Die Johnson Gang und ihre Einbrüche in Landhäuser

Das Waddesdon Manor der Familie Rothschild in Buckinghamshire. Eigenes Foto.

Das Waddesdon Manor der Familie Rothschild in Buckinghamshire.
Eigenes Foto.

In den Jahren 2003 bis 2006 ging die Angst um bei Country House-Besitzern im Süden Englands. Im großen Stil wurde in diesen Häusern eingebrochen und ihre wertvollen Einrichtungsgegenstände geraubt. Zwischen £30 und £80 Millionen schätzte man damals den Schaden, der durch die Raubzüge entstand. Verantwortlich dafür war eine Gruppe von Männern, die Johnson Gang, die aus Vater Ricky, seinen Söhnen Richard und Albi, seinem Neffen Daniel O’Loghlin und Michael Nicholls, dem Freund von Rickys Tochter bestand. Sie und ihre Familien lebten in Wohnwagen in den Cotswolds, von wo aus sie die Häuser ausspähten.

Niemals zuvor und auch nicht danach hat es in Großbritannien Raubzüge gegeben, bei denen so viele wertvolle Gegenstände gestohlen wurden. Die Polizeibehörden schafften es nach langwierigen Ermittlungsarbeiten, die Gang dingfest zu machen, deren Mitglieder beim Prozess im Reading Crown Court zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt wurden. Der größte Teil der Beute ist bis heute verschwunden. Man vermutet, dass die wertvollen Stücke im Ausland abgesetzt worden sind.

Hier ist ein Überblick über die Häuser, die damals betroffen waren:

Am 10. Juni 2003 wurde in das Waddesdon Manor der Familie Rothschild in Buckinghamshire eingebrochen. Hier erbeutete die Johnson Gang juwelenbesetzte Schnupftabakdosen und andere Kostbarkeiten im Wert von etwa £8 Millionen.

Noch viel größer war die Beute am 1. Februar 2006 im Ramsbury Manor bei Marlborough in Wiltshire, das Haus des Bauunternehmers und  Multimillionärs Harry Hyams. Hier erbeutete die Johnson Gang Gegenstände im Wert von mindestens £23 Millionen. Dies war der größte Raubzug, der jemals in einem englischen Privathaus stattgefunden hat. Antiquitäten, Uhren, Porzellan und andere wertvolle Gegenstände fielen den Johnsons in die Hände; manche schätzen den entstandenen Schaden noch weit höher ein. Etwa ein Drittel der Beute wurde später in einem unterirdischen Bunker sichergestellt.

Am 24. Oktober 2005 war Warneford Place in Sevenhampton bei Swindon in Wiltshire dran. In diesem Haus wohnte einmal James Bond-Autor Ian Fleming. Zum Zeitpunkt des Einbruchs gehörte das Haus dem ehemaligen Formel Eins-Rennfahrer Paddy McNally, der mit einem geschätzten Vermögen von über einer halben Milliarde Pfund Sterling zu den reichsten Männern der Insel gehört. Der wahrscheinliche Schaden: £1 Million.

Am 16. November 2005 schlug die Johnson Gang in The Manor in Stanton Harcourt in Oxfordshire zu, wo sie eine vergleichsweise geringe Beute in Höhe von £50 000 machte. Der Besitzer des Hauses überraschte einen der Einbrecher, der aber durch einen Sprung aus einem Fenster flüchten konnte.

In dieser BBC-Dokumentation aus dem Jahr 2005 wird die Johnson-Familie vorgestellt.

Das Eingangstor des Ramsbury Manors in Wiltshire.    © Copyright Colin Bates and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Eingangstor des Ramsbury Manors in Wiltshire.
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Published in: on 20. Januar 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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