Stonehenge – Ein prähistorisches Monument und seine Repliken

Das richtige Stonehenge in Wiltshire.    © Copyright David Dixon and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das richtige Stonehenge in Wiltshire.
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Jahr für Jahr stehen die prähistorischen Steine von Stonehenge in Wiltshire auf Platz 1 der Liste der beliebtesten Touristenattraktionen Großbritanniens. Keine Busreisegesellschaft britischer oder kontinentaler Reisebüros, die hier nicht haltmacht. Ein neues £27 Millionen teueres Visitor Centre, das im Dezember 2013 seine Pforten erstmals öffnete, heißt mehr als eine Million Besucher jährlich willkommen. Es geht hier also sehr trubelig zu. Ich habe Stonehenge einmal besucht, was mir auch reicht, denn es macht keinen Spaß, sich mit diesen Menschenmassen gemeinsam die Steine anzusehen.

Über Stonehenge ist so viel spekuliert und geschrieben worden, dass ich mich in meinem Blog nicht auch noch darüber äußern will. Ich finde es viel interessanter, was für Stonehenge-Repliken geschaffen worden sind, von denen ich hier einmal einige kurz vorstellen möchte:

– Eine Stonehenge-Hüpfburg schuf der britische Künstler und Turner Prize-Inhaber Jeremy Deller und nannte sie „Sacrilege„. Im Jahr 2012 ging das „bouncy castle“, wie man Hüpfburgen in England nennt, auf Tournee durch Großbritannien und erfreute viele Kinder und auch so manchen Erwachsenen. Anschließend durften sich an dem maßstabgerechten Gebilde auch Kinder in Hongkong und Australien erfreuen. Dieser Film zeigt die Hüfburg in Betrieb.

– Der Graffitikünstler Banksy ging das Thema „Stonehenge-Replika“ ganz anders an. Beim Glastonbury-Festival 2007 setzte er mehr oder weniger geschmackvoll besprayte mobile Toilettenhäuschen aufeinander, die so in etwa dem Original in Wiltshire ähnelten.

– 1987 gestaltete Jim Reinders in der Nähe von Alliance im US-Bundesstaat Nebraska ein Carhenge, bei dem statt der Steine 38 Oldtimer-Autos in der gleichen Form wie in England zusammengesetzt worden sind. Diese Aktion erwies sich als so erfolgreich, dass man sogar ein Besucherzentrum anbaute. Der Film „Carhenge: Genius or Junk“ (hier zu sehen) dokumentiert  den Bau der von Stonehenge inspirierten Touristenattraktion.

– Im Jahr 2004 baute der amerikanische Künstler Mark Cline ein Foamhenge in Natural Bridge im Staat Virginia. „Wozu die Druden 1500 Jahren brauchten, das schaffte ich in zehn Tagen“ meinte Cline, nachdem er die naturgetreue und maßstabsgerechte Replik aus Styropor den staunenden Besuchern zeigte. Hier ist ein Film.

– Auf dem Campus der University of Texas in Odessa findet man seit dem Jahr 2004 einen weiteren Nachbau, der dem echten Stonehenge sehr ähnlich sieht und aus Kalkstein geformt ist.

– Aus 137 Granitsteinen, die jeweils zwischen 28 und 50 Tonnen wiegen, errichtete man in Esperance an der Südküste Australiens ebenfalls ein maßstabsgerechtes Stonehenge, das in diesem Film zu sehen ist.

Das sind nur wenige Beispiele, es gibt noch erheblich mehr Stonehenge-Repliken in der ganzen Welt.

Zum Abschluss des heutigen Blogeintrags habe ich noch einen Videoclip der beiden norwegischen Brüder Ylvis zu bieten, die sich auf ihre Art mit Stonehenge befassen.

Die Stonehenge-Hüpfburg des Künstlers Author: Loz Pycock. Creative Commons 2.0.

Die Stonehenge-Hüpfburg des Künstlers Jeremy Deller.
Author: Loz Pycock.
Creative Commons 2.0.

Banksys Toilettenhäuschen-Stonehenge. This work has been released into the public domain.

Banksys Toilettenhäuschen-Stonehenge.
This work has been released into the public domain.

Carhenge bei Alliance in Nebraska. Author: Jacob Kamholz. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license.

Carhenge bei Alliance in Nebraska.
Author: Jacob Kamholz.
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Foamhenge in Natural Bridge in Virginia. Photo: Ben Schumin. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic license.

Foamhenge in Natural Bridge in Virginia.
Photo: Ben Schumin.
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Stonehenge auf dem Campus der University of Texas in Odessa. Author: Billy Hathorn. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Stonehenge auf dem Campus der University of Texas in Odessa.
Attribution: Billy Hathorn at Wikipedia.
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Published in: on 29. Januar 2015 at 02:00  Comments (5)  
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5 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Über Stonehenge ist so viel spekuliert und geschrieben worden, dass ich mich in meinem Blog nicht auch noch darüber äußern will.

    – Ich finde alleine die gesicherten Fakten spannend genug: Das Monument war damals wohl bereits europaweit bekannt, und die Besucher brachten die Eisenverarbeitung in das sehr eisenreiche Großbritannien. Selbst von jenseits der Alpen sollen die Leute gekommen sein, es gibt Spekulationen (!), dass Ötzi auf dem Weg dorthin ermordet worden ist.

  2. Ich glaube, es wird auch hier erwähnt, http://www.dailymotion.com/video/xp1wwg_terra-x-der-geheimcode-von-stonehenge_tech , aber ich möchte jetzt nicht die ganze Sendung durchsehen.

  3. Es ist schon eine beeindruckende Sicht, die einem Stonehenge bietet. Ich war an einem wolkenverhangenem Tag da und es waren schon einige Touristen da, aber keine Massen. Dass man über einen Rundpfad geschleust wird, ist schade, aber ich will gar nicht wissen, was zuvor da an „aberwitzigen“ Aktionen gelaufen ist. Man muss die Steine auch schützen.
    Weit weniger bekannt, aber nicht weniger imposant ist Newgrange in Irland. Die Hügelgräber sind älter als Stonehenge.

    (https://schauwerte.wordpress.com/2012/06/24/revisiting-ireland-mit-prometheus-und-frankenstein)

  4. Auch bei meinem Besuch waren nicht so viele Touristen da, denn es war ein eiskalter Tag. Der Wind blies so stark, dass ich dachte mir werden die Ohren abfallen. Aber klasse war’s trotzdem.

  5. Ähem. Du weißt das ganz sicher auch, aber der Herr Mark Cline irrt gewaltig, wenn er glaubt, Stonehenge sei von Druiden errichtet worden… Sorry, aber das muss einfach angemerkt werden😉
    Die beiden Male, als ich dort war, war es eigentlich recht schön und auch nicht voll. Ist aber auch schon fast 20 Jahre her🙂


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