Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Folge 93 „Sonne, Mord und Sterne“

Die Pearson Road in Sonning; links The Old Forge, die als Redaktion für Midsomer Mercury dient.    © Copyright Andrew Smith and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Pearson Road in Sonning; links The Old Forge, die als Redaktion für den Midsomer Mercury dient.
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Am Sonntag, dem 15. Februar sendet das ZDF den vorerst letzten Film aus der Inspector Barnaby-Reihe „Sonne, Mord und Sterne„, der den Originaltitel „Written in the Stars“ trägt und zur 15. Staffel gehört. Sarah Barnaby hat sich in dieser Folge auf Yoga verlegt, versucht ihren Mann ebenfalls dafür zu gewinnen (was ihr natürlich nicht gelingt) und Sykes sieht diesem merkwürdigen Treiben im Haus Barnaby verständnislos zu.

Der langjährige „Midsomer Murders“-Produzent Brian True-May hat ja vor einiger Zeit eine Bemerkung darüber gemacht, warum in seiner TV-Serie eigentlich nie Figuren „mit Migrationshintergrund“, also Schwarze oder Asiaten, auftauchen. Er meinte seinerzeit in einem Interview mit der Radio Times, die Krimiserie wäre „the last bastion of Englishness“ und ethnische Minoritäten passten einfach nicht in ein typisch englisches Dorf. Diese Aussage brach ihm schließlich das Genick als Produzent der Serie. Seine Nachfolgerin Jo Wright sieht offensichtlich diese Probleme nicht, denn in „Sonne, Mord und Sterne“ treten zwei Asiaten auf: Der Dorfapotheker und Yogalehrer von Midsomer Stanton Henry Dutta und seine hübsche Tochter Gagan, gespielt von Ace Bhatti (schon zu sehen u.a. in The Eastenders, Lewis und Silent Witness) respektive Soraya Radford (sie hatte bisher nur wenige Kurzauftritte in TV-Serien).

Gedreht wurde erstmals in dem Ort Sonning-on-Thames in Berkshire, ganz in der Nähe von Reading. Hierhin hatte es DCI Tom Barnaby nie verschlagen, obwohl sich das hübsche Dorf für Filmaufnahmen geradezu anbietet. Im letzten Jahr ging der Name Sonning durch die britische Presse, weil George Clooney und seine Frau sich hier im Mill House angesiedelt haben. Auch noch andere Prominente wohnen/wohnten hier direkt an der Themse wie der Magier Uri Geller, der in einem Haus wohnt, das dem Weißen Haus in Washington nachempfunden ist, Jimmy Page, der Gitarrist der Band Led Zeppelin, dessen Domizil Deanery Garden an der Thames Street ist, und die Innenministerin der Regierung Cameron Theresa May.

Die Dreharbeiten fanden in der Pearson Road statt. Da steht z.B. das Haus, in dem Henry Dutta seine Yoga-Klasse unterrichtet. Direkt gegenüber befinden sich die Moonstone Ridge Tea Rooms und nur ein paar Schritte weiter auf der gleichen Straßenseite sieht man im Film die Büroräume der Zeitung Midsomer Mercury, wofür man The Old Forge benutzte. Das waren also die Dreharbeiten der kurzen Wege. Nur für Henry Duttas Apotheke fand man offenbar kein passendes Haus; da griff man noch einmal auf Bewährtes zurück und verwendete ein Haus in Taplow (Buckinghamshire), das schon einmal im Jahr 2002 in Folge 22 „Ring Out Your Dead“ (dt. „Glockenschlag zum Mord“) zu sehen war. Um die Observatoriums-Szenen zu drehen, zog man nach London, wo die University of London in Mill Hill seit 1929 ihre Himmelsbeobachtungsanlagen betreibt.

In diesem Haus in der Pearson Road wurden die Szenen mit dem Yoga-Interricht gedreht.    © Copyright Scriniary and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

In diesem Haus in der Pearson Road in Sonning wurden die Szenen mit dem Yoga-Unterricht gedreht.
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Das Observatorium der University of London in Mill Hill. Author: Grim23. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Das Observatorium der University of London in Mill Hill.
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Published in: on 7. Februar 2015 at 08:28  Schreibe einen Kommentar  
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Einige neue interessante Filme des Jahres 2015 und ihre Drehorte

Cliveden House in Bekshire, Drehort von "Cinderella" und "A Little Chaos". Eigenes Foto.

Cliveden House in Berkshire, Drehort von „Cinderella“ und „A Little Chaos“.
Eigenes Foto.

