T.S. Eliots und William Dampiers letzte Ruhestätten in St Michael & All Angels in East Coker (Somerset)

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„In my beginning is my end, in my end is my beginning“, so heißt es in dem Gedicht „East Coker„, das T.S. Eliot 1940 als Teil der „Four Quartets“ veröffentlichte. Unter dem Titel „Vier Quartette“ erschien die Gedichtsammlung 1948 auch in deutscher Sprache. Der 1888 in St Louis in Missouri geborene Lyriker und Nobelpreisträger, der 1927 britischer Staatsbürger wurde, hielt sich 1937 in Somerset auf und besuchte dort East Coker, ein 1700-Seelen-Dorf südlich von Yeovil, und die Kirche St Michael & All Angels. Hier hatte im 17. Jahrhundert einer von Eliots Vorfahren gearbeitet, Reverend Andrew Elyot, der 1669 in die Neue Welt auswanderte. Dessen Wirkungsstätte wollte T.S. sehen und ihm gefiel die Kirche so gut, dass er den Wunsch äußerte, hier einmal beigesetzt zu werden. Eliot starb 1965 in seinem Haus in den Kensington Court Gardens in London, wurde im Golders Green Crematorium eingeäschert und seine Asche brachte man wunschgemäß nach East Coker. Eine Plakette an der Wand von St Michael & All Angels erinnert an den großen Lyriker.

Nur ein paar Meter von Eliots Plakette entfernt, findet man eine andere, die einen Mann ehrt, der 1651 in East Coker geboren wurde: William Dampier umrundete dreimal den Globus und unternahm dabei Forschungsarbeiten. Er hatte auch eine dunkle Seite, denn er unternahm zahlreiche Kaperfahrten als Freibeuter, bei denen er es auf spanische und französische Schiffe abgesehen hatte. Bei seiner dritten Erdumrundung nahm er den Seemann Alexander Selkirk an Bord, der über vier Jahre ganz allein auf einer der Juan Fernandez-Inseln westlich von Chile gelebt hatte und der später als Robinson Crusoe in die Weltliteratur Eingang fand. Dampier starb 1715 in London und er wurde auf dem Kirchhof von St Michael & All Angels in einem heute unbekannten Grab beigesetzt. Sein Buch „Voyage Around the World“ erschien 2012 in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Neue Reise um die Welt: Ein Pirat erforscht die Erde“ im Berliner Verlag der Pioniere, ein gewaltiges Werk von über 1000 Seiten.

Die Bewohner von East Coker sträuben sich nach wie vor gegen Pläne, direkt vor der Haustür eine riesige Neubausiedlung anzulegen, die den Charakter des Dorfes ihrer Meinung nach stark in Mitleidenschaft ziehen würde. Hier ist ein Film über das (bis jetzt) idyllische Dorf; dieser Film zeigt den Widerstand der Bevölkerung gegen das Projekt.

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