Ben Hammond – Der Mann, der sich die Welt ertanzt

With friendly permission of Ben Hammond.

With friendly permission of Ben Hammond.

Ein bisschen verrückt ist es schon, was Ben Hammond, der Lehrer aus London, da tut. Er möchte gern um die ganze Welt tanzen und hat da schon ganz schön vorgelegt. „Dance Britain for Burma“ war sein erster „Fernstrecken-Tanz“, der ihn von John O’Groats an der schottischen Nordküste bis nach Land’s End in Cornwall führte. Viele Menschen haben diese Strecke schon auf sehr unterschiedliche Weise zurückgelegt (ich habe darüber mehrfach in meinem Blog geschrieben), Hammonds Version gehört sicher zu den kuriosesten. Bekleidet ist er meist mit einem Ballettröckchen und darin hüpft und springt er durch das Land und lädt andere dazu ein, ihn ein Stück auf seinem Weg zu begleiten. Die Strecke nach Land’s End hätte er im Jahr 2012 auch beinahe in einem Stück geschafft, wäre er nicht 300 Kilometer vor dem Ziel in der Nähe von Wells in Somerset von einer betrunkenen Autofahrerin angefahren worden. Verletzt musste Ben Hammond aufgeben, holte aber die restliche Etappe nach seiner Genesung nach.

Die Aktion nannte sich „Dance Britain for Burma“, weil Howard einmal ein Jahr lang in einem Flüchtlingscamp an der Grenze von Thailand und Burma gearbeitet hatte und diese Erfahrung für ihn sehr prägend war. Sein Tanz quer durch Großbritannien brachte durch seine Sponsoren Geld ein, das er verschiedenen Organisationen zur Verfügung stellte, die sich in Burma engagieren.

Bevor Ben Hammond, der aus Bradford-on-Avon in Wiltshire stammt, diese Langstrecke in Angriff nahm, hatte er sich schon ein Jahr zuvor beim London Marathon „warmgetanzt“. Im Juni 2011 nahm er das Glastonbury Festival zum Anlass, um dort 72 Stunden lang zu tanzen, nur mit ganz wenig Schlaf zwischendurch.

Im Oktober 2012 stellte Ben Hammond in London einen neuen Weltrekord auf, er tanzte 135 Stunden lang, immer wieder unterstützt und begleitet von Mittänzern. Danach wurde er total erschöpft ins Krankenhaus eingeliefert, wo man ihn erst einmal wieder aufpäppeln musste.

Im Sommer diesen Jahres geht der „Planet Prancer„, wie sich Hammond nennt, auf eine noch größere Tour: Er will quer durch die USA tanzen, von der New Yorker Freiheitsstatue bis zur Golden Gate Bridge in San Francisco; allerdings teilt er sich die enorme Strecke in zwei Teile auf, das zweite Teilstück will er dann 2016 in Angriff nehmen. Die Einnahmen, die er dabei erzielt, werden UNICEF zugute kommen.
Ben Hammond, ein liebenswerter Exzentriker, der mit seiner verrückten Idee viel Gutes tut! Hier ist er in einem Film zu sehen.

Published in: on 19. Februar 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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