Die kürzlich verstorbene Herzogin von Devonshire, St Peter’s in Edensor (Derbyshire) und Elvis Presley

Chatsworth House in Derbyshire.    © Copyright Philip Halling and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Chatsworth House in Derbyshire.
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Am 24. September diesen Jahres verstarb Deborah Vivien Cavendish, die Duchess of Devonshire auf ihrem Wohnsitz Chatsworth House in Derbyshire, vielleicht neben dem Blenheim Palace in Woodstock (Oxfordshire) eines der großartigsten Stately Homes in Großbritannien. Die Herzogin wurde 94 Jahre alt und war die letzte Überlebende der sechs Mitford-Schwestern. 1941 heiratete sie Andrew Cavendish, den 11. Duke of Devonshire, der 2004 starb. Die Herzogin war maßgeblich daran beteiligt, dass das wunderbare Chatsworth House der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, wodurch sie auch eine sprudelnde Geldquelle eröffnete, denn das Haus in Derbyshire erfreut sich bei Touristen großer Beliebtheit.

Am 2. Oktober wurde Chatsworth House für Besucher geschlossen, denn an diesem Tag fanden die Beisetzungsfeierlichkeiten für die Herzogin statt, an denen alle Angestellten des Hauses teilnahmen (von mehr als 600 war die Rede). Die prominentesten Gäste waren Prince Charles und seine Ehefrau Camilla, die dem aus Weidenruten geflochtenen Sarg folgten. Der Trauerzug bewegte sich vom Chatsworth House zur Kirche St Peter’s, die auf dem Gelände des Anwesens in dem Dorf Edensor steht und auf dessen Kirchhof viele der Cavendishs beigesetzt sind. Hier in der Kirche, die in den 1860er Jahren im Auftrag des 7. Herzogs von Devonshire von dem berühmten Architekten Sir George Gilbert Scott ausgebaut wurde, fand die Trauerfeier für die verstorbene Herzogin statt. Etwas ungewöhnlich war die Musikauswahl, denn man spielte u.a. Elvis Presleys Gospel „How Great Thou Art“ (hier zu hören). Deborah Cavendish war eine glühende Verehrerin des amerikanischen Sängers und besaß eine Sammlung von Erinnerungsstücken, u.a. ein Stück des Zauns von Elvis‘ Haus Gracelands. In einer der Toiletten in Chatsworth hatte sie eine lebensgroße Pappfigur des Rockstars aufgestellt und sie besaß ein Telefon, das als Klingelton „Jailhouse Rock“ spielte.

Nach der Trauerfeier wurde die Herzogin auf dem Kirchhof von St Peter’s beigesetzt, dort, wo sich auch John F. Kennedys Schwester Kathleens Grab befindet, die mit William Cavendish, dem ältesten Sohn vom 10. Duke of Devonshire verheiratet war (ich berichtete in meinem Blog darüber).

Hier ist ein Film über die Beisetzungsfeierlichkeiten und hier ein Interview mit der Herzogin im Alter von 90 Jahren.

Das Buch zum Artikel:
Deborah Devonshire: Wait For Me! – Memoirs of the Youngest Mitford Sister. John Murray 2011. 384 Seiten. ISBN 978-1848541917.

St Peter's in Edensor.    © Copyright Humphrey Bolton and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

St Peter’s in Edensor.
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St Peter's Churchyard in Edensor.    © Copyright Trevor Littlewood and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

St Peter’s Churchyard in Edensor.
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Published in: on 21. Oktober 2014 at 02:00  Comments (2)  

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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Obschon es in diesem Eintrag um die – wie Sie richtig sagen – um Chatsworth besonders verdiente und eben hingeschiedene Dowager Duchess of Devonshire geht, kann ich nicht einfach zur Tagesordnung übergehen! Wer sich vertiefter um dieses einzigartige Country House – eine Perle der Schlossbaukunst des 18. Jahrhunderts! – und für dessen Geschichte und deren Bewohner interessiert, dem seien die folgenden Publikationen wärmstens empfohlen: „Chatsworth – The House“ (Frances Lincoln, 2002), „The Garden at Chatsworth“ (Frances Lincoln, 1999), „Treasures of Chatsworth“ (Constable, 1991), „The Estate – A View from Chatsworth“ (Macmillan, 1990) und „Round About Chatsworth“ (Frances Lincoln, 2005). Diese fünf Bände bilden eine Art Einheit, stammen ebenfalls aus der Feder der Duchess und ich besitze sie alle mit „Debo Devonshire“ signiert und/oder mit Widmungen versehen.

  2. Hat dies auf DUNKELROT rebloggt und kommentierte:
    CHATSWORTH…


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