Das Londoner Savoy Hotel, der Schriftsteller Arnold Bennett und ein Omelett

Das Londoner Savoy Hotel an der Straße The Strand.    © Copyright Len Williams and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Der englische Romancier und Theaterkritiker Arnold Bennett (1867-1931) lebte gern in Großstädten. Mit 21 Jahren ging er nach London, später ließ er sich für zehn Jahre in Paris nieder, wo er von den Werken Maupassants, Flauberts und Zolas beeinflusst wurde. Neben dem Verfassen von Dutzenden von Romanen war Bennett in der Londoner Theaterszene als Kritiker anerkannt. Nach den abendlichen Aufführungen ging er gern noch ins Savoy Hotel am Strand vorbei und dinierte dort im Restaurant. Bennett hatte eine Vorliebe für dieses vornehme Haus, das in seinem zweiten Roman „The Grand Babylon Hotel“ (1902; dt. „Hotel „Grand Babylon“, 2003) eine Rolle spielt. Auch in seinem letzten Roman „Imperial Palace„, der 1930, also ein Jahr vor seinem Tod erschien und nicht ins Deutsche übersetzt wurde, steht ein Hotel im Mittelpunkt der Handlung, für das das Savoy als Modell fungierte. Große Teile des Buches schrieb Bennett in dem Hotel an der Themse, das heute von der Fairmont-Gruppe betrieben wird und einem saudi-arabischen Investor gehört.

Die Köche des Hotelrestaurants hatten ein Gericht kreiert, das Bennett dermaßen gut schmeckte, dass er es immer wieder bei seinen Besuchen dort orderte und dass man dann nach ihm benannte: Das Omelette Arnold Bennett. Noch heute, auch nachdem Gordon Ramsay den Savoy Grill übernommen hat, steht das Gericht auf der Karte. Für £12 kann man das „Glazed Omelette Arnold Bennett with Cornish Smoked Haddock“ als Vorspeise bestellen. Bennett war geradezu süchtig nach dieser Speise, denn auf seinen Reisen beharrte er immer wieder darauf, dass Köche dieses Omelette für ihn zubereiteten. Die Hauptbestandteile dieses Gerichts sind geräucherter Schellfisch, Eier und Parmesankäse.

Wie das Omelette zubereitet wird, zeigt in diesem Film Sophie Dahl, Enkelin von Roald Dahl, in ihrer BBC2-Koch-Serie „The Delicious Miss Dahl“.

Published in: on 25. Dezember 2014 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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