C. B. Fry (1872-1956) – Einer der größten „Allrounder“, die es je in England gegeben hat

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Charles Burgess Fry, der allgemein C.B. Fry genannt wurde, war ein ganz erstaunlicher Mensch, der so viele Talente besaß, dass man das kaum für möglich hält. Er konnte einfach alles: Er war Sportler, Politiker, Schriftsteller und einmal sollte er sogar König von Albanien werden.

Geboren wurde C.B. am 25. April 1872 in Croydon (Greater London). Er besuchte die berühmte Repton School, ein Internat in Derbyshire, zu deren Schülern u.a. Roald Dahl, Christopher Isherwood, Basil Rathbone und Jeremy Clarkson gehörten. Schnell stellte sich heraus, dass er ein ausgezeichneter Sportler war, der in mehreren Sportarten hervorragende Leistungen erbrachte. Fry galt als einer der besten Cricketspieler seiner Zeit, der für Sussex und Hampshire spielte, aber auch im Nationalteam mitwirkte. Er muss diese Begabung an seinen Sohn Stephen und seinen Enkel Charles vererbt haben, denn auch diese beiden waren erstklassige Cricketspieler.

Auch im Fußball war C.B. Fry großartig. Schon in der Repton School war er Kapitän der Schulmannschaft; später wurde er Profi bei den Saints vom Southampton F.C. und spielte sogar einmal in der englischen Nationalmannschaft.
Doch das war noch nicht alles. Neben seinen Fähigkeiten als Rugbyspieler war C.B. Fry auch ein  exzellenter Leichtathlet, der 1892 einen neuen englischen Rekord im Weitsprung aufstellte und ein Jahr später sogar den Weltrekord mit 7,17 m einstellte, den er sich mit dem Amerikaner Charles Reber teilte. Sehr gut war er auch im Hochsprung, als Sprinter und als Hürdenläufer.

Doch nicht nur als Sportler tat sich Fry hervor. Weitere Stationen in seinem Leben waren: Eine kurze Zeit als Lehrer an der Charterhouse School in Godalming in Surrey, Journalist, Captain in der Royal Navy Reserve, Arbeit beim Völkerbund in Genf.

In der Politik engagierte sich C.B. Fry für die Liberal Party und trat in den Jahren 1922 bis 1924 bei den Wahlen in Brighton, Banbury und Oxford für diese Partei an, ohne jedoch dort gewinnen zu können (man kann eben nicht alles haben).

Ab 1936 arbeitete er bei der BBC als Radiokommentator und irgendwie schaffte er es auch noch, nebenbei mehrere Bücher zu schreiben, vor allem über Cricket wie „Great Batsmen: Their Methods at a Glance“ und „Great Bowlers and Fielders: Their Methods at a Glance„. Seine Autobiografie „Life Worth Living: Some Phases Of An Englishman“ veröffentlichte er 1939 und darin waren Sympathien für Hitlers Nazi-Deutschland zu erkennen. Vielleicht war das auf seine psychischen Probleme zurückzuführen, denn dieser einzigartige Mann litt seit den 1920er Jahren tragischerweise zunehmend unter einer paranoiden Persönlichkeitsstörung.

Fry starb am 7. September 1956 im Londoner Stadtteil Hampstead und seine Asche wurde dort beigesetzt, wo seine Ausbildung begann, ganz in der Nähe der Repton School, auf dem Kirchhof der St. Wystan’s Church in Repton (Derbyshire).

Hier sind einige historische Filmaufnahmen aus dem Jahr 1950 über C.B. Fry zu sehen.

Das Buch zum Artikel:
Iain Wilton: C.B. Fry – An English Hero. Richard Cohen 1999. 498 Seiten. ISBN 978-1860661709. (Vergriffen, aber antiquarisch leicht zu bekommen)

Hier begann C.B. Frys Ausbildung, in der Reton School. i   © Copyright Paul Buckingham and   lcensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hier begann C.B. Frys Ausbildung, in der Repton School.
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Hier wurde C.B. Frys Asche beigesetzt, in der St  in Repton (Derbyshire).    © Copyright Tim Heaton and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hier wurde C.B. Frys Asche beigesetzt, in der St Wystan’s Church in Repton (Derbyshire).
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Frys Grabstein. Author: Diego Sideburns. Creative Commons 2.0

Frys Grabstein.
Author: Diego Sideburns.
Creative Commons 2.0

 

Published in: on 26. Juli 2014 at 02:00  Kommentar verfassen  
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