In diesem Jahr werden einige interessante Filme in die Kinos kommen. Hier sind schon einmal einige Beispiele:

– Am 13. Februar wird erstmals während der Berlinale die Neuverfilmung von „Cinderella“ gezeigt, die dann am 12. März in die deutschen Kinos kommt, am 27. März in die englischen. In dem Aschenputtel-Film, in dem Kenneth Branagh Regie führt,  werden wir einige Schauspielerinnen wiedersehen, die wir aus „Downton Abbey“ kennen. Die Hauptrolle spielt Lily James, das ist Lady Rose MacClare in DA, und Sophie McShera, Downton Abbeys Küchenmädchen Daisy, spielt die Rolle der Drizella, das ist Cinderellas böse Stiefschwester.  Weitere Darsteller sind Cate Blanchett und Helena Bonham-Carter.

Gedreht wurde in den Pinewood Studios westlich von London und im Black Park, der direkt an das Studiogelände angrenzt und immer wieder gern für Filmaufnahmen genutzt wird. Weitere Stationen für die Dreharbeiten waren der Blenheim Palace bei Woodstock in Oxfordshire, das Old Royal Naval College in Greenwich und das Cliveden House bei Taplow in Berkshire.
Hier ist der Trailer zu „Cinderella“.

– Ebenfalls neu verfilmt wurde James Matthew Barries Geschichte von Peter Pan unter dem Titel „Pan„. Geplante Filmstarttermine: 16. Juli in Deutschland, 17. Juli in England. In dem Film über den kleinen Jungen, der niemals erwachsen wird und im Nimmerland lebt, spielen die Hauptrollen Hugh Jackman, Amanda Seyfried und Levi Miller als Peter Pan. Regie führte Joe Wright.

Gedreht wurde in den Leavesden Studios in Hertfordshire und in dem grandiosen, dem National Trust gehörenden Stowe Park in Buckinghamshire.
Hier ist der Filmtrailer zu „Pan“.

– Thomas Hardys Roman „Far From the Madding Crowd“ (dt. „Am grünen Rand der Welt“) wurde schon einmal 1967 mit Julie Christie und Peter Finch unter dem gleichen Titel verfilmt. Der deutsche Titel hieß damals „Die Herrin von Thornhill“. Am 9. Juli (in England am 1. Mai) kommt eine Neuverfilmung wieder unter dem Titel „Far From the Madding Crowd“ in die Kinos mit Carey Mulligan als Bathsheba Everdene und Michael Sheen als William Boldwood in den Hauptrollen. Regie führte der Däne Thomas Vinterberg.

Gedreht wurde die Geschichte der Bathsheba Everdene, die die große Farm ihres Onkels erbt und sich gleich drei Verehrern gegenüber sieht, u.a. im Claydon House in Buckinghamshire, ein Landsitz bei Aylesbury, der dem National Trust gehört und in dem Florence Nightingale eine Zeit lang lebte, deren Schwester Parthenope, Lady Verney, Hausherrin war. Claydon House dient in dem Film als William Boldwoods Landhaus.
Hier ist der Trailer zu sehen.

– Der Historienfilm „A Little Chaos„, der den deutschen Titel „Die Gärtnerin von Versailles“ tragen wird, kommt am 30. April in die deutschen und am 17. April in die englischen Kinos. Die Geschichte spielt am Hof Ludwigs XIV., der eine Frau damit beauftragt, die Gärten von Versailles anzulegen. Die Landschaftsgärtnerin wird von Kate Winslett gespielt, an deren Seite u.a. noch Alan Rickman als König Ludwig XIV. und Matthias Schoenarts als André Le Nôtre agieren.

Gedreht wurde an den gleichen Schauplätzen wie „Cinderella“, nämlich in den Pinewood Studios, im Black Park, im Blenheim Palace und im Cliveden House. Weiterhin suchte man sich noch u.a. Hampton Court und das Waddesdon Manor in Buckinghamshire aus, das als der Palast von Fontainebleau fungiert. Die Regie führte Alan Rickman (ja, der auch den König verkörpert).

Der Trailer vermittelt einen kleinen Eindruck von „A Little Chaos“.

Waddesdon Manor in Buckinghamshire. Drehort von "A Little Chaos". Eigenes Foto.

Waddesdon Manor in Buckinghamshire. Drehort von „A Little Chaos“.
Eigenes Foto.

Der Black Park, nahe den Pinewood Studios. Drehort für    © Copyright Graham Horn and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Black Park, nahe den Pinewood Studios. Drehort für „Cinderella“ und „A Little Chaos“.
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Die Palladian Bridge im Stowe Park in Buckinghamshire, Drehort für    © Copyright David Smith and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Palladian Bridge im Stowe Park in Buckinghamshire, Drehort für den Film „Pan“.
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Claydon House in Buckinghamshire; hier wurden einige Szenen für den Film "Fa From the Madding Crowd" gedreht.    © Copyright Nigel Cox and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Claydon House in Buckinghamshire; hier wurden einige Szenen für den Film „Far From the Madding Crowd“ gedreht.
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Published in: on 7. Februar 2015 at 02:00  Comments (5)