geblieben ist. Nur ein paar Schritte von dem Haus entfernt, hat man in der Witham Library das Dorothy L. Sayers Centre eingerichtet, in dem über 400 Werke von und über sie aufbewahrt werden und das für Forschungszwecke zur Verfügung steht (ein großer Teil der Originalmanuskripte besitzt das Marion E. Wade Center am Wheaton College in Illinois).

Die Gesellschaft hatte sich auch maßgeblich dafür eingesetzt, dass man für Mrs Sayers in ihrem Wohnort eine Statue errichtet. Gegenüber der Bibliothek findet man sie nun, zusammen mit ihrer Katze Blitz, geschaffen von dem Bildhauer John Doubleday, der auch anderen Berühmtheiten wie Horatio Nelson, Sherlock Holmes und Charlie Chaplin mit seinen Arbeiten ein Denkmal gesetzt hat.

Aus Anlass von Lord Peter Wimseys 100. Geburtstag und zum 70. Jahrestag des Erscheinens des Romans „The Nine Tailors“ (dt. „Die neun Schneider) hatte die Society die Glocken der St Clement’s Church in Terrington St Clements (Norfolk) erklingen lassen; diese Kirche gilt als Vorbild für die Kirche von Fenchurch St Paul in Sayers‘ Roman, in dem die Glocken eine wesentliche Rolle spielen.
Eine weitere Ehrung erhielt der berühmte Detektiv, indem eine Suite in dem Londoner Park Lane Hotel nach ihm benannt wurde (auf Initiative der Gesellschaft).

Die Mitglieder Dorothy L. Sayers Society werden sechsmal jährlich in einem Bulletin über Neuigkeiten und Veranstaltungen rund um ihre Lieblingsschriftstellerin informiert. Schirmherrin der Gesellschaft ist übrigens die oben erwähnte andere Grand Old Lady der englischen Kriminalliteratur P.D. James, Baroness James of Holland Park, die im August diesen Jahres 94 Jahre alt wird.

Dorothy L. Sayers' Bronzestatue gegenüber der Bibliothek. Copyright: Carol. Creative Commons 2.0

Dorothy L. Sayers‘ Bronzestatue gegenüber der Bibliothek.
Copyright: Carol.
Creative Commons 2.0

St Clement's in Terrington St Clement (Norfolk).    © Copyright Evelyn Simak and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

St Clement’s in Terrington St Clement (Norfolk).
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Ein lesenswerter Kriminalroman mit viel Atmosphäre. Foto meines Exemplars.

Ein lesenswerter Kriminalroman mit viel Atmosphäre.
Foto meines Exemplars.

 

Published in: on 22. Juli 2014 at 02:00  Kommentar verfassen  
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