Mein Buchtipp – Jessica Boak & Ray Bailey: Brew Britannia – The Strange Rebirth of British Beer

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Die beiden Bier-Blogger Jessica Boak und Ray Bailey (hier geht es zu ihrem Blog) haben sich in ihrem aktuellen Buch „Brew Britannia – The Strange Rebirth of British Beer“ einmal in der britischen Brauereiszene umgesehen und berichten darüber, was sich da in den letzten Jahrzehnten getan hat. Geprägt wurde die Brauereilandschaft von den Big Six, das sind die Riesen-Brauereien, die andere aufgekauft oder die sich mit anderen zusammengeschlossen haben. 1971 gründete sich die CAMRA, die Campaign for Real Ale, die gegen die industriellen Herstellungsverfahren und den damit einhergehenden Qualitätsverlust der britischen Biere ankämpft. Dieser Interessenverband setzt sich nach wie vor für traditionell gebraute Biere ein, wird aber auch von kleineren Brauereien kritisiert, nach deren Meinung CAMRA zu starrsinnig ist und neue kreative Biere nicht gelten lassen will.

Da gibt es progressive Brauereien wie die 2007 von James Watt und Martin Dickie gegründete schottische BrewDog Brewery, die gern die Bierwelt mit außergewöhnlichen Produkten schockiert. Biere mit Namen wie Tactical Nuclear Penguin und Sink the Bismarck wurden auf den Markt gebracht, die 32% bzw. 41% Alkoholgehalt hatten.

Die Wild Beer Co bei Shepton Mallet in Somerset produziert beispielsweise ein „Bier“ namens Ninkasi, in dem Apfelsaft, eine sonst bei der Champagnerherstellung verwendete Hefe und Hopfen aus Neuseeland Anwendung findet und das in 0,75-Literflaschen mit einem wachsversiegelten Verschluss auf den Markt kommt.

Ein Dauerthema unter britischen Brauern, Pubbesitzern und Biertrinkern und auch in diesem Buch ist „Keg Ale“ oder „Cask Ale„. Ein Keg ist ein „Mehrwegfass, welches speziell zum industriellen Befüllen und der keimfreien Lagerung von Getränken entwickelt wurde“ (so die Wikipedia), während Cask „die alte Fassform für die Luftpumpenzapfung“ (ebenfalls Wikipedia) ist. Da prallen Welten aufeinander, Tradition gegen Moderne.

Für diejenigen, die sich intensiv mit britischen Bieren, ihren Pionieren und deren Brauereien beschäftigen möchten, ist dieses Buch eine hochinteressante Lektüre.

Jessica Boak & Ray Bailey: Brew Britannia – The Strange Rebirth of British Beer. Aurum Press 2014.298 Seiten. ISBN 978-1-78131-186-8.

 

Published in: on 17. Oktober 2014 at 02:00  Comments (2)  

The URI to TrackBack this entry is: https://maricopa1.wordpress.com/2014/10/17/mein-buchtipp-jessica-boak-ray-bailey-brew-britannia-the-strange-rebirth-of-british-beer/trackback/

RSS feed for comments on this post.

2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Das macht Durst! 😉

  2. […] ähnlich wie das oben erwähnte „Britain’s Beer Revolution“; ich stellte es in meinem Blog schon einmal […]


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: