Der Exeter City Football Club und seine berühmten Vorstandsmitglieder Michael Jackson und Uri Geller

St James' Park in Exeter.    © Copyright Roger Cornfoot and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

St James‘ Park in Exeter.
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Devon ist noch nie dafür bekannt gewesen, dass aus der Grafschaft eine besonders nennenswerte Fußballmannschaft hervorgegangen ist. Der Club der Hauptstadt Exeter, Exeter City Football Club, spielt in der vierten Liga und steht dort zurzeit auf Platz 11. Nun ja…

Eines haben die Grecians, wie die Spieler genannt werden, aber den ganz großen Clubs aus London, Manchester oder Liverpool voraus: Sie hatten einmal ganz berühmte Vorsitzende, nämlich Michael Jackson und Uri Geller! DER Michael Jackson, nicht der Bierpapst gleichen Namens, sondern der amerikanische Popsänger. Ich bin nicht sicher, ob M.J. wusste, dass es ein Exeter in Devon gab, geschweige denn jemals von einem Club namens Exeter City gehört hatte, als er am 14. Juni des Jahres 2002 zusammen mit seinem Freund, dem als Löffelverbieger bekannten Uri Geller, für einen Tag in das Stadion St James‘ Park im Südwesten Englands kam. Gellers Beziehung zu Exeter bestand darin, dass sein Sohn Daniel angeblich in einem früheren Leben dort ansässig war; das behauptete jedenfalls Vater Uri. Also unterstützte der weltberühmte Hellseher den Fußballverein und schleppte an jenem denkwürdigen Tag, der in die Vereinsgeschichte eingegangen ist, den noch berühmteren, schrillen Popstar mit hierher, der nach eigener Aussage keinen Schimmer von Fußball hatte, aber Exeter City F.C. liebte.

Natürlich war an diesem Junitag der St James‘ Park rappelvoll und Michael wurde frenetisch von seinen Fans gefeiert. Er hielt sogar eine Rede, die er mit „Hello you wonderful people of Exeter“ begann und dann über AIDS-kranke Kinder und Malaria sprach; anschließend forderte er alle Anwesenden auf, sich an die Hand zu nehmen und den Nachbarn zu sagen wie sehr sie einander liebten. Eine recht bizarre Situation, und ich glaube nicht, dass sich alle dabei wohl fühlten.

Die Einnahmen aus dieser als Wohltätigkeitsveranstaltung gedachten Show sollten jeweils zur Hälfte der finanziell nicht gerade üppig ausgestattete Fußballverein und arme bzw. kranke Kinder in der Stadt erhalten. Aus Dankbarkeit dafür, dass Michael Jackson nach Exeter gekommen war, wurde er zum Ehrenvorsitzenden des Clubs ernannt. Das bedeutete, der amerikanische Popstar durfte bei Entscheidungen der Vereinsführung, beispielsweise was den Ankauf neuer Spieler betraf, mitwirken, hatte zu allen Spielen der Grecians freien Eintritt und durfte bei Auswärtsspielen im Mannschaftsbus mitfahren. Eine tolle Sache!! Aber…Michael Jackson ließ sich nie wieder in Exeter blicken und nahm seine Privilegien niemals wahr.

Übrigens hatte Uri Geller noch andere Männer aus dem Showbusiness in den Vorstand des Clubs geholt; so gehörten eine Zeit lang der aus Bristol stammende und als Darth Vader („Star Wars“) bekannt gewordene Schauspieler David Prowse dazu, sowie der US-amerikanische Zauberkünstler David Blaine. Doch trotz dieser geballten Macht aus gestandenen Männern des Showbiz im Vorstand, der Exeter City Football Club konnte Mannschaften wie Arsenal, Chelsea oder ManU nie die Stirn bieten.

Hier ist die legendäre Rede Michael Jacksons zu hören (ja, die Kameraführung ist grauenhaft…)

 

